FussVideo - Text 257: Die Brille

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Die Brille
Von berot

Weil unsere Band 1986 alle möglichen Nachwuchspreise gewann schickte uns der "Zentralrat der FDJ" zu einer Auszeichnungsreise nach Rußland (damals UDSSR). Es ging nach Wilnius und Leningrad. Wir fuhren also bis Berlin, wo wir dann in den Russenzug umstiegen. Unser Promillepegel war auf der Berlinfahrt schon gutgehend angestiegen. Der Russenzug bestand ausschließlich aus Schlafwagen mit Viererabteilen und einem Restaurantwagen. Ich wollte unbedingt unten liegen, weil ich Angst hatte oben aus dem Bett zu fallen. Ich stürmte also in den Waggon und besetzte ein unteres Bett. Bald darauf kam noch Mario - unser Bassist. Der belegte das andere untere Bett.
Lange tat sich nichts und wir freuten uns auch schon über das relativ leere Abteil. Dann ging aber doch noch die Schiebetür auf und ein blöd aussehender Typ mit seiner Freundin betraten das Abteil. Ohne zu fragen knallten sie ihr Zeug oben drauf und gingen wieder. Erst zum Schlafen kamen sie zurück, leerten noch eine Weinflasche und pennten ein. Der blöde Typ legte seine Brille (Chromstahlrahmen mit kleinen ovalen Gläsern - wie John Lennon) unten auf seine Reisetasche.
Irgendwann bin ich morgens durch ein lautes: "Ach du Scheiße!" wach geworden. Ich sah vor mir zwei Beine - die von der Freundin. Ihre nackten Füße standen neben den Resten der Blödmannbrille. Sie hatte sie offensichtlich beim Runterspringen zertreten. Da die Vorhänge noch zugezogen waren hat sie das Okular wohl nicht gesehen. Aber wie kam das Nasenfahrrad eigentlich dorthin? Entweder ist sie vom Geruckel von der Tasche gerutscht oder Mario mußte nachts mal raus und hat sie aus Versehen runtergekickt. Na egal - jedenfalls war die Blödmannbrille jetzt auf einem Auge unglasig aber dafür sehr atmungsaktiv.
Die Freundin - sie hieß Anne - hob nacheinander ihre Füße hoch um zu sehen, ob sie sich geschnitten hat. War aber nix. Ich glotzte auf ihre Füße, das kaputte Brillenglas sowie den verbogenen Rahmen und freute mich über den sinnlosen Streit zwischen Herrn Blöd und Anne. Dann drehte ich mich noch mal rum - zum Schlafen und Träumen.
Einen Tag später, mittlerweile in Polen, war ich mit Anne alleine im Abteil. Blödmann und Mario waren waschen. Ich setzte mich hin um mich anzuziehehen als plötzlich Anne's Füße vor meiner Nase baumelten. Sie gähnte da oben und sah mich offenbar nicht. Ich hatte nun also ihre Fersen drei Zentimeter vor mir.
Ich schnupperte daran - nix. Mutig leckte ich mit der Zunge an ihrer Ferse, es schmeckte leicht salzig und mir wuchs auch sogleich was. Ich leckte noch ein paar mal ganz sanft, so daß sie es nicht bemerkte - war sehr schön. Ihre Füße hingen nun immer noch vor meinem Gesicht und ich wollte mich eigentlich anziehen - also machte ich mich bemerkbar und kitzelte sie unter ihrer Fußsohle.
Sichtlich erschrocken zuckte sie und zog rasch ihre Gehfäden nach oben. Gleich darauf glotzte sie mich an: "Ach hier ist ja noch einer - ich dachte ihr seid draußen..." Ich fragte sie ob sie an den Füßen kitzlig sei (blöde Frage was?) und ob ihr das gefiele. "Ja, ich bin mächtig kitzlig," sagte sie und ließ ihre Füße nun weiter links wieder runterhängen. Ich sagte ihr, daß sie sehr schöne Fußsohlen hat und daß ich es richtig fetzig fand, wie sie die Brille ihres Freundes zertreten hat.
"Das ist nicht mein Freund, wir studieren nur zusammen in Wilnius." Aha - da war ich aber beruhigt. Ich griff mir ihre beiden Füße und drückte auf jede Sohle einen dicken Kuß. Dann stand ich auf und sah sie an. Sie guckte ziemlich grimmig und sagte: "Ja, die Scheißbrille - die muß ich jetzt auch noch bezahlen - sag mal, hast du mir eben die Füße geküßt? Mir hat noch nie jemand die Füße geküßt!"
Ich sagte ihr, daß ich sie und ihre schönen Füße toll finde und die ständig küssen könnte. Sie kicherte verlegen und hielt mir einen Fuß hin. Ich faßte ihn an der Ferse und wollte gerade ihre herrlichen Zehen ablutschen als die Tür aufging und Mario hereinkam.
"Hach, was macht ihr denn da, störe ich?" Mist! Seitdem waren wir nie wieder allein im Abteil und sowohl Anne als auch ich kamen nicht mehr in den Genuß eines ausgiebigen Fußschleckens.

 

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