Titel

 

Kapitel 19

   

Ich warne euch eindringlich," beschwor Conny sie im Pausenhof, "ihr beide überspannt den Bogen. Die ganze Schule tuschelt schon. Wenn die Pauker was mitkriegen, explodiert das wie eine Bombe!" Rita schwieg, wie immer und sah kaum hoch. Claudine dagegen lachte unsicher und zweifelte: "Nur keine Panik. Es kriegt doch niemand was Konkretes mit - und 'Getuschel' gibt's an einer Schule immer!" "Was heißt hier, 'nichts Konkretes mitkriegen'?", protestierte Conny, "Was meinst du, wieviele, die NICHT in der 'Schwesternschaft' sind, es schon gemerkt haben, daß Rita außer dem dünnen, kurzen Wickelkleidchen keinen Faden mehr am Leib trägt!" Aufgeregt und drängend, beharrte Conny: "Mensch! Was meinst du, wieviel Nasen neulich hinter irgendwelchen Scheiben plattgedrückt wurden, als Luigi sie vorgestern in der Morgendämmerung aus den Fingern gelassen hat?" Rita schauderte bei dem Gedanken, es könnte tatsächlich jemand gesehen haben, wie sie durch den Park zurückhastete. Luigis Lachen gellte ihr heute noch in den Ohren. Es war gemein, wie er sie splitterfasernackt aus der Tür geschoben hatte und ihr noch höhnisch riet, sich auf dem Heimweg zu beeilen, es würde ihr sicher schwerfallen, die Handschellen zu erklären, die ihre Hände hinter dem Körper hielten. Sie war zwar, wie von Furien gehetzt losgesaust und hatte jeden Baum und Strauch als Deckung genutzt - aber möglich, möglich war es schon, daß sie damals jemand heimlich beobachtet hatte. Sie erzitterte noch im Nachhinein! Claudines Miene wurde zunächst nachdenklich, dann verhärtete sich ihr Blick und sie schlug Connys Bedenken in den Wind: "Egal! Passiert ist passiert, da kann man jetzt nichts mehr machen. In Zukunft werden wir halt besser aufpassen." Rita war halbwegs verzweifelt. Es erschien ihr sehr unwahrscheinlich, daß ihre Mistress tatsächlich darauf verzichten würde, ihren Besitzerstolz dadurch zu dokumentieren, daß sie sie Anderen vorführte. Wenn sie nur daran dachte, was Claudine übermorgen mit ihr vorhatte... Der Samstag war unaufhaltsam näher gekommen. Jetzt, grell, fast nuttenhaft geschminkt, stand sie zaghaft vor Luigi im Flur. "Du weißt," meinte Claudine zu Luigi, "dieser Abend soll die Fronten endgültig klären!", dann grinste sie und riet, "Zieh' ihr was Luftiges an!" Wieder mußte Rita mit bleischweren Füßen die Treppe zu Luigis 'Reich' erklimmen. Wieder fühlte sie sich ausgeliefert und schutzlos, als sie in dem kahlen Zimmer stand. Wieder hob und senkte sich ihr Busen wie ein Blasebalg vor furchtsamer Nervosität, als sie sich ausziehen mußte. Seit er sie gezwungen hatte, sich bis zur Erschöpfung, angefeuert durch seine teuflischen 'Peitschmaschinen', fast ein Dutzend mal, selbst auf einem Dildo zum Höhepunkt zu treiben und seit sie sein heißes Glied hatte dulden müssen, daß sie durchpflügt hatte, bis sie fast ohnmächtig in ihren Fesseln hing - seither, schien sein Blick noch unverschämter, noch verletzender. Ihr schauderte, so hilflos und unterworfen fühlte sie sich! Die Lederriemen, die er ihr hinwarf, damit sie sie 'anziehen' solle, waren bestimmt 'luftig' genug. Er mußte selbst Hand anlegen, die Zahl der Ringe, Riemen und Riemchen war unübersichtlich wie ein Fischernetz. Zuerst wurde ein breiter und hoher Kragen um ihren Hals geschlossen, der ihr nicht die geringste Neigung des Kopfes erlaubte, da er bis zum Unterkiefer reichte und diesen hochdrängte. Vorne entsprangen zwei Riemen, die zu, mit einer kurzen Kette verbundenen, stählernen Ringen führten, durch die sie ihre Brüste stecken mußte, die dadurch an der Basis etwas eingezwängt wurden und peinlich vorquollen. Ihr Bauch war von einem Stern aus Riemen bedeckt, in dessen Mittelpunkt ein Metallring prangte. Waagrecht umspannte ein Riemen ihre Taille wie ein Gürtel, zwei Lederbänder kamen von den Brustreifen, zwei weitere verließen den Ring parallel nach unten. Diese nahmen ihre Muschi in die Zange und überspannten hinten ihren Po, bis ihre Enden fast seitlich am Körper auf den Taillengürtel trafen, wo sie festgeschnallt wurden. Der letzte Riemen lief ihr Rückrat entlang und verband die Halskrause wiederum mit dem steifen Gürtel. Er wurde so straff gezogen, daß die unteren Riemen unbequem, fast schmerzhaft in ihren Schritt kniffen. Am peinlichsten war aber, daß sie dabei ihren rasierten, kahlen Venusberg nicht nur auffällig herausdrückten, sondern ihn auch leicht aber spürbar spalteten. Beschämt mußte sie feststellen, daß man deutlich den anschwellenden, rosa Wulst dazwischen, sehen konnte. Alle Riemen waren mit allerlei Ösen und Ringen versehen, in die, z.B., die Karabiner ihre Handgelenksmanschetten eingeklinkt werden konnten. Zunächst mußte sie ihre Hände aber im Nacken lassen, wo sie an der Halsstütze befestigt waren. Ihr Dekolleté schmückten Knebel und Augenbinde, die ihr wie Ketten um den Hals hingen. Ihr Schlund wurde trocken und ihre Brust eng, als Luigi den Reitstock waagrecht zur Seite hielt, dennoch fügte sie sich. Bebend, die Haut mit Gänsehaut bedeckt und die Nippel, vor Angst, wie in kaltem Wasser steif, streckte sie ihre Brüste dagegen. Mit schamrotem Kopf, aufgeregtem Atem und schwachen Knien, folgte sie dem Weg, den ihr das Züchtigungsinstrument wies. 'Oh mein Gott, nein. Ich kann das nicht!', verzweifelte sie, als sie den Plafond erstieg, wo sie ihre Herrin erwartete. Der Pranger und das Sortiment aller 'Werkzeuge', Erfindungen und Gemeinheiten über das Luigi verfügte stand herum. Dazu jede Art und Form von Peitsche, Stock, Gerte, Rute und Riemen, mit denen man sie züchtigen konnte. Rita mußte schlucken und betrachtete erschauernd das Sammelsurium, ehe Claudines Stimme sie aus ihrem ängstlichen Beben riß: "Auf die Knie! Beine breit!" Ritas Gesicht brannte vor Scham, als sie gehorchte. "Meine Damen!", bat Claudine überflüssigerweise um Aufmerksamkeit, es starrten ja bereits alle zu dem ungleichen Paar. Claudine strahlte und herrschte Rita an: "Los, sag' was du zu sagen hast - und mach's richtig!" Rita räusperte sich mehrmals, stöhnte dann resignierend auf und begann mit dünner Stimme ein erstaunliches Bekenntnis. Sie gestand mühsam um Beherrschung ringend, daß sie unehrlich gewesen sei. Unehrlich zu den Anwesenden, aber auch zu sich selbst. Tief in ihrem Inneren habe sie immer gefühlt, daß es ihr wesentlich leichter fiel zu gehorchen, als zu befehlen. Sie sei - hier versagte ihre Stimme zunächst - sie sei entschlossen zu gehorchen, auch wenn sie sich entsetzlich vor dem fürchte, was ihr befohlen wurde und noch werden wird. "Meine Mistress hat beschlossen," ächzte sie wie unter einem Alpdruck, "mir ein für alle Male, meinen Platz zuzuweisen, deshalb..." Das Wogen ihres Busens und das Zittern am ganzen Leib, war so heftig geworden, daß Claudine fürchtete, ihre Sklavin würde ohnmächtig werden, und fiel ihr deshalb ins Wort: "Sie will sagen, daß sie zunächst von mir öffentlich am Pranger stehend ausgepeitscht wird um zu zeigen, wie uneingeschränkt ihre Unterwerfung ist. Anschließend darf sie jede hernehmen wie sie will. Öffentlich oder mit zugezogenem Vorhang. Luigi steht gern mit Rat und Tat zur Seite!" und an Rita gewandt, fragte sie: "Das ist es doch, was du sagen wolltest, oder?" Ritas stummes Nicken konnte man nur erahnen. Sie war sich nichtmal sicher, ob sie wieder aufstehen könne, so drückend lag das Kommende auf ihrem bangen und verzagten Herzen. Der ängstlich gespannte Po war hilflos preisgegeben. Wie bei einem Feuerwerk das 'Ahhh!' der Menge, das Aufleuchten der Farben am Himmel, so begleitete ein mitleidendes und vielstimmiges, aber erlöstes 'hngh...', der faszinierten Zuschauerinnen, das Aufklatschen des Reitstockes. Wie der Böller, das Zerplatzen der Leuchtkugeln übertönt, so deckte Ritas Schmerzensschrei jeden anderen Laut zu. 'Eiiiiarrghhh!', gellte sie. Die gemarterten Globen preßten sich zusammen und rotierten, als wollten sie Ritas ganzen Körper durch das Kopfbrett zwängen und schrauben. Im Nachschmerz zappelten streckten und reckten sich die erzwungen gespreizten Beine. Unter ersten Tränen, wimmerte die Gezüchtigte, als Claudine erneut massnahm: "Ich liebe dich! Bestimmt! -Ouuh- Ich liebe nur dich. Sei streng zu mir! Wie du willst - aber bitte nicht DAS! Nicht SO hart!" Rita schloß die Augen und biß die Zähne verkrampft aufeinander. Natürlich würde ihr keine Gnade gewährt werden. Verzweifelt wartete sie auf die nächste Portion Qual und Entsetzen, daß man ihr zumessen würde...

Was heißt hier 'hart'?", hörte sie Claudines Stimme mit aufgebrachtem Unterton dicht neben ihrem Ohr - und Gekichere! Gab es tatsächlich 'Mitschwestern', die herzlos genug waren, über ihr Elend zu lachen? Als der erwartete Hieb sekundenlang ausblieb, öffnete Rita die Augen, um festzustellen, was hier vorging. Claudines Antlitz war links über ihr. Zunächst fiel ihr die Mischung aus Zorn und Ungläubigkeit auf, die Claudines Mimik bestimmte. Was war mit Claudines Haar los, es war doch eben noch lang gefallen - jetzt war es urplötzlich hochgesteckt. Überhaupt - Claudine war irgendwie verändert, reifer, sie schien in Minuten um fünf bis sechs Jahre gealtert! "Vielleicht nimmst du gleich den Kopf vom Tisch!", donnerte Claudine, "So was gibt's ja wohl nicht, das Fräulein beliebt ganz ungeniert zu schlafen!" Das Kichern im Hintergrund, schwoll zum schüttelnden Lachen an. Mit einem Ruck, fuhr Rita in die Höhe. Verwirrt sah sie sich um. Sie mußte tatsächlich, auf dem Tisch liegend, während des Unterrichts von Mlle Claudine eingeschlafen sein. Schamröte überzog sie bis an die Haarwurzeln. Dies weniger, weil ihr Mlle Claudine unheildrohend befahl, sich nach Schulschluß in ihrem Büro zu melden, als vielmehr, weil Rita der Traum, den sie gehabt hatte, in seltener Klarheit wieder bewußt wurde. 'Mein Gott,' dachte sie, 'und im Schlaf gesprochen hab' ich wohl auch noch'. "Oui Mademoiselle, pardon.", nickte sie atemlos und versuchte zu verdrängen, was da an beängstigenden Ideen aus dem Sumpf ihres Unterbewußtseins heraufgestiegen war. 'Oh ja, sie war 'irgendwie' verliebt in ihre reizende, kaum 25jährige Französischlehrerin.', gestand sie sich ein. Als einzige, mochte sie sie, vielleicht gerade wegen ihrer energischen Art. 'Aber was ich da zusammengeträumt habe!', sie schüttelte den Kopf. 'Andererseits,' begann sie zu sinnieren, 'vielleicht, wenn ich heute zitternd an ihre Türe klopfe, wenn sie mich bestrafen wollte, also richtig, wenn sie heimlich so einen Stock hätte, so wie früher?!' Langsam schlossen sich Ritas Augen und ihr Kopf sank vornüber. "Nimm den Rock hoch, beug' dich über den Schreibtisch!", hörte sie Mlle Claudine mit strenger Stimme verlangen...

Ende


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