FussVideo - Text 235: Die Putzfrau

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Die Putzfrau
Von berot

Angefangen hat - soweit ich mich erinnern kann - alles bei meiner Großtante in Magdeburg. Ich war 8 oder 9 und fuhr manchmal in den Ferien dorthin. Tante Grete hatte eine junge Frau engagiert, die ab und zu sauber machen kam. Wie sie aussah weiß ich nicht mehr.
In Tante Gretes Wohnzimmer hatte ich Onkel Arthurs kleine Modelleisenbahn aufgebaut. Plötzlich kam die Putztante herein und wollte Staub saugen. Ich schob die Bahn vom Teppich aufs Parkett und spielte weiter. Langsam kam die Putze näher zu mir ran. Sie hantierte mit dem Rücken zu mir und konnte nicht sehen, was hinter ihr vorging. Als sie ca. 30 cm vor mir stand und sich ihre Fersen im Staubsauger-Schwing-Rhythmus in den Holzpantoletten auf und ab bewegten, fand ich diesen Anblick sehr bezaubernd. Sie bückte sich nach Fusseln die der Sauger nicht hoch bekam. Ihre Hacken schwebten nun über den Pantoletten, deren Absätze ca. 3 cm über dem Boden waren.
Ich griff - weiß auch nicht warum - ein kleines Plastikauto (Trabbi) und legte es schnell unter ihren rechten Absatz. Als sie aufstand zertrat sie dieses kleine Wägelchen mit einem knisternden Geräusch. Sie hob gleich den Absatz um zu sehen, was das war. "Oh, da habe ich jetzt dein Auto zertreten, du mußt doch hier auch im Moment nicht spielen!" sagte sie nur und saugte die Trabbi-Reste auf.
Ich dachte gar nicht daran, das Feld zu räumen und beobachtete weiter ihre Füße. Sie muß das dann irgendwie bemerkt haben, denn sie schaute nun zu mir runter, grinste und hob ihren Fuß über Onkel Arthurs Dampflok. "Nimm die Eisenbahn lieber weg..." sagte sie lächelnd und saugte weiter. Onkel Arthurs Eisenbahn fand ich nun doch zu schade und räumte alles weg.
Ich kam zurück ins Zimmer, legte mich wieder auf den Teppich und beobachtete weiter ihre Füße. Es war schon ein toller Anblick, wie sich die Absätze in den Teppich preßten und die Fersen bei jeder Belastung etwas breiter wurden. Als sie mit Saugen fertig war, kam sie langsam auf mich zu. Mir stockte der Atem - so toll war der Anblick. Ich streckte schnell die rechte Hand nach vorn und sagte: "Bitte drauf treten!".
Ich sah sie von unten an - sie wirkte gigantisch. Sie zog ihren linken Fuß aus der Pantolette und trat ganz leicht auf meine Hand. Ihr Fuß war warm und etwas feucht. "Na, tut das nicht weh?" fragte sie und schlüpfte wieder in ihren Schuh. "Ach wooo..." sagte ich. Sie ging mit ihrem Staubsauger aus dem Zimmer - ich habe sie nie wieder gesehen. Der feuchte Fußabdruck auf meiner Hand roch noch leicht. Das war das erste - sicher prägende Erlebnis, an das ich mich noch erinnern kann.

 

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