Geschlossene Clogs
Von Willi
Diese neue Kollegin machte mich wahnsinnig. Ständig schaute
ich verstohlen zu ihr hinüber. Sie wippte ständig mir ihren
Clogs unter ihrem Tisch hektisch hin und her. Immer wieder trafen
sich unser Blicke. Aber tat so als ob ich ihre blauen Augen nicht
sah, und schielte um sie herum zu einem langweiligen Poster,
welches schon seit Jahren an der Wand hing. Dennoch konnte ich
genau ihre überschlagenen Beine im Blickfeld behalten und sehen
wie sie nervös mit ihren weißen geschlossenen Schwedenclogs hin
und her wippte. Immer öfter glaubte ich zu sehen, daß sie mich
anlächelte, wenn sich unsere Blicke trafen, und bewußt noch
hektischer mit ihren Clogs unter ihren Tisch wackelte.
Das ging schon seit Wochen so. Hatte diese Frau eigentlich keinen
anderen Schuhe? Mußte sie denn unbedingt ausschließlich diese
weißen Clogs tragen? Der Sommer war doch schon vorbei und es
begann kühler zu werden. Naja, zumindest was das Wetter betraf.
Mir wurde es immer schrecklich heiß, wenn ich auf ihre weißen
Clogs schaute - und sie unter ihrem Tisch damit füßeln sah. Oh
man! Konnte sie denn nicht einmal irgendwelche langweiligen
Schuhe tragen, so wie all die anderen Damen um mich herum?
Doch sie tat es nicht. Im Sommer steckten ihre Füße barfuß in
den geschlossenen Clogs. Im Herbst trug sie hautfarbene Nylons
und im Winter zusätzlich dicke weiße Shoppersocken. Im Frühling
wieder verstärkt braune Nylons und so weiter und so fort. Sie
machte mich schier wahnsinnig mit ihren Clogs. Eigentlich waren
Clogs schon längst völlig aus der Mode, und man sah sie nur
noch extrem selten auf der Straße. Aber diese Frau trug sie. Ständig.
Immer! Und so sehr ich sie dafür haßte, so liebte ich sie dafür
im gleichen Maße.
Es entstand eine richtige Haßliebe zwischen uns. Wann immer ich
sie angreifen konnte, ich tat es. Wann immer wir im Kollegenkreis
auf modische Erscheinung zu sprechen kam, so nahm ich sie aufs
Korn - doch sie trug diese weißen, geschlossenen Schwedenclogs
immer und immer wieder. Oh, wie ich es liebte sie mit ihren Clogs
unter ihrem Tisch spielen zu sehen. Auch wenn diese Dinger nicht
der Mode entsprachen: Ich liebte die Form der Clogs, ihren Sound
wenn sie damit umherging und... ja ich träumt sogar von ihnen.
Ja wirklich. Ich träumte von ihren weißen Schwedenclogs. Das
verrückte: Je abgetragener und verschlissener ihre Clogs mit der
Zeit wurden, desto mehr mochte ich diese Dinger.
Meine damalige Freundin mochte Clogs rein gar nicht. Ganz im
Gegenteil: Sie verachtete diese Schuhe und war der Ansicht, daß
nur Bauernmädchen solche Dinger tragen würden. Oh wie gerne hätte
ich auf dem Land gelebt und wünschte mich raus aus der Stadt...
Auf unseren Fahrten durch das Land sah ich eigentlich nie Frauen
mit Clogs. Sie trugen praktische Schuhe, welche günstig im jedem
Supermarkt zu kaufen gab. Nur sehr, sehr selten sah ich mal eine
Frau mit Clogs. Ich verbog dann regelrecht meine Augen und mußte
aufpassen, daß ich nicht umfiel oder das meine Freundin etwas
bemerkte. Alleine der Sound, den diese Holzdinger auf der Straße
läßt mich extrem wach werden. Als wenn ich eine Marionette sei,
so ziehen mich Clogs in einen Bann - ich muß einfach hinschauen
wenn ich diesen markanten Clogsound höre. Es geht nicht anders.
Meine damalige Freundin mußte gemerkt haben, wie Clogs auf mich
wirken, lehnte sie aber dennoch kategorisch Clogs ab. Angeblich täte
es ihr weh damit zu gehen und überhaupt, sie seien nur etwas für
Landeier.
Und dann, jeden Tag aufs neue, sah ich diese neue Kollegin,
welche ausschließlich mit ihren geschlossenen weißen
Schwedenclogs an ihrem Tisch saß und damit unablässig unter
ihren Tisch hektisierte. Je länger diese Frau mir im Sichtfeld
saß, desto schlechter wurden meine Arbeitsergebnisse. Ich konnte
einfach nicht anders, ich mußte einfach diese Schuhe anschauen.
Ihr Anblick ging mir sogar nach Feierabend nicht mehr aus dem
Kopf. Wenn ich mit meiner Freundin schlief, dachte ich ständig
an ihre weißen Schwedenclogs. Meine damalige Freundin ahnte
nicht weswegen ich tatsächlich so geil war. Begeistert ritt sie
auf mir von einem Orgasmus in den nächsten, während ich nur an
weiße Schwedenclogs dachte - an diejenigen meiner neuen Kollegin.
Ich begann diese Kollegin mehr und mehr bis aufs Blut zu hassen,
denn sie störte meine Beziehung massiv. Ich griff sie immer öfter
während der Besprechungen und sowieso und überhaupt an.
Seltsamerweise wurde ich immer aggressiver und ungenießbarer,
wenn die neue Kollegin im Urlaub war. Ich beruhigte mich erst
wieder als sie zurück war. Wenn ich im Urlaub war, so wurde ich
ebenfalls aggressiv und gereizt. Ich durchlebte eine Haßliebe.
So intensiv ich diese Frau haßte, so intensiv war sie in meinem
Kopf. Ich ertappte mich sogar dabei, wie ich darüber nachdachte
ihre Beine samt Clogs zu Photographieren... oder auf Video
aufzunehmen. Es machte mich regelrecht krank, wenn ich sie mal während
der Arbeitszeit nicht sehen konnte.
Die Beziehung zu meiner damaligen Freundin begann immer mehr zu
kriseln. Es lief einfach nicht mehr zwischen uns. Wir entsprachen
nicht mehr unseren Wünschen. Eigentlich lief es bei uns im Bett
sehr gut - aber auch nur dann, wenn ich die weißen,
geschlossenen Schwedenclogs der Neuen vor mir sah. Wehe wenn
nicht! Dann war ich eine Lusche, ein Schnellspritzer! Also dachte
ich jedes Mal, wenn ich mit meiner damaligen Freundin schlief, an
die Neue - das heißt an ihre Füße und ihre Clogs. Dann war ich
echt gut.
Die ganze Zeit über, wenn ich in meine Freundin einhakte, sah
ich vor mir die Neue, wie sie mich geheimnisvoll anlächelte und
unter ihrem Tisch hektisch mit ihren geschlossenen weißen Clogs
wippte. Je nach dem wie intensiv sie damit wippte, desto
schneller und heftiger kam ich. Diese Clogs wurden zu so einer
Art Droge für mich, und so sehr ich die Neue haßte, desto mehr
begann ich sie zu brauchen.
Mittlerweile war sie seit über einem Jahr bei uns angestellt.
Trotzdem war sie für mich immer nur die Neue; außerdem trug sie
nach wie vor immer wieder die selben Clogs. Ich konnte mir auch
gar nicht mehr vorstellen, daß sie überhaupt andere Schuhe besaß.
Sie konnte nur dieses eine Paar besitzen - denn so wie ihre Clogs
nach einem Jahr aussahen, trug sie ausschließlich dieses Paar
Schuhe. Das weiße Leder war an den Kappen etwas abgestoßen und
die Gummisohlen waren mittlerweile fast abgelaufen, was den Sound
dieser Holzdinger nur noch intensiver machte.
Meine damalige Freundin und ich trennten uns schließlich. Ich
weiß nicht ob sie je gemerkt hatte, daß ich die letzten Monate,
in denen ich mit ihr geschlafen hatte, ausschließlich an die Füße
und Clogs der Neuen dachte. Eigentlich fickte ich nicht die Frau
unter mir, sondern die Clogs, die ich vor Augen hatte.
Da ich nun Single war, und selbst Hand anlegen mußte, fickte ich
mich selbst mit meiner Hand. Dabei stellte ich mir immer wieder
die geschlossenen, weißen Clogs der Neuen vor. Mittlerweile
kannte ich jedes Detail dieser Dinger und ich hätte sie mit
geschlossenen Augen malen können. Ich mißbrauchte ihre Clogs
mental von vorne und von hinten, von den Seiten, von oben und von
unten, und jedes mal kam es mir gewaltig.
Dann war da diese Betriebsfeier an einem Freitag Abend. Ich hatte
schon ziemlich einem im Kahn und war schon längst nicht mehr
fahrtüchtig. Meine Kollegen und ich stießen immer wieder an und
amüsierten uns mächtig. Plötzlich fiel mein Blick auf die Neue.
Sie trug ein langes, weites weißes Sommerkleid und natürlich
ihre geschlossenen, weißen Schwedenclogs, in denen sie barfuß
steckte. Möglicherweise lag es am Alkohol, daß ich nur noch
Augen für ihre Füße und für ihre Clogs hatte. Der
Konversation am Herrentisch konnte ich eh schon seit geraumer
Zeit nicht mehr folgen, also fiel meine geistige Abwesenheit
nicht sonderlich auf.
Als ich von einem meiner Toilettengänge zurück kam stand ich plötzlich
direkt vor ihr. Dümmlich starrte ich sie an, während sie mir
wie immer dieses seltsame Lächeln schenkte. Mürrisch lallte ich
etwas, von wegen, sie sollte mir aus dem Weg gehen. Darauf hin
sagte sie freundlich: "Aber das tue ich doch. Ab Montag
arbeite ich in einer anderen Firma." Ich nickte nur und ging
an ihr vorbei. Erst nach einigen Schritten wurde mir klar, was
sie mir gesagt hatte. Fassungslos drehte ich mich um, doch sie
war verschwunden.
Als ich wieder am Tisch der Herren saß brach für mich eine Welt
zusammen. Obwohl ich die Neue so sehr haßte, so war ich dennoch
sehr unglücklich, daß sie uns verließ. Im weiteren Verlauf des
Abends konnte ich sie einfach nicht mehr ausfindig machen, und
meine Laue wurde zusehends schlechter.
Der Montag darauf war eine Katastrophe. Eine ganz Neue wurde an
ihren Platz gesetzt. Die konnte ich von Anfang an nun wirklich
nicht leiden, denn sie war genau das Gegenteil dessen, was ein
Mann attraktiv finden könnte. Sie war dick und fett und häßlich
und laut. Dennoch schaute ich immer wieder unter ihren Tisch. Sie
trug diese 08/15 Schuhe; solche wie Frauen sie nun mal gerne
tragen. Doch ich sah immer noch die geschlossenen weißen
Schwedenclogs der alten Neuen - und mußte lächeln.
Mir fiel eines Tages auf, daß ich nicht einmal den Namen der
alten Neuen weiß. Wie gerne hätte ich sie noch einmal gesehen,
und ich frage mich noch heute, nach Jahren, ob sie immer noch so
gerne geschlossene weiße Schwedenclogs trägt...
|
| |
|
Site hosted for free by CleanAdultHost.com |