FussVideo - Text 417: Crush im Treppenhaus

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Crush im Treppenhaus
Von under-boots@gmx.net

Es war Freitagabend, ich hatte nichts weiter mehr vor als es mir auf der Couch gemütlich zu machen. Mir fiel ein, das ich noch das Fenster im Badezimmer schließen mußte, und stand daher noch einmal auf. Das Fenster schon in der Hand, sah ich zufällig wie meine Nachbarin sich mit drei Freundinnen dem Hauseingang näherte. Sie wohnte mir direkt gegenüber und war der Inbegriff einer schönen Frau. Lange blonde Haare, lange Beine, ein weiches Gesicht und eben eine Top Figur.
Ihre Freundinnen unterschieden sich nur in der Haarlänge und -farbe, ansonsten traf auch auf sie das gleiche zu. Doch was mir den Atem stocken ließ war ihr Outfit. Sie trugen alle einen ziemlich kurzen Rock und lange schwarze Stiefel. Kein Absatz war niedriger als 8 cm, und Plateau gehört heutzutage sowieso dazu. Auch die Stiefelsohlen waren aufregend. Es waren harte, massive mit fast keinem Profil dabei, sowie welche mit derbem, brutalem Stollenprofil. Mir wurde heiß und kalt. Ich hörte wie sie in der Wohnung meiner Nachbarin verschwanden.
Zurück auf der Couch waren meine Gedanken nur noch in der Nachbarwohnung. Das ich nie in den Genuß kommen würde die Stiefel zu spüren war mir klar. Nur irgend etwas mußte ich noch tun. Das sie in dem Outfit noch in die Disco wollten war so sicher wie das Amen in der Kirche, und da es bereits nach 22 Uhr war konnte es auch nicht mehr lange dauern bis sie aufbrechen.
Schließlich kam mir eine Idee. Ich holte aus meiner alten Spielzeugkiste zwei kleine Modellautos. Sie sind aus Plastik und machen bestimmt ein schönes Geräusch wenn man auf sie tritt. Eigentlich sind sie zu Schade für so etwas, aber das war es mir wert. Ich schlich mich ins Treppenhaus, und plazierte die Autos auf der ersten Stufe neben meiner Tür. Der Schatten der Stufe verhinderte das man sie gleich sieht und meine Nachbarin wird denken die Kinder aus dem zweiten Stock haben sie verloren oder vergessen. Ich schloß die Wohnungstür hinter mir und legte mich auf den Fußboden. Es trennten mich von den Autos jetzt nur noch die 3 cm dicke Tür und die 40 cm zur Stufe. Meine einzige Sorge war nur noch, das niemand anders vorher das Treppenhaus benutzt, was um diese Uhrzeit auch eher unwahrscheinlich war, und daß die Mädchen die Autos nicht doch noch sehen, bevor sie auf die Stufe treten.
Es vergingen nur wenige Minuten bis ich Stimmen auf dem Wohnungsflur meiner Nachbarin vernahm. Da die Türen nicht sonderlich dicht sind, konnte ich sogar Licht herüber schimmern sehen. Ich merkte wie ich innerlich anfing vor Aufregung zu beben.
Schließlich öffnete sich die Wohnungstür. Das Licht auf dem Flur ging an und ich zog unweigerlich aus Angst sie würden mich sehen den Kopf ein, was natürlich völliger Unsinn war. Harte Schritte hallten auf dem Flur und das schmirgelnde Geräusch von Sand wurde hörbar. Sie mußten von den Stiefeln mit den massiven, harten Absätzen stammen. Es war noch niemand von den Mädchen an meiner Tür vorbeigegangen.
Meine Nachbarin verschloß gerade ihre Wohnungstür als ich schließlich hörte wie harte Tritte sich meiner Tür näherten. Ich war jetzt auf einer Ebene mit den Stiefeln und mir wurde klar, das keines von den Autos auch nur eine Chance hätte - falls es getroffen wird. Ich hatte in der Eile auch noch Autos erwischt, die zu meinen besten gehörten, und irgendwie hoffte ich trotz meiner furchtbaren Erregung, das sie heil bleiben würden. Außerdem werden sie die Autos sicherlich sehen und vorbeigehen, dachte ich. Doch der Gedanke wurde durch ein Geräusch beendet, daß ich bis heute noch in meinem Ohr trage. Das Knirschen, was zu meinen Ohren drang, ging mir durch Mark und Bein. Ich konnte förmlich sehen wie das schöne Auto unter dem schweren Tritt des massiven, harten Absatz zersplitterte. Zu meinem Erstaunen nahm das Mädchen keine Notiz davon, sie war es wohl gewohnt, daß kleine Gegenstände auf dem Fußweg solche Geräusche von sich gaben, wenn man auf sie trat. Auch die nächsten beiden Mädchen traten auf die Reste ohne sich darum zu kümmern. Ich konnte hören wie kleine Plastikteile knackten und splitterten. Ein Auto ist mir wohl doch geblieben, dachte ich und war schon ganz Benommen von mein Erregung. Aber ich hatte mich zu früh gefreut.
Meine Nachbarin hatte ihre Tür nun verschlossen und eilte ihren Freundinnen mit Schwung hinterher. Dabei erwischte sie das andere Auto. Es war eigentlich kein Knirschen zu hören, dafür trat sie wohl zu schnell zu. Es war mehr ein Krachen und Splittern. Ich konnte noch hören wie Teile von dem kleinen Plastikauto durch das Treppenhaus flogen, da es auf einmal still war auf dem Flur.
Ich vernahm eine Stimme: "Wo bist du denn draufgetreten!"
Meine Nachbarin: "Ist wohl ein Spielzeugauto gewesen. An den Reifen kann man daß erkennen. Der Rest ist total zersplittert..."
Die andere Stimme: "Kein Wunder bei deinen Stiefeln."
Sie verließen das Haus ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren. Mir blieb von meinen besten Autos nur ein Häufchen Plastiksplitter. Dafür aber ein paar sehr aufregende Momente und halt eben dieses Geräusch im Ohr.

 

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