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FussVideo - Text 184: Der Tempel

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Der Tempel

Die Küstenstraße zwischen St.Julians und Golden Bay zog sich endlos hin. Richard steuerte den kleinen Nissan der Sprachschule langsam über die teilweise staubige Straße. Es war nicht viel los. Die meisten Malteser waren um diese Zeit einfach zu Hause und schliefen, denn die Hitze war nur schwer zu ertragen. Normalerweise erreichten das Termometer auf Malta erst gegen Ende Juli die 40 Grad Marke, doch dieses Jahr zog eine Hitzewelle durch das Mittelmeer. Richard wäre sicher am Strand geblieben, hätte er nicht den dringenden Auftag bekommen, zwei Sprachschüler ins Krankenhaus zu bringen, denen bei einem Ausflug an die Golden Bay schlecht geworden war. 'Wahrscheinlich Sonnenstich' dachte er bei sich und wußte aus Erfahrung sehr gut, daß das hier schnell ging.
Richard war seit 1 Monat wieder auf Malta und würde es auch für die nächsten 2 noch bleiben. Nachdem er im Mai endlich sein Abitur schafte, hatte er sich dafür entschieden, als 'Tourist Scout' für 3 Monate nach Malta zu gehen. Hier betreute er an einer Sprachschule Kinder von besserverdienenden Eltern aus Deutschland, die hierhergeschickt worden waren um besser Englisch zu lernen, aber eigentlich nur eines im Sinn hatten: Party!
Nun er konnte sich nicht beklagen, hatte er doch noch vor vier Jahren ebenfalls zu diesen Kids gehört. Nur durch seine guten Englischkentnisse war er überhaupt an diesen Job gekommen. Sein Vater war Engländer, ein Banker welcher schon seit 20 Jahren in Frankfurt am Main lebte, wo Richard auch aufgewachsen war. 2.700 DM netto im Monat, ein eigenes Auto und eine kostenlose Unterkunft in einer einheimischen Familie wurde ihm hier geboten. Ein Traumjob, wenn es nicht Tage wie diesen gab. Der Nissan hatte keine Klimaanlage und so wurde jede länger Fahrt in der Sonne ein ganz besonderes Vergnügen.
Das Meer lag seidig ruhig da, als er von der Hauptstraße abbog und die letzten Meter bis zur Golden Bay den Berg runterrollte. Schon vom weiten konnte er das Heer an Touristen sehen, welches die Bucht belagerte. Er würde zum schwimmen niemals hierhin gehen. Es zog ihn eher zu den ruhigen Flecken der Insel, wo man zusammen mit ein paar Einheimischen ungestört baden konnte.
Auf dem großen Parkplatz warteten schon seine Schützlinge und ein anderer Betreuer. Dieser erklährte ihm mit raschen Worten, daß sich einer der Jungs wohl einen Sonnenstich geholt hatte und der andere mit Kreislaufproblemen kämpfte. Richard vermutete hier eher zuviel Bier in der Sonne. "Just take them to St. James Hospital in Gzira," erklährte ihm der einheimische Betreuer noch, dann war er auch schon wieder auf dem Rückweg.
Die beiden Jungs sahen wirklich mitgenommen aus, so das Richard sich beeilte. Es wäre wirklich ärgerlich gewesen, wenn einer von ihnen noch in sein Auto gekotzt hätte. Auch der Rückweg verschlang eine gute halbe Stunde, bis er wieder die Ränder der Tourismushochburgen St. Julians und Slima erreichte.
Es dauerte nicht lange und er hatte das Krankenhaus gefunden. Es lag dierekt neben der einzigen Universität Maltas, was darauf schließen ließ, daß im Krankenhaus auch viele Studenten und natürlich Studentinnen arbeiteten. Die maltesischen Frauen waren wirklich atemberaubend schön und eigentlich im Mittelmeerraum nur mit denen in Israel vergleichbar. Gerne hätte Richard mit einer von ihnen eine Affäre angefangen, doch dies war als Tourist oder Fremder schwierig. Gerade das reizte Richard, denn er sah ziemlich gut aus und hatte im letzten Monat schon die eine oder andere Touristin verführt und somit das Interesse an diesen verloren. Er wollte immer das, was er nicht sofort bekam.
Als er mit den zwei Jungs in die gut klimatisierte Empfangshalle kam, war er freudig überrascht. Saß doch da eine wirklich gutaussehende Maltesterin und grinste ihn an. Richard schilderte ihr kurz sein Anliegen und sie war ihm sofort behilflich. Nachdem die beiden Gören versorgt waren, kehrte er mit ihr in den Empfangsbereich zurück. Sie hatte geheimnisvolle dunkle Augen welche ihm stets tief anblickten, wenn sie mit ihm sprach.
Er wollte schon zum gehen ansetzten, als sie nochmal zu ihm aufblickte: "Give me a call..." Sie lächelte ihn an und steckte ihm einen Zettel mit einer Telefonnummer zu...

Richard verließ lächelnd das Hospital. Noch konnte er lächeln und fuhr nach Hause. Er hatte den ganzen weiteren Tag ein Lächeln auf den Lippen, hoffte er doch, endlich einmal eine jener einheimischen Schönheiten rumzukriegen. Ihr Name war Marie, zumindest stand das auf dem Zettel zusammen mit einer sechsstelligen Nummer. Er beschloß, sie noch heute Abend anzurufen. Immerhin war es sein Sommer... der Sommer seines Lebens, denn nie mehr würde er so frei von Sorgen Urlaub machen können... und er wollte sicher keine Zeit verlieren.
Es war 19:00 Uhr, als er seine Gastfamilie um ein Inselgespräch bat und die Nummer wählte. Sofort wurde abgehoben. "Spiteri?" meldete sich unverkennbar die Frau aus dem Krankenhaus.
"Hi! It's me, Richard... you remember?"
Sie erinnerte sich und schien sehr erfreut, daß er sie anrief. Sie redeten eine Weile über Gott und die Welt bis Richard schließlich auf den heutigen Abend zu sprechen kam. Sie erklärte ihm, daß es leider heute nicht ginge... doch am nächsten Tag könne man ja einen Ausflug machen. Richard war begeistert, denn am nächsten Tag lag nichts an. Seine Kids machten eine Tagesfahrt nach Gozo (...der Nachbarinsel) und er hatte sozusagen frei.
So gab sie ihm ihre Adresse und bat ihn nett aber bestimmt, pünktlich um 15:00 Uhr bei ihr zu klingeln. Freudig verabschiedete er sich von ihr und sah dann nochmal auf den Zettel mit der Adresse:

Marie Spiteri
Victory Road
Villa Spiteri
Valetta / Malta

Sie wohnte nich weit von ihm weg. Valetta war Maltas Hauptstadt und auch die Victory Road kannte er schon. Es war eine Prachtstraße, die sich durch ganz Valetta zog. Lustig war, daß die Malteser keine Hausnummern verwendeten, sondern jedes Haus einen Namen trug. In diesem Fall den seiner Besitzerin, auch wenn Richard vermutete, daß die Kleine noch bei ihren Eltern wohnte. Das war hier, im erzkatholischen Malta durchaus üblich.
Den Abend feierte Richard wie üblich durch, zumindest solange, bis ihn seine Kräfte verließen. Auch diesmal hatte er Glück gehabt. Eine junge Schwedin hatte sich von ihm ansprechen lassen und sie hatten Telefonnummern getauscht. Vielleicht hätte er sie auch zum Strand bekommen, doch dafür war er heute zu müde. Auch wollte er am nächsten Tag einigermaßen fit sein, denn die hübsche Malteserin beschäftigte ihn gewaltig.
Rund 20 Minuten vor 15 Uhr fuhr er los. Der Weg war nicht allzu weit und auch heute war zur Mittagszeit auf den Straßen nicht viel los. Die Sonne brannte vom Himmel. Als Richard die Victory Road erreichte, mußte er zunächst einmal das Haus finden. Da es ja keine Nummern an den Häusern gab, blieb ihm nichts anderes übrig, als die Straße von oben bis unten abzufahren. Es war 2 Minuten vor 15 Uhr, als er das Haus erblickte. Schnell parkte er den Nissan am Straßenrand und stieg aus. Es war für maltesische Verhältnisse ein riesiges Haus.
Als er an die Tür trat, sah er nur eine Klingel mit der Aufschrift Spiteri. Er drückte sie. Sofort wurde die Tür geöffnet. Marie trat heraus und schloß das eiserne Tor am Eingang auf. Sie sah atemberaubend aus. Ihr tiefschwarzes Haar hatte sie streng nach oben gesteckt und ihr goldbrauner Körper steckte in einem wunderschönen Kleid von Versace. Richard war begeistert und sein Herz klopfte sogar etwas, als er ihr ins Haus folgte. Nachdem sie ihm der Höflichkeit halber etwas zu trinken angeboten hatte, bat sie ihn noch einen Moment zu warten.
Als sie wiederkam, trug sie schwarze Riemchensandalen, die ebenfalls sehr teuer gewesen sein mußten. Zumindest betonten sie ihre dunkelrot lackierten Zehen sehr. "Let`s got!" lachte sie Richard an und ging Richtung Tür. Er folgte ihr.
Als sie das Haus verlassen hatten wollte Richrad schon den Nissan aufschließen... doch Marie winkte ab. Sie öffnete die Garage und fuhr einen silbernen Golf IV auf die Straße. Auf Malta war dies schon ein erhebliches Zeichen von Wohlstand und Richard fragte sich, wie sie sich das wohl als Bedienstete des Krankenhauses leisten konnte. Sie erklährte ihm, daß sie ihm heute Medina, die stille Stadt, zeigen wolle. Stille Stadt deshalb, weil man in den winzig kleinen Gassen der Altstadt kein Geräusch von außen mehr hören konnte. Außerdem war Medina die alte Hauptstadt Maltas und blickte auf eine tausendjährige Geschichte voller Blutvergießen und Greul zurück...
Mehrfach hatten die Türken im 16. und 17. Jahrhundert die riesigen Mauern von Medina belagert, ohne sie jemals zu überwinden. Die Ritter des Malteser-Ordens (...zu denen auch deutsche Fürsten gehörten) verhinderten durch geschickte Verteidigungsstategien die Erstürmung. Alleine bei einer Belagerung verloren über 50.000 Türken ihr Leben. Die Stadt selbst war ein riesiges Museum. Jedes Gebäude war mindestens 300 Jahre alt und hatte seine ganz eigene Geschichte.
Nach gut einer Stunde erreichten die beiden Medina. Die letzten Kilometer ging es eine Anhöhe hinauf und schon von weiten sah man die gewaltige Stadtmauer. Richard genoß die Fahrt in dem klimatisierten Auto und natürlich auch die Gesellschaft dieser bezaubernden Malteserin. Mittlerweile wußte er, daß sie am 01.08. 20 Jahre alt werden würde.
Als die beiden im Inneren der Stadt waren, hielt Marie auf einem großen Parkplatz. Sie wollte ihm die Stadt zu Fuß zeigen. Die kleinen Gassen waren verwirrend und schnell wußte Richard nicht mehr, wo er sich befand. Letztlich wurde es so eng, daß die beiden hintereinander gehen mußten. Als der Weg nicht mehr weiterging, schloß Marie eine massive Holztür auf. Richard war verblüfft. Warum führte sie ihn hier her? Wollte sie jetzt schon zur Sache kommen? Er war begeistert. Hinter der Tür befand sich ein großer Raum, der nur spärlich beleuchtet war. Diese Gebäude erschien ihm sehr alt und er tippte auf das Mittelalter.
Schließlich fragte er sie, wohin sie ihn führen würde und sie lächelte ihn nur geheimnisvoll an. Dann schmiegte sie sich eng an ihn und fuhr mit ihren Händen durch sein Haar. Richard atmete ihren wunderbaren Duft ein. Dann löste sie sich wieder von ihm und öffnete eine weitere Tür. Dahinter führte eine Treppe in völlige Finsternis. Sie zog eine Taschenlampe aus ihrer Tasche und stieg vorsichtig die Treppe hinab. Richard folgte ihr.
Als sie unten waren, öffnete sie eine weitere Tür. Richard sah sich um. Im Schein der Taschenlampe sah er nicht viel. Überall standen Geräte. Wo war er...
Plötzlich erstrahlte helles Licht den Raum und er rieb sich geblendet die Augen. Was war das... er war in einer mittelalterlichen Folterkammer! Dann durchfuhr ihn ein stechender Schmerz und er verlor das Bewußtsein...
Als Richard aufwachte, blickte er in blaue Augen. Eine Blondine hockte grinsend vor ihm. Er war an den Boden gefesselt und konnte sich nicht bewegen.
'Versuch et erst gar nicht, dat hilft Dir eh nichts!" Ihr eindeutig holländischer Akzent war unüberhörbar.
Richard kam nur langsam zu sich, doch hatte er schon jetzt erkannt, daß er sich in einer sehr bedrohlichen Situation befand. Die Frau war unglaublich gutaussehend. Sie hatte ihre wasserstoffblonden Haar raffiniert hochgesteckt und ihre Haut war gebräunt... was gerade bei blonden Frauen sehr erotisch aussehen kann. Was Richard allerdings ziemlich verunsicherte, war das ungewöhnliche Outfit der Frau, die er höchstens auf 21-23 schätzte. Sie trug einen knielangen schwarzen Rock und schwarze Plateustiefel, dazu am Oberkörper lediglich ein schwarzes Bikini Oberteil. Ihr linkes Schulterblatt schmückte ein chinesisches Schriftzeichen. Er fand dieses Tattoo sehr geschmackvoll und doch sexy genug, um ihn zu verwirren.
"Wo bin ich hier? Was soll das... wo ist Marie?" Richard sprach unsicher.
"Die ist süß, oder? Aber ick muß mich doch auch nicht verstecke..." Die junge Frau drehte ihren Kopf leicht und sah ihn unschuldig an.
Richard fand sie wirklich goldig.
"Aber jetzt sollte ich Dir vielleicht aufklären..." sie lächelte milde und setzte sich zu ihm auf den Boden. "Wir drehen hier eines kleine Film... und Du bist ab sofort unser Hauptdarsteller."
Richard blickte sie ärgerlich an: "Ist es dazu nötig, jemanden hierher zu locken und von hinten niederzuschlagen?"
Die Frau grinste wieder. "Ja ist es. Wir drehen für ganz spezielle Liebhaber in Japan... mit ganz speziellen Wünschen..."
In diesem Moment betraten Marie und noch eine andere Frau den Raum, die ebenfalls südländisch aussah. Anscheinend war auch sie Malteserin, denn die beiden sprachen in der nicht verständlichen Landessprache, einem Gemisch aus arabisch, italienisch und englisch...
"Hi Girls!" Die Holländerin lächelte und stand auf. "Our little slave is just ready..."
Alle drei lachten und sahen ihn an. Das hatte Richard noch nicht erlebt. Er lag an den Boden gefesselt und war drei grandios aussehenden Frauen ausgeliefert. Zwar konnte er die Situation noch nicht richtig einschätzen, doch erregte ihn das ganze komischerweise.
"Look at his dick!" Die drei lachten jetzt schallend. Richard war das hingegen sehr peinlich. Mittlerweile hatte eine vierte Person den Raum betreten und begann etwas im Hintergrund aufzubauen. Zwar konnte Richard ihn nicht richtig erkennen, doch es schien ein Mann zu sein.
"Dat is nur Sean, unsere Kameramann," grinste die Holländerin und drückte ihm die Sohlen ihrer Stiefel ins Gesicht. "Kannst schon mal lecke üben... dat schmeck's gut!" Ihre Sohlen waren mit kleinen Steinchen und Dreck behaftet. Richard ekelte sich...
Im Hintergrund begann der Mann auf holländisch mit dem Mädchen zu reden und sie drehte sich zu ihm. Auch Richard konnte jetzt einen Blick auf ihn erhaschen. Irgendwo hatte er dieses Gesicht schon mal gesehen.
Die beiden Malteserinnen begannen derweilen, Richard noch weiter zu fesseln. Dabei lachten sie und traten ihn immer wieder fest in die Seiten und... machten sich offenbar über ihn lustig! Richard konnte allerdings gar nicht mehr lachen...

 

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