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Das Mädchen Jasmin

von Martin K. (© 1998)

Teil 2: Die Entführung

Jasmin saß mit dem Rücken am Kopfteil lehnend auf ihrem Bett, den Walkman über den Ohren und blätterte in einer Frauenzeitschrift. Unbeachtet spulte der Fernseher das Abendprogramm und die Werbepausen herunter. Als sie trotz der Kopfhörer das Klingeln des Telefons vernahm, riss sie kurzerhand den Stecker aus der Dose und dreht den Walkman lauter. Seit zwei Tagen wurde sie von obskuren Anrufern belästigt, die nach dem "Eskortservice Jasmin" fragten und ihr Geld, freie Kost und Logis in Nobelhotels, teilweise sogar im Ausland, boten, wenn sie nur Ja sagen würde. Anfangs dachte sie an einen einzelnen Spinner, als die Anrufe aber nicht abrissen und stets verschiedene Männer an der Leitung waren, wurde sie so langsam nervös. Die meisten entschuldigten sich auch höflich und waren nicht weiter unfreundlich, doch der eine oder andere wurde auch schon verbal zudringlich.

Nachdem Jasmin aber keine Privatanrufe erwartete, konnte sie getrost alle Anrufe ignorieren und hoffen, daß sich dieser Irrsinn mit der Zeit von alleine legte.

In ihrer Zeitschrift war sie auf den Modeseiten angelangt. Die abgebildete Wäsche erinnerte sie an die Wäschestücke, die sie von ihrem Date mit Horst und Barbara mitgebracht hat. Sie schloß die Augen und legte den Kopf zurück. Ob die beiden sehr enttäuscht von ihr waren? Sie hatte das ausgemachte, zweite Date einfach platzen lassen, nachdem das erste Verwirrung und gemischte Gefühle in ihr zurückgelassen hatte. Sie brachte noch nicht einmal den Mut auf, telefonisch abzusagen. Sie würden bestimmt jemand anders finden, mit dem sie spielen könnten. Ihr jedenfalls hatte das Erlebte nicht den erhofften besonderen Kick gegeben, den sie sich erträumt hatte.

Ihre Gedanken schweiften ab, sie kam begleitet von ihrer leicht hypnotischen Musik ins träumen. Ganz nüchtern war sie auch nicht mehr - neben ihr stand ein Glas mit einem Rest Campari-Orange und es war nicht das erste. Doch ihre Träume wurden jäh unterbrochen: Jasmin riss zu Tode erschrocken die Augen auf, als sie kräftig an Armen und Beinen gepackt wurde und mit allen vieren von sich gestreckt auf dem Bett langgezogen wurde. Die Schrecksekunde wandelte sich in fassungsloses Erstaunen als sie Barbara über sich erkannte, neben ihr auf der anderen Seite des Bettes Horst und am Fußende hielten eine weitere Frau und ein weiterer Mann ihre Fußgelenke fest im Griff. Vor lauter Überraschung vergaß sie jegliche Gegenwehr und so hatte sie, bevor sie sich versah, breite Lederfesseln um Arm und Beingelenke, die die vier mit dünnen aber stabilen Stricken an den vier Füssen des breiten Bettes anzurrten. In ihren vor Erstaunen offenen Mund bekam sie kurzerhand einen Gummiknebel gedrückt, den sie trotz Gegenwehrversuch mit einem Band um den Kopf geschnallt bekam und der Sprechen oder gar lautes Schreien schon im Keim erstickte.

"Guten Abend meine Kleine", brach Barbara das Schweigen. "Du hast uns schwer enttäuscht. So einfach nicht zu erscheinen - dir hätte klar sein müssen, dass wir uns das nicht so einfach gefallen lassen können." Jasmin wollte eine Entschuldigung stammeln oder eine Erklärung der Umstände, doch der Knebel verhinderte jegliche Verständigung.

"Und wie du wieder ausschaust! Soll das ein Outfit sein, das auch nur annähernd feminin wirkt?" Sie deutete verächtlich auf Jasmins samtartigen Schlafanzug. Horst war schon mit einer Schere von Jasmins Schreibtisch zur Hand, mit der Barbara kurzerhand begann, beide Ärmel der Länge nach aufzuschneiden. Es folgte ein Schnitt längs durch das Oberteil, zwei Schnitte die Hosenbeine entlang und schon lag Jasmin völlig nackt vor allen Augen. "Nun schaut euch das an: Rasiert hat sie sich auch nicht mehr. Na, da ist ja einiges fällig. Aber wir wollen erstmal ihre Reisetasche packen für ihren Urlaub." Barbara wandte sich an das begleitende Pärchen: "Sucht eine oder zwei passende Reisetaschen und packt alles ein, was sie auf eine zweiwöchige Auslandsreise mitnehmen würde. Schaut nach Medikamenten, Pille, Kleidung, Ausweis, Geldbeutel, Schlüssel. Alles was wichtig ist." Jasmin blickte den beiden nach, die Jasmins große Sporttasche nahmen und damit im Bad verschwanden. Doch ihre Aufmerksamkeit wurde wieder vor Barbara beansprucht, die sich neben sie auf die Bettkante setze und damit begann, Jasmins Brustwarzen mit den Fingernägeln zu berühren und zwischen den Fingern zu zwirbeln. Sie schloß die Augen und versuchte sich zusammenzureissen doch sie konnte sich nicht gegen die aufkommende Erregung wehren. Als sie auch noch Barbaras Hand an ihren Oberschenkeln langsam nach oben streichend spürte, war jeder Versuch ruhig zu bleiben sinnlos geworden. Sie begann sich in ihren Fesseln vor Lust zu winden und zu stöhnen es war plötzlich völlig gleichgültig, daß sie nackt vor vier Leuten auf ihrem Bett lag und nicht begriff, was das alles sollte. Alles was zählte waren Barbaras geschickte Finger, die genau wussten, was eine Frau in den siebten Himmel treiben konnte. Und als sie dann noch den Knebel abgenommen bekam und Finger an ihren Lippen spürte, öffnete sie sofort den Mund und begann an ihnen mit geschlossenen Augen zu saugen. Vor Erregung schmeckte sie nicht das Pulver an Barbaras Fingerspitzen. Doch nach einigen Sekunden kam zu ihrer Erregung plötzlich ein bisher nie erlebtes Gefühl, als ob jemand einen Farbeimer in ihrem Kopf ausgeschüttet hatte. Sie riss irritiert die Augen auf und sah alles plötzlich wie durch Watte in irren Farben und seltsam entfernt. Es klang alles surreal, begleitet von Geräuschen und Tönen, die in ihrem Kopf zu entstehen schienen. Sie befand sich in einem Rausch von Erregung und gleichzeitigem Wahnsinn, der sie völlig orientierungslos machte. Sie nahm verzerrt wahr, daß ihre Wohnung gründlich gefilzt wurde, daß sie etwas mit ihrem Anrufbeantworter anstellten, daß sie diverse Sachen vom Schreibtisch nahmen und in die Reisetasche packten und anderes darauf arrangierten. Völlig abwesend nahm sie auch wahr, daß ihre Fesseln gelöst wurden, daß sie irgendwelche Kleidung anbekam und man sie in die Mitte nahm als sie die Wohnung verliessen, doch sie war nicht Herr ihrer Sinne. Sie hatte keine Vorstellung, wie lange sie Irrlichter in der Nacht durch Autoscheiben vorbeihuschen sah, ob sie zwischendurch geschlafen hatte und sie fünf Minuten oder fünf Stunden unterwegs gewesen waren.

Ihre erste klare Wahrnehmung war Kälte. Es war kalt und fast absolut dunkel. Sie war nackt und spürte Stroh unter sich. Der Versuch sich aufzurichten wurde jäh durch einen Ruck und ein metallisches Rasseln unterbrochen: Sie trug ein eisernes Halsband das mit einer kurzen Kette an einen Eisenring angeschlossen war, der offenbar in den Boden eingelassen war. Sie drehte den Kopf zur Lichtquelle. Durch eine kleine vergitterte Öffnung in der Tür fiel ein schwacher Lichtschein herein. Als sich ihre Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte sie auch die Wände erkennen. Ein kleiner, fensterloser Raum, unverputzt, ohne besondere Einrichtungsgegenstände. Jasmin scharrte noch etwas Stroh zusammen und versuchte sich damit zuzudecken. Wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte sie noch an einen Traum geglaubt, doch das stechende aber wärmende Stroh, das schwere Halseisen und die Temperatur machten jeden Glauben an einen Traum zunichte. Sie kauerte sich zusammen und es gelang ihr auch noch einmal einzuschlafen.

Jasmin fuhr aus den Träumen, als die Tür aufgeschlossen wurde. Plötzlich flammte eine Lampe auf und sie schloss geblendet die Augen. "Gut geschlafen?" Barbaras Stimme. Jasmin blinzelte sie von unten an. "Es ist so kalt", antwortete sie leise. "Ich lasse dir etwas zum anziehen bringen. Nachdem du offenbar Wäsche nicht schätzt, werden dir schmucklose, grobe Stoffe vielleicht eher zusagen." Barbara trat in den Gang hinaus und sprach ein paar Sätze zu einer Person, die ausserhalb Jasmins Sichtbereich war. Dann kam sie wieder in den kleinen Raum. "Willst du jetzt aufstehen oder willst du weiter so liegenbleiben?" Das Halseisen mit der kurzen Kette verhinderte bisher jede Möglichkeit sich zu erheben und die Aussicht, dies zu ändern liess Jasmin das Aufstehen wählen. "Gut, dann wollen wir mal." Barbara trat an eine Raumecke und öffnete ein Schloss an einer Kette, die dort von der Decke hing. Sie liess das andere Ende der Kette von der Decke herab und befestigte dies mit einem kleinen Schloss am Halseisen, bevor sie die kurze Kette löste. "Aufstehen bitte", sagte sie bevor sie begann, die Kette an der Wand anzuziehen. Jasmin beeilte sich, sich zu erheben, bevor das Halseisen ihr die Luft abdrücken konnte, als Barbara die Kette immer weiter anzog. Schliesslich stand Jasmin mitten in diesem kleinen Raum. Barbara nahm zwei Fußeisen von der Wand und verschloss sie um ihre Knöchel. Nun griff sie sich noch eine Eisenstange. "Beine auseinander!" befahl sie. Jasmin begann die Beine zu spreizen und als sie mit den Füssen einen guten Meter weit auseinander stand, schien Barbara zufrieden zu sein. Sie schloss die Eisenstange an die Fußeisen, auf daß Jasmin ihre Beine nicht mehr anders stellen konnte. Nun kam auch Horst in den Raum. Er brachte eine Videokamera, einen Scheinwerfer und etwas, das wie ein grober Jutesack aussah. Barbara nahm sich dieses Stück Stoff und beim Auseinanderfalten wurde deutlich, daß dies nicht viel anderes war als ein sackartiger Überwurf mit einer Öffnung für den Kopf und zweien für die Arme. Barbara schloss das Halseisen auf und bedeutete Jasmin die Arme hochzunehmen, um sich dieses rauhe Stück Stoff überzustreifen. Es kratzte schon furchtbar beim hineinschlüpfen, doch vielleicht würde es wenigstens etwas wärmen. Währenddessen hatte Horst die Videokamera vor ihr auf dem Boden auf einem kleinen Stativ aufgebaut. Er schloß den Scheinwerfer an und richtete ihn auch auf sie. Als er ihn anschaltete, schloß sie geblendet die Augen. Das Halseisen blieb ihr nun auch erspart, stattdessen bekam sie Handeisen, die mit der Kette über ihrem Kopf stramm nach oben gezogen wurden. Ein breiter Ledergürtel, der ihr eng um den Bauch geschnallt wurde, schien ihren seltsamen Aufzug zu vervollständen, der noch nicht einmal lang genug war, um ihre Scham zu bedecken. Der auf sie gerichteten Kamera auf dem Fußboden, die schon angeschaltet war und leise summte, würde nicht der kleinste Tropfen Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen entgehen. Jasmins Aufmerksamkeit wurde nun auf einen Metallstab gelenkt, auf den Horst nun einen nicht gerade kleinen Dildo aufsteckte und dann Barbara weiterreichte. Die kniete sich vor Jasmin und begann, diesen aufgespiessten Dildo allen Schmerzenslauten zum Trotz mit einem unnachgiebigen drehenden Bohren Jasmin einzuführen, die auf derartiges völlig unvorbereitet und trocken war. Sie spürte Tränen über ihre Wangen laufen, doch Barbara presste ihr den Dildo so tief in den Leib, bis sie den Metallstab auf die Spreizstange zwischen den Beinen aufsetzen und dort einrasten konnte. Doch die Vorbereitungen schienen immer noch nicht abgeschlossen zu sein. Horst hielt Barbara eine geöffnete Schachtel hin. Aus den tränengefüllten Augen sah Jasmin, wie Barbara Klammern mit Gewichten herausnahm, die man sonst an Tischdecken klemmte. Und schnell schossen Jasmin erneut Tränen in die Augen, als Barbara eine nach der anderen an ihre Schamlippen klammerte, bis die Schachtel leer war. Endlich schienen die beiden mit ihrem Werk zufrieden zu sein und betrachteten es sich genüßlich. Jasmin versuchte, völlig regungslos zu stehen, denn jede Bewegung verursachte ihr Schmerzen - Schmerzen durch den aufgespießten Dildo, Schmerzen durch die stramm sitzenden Klammern und die baumelnden Gewichte. Horst konnte es sich nicht verkneifen, um die Gepeinigte herumzugehen und ihr ein paarmal mit der flachen Hand auf die entblößten Pobacken zu schlagen. Jasmin schrie auf. Nicht die Schläge, die sofort ein leicht gerötetes Hinterteil hinterliessen, sondern die schwingenden Gewichte an den Klammern liessen sie vor Schmerz aufschreien. Dieser beissende, ziehende Schmerz an den Schamlippen liess sie fast wahnsinnig werden. Krampfhaft versuchte sie ihren Körper still zu halten, um die Bewegungen der Gewichte auspendeln zu lassen. So nahm sie nur entfernt wahr, daß die Tür ihres Verlieses ins Schloss fiel und mit einem metallischen Geräusch ein Riegel vorgeschoben wurde. Als der Schmerz langsam nachliess und Platz für andere Empfindungen machte, spürte sie, daß sie im grellen Licht schweissgebadet sein musste. Das leise Summen der Videokamera war das einzige verbleibende Geräusch. Die Kette, an der ihre Arme nach oben gezurrt waren, waren zu stramm gespannt, um klirren zu können. Jasmin atmete schwer. Der Druck des Stabes in ihrer Scheide machte sich bemerkbar. Sie versuchte sich leicht und langsam zu bewegen, um vielleicht etwas weniger verkrampft stehen zu können. Die sanfte Bewegung ihres Beckens schob den Dildo in ihrer Scheide sofort in andere Positionen und mit Erstaunen spürte sie Erregung in sich aufsteigen. Als sie den Oberkörper noch etwas bewegte, rieben ihre erhärteten Brustwarzen an dem groben Stoff ihres Juteoberteils und liessen ihr wider Willen einen wohligen Schauder über den Rücken fahren. Vorsichtig, um die Klammern mit den Gewichten nicht unnötig in schmerzhafte Schwingungen zu versetzen, versuchte sie nun, mit wiegenden Beckenbewegungen die Stimulation durch den Dildo zu verstärken und sich zugleich durch ein Winden des Oberkörpers kräftiger ihre Nippel an dem Stoff zu reiben. Schnell erreichte sie einen Rythmus, der sie anheizte und weiter trieb. Und je stärker der Grad ihrer Erregung wurde, um so heftiger wurden ihre Bewegungen mit dem Becken und um so weniger schmerzhaft empfand sie nun das Pendeln der Gewichte. Im Gegenteil, sie empfand den durch sie entstehenden Schmerz nun gerade aufpeitschend und luststeigernd und ging immer weiter. Mit kräftigen Fickbewegungen auf ihrem Mast steigerte sie sich in ein Stakkato, das die Gewichte kräftig auf und ab hüpfen und an den Klammern zerren liess. Laut keuchend ritt sie auf ihrem Stab einem Höhepunkt entgegen, wie sie es bisher noch nicht gekannt hatte. Der Schweiss lief ihr am wild fickenden Körper herab, glänzend im Scheinwerferlicht. Sie trieb es derart wild, daß zwei der Klammern von ihren Schamlippen sprangen und von dem dadurch hervorgerufenen Schmerz wurde ihr Höhepunkt endlich herbeikatapultiert, begleitet von lauten, wilden Schreien der Ekstase.

Wie einen langen Rausch erlebte sie diesen Höhepunkt, versuchte das Hochgefühl durch erschöpfte, langsame Bewegungen noch so lang wie möglich zu erhalten, bis sie nach endlos erscheinender Zeit, in der noch diverse Hochgefühle durch ihren unkontrollierbaren Körper zuckten, in den Armfesseln hängend und schwer atmend zur Ruhe kam. Bestimmt eine Viertelstunde hing sie wie ein nasser Sack im Raum, bis das Kribbeln in den tauben Händen und der heftige Druck durch den tief in ihr steckenden Dildo die Oberhand gewann. Sie sammelte sich langsam, spannte die Beinmuskeln an, um die Arme etwas zu entlasten und versuchte sich lang zu machen, um vielleicht von diesem Stab zu steigen. Doch das war vergebliche Liebesmüh - zu wenig Spielraum blieb ihr, um dieses Vorhaben umzusetzen. Nun begannen auch noch die Arm- und Beinmuskeln zu schmerzen, die nun schon ungewohnt lang in diese Stellung gezwungen wurden. Mit der geringen Bewegungsmöglichkeit, die ihr geblieben war, versuchte sie ihr Möglichstes, um ihre Muskeln etwas zu lockern, doch alles brachte immer nur kurze Entlastung und den Nebeneffekt, daß ihr die verbliebenen Klammern durch pendelnde Gewichte unangenehm ins Bewusstsein gebracht wurden. Zudem machte sich, wie stets nach einem Höhepunkt, ein zunehmend unerträglicher Harndrang bemerkbar. Als nach einer unendlich scheinenden Viertelstunde immer noch nichts passiert ist, überwand sich Jasmin, nach Horst und Barbara zu rufen. Erst vorsichtig und zögernd, dann lauter, bis sie endlich das Geräusch einer Tür und eine entfernte Stimme hörte: "Ich komme schon, ruhig Blut, ich komme!" Eine Frauenstimme zweifellos, doch nicht Barbaras. Der Riegel wurde zurückgeschoben und die Tür geöffnet. Jasmin blinzelte im grellen Licht, dann sah sie eine kräftige, grauhaarige Frau um die fünfzig hereinkommen. Einfach gekleidet, mit gutmütigem Gesicht und offenbar in keinster Weise überrascht, Jasmin in dieser Situation vorzufinden. "Bitte, gute Frau, ich muss ganz dringend. Bitte!" "Jaja, das denke ich mir", erwiderte sie geflissentlich, während sie die Videokamera und den Scheinwerfer wegnahm und beides auf den Flur brachte. Sie nahm die leere Schachtel zur Hand und sammelte die davongeflogenen Klammern von Boden auf. "Ich muss dir aber erst die Klammern abnehmen, das kann sehr unangenehm werden", meinte sie mit sorgenvollem Gesicht. "Bitte, ich bin froh, wenn Sie sie mir abnehmen!"

"Nun gut, ich versuche, vorsichtig zu sein." Sprachs und kniete sich vor Jasmin hin. Sie griff nach der ersten Klammer und löste sie ganz langsam von der Schamlippe. Ein brutaler Schmerz fuhr durch Jasmins Körper, der sich sofort verkrampfte und sie zu einem lauten Schrei veranlasste.

"Es tut mir wirklich leid, aber es geht nicht anders, wenn sie ab sollen." Jasmin atmete stoßartig und brauchte etwas, bevor sie antworten konnte: "Ist schon gut, es tut nur höllisch weh."

"Kann ich weitermachen?"

"Ja."

Und wieder: Ein Schmerz durchfährt den Körper, ein Schrei durchhallt den Raum, kurze Erholungspause. So geht das noch drei weitere Male, dann ist es endlich überstanden. Mathilde, so hat sich die gute Frau mittlerweile vorgestellt, tupft ihr mit einem Tuch den Schweiss aus dem Gesicht. Dann wandte sie sich der Stange zu, die noch immer in ihrer Scheide steckte. Sie löste die Verriegelung an der Spreizstange und zog sie dann vorsichtig aus der Scheide. Jasmin atmete tief durch, als sie endlich aus ihr verschwunden war. "Bitte beeile dich, ich muss ganz dringend!" "Ist gut, wir sind auch soweit." Jasmin spürte Stoff zwischen ihren Beinen und blickte an sich herab. Ungläubig sah sie Mathilde zu, die ihr mit geübtem Griff eine Einwegwindel umlegte und diese mit den Klebebändern verschloss. "Fertig, du kannst jetzt." Fassungslos starrte Jasmin Mathilde an. "Ich soll...?"

"Ja sicher, willst du, daß es dir die Beine entlang auf den Boden läuft? Ich darf dir die Spreizstange zwischen den Beinen aufschliessen, aber es hat nicht geheissen, daß ich dich losbinden darf." Mathilde bückte sich noch einmal und schloss die Fussfesseln auf, worauf Jasmin endlich die Beine normal nebeneinander stellen und etwas ausschütteln konnte. Auch die Armfesseln waren dadurch nicht mehr so stramm und die Arme konnten gelockert werden. Jasmin überlegte angestrengt. "Das heisst, ich soll hier so stehen bleiben und in die Windeln pinkeln?" Diese Vorstellung widerstrebte ihr zutiefst und sie konnte nicht glauben, daß dies wirklich ernst gemeint war. "Sei glücklich, daß dir die Herrin keinen Katheder legen läßt." "Aber ich kann doch nicht hier den ganzen Tag einfach so mit hochgehobenen Armen stehen und warten, daß die Zeit vergeht?" "Was willst du sonst tun? Schlafen kannst du vergessen. Es wird dir schon nicht langweilig werden, ich werde sehen, daß ich dir nachher noch etwas zu essen und zu trinken vorbeibringe. Außerdem glaube ich, daß der Friseur heute noch kommt. Aber ich muß jetzt erstmal gehen, ich lasse dir das Licht an."

Mathilde verabschiedete sich und verschwand, nicht ohne die Tür hinter sich zuzuziehen und zu verriegeln.

Jasmin war verwirrt. Was sollte das mit Friseur? Was haben sich Horst und Barbara eigentlich dabei gedacht, sie so zu verschleppen? Und was haben sie nun weiter vor? Wird es bei einer Wochenendsession bleiben oder sollte sich ihr unfreiwilliger Aufenthalt nun länger gestalten? Ihr kam in den Sinn, daß Barbara bei dem überfallartigen Auftauchen in ihrer Wohnung etwas von "Urlaub" redete. Das könnte bedeuten, daß sich ihre Anwesenheit in diesen unfreundlichen Räumlichkeiten länger ausdehnen könnte. Überhaupt - wie waren sie so problemlos in ihre Wohnung gekommen? Ob sie bei diesem einen Wochenende einen Nachschlüssel angefertigt haben? Gelegenheit dazu hätten sie gehabt. Allerdings würde das bedeuten, daß sie schon bei diesem ersten Sondierungstreffen weiteres im Schilde geführt haben.

Dann haben sie wahrscheinlich auch diese Kontaktanzeige mit der "Begleitagentur Jasmin" in der Zeitung veröffentlicht, nach deren Erscheinen ihr Telefon nicht mehr stillgestanden hatte. Aber wo war der Zusammenhang?

Sie wurde abrupt aus den Gedanken gerissen, als ihr Körper dem Drang auf Blasenentleerung spontan nachgab. Sie biss sich vor Scham auf die Lippen, doch zugleich war sie froh, daß sich sofort Erleichterung breitmachte und so liess sie es einfach geschehen. Der Vliesstoff wurde großflächig feucht und das Gewicht des Urins in der Windel liess diese schwer werden, doch sie blieb dicht, auch wenn die Nässe die gesamte Windel ausfüllte.

Bald schweiften ihre Gedanken wieder ab, trieben von hier nach dort und liessen in dem fensterlosen Keller jedes Zeitgefühl verschwinden. Sie begann irgendwann ein paar Schritte zu gehen, soweit die hochgezogenen Arme es ihr erlaubten, blieb dann wieder auf dem Fleck stehen. Die Arme schmerzten etwas, die Beine ebenfalls, die Zeit wurde lang. Ab und zu glaubte sie entfernt Schritte oder Stimmen zu hören. Dann klang es nach einem Poltern oder nach zufallenden Türen. Ein anderes Mal wie Peitschenhiebe und Schreie. Doch irgendwann war sie nicht mehr sicher, ob das real oder Einbildung war. Nichts war greifbar und deutlich, alles war irgendwie entfernt und irreal. Zusammenhang- und sinnlos - genauso konnte ihr Aufenthalt hier als zusammenhanglos und sinnlos beschrieben werden. Zu diesem Zeitpunkt wußte sie nicht, daß Horst und Barbara noch viel mit ihr vor hatten.

Zum dritten Teil


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