Erinnerungen an Susanne 4/4
Von Andrea
Pfister
Beim Abendessen hatten wir besprochen, was wir an unserem
letzten Tag unternehmen wollten. Wir wollten nach Rodakino an die
Südküste fahren. Diesmal war Susanne diejenige die früh wach
wurde. Sie hatte sich umgedreht und lag jetzt mit dem Kopf an
ihrem Fußende und streichelte meine Füße. Ihre lagen genau
neben meiner Nase. Es war erst 6:00 Uhr aber der Gedanke an ihre
wundervollen Zehen ließ mich nicht mehr schlafen.
Ich hatte jetzt schon so oft mit Susannes Füßen geschmust und
kannte fast jeden Quadratmillimeter aber ich war immer wieder
fasziniert von der nicht zu beschreibenden Schönheit und
Perfektheit dieser Füße. Alleine die Zehen, ihre Form und die
perfekten Nägel, die perfekte Lackierung. Die vorderen Glieder
der kleinen Zehen waren etwas nach vorne geneigt und flacher als
die hinteren Glieder, was ich besonders mag. Den Fußrücken und
die einzelnen Zehen bedeckte ein kaum wahrnehmbarer weißer Flaum.
Die glatten und weichen, hornhautfreien Sohlen waren eine Wucht.
Die babyzarten Zehenzwischenräume dufteten morgens ein wenig
nach Patchouli.
Ich strich mit meinen Lippen über den Fußrücken und nahm die
Zehenspitzen zu knabbern zwischen die Lippen. Dann streichelte
ich Susannes Sohlen und Fersen. Sie bewegte ihre Zehen, als könnten
diese sprechen. Dabei erzählte sie mir das Märchen der Zehenmänner
und der Zehenfrauen uns spielte mit meinen bemalten Zehen. Das
leise Erzählen und die Bewegung der Zehen ließen mich sanft
entschlummern.
Gegen 7:00 Uhr wurde ich wieder wach, weil mir etwas fehlte.
Susanne war zwischenzeitlich aufgestanden und duschte. Ich stand
ebenfalls auf, schrubbte mir die Zähne und kletterte dann zu ihr
unter die Dusche. Während das lauwarme Wasser auf uns
herabprasselte, wiegten wir uns in den Armen und sangen: "I'm
singin'in the rain..." Oh, what a glorious feeling.
Nachdem wir uns gegenseitig trockengelegt hatten und uns
angezogen hatten, tanzten und alberten wir durch den langen
Hotelflur bis zum Aufzug. Die beiden Damen vom Roomservice
klatschten über unsere Tanzeinlage. Wir bedankten uns am Ende
des Flurs artig mit einem Diener.
Im Frühstücksaal war zum Glück noch nicht viel los, so daß
wir zügig frühstücken konnten. Nach dem Frühstück kaufte
Susanne wieder Getränke und Kekse für die Fahrt. Wir tankten
den Wagen auf und fuhren in Richtung Spili aus Rethymnon hinaus,
vor Spili bogen wir wieder rechts ab Richtung Plakias und
durchfuhren wieder die gigantische Kourtaliotiko-Schlucht. Wir
passierten die Abzweigung nach Preveli und fuhren Richtung
Frangokastelo. Etwa 10 km nach Selia erreichten wir Rodakino, das
selbst ca. 200 m über dem Meer in den Bergen klebt. Vom Dorf aus
führt eine halsbrecherische Straße voller Löcher und
tektonischer Brüche zu einem der schönsten Strände der Südküste.
Wir fuhren zu der obligatorischen Taverna, die mutterseelenallein
unter ein paar Pinien vor sich hindämmerte. Der etwa 800 m lange
kiesige Strand war leer.
Auch in der Taverna mußten wir uns erst bemerkbar machen um
entdeckt zu werden. Wir suchten uns unter dem weiten Vordach
einen windigen Platz. und bestellten zuerst Mineralwasser und
eine Karaffe Hauswein. Es war erst 11:30 Uhr aber die Hitze
lastete schon über uns. In dieser Bucht war es so ruhig, hier
konnte man unser ganze Zivilisation vergessen. Robinson könnte
man gut spielen. Als ich mich an die Dunkelheit unter dem Vordach
gewöhnt hatte entdeckte ich die auf einem Seil aufgehängten
Oktopusse und bekam sofort Hunger. Der kühle Wein tat sein Übriges.
Wir bestellten Salat und Oktopus.
Während der Fahrt ist mir beim Nachdenken ein Gedanke in meinem
Unterbewußtsein hängen geblieben der jetzt hochdrängte.
Susanne döste vor sich hin, genoß die unglaubliche, fast
greifbare Ruhe und machte in ihren Kelian-Mules Kapriolen mit den
Zehen. "Susanne?"
"Ja mein Liebling, was ist los?"
"Erinnerst du dich an unseren ersten Morgen auf dem Schiff,
als du mich gefragt hast ob ich gebunden sei und ich verneinte?"
"Ja, sehr gut sogar."
"Danach trat eine lange Pause in unserem Gespräch auf und
später waren wir abgelenkt. Ich wollte dich eigentlich schon
damals fragen ob du gebunden bist. Schließlich weiß ich ja nur
das du vor drei Jahren geschieden wurdest. Also frage ich dich
jetzt, gibt es da jemandem der dich am Dienstagabend am Flughafen
in Stuttgart abholt?"
Susanne sah mir bedeutungsvoll tief in die Augen und machte eine
endlos lange Pause bis sie mir antwortete. In meinem Magen
bildete sich aus Angst ein faustdicker Knoten. Ich spürte wie
mir am ganzen Körper der Schweiß ausbrach. Oh mein Gott, dachte
ich mir, laß mir nicht wieder eine Affäre kaputt gehen, nicht
so! Und nicht ausgerechnet die. "Ja, es wartet jemand auf
mich und der holt mich am Dienstag auch ab." Der Knoten in
meinem Magen begann zu brennen. Also doch, dachte ich mir und ich
mußte gegen aufsteigende Tränen und Enttäuschung ankämpfen.
"Es ist aber nicht so wie du jetzt vielleicht denkst mein
Liebling, laß es mich dir erklären. Ich habe die ganze Zeit über
mit mir gekämpft wann und vor allem wie ich es dir sagen soll.
Aus Angst ich könnte dich verletzen, und nichts liegt mir ferner
als das, habe ich aber noch keinen Mut gefunden. Jetzt muß ich."
Ich goß mit zitternder Hand Wein nach und bestellte mir einen
großen Raki für den Magen. "Du erinnerst dich, das ich dir
von meiner Fehlgeburt und von dem unsäglichen Verhalten meines
damaligen Mannes erzählt habe. Der psychische Streß, den ich zu
ertragen hatte, war zuviel für mich. Meine stockkonservative
Familie war keine Unterstützung. Und sonstigen Verwandten wollte
ich mich nicht anvertrauen. Selbst mit meinem Vater konnte ich
nicht reden. Ich begab mich in psychiatrische Behandlung. In den
ersten Monaten galt ich sogar als stark suizidgefährdet. Ich
nahm starke Psychopharmaka. Eines Tages, nach etwa drei Monaten
der Behandlung, lernte ich in der Klinik eine etwa gleichaltrige
Frau kennen, die praktisch das gleiche erlebt hatte wie ich. Nur
ihr Man hat sie nicht verlassen, sondern sich eine Kugel in den
Kopf geknallt - Zuhause vor ihren Augen. Unsere beiden Traumata
reichten sehr tief. Die Nähe zu dieser Frau, ihr Trost, unsere
stundenlangen Gespräche, all das gab mir langsam und allmählich
meine Persönlichkeit zurück. Nach Abschluß unserer Behandlung
verkauften wir beide unsere Häuser, zahlten unsere Schulden und
wollten ein neues Leben beginnen. Petra machte den Vorschlag
zusammen zu ziehen, quasi eine WG zu gründen und eine
dementsprechende Wohnung zu suchen. Wir waren beide so tief
traumatisiert, daß niemand in der Zukunft an einen Mann dachte,
ich am wenigsten. Wir ließen uns als Zeichen unseres
gesellschaftspolitischen Protestes sogar die Eileiter
unterbrechen. Gemeinsam. Wir fanden schon nach kurzer Zeit eine
geeignete, wunderschöne Maisonettewohnung und richteten sie
gemeinsam ein. Petra entpuppte sich als ein traumhafter Partner.
Wir hatten ein Verhältnis zu einander wie Geschwister. Sie ist
Journalistin und ist viel unterwegs, ich habe einen vollkommen
geregelten Tagesablauf, abgesehen von den wenigen Geschäftsreisen
die ich machen mußte. Wir leisten uns eine Putzfrau, die auch
unsere Wäsche macht. So haben wir keinerlei Probleme. Als wir
ein halbes Jahr zusammen wohnten durchlebten wir beide eine Phase
des Erinnerns und der Depression. Eines nachts kam Petra in mein
Schlafzimmer krabbelte unter die Decke und kuschelte sich mit
ihrem Teddy, ohne den sie nicht schlafen kann, ganz dicht an mich.
Draußen war ein Gewitter am toben und Petra hatte schreckliche
Angst. Ich nahm sie in meine Arme und wir schliefen beide tief
und fest. Morgens fühlte ich mich seltsam wohl. Ein paar Tage später
fragte Petra ob sie noch einmal bei mir schlafen dürfe. Ich
hatte nichts dagegen, im Gegenteil, ich freute mich sogar darauf.
In dieser Nacht spürte ich wie Petra mit ihrer Hand in meine
Pyjamahose krabbelte und meine Mieze kraulte. Das Gefühl war
sehr angenehm, sehr. Als Petra keinen Widerstand spürte, drehte
sie sich um und führte ihren Mittelfinger zwischen meine Blütenblätter.
Nach der langen Abstinenz fühlte ich eine ungeheuere Lust in mir
aufsteigen. In dieser Nacht lernten wir beide die Kehrseite der
Medaille kennen und schätzen."
Ich hatte die ganze Zeit staunend zugehört und kippte nun meinen
Raki. Erinnerungen an Joellie und Sarah stiegen in mir auf. Ich
war ratlos. "Als du mir auf der Rückfahrt von Chania die
Geschichte von den beiden Französinnen erzählt hast, hat mich
fast der Schlag getroffen. Deshalb wollte ich dir auch unter
keinen Umständen weh tun." Das Essen kam und wir begannen
mit dem Oktopus. "Ich mag Petra sehr, wir haben inzwischen häufig
und intensiv Sex miteinander, aber ich liebe sie nicht, nicht wie
ich dich liebe, eher wie eine Schwester. Wir sind wie zwei
Schiffbrüchige, die durchs Leben treiben und das Beste versucht
haben daraus zu machen."
"Und wie stellst du dir unser Zukunft vor, wenn wir überhaupt
eine gehabt hätten?" fragte ich total demoralisiert.
"Ich weiß noch nicht. Ich werde mit Petra reden. Alles was
wir miteinander erlebten hat sich ergeben. Ich hätte nie im
Traum daran gedacht mit einer Frau zu schlafen. Ich kann auch
nicht sagen, daß wir uns anfänglich verliebt hätten, wir mögen
uns sehr und haben Sex miteinander. Andererseits haben wir ja
schon über unsere Zukunft gesprochen. Unser Verhältnis ist ja
auch nicht gerade unproblematisch. Ich kann Petra nicht vor den
Kopf stoßen, dafür haben wir zu viele schlimme Dinge erlebt.
Wir müssen abwarten was sich ergibt. Aber eins ist für mich
sonnenklar, egal was du jetzt gerade für mich empfindest, ich
habe noch nie jemanden so geliebte wie dich, Andrea mein Liebling.
Das mußt du mir unbedingt glauben." Sie nahm meine Hand in
die ihren und drückte sie fest.
"Also warten wir ab und tun im Moment so als sei nichts
geschehen," sagte ich um das Thema für den Moment
abzuschließen. Äußerlich war ich ruhig und gefaßt, aber in
mir bohrte und fraß sich ein Virus fest der Mißtrauen hieß.
Ich hätte heulen können. Wenn mir die zweite Traumfrau im Leben
jetzt auch noch abhanden kommt verliere ich endgültig den
Glauben an eine gerechte Welt. Wir aßen schweigend unseren Salat
und tranken noch einen Kaffee.
Dann nahm ich Susanne bei der Hand und spazierte mit ihr an
diesem wunderschönen Strand entlang. Ich nahm Sie in meine Arme
und wiegte ihren weichen Körper langsam hin und her. Ich liebte
sie wirklich wie noch nie eine andere Frau vorher. Wir spazierten
schweigend weiter und ich versuchte meine Gedanken zu ordnen. Ich
würde mich so verhalten wie damals bei Joellie. Ich würde mit
beiden Frauen getrennt reden und abwägen wer die größten
Schmerzen zu erdulden hatte. Sollte das Verhältnis der beiden
ernster sein als ich jetzt aus Susannes Beschreibung
herausgelesen habe und als Susanne sich selbst zugesteht, werde
ich wohl die Frau meines Lebens aufgeben und mich zurückziehen.
Aber ich werde argumentativ und emotional kämpfen. Dazu gehört,
daß ich unsere letzten Stunden die uns bleiben so schön
gestalten werde wie möglich. Vor allem werde ich Susanne keine
versteckten Vorhaltungen machen. Sie hat in ihrem Leben auch
schon genug mitgemacht.
Als wir das Ende der Bucht erreicht hatten hatte ich auch meine
Contenance wiedererlangt. Ich schlüpfte aus meinen Slippern, gab
Susanne meine Brieftasche und den Autoschlüssel und sagte aus
Spaß: "So, das hast du nun davon, ich geh ins Wasser!"
Ich nahm sie in die Arme und küßte sie leidenschaftlich. Dann
drehte ich mich um und sprang in voller Montur ins Wasser und
tauchte direkt ab, so, das ich mich in sekundenschnelle hinter
einem Felsen im Wasser verstecken konnte.
Susanne war total geschockt, als ich nicht mehr auftauchte. Sie
begann zu weinen und rief: "Bitte tu das nicht. Ich brauche
dich doch so sehr. Tauche bitte auf. Ich habe solche Angst um
dich. Ich liebe dich doch so sehr. Bitte komm zurück, Andrea!"
Ich schwamm zurück und tauchte vor ihr auf. Sie weinte und ihre
Augen waren voller Angst. Als ich aus dem Wasser stieg sagte sie
mir: "Du bist gemein, egoistisch und rücksichtslos. Wie
kannst du mich so erschrecken. Glaubst du mir denn nicht, wenn
ich dir sage das ich dich liebe?" Sie schlug mir in ihrer
Verzweiflung mit beiden Fäusten auf die Brust um ihren Sätzen
Nachdruck zu verleihen.
Ich entschuldigte mich für mein blödsinniges Verhalten und
stand da wie der begossene Pudel. Ich nahm ihr süßes Gesicht in
die Hände, aus ihren Augen kullerten dicke Kindertränen, und küßte
sie sanft auf die Wangen. "Mein Liebling, ich liebe dich
doch auch, mehr als ich zu sagen vermag, glaube mir, wir werden
das Problem lösen. Laß uns die wenigen Stunden die uns hier
noch bleiben so gut genießen wie möglich."
Susanne hatte sich schnell wieder beruhigt und wir gingen zu
unserem Wagen. Ich spülte mir vorher neben der Taverne die
Klamotten aus. Wir verließen die schöne Bucht und fuhren durch
die Kourtaliotiko-Schlucht zurück. An der Straße von Spili
kommend bogen wir rechts ab und fuhren nach Spili um uns von
Kostas zu verabschieden. Wir tranken mit Kostas noch zwei
Karaffen Wein und genossen des Rauschen der Quelle und der Bäume.
Dann verabschiedeten wir uns und Kostas Mutter schenkte uns noch
eine Flasche vom selbstgemachten Olivenöl und eine Flasche Raki.
Kalo taxithi.
Den Rückweg fuhr wieder Susanne. Kostas Wein machte mich jedes
mal total besoffen. Immerhin hatte er 15%. Wir fuhren gleich zum
Hotel Fortezza, zum letzten mal. An der Rezeption orderte ich
schon jetzt für morgen früh die Rechnung. Als wir in unserem kühlen
Zimmer angekommen waren, waren wir beide erst etwas gehemmt. Wir
standen vor unserem Bett und sahen uns etwas unsicher in die
Augen. Susanne schlang ihre Arme um meinen Hals, setzte sich auf
das Bett und zog mich mit herunter. Dabei küßten wir uns.
Susanne hatte wunderbare weiche und sensitive Lippen. Als ich
neben ihr saß sanken wir gemeinsam nach hinten auf das Bett. Wir
lösten uns voneinander und schauten zur Decke. Susanne hob ihre
ausgestreckten Beine an und präsentierte mir Stolz und mit viel
Zehengewackele ihre Kelian-Mules, die aus schwarzen Lederstreifen
bestanden, die auf sehr komplizierte Art miteinander verflochten
waren. An der breiten Zehenöffnung bildeten die Riemchen kleine
Fransen. Wie ich aus früheren Erfahrungen wußte, waren Kelian
Schuhe nicht nur sündhaft teuer, sondern auch extrem gut
verarbeitet. Außerdem dufteten Kelianschuhe immer sehr dezent
und trotzdem sehr gut und natürlich.
Susanne kasperte mit ihren Füßen und machte Schnappgeräusche
mit ihren Fersen. Die eckige Form der Sohle stand im Widerspruch
zu den perfekten Rundungen ihrer Zehen. Ich stand auf, streifte
ihren rechten Schuh ab und untersuchte ihre Zehenunterseite und
die Sohle olfaktorisch. Dann streifte ich den linken ab und
begrub mein Gesicht in Susannes Sohlen. Der betäubende Duft ließ
mich schwach werden. Ich sank auf die Knie. Susannes Füße
dufteten richtig edel. Die Wellenbewegungen ihrer Zehen ließen
mich wieder auftauchen aus dem Duftozean. Ich zog mir die noch
etwas feuchten Jeans aus und entkleidete Susanne. Die Spitzen
ihres wunderschönen Busens waren wieder erstarrt und standen
weit vor. Als ich begann ihren ungeheuer erotischen Körper zu
streicheln und ihre Brustspitzen küßte, begann sie wieder zu
beben wie in einem Fieberrausch. Ihre Bauchdecke verkrampfte sich.
Sie zog die Beine an und rollte ihre wunderschönen Zehen ein.
Mit dem Mittelfinger meiner rechten Hand drang ich erst ganz
vorsichtig zwischen ihre Schenkel und dann weiter in ihr Honigtöpfchen
vor. Ihr Nektar begann sofort zu fließen. Mein kleiner und
bester Freund randalierte auch schon. Ich versuchte Susanne so
langsam wie möglich in ihren Schwebezustand zu befördern. Ich
befeuchtete ihre rosigen Blütenblätter und stimulierte sie
durch sanftes Reiben zwischen Daumen und Zeigefinger. Ihre
Klitoris forderte neugierig ihren Tribut. Ich ließ mir Zeit.
Susanne stand schon jetzt unter einer enormen Spannung. Mein
Finger wanderte in ihr Honigtöpchen und wurde von heißen und
feuchten Kontraktionen empfangen. Im Laufe unserer sexuellen
Erfahrungen miteinander habe ich festgestellt, daß Susanne
jeweils rechts und links ihrer blonden Miezekatze auf der
Bauchdecke zwei neuralgische Punkte besaß die, wenn man darüber
hinweg streichelte eine explosionsartige Entkrampfung auslösten.
Susanne bebte sehr stark, sie hielt meinen Finger in ihrer Vagina
fest umklammert. Mit dem Daumen und dem Zeigefinger meiner linken
Hand strich ich parallel über die beiden Punkte und Susanne
zuckte wie erschrocken zusammen. Danach war Ihr Bauch ganz weich
und entkrampft und ich hatte meinen Finger wieder. Als ich mich
anschickte ihr süßes Honigtöpfchen auszulecken, begann sie
ganz tief zu stöhnen und zu seufzen. Sie wand ihren Oberkörper
hin und her. Nachdem ich mich noch einmal ihrer Klitoris gewidmet
hatte verlegte ich mein Betätigungsfeld und überließ die
wunderschöne Lotosblüte meinem kleinen Freund.
Susannes zweiter Quell unermesslicher Lust, ihr enorm sensitiver
Busen wartete schon auf Zuspruch. Ich streichelte ihn, massierte
ihn, küßte und drückte ihn, ich saugte an der harten Spitzen,
befeuchtete sie und kühlte sie indem ich blies. Susanne rundete
ihren Rücken total aus, sie kam mir weit entgegen. Wir drehten
uns, Susanne lag unten und mein bester Freund ließ mich nicht im
Stich, er leistete wieder Ungeheures. Susanne schlang ihre Beine
um meine Hüfte und in dem Moment in dem sie kam, zog sie mich
mit ihren Beinen ganz weit in sich hinein. Ich explodierte wie
eine A-Bombe. Wir waren beide wie erschossen und ich verweilte
noch eine ganze Zeit in ihr.
Nach einer längeren Verschnaufpause gingen wir gemeinsam ins Bad
und duschten uns. Susanne trug an diesem Abend ein schwarzes
Spaghettiträgerkleid mit großzügigem Dekolleté und die
Ultralights mit Strümpfen. Ich trug Chinos und einen schwarzen
Sakko. Wir leisteten uns noch einen Abstecher in die Bar auf zwei
Martinis. In der Bar waren außer dem Keeper nur neue Gäste zu
sehen, von denen die meisten nicht minder an Susanne interessiert
waren wie die Gäste beim ersten Mal. Susannes Sandaletten
klackten auf dem Marmorboden der Bar wie Billardkugeln. Ein
akustisches Signal das zum Hinschauen aufforderte. Zumindest für
Typen wie mich. Es ist aber immer wieder verwunderlich wie viele
Männer mein Interesse teilen und beim Hinschauen die Kurve nicht
mehr kriegen. So auch heute Abend.
Bei einen Mann der um die Ecke an der Bar stand sah ich, wie er,
als Susanne ihre Zehen bewegte, eine derartige Erektion bekam, daß
er, als seine Frau ihn zu sich winkte, nicht den Tresen verlassen
konnte und das für eine ganze Weile. Seine Frau wurde immer
hektischer. Als ich Susanne mitteilte welche Reaktionen sie
unbewußt provozierte, wurde sie richtig betroffen. Mit hochrotem
Kopf verließ der Mann mit der Stange die Bar und sah sich sofort
der Schelte seiner Frau ausgesetzt. Nach zwei Martinis brachen
wir in Richtung Hafen auf.
Anastazio übernahm bereitwillig die Empfangszeremonie für
seinen Chef, der noch unterwegs war. Er küßte Susanne drei mal
abwechselnd auf die Wangen, sah mich dann an und verdrehte voller
Wonne die Augen. Anschließend nahm er Susanne an die Hand und
entführte sie in die Küche. Ich hatte mit Susanne vereinbart,
sie solle das Menue heute zusammenstellen. Ich würde mich ihrer
Wahl beugen. Ich ließ mich zwischenzeitlich vom Sommelier an
unseren wunderschön geschmückten Tisch führen. Der Neid
unserer Nachbarn war uns wieder gewiß. Anastazio brachte die
entführte Schönheit zu mir an den Tisch, entschuldigte sich
vielmals und entließ Susanne mit einem Handkuß. Mit seinem
langen Pferdeschwanz und seiner komödiantischen Art war er schon
einmalig.
Susanne nahm Platz und während wir einen Ouzo auf Eis zu uns
nahmen erläuterte sie mir das Menue. Danach orderte ich den Wein.
Wir begannen mit einer Gemüsesuppe mit Lachsschnitzeln, nahmen
dann gegrillten Oktopus, dann folgte ein Sorbet und dann zum krönenden
Abschluß gab es einen Skorpionfisch mit Gemüsereis. Dazu
tranken wir erst eine Flasche Lyrarakis weiß und danach einen
Roten aus der gleichen Region. Pünktlich um 23:00 Uhr tuckerte
es hinter mir und die bekannte Anlegezeremonie lief ab. Der
Fischer hatte es eilig und trank seinen Raki im stehen. Dann gönnte
er sich noch einen langen und versonnenen Blick in Susannes
Dekolleté, verabschiedete sich artig und verschwand.
Nach diesem hervorragenden Essen konnten wir auch nur noch Raki
trinken. Inzwischen war auch Vassilis gekommen. Er servierte uns
die Rechnung, natürlich mit Handkuß für Madame. Susanne zahlte.
Sie gab ebenso kräftige Trinkgelder wie ich. Das sicherte nämlich
zukünftig einen hervorragenden Service und Entgegenkommen bei
der Tischwahl. Wir verabschiedeten uns und ich sagte Vassilis
leise ins Ohr, daß er, wenn Susanne wieder käme, sich schützend
um sie kümmern sollte, sie bliebe noch ein paar Tage. Er meinte
ich solle mir keine Sorgen um meine Liebe machen, er würde sie
schützen wie seine eigene Frau. Anastazio küßte beide Hände
und wünschte sich eine Wiederkehr Susannes im nächsten Jahr.
Wir spazierten noch einmal um den Hafen, genossen die bühnenhafte
Atmosphäre dort und gingen dann durch die Altstadt zum Hotel.
Unterwegs küßten wir uns an jeder dunklen Ecke. Im Aufzug zog
Susanne eine ihrer Sandaletten aus, hielt mir die warme Zehenöffnung
unter meine Nase und steifte mit ihrer anderen Hand etwas fester
über meine Hose. So weckte sie meinen kleinen Freund auf und
signalisierte höchste Genüsse. Ihre Sandalette duftete
wunderbar. Ich wagte gar nicht an ihre bestrumpften Füße zu
denken. Susanne zog sie wieder an, wir verließen den Lift und
tanzten den Flur entlang zu unserem Zimmer.
Dort angekommen konnten wir uns gar nicht schnell genug
entkleiden. Wir empfanden beide eine ungeheure, sehnsüchtige
Lust aufeinander. Susannes Slip war schon ganz feucht. Ich nahm
Susanne auf den Arm und trug sie zu Bett. Sie lag auf dem Rücken,
hatte die Beine etwas angezogen und ihre Zehen weit aufgerichtet.
Sie trug nur noch die Strümpfe. Ich stellte mich am Fußende vor
sie, ergriff zitternd ihre Fersen und hob ihre langen Beine an.
Dann kniete ich mich auf das Fußende des Bettes und hatte
Susannes Fußsohlen genau in Augenhöhe vor mir. Ich näherte
mich ihrem unheimlich sinnlichen Duft und eine tiefe Erregung
packte mich. Nachdem ich den Duft der Strümpfe genossen hatte
streifte ich sie von den Beinen ab und roch noch einmal alle
markanten Stellen an Susannes Füßen ab. Susanne unterstützte
mich dahingehend, daß sie ihre Zehen auf und ab bewegte und weit
auseinander spreizte. Anschließend widmete ich mich voller Genuß
Susannes Lotosblüte. Ich hob ihren Po an und zog sie so auf
meine Oberschenkel, daß ich mich nur vorzubeugen brauchte um an
ihr Honigtöpfchen zu gelangen. Ihr Nektar floß in Strömen und
ich saugte sie aus, so wie sie es mit mir tat. Meine Zunge
bearbeitete ihre Blütenblätter, meine Nase rieb an ihrer
Klitoris. Zwischendurch glitt mein Mittelfinger tief in ihre
Vagina und streifte ihren G-Punkt. Susanne war so erregt, sie
strahlte förmlich. Sie warf ihren Kopf hin und her und seufzte
und stöhnte. Als ich mit meinem Finger ihren G-Punkt dauerhaft
reizte, richtete sie ihren Oberkörper weit auf, stöhnte heiser
und atmete sehr schnell.
Jetzt war es soweit! Wieder jagte ein Höhepunkt den nächsten.
Susanne ließ sich zurückfallen und noch während in ihr ein
multipler Klimax tobte wechselten wir die Stellung und mein
kleiner Freund nahm seine vergnügliche Arbeit auf. Wir schickten
Susanne auf eine Reise von Orgasmus zu Orgasmus bis sie um Gnade
bat. Gemeinsam flogen wir dann noch einmal auf die äußerste
Ebene unserer Gefühle. In meinem ganzen vorherigen Leben hatte
ich noch mit keiner Frau geschlafen, die auf meine Reizung so
explosiv und tiefgreifend reagierte wie Susanne. Wir kuschelten
uns nackt aneinander und genossen die Ruhe und hörten unseren
pochenden Herzen zu. Bis wir einschliefen streichelte ich
Susannes kugelrunden Busen und ihren Bauch. Nach einer Weile
landete wieder ihr Po in meinem Schoß und sie ergriff meine Hand.
Am nächsten Morgen, meinem Abreisetag, wurde ich wieder sehr früh
wach. Es war gerade 6:00 Uhr und Susanne schlief noch fest. Ich
öffnete die Vorhänge um genügend Licht zu haben und packte
meinen Koffer und meine Reisetasche. Ich legte meine
Tagesklamotten parat und checkte meine Papiere und das Flugticket.
Abflug 18:30 Uhr. Einchecken war um 17:00 Uhr, also mußten wir
um 16:30 Uhr in Herakleion sein. Wir hatten also fast den ganzen
Tag für uns.
Als ich in meiner Reisetasche den Filzstift entdeckte kam mir
eine tolle Idee. Der Stift war wasserfest und ich hatte mich
schon öfter darüber geärgert, weil er fast nicht mehr weg zu
wischen war. Ich kletterte unter die Decke und schrieb in meiner
schönsten Schrift: "Ich liebe Dich!" auf die linke
Pobacke. Dann malte ich ein kleines Tattoo daneben. Ich bin
gerade fertig geworden als Susanne wach wurde. Sie hatte tatsächlich
ganz tief geschlafen und nichts gemerkt.
Während ich Koffer packte habe ich gesehen das Susanne im Schlaf
ihre Zehen bewegte. Ich konnte die ganze Zeit über mannhaft
widerstehen. Aber jetzt räkelte sie sich und streckte sich und
machte dabei so unverschämt erotische Bewegungen, jetzt konnte
ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich zog meinen Slip aus und hüpfte
neben sie ins Bett. Es war erst 7:30 Uhr. Ich kitzelte Susanne in
der Hüfte und unter Protest verschwand sie im Bad. Ich hörte
wie sie sich die Zähne putzte.
Dann war kurz Ruhe und dann folgte ein spitzer Schrei. Aha,
dachte ich mir, jetzt hat sie mein Tattoo entdeckt. Und so war es.
Der Spiegel im Bad reichte von Wand zu Wand und war sehr tief
heruntergezogen. Susanne hätte noch schlafen müssen um es nicht
zu sehen. Sie kam aus dem Bad gestürmt und überhäufte mich mit
einem Haufen spaßhafter Flüche, fiel über mich her und boxte
mich. Als sie sich beruhigt hatte sagte sie nur: "Ich dich
auch und zwar wahnsinnig." Wir küßten uns und hatten nicht
genug Hände um uns zu liebkosen.
Susanne stand plötzlich auf ging zu dem Sessel auf dem ihr Kleid
von gestern lag, nahm die Strümpfe, angelte auf dem Boden nach
ihren Sandaletten, kam zurück und setzte sich neben mich auf das
Bett. Dann begann sie den rechten Strumpf zu raffen, hob ihr
Bein, streckte ihre Zehen weit nach vorne und streifte die
Strumpfspitze über ihre Zehen. Dabei wackelte sie mit den Zehen
auf und ab um Falten zu vermeiden. Dann streife sie mit
hochaufgerichteten Zehen das feine Gespinst über ihre Ferse,
streckte langsam das Bein aus und zog dabei das Gewebe glatt und
faltenfrei hoch zu ihrem Oberschenkel. Jetzt folgte das linke
Bein. Sie wiederholte das Strumpfanziehen auf eine derart laszive
Weise, daß einem das Blut hätte in den Adern kochen können.
Susanne nahm die Sandaletten vom Boden auf und legte sie mir in
den Schoß. Dann drehte sie sich um, so daß ihre Beine in meine
Richtung wiesen. Sie hob ein Bein an bewegte ihre Zehen und sagte
mit rauchiger Stimme: "My shoes please." Jahre später
hörte ich diesen kurzen Satz in einer Werbung für Alfa Romeo
und mir wäre beinahe das Herz stehen geblieben.
Ich nahm erst eine Sandalette in die Hand und streifte sie ihr über
die Zehen und schob dann das Fersenriemchen hoch über die Ferse.
Ich nahm ihren Fuß in die Hand, sie richtete ihre Zehen auf und
meine Nase verschwand in ihrer Lieblingsatmosphäre. Die
Toeprints auf der Innensohle wurden immer deutlicher. Die Füße,
die Strümpfe und die Sandaletten ergaben einen warmen und
wunderbar weichen Duftakkord. Ich wiederholte den Vorgang am
anderen Bein. Mein kleiner Freund war durch die wunderschönen
Bilder und die Duftakkorde so motiviert, daß er herumrandalierte.
Susanne beugte sich zu ihm hinunter und küßte ihn und genoß
dabei den, wie sie ihn nannte, ganz besonderen Morgenduft dieser
Region. Ich kraulte sie derweil im Nacken und auf dem Rücken,
was sie wiederum lustvoll erschauern ließ.
Nach ein paar Minuten drehte ich Susanne auf den Rücken und ich
kam über sie wie der 14. Juli über Paris, was in etwa die
Steigerung von ungeheuer sein könnte. Es war unser letzter
gemeinsamer Tag und die Devise war: Que sera? Was wird sein? Wir
zogen gemeinsam alle Register und vögelten noch einmal wie die
Besessenen. Nachdem wir geduscht hatten und Susanne auch ihr Bündel
gepackt hatte, gingen wir frühstücken.
Nach dem Frühstück räumte ich meinen Tresor und beglich die
Hotelrechnung. Das dauerte etwas, weil die Angaben der
Kreditkarte erst telefonisch in Athen quergeprüft werden mußten.
In dieser Zeit schaffte ich unser Gepäck in die Halle. Dem
Personal hinterließen wir einen kräftigen Obolus, der uns beim
nächsten Besuch, und der war meinerseits ganz sicher, eine
bevorzugte Behandlung zusicherte. Wir verabschiedeten uns von der
Crew und ihrem Chef, Mr. Liodakis und beluden unseren Wagen. Dann
fuhren wir das ganze Gepäck zu Susannes Hotel und lagerten es
dort zwischen.
Susanne zog sich schnell um, Jeans, T-Shirt, und die blauen Mules.
Ihre weißen Dianetten steckte sie in eine Einkaufstüte. Nachdem
wir eine Ehrenrunde durch die Altstadt, unter anderem beim
Goldschmied Panos Mirodias vorbei, gedreht hatten fuhren wir auf
der Periferikos zur Hauptstraße und auf der entlang der Vororte
an der Küste bis Platanes. Dort bogen wir ab und fuhren ein
letztes Mal zum Kloster Arkadi. Dort angekommen zog Susanne
wieder die Stoffschuhe an, die noch im Wagen lagen, um möglichst
keine staubigen Füße zu kriegen. In der Kirche zündeten wir
wieder einige Kerzen an und beteten. Ich bat darum Susanne nicht
verlieren zu müssen. Wir schauten uns noch etwas im Klosterhof
um und trafen den Popen der uns gesegnet hatte. Er erinnerte sich
sofort an uns. Er sprach gut englisch und fragte uns ein wenig
aus, auch ob wir in Deutschland regelmäßig eine Kirche besuchen
würden. Susanne nickte zustimmend und ich schüttelte verneinend
den Kopf. Der Pater sah mich mild tadelnd an, hob die Hand und
segnete uns beide. Wir verabschiedeten uns von ihm und
versprachen nächstes Jahr wieder zu kommen.
Wir verließen das Kloster wieder mit einem Gefühl der
Erleichterung. Anschließend besuchten wir die Taverna gegenüber
dem Kloster in der immer Lyramusik gespielt wurde. In dem
angeschlossenen Andenkenladen kaufte Susanne für ihren Vater ein
großes Glas Thymianhonig und noch ein paar Ansichtskarten für
Bekannte. Nach zwei O-Säften und einem Raki machten wir uns auf
den Rückweg nach Rethymnon. Susanne wechselte im Wagen sofort
wieder ihre Schuhe. In Rethymnon wollten wir zum Abschluß noch
einmal in die Grilltaverna unterhalb der Fortezzamauer zum Essen
gehen. Wir bestellten Salat für uns beide, Oktopus für Susanne
und Chicken für mich. Wasser und Hauswein wie immer. In dem Bewußtsein
das nächste Mal in einem Jahr hier zu essen ließ alles noch
viel besser schmecken.
Nach dem obligatorischen Kaffee und einem Raki schlossen wir das
phantastische Essen ab, zahlten und fuhren eilig zu Susannes
Hotel um mein Gepäck aufzunehmen. Als das geschehen war fuhren
wir auf dem schnellsten Weg auf die Nationalstraße in Richtung
Herakleion-Airport. Circa 75 Minuten später kamen wir am
Flughafen an. Wir fuhren zum Budget-Schalter und versuchten dem
Autovermieter klar zu machen, daß ich zwar den Wagen zurückbrachte
und auch bezahlte, aber meine Begleiterin den Wagen bis Dienstag
weiter buchen wollte. Ich zahlte also und Susanne machte einen
neuen Vertrag bis Dienstag. Sie staubte sogar noch einen günstigen
Tarif ab. Wir redeten draußen mit den Ordnungskräften und
regelten mit zwei Kaffee und 1.000 Drachmen, daß Susanne den
Wagen vor dem Flughafen stehen lassen durfte. Einer der
Polizisten klemmte in Stück Papier hinter den Scheibenwischer.
Alles OK.
Langsam begann mein Herz zu klopfen und ich bekam richtig Schiß.
Susanne wirkte auch irgendwie fahrig. Ich fragte mich durch an
welchem Schalter das Einchecken nach Saarbrücken begann.
Schalter 14. Ich schob meinen Gepäckwagen in die Nähe von 14
und wir nahmen auf zwei freien Sitzen Platz. Uns beide hat die
Unsicherheit innerlich fast zerrissen. Susanne mußte andauernd
weinen. Ich versprach ihr, am ersten Wochenende bei ihre
vorbeizukommen oder mich sonst irgendwie mit ihr zu treffen. Dann
hätte sie mit Petra reden können und wüßte mehr. Und dann könnten
wir auch Pläne schmieden oder nicht.
Plötzlich sprang Susanne auf und rannte zum Wagen. Nach fünf
Minuten kam sie zurück und hatte eine Kunststofftüte in der
Hand. Das Einchecken begann. Susanne ging mit mir bis zum
Abfertigungsschalter. Ich gab mein Gepäck auf und wir gingen bis
vor die Paßkontrolle. Hier mußten wir uns trennen. Wir
verabschiedeten uns nicht sondern wir verabredeten uns für das
kommende Wochenende bei Susanne Zuhause. Sie gab mir ihre Karte
mit Adresse und allen Telefonnummern. Dann küßten wir uns ein
letztes Mal und sie gab mir die Tasche und ein kleines Päckchen
mit der Bitte es erst in der Maschine zu öffnen. Ich hatte zum
ersten Mal in meinem Leben das Gefühl echter herzzerreißender
Sehnsucht, jetzt schon. Wir hatten beide Tränen in den Augen.
Erinnerungen an Casablanca stiegen in mir auf. Wenn jetzt: "As
times goes by" gespielt worden wäre, hätte ich vollständig
die Contenance verloren.
Vor der Paßkontrolle befand sich eine Glaswand zu der ich zurückging
und wir legten beide eine Hand auf das Glas und somit auf die
andere Hand, ich innen und Susanne außen. Wir schauten uns
minutenlang an und unsere Augen röteten sich immer weiter. Dann
kam der Boarding-Aufruf. Wir küßten uns durch die Luft und
winkten uns zu wie die Kinder. Ich bestieg als letzter den Bus,
mit Sonnenbrille. Ich hätte laut: "Scheiße" schreien
können. Gott sei Dank hatte ich eine verständnisvolle Stewardeß
die mich meinen Platz tauschen ließ. So saß ich zwar näher bei
den Rauchern, hatte aber eine Sitzreihe für mich.
Ich schob meine durch zuviel Sport geschundenen Knie vor. Als die
Maschine ihre Reiseflughöhe erreicht hatte, öffnete ich erst
die Tasche und stellte mit großer Überraschung und noch größerer
Freude fest, daß Susanne mir ihre blauen Mules vermacht hatte.
Auf ihnen lag ein Zettel mit der Aufschrift: "Damit Du mich
nicht so schnell vergißt, mein Liebling!" Wie könnte ich.
Dann öffnete ich das kleine Päckchen. Susanne hatte es noch
schnell in Papier verpackt. Ich riß das Papier mit zitternden Händen
auf und fand ein kleines hölzernes Schmuckkästchen. Mein
Herzschlag beschleunigte sich und als ich das Oberteil des Kästchens
hochhob wäre mein Herz beinahe stehen geblieben. Susanne trug während
der ganzen Zeit, die wir miteinander verbrachten immer nur zwei
Schmuckstücke, einen Solitärbrillanten an einem dünnen Seil um
den Hals von Zeit zu Zeit, und täglich (Tag und Nacht) einen
Niesing Spannring aus Platin mit einem eingespannten Brillanten
von min 0,25 ct. Dieser Ring lag in dem Kästchen mit einem
kleinen zusammengefalteten Brief an mich. 'Andrea, mein Liebling,
eigentlich müßte man Dir jeden Tag einen solchen Ring schenken,
so ein lieber Mensch bist du. Ich habe nur den einen. Ich schenke
ihn Dir aus Dankbarkeit für die schönsten Tage in meinem Leben.
Voller Sehnsucht erwarte ich unser nächstes Zusammentreffen und
unsere Zukunft. Noch nie im Leben habe ich einen Menschen so
geliebt wie Dich. Trage diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und
Verbundenheit. Still in love Susanne.' Ich war tief bewegt. Der
Ring, den Susanne immer am Mittelfinger trug, paßte mir genau am
Ringfinger der linken Hand. Ich zog ihn an und verstaute das Päckchen.
Der Flug verlief normal. Um 22:15 Uhr Ortszeit landeten wir
Saarbrücken. Mein Gepäck kam früh und so konnte ich gleich
eines der zu wenigen Taxen entern. Zuhause in meiner Wohnung
angekommen packte ich schnell aus, sortierte meine Wäsche. Dann
öffnete ich eine Flasche 86er Amarone von Bertani und hörte
noch ein paar Blues-CDs und war in Gedanken bei Susanne.
Das Ende der Geschichte ist eigentlich schnell erzählt.
Dienstags abends, noch vom Flughafen, rief mich Susanne an. Zwei
Stunden später war sie zu Hause und wir telefonierten die halbe
Nacht miteinander. Sie erzählte mir was sie noch alles
unternommen hatte. Unter anderem war sie noch einmal im Kloster
Arkadi gewesen und hat mit unserem Popen und dem Abt gesprochen.
Sie hat den Vorschlag gemacht das Holztryptichon auf eigene
Kosten zu restaurieren. Ihr Vater war einverstanden. Jetzt prüfte
der Abt die Möglichkeit mit seinen Oberen ab.
Vassilis hat sich rührend um sie gekümmert und gemeint sie müsse
jetzt wegen den Babys mehr essen. Wenn der wüßte... Ansonsten
war sie fast nur am Strand gewesen.
Ach ja, und bei Panos hat sie noch eine silberne Ikone für ihren
Vater gekauft. Petra hatte sie vom Flughafen abgeholt und sofort
gemerkt, das was im Busch ist. Susanne nahm die Gelegenheit der
Fahrt nach Hause beim Schopf und erzählte Petra von ihren
Urlaubserlebnissen. Petra war natürlich geschockt und glaubte
die Welt ginge unter. Aber nach einigen Tagen relativierte sich
ihre Meinung. Ihr war klar, daß sie auf Susanne keinen
alleinigen Anspruch erheben konnte und sie bat Susanne wenigsten
Freunde zu bleiben und die WG solange aufrecht zu erhalten wie möglich.
Das war klar, schließlich hatten beide eine Menge in die Wohnung
investiert.
Am nächsten Wochenende fuhr ich zu Susanne. Ich konnte es nicht
erwarten sie wieder zusehen und in meine Arme zu schließen. Ich
lernte auch Petra kennen, die mir gegenüber mit sehr viel
Skepsis auftrat und die mir mit ihren roten Haaren und dem hellen
Teint nicht besonders gefiel. Sie war irgendwie grün angehaucht
und trug, was ich überhaupt nicht leiden konnte, uralte
Birkenstocksandalen, min. Größe 41. Als Journalistin hatte sie
wenigstens einen adäquaten Bildungshorizont und man konnte sich
mit ihr unterhalten. Petra zog sich kampflos ins zweite Glied zurück.
Susanne und ich wechselten uns mit unseren Besuchen ab. Nach
ihrer ersten Visite war sie von meiner Heimatstadt total
begeistert. Unsere Wochenenden waren immer Wochenenden heißer,
brennender Liebe. Im Juli lernte ich auch zum ersten mal Susannes
Eltern kennen. Die Mutti war sehr nett und der Vati ein Grantler,
voller Mißtrauen und Vorsicht. Ende September flogen wir
gemeinsam nach Portugal an die Algarve. Weihnachten verbrachten
wir Zuhause mit gegenseitigen Besuchen und starteten direkt nach
den Feiertagen nach Spanien an die Costa Brava.
Als ich Susannes Vater von meinen Fähigkeiten und meiner Liebe
zu seiner Tochter überzeugt hatte und ein halbwegs vernünftiges
Gespräch mit ihm führen konnte, starb er mit 72 Jahren plötzlich
und unerwartet im Februar 93 an einem Hirnschlag. Dieses
einschneidende Erlebnis hat Susanne verändert. Die
Verantwortung, die auf ihr lag war größer als ursprünglich
angenommen zumal sie in der Zwischenzeit erfolgreich mit den
beiden größten Auktionshäuser in Europa zusammenarbeitete.
In meinem Büro feierte die Arbeit auch fröhliche Urstände und
forderte von mir allerhöchsten Einsatz. Unser Zusammenkünfte
bekamen Lücken. Wir liebten uns mit unverminderter Kraft. Im
April schafften wir es noch einmal nach Kreta zu fliegen und
unsere Versprechen einzulösen. In diesem Urlaub schöpften wir
wieder massiv Hoffnung für unsere Zukunft. Ich dachte schon
daran mein Büro zu verlassen und mir ein neues Betätigungsfeld
zu suchen. Allerdings brachten mich kleine Tatsachen wie
Bankverbindlichkeiten in zig hunderttausend Markgrößenordnungen
und persönliche Bankbürgschaften und Projektkredite ganz
schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Auf Gedeih und
Verderb mußte ich weiterarbeiten.
Im Juni mußte Susanne für einen Monat nach England reisen. Kurz
danach in die Staaten. Siggi ein alter Freund aus der Jugendzeit
und beobachtender Begleiter meiner vielfältigen Affären, dem
ich unsere Misere geschildert hatte, riet mir mich von Susanne zu
trennen bevor unsere Liebe in Streit und Gezänk kaputtgeht.
Susanne war erfüllt von ihrer Arbeit. Außerdem lebte immer noch
Petra bei ihr. Sie hatte eine Freundin die sie über alles liebte.
Wir beide alleine feierten meinen Geburtstag nach. An diesem
Wochenende schafften wir, sehr zu unserer beider Erleichterung
klare Verhältnisse und trennten uns zwar sehr emotionsgeladen
und mit vielen Tränen, aber fair und sachlich in aller
Freundschaft. Susanne versprach mir sogar, wenn ich auf Petra
nicht eifersüchtig wäre, mir treu zu bleiben. Für sie könnte
nach mir kein Mann mehr existieren. Ich versprach Susanne immer für
sie da zu sein egal was die Zukunft brächte. Wir wollten uns
auch unregelmäßig besuchen. Das taten wir auch. Wir erfrischten
uns immer noch an unserem unglaublich guten Sex. Susannes Füße
waren und sind immer noch echte Ausnahmen.
Als ich im Herbst Katharina kennen lernte trat eine Weile
Funkstille zwischen uns ein. Bis Petra mich im Büro anrief und
mir mitteilte, daß Susanne an multipler Sklerose erkrankt sei
und das vollständige elterliche Erbe verkauft hätte. Susannes
Mutter ist auch zwischenzeitlich verstorben, so daß in der
Hinsicht kein Hinderungsgrund bestand. Lediglich die Finca in
Mallorca hätte sie behalten und dorthin würden sie sich nächste
Woche zurück ziehen. Endgültig. Geld wäre schließlich genug
da.
Ich nahm mir zwei Tage frei und fuhr zu Susanne. Sie war so schön
wie immer, nur ihre Augen hatten Schatten. Schatten der Angst.
Sie erklärte mir, daß sie keine große Hoffnung hätte alt zu
werden. Die Krankheit würde sie von Monat zu Monat vor neue
Tatsachen stellen. Sie wolle jetzt nur noch malen. Ihr riesiges
Vermögen ginge nach ihrem Tode in eine Stiftung über deren
Verwalter Petra wäre. So sei deren Zukunft auch gesichert.
Susanne wollte unbedingt das wir noch einmal zusammen schliefen
und so taten als wäre nichts gewesen. Wir schliefen miteinander
und taten so als wäre nichts geschehen und es war fast so schön
wie früher, nur sagten wir nicht mehr: "Ich liebe dich"
zueinander. Aber gedacht haben wir es, das verrieten unsere Augen.
Eine Woche später verließ Susanne Deutschland. Ich habe es nie
fertig gebracht sie in Mallorca zu besuchen. Zu Weihnachten und
zu den Geburtstagen rufen wir uns immer noch an. Susanne ist
heute eine über die Insel hinaus bekannte Malerin und verdient
sehr viel Geld. Ich habe Bilder von ihr gesehen und war tief
beeindruckt. Leisten kann ich mir keines davon. Que sera?
Nachruf: Susanne starb im Mai 1999 auf Mallorca und wurde auch
dort begraben. Sie vererbte mir zwei ihrer Ölbilder, eines mit
Motiven von Kreta und eines mit Motiven der Algarve...
|
| |
|
Site hosted for free by CleanAdultHost.com |