Spaß im Park
Von smashingskull
[Teil 1.] - Am letzten Sonntag mußte
ich einfach einmal raus aus der Wohnung. Es hatte aufgehört zu
regnen und so warf ich mir den Mantel über und schlenderte
Richtung Park. Dort kann ich ein paar Runden drehen und der Kopf
ist nachher immer etwas freier. Zwischen den Weiden, die Spalier
am Teich stehen, sind Bänke aufgestellt. Ich war gerade 50 Meter
weit gelaufen, da erblickte ich drei Mädchen, so um die 16 Jahre.
Sie hatten diese engen, fast ohne Bund hergestellten Jeans an und
ihre jungen, kleinen Hinterteile drückten sie über die Lehne
der Bank. Ich mußte einfach hin starren.
Die Schwarzhaarige trank aus einer Sektflasche und reichte sie
dann weiter. Ihr Rekorder beschallte das Gelände mit Techno. Sie
griff in ihre Bomberjacke und holte eine Schachtel Zigaretten
hervor, sprang von der Bank und tanzte vor den Freundinnen im
Takt der Musik. Dabei stampfte sie mit ihren schwarzen, hohen
Buffallo-Stiefeln in der aufgeweichten Erde des Gehweges, ohne
auf die kleinen Pfützen zu achten. Die drei schienen sich prächtig
zu amüsieren und ich rief ihnen so etwas wie: "echt geile
Mugge!" zu.
Sie hatten mich wohl nicht verstanden, denn die Größte von dem
Trio schwang sich jetzt auch von der Bank und steuerte auf mich
zu. Ihre dunkelblonden Haare hatte sie streng nach hinten zu
einem Zopf gebunden. Geringschätzig verzog sie ihren dunkelrot
geschminkten Mund und kam langsam auf mich zu. Ich wollte
ausweichen. Provokant versperrte sie mir den Weg, stemmte die Hände
in ihre Hüften und sah mir ungeniert ins Gesicht. Dabei stellte
sie sich etwas breitbeinig hin und meine Blicke fielen unwillkürlich
auf ihre Plateaustiefel.
"Was glotzt du so, Alter!? Bist du scharf oder was?"
"Ey, Moni, hau ihm doch eine rein, dem Spanner."
Offensichtlich hatte sie schon eine Menge getrunken.
"Los, gib mir eine Zigarette, du Wicht!" Mit den Worten:
"Ich rauche nicht," wollte ich mich an ihr vorbei
mogeln. Blitzschnell hielt sie meinen Kragen fest und trat mit
ihren Plateaus gegen meinen Fuß. Da ich in der Vorwärtsbewegung
war, verlor ich den Halt und ging zu Boden. Moni ließ den Kragen
los und rief mir höhnisch hinterher: "Oooch, is' er
hingefallen, der arme Junge!?!"
"Laß ihn Dreck fressen," die dritte im Bunde
stolzierte nun zu uns herüber. Aus meiner Perspektive sah ich
die irgendwann einmal blau gefärbten Buffs gefährlich näher
kommen.
"Mensch Silke, du kannst ihn doch auch füttern."
"Ich weiß schon was er bestimmt gerne mag."
Mir wurde nun echt unwohl und ich plapperte ein: "Tschuldigung,"
und wollte mich hochrappeln. Doch die Plateaus waren schneller.
Der Tritt erwischte mich am Oberschenkelknochen. Ich wollte
aufschreien, verbiß mir aber meinen Schrei und stöhnte nur vor
Schmerzen auf. Silke stand jetzt direkt vor mir. Ihren Fuß
stellte sie neben meine aufgestützten Arme und zog diese nach
vorn, so daß ich mit dem Gesicht den nassen Boden berührte.
"Siehst du," kicherte Moni, "er kostet schon von
ganz alleine seine Mahlzeit."
"Hole doch die Reste aus der McDonalds Tüte für unser
kleines Hündchen. - Und wir müssen ihm noch einen Namen geben,
wie wäre es mit Hasso?" Die Mädchen klatschten Beifall und
Susanne, die sich bisher im Hintergrund gehalten hatte, griff in
den Müllkorb und beförderte eine durchgeweichte Papiertüte zu
tage. "Zuerst möchte ich eine rauchen," Moni ging zurück
zur Bank und ich schaute ihr hinterher. Diese herrlich langen
Beine... Beim Gehen wiegte sie majestätisch das Hinterteil. Mit
ihren Stiefeln wich sie keiner Schlammpfütze aus. Eine
Dreckkruste hatte sich fast bis zu den Knien gebildet. Auf der
Bank Platz genommen, holte Moni ihre Streichholzschachtel hervor
und warf sie vor mich hin. "Los Hasso, Frauchen will rauchen!"
Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. In was für einer Lage
befand ich mich hier? Das kann nicht wahr sein! Als erwachsener
Mann lasse ich mich von diesen drei Teenies in den Dreck werfen.
Merkwürdiger Weise befiel mich bei diesem Gedanken eine
grausigschöne Erregung. Ich liege im Morast und diese drei übermütigen
Teenies vertreiben sich ihre Zeit damit, mich zu demütigen und
wie einen Hund zu behandeln.
Als ich die Streichholzschachtel greifen wollte, trat Susi
blitzschnell und mit voller Wucht auf meinen Handrücken. Diesmal
konnte ich den Schmerz nicht beherrschen und schrie auf. Nicht
genug damit, stützte sie ihre Schuhspitze mit vollem Gewicht auf
und drehte ihren Fuß hin und her, als wollte sie einen Kippen
austreten. Nach endlos langer Zeit, mir war schwarz vor Augen,
erlöste sie mich vorerst von dem Gewicht. Ich betrachtete meine
Handfläche, die durch den Sand und die Drehbewegungen blutig
aufgeschürft war. Der Schmutz in den Wunden brannte wie Feuer.
Scheiße,' dachte ich, wenn hier jetzt jemand vorbei
kommt, der mich erkennt, brauche ich mich nirgends mehr sehen zu
lassen.' Voraus waren, bis zur Wegbiegung, keine Leute zu
erkennen. Langsam drehte ich mich zur Seite und spähte zurück,
den geraden Weg entlang. Nichts. Keine Menschenseele war in Sicht.
Die Mädchen bemerkten meine Verrenkungen.
"Susi, paß auf, ich glaube Hasso will stiften gehen!"
Moni stellte mir ihren Buffalo-Stiefel genau vor das Gesicht. Und
wieder streckte ein Tritt gegen meinen Ellenbogen mich nieder.
"Keine Angst, da passe ich schon auf," zischte die
Stimme über mir.
"So, nun gibt es lecker Fresschen für unseren
ausgehungerten Straßenköter!" Das ausgelassene Lachen der
Drei ließ nichts Gutes ahnen. Mein Blick war immer noch auf
Monis Stiefelspitzen gerichtet. Ich wagte nicht aufzusehen, teils
aus Furcht vor weiteren Tritten, teils aus heftiger Erregung, die
mich trotz oder vielleicht gerade wegen meiner Lage befiel.
Wie oft betrachte ich in der Stadt die Beine und vor allem die
Schuhe und Stiefel der Frauen? Wie gerne wollte ich vor einer
besonders erotischen, unnahbar blickenden Schönheit auf die Knie
fallen und ihre Schuhspitzen küssen? Wie verzehre ich mich
danach, eines dieser göttlichen Geschöpfe anzubeten, vor ihnen
zu kriechen und nur ein wissendes, höhnisches Lächeln zu
empfangen? Das sind die Tagträume eines Suchenden, aber hier und
jetzt ist es auf einmal erschreckender Ernst. Das ist alles nicht
logisch, unfaßbar. Ich müßte aufstehen, ich bin ein Mann, ich
bin kräftig und es gibt einen Unterschied zwischen geilen
Phantasien und den Regeln im Alltag - oder nun nicht mehr?
Ein angebissener Burger, der vor meiner Nase in den Matsch fällt,
beendet meine Überlegungen. "Hassolein," mit übertrieben
freundlicher Stimme beginnt Silke die Fütterung. "Schau
einmal, wie mundgerecht deine Leckerei zubereitet wird..."
In Zeitlupe stellt sie die Spitze ihres Buffs auf das Überbleibsel
aus der Tüte. Genüßlich drückt sie ihren Schuh herunter und
schiebt ihn auf dem Burger hin und her.
Zufrieden mit dem Resultat ruft Susanne barsch: "Los jetzt,
friß endlich!" Ich spüre ihren Stiefel auf meinem Kopf.
Keine Chance. Ihr Bein ist kräftiger als meine Halsmuskulatur.
Mit einem kräftigen Stoß befördert sie mein Gesicht auf das
undefinierbare Gematsche vor mir. Mit ihrem Knie hält sie meinen
Körper am Boden. Sie greift in meine Haare und zieht den Kopf
nach hinten.
"Mach das Maul auf, du undankbarer Köter," Silke kam
nun ganz nahe an mich heran. Mit der dicken Sohle ihrer Buffs gab
sie dem Burger den Rest. Mein Kinn lag auf der Erde und durch
Susannes Griff wurde mein Mund geöffnet. "Mmmhhh, das
schmeckt," ausgelassen kichernd beförderte Silke mir den
ersten Schwung aus Dreck und Teig mit der Schuhspitze in den Mund.
Der Sand knirschte zwischen den Zähnen. Mir blieb keine Wahl.
Ich mußte das Zeug irgendwie herunterbekommen, vorher würden
die Teenies nicht von mir ablassen. Je länger ich mich sträubte,
desto schmerzhaftere Repressalien hatte ich auszuhalten. Es galt
also das Beste aus der Situation machen. Unter dem höhnischen
Gelächter meiner Herrinnen schluckte ich was das Zeug hielt
Bissen um Bissen herunter und versuchte möglichst wenig zu
kauen; um meine Zähne zu schonen.
"Wie wäre es mit etwas Würze?" Moni hatte ein Päckchen
Senf aus der Tüte befördert und drückte den Inhalt auf meinen
Matschburger. Der Geschmack verbesserte sich nicht wirklich. Auch
die Zigarettenkippe, die Silke mit spitzen Fingern in die Brühe
drückte, schluckte ich sehr schnell hinunter. Gedanken über
meinen Mageninhalt verdrängte ich sehr schnell.
Plötzlich schob mir Moni die Spitze ihrer schwarze Boots in den
Mund. Ich begann ohne Aufforderung daran zu lecken. "Hey,
der lernt aber schnell! Ich glaube wir machen aus ihm noch einen
brauchbaren Stubenhund!!!"
Auch Susanne war von meiner zuvorkommenden Reinigungsaktion
begeistert. Sie hatte echt Mitleid und goß den Inhalt der
Sektflasche langsam auf Monis Stiefelschaft. Das Rinnsal
erreichte meine trockene Zunge. Auf diese Art konnte ich den Brei
wenigstens herunterspülen.
Nach einer Viertelstunde war ich mit der Portion fertig. Die
Teenies zeigten sich sichtlich zufrieden mit meiner Leistung. Gemächlich
schritten sie zurück zur Bank. Die Perspektive war beeindruckend.
Drei kosmische Hinterteile in hautengen Bündchen-Jeans.
Herrschaftlich stolzierten Plateaustiefel und Buffalos vor meiner
Nase in dieser freundlichen Parklandschaft. Keine verstohlenen
Blicke waren notwendig, es gab Kino zum Anfassen, naja jedenfalls
fast.
"Ganz fertig bist du aber noch nicht Hassolein," Silkes
Finger zeigte auf ihre verschmierten Schuhe. Ich wußte, was die
Stunde geschlagen hatte und kroch artig zur Bank. Meine Zunge
kreiste um die Sohlen und wurde dabei sehr, sehr trocken. Mit
einigen Sekttropfen löste sich der Dreck langsam. Ich gab mir
echt Mühe. So eine Chance bekomme ich vielleicht nie wieder. Zunächst
beschäftigte ich mich mit der Oberseite. Ausdauernd schlürfte
ich die Brühe aus Sekt und Sand von ihren Sohlen. Nach geraumer
Zeit war das Resultat etwas befriedigend und ich durfte mich um
die Unterseite der Sohlen kümmern. Während der Prozedur saßen
die drei Schönheiten auf der Bank, rauchten genüßlich
Zigaretten, plauderten über den bevorstehenden Discobesuch und
schienen mich gar nicht mehr zu bemerken. Die Asche fiel auf
meinen Kopf und meinen Hals. Besonderes Vergnügen bereiteten mir
die langen, schwarzen Lederschäfte von Moni's Stiefel. Tief
atmete ich den Geruch ein.
Dann klingelte ein Handy. Silke sprach wohl mit einer Freundin.
Sie verabredeten sich für den Abend. "Für Heute werden wir
dich entlassen. Du hast deine Sache nicht schlecht gemacht. Aber
wir trainieren noch. Morgen, gleiche Zeit, gleiche Stelle und
bring' uns ein Geschenk mit - und Zigaretten. Alles klar, Hasso?"
vergnügt sprangen die Drei von der Bank. Zum Abschied gab es
keinen Händedruck sonder einen Tritt in die Rippen und in den
Arsch.
Der Spuk war vorbei. Die Mädchen zogen um die Wegbiegung und
waren verschwunden. Verschwunden war auch meine Benommenheit.
Langsam realisierte ich die Situation. Ich, Jack Skull, Maulheld
und Großkotz lag vollgeschmiert und lächerlich gemacht im
Stadtpark vor einer Bank und glotzte zu den schnatternden Enten
auf dem See. Innerhalb von dreißig Minuten hatte die Welt sich
verändert. Ich weiß, daß klingt pathetisch, aber andere Worte
beschreiben meine Situation nicht. Früher wäre mir das bestimmt
nicht passiert. Früher hätte ich den Gören gezeigt, wie es
ausgeht, wenn sich jemand mit mir anlegt. Die Jahre haben mir den
Schneid abgekauft. Oder?
Ich dachte wieder an die Stiefel, das helle Gelächter, die
schlanken Jeansbeine, die langen Haare. Meine Schläfen begannen
zu pochen, das Blut schoß in mein Gesicht und in meinen Schwanz.
Nein, ganz falsch Jack. Du hättest dich niemals gewehrt. Nie im
Leben wärst du aufgestanden und wärst weggelaufen. Es ist deine
Bestimmung, deine Befriedigung von einer schönen Frau gepeinigt
zu werden. Sei glücklich über diesen Tag, er gab deinem Leben
die entscheidende Wendung. Aus dem Tagträumer, dem rastlosen
Wanderer wurde der glückliche Perverse.
Ein Problem bleibt aber: Wie komme ich nach Hause? Ich rappele
mich hoch und klopfe den gröbsten Schmutz von der Hose und dem
Mantel. Mit der Kapuze im Gesicht und der leeren Sektflasche in
der Hand mime ich den Besoffenen und beantworte so die fragenden
Blicke der Passanten, denen ich unweigerlich begegnen werde. Mit
dem Blick zu Boden ziehe ich von dannen, vorbei an Parkbänken
mit kopfschüttelnden Spießern, spielenden Kindern, die auf den
dreckigen Onkel zeigen und nicht verstehen, warum sie sauber
bleiben sollen, vorbei am Zigarettenautomaten. Ich bin schon
lange Nichtraucher. Was kosten die Dinger denn eigentlich?
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