Lass' mich gefälligst los!", protestierte Claudine und entwand sich, mit wiedergewonnener Entschlußkraft, Luigis Griff. Hastig streifte sie ihren Rock zurück und stand auf. Ihrer frischen Hoffnung versetzte sein Grinsen einen herben Schlag. Verblüfft hörte Claudine, wie er Ritas erstaunliches Opfer ausschlug: "Da wär' ich schön dumm. Über kurz oder lang müßtest du eh' für mich die Beine breit machen!" Er fixierte Claudines enttäuschtes Gesicht und frotzelte: "Oder glaubst du nicht, daß dir was Wesentliches fehlt, um einer Sklavin alles beizubringen, was sie können muß?!" So unglaublich es klingen mag, aber jetzt fühlte Rita sich nicht erleichert, sondern empört. Sie hatte sich mehr erniedrigt, als es ihr jemals denkbar erschienen wäre. Sie bot sich mit blankem Busen, den enthaarten Schritt weit offen, nackt auf ihren Knien liegend, weit obszöner dar, als eine gewöhnliche Hure - und dieser Kerl tat völlig unbeeindruckt! Hilfesuchend hing Ritas Blick am Gesicht ihrer Herrin. SIE mußte doch wenigstens erkennen, welche Überwindung es Rita kosten mußte, sich für sie zu opfern. Schließlich war Claudine selbst eben dicht davor gewesen, sich 'zur Verfügung' stellen zu müssen. Erleichtert entdeckte sie in deren Augen, jene Sanftheit, die sie in den letzten Stunden so schmerzlich vermißt hatte - den Ausdruck der Verbundenheit, mit dem Liebende einander ansehen. Claudine trat auf ihre Sklavin zu und strich ihr kurz aber tröstend über das Haar. Dieser zärtliche Moment währte nur einen Lidschlag, dann ging Ritas Mistress demonstrativ auf Abstand. Ihr kühler Blick und Claudines abweisende Gestik leugneten, daß es diesen Moment überhaupt gegeben hatte. Ihr Tonfall ließ allerdings Zweifel zu. Das Tremolo im Klang und die mangelnde Festigkeit bei ihren Kommandos verrieten Claudine. Paradoxerweise war es ein vages Gefühl, geliebt zu werden, das Rita gehorchen ließ. Sie drehte ihnen den Rücken zu, wie ihre 'Herrin' es befohlen hatte. Bebend vor Scham, aber ohne zu zögern, stützte sie sich auf die Ellenbogen. Freiwillig nahm sie den Kopf ganz tief und bog den Rücken. Um die GELIEBTE nicht zu enttäuschen, duldete sie zitternd die langen, schlanken Finger, die ihre ungeschützten Lippen entlangfuhren, und sie prall und heiß machten. Erschauernd und schamerfüllt stöhnend nahm sie hin, daß Mädchenfinger mit langen, kalten Nägeln, sie öffneten. Sie wußte, daß Luigi sehen konnte, wie schlüpfrig sie war und öffnete dennoch ihre Schenkel, soweit sie nur konnte. "Willst du's dir nicht noch mal überlegen?", provozierte Claudine mit neuer Festigkeit in der Stimme, "Wenn du mich in Frieden läßt, kriegst du sie die ganze Nacht! Und - von IHR kannst du ALLES verlangen, im Gegensatz zu mir!" In Luigis Gesicht konnte man lesen, daß er seine Wahl eigentlich schon getroffen hatte. "Was ist, wenn sie Zicken macht?", verhandelte er. "Zwing' sie, Fessele sie, Peitsch' sie meinetwegen durch! Wie sie selbst gesagt hat - sie ist doch nur eine Sklavin!", mußte Rita die vernichtende Antwort ertragen. "Komm' hoch! Sieh mich an!", wandte Luigi sich an die, noch immer mit hochgereckter Kruppe daliegende Rita. "Was ist, immer noch so willig?", lauerte er, als sie breitbeinig, Hände auf dem Rücken und mit gesenktem, hochrotem Kopf, vor ihm stand. "Wenn meine Herrin TATSÄCHLICH will," dabei wagte sie kaum, Claudine anzusehen, "dann tu' ich es - für SIE!", hauchte Rita und suchte Claudines Augen. Ihre Mistress nahm Ritas Kopf zwischen ihre Hände, küßte sie leidenschaftlich und flüsterte ihr, fast unhörbar, ins Ohr: "Du weißt, daß meine Gefühle für dich nichts zwischen uns ändern - oder?" Rita konnte nur stumm nicken. Sie schluckte, um den Frosch hinabzuwürgen, der ihr in der Kehle saß und erlebte, wie ihre Augen feucht wurden. Claudine nahm ihre Hände von Ritas Brüsten, die sie sanft gestreichelt hatte und schob sie Luigi zu. Die Hände auf den Rücken gekettet und splitternackt unter einem lose, wie ein Cape übergeworfenen Mantel, schob Luigi sie vor sich her. Der Weg, bis zu dem dunklen Gemäuer, in dem sie Luigi zu Willen würde sein müssen, gab Rita Gelegenheit, bei jedem Schritt ihr vorwitziges Selbstopfer zu bedauern...