FussVideo - Text 502: Frisch lackiert!

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Frisch lackiert!
Von Willi

Ein fieses Pfeifen ertönte aus dem Lautsprecher und bohrte sich in ihre Ohren. Genervt verzog sie das Gesicht und schaute von ihren Fingernägeln auf, legte den Nagellack behebe beiseite und schaute auf den Monitor. "Mist!" sagte sie verärgert und pustete über ihre frisch lackierten Fingernägel. Sie war zufrieden mit der Lackierung und lächelte vor sich hin. Doch als das Pfeifen in ein Hupen und Bimmeln überging verfinsterte sich ihre Mine. Wütend schaute sie auf den Monitor und schob ihren Stuhl energisch nach hinten. Sie stand auf und ging mit hämmernden Klopfen ihrer weißen Clogs über den sterilen weißen Kachelboden. Dabei pustete sie sich immer wieder über den frischen Lack ihrer Finger und wedelte mit der freien Hand umher, versuchte ihn zu trocknen.
Sie öffnete eine Tür und schaltete das Licht an. "Mensch Meier!" rief sie in den Raum und schritt laut mit ihren Clogs auf ein Bett zu. "Da haben Sie sich aber einen sehr ungünstigen Zeitpunkt für Ihren Herzstillstand ausgesucht!!!" Wütend inspizierte sie den Sitz der Elektroden, tastete ganz vorsichtig mit den Fingerkuppen über die Tastatur des EKG-Monitors - stets bestrebt den frischen Lack nicht zu ruinieren - fand jedoch keine Fehler am Gerät.
"Herr Meier!!!" rief sie laut und stampfte mit ihren Clogs ein paar Mal nicht minder laut auf den Boden. "Herr Meier!?!" rief sie erneut, doch der Mann lag regungslos in seinem Bett. Seine Lippen waren etwas Blau, die Atmung war flach. Die Schwester tippelte mit ihren Clogs auf dem Boden herum. Sie mußte etwas tun, sonst würde Herr Meier in wenigen Augenblicken seinem Schöpfer gegenüber stehen. Andererseits würde jedoch ein Eingreifen auch ihren wunderschönen Nagellack ruinieren...
Unschlüssig klopfte die Schwester mit ihren Clogs auf dem Boden. Sie zog einen ihrer nackten Füße leicht aus dem Clog heraus und spielte damit ein wenig. Verärgert pustete sie auf den frischen Lack. Ihn zu versauen lag außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Das Leben des Herrn Meier bedeutete ihr nicht viel. Doch sie wußte: Sie mußte langsam beginnen etwas zu tun! Während sie in ihren Überlegungen gedankenverloren an ihrem baren Fuß mit dem Clogs spielte, fiel ihr Blick auf das Nottelefon. Aber... wenn sie danach greifen würde, wäre es zugleich auch um ihren schönen Lack gesehen.
Die Schwester schaute noch einmal in das Gesicht von Herrn Meier. Dann seufzte sie und schob mit einem ihrer Clogs ein Stuhl an das Bett des Sterbenden. Sie hob einen Fuß und stellte ihn auf die Sitzfläche. Verliebt schaute sie auf ihren weißen Clog, denn sie hatte sich das Paar erst gestern gekauft. Es waren weiße Lederclogs mit naturbelassener Holzsohle. Entgegen der Vorschriften wiesen sie keinen Riemen an der Ferse auf, so daß sie einen schönen Blick auf ihre noch schönere sonnengebräunte Ferse hatte. Die Lauffläche der weißen Clogs wies jedoch eine dicke grobe Gummisohle auf - eine, die man sonst meist nur bei guten Wanderstiefeln zu sehen bekommt - somit waren sie rutschfest (und für den Dienst geeignet). 99,00 Euro hatte die Schwester für die Clogs bezahlt und sie hat es nicht bereut, denn jeder im Haus bewunderte diese exquisiten Clogs.
Das Hupen, Jaulen und Bimmeln des Monitors wurde penetranter. Die Schwester riß verärgert ihren verliebten Blick von dem schönen Clog und stieg nun ganz auf den Stuhl. Sie beugte beide Knie ein wenig und schielte dabei ein wenig auf ihre Fersen, die sich langsam von der Sohle lösten. Gerne hätte sie diesen Anblick noch ein wenig auf sich wirken lassen, doch Herr Meier ließ unangenehm auf sich aufmerksam machen.
Kraftvoll drückte sich die Schwester in die Höhe, sprang in die Luft und landete mit beiden Clogs auf der Brust von Herrn Meier. Die grobe Sohle fraß sich einen Weg durch die dünne Bettdecke, griff in die Haut des Patienten und stieß auf Rippen und Brustbein. Durch die Wucht des Aufpralls und das Gewicht der Schwester öffnete der Mann seinen Mund. Unwillkürlich entwich ihm die in seinen Lungen aufgestaute Luft. Auf dem Monitor konnte die Schwester sehen, daß die Herzaktivität weiterhin gleich null war.
Um ihren schönen Lack nicht in Gefahr zu bringen, begann die Schwester mit Wiederbelebungsmaßnahmen, welche SO nicht im Lehrbuch beschrieben stehen. Sie beugte wieder ihre Knie und sprang in die Luft. Aufgrund der Entlastung des Brustkorbes füllten sie Meiers Lungen etwas mit dringend benötigtem Sauerstoff. Kurz darauf landete sie mit ihren Clogs wieder auf einem Brustkorb, der Mund flog auf, Luft entwich seinen Lungen. Wieder sprang die Schwester in die Höhe, dabei pustete sie unablässig mit ihren gespitzten Lippen über den frischen Lack an ihren extrem gepflegten Fingernägeln.
Die Clogs fraßen sich wieder einen Weg durch die Bettwäsche, bissen sich in der Haut des Sterbenden fest - bis ein Knacken zu hören war. "Ooops!" sagte die Schwester lapidar, und schaute ihre schönen sonnengebräunten Beine hinab, welche mit gestreckten Knien in Clogs auf dem Brustkorb des Herrn Meiers ruhten. "Rippe hin!?" meinte sie gelassen, zuckte kühl eine Schulter und sprang wieder in die Höhe. Luft gelangte in Meiers Lunge. Clogs wieder mit der Schwester auf die Brust. Luft raus, Herz massiert. Sprung und wieder eine derbe Landung auf dem Brustkorb.
Die Schwester sprang immer wieder auf dem Brustkorb von Herrn Meier herum. Sie beachtete ihn nur wenig, denn ihre Aufmerksamkeit galt mehr ihrem Nagellack, um den sie sich mehr Sorgen machte als um den alten Mann. Er bedeutete ihr nur wenig. Er war nur einer von vielen, den sie auf der Station Jahrein Jahraus betreuen mußte. Auch ihr Job als Nachtschwester bedeutete ihr nur wenig. Sie machte ihn nur deswegen, weil sie sich in dem knappen weißen Schwesternkittel und den weißen Clogs sagenhaft sexy fühlte. Oh, wie sehr sie es liebte wenn die jungen strammen Ärzte mit ihr flirteten und ihre Augen so unauffällig wie möglich auf ihre schönen braunen Beine und ihre weißen Clogs richteten. Aber 'abgeschleppt' hatte sie bisher noch keiner!
Frustriert und verärgert über diese Tatsache sprang die Schwester weiter mit ihren schönen neuen weißen Clogs in die Höhe, schaute nicht auf den Leib des Herrn Meier und landete jeweils mit einem gemeinen Grinsen im Gesicht auf dessen Brustkorb. Ein wehes Knacken war zu hören. Es klang als ob Holz bersten würde. Zufrieden schaute die Schwester ihre makellosen braunen Beine hinab, schaute auf ihre neuen weißen Clogs und verliebte sich in den Anblick, wie Clogs auf einer Männerbrust ruhen.
Aus dem Lautsprecher des Monitor konnte sie nun ein rhythmisches Piepen hören. "Sinusrhythmus..." sagte sie fast enttäuscht und stieg gelassen von Meier herab, stellte sich auf den Stuhl und sprang mit lautem Getöse ihrer Clogs auf den sterilen weißen Kachelboden. Herr Meier schlug die Augen auf. Er atmete schwer und schaute verwirrt um sich. Die Blicke der beiden trafen sich. Die Schwester sah ihn kühl an.
"Was war denn los...?" fragte Herr Meier etwas gepreßt.
"Sie wollten uns verlassen ohne zu bezahlen, Herr Meier," scherzte die Schwester säuerlich.
"Aha..." preßte dieser hervor und versuchte zu lächeln. "Ich glaube ich verstehe..."
"Ja ja, Herr Meier," sagte die Schwester knapp. "Sie hatten es sehr eilig - und obendrein war der Zeitpunkt ziemlich unglücklich gewählt. Aber..." sagte sie, "ich habe ihnen erklären können, daß Sie noch eine Weile lang mein Gast sein müssen." Sie grinste den Patienten mehrdeutig an.
Herr Meier stöhnte und schielte an der Schwester herab zu Boden. Er sah die schönen braunen Beine der Schwester und schaute auf ihre schönen neunen weißen Clogs. Sofort registrierte die Schwester seinen Blick - diesen gewissen Blick, den sie so gerne an ihren Beinen und Clogs spürte. "Sie haben recht," sagte Meier. "Ich sollte wirklich noch eine Weile lang ihr Gast sein - Sie sorgen sich schließlich sehr gut um mich..." Sie lächelte, zog einen ihrer Füße leicht aus dem Clog, verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust und spielte ein wenig mit dem Clog herum. "Das sind gute Schuhe, die Sie da anhaben, Schwester," sagte er und schaute ihr freudig in die Augen.
Die Schwester lächelte ihn verschnittst an und sagte recht kühl: "Ich weiß..." Dann drehte sie sich um und ging langsam, aber nicht leise, mit ihren schönen neuen weißen Clogs aus dem Zimmer. Sie löschte das Licht und ging zu ihrem Platz. Dabei lauschte sie den Klang ihrer eigenen Clogs auf dem sterilen weißen Kachelboden. Sie nahm zufrieden auf ihren Stuhl platz und überschlug die Beine. Sie schaute auf ihre schönen neuen weißen Clogs. Fast verliebt sprach sie zu ihnen: "Feine Schuhchen seit ihr - ganz fein seit ihr!" Dabei wippte sie mit ihrem Fuß; es sah aus wie ein heftiges Nicken. Der Nagellack war nun endlich trocken.

 

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