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Strafvollzug um Mitternacht

von Michael (© 1999)

Wie oft hatte ich mir gewünscht, dieser geheimnisvollen Nachbarin näherzukommen. Jeden Morgen lauschte ich auf das Stakkato ihrer Pumps- oder Stiefelabsätze auf den Marmorplatten, wenn sie mit energischen Schritten durch den Hausflur in die Tiefgarage eilte, sich in ihr Cabrio setzte und mit arrogantem Blick davonbrauste. Ein Rasseweib! Mal im superkurzen Mini, die langen, schlanken Beine in anturnende Nylons gehüllt, mal in knackig engen Lederhosen mit hochhackigen Stiefeletten, mal in schwarzen Leggings mit wadenhohen Reiterstiefeln. Sie wohnt im Penthouse über mir und ist seit Jahren von ihrem Mann getrennt. Auf einer Neujahrsparty hatte sie auf neugierige Fragen einmal erzählt, sie sei Cheftexterin in einer Werbeagentur und habe vor einigen Jahren eine größere Erbschaft angetreten. Ihr Mann habe es nicht ertragen, daß sie fortan der stärkere Partner gewesen sei.

Wesentlich mehr wußten wir alle hier im Haus nicht über die temperamentvolle Mittdreißigerin, doch immerhin kannte ich ihren Vornamen: Roswitha. An diesem Frühjahrsabend stand ich nun in ihrer Wohnung – schuldbewußt und um Verzeihung bittend. Bei der Einfahrt in die Tiefgarage hatte ich ihren Wagen gerammt. Keine größere Sache, deshalb wollte ich die Angelegenheit gleich aus der Welt schaffen.

Roswitha ließ mich stehen wie ein Schuljunge. "So, Sie haben also mein Auto beschädigt", hauchte sie nach meiner Beichte. "Ja, ich bitte um Entschuldigung. Selbstverständlich ersetze ich Ihnen den Schaden..." Roswitha trat auf mich zu. Sie trug ein modisch-enges Etuikleid, schwarze Strümpfe und elegante Pumps. Mir ihren verführerisch-roten Lippen kam sie mir näher und näher, schnüffelte kurz und meinte dann spöttisch-grinsend: "Ich glaube, mein lieber Nachbar, Sie haben getrunken – stimmt’s...?" Es stimmte. Tatsächlich hatte ich mit Kollegen an diesem Abend mit ein paar Gläsern Wein angestoßen. Während ich mir noch eine charmante Ausrede einfallen lassen wollte, packte mich die Lady brutal an den Haaren und herrschte mich an: "Du bist besoffen gefahren und hast mein Auto beschädigt, gibt’s zu...!" Sie zog immer fester, und für einen Moment stockte mir der Atem. Ich bemerkte zunächst gar nicht, daß mich die betörend schöne Nachbarin plötzlich duzte.

"Ja, aber nur ein paar Gläser. Ich sagte Ihnen ja bereits, es tut mir leid und ich zahle für Ihren Schaden...". Roswitha versetzte mir einen Tritt gegen das Schienbein und lachte spitz: "Zahlen wirst Du sowieso. Aber Du gehörst ordentlich bestraft für Dein Verhalten. Ich werde jetzt die Polizei rufen. Deinen ‚Lappen‘ bist Du dann für ein paar Monate los. Und eine saftige Geldstrafe gibt’s obendrein..."

Nur das nicht. Das wäre mein beruflicher Ruin gewesen. "Ich bitte Sie, was haben Sie davon, wenn ich bestraft werde? Bitte zerstören Sie doch nicht meine Existenz..." "Was ich davon habe?", meinte sie, und ihre wilden, schwarzen Locken waren ihr in das schmale Gesicht gefallen, in dem ihre großen, dunklen Augen funkelten. "Ganz einfach: Spaß! Du hast gegen die Regeln verstoßen, also gehörst Du hart bestraft... Ich wünschte, ich wäre Deine Richterin. Ich würde Dir mit Wonne eine Strafe aufbrummen, die Du ein paar Jahre nicht mehr vergißt". Roswitha, die den Telefonhörer schon abgenommen hatte, um die Polizei zu rufen, zögerte. Sie schaute mich einen kurzen Moment amüsiert an, musterte mich von Kopf bis Fuß, kicherte leise und legte den Hörer wieder auf. "Warum eigentlich nicht...?", flüsterte sie, kam auf mich zu und streichelte für einen flüchtigen Augenblick zärtlich meine Wangen. Im selben Moment änderte sie ihre Tonlage: "Verdammt, warum soll ich nicht Deine Richterin sein" – und die Hände, die mich eben noch sanft berührt hatten, versetzten mir ein paar kräftige Ohrfeigen.

Ich vibrierte vor Erregung. Meine Hände zitterten, mein Puls raste. "Was, was soll das bedeuten...?", stammelte ich hilflos. "Ich bin nicht hier, um mich von Ihnen schlagen zu lassen..." "Guuuuut", hauchte sie gedehnt, "dann muß ich eben doch die Polizei rufen". "Nein, warten Sie," ging ich dazwischen. "Sie meinen, wir könnten uns auch untereinander einigen...?"

Roswitha schaute scheinbar gelangweilt aus dem Wohnzimmerfester ihres Penthouses auf die menschenleere Straße, nippte an ihrem Glas Champagner und setzte sich auf ihr schwarzes Ledersofa. "Du bleibst stehen!", fauchte sie mich an, als ich mich ebenfalls setzen wollte. Ich starrte wie gebannt auf dieses Teufelsweib, auf ihre Beine, die sie aufreizend langsam übereinander schlug. Sie hatte ihren einen Schuh schon halb ausgezogen. Nur die Zehen steckten noch drin. Die Ferse war entblöst, und sie wippte kokett mit diesem Schuh.

"Ich mache Dir einen Vorschlag zur Güte, mein Lieber. Du wirst heute Nacht von mir bestraft – und morgen früh ist die Angelegenheit erledigt...." Wie elektrisiert reagierte ich auf diese Ankündigung. Nein, das war keine Strafe. Das war die Erfüllung meiner sehnlichsten Wünsche. Leiden zu müssen durch diese göttliche Frau. Ein Glückstag.

Klar, daß ich nach einigem (gespielten) Zögern akzeptierte. "Gut", meinte Roswitha, "als erstes wirst Du jetzt niederknien und um Strafe für Deinen Leichtsinn bitten. Und zwar ein bißchen plötzlich, sonst setzt es ein paar gesalzene Sonderstrafen." Ich tat, wie mir befohlen und kniete zu ihren Füßen: "Ich bitte gehorsam um Vergebung und um eine gerechte Strafe für mein Verhalten", flüsterte ich. "Red´gefälligst lauter", schrie sie mich an und versetzte mir erneut ein paar Ohrfeigen. Ich wiederholte meine Entschuldigungssätze – dieses Mal offenkundig zur Zufriedenheit meiner Disziplin-Chefin.

"O.K.", sprach Roswitha daraufhin, "bevor ich das Strafmaß verkünde, küßt Du mir als Zeichen Deiner Demut die Füße. Aber ganz sanft, wenn ich bitten darf. Ich will es nämlich genießen, wenn Deine Lippen zärtlich meine Schuhe und Füße berühren, ich will in Ekstase geraten, ich will, daß Du mich total anmachst." Und drohend fügte sie hinzu: Wehe Dir, wehe, Michael, wenn Dir das nicht gelingt, dann wird Deine Disziplinierung immer schmerzvoller." Daß Sie mich plötzlich mit meinem Vornamen anredete, überraschte mich etwas. Ich war irritiert und konnte den Befehl meiner Herrin nicht zu ihrer Zufriedenheit ausführen. Fahrig berührten meine Lippen ihre Pumps, und als ich mit zittrigen Händen ihren Schuh umklammern wollte, zog ich ihn ihr versehentlich aus.

"Gegen das Gesetz verstoßen – und dann noch ungehorsam sein... Na, mein Lieber, mach´ Dich mal auf eine lange Strafnacht gefaßt. Los, ausziehen, aber ein bißchen hopp-hopp", befahl sie mir. Ich gehorchte und leistete auch keinerlei Widerstand, als sie mir mit Paket-Klebeband Füße und Hände fesselte. "Wenn Du bei dem Strafakt allzu laut stöhnen solltest, gibt´s jeweils eine schmerzvolle Zugabe", drohte sie mir an. Dann mußte ich mich über die wuchtige Armlehne ihres Ledersofas legen. Roswitha holte einen Rohrstock aus ihrem Schrank. "Jahrelang hat mich mein Mann damit gepeinigt", erklärte sie. "Aber ich wollte immer Herrin sein, nie Sklavin. Du bist der Erste, der jetzt meine erzieherischen Begabungen erleiden wird", meinte sie lachend und trank ein Glas Champagner auf ex. "E-r-l-e-i-d-e-n", wiederholte sie lustvoll gedehnt, aber mit merkwürdig sanfter Stimme.

Mir stieg das Blut zu Kopf, es war wie im Fiebertraum. Roswitha bellte nicht irgendwelche Befehle heraus, sie verkündete ihre Anordnungen und Strafen vielmehr mit ihrer schmachtenden Sexy-Stimme, die allein schon einen Mann um den Verstand bringen könnte.

Nun stand sie hinter mir. Ich konnte ihre schlanken Beine sehen, das rechte Bein leicht abgewinkelt. "Und nun, mein lieber Michael, beginnt die Strafzeremonie. Ich werde Dir so den Hintern versohlen, daß Du noch in einigen Tagen am Schreibtisch sitzend an die Bestrafung durch Lady Roswitha denkst". Kaum hatte sie es ausgesprochen, sauste der erste Hieb auf mich nieder. Ein gemeiner, ziehender Schmerz. Ich stöhnte nur leise. Und schon knallte der Rohrstock ein zweites, drittes, viertes Mal auf mein Hinterteil. Roswitha schlug immer fester. Ich wurde fast wahnsinnig vor Schmerzen, doch ich konnte dieses energische Weib nicht stoppen. Gefesselt an Händen und Füßen, war ich ihr völlig ausgeliefert.

Roswitha war schon außer Atem, einige ihrer schwarzen Locken klebten auf ihrer Stirn. Aber sie war wirklich in Ekstase: "Und nochmal, und nochmal und nochmal", keuchte sie hysterisch und peinigte lustvoll meinen Körper mit kraftvollen Stockschlägen, bis sie schließlich schrill aufstöhnte.

Nach der Bestrafung saß Roswitha eine Weile auf ihrem Sofa und erholte sich von den kraftzehrenden Schlägen, mit denen sie mich zur Räson gebracht hatte. "Das war nur die erste Lektion", drohte sie und nahm mir zumindest die Fesseln ab. "Jetzt erlege ich Dir noch eine Stunde Strafgymnastik auf". Roswitha verlangte sportliche Kniebeugen, Liegestützen sowie eine stramme Fahrt auf dem Hometrainer. Wenn ich ihr zu langsam wurde, traktierte sie mich mit schmerzhaften Hieben. "Schneller, schneller", befahl sie dann in einem fast schon meldischen Ton, als würde sie ein kleines Kind wiegen.

Mittlerweile war Mitternacht vorüber. Roswitha fesselte mich mit den Füßen an einen Schreibtisch und befahl mir, bis zum Morgen mehrere Seiten aus dem Strafgesetzbuch abzuschreiben – und zwar in Schönschrift.

Am Morgen, bevor sie zur Arbeit fuhr, setzte sich Roswitha neben mich und begutachtete meine nächtliche Strafarbeit. Als "Belohung" gab sie mir zuerst zwei kräftige Ohrfeigen und dann einen Kuß. "Die Ohrfeigen sind die Strafe für Deine scheußliche Handschrift", flötete sie und schlug ihre Beine übereinander, die in kniehohen Stiefeln steckten. "Den Kuß bekommst Du, weil ich meine, daß Du Dich meiner Herrschaft ergeben hast".

"Ja,. Roswitha", bestätigte ich. "Was immer Du willst, ich bin für Dich da". Sie versetzte mir einen gezielten Tritt mit ihren Stiefelspitzen: "Ich hab´ Dir nicht erlaubt, mich mit Vornamen anzureden. Ich glaube, für dieses ungezogene Verhalten muß ich Dir heute abend eine knüppelharte Disziplinarstrafe auferlegen."

Den ganzen Tag wartete ich voller Ungeduld darauf, welche Tortur sie sich ausdenken würde. Aber was auch immer es sein mag, ich werde sie akzeptieren, denn ich bin dieser Frau total verfallen.

Ende


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