Eine flüchtige Begegnung im Supermarkt
Es war die übliche Hektik nach Feierabend. Schnell noch zum
Geldautomat und dann rein in den Supermarkt. Mein Kühlschrank
war mal wieder leer und ich hatte einen Bärenhunger. Gierig lief
ich die Kühltheke entlang und griff nach Wurst, Salat, Butter, Käse
etc. Eigentlich wollte ich gar nicht so viel kaufen. Aber wie das
eben so war, wenn man mit leerem Magen einkaufen ging, waren
meine Arme schließlich voll mit Lebensmitteln. Ja, meine Arme
waren es, die die schwere Last tragen mußten. Denn wie so oft
war ich am Eingang zu bequem, mir einen Wagen zu nehmen. Es war
wirklich ein Wunder, daß mir nichts auf die Erde fiel. Als ich
mich so langsam daran gewöhnt hatte, mein Essen zu balancieren,
wagte ich es nach vorne zu schauen und meinen Weg zur Kasse
einzuschlagen.
Ich traute meinen Augen nicht. An der Kasse ganz rechts außen
stand eine wunderschöne weibliche Gestalt. Zwar konnte ich sie
im ersten Moment nur von hinten sehen, jedoch war ich sofort
fasziniert von dem, was ich sah. Denn sie trug schwarze Stiefel
mit einem langen Schaft, der ihr bis über die schwarze Hose
reichte. Eine schwarze Lederjacke vollendete den wundervollen
Anblick. Feine dünne wellenförmige Haare umgaben ihr Gesicht.
Schon von hinten konnte ich sehen, daß es sich um eine
Orientalin handelte. Sie stand an der Kasse. Somit konnte ich
mich direkt hinter sie stellen, ohne daß daran etwas anstößiges
zu bemängeln wäre. Ich näherte mich ihr langsam und malte mir
aus, daß es sich bei dieser Frau um eine Göttin handelte, der
ich nur in Ehrfurcht gegenübertreten durfte.
Das tat ich schließlich auch, in dem ich ihr permanent auf die
Stiefel schaute. Es waren kleinere Stiefel, so ca. Größe 37/38.
Weiter waren es keine Plateaustiefel, jedoch war der Absatz nicht
spitz. Dafür jedoch die Spitze. Ich folgte aufmerksam den
Bewegungen, die ihre Zehen unter dem Leder der Stiefel vollzogen.
Natürlich konnte ich es nicht vermeiden, die Sünde zu begehen
und zu ihr aufzuschauen.
Sie hatte sich zur Kasse hinübergedreht, weil ihre Ware gerade
von der Kassiererin bearbeitet wurde. Sie hatte ein breites
Gesicht mit einem großen Mund, schmalen Lippen und wunderschönen
dunklen Augen. Sie war so um die 20Jahre alt, ca. 50 Kilo schwer
und von schlanker Natur. Sie drehte sich von einer Seite auf die
andere. Zur Säule erstarrt folgte ich den Bewegungen ihrer
Stiefel, die ich in diesen Sekunden von allen möglichen Seiten
bestaunen konnte. In diesem Moment wünschte ich, daß ich ihr
die warmen Treter ausziehen und daran riechen dürfte.
Wieder schaute ich kurz auf. In diesem Moment drehte sie sich
kurz zu mir rum. Sie hatte ein Lächeln auf den Lippen, doch ich
tat wie ertappt und schaute erschrocken wieder auf ihre Stiefel.
Die Kassiererin war fertig und nannte der schönen Kundin den
Betrag. Schließlich zahlte diese, lud ihre Ware in den
Einkaufswagen und entfernte sich zum Fenster, wo man an einer
Reihe von Tischen seine Ware vom Wagen in Einkaufstüten umfüllen
konnte.
Ich beobachtete die junge Frau unauffällig. Jedesmal, wenn die
Blickrichtung ihrer Augen in meine Nähe kam, schaute ich schüchtern
weg. Schließlich war die Kassiererin auch mit mir fertig. Ich
zahlte und machte mich mit meinen Sachen ebenfalls auf den Weg
zum Fenster.
Ich hatte weiche Knie, als ich mich mutig neben sie stellte. Ich
schaute nicht zu ihr hin, sondern lud nur meine Sachen in dort
befindliche Kartons. Schließlich griff sie in meinen gepackten
Karton und holte sich ein Paket Gouda und meine Butter heraus.
Ich schaute sie fragend an. "Hast Du was dagegen?"
fragte sie ruhig mit leiser sanfter Stimme.
"Nein," antwortete ich mit ängstlichem Unterton.
"Gut," sagte sie. "Dann schau weiter auf meine
Stiefel und vergiß die Sache."
Ich wagte es nicht, zu ihr zu sprechen, sondern schaute wie von
ihr erwartet auf die Stiefel. Sie griff zwei gefüllte Taschen
und drehte sich zur Türe, um sich zu entfernen. Doch
offensichtlich störte sie etwas. Denn sie drehte sich um und
stellte die Taschen wieder auf den Tisch.
"Schau mich an," sagte sie schließlich. Vorsichtig,
oder sollte ich sagen ängstlich, schaute ich ihr in die Augen.
"Die Taschen sind mir zu schwer. Ich möchte, daß Du sie
mir zum Auto trägst."
Ich ging auf sie zu und nahm ihre Taschen. Wortlos öffnete sie
den Ausgang des Supermarktes und ging voran zu ihrem blauen Opel
Corsa. Sie öffnete den Kofferraum und wies mich mit einer
Handbewegung an, die Taschen dort hineinzustellen. Anschließend
schloß sie den Kofferraum wieder. Ich hatte mittlerweile meine
Blicke wieder auf ihre Stiefel gerichtet. Ich war etwas
verwundert, aber sie blieb stehen. Ich war neugierig und schaute
ausnahmsweise kurz zu ihr auf. Sie schaute mich an. Fasziniert
von meiner Hilfsbereitschaft...? oder sollte man sagen Unterwürfigkeit?
Oder war es wirklich die Angst vor einer Person, die nicht nur
weiblich, sondern sogar obendrein nicht mal die Hälfte von mir
auf die Waage brachte und vom Alter her fast meine Tochter hätte
sein können?
Sie konnte sich offensichtlich keinen Reim darauf machen und genoß
es, dabei zuzusehen, wie ich mit verschüchterter Miene vor ihr
stand. "Ich möchte etwas von Dir wissen," sagte sie.
"Ja?" fragte ich ängstlich, während ich wieder
unsicher zu ihr aufschaute.
"Zunächst einmal, wieso bist Du so hilfsbereit mir gegenüber?"
"Ich... ich... weiß auch nicht," kam stotternd meine
Antwort.
"Warum hattest Du keine Einwände, als ich mich aus Deinem
Karton bedient habe?"
"Ich..." stotterte ich weiter.
"Wieso hast Du Angst vor mir?"
"Nun, es ist so..."
"Ja?"
Ich faßte mich jetzt wieder etwas und mir kam die Idee, die
Situation in meinem Sinne zu nutzen. "Nun," sagte ich
weiter. "Sie sind so außergewöhnlich schön, daß ich in
Ihnen eigentlich keine Frau, sondern vielmehr eine Göttin sehe."
Ich wurde rot im Gesicht, setzte aber nach. "Da Sie meine Göttin
sind, konnte ich mich nicht zur Wehr setzen. Sie hatten viel zu
viel Macht über mich. Denn ich würde es niemals wagen, gegen
eine Göttin meine Hand zu erheben. Dafür ist mein Respekt viel
zu groß und... ich gebe zu... ja ich gebe zu, als sie mir meine
Sachen aus dem Einkaufswagen herausholten, hatte ich große Angst
vor Ihnen."
Wortlos strahlte sie über ihr hübsches Gesicht. "Knie vor
mir nieder!" befahl sie schließlich, jedoch in freundlichem
Ton. Auch wenn sie wie eine Göttin wirkte. Ich konnte mir nicht
vorstellen, daß diese Frau wirklich eine harte Ausstrahlung
haben könnte. Trotzdem sackte ich fast willenlos vor ihr nieder
und küßte die Spitzen ihrer Stiefel. "Du darfst aufstehen,"
sagte sie, nachdem sie mir einige Zeit bei meiner Unterwerfung
zugeschaut hatte. Langsam gehorchte ich, ohne jedoch ihre Stiefel
aus den Augen zu lassen. Dann machten diese Stiefel einen Tritt
nach vorne. Ich spürte eine Hand unter meinem Kinn. Diese drückte
meinen Kopf in die Höhe, so daß ich schließlich der jungen
Dame in die Augen schauen mußte. Dann ließ sie mich wieder los.
"Gib mir Deinen Personalausweis!" befahl sie leise
weiter. Mein Wille war allein durch ihren Anblick gelähmt. Ich
gehorchte automatisch und kramte meine Brieftasche heraus. "Wenn
ich es mir recht überlege, ...gib mir gleich die Brieftasche."
Wortlos übergab ich sie ihr. Sie kramte den Führerschein und
die Fahrzeugpapiere heraus, übergab sie mir, und nahm dann die
Brieftasche ganz an sich. "Du darfst jetzt nach Hause fahren.
Ich werde mich in Kürze bei Dir melden." Als sie das gesagt
hatte, drehte sie sich von mir ab und öffnete die Fahrertür
ihres Autos. Elegant stieg sie ein. Wenig später fuhr sie davon.
Noch eine ganze Weile schaute ich meiner Göttin hinterher. Dann
starrte ich verwirrt auf meinen Führerschein und die
Wagenpapiere. Sie hatte mir extra das herausgegeben, weil ich es
brauchte. Was wollte sie mit meiner Brieftasche? Mein Geld, tja,
daß sicher auch. Aber sie fragte nach dem Personalausweis. Natürlich,
dämmerte es mir. Sie sagte, sie würde sich bei mir melden. Wie
könnte sie dies, wenn sie meine Personalien nicht hätte. Noch
eine ganze Weile stand ich verwirrt auf den Parkplatz, bis mich
eine Verkäuferin des Supermarktes aufforderte, mein Auto zu
entfernen, da der Parkplatz nach Geschäftsschluß abgeschlossen
werden müßte. Tausend Gedanken rasten mir durch den Kopf, während
ich schließlich nach Hause fuhr.
Am nächsten Morgen konnte ich mich nur schlecht auf meine Arbeit
konzentrieren. Viel zu sehr spukte mir diese Dame im Kopf herum.
Nachdem ich schließlich nach Hause fuhr, staunte ich nicht
schlecht, als der Anrufbeantworter meines Telefons blinkte. Ich hörte
ihn ab und erschrak. Es war die Stimme von gestern: "Heute
um 21.00 Uhr wirst Du auf der Duisburger Rheinwiese sein. Du
wirst Dich hinter dem dritten Brückenpfeiler vom Wasser aus
unter der Eisenbahnbrücke verstecken und Dich nackt ausziehen.
Die Unterhose darfst Du anlassen. Du wirst Dich nicht umsehen und
stur geradeaus den Rhein beobachten."
Nicht mehr und nicht weniger sagte sie. Aber es war präzise. Was
sollte ich tun? Das gab es doch gar nicht. Oh doch,
offensichtlich schon. Und tatsächlich machte ich mich bereits um
20:00 Uhr auf den Weg. Ich wollte unbedingt wissen, was das für
eine Stelle ist. Und was um alles in der Welt hatte sie mit mir
dort vor? Warum sollte ich mich ausziehen? Fragen über Fragen,
auf die ich mir keinen Reim machen konnte. Wollte sie mich etwa
verführen? Oder wollte sie mich dort bloßstellen?
Ich kam an der Rheinwiese an. Ich schaute mir die alte
Eisenbahnbrücke an und bemerkte sofort, daß es wirklich ein
ziemlich diskreter Ort war. Die Rheinwiese war menschenleer und
auch vom Ufer konnte man nicht viel sehen, da die Brückenpfeiler
die ganze Breite der Brücke einnahmen. Ich machte mich auf den
Weg zur besagten Stelle und schaute auf die Uhr. 20:40 Uhr. Es
lohnte sich nicht mehr, zurückzugehen. Ich blieb also stehen und
wartete. Noch war ich angezogen. Ich traute mich nicht, mich
jetzt schon zu entblößen. Doch die Zeit schrat unaufhaltsam
voran. 20:55 Uhr. Was war, wenn meine Uhr nach ging. Ich dachte
kurz an die göttliche Gestalt, die mich um diese Uhrzeit an
diese verlassene Stelle befohlen hatte. Schon war es um mich
geschehen. Ich zog mir zunächst die Schuhe aus und schließlich
den ganzen Rest. Bis auf die Unterhose war ich jetzt völlig
nackt.
Weisungsgemäß schaute ich auf den Rhein. Es wurde langsam kühler
und ein kleines Lüftchen bescherte mir eine Gänsehaut. Mir
wurde beklommen zumute. Dann hörte ich leise Schritte im Kies.
Wer würde jetzt kommen? Wer weiß, vielleicht war es ja eine
Falle und die Dame hatte die Polizei geholt.
Sie war es! Ich erschrak auf's neue. War es vor Faszination oder
vor Angst. Ich denke, ich hatte beides. Das Mädel hatte die
gleiche schöne Frisur und die gleiche stark anmutende Lederjacke.
Wieder trug sie ihre eng sitzende schwarze Stoffhose, jetzt aber
dazu ein paar neumodische schwarze Stiefel. Es waren jene
Stiefel, die eine Dame größer machten. Zwischen Sohle und Fußbett
lag eine Art Brücke, die einen gehörigen Abstand zwischen Fußbett
und Fußboden schaffte. Meine schwarzhaarige Göttin konnte sich
darin phantastisch bewegen.
Sie verzog keine Miene, als sie sich in einem Abstand von zwei
Metern vor mich hinstellte und ihre Hände in die Hüften stemmte.
Sie sah einfach stark aus und flößte mir mit ihrer Erscheinung
aufs neue Angst ein. An ihrem schwarzen Ledergürtel war eine
lange Peitsche befestigt. 'Oh mein Gott,' dachte ich. 'Dieses
Mordsinstrument wollte sie doch wohl heute nicht benutzen!?'
"Na was ist?" sagte sie kalt. "Willst Du mich
nicht begrüßen?" Sofort warf ich mich vor ihre Füße und
küßte ihr inbrünstig die Stiefel. Sie schaute geduldig dabei
zu, wie ich ihr den unterwürfigen Gruß erwies. "Und den
anderen?!" setzte sie schließlich nach. Sie zog den Fuß
weg und stellte ihn auf meinen Kopf. Sie schrabbte über meinen
Hinterkopf, bis ihr Fuß die richtige Position erreicht hatte, um
mir die Nase kräftig und schmerzvoll in den Kies zu pressen. Auf
diese Weise rührte sie meinen Kopf regelrecht mit ihren Schuhen
durch den nachgiebigen Fußboden. Plötzlich hatte ich das Gefühl,
als wollte sie mir mit ihrer Schuhsohle die Haare ausziehen, so
heftig zog sie ihren Fuß nach hinten. Im nächsten Moment spürte
ich das harte Gummi ihres Schuhs, wie es gegen meinen Kiefer
prallte. Sie hatte mir aus dem Fußgelenk heraus einen Tritt
versetzt.
"Steh auf!" befahl sie kalt. "Stell Dich an die
Mauer!" kommandierte sie weiter, während ich brav gehorchte.
Sie sah mich einen Moment triumphierend an. Dann machte sie zwei
Schritte auf mich zu. In diesem Moment achtete ich überhaupt
erst näher auf den komischen Flummi, den sie da in ihrer Hand
hielt. Es sah nur aus wie ein Flummi, vor allem war es viel größer
und an einem Geflecht von Riemen befestigt. "Mund auf!"
befahl sie mit ihrer natürlichen leisen, aber auch strengen
Stimme.
Ein Knebel war es. Ich war viel zu aufgeregt, um überhaupt
darauf zu achten. Die junge Frau preßte ihn mir mit voller Wucht
in den Mund. Sie faßte hinter meinen Kopf und befestigte die
Schnallen. Ich konnte jetzt nicht mal mehr vernünftig atmen,
geschweige denn irgendeinen Ton von mir geben. "Wehe, Du
bewegst Dich auch nur einen Meter von Der Stelle!"
Im nächsten Moment wurde mir bewußt, warum sie mir ein solches
Monstrum von Knebel in den Mund gesteckt hat und auch noch mit
Schnallen sicherte. Sie ergriff die lange Peitsche, die sie an
ihrem Gürtel festgemacht hatte. Es war wirklich ein langes Teil.
Eben eines von der Sorte, wo die Spitze Schallgeschwindigkeit
erreichte. Die Frau trat zwei Schritte zurück, um sich eine gute
Schlagposition zu verschaffen. Dann kam der erste Hieb. Ich
zuckte zusammen, so daß mich das Leder an Arm und Rücken traf.
Gleich der erste Hieb riß mir die Haut der Länge nach auf. Ich
hätte sicher die ganze Stadt zusammengeschrien, doch der Knebel
erstickte meinen Schrei, so daß sich lediglich ein jämmerliches
Ächzen an meinem Mundstück vorbeikämpfen konnte. Schon kam der
nächste Hieb, der mich der Länge nach am Rücken traf. Wieder
schrie ich wie wild in meinen Riesenflummi. Meine Zähne bissen
sich geradewegs in das Hartgummi. Ich war wie von Sinnen und
begriff eigentlich gar nicht so recht, was in diesem Moment mit
mir geschah. Der nächste Hieb traf mich und riß mir den Bauch
der Länge nach auf. Ich krümmte mich, was den Schmerz jedoch
nur noch vergrößerte. Schon kam der nächste Hieb. Das Mädchen
labte sich an meinem Anblick. Gemütlich holte sie weit aus. Für
sie war es kein sonderlicher Kraftaufwand. Wieder traf mich die
große Bullenpeitsche. Ich sank zusammen und konnte es gar nicht
ganz begreifen, was da in diesem Moment mit mir geschah.
Das Mädchen kam auf mich zu und stellte ihren Fuß auf meinen
Bauch. Ich wollte vor Schmerz aufschreien. Doch ich konnte nicht.
Es war sicher nicht der Fuß des Mädchens, sondern vielmehr ihr
Schuh, der den Dreck vom schmutzigen Kies in meine offenen Wunden
preßte. Sie rieb regelrecht ihren Schuh in meine Wunde. Sie
strich damit an den Spuren der Peitsche vorbei und rieb sämtliche
Bakterien, die sich an der Schuhsohle gesammelt hatten, unter
meine Haut. Ich war wie gelähmt vor Schmerz und konnte mich aus
der Gewalt der Frau nicht befreien. Besonders biß der Schmerz an
meiner Schläfe, die auch von der Peitsche nicht verschont blieb
und jetzt dem dreckigen Schuh des Mädchens ausgesetzt war.
Schließlich wich sie zurück und trat brutal zu, während ich
noch immer auf der Erde lag. Ihr Schuh traf mich zunächst im
Bauch. Dann aber wandte sie sich meinem Gesicht zu. Sie holte
voll aus und trat mir mit voller Wucht ins Gesicht. Ihr rechter
Fuß schlug jedesmal ein wie eine Bombe. Mit einem einzigen Tritt
brach sie mir den Kiefer, mit dem darauffolgenden die Nase. Es
war ein unglaubliches Gefühl und ich bekam auf einmal fürchterliche
Kopfschmerzen. Nach etwa 25 Tritten muß mein Gesicht ausgesehen
haben wie ein verfaultes Stück Obst. Ich sah die Sternchen,
blieb aber bei Bewußtsein. Nur ein bißchen nebelig wurde es ab
und zu. Jedesmal, wenn sich die Sternchen verzogen hatten,
knallte das Hartgummi ihres Schuhs aufs neue gegen mein Gesicht.
Als es nichts mehr an meinem Gesicht zu zerstören gab, hörte
sie auf.
Sie ging zwei Schritte zurück und sah sich stolz ihr
erschaffenes Kunstwerk an. Dann ergriff sie wieder die Peitsche,
die sie kurz weggelegt hatte, und holte erneut aus. Zweimal noch
spürte ich die brutalen Hiebe, bis ich schließlich das Bewußtsein
verlor.
Schließlich wachte ich in einem großen Raum auf. Ich merkte
gleich, daß es die Intensivstation eines Krankenhauses war. Was
war geschehen. Habe ich einen Alptraum hinter mir oder war mein
Aufenthalt hier die Folge des Alptraumes. Mein Körper tat mir
weh. Später mußte ich mit Schrecken feststellen, daß mein Körper
fürchterlich entstellt war. So war es also wahr. Kein Traum
sondern nackte Realität!
Ich verließ sehr schnell die Intensivstation und konnte auch
schon bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Meine Wunden
gingen nicht mehr völlig weg, dennoch verheilten sie so, daß
ich keine Schmerzen mehr hatte. Doch damit sollte mein Alptraum
noch lange nicht beendet gewesen sein. So mußte ich mir noch
eine ganze Reihe von Fragen von der Polizei gefallen lassen. Dann
zeigte sie mir ein Foto. Es war ein Foto von ihr. Mit einem Male
waren alle Erinnerungen wieder da. In diesem Moment hatte ich den
Anblick dieses peitschenschwingenden jungen Mädchens vor Augen.
"Nein, kenne ich nicht," sagte ich schließlich in
glaubwürdigem Ton. Ich wußte nicht, wie sie auf die Spur der
Frau gekommen waren. Jedenfalls sollte sie sich in diesem Moment
in Untersuchungshaft befunden haben.
Ich stellte außergewöhnliche Eigenschaften meiner Psyche fest.
Ich hatte auf einmal Angst. Es war keine Lustangst, wie anfangs.
Nein, diesmal hatte ich richtige Angst. Angst vor einem ca. 20jährigen
Mädchen. Ich hatte Angst davor, daß es irgendwann einmal
klingeln würde und sie vor mir stünde. Denn ich wüßte nicht,
ob ich auch nur die geringste Kraft aufbringen könnte, ihr
Widerstand zu leisten...
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