Sonya und die Baustelle
Von Johannes
Ich war ungefähr neun, vielleicht auch schon zehn Jahre alt.
Mit meinem Freund spielte ich den ganzen Sommer auf einem
brachliegenden Grundstück in unserem Wohnviertel. Mit Playmobil-Fahrzeugen
hatten wir eine "Großbaustelle" eingerichtet. Bagger,
Kran, LKWs und haufenweise Playmobil-Bauarbeiter wühlten im
Schlamm und im Gras.
Plötzlich hörten wir Kichern und Rascheln im Gras. Wir sahen
uns um und erblickten Sonya und ihre Schwester Marianne. Sie
waren damals so ungefähr zwölf oder dreizehn - genau kann ich
das nicht mehr sagen. Jedenfalls waren sie knapp ein Jahr älter
als ich. Wir konnten die beiden nicht leiden - sie waren als
Zicken verschrien.
Sonya rief (entzückt?): "Schau dir mal das an! Die kleinen
Jungs buddeln im Dreck und zerstören hier die Natur! So was böses!"
Marianne stimmte ihr zu. Sie meinten, in einer halben Stunde müsse
die Baustelle zusammengeräumt und der ursprüngliche Zustand
wieder hergestellt sein, sonst würden sie böse werden. Sie
kehrten um und verschwanden wieder im hohen Gras. Wir Jungs waren
uns sehr schnell einig, daß wir uns sowas nicht gefallen lassen
und bauten ungestört weiter.
Nach etwas mehr als einer halben Stunde kam Sonya alleine zurück.
Sie stampfte mit ihrem ausgelatschten Holzclog hart auf und
funkelte uns böse an. Die Clogs waren ursprünglich mal weiß
gewesen, doch da sie sie ständig angehatte, waren sie total
schmutig und verratzt.
Kurz darauf kamen Marianne und noch ein Mädchen. Marianne trug,
wie ihre Schwester, Holzclogs. Die Freundin hatte normale
Sandalen an.
"Also, ihr wollt es wohl nicht anders?", fragte Sonya
und trat mir mit voller Wucht in die Eier, so daß ich zu Boden
ging und mir meine Glocken hielt. Inzwischen hat wohl Marianne
das gleiche bei meinem Freund getan, auch er krümmte sich auf
dem Boden. Ich wollte mich aufrappeln, doch Marianne drückte
mich mit ihrem Schuh zu Boden, während ihre Freundin meinen
Kumpel fixierte.
Sie wies uns an, uns auf den Bauch zu legen, direkt nebeneinander.
Wir hatten Angst vor weiteren Tritten und taten, was sie sagte.
Nun stellte sich die dritte im Bunde auf uns, so daß wir uns
nicht mehr bewegen konnten. Wir bekamen kaum Luft und schauten
fassungslos zu, wie Sonya anfing, mit ihren Clogs den ersten
Playmobil-Bauarbeiter zu Boden zu drücken. Sonya, schaute zu
uns, grinste hämisch und zerstampfte dann den kleinen Wicht,
seine Splitter fegten über die ganze Baustelle. Mein Freund (der
Arbeitgeber und Eigentümer des kleinen Männchens) schrie sie
an, sie solle sofort damit aufhören. Diesen Zwischenruf
quitierte Marianne mit einem Tritt in seine Eier, woraufhin er
heulend am Boden lag. Ich versuchte mich, als Sonya sich meiner
Planierraupe näherte, zu befreien. Doch auch ich bekam die harte
Übermacht von Mariannes Clog zu spüren und mußte hilflos mit
ansehen, wie Sonya genüßlich die Planierraupe zu
Plastiksplittern verarbeitete.
Danach wechselte sie sich mit Marianne ab. Marianne stampfte
mehrere Minuten lang blindlings über unsere Baustelle und plättete
dabei zehn Bauarbeiter, einen Kompressorwagen und das Förderband.
Bevor Sonya wieder crushte, gab sie jedem von uns zwei sehr harte
Tritte in die Eier.
Sonya erledigte in kurzer Zeit den Rest der Baustelle und meinte
dann, daß uns das hoffentlich eine Lehre war. Marianne meinte,
wir sollten froh sein, daß sie "aufgeräumt hätten."
Die dritte im Bunde kicherte kurz und trat mir noch einmal mit
ihren zierlichen Sandalen in die Eier, bevor die drei
verschwanden.
Wir saßen noch heulend vor den Trümmern unserer Baustelle, als
Sonya zurückkam und meinte, daß wir noch viel mehr und viel härtere
Tritte bekommen würden, wenn wir sie verpetzen würden...
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