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Dating
Von Patrick
"Hol mich doch einfach vom Training ab",
hatte sie am Telefon gesagt. Ich sah auf die Uhr: viertel vor
zehn. Um zehn, hatten wir ausgemacht, würden wir uns in der
Turnhalle treffen. Immer war Sabrina auf Achse. Letzten Samstag
mit zwei ihrer besten Freundinnen auf Kneipentur. Sonntag bei
Ihren Eltern zum Abendessen. Montag war sie nach der Arbeit schon
zu kaputt. Und heute, heute war es endlich soweit. Sie verbringt
den Abend mit mir. Genau genommen, das was davon noch übrig war.
Baskettball kann sie deswegen doch nicht ausfallen lassen. Ich
war ihr ein wenig böse, daß sie so selten Zeit für mich hatte.
Wir kannten uns bereits seit mehrern Jahren. Nicht, daß da mal
was zwischen uns gewesen wäre, aber mehr als eine bloße
Bekanntschaft war es schon. Jedes Mal, wenn ich mich bei ihr darüber
beschwerte, warf sie ihr störrisches Haar zurück und gab mir
mit leicht erhobener Nasenspitze eine ihrer schnippisch-schlagfertigen
Antworten. Mir gelang es einfach nicht, Sabrina böse zu sein.
Nachdem ich aus der Straßenbahn ausgestiegen war, hatte ich noch
ein kleines Stück zu Fuß vor mir. Den ganzen Tag über war die
Hitze unerträglich gewesen. Zum Glück hatte sich die Luft am
Abend aber etwas abgekühlt, so daß ich meinen Spaziergang
regelrecht genoß. Eine junge Frau, die schon eine Weile vor mir
her lief, bückte sich unvermittelt, um sich ihre Schuhe
zuzubinden. Welche Enttäuschung für mich. Sie trug welche von
diesen klobigen Teilen, die dieses Jahr so modern waren. Diese
Treter dichteten den Fuß luftdicht ab und verwehrten
bewundernden Blicken den Zutritt. Welche Verschwendung, dachte
ich bei mir, als die Plateau-besohlte ihren Weg fortsetzte. Zwar
hatte sie wohlgeformte Beine, die abwechselnd unter ihrem hauchdünnen
Schlitz-Rock hervorschauten. Für einen kurzen Moment trat
jeweils ein Bein in seiner schlanken Schönheit hervor, um dann
umso schneller wieder in seinem Versteck zu verschwinden. Es war
aber ein allzu flüchtiger Eindruck, dem es am Höhepunkt
mangelte. Ich hätte ihr wahrscheinlich noch viel länger
hinterher gesehen, wenn wenigstens eine Andeutung ihrer Füße zu
sehen gewesen wäre.
Kaum hatte ich die Halle betreten, drang auch schon das nervöse
Quietschen von Gummisohlen auf PVC zu mir herüber. Ich habe es
noch nie verstanden, wie besonders junge Frauen ihre zarten Füße
in Turnschuhen vestecken können. Wenn es nach mir ginge, würden
alle Frauen Sandalen mit schmalen Riemen oder aber Schuhe aus
durchsichtigem Kunststoff tragen.
Den Sportlerinnen war die Erschöpfung am Ende ihres Trainings
anzusehen. Die hochsommerlichen Temperaturen taten ein übriges,
so daß ihre T-Shirts vor Schweiß auf ihren Körpern klebten.
Dennoch nahm in dem hektischen Treiben keine von mir Notiz. Nach
einer Weile entdeckte ich Sabrina. Sie stand in der gegenüberliegenden
Ecke des Spielfeldes zusammen mit einer Sportkameradin. Sie
schauten kurz in meine Richtung und lachten.
Sabrina winkte mir zu, bekam aber im nächsten Moment den Ball
zugespielt. Sie dribbelte gekonnt an einer ihrer Kontrahentinnen
vorbei, der Ball dotzte noch einmal synchron mit ihrem rechten Fuß
auf bevor sie zu einem Korbleger ansetzte. Sabrinas Füße
bewegten sich in einem perfekten Timing auf den Korb zu, bis sie
mit rechts absprang und den Ball mit einer eleganten Armbewegung
in den Korb beförderte.
Schrill tönte der Schlußpfiff durch die Halle. Sabrina kam auf
mich zugestürzt und legte ihren Arm um mich. "Das ist er",
stellte sie mich vor. Ihre Kameradinnen grinsten mich an und es
war irgend etwas in ihren Blicken, das ich nicht recht einordnen
konnte. Fast wäre ich mißtrauisch geworden, aber soviel
sportliche Weiblichkeit nebelte mein Urteilsvermögen nachhaltig
ein.
Fast schien es mir, als würden sie mich in die Damenumkleide
schubsen. Jedenfalls stand ich inmitten des Umkleideraumes von
einer Traube Basketballerinnen umringt. Die Tür fiel hinter mir
heftig ins Schloß. Sabrina sank auf eine Bank und streckte die
Beine von sich.
"Ach bist Du so lieb und ziehst mir meine Schuhe aus?"
bat sie mit der unschuldigsten Miene der Welt in meine Richtung.
Vor ihr niederknieend band ich ihr die Schnürsenkel auf und
befreite ihre gestreßten Füße aus ihrem Käfig. Ich setzte mir
ihren rechten Fuß auf meinen Oberschenkel und massierte ihn
durch den durchgeschwitzten Socken hindurch. "Willst du den
Socken nicht auch ausziehen?" Ich tat, wie mir geheißen.
Offenbar war das aber nicht genug, denn jetzt schauten mich fünf
erschöpfte Sportlerinnen streng und fordernd an. Ich folgte
ihrem stummen Befehl und entkleidete ihre Füße. Kaum das ich
damit fertig war dirigierte mich Sabrina mit ihren Füßen zu
Boden, so daß ich rücklings auf den Steingutfliesen zu liegen
kam. Wie, um meine Lage noch unbequemer zu machen, benutzten die
Frauen meinen Körper als Fußbank. Sabrina wischte ihre
schwitzigen Füße an meinem Gesicht trocken während ihre
Mitstreiterinnen ihre Fußsohlen an meinen Körper preßten.
Zwei Frauen drangen mit ihren Füßen unter mein T-Shirt und
streichten mir forschend über den Bauch und über die Brust.
"Bist Du kitzelig?" fragte Sabrina. Eine Antwort mußte
ich ihr schuldig bleiben, denn die übrigen Frauen schienen einen
Wettkampf auszutragen, wieviele Füße wohl in meinem Gesicht
Platz hätten. Obwohl die Sportlerinnen in den letzten andertalb
Stunden genau das gleiche getan haben, hatte jeder Fuß eine
eigene persönliche Note. Es fiel mir aber schwer in den
flirrenden Berührungen individuelles auszumachen. Fußsohlen
weich und glatt berührten mich zart und beiläufig wie zufällig,
um dann dem heftigen und bestimmten Druck anderer zu weichen.
Das kaltblaue Neonlicht funkelte zwischen den Zehen meiner
Peinigerinnen hindurch. Hier und da blitzte die Silhouette eines
wohlgeformten Frauenfußes hervor, um dann im tosenden Rauschen
unzählbarer Eindrücke wieder zu verschwinden. In den flüchtigen
Augenblicken, in denen ich Gelegenheit dazu hatte, schöpfte ich
nach Atem und leckte das Salz ihrer Füße von meinen Lippen.
Sabrina gelang es durch die Füße der anderen hindurchzudringen
und mir ihre Zehen in den Mund zu stecken. Sie benetzte meine
Lippen und spielte mit meiner Zunge. Nur kurz hatte ich
Gelegenheit, ihre Zehen zu genießen, als es ihr die anderen
Frauen auch schon gleichtaten. Abwechselnd tauchten sie ihre Füße
in meinen Mund während Sabrina sich zwischen meinen
Oberschenkeln zu schaffen machte. Es war ein über meinen ganzen
Körper gehendes Pulsieren, ein wildes, leidenschaftliches Tosen.
Wellen durchfuhren meinen Körper, um in meinem Gehirn zu branden.
Es dauerte nicht lange, bis ich dieser Herausforderung erlag.
Sabrina reichte mir ein Handtuch um mir mein Gesicht zu trocknen:
"Ich wollte dir immer schon etwas gutes tun. Nimm es als ein
Geschenk von mir."
Ich konnte ihr wieder nicht böse sein.
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