FussVideo - Text 343: Dani

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Dani
Von pumpslover

Nach Beendigung meiner Ausbildung besuchte ich meine Schwester in London, die dort für ihre Firma arbeitete. Ich komme aus einem kleinen Nest im Norden Dänemarks und war von dem Flair Londons beeindruckt. Dort gab es in einer Straße mehr Modeboutiquen und Schuhläden als in unserem ganzen Landkreis. Ich besichtigte tagsüber die üblichen Sehenswürdigkeiten, die alle Touristen sich anschauen. Doch abends zog ich mit meiner Schwester Wenke durch Discotheken, Pubs, Szenetreffs und durch zahlreiche Boutiquen und unüberschaubare Secondhand-Läden, die mir besonders gefielen, da es dort viele Artikel spottbillig gab, was meiner bescheidenen Börse entgegen kam.
Morgens schlief ich meistens aus, während Wenke früh zur Arbeit mußte. Ich wurde jedesmal wach, wenn sie ging, da wir zu zweit in dem breiten Bett schliefen, das fürchterlich weich war. Wenkes Freund Marc, der dort normalerweise schlief, war mit seinem Unikurs auf Studienfahrt. Nur deswegen hatte ich überhaupt die Chance bekommen in der kleinen Wohnung zu wohnen.
Von dem gesparten Geld kaufte ich mir viele Klamotten und Platten, da ich solche Gelegenheiten bei mir zu Hause nie haben würde. An einem Tag regnete es wie aus Kübeln und es war keine Besserung in Sicht. Der Regen trommelte gegen die Fenster und auf das Dach der kleinen Dachgeschoßwohnung. Mir verging sämtliche Lust auf Shopping oder Sightseeing. Auch das Fernsehen und das Radio stimmten mich nicht besser, da mein englisch nicht gut genug war, bzw. ich dem englischen Humor nichts abgewinnen kann. Aus Langeweile stöberte ich in den Schränken meiner Schwester, die neben der eleganten Bürokleidung auch zahlreiche flippige Freizeitkleidung und aufregende Abendgarderobe enthielten. Einiges dieser Freizeit- und Abendkleidung hatte ich in den letzten Tagen ja schon an Wenke bewundern können. Auf ihre Abendkleidung war ich neidisch, da ich mir so teure Stücke nicht leisten konnte. Da wir gleich groß oder besser gesagt gleich klein sind, mit unseren 163 cm Körpergröße und eine ähnliche frauliche Figur haben, wollte ich einige enge Cocktailkleider anprobieren.
So zog ich mir meinen Spitzen-BH, einen schwarzen Seidenslip und halterlose Strümpfe an, bevor ich mich an ihre Kleider wagte. Am meisten faszinierte mich ein schwarzes Tüllkleid, das durch den engen Schnitt die Brust betonte, einen freien Rücken hatte und in einem kurzen Petticoatrock endete. Es war ein zeitloses Kleid, das jede Frau verführerisch erscheinen läßt. Dazu paßten auch ihre schwarzen Handschuhe, die bis zum Oberarm reichten. Mir gefiel mein Spiegelbild, so gut, daß ich meine Haare zu einer stilechten Hochfrisur auftürmte und ein aufregendes Make-up auftrug. Normalerweise schminke ich mich nur sehr dezent, doch nun nutzte ich Wenkes Schminkutensilien für ein kräftiges Make-up, mit einem dunkelrot leuchtenden Mund.
Meine Abschlußbetrachtung gefiel mir noch nicht ganz, denn bisher hatte ich meine flachen Ballerinas angehabt. Bei der ersten Anprobe fand ich, daß sie ganz gut dazu paßten, doch nun erschienen sie mir zu billig und zu unscheinbar. Vielleicht fand ich ja auch noch ein Paar Schuhe von Wenke, die das Bild abrunden würden. Wenke hatte einige hochhackige Pumps und zahlreiche modische Schuhe mit hohen Plateausohlen. Die schwarzen Pumps mit den moderaten Absätzen sahen zwar besser aus als meine, doch es stellte mich auch noch nicht zufrieden. Nach einigem Suchen fand ich in einer Kommode einige Schuhkartons, die offensichtlich Wenkes Schuhe für besondere Gelegenheiten beinhalteten. Das erste Paar war aus weißen Lackleder mit einem bleistiftdünnen High Heel Absatz, der laut Karton 6 inch hoch war. Neugierig betrachtete ich diese Schuhe und befühlte das glatte Material. Es fühlte sich angenehm kühl und erregend an. Die Schuhe sahen aus wie neu, doch die Sohle und das Fußbett verrieten mir, daß sie öfters getragen worden waren. Ich setzte mich und schlupfte in die Schuhe. Sie waren mir eine halbe oder eine ganze Nummer zu groß, doch ich stand trotzdem auf. Dazu mußte ich mich festhalten, denn ich hatte noch nie solch hohe Schuhe angehabt. Mein Versuch darin zu laufen scheiterte kläglich, da mir die Absätze zu hoch und die Schuhe zu groß waren. Auch paßte das weiße Lackleder nicht zu dem schwarzen Kleid. Die Schuhe wirkten fast obszön zu dem edlen Kleid. Ich verstaute die Schuhe wieder und fragte mich, wie Wenke wohl darin laufen konnte.
Im nächsten Karton waren Winterstiefel und im darauffolgenden fand ich Rollschuhe. Es blieben also nur noch zwei übrig. In der vorletzten Box fand ich silberne Riemchensandalen, die genauso hohe Pfennigabsätze wie die weißen Pumps hatten. Diese Sandalen gehörten zu einen silbrig glänzenden Partykleid. Ich versuchte sie über und stellte fest, daß sie mir auch etwas zu groß waren, doch durch die individuelle Schnürung mit den Riemchen hatten meine Füße schon erheblich mehr Halt. Ich konnte sogar einige wacklige Schritte damit laufen. Doch die Sandalen paßten auch nicht zu dem Kleid.
Ohne große Hoffnung öffnete ich die letzte Kiste und meine Augen wurden groß, denn solche Schuhe hatte ich noch nicht gesehen. Die Schuhe sahen aus wie ein normales Paar Wildlederpumps mit einer abgerundeten Spitze, die mit einer Straßbrosche verziert wurde. Das Faszinierende an den Schuhen waren die Sohlen und die Absätze: der vordere Schuhteil hatte eine Plateausohle die 20 cm hoch war und der breite geschwungene Absatz war 30 cm hoch und wie die Sohle ebenfalls mit dem Wildleder der Schuhe bezogen. Um die Knöchel ließ sich ein Band aus Leder wickeln. Die Schuhe sahen nicht nur neu aus, sie waren es anscheinend auch, denn ich konnte keine Spuren von einem Tragen erkennen. Diese extravaganten Schuhe paßten zumindest farblich zu dem Kleid und sie hatten das gewisse Etwas, was ich bei den anderen Schuhen vermißt hatte.
Ich probierte die Schuhe an und jubilierte innerlich, denn sie hatten meine Größe. Deswegen hatte sie Wenke wohl auch nicht angehabt. Mit einer prickelnden Erregung wickelte ich mir die Bänder um die Knöchel und zog sie fest, damit ich wenigstens etwas Halt fand. Langsam stand ich auf und versuchte einige Schritte. Nach einer sehr wackligen Strecke mit Festhalten am Tisch, versuchte ich den Rückweg ohne mich Abzustützen und es klappte besser, da ich nicht mehr schief ging. Von Runde zu Runde konnte ich besser laufen und stolperte auch nicht mehr an der dicken Plateausohle. Ich fand die richtige Technik in diesen Schuhen elegant laufen zu können.
Ich setzte mich gerade auf das Sofa um meinen Beinen ein Pause zu gönnen als Wenke ins Zimmer kam. Ich erschrak und dann fiel mir ein, daß ja Freitag war und sie nur bis zum Mittag arbeitete. Ich rechnete mit ihrem Ärger, doch sie stutze nur als sie mich in ihren Sachen sah. Dann forderte sie mich auf, mich ihr richtig zu zeigen. Danach sollte ich eine Runde gehen und sie gratulierte mir zu dem guten Stil und der eleganten Haltung.
Ich erklärte ihr die Situation und erzählte von meiner Suche nach einem passenden Paar Schuhe. Sie lächelte und zeigte auf das Paar, welches sie zu ihrem schwarzen Kostüm trug. Es war ein schwarzes Paar spitzer Pumps mit geschwungenen Bleistiftabsätzen, die bestimmt 12 cm hoch waren. Die extreme Spitze dieser Schuhe wurde durch eine Schnalle noch betont. Es waren Pumps, wie ich sie aus Filmen mit Doris Day oder Marillyn Monroe her kannte. Sie ergänzten mein Outfit perfekt, doch sie waren mir leider auch zu groß.
Wenke und ich gingen an dem Abend in eine Oldiedisco und waren der Blickfang aller männlichen Besucher. Ich genoß es im Mittelpunkt einer Weltstadtdisco zu stehen, auch wenn meine Füße mich terrorisierten.
Am Sonntag mußte ich wieder zurück nach Dänemark und eine schöne Zeit ging zu Ende, in der ich mir vieles gekauft hatte. Doch meine Gedanken hingen immer noch an diesen Plateauschuhen. Leider hatte ich solche am Samstag nicht mehr kaufen können und bei uns gibt es keinen Laden, der solche Schuhe hat.
Nachdem ich wieder zu Hause war erhielt ich zum Geburtstag ein Paket von Wenke, in dem sie mir die Schuhe schenkte, da sie ihr zu klein waren. Es war das schönste Geschenk des Tages, obwohl meine Eltern fast in Ohnmacht fielen.

 

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