KAPITEL 1
Es klingelt an Deiner Tür.
Du gehst hin, öffnest. Ich stehe vor Dir. Du sagst keinen Ton. Dann fällst Du mir um den Hals.
»Na, was soll das? Begrüßt so eine Sklavin ihren Herrn? Los, rein! Und dann begrüße mich so, wie es sich für eine Sklavin gehört!« Ich setze einen strengen Blick auf. Dein Blick verfinstert sich, Du gehst zurück und ich schließe die Tür hinter mir.
Du steht da, sagst keinen Ton. »Na, was ist los? Komm her und gib Deinem Meister einen Kuß!« Ein Lächeln auf meinen Gesicht und schon hängst Du Dich wieder an meinen Hals. Ich gebe Dir einen langen Zungenkuß.
»So, nun werden wir uns aber zuerst mal um Deine Schulden kümmern. Wie war das doch? Siebzehn Schläge und einmal zwei Klammern, oder?« Dein Blick wird traurig. »Gib Dir keine Mühe, es hilft Dir nichts. Du wirst Deine Strafe bekommen... Also: Du wirst den Rohrstock und die Klammern holen.« »Aber...« »Kein aber! Tue was ich sage, sonst wird es noch schlimmer.«
Du gehst aus dem Zimmer und kommst mit den Sachen wieder. »Na, willst Du erst die Klammern? Nein, erst werde ich den Stock einweihen. Du wirst Dich bücken, die Beine spreizen und deine Fußgelenke anfassen. Wird's bald, oder muß ich erst böse werden?«
Ich habe noch nicht ausgesprochen und schon hast Du die Stellung eingenommen. Ich komme zu Dir, hebe Dir den Rock hoch. »Was muß ich sehen? Eine Strumpfhose! Ich fasse es nicht. Nur um mich zu ärgern. Was habe ich Dir versprochen wenn Du das machst?« »Zehn Schläge, Herr.« »Ja genau, zehn Schläge.«
Ich zerreiße die Strumpfhose. Damit hast Du nicht gerechnet. »Bleib bloß so stehen, wage es nicht und richte Dich auf!« »Ja. Ich wollte Dich nur ärgern. Bitte keine zehn Schläge extra, bitte.« Ein trauriger Blick trifft mich. Was soll ich tun? Nein, ich darf nicht weich werden. Noch nicht. Ich ziehe Dir Deinen Slip runter.
Dein trauriger Blick, was soll ich tun? Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen, hebe den Rohrstock, schaue Dir ins Gesicht, zögere ein wenig, ssssssst zischt es durch die Luft und schon trifft Dich der erste Schlag.
»Na, was ist? Willst Du nicht mitzählen? Ich glaube Du bekommst erst einmal fünf. Also fangen wir wieder bei eins an.« Wieder hebt sich der Stock, ssssssst und noch fester als der erste Schlag trifft es Deinen Hintern.
»Eins«, kommt es kleinlaut über Deine Lippen. Na also, es geht doch. Ssssst. »Au! Zwei.« Sssssst. »Drei.« Ssssssst. »Vier.« Sssssssst. »Fünf... Danke, das ist gerecht.«
»So, dann hätten wir noch zweiundzwanzig Schläge und zwei Klammern, aber dazu kommen wir später. Zieh Dich erst einmal an wie es sich für eine Sklavin gehört. Aber schnell, wir wollen noch weg.«
Du gehst sofort ins Schlafzimmer, ich in die Küche. Ich kann nicht glauben, was ich da sehe. Das hätte ich nicht erwartet. Frische Brötchen, der Kaffee ist fertig, der Tisch gedeckt.
Du kommst umgezogen aus dem Schlafzimmer, ich bin begeistert. Eine Bluse, fast durchsichtig, nur die Brustwarzen werden verhüllt, ein ganz kurzer Rock, Schuhe mit hohen Absätzen. »Na, nun werde ich mal prüfen, ob Du wirklich gehorsam bist. Komm her!« Ich nehme Dich in die Arme, drücke Dich fest an mich, eine Hand rutscht tiefer auf Deinen Hintern. Ich greife unter Deinen Rock. Wirklich. Du hast es gemacht: kein Slip. Braves Mädchen. »Komm, setz Dich und laß uns frühstücken.«
Ich warte, bis Du auf dem Stuhl sitzt. Ssssssst, der Rohrstock trifft Deine Oberschenkel. »Seit wann darfst Du die Knie zusammen machen? So, nun laß uns frühstücken... Na, was ist? Soll ich mir den Kaffee selber einschenken? Wozu habe ich denn eine Sklavin? Außerdem möchte ich ein Brötchen mit Kräuterkäse. Und ein bißchen schneller als sonst.«
Ich glaube es nicht. Was ist los mit Dir? Der Kaffee wird eingeschenkt, das Brötchen ist auch schon in Arbeit. Es wird sicher ein schöner Tag. Schnell trinke ich meinen Kaffee und esse das Brötchen.
Du fängst gerade an zu essen, da begibt sich meine Hand auf die Reise. Ich fange an, am Knie, langsam wandert die Hand an der Innenseite Deines Oberschenkels nach oben. Auf einmal merke ich, wie Deine Beine zusammen gehen wollen. »Na, was soll denn das?« Sofort läßt der Druck nach und ich setzte die Reise fort. Ich bin schon fast an Deiner Muschi. »Räum schnell den Tisch ab, wir gehen.« »Aber ich habe noch Hunger.« »Dein Problem!«, erwidere ich und stehe auf.
KAPITEL 2
Ich stehe auf und beeile mich den Tisch abzuräumen. Als ich fertig bin, greife ich mir ein Brötchen und will gerade die Wohnungstür öffnen. Ein böser Blick trifft mich. Du bist aufgestanden, aber bleibst am Küchentisch stehen.
Zögernd und nicht ohne einen etwas schmollenden Blick lege ich das Brötchen zurück. »Fahren wir wirklich in den Filmpark?«, frage ich nicht nur aus Neugier, sondern auch um von dem Brötchen abzulenken. Mein wunder Hintern macht mich etwas vorsichtiger als sonst.
»Laß Dich überraschen!« Zu weiteren Auskünften bist Du offensichtlich nicht bereit, denn nun öffnest Du die Wohnungstür und gehst die Treppen hinunter. Mit den hohen Absätzen kann ich Dir nicht schnell genug folgen. Aber Du wartest an der Haustür.
Zusammen gehen wir zu Deinem Auto. Und dann überrascht Du mich: Du öffnest mir tatsächlich die Tür. Ein Versehen? Gewohnheit? Ich glaube nicht. Dein Gesichtsausdruck läßt eher vermuten, daß Du mir nur einmal zeigen willst, daß Du auch Deiner Sklavin gegenüber zuvorkommend sein kannst, wenn es Dir gefällt. Ich nehme Platz. Du schließt die Tür, gehst langsam auf die andere Seite und steigst ebenfalls ein.
Noch bevor wir losfahren, erschrecke ich vor mir selbst: Ich habe schon wieder die Knie zusammen. Schnell bewege ich sie ein Stück auseinander. Du hast es bemerkt. Ein kurzes Zögern, während Dein Blick auf meinen Beinen ruht. »Sieh bloß zu, das Dir das nicht noch mal passiert. Du weißt ja: Wenn Du Dich nicht benehmen kannst, darfst Du auch gerne im Kofferraum mitfahren.« Obwohl ich nicht glaube, daß Du mich vor den Augen meiner Nachbarn im Kofferraum verstauen würdest, macht mir der ironische Unterton in Deiner Stimme schon wieder ein bißchen Angst.
Du startest den Wagen und fährst los. Gespannt verfolge ich, welche Richtung Du einschlägst. »Na, was ist?«, fragst Du nach einer Weile. »Gar nicht mehr neugierig?« »Nö!«, antworte ich nur kurz und trotzig. Schließlich hatte ich gerade schon gefragt. Ich bemerke aber, daß Du tatsächlich die Richtung zum Filmpark eingeschlagen hast. Das heißt, zumindest die Richtung zur Autobahn.
»Auch gut! Fräulein Sklavin spielt heute also die Schweigsame. Dann wirst Du also schweigsam bleiben.« Der letzte Satz hat eine merkwürdige Betonung. »Verstanden?«, fügst Du nun noch in einem sehr fordernden Ton hinzu und ich beginne, die Bedeutung des vorhergehenden Satzes zu ahnen. Ich soll den ganzen Tag kein Wort mehr sprechen! Ob Du das ernst meinst? Und was würde passieren, wenn ich's doch tue? Zumindest letzteres muß ich einfach wissen!
Ohne darüber nachzudenken frage ich. Immer noch mit trotzigem Ton in der Stimme. »Was, wenn doch?« Empört schaust Du kurz zu mir herüber. Aber dennoch scheinst Du mit meiner Reaktion gerechnet zu haben, denn sofort kommt Deine Antwort. »Wir haben bis jetzt noch nicht darüber gesprochen, wie lange Du die Klammern tragen wirst. Und ich habe beschlossen, Dir die Wahl zu überlassen: Für jedes Wort zehn Sekunden.« Du legst eine kurze Pause ein, um Deine Worte wirken zu lassen. Dann fügst Du hinzu: »Wir sind also bei dreißig.« Ich schnappe nach Luft.
Die nächste Zeit verläuft sehr schweigsam. Du scheinst es zu genießen, weil Du merkst, daß ich Dir eigentlich doch gerne einiges erzählen würde und mich ziemlich beherrschen muß. Nach einer Weile schaltest Du dann doch Dein Autoradio ein. Ich widerstehe mit Mühe der Versuchung, dazu einen trotzigen Kommentar abzugeben.
Schließlich verlassen wir die Autobahn. Die ersten Hinweisschilder für den Filmpark tauchen auf. Tatsächlich der Filmpark! Ich freue mich. In den letzten Tagen hatte ich mir schon oft ausgemalt, wie es sein würde, ihn mit Dir zu besuchen. Ich freue mich so sehr darauf, daß mir Dein Schweigegebot auf einmal kaum noch etwas ausmacht.
Da ist er... Da war er. »He! Da hätten wir reinfahren müssen!!!« Seelenruhig fährst Du noch einen Kilometer weiter und hältst dann am Rand der Landstraße.
Du läßt einen Augenblick vergehen und überlegst. »Neunzig«, sagst Du schließlich ohne eine Mine zu verziehen. Wieder schnappe ich nach Luft. Und bevor ich den Mund wieder zu bekomme, fährst Du fort: »Glaubst Du wirklich immer noch, daß ich nicht weiß was ich tue?« Ohne eine Antwort zu erwarten kramst Du in Deiner Hosentasche und holst ein Paar Liebeskugeln hervor. Meine Liebeskugeln!!! Wo zum Teufel hast Du die denn gefunden? »Hättest Du Dir die lieber mitten auf dem überfüllten Besucherparkplatz eingesetzt?«
Fordernd hältst Du mir die Kugeln entgegen, und ungläubig starre ich darauf. Ich fange an, fieberhaft zu überlegen. Um Gnade bitten fällt aus: Neunzig Sekunden lang die Klammern ist vielleicht sowieso schon mehr als ich ertragen kann. Aber andererseits: Ich bin mir nicht sicher wie lange ich die Kugeln halten kann. Besonders da ich nicht weiß, was im Filmpark alles auf mich zukommt. Im Geiste sehe ich schon, wie mir die beiden Dinger vor die Füße kugeln...
»Wir können auch wieder nach Hause fahren...«, sagst Du und während Du mich noch forschend anschaust, steckt schon wieder der Zündschlüssel im Schloß. Beinahe hätte ich »nein« gerufen und auf hundert erhöht. Statt dessen schüttel ich gleichermaßen energisch und verzweifelt den Kopf. Das darf nicht sein: Ich hatte mich doch so auf den Tag im Filmpark gefreut! Ich greife nach den Kugeln.
Mit der linken Hand ziehe ich meinen Rock ein Stück hoch, spreize die Beine und mit der rechten Hand versuche ich, die Kugeln dort hin zu befördern, wo sie hin sollen. Aber ich bin völlig trocken zwischen den Beinen. Andererseits habe ich Angst, Du könntest jeden Moment den Zündschlüssel umdrehen und wirklich losfahren. Mit Gewalt drücke ich die Kugeln hinein. Ein sehr unangenehmes Gefühl und trotz der Hektik brauche ich eine ganze Weile bis sie endlich an ihrem Platz sind.
Eine kleine Weile bleibt mein Mittelfinger noch in mir. Ich möchte mich wenigstens vergewissern, daß sich die Kugeln nicht sofort wieder ihren Weg ins Freie suchen wollen. Dabei schaue ich Dich unsicher an. Ob Du Dir wirklich vorgenommen hast, mich die ganze Zeit über die Kugeln tragen zu lassen? Ein bißchen hoffe ich auf Deine Gnade. Oder darauf, daß Du nur einmal sehen wolltest, ob ich wirklich so folgsam wäre, sie mir einzusetzen...
Aber die erhoffte Reaktion bleibt aus. Statt dessen öffnest Du Deine Türe, steigst aus und gehst um Deinen Wagen. Dann öffnest Du meine Tür. »Los, komm! Raus mit Dir!« Die Unsicherheit, die von den Kugeln ausgeht, macht mich empfindlicher. Dein unfreundlicher Ton tut mir im Innersten weh. Wie automatisch steige ich aus und spanne dabei jeden Muskel meines Unterleibs an, um mir die Kugeln nicht schon jetzt entgleiten zu lassen. Dann stehe ich vor Deinem Auto und mir wird klar, daß dies vielleicht die letzte Gelegenheit war, die Kugeln ohne viel Aufsehen zu verlieren. Zu spät!
KAPITEL 3
Du schließt die Tür, gehst ein paar Schritte vor und wartest dann, deine Hand mir auffordernd entgegen gestreckt. Ich ergreife die Hand und wir laufen die ersten Meter die Landstraße entlang, in Richtung des Filmparks. Du schlägst ein ziemliches Tempo an. Viel zu schnell für meinen Geschmack. Wieder ziehe ich mit aller Kraft jeden Muskel zusammen, um diese verdammten Kugeln nicht zu verlieren. Meine zaghaften Versuche, Dich etwas zu bremsen scheinst Du aber nicht wahrzunehmen. Lange halte ich das nicht durch! Ich beginne zu schwitzen.
Mit jedem Schritt wächst in mir der Verdacht, daß Du die Wirkung der Kugeln einfach unterschätzt. Schließlich hattest Du den Eindruck erweckt, daß Du mir einen schönen Tag machen wolltest. Und jetzt das hier! Die reinste Quälerei. Oder bin ich vielleicht unnötigerweise so verkrampft? Vielleicht sollte ich einfach versuchen, die Muskeln nicht ganz so sehr zu verkrampfen? Besser jetzt, solange wir noch nicht in der dichtesten Menschenmenge sind? Ich bringe nicht den Mut auf...
Nach zehn, fünfzehn Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, haben wir den Eingang zum Filmpark erreicht. Mittlerweile bin ich feucht zwischen meinen Beinen. Aber hauptsächlich nicht vor Erregung, sondern naß geschwitzt von der Anstrengung. Dann endlich bleiben wir in der Warteschlange vor der Kasse stehen. Eine kurze Verschnaufpause. Aber in mir wächst die Verzweiflung. Mir wird klar, daß ich die Kugeln unmöglich die ganze Zeit über halten kann.
In der kurzen Ruhepause bemerke ich zum ersten Mal, daß Du mürrisch wirkst. Was ist los? Ich ahne es: Du unterschätzt wirklich die beiden Silberbällchen in mir. Wahrscheinlich hast Du erwartet, daß ich mich bei unserem kleinen Spaziergang vor Freude auf den Park an Dich kuscheln und über das ganze Gesicht strahlen würde.
Schritt für Schritt bewegen wir uns in der Schlange vor der Kasse voran. »Was ist los?« Die Frage wirkt nicht ganz so mürrisch und beleidigt wie Dein Gesichtsausdruck. Trotzdem antworte ich nicht. Nicht nur wegen des Redeverbots. Auf den Grund meines Unbehagens mußt Du wenigstens selbst kommen. Schließlich bin ich schon den Tränen nahe vor Verzweiflung.
Tatsächlich wirkst Du auf einmal nachdenklich, besorgt und deutlich lieber. »So schlimm?« Ich zögere einen Moment und nicke dann. Wieder rücken wir einen Platz in der Schlange vor.
Was wird jetzt? Deine mitfühlende Frage läßt mich wieder ein wenig hoffen. Gleichzeitig erhole ich mich auch ein wenig. Das Stehen in der Schlange ist bedeutend einfacher als das Laufen. So könnte ich es wohl ein paar Stunden aushalten. Aber immer noch bleibt die Angst davor, was wird, wenn wir die Kasse hinter uns haben.
Es ist soweit. Du bezahlst die Karten für uns beide. Dann gehst Du wieder mit mir an der Hand. Nur ein paar Schritte, bevor Du wieder stehen bleibst. Prüfend, fast ein bißchen mitleidig schaust Du mir in die Augen. Richtig lieb, aber ich kann es nicht genießen, weil ich immer noch nur die Kugeln im Kopf habe. »Schau mal!« Deine ausgestreckte Hand deutet auf einen Punkt hinter mir. Ich drehe mich um. Eine Besuchertoilette!
Sofort wird mir die Bedeutung klar. Wirklich??? Ich freue mich so sehr, daß ich es beinahe ausgesprochen hätte. »Los! Mach schon!« Trotz der knappen Worte klingt Deine Stimme sanft und gütig. Meine Freude kennt keine Grenzen. Trotz der Kugeln falle ich Dir um den Hals und gebe Dir einen dicken Kuß. Dann spanne ich nochmals mit letzter Kraft aller Muskeln an und laufe zur Besuchertoilette.
Sobald ich mich eingeschlossen habe, hebe ich den Rock und beginne, die beiden Kugeln an dem Bändchen herauszuziehen. Die zwanzig, dreißig Minuten haben gereicht, um mein Fötzchen unangenehm wund anschwellen zu lassen. Wahrscheinlich war ich wirklich einfach zu ängstlich, denn nun habe ich sogar Schwierigkeiten, die Kugeln herauszubekommen. Besonders die zweite, weiter oben liegende leistet heftigen Widerstand. Es tut weh, aber die Dinger müssen raus! Fast in Panik ziehe ich weiter... Dann ist es endlich geschafft. Eine unwahrscheinliche Erleichterung erfüllt mich.
Ein paar Augenblicke brauche ich, um wieder klar im Kopf zu werden. Dann betrachte ich die etwas verschmierten Kugeln in meiner Hand. Was jetzt? Wohin mit den verhaßten Dingern? Keine Tasche, in die ich sie verschwinden lassen könnte... Warum habe ich daran nicht vorher gedacht? Soll ich sie einfach in der Hand behalten und so die Toilette verlassen? Nein. Ich wische die Silberbällchen erst einmal sorgfältig mit ein paar Blättchen Klopapier ab. Dann fällt mein Blick fällt auf den kleinen Mülleimer für die Damenbinden. Klapp, schwingt der Deckel auf und einen Augenblick später sind die beiden Kugeln darin verschwunden.
Immer noch erfüllt mich das Gefühl der unfaßbaren Erleichterung, als ich das kleine Gebäude der Besuchertoilette verlasse. Und dann ein kurzer Schreck! Du stehst nicht mehr an dem Platz, an dem ich Dich zuletzt gesehen habe! Aber der Schreck währt nur kurz. Dann entdecke ich Dich ein paar Meter weiter im Schatten vor einer großen Hinweistafel.
Ich laufe zu Dir. Und immer noch ist mir bei jedem Schritt die Erleichterung bewußt. Als Du mich bemerkst, wendest Du Dich zu mir. »Komm her!« Deine Stimme klingt sehr lieb. Und als ich bei Dir bin, legst Du einen Arm um mich, drehst mich zur Hinweistafel und zeigst mir einen Punkt darauf. »Dahin gehen wir jetzt zuerst!« Dein Finger deutet auf das Gebäude, das mit 'Café' beschriftet ist. »Und sobald Du Dich ein wenig erholt hast geht's weiter.«
KAPITEL 4
Ich staune nicht schlecht: So lieb kannst Du also sein!
Dann bemerke ich allerdings ein Zögern. »Wo sind denn die Kugeln?« Sofort bekomme ich ein schlechtes Gewissen. »Im Müll«, antworte ich wahrheitsgemäß. Und da mir klar ist, daß Dir die Antwort nicht gefallen wird, fällt mein Tonfall schon wieder trotzig aus.
Über das Redeverbot habe ich gar nicht nachgedacht. Aber es scheint in Ordnung zu sein, daß ich auf Deine Frage geantwortet habe. Nur der Inhalt der Antwort scheint Dir überhaupt nicht zu gefallen. Ein paar Augenblicke lang scheinst Du nicht zu wissen, wie Du reagieren sollst. Enttäuscht darüber, daß ich etwas getan habe, von dem ich wissen konnte, daß Du es nicht billigen würdest? Empört? Wütend? In unnachgiebiger Strenge?
»Hol sie zurück! Du wirst sie wieder tragen sobald ich es Dir befehle!« Damit habe ich trotz allem nicht gerechnet. »Was?«, entfährt es mir völlig überrascht. Aber Du schaust nur streng. »Einhundert«, kommentierst Du darüber hinaus den erneuten Bruch des Redeverbots und wartest mit versteinertem Gesichtsausdruck auf die Ausführung Deines Befehls.
Mit gemischten Gefühlen laufe ich zurück zur Besuchertoilette. Einerseits habe ich ein schlechtes Gewissen: das Gefühl, Deine Güte ausgenutzt zu haben. Andererseits empört mich Deine Anweisung, die Kugeln aus dem Müll zu holen. Ich kann doch nicht zwischen den benutzten Binden danach suchen! Und sie dann noch einmal tragen...
Egal: Im Moment weiß ich keinen Ausweg. Wenigstens habe ich erst einmal Glück und die gleiche Toilette, die ich eben benutzt hatte, ist frei. Ich gehe hinein und schließe hinter mit zu. Ich weiß, ich darf nicht zu lange zögern. Sonst kann ich mich gar nicht mehr überwinden. Also öffne ich den Schwingdeckel des Mülleimers und spähe hinein. Und noch mal habe ich Glück: Nachdem mir meine Phantasie schon Bilder von einer fast überquellenden Mülltonne mit ekeligem Inhalt gezeichnet hat, entdecke ich die Kugeln auf dem Boden des fast leeren Mülleimers. Darüber hinaus stecken auch noch fast alle Binden in den dafür vorgesehenen Hygienetütchen.
Trotzdem ekelt es mich, als ich hinein greife und die Kugeln hervorhole. Dann halte ich die beide Kügelchen in der Hand und überlege, wie es weitergehen kann. Du hast gesagt, daß ich sie noch einmal tragen muß. Auch wenn ich versuchen werde Dich umzustimmen führt kein Weg daran vorbei: Ich werde die Kugeln säubern müssen. Und zwar so gründlich wie möglich. Und danach? Ich kann sie ja wirklich schlecht einfach in der Hand halten, wenn ich die Toilette verlasse.
Ich überlege fieberhaft. Die Kleidung, die Du mir zugestanden hast, bietet wirklich nicht das kleinste Versteck. Wenn ich wenigstens einen BH tragen würde... Ich finde keine Lösung. Also Flucht nach vorn: Ich schließe auf und gehe zum Waschbecken. Und nun verläßt mich auch noch mein Glück. Ich bin nicht allein. Zu spät! Mir bleibt nur, mich so zu verhalten, als wäre nichts ungewöhnlich. Und tatsächlich beachtet mich die andere Frau nicht.
Ich nehme die Kugeln in die von ihr abgewandte Hand. Ich stehe vor dem Waschbecken und tue so, als wolle ich mir mit der anderen Hand die Haare zurecht zupfen. Wie lange, zum Teufel, will die sich noch die Hände waschen? ... Endlich! Nach eine kleinen Ewigkeit verschwindet sie. Hastig drehe ich das Wasser auf und wasche sehr gründlich sowohl meine Hände als auch die Kugeln. Nach dem Ekel vorhin kann ich gar nicht lange genug waschen. Ich höre erst auf, als ich das Schloß einer weitere Toilettentür höre.
Hastig verlasse ich das Gebäude. Ohne vorher darüber nachgedacht zu haben, halte ich die tropfnassen Kugeln in meiner rechten Hand. Panik! Ich halte die Hand mit den Kugeln an meine Seite gepreßt. Warum komme ich erst jetzt darauf? Die Kugeln sind nicht zu sehen. Nur die Haltung sieht wohl etwas merkwürdig aus und das Wasser von den Kugeln dringt durch die dünne Bluse an meinen Körper. Kalt!
Diesmal stehst Du noch am gleichen Platz wie zuvor. Ich laufe zu Dir. Wohin mit den Kugeln? Am liebsten würde ich Dich bitten, sie zu nehmen. Aber diesmal denke ich wieder an das Redeverbot. Es muß reichen, Dich flehend anzuschauen. Das hoffe ich zumindest. Aber von Dir kommt keine Reaktion. Du läßt mich einfach hilflos vor Dir stehen. Augenblick um Augenblick vergeht. Willst Du, daß mir mein Fehlverhalten bewußt wird? Aber das ist es doch längst! Ich kann es Dir nur nicht sagen. Das wäre ja gleich wieder die nächste Mißachtung Deiner Anweisungen. Ich senke meinen Blick.
Eine weitere kleine Ewigkeit verstreicht. Eine quälende Ewigkeit. »Gib die Kugeln her!« Endlich brichst Du das Schweigen. Und dann klingt Deine Stimme noch sehr lieb! Viel lieber jedenfalls, als ich es erwartet hatte. Das kann gar nicht sein. Du mußt böse sein! Spielst Du mit mir? Ich bin völlig unsicher, reiche Dir aber so unauffällig wie möglich die Kugeln. Du läßt sie in Deiner Tasche verschwinden.
Wieder folgt eine Pause des Schweigens. Und wieder senke ich meinen Blick.
»Schau mich an!« Deine Stimme klingt immer noch lieb, aber gleichzeitig auch bestimmt, fordernd und wohl auch ein wenig enttäuscht. Ich zwinge mich, Dir in die Augen schauen. Ich schaffe es nur kurz. »Ich habe beschlossen, Dir einen schönen Tag hier im Filmpark zu bescheren«, fährst Du fort. »Und dabei bleibt es auch. Aber über Dein Verhalten werden wir noch reden, verlaß Dich drauf.«
Während des ersten Satzes hat mir mein schlechtes Gewissen ein merkwürdiges Gefühl im Bauch verursacht. Während des letzten Satzes klingt Deine Stimme gar nicht lieb, sondern hat einen unheilvoll drohenden Unterton. Aber trotzdem wirkt er wie eine Erlösung. Ein Teil des schlechten Gewissen ist verschwunden.
Einen Moment lang läßt Du den Satz wirken. »Und nun zieh nicht so ein Gesicht. Sieh' lieber zu, daß Du die nächsten Stunden genießt. Ich werde Dir nämlich mal wieder zeigen, daß ich auch lieb sein kann, wenn Du das gar nicht verdient hast.« Du greifst um meine Hüfte und ziehst mich zu Dir. »Das Redeverbot ist übrigens aufgehoben.«
Eine zentnerschwere Last fällt von mir ab. Du scheinst mir - abgesehen von der bevorstehenden Strafe - zu vergeben. Dankbar kuschele ich mich an Deinen Arm und wir begeben uns auf den Weg durch den Park. In diesem Augenblick nehme ich mir fest vor, dafür zu sorgen, daß Du Deine Güte nicht bereuen wirst.
KAPITEL 5
Ich habe den Parkplan genau studiert und schlage einen schnellen Schritt an. »Wir werden uns zunächst die Werkstatt von Batman anschauen. Los komm schon, nicht so langsam.«
Die hohen Schuhe machen Dir sichtlich zu schaffen. Das ist mir sofort aufgefallen, ich lasse mir aber nichts anmerken. »Ist ja schon toll, was die hier alles aufgebaut haben. Na ja, für dreiunddreißig Mark Eintritt kann man schon was verlangen... Schau mal, das Batmobil.«
»Komm, setzt dich mal, ich kann das nicht mehr sehen.« Ich greife in meinen Rucksack und ziehe ein paar schwarze Pumps hervor. »Zieh die mal an, dann wird es sicher bequemer für Dich.« Ich gebe Dir einen dicken Kuß, den Du auch sofort erwiderst. Dein Gesicht wird immer glücklicher und das freut mich ganz besonders. »Ich hab Dich so lieb.«
Ich lege meinen Arm um Dich und wir gehen weiter. Nun kommen wir in den Bereich von dem Park, wo diese Speisenrückführgeräte stehen: Achterbahn, Superwirbel und »Da... etwas für Dich. Ein Turm, von dem du siebzig Meter im freien Fall nach unten kommst.«
»Na, hast Du Lust?« »Was? Willst Du mich umbringen? Das kann nicht dein Ernst sein!« »Keine Lust? Du kannst mit einem Sprung Deine Liste auf Null setzten. Ich hätte den Mut nicht und gebe es auch zu. Entscheide selber, Du hast es in der Hand.«
KAPITEL 6
Ich werfe einen entsetzten Blick auf den gigantischen Turm.
Niemals! Allein der Gedanke, von dort oben herunter zu schauen macht mich schon schwindelig. Und dann noch im freien Fall? »Niemals!«, wiederhole ich den erschreckten Gedanken laut.
»Bitte nicht!«, füge ich schnell flehend hinzu, als mir der undankbare Tonfall bewußt wird. Schließlich hast Du mir ja nur ein Angebot gemacht. Du schaust mich schmunzelnd an. »War ja nur ein Vorschlag.« Dein breites Grinsen verrät mir, daß Du gar nicht ernsthaft damit gerechnet hast, daß ich Deinen Vorschlag annehme.
Zärtlich greifst Du mir um die Hüfte und wir setzen unseren Weg durch den Park fort. Es wird wirklich wunderschön. Jede Menge spannende Sehenswürdigkeiten, zwischendurch mal ein Eis und etwas Ruhe - die Zeit vergeht wie im Flug bis Du schließlich auf Deine Uhr schaust.
»Rate mal, wie spät!« Ich zucke nur mit den Schultern. »Kurz nach vier, Schatzi.« Ungläubig schaue ich Dich an. »Nein«, bringe ich nur ungläubig hervor. Das darf nicht wahr sein. Die Zeit im Park war wunderschön, aber ich wollte doch noch so viel Zeit mit Dir allein verbringen. Fast gerate ich über diesen Gedanken in Panik.
»Sollen wir gehen?«, schlage ich drängend vor. »Ja. Aber mach' jetzt keine Hektik«, bremst Du mich.
Trotzdem: Auf dem Weg zu Deinem Auto liegt es nicht nur an den bequemen Schuhen, die Du mir mitgenommen hast, daß ausnahmsweise mal Du Mühe hast, mir zu folgen. Dann sind wir an Deinem Auto angekommen. Zuvorkommend öffnest Du mir die Tür und steigst dann selber ein. »Na?«, fragst Du. »Hat es Dir gefallen?« Ich nicke ehrlich begeistert und strahle über das ganze Gesicht. Dann falle ich Dir um den Hals und gebe Dir einen dicken Kuß auf die Wange.
»Danke. Es war einfach wunderschön. Ich hab lange keinen so schönen Tag mehr erlebt« Bevor ich mich wieder zurücklehnen kann, ergreifst Du meinen Nacken und hältst mich fest. Wir tauschen einen langen und intensiven Zungenkuß aus. Ich schließe meine Augen und kann mein Glück kaum fassen.
»Eigentlich hattest Du Dir diesen Tag ja gar nicht verdient.« Der Satz klingt nicht besonders ernst, aber er erinnert mich daran, wie ich Dich heute morgen empfangen hatte. Ich nicke nur. Nachdem Du so lieb zu mir warst, stört es mich auf einmal, daß ich immer wieder zu wenig Disziplin aufbringe, um Dir eine wirkliche Sklavin zu sein. Es stört mich nicht nur - es macht mich richtig unzufrieden.
Als hättest Du meine Gedanken gelesen, ziehst Du die beiden Liebeskugeln aus Deiner Tasche hervor. Du präsentierst sie mir mit einem vielsagenden Blick. Aber als ich ohne langes Zögern nach den Kugeln greifen will, ziehst Du Deine Hand zurück. »Rock hoch!«, befiehlst Du statt dessen kurz und knapp. Das ist wieder die Stimme meines strengen Meisters. Und obwohl mir wie immer schon allein der Tonfall Angst macht, bin ich durch mein schlechtes Gewissen froh sie zu hören.
Ohne Zögern - fast automatisch - hebe ich meinen Hintern ein wenig und ziehe den Rock hoch. Hatte ich fast schon vergessen, daß ich heute keinen Slip trage, kommt mir der fehlende Schutz jetzt um so deutlicher wieder ins Bewußtsein. Aber ich habe nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Statt meine prompte Reaktion zu würdigen, drückst Du mit einem tadelnden Blick meine Knie auseinander. Dann beugst Du Dich zu mir herüber. Deine Lippen nähern sich meinen, während sich Deine Hand mit den Kugeln zwischen meine Beine schiebt.
Ohne Vorwarnung drückt die erste Kugel gegen mein Fötzchen. Nicht zärtlich, sondern mit brutaler Gewalt. Aber mein Schrei wird durch Deine Lippen erstickt, die sich auf meinen Mund pressen. Deine Hand umklammert schon wieder meinen Nacken und Deine Zunge bahnt sich ihren Weg zu einem erneuten Zungenkuß. In meinen Kopf regiert das Chaos: Der Zungenkuß ist herrlich und ich möchte vergehen vor Lust, aber gleichzeitig dieser ziehende Schmerz zwischen meinen Beinen, ausgelöst durch die beiden Kugeln, die unbarmherzig immer weiter in mein viel zu trockenes Fötzchen dringen.
Dann gibst Du mich plötzlich wieder frei. Die Kugeln befinden sich an ihrem Platz. Und trotz des nachwirkenden Schmerzes ist mir fast schwindelig vor Lust. Obwohl ich Dich nicht direkt ansehe, bemerke ich, daß Du mich noch ein paar Augenblicke forschend beobachtest. »Übrigens gilt ab sofort wieder das Redeverbot!«, höre ich von Dir.
Du wendest Dich ab und startest den Wagen.
KAPITEL 7
Die Rückfahrt erscheint mir merkwürdig kurz. Es fällt mir nicht schwer das Redeverbot zu beachten, denn ich bin viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Noch nie zuvor habe ich in dieser Intensität Lust und Schmerz gleichzeitig empfunden.
Immer wieder werfe ich einen kurzen Blick zu Dir herüber. Gerne würde ich Dich länger und intensiver anschauen. Aber ich habe Angst, Du könntest diesen Blick falsch deuten: als Frage nach dem was nun kommen mag oder gar als Provokation.
Die Erinnerung an die Zeit vor den schönen Stunden im Park wird wach. Die Erinnerung, daß ich Dich heute morgen wohl sehr geärgert haben muß. Die Erinnerung, daß ich es nicht geschafft habe, Dir zuliebe die Kugeln länger als ein paar Minuten zu tragen. Die Erinnerung, daß Du trotz allem noch lieb zu mir warst. Und da ist es wieder, das schlechte Gewissen.
In diesem Moment nehme ich mir noch einmal fest vor, Dich heute abend nicht mehr zu enttäuschen. Egal was passiert! Vielleicht kann ich Dir so endlich auch eine kleine Freude machen. Wenigstens einen Teil von dem zurückgeben, was Du mir entgegenbringst.
Gerne würde ich Dich jetzt berühren. Wenigstens kurz streicheln. Oder Dich nur einfach fühlen. Aber das paßt nicht zu meinem Vorsatz. Trotzdem genieße ich den Rest der Fahrt.
Dann parkst Du den Wagen an der Straße vor meiner Wohnung und steigst aus. Wieder bleibe ich sitzen. Nicht mit dem Gedanken, darauf zu warten, daß Du mir die Tür öffnest, sondern weil es mir unpassend erschiene, unaufgefordert aus Deinem Auto zu steigen. Aber das Resultat ist das gleiche: Du öffnest meine Tür. »Komm raus!«
Wieder kneife ich die Muskeln im Unterleib zusammen, um die Kugeln nicht zu verlieren, während ich vorsichtig aus Deinem Auto steige. Es dauert Dir zu lange. »Ein bißchen schneller, mein Schatz, ja?«, treibst Du mich an. Offensichtlich macht es Dir Spaß zu sehen, wie ich mich bemühe.
Wenig später schließt Du die Haustür auf und läßt mich vor Dir die Treppe hinaufgehen. Während ich mich auf jeden einzelnen Schritt konzentrieren muß, spüre ich trotzdem Deinen Blick auf meinem Hintern. Dann habe ich es geschafft. Die Wohnungstür ist erreicht. Jetzt wäre es nicht mehr tragisch, wenn mir die Kugeln einfach vor die Füße kullern würden. Ich kann mich ein Stück entspannen.
Du öffnest die Wohnungstür, legst Deine Hand auf meine Schulter und führst mich herein.
KAPITEL 8
Ich genieße die Berührung Deiner Hand auf meiner Schulter nicht nur, sie erregt mich sogar. Diese einfache Berührung...
Ohne darüber nachzudenken, sinke ich neben Dir auf die Knie und kuschele mich an Deinen Oberschenkel. Du läßt es einfach geschehen, daß ich mich ganz fest an Dich drücke.
Erst nach einer ganzen Weile wage ich es, zu Dir aufzuschauen. Dein Blick drückt Erstaunen und Verwunderung aus. Vielleicht auch ein wenig Belustigung. Hattest Du damit nicht gerechnet? »Was ist denn mit Dir los?«, höre ich von Dir. Tatsächlich: Eine Spur Belustigung klingt wohl auch mit. Aber das ist mir im Moment egal.
»Bitte. Laß mich wiedergutmachen, was ich heute morgen angestellt habe, ja?« Ich schaue Dich flehend an. Dann füge ich noch hinzu: »Du würdest mir eine große Freude machen.«
Offensichtlich hast Du mit dieser Situation nicht gerechnet. Ich sehe es deutlich in Deinen Augen. »Um Deine Strafe wärst Du sowieso nicht herumgekommen...«, fängst Du an. Aber dann überlegst Du wohl wieder, wie Du Dich nun verhalten sollst. »Und wie hast Du Dir das vorgestellt?«, willst Du schließlich wissen.
»Tu was immer Du willst!«, antworte ich. Nicht besonders einfallsreich. Aber schließlich steckt hinter meiner demütigen Haltung kein ausgefeilter Plan, sondern hauptsächlich ein fürchterlich schlechtes Gewissen. Ich überlege fieberhaft, um Dir wenigstens noch ein etwas konkreteres Angebot zu machen.
»So so...« Noch immer klingt Deine Stimme amüsiert. »Was ich will? Ganz schön große Worte dafür was Du bist jetzt so geleistet hast.« Dein Worte treffen ins Schwarze. Ich lasse Dich los, sinke mit dem Hintern auf meine Füße und blicke beschämt zu Boden, den Tränen nahe.
Habe ich es etwa wirklich endgültig kaputt gemacht? Ich habe Angst. Aber so ganz kann ich es nicht glauben. Warum dann noch das Spiel mit den Kugeln auf der Rückfahrt? Dann spüre ich unsanft Deine Hand in meinen Haaren. Sie zwingt meinen Blick wieder zu Dir hinauf. Forschend schaust Du mir in meine Augen.
»Meinst Du das wirklich ernst?« Die Frage hat einen furchteinflößenden Tonfall. Trotzdem nicke ich erleichtert und glücklich. »Wirklich alles?« Der belustigte Unterton ist völlig verschwunden. »Ja«, antworte ich leise, »wirklich alles. Gib mir eine Chance, bitte.«
KAPITEL 9
Du läßt eine kleine Ewigkeit verstreichen. Vielleicht überlegst Du, ob es sich wirklich lohnt, auf mein Angebot einzugehen. Sicher hast Du keine Lust, schon wieder von mir enttäuscht zu werden.
»Also gut. Aber leicht wirst Du nicht davon kommen. Das ist Dir doch klar, oder?« Ich nicke nur.
»Dann wirst Du nun Deine Strafe bekommen«, kündigst Du an. »Und währenddessen wirst Du Dich an das Redeverbot halten. Das Geplapper von vorhin werde ich noch einmal entschuldigen. Aber gleich möchte ich nicht einmal ein au von Dir hören.« Wieder nicke ich zur Bestätigung, daß ich die Strafe akzeptieren und Deine Anweisungen befolgen werde.
»Also. Ich glaube, Du hast nun zweiundzwanzig Schläge vor Dir. Und dann noch zwei Klammern. Ist das nicht ein bißchen viel?« Noch einmal schaust Du mich prüfend an. Ich bekomme wirklich Angst, bei dem Gedanken. Nicht nur Angst vor den Schmerzen, sondern vor allem Angst, schon wieder zu versagen. Trotzdem schüttel ich den Kopf.
»Du scheinst Dir ja wirklich viel vorgenommen zu haben. Aber trotzdem: Du wirst genau ein Dutzend Schläge bekommen. Und die Klammern natürlich. Den Rest schenke ich Dir.«
Gerade will ich Dich enttäuscht ansehen, weil ich Deine Gnade für mich bedeutet, daß Du mein Angebot nicht ernsthaft annehmen möchtest, da fährst Du überraschend fort: »Und wenn ich wirklich mit Dir zufrieden bin, wirst Du heute abend noch eine Gelegenheit bekommen, mir zu zeigen, daß Du eine gute Sklavin sein kannst.«
Mit dem letzten Satz von Dir habe ich nicht gerechnet. Es klang so, als hättest Du bereits etwas ganz Konkretes im Sinn. Und nicht die folgende Strafe wird die eigentliche Probe sein. In mir steigt mehr und mehr die Angst auf.
»Zieh Dich aus!«, unterbrichst Du meine Gedanken. Und sofort befolge ich Deine Anweisung. So schnell ich kann knöpfe ich meine Bluse auf, streife sie ab und lege sie einfach über den Katzenbaum. Dann folgen die Schuhe und der Rock. Und nun... der Slip. Obwohl es mir widerstrebt, wage ich nicht zu zögern. Dann stehe ich völlig nackt vor Dir - zum ersten Mal.
Mein Blick wandert wieder zu Boden, während ich hilflos vor Dir stehe, Deinen Blicken völlig ausgeliefert. Ob ich Dir gefalle? Ich weiß, daß ich nicht häßlich bin. Aber wird es für Deine Ansprüche reichen? Ich bekomme keine Reaktion von Dir.
»Hol den Rohrstock und die Klammern!«, höre ich endlich Deine scharfe Anweisung. Ich tue, was Du verlangst und folge Dir dann in mein Wohnzimmer, wo Du es Dir auf dem Sofa gemütlich machst. Den Rohrstock und die Klammern lege ich vor Dir auf den Tisch.
Gerade will ich direkt vor Dir niederknien, da kommt auch schon Deine nächste Anweisung: »Stellung drei, mein Schatz! Mit dem Rücken zu mir...«
Etwas zögernd trete ich auf die andere Seite des Wohnzimmertisches und drehe mich um. Wie Du verlangt hast mit dem Rücken zu Dir. Dann erst sinke ich auf meine Knie, verschränke meine Hände hinter dem Nacken und strecke die Ellenbogen durch.
Endloses Schweigen. Minute um Minute verstreicht. Ich höre keinen Laut von Dir. Du sitzt immer noch auf dem Sofa hinter mir. Was tust Du? Schaust Du mich an? Ich glaube es jedenfalls. Ich spüre förmlich Deine Blicke in meinem Rücken.
Ich höre, wie Du den Rohrstock vom Wohnzimmertisch aufnimmst. Noch mal vergeht eine kleine Ewigkeit. Dann stehst Du endlich auf und trittst neben mich. Ich wage es nicht Dich anzusehen, sondern blicke voller Angst auf den Boden.
Plötzlich spüre ich Deine Hand in meinem Nacken. Sie drückt meinen Oberkörper ein Stück nach vorne. Ich gebe dem Druck nach und bleibe in dieser Position, als sich die Hand wieder entfernt. Du wirst es also tun! Jeden Moment erwarte ich den ersten Schlag. Und in dieser Situation wird er bestimmt heftiger sein als die Schläge heute morgen.
Ssssssst! Obwohl ich den Schlag erwartet habe, schrecke ich zusammen. Vor Schreck vergesse ich fast, das au zu unterdrücken. Ein leiser Schmerzenslaut. Kein richtiges au. Ich hoffe es jedenfalls. Meine Pobacke brennt.
Ssssst. Sofort folgt der zweite Schlag. Genauso heftig. Aber diesmal habe ich mich besser unter Kontrolle. Kein Ton. Aber der Schmerz ist heftig. Du scheinst mit ganzer Kraft zuzuschlagen.
Ssssst... sssst... sssssst... sssst. Vier weitere Schläge treffen mich ohne lange Pause. Alle auf die gleiche Pobacke. Bei den letzten beiden kann ich ein leichtes Wimmern nicht unterdrücken. Ich halte den Atmen an, um den Schmerz besser zu ertragen. Trotzdem ist es fast unerträglich.
Der nächste Schlag läßt auf sich warten. Ich fange an, am ganzen Körper leicht zu zittern. Statt erneut zuzuschlagen, gehst Du einmal um mich herum. Wieder spüre ich Deinen prüfenden Blick auf meinem Körper.
Das scheinbar endlose Warten verstärkt die Angst. Ich schließe meine Augen in der Hoffnung es so besser ertragen zu können. Aber das hilft auch nicht. Nach kurzer Zeit öffne ich sie wieder und sehe aus den Augenwinkeln, daß Du neben mir stehst. Jetzt auf der anderen Seite.
Sssssst. Wieder trifft mich mit ganzer Kraft ein Schlag mit dem Rohrstock. Diesmal auf die andere Pobacke. Und die ungeheure Anspannung vor dem Schlag läßt mich um so mehr erschrecken. »Au!«, entfährt es mir im Schreck. Und fast im gleichen Moment werde ich mir meines Versagens bewußt. Am liebsten würde ich dieses Wort zurückholen... Zu spät!
Übrigens: Das Sitzen tut doch recht weh, mein liebster Schatz Meister!
Ssssst. Schon unterbricht der nächste Schlag meine Gedanken. Wieder genauso brutal. Und wieder auf die gleiche Pobacke. Ssssssst. Der siebte. Meine Pobacke brennt wie Feuer. Fast sehne ich den nächsten Schlag herbei. Als Strafe für mein Versagen. Für das herausgerutschte au. Ssssst. Der achte. Wieder gelingt es mir, das au zu unterdrücken. Aber ich spüre, wie sich die Tränen in meinen Augen sammeln.
Ssssssst. Der neunte. Ich kann es nicht glauben, wie hart Du zuschlägst. Hast Du Wut auf mich? Wir wird langsam schwindelig. Ssssssssst. Kein au. Aber einen wimmernden Schmerzenslaut kann ich nicht unterdrücken. Das Blut pocht in meinem Kopf. Zwei noch? Oder einer? Oder drei???
Ssssssssst. Der Schmerz wird von mal zu mal stärker. Die Tränen laufen mir die Wangen herunter. Am liebsten würde ich mich einfach auf den Boden sinken lassen. Aber ich beherrsche mich.
Der nächste Schlag läßt auf sich warten... Einer noch, oder? Oder habe ich mich verzählt? Ich wage es nicht, fragend zu Dir aufzuschauen. Nein. Ich bin sicher: Einer noch.
Sssssssst. Da ist er! Der heftigste von allen. Du hast noch einmal mit aller Kraft ausgeholt. Wieder ein Schmerzenslaut, der in meiner Kehle steckenbleibt. Warum nur so heftig? Aber gleichzeitig die Erleichterung: Wenn ich mich nicht verzählt habe, habe ich es nun geschafft. Wenn...
Mit der Erleichterung setzt auch das Zittern wieder ein. Diesmal noch viel heftiger als eben, unterstützt durch das Weinen, das ich auch nicht mehr unterdrücken kann. Ich spüre den kalten Rohrstock, wie er meinen Rücken herauffährt. Durch den Nebel der Tränen nehme ich wahr, wie Du besorgt zu mir herunterschaust. Doch keine Wut?
Du trittst einen kleinen Schritt zurück, stehst vor mir. Ich spüre den Rohrstock unter meinem Kinn. Ich folge dem sanften Druck und hebe meinen Blick, schaue Dir direkt in die Augen. Wirklich: Ich sehe einen etwas besorgten und auch gütigen Blick. Keine Wut.
Der Druck des Rohrstocks unter meinem Kinn wird stärker. Ich soll aufstehen?
KAPITEL 10
Nach einer Weile tragen mich die beiden starken Arme auf mein Sofa. Ich werde heruntergelassen und liege auf dem Bauch. Du setzt Dich neben mich. Immer wieder spüre ich Deine Hand, die sanft über meinen Nacken streicht. Ein paar Tränen fließen noch auf das Sofa, aber ich beruhige mich schon wieder. Zu schön ist es, Deine Berührungen zu spüren. Dennoch reicht die Kraft noch nicht, um mich an Dich zu kuscheln. Ich bleibe einfach flach auf dem Bauch liegen.
»Bist Du denn nicht böse wegen dem ?au??«, frage ich sobald ich wieder die Kraft dazu habe. Mein Versagen geht mir einfach nicht aus dem Sinn. Und immer noch verwünsche ich den Augenblick, an den mir dieses verfluchte ?au? einfach herausgerutscht ist. Ich hätte jetzt wirklich stolz auf mich sein können...
Statt einer Antwort spüre ich wieder Deine Hände. Sanft aber bestimmt fassen sie mich an meinen Schultern und drehen mich auf den Rücken. Unsere Blicke treffen sich. Liebevoll schaust Du mich an.»Hättest Du es verhindern können?« Der Tonfall der Frage macht klar, daß Du die Antwort schon kennst. Trotzdem schüttel ich noch meinen Kopf. »Nein, hätte ich nicht«, füge ich leise hinzu.»Na also. Dann brauchst Du auch keine Angst haben, daß ich böse bin.«
Deine Hand streicht über meine Wange, verwischt die Spuren meiner Tränen. Irgendwie kann ich es gar nicht glauben.»Auch nicht enttäuscht?« Forschend schaue ich in Deine Augen, versuche Deine Gedanken zu ergründen. Ein kurzes Zögern. »Nicht wirklich, mein Schatz. Den Rest lernst Du noch.«
Eine bessere Antwort hätte ich nicht bekommen können. Du hast es also noch nicht aufgegeben, mich zu Deiner Sklavin erziehen zu wollen. Du beugst Dich zu mir herunter. Während Deine Hand weiter meine Wange streichelt, drückst Du mir einen zärtlichen Kuß auf den Mund. Ich schließe die Augen und genieße. Einfach wunderschön: Deine Lippen zu spüren, Dich zu schmecken und zu riechen. Ich schließe meine Hände um Deinen Rücken und ziehe Dich an mich.
KAPITEL 11
Ich stehe auf und gehe zum Telefon. Ich schließe die Tür, Du kannst nichts mitbekommen. »Komm Schatz, wir haben noch was vor. Du wirst Dich anziehen. Einen Pulli, Jeans, Strümpfe und feste Schuhe. Schau nicht so, ja ich sagte Jeans.«
Ein erstaunter Blick trifft mich. »Darf ich vorher noch Duschen?« Nein, erst wenn wir wiederkommen! Sofort stehst Du auf und tust, was ich gesagt habe. Ich nehme Dich an der Hand und gehe mit Dir zur Tür. Die Treppe runter Richtung Auto. Ich öffne Dir die Tür. Dann steige ich selber ein. Ich starte den Wagen und fahre los.
Ach nochwas, Du bist nun wieder still! Ich fahre wieder Richtung Autobahn, wie heute morgen. Auf dem 1. Autobahnparkplatz halte ich an. Ich lege Dir eine Augenbinde an, nun bist Du blind. So schon geht die Fahrt weiter.
Nach ca. 20 Minuten halte ich an, steige aus und führe Dich aus dem Wagen zu einem Stuhl. Du kannst Dich hinsetzen mein Schatz. Hallo Egon, wie geht es Dir? Darf ich Dir meine Sklavin vorstellen? Das ist bea. bea das ist Egon.
So, sagt Egon, dann wollen wir mal wiegen. Ich führe Dich zur Wage, Die Augen bleiben verbunden. Gut so, Ich bringe Dich wieder zum Stuhl. Du kannst das Geräusch einer Ratsche hören. Sicher hast Du keine Ahnung, was nun folgen wird.
Egon legt Dir ein Geschirr, wie ein Rucksack an. Nun werden feste Ledermanschetten an Deine Beine gemacht. So fertig, steh auf mein Schatz.
Ich führe Dich ein Stück, drehe Dich um und führe Deine Hände an zwei Eisenstangen, die senkrecht neben Dir stehen.
Wir sind soweit, kannst anfangen Egon. Ein Dieselmotor wird gestartet. Auf einmal erschrickst Du, der Boden auf dem Du stehst, bewegt sich.
So mein Schatz, nun kommt Deine Prüfung. Ich nehme Dir die Augenbinde ab. Dein Erschrecken wird noch viel größer.
Du stehst auf einer Plattform, die an einem Kran hängt. Wir sind schon 20 Meter hoch und es geht weiter. Deine Füße sind direkt an der Kante zum Abgrund.
Halte Dich schön fest, es geht 50 Meter hoch. Dir wird nichts geschehen, vertrau mir. Nun werde ich Dir alles erklären. Egon ist ein Freund von mir. Er fährt mit seinem Kran durch ganz Deutschland und veranstaltet Bungeespringen. Du bist fest angegurtet, Dir kann nichts geschehen.
Noch 10 Meter, dann sind wir oben. Du hast vorhin gesagt, Du wirst alles tun, was ich verlange. Nun kannst Du es beweisen.
Noch 5 Meter.
Du schüttelst den Kopf. Bitte nicht Meister, BITTE, BITTE. Alles, aber nicht das. Das waren gerade 90 Sekunden. Du hast Sprechverbot.
Der Kran stoppt, Die Angst steigt in Dir auf. Ich sehe es Dir an, Du machst Dir gleich in die Hose
So mein Schatz, überlege nun ganz genau. Sage ein Wort und ich werde Egon rufen und wir fahren runter. Dann ist alles, ich wiederhole ALLES vorbei. Oder spring.
Ich sehe jeden Gedanken von Dir. Hast Du gesagt Alles? Scheiß Angst. Du schaust mich an, ich gebe Dir einen Kuß. Deine Augen schließen sich, Du läßt Dich einfach fallen.
Ein Schrei, kurz darauf bewegt sich der Kran nach unten. Unten angekommen nehme ich Dich sofort in meine Arme. Nun bist Du meine Sklavin! Ich greife in meine Hosentasche und nehme ein Halsband und lege es Dir um den Hals.
Dieses Band wirst Du von jetzt an immer tragen. Es ist das Zeichen, daß Du nun mein bist.
Deine Fesseln werden gelöst, wir steigen ins Auto ein, fahren nach hause und verlebten einen wunderschönen Abend.