Der Text enthält Beschreibungen von sexuellen Szenen und ist daher für Kinder und Jugendliche ungeeignet. Vor einem "Nachstellen" oder "Nachspielen" der hier beschriebenen Szenen wird ausdrücklich gewarnt. Denke immer daran: Sicherheit geht vor!
Wir hofften beide, Gleichgesinnte finden zu können, die uns anleiten, führen, aufbauen könnten. Leute, deren Erfahrung, deren Vorbild, uns über die Grenzen unserer Erziehung helfen könnten. "Also die von L&L, haben mir nach langem hin und her ein paar Adressen genannt. Ja, Ja - Privatadressen. Ich habe einige angerufen - hörst du noch?", fuhr Markus fort. "Ja - natürlich", meinte ich aufs äußerste gespannt, "und?" "Ja - also - äh, so ohne weiteres, also -", sein Stammeln machte mich rasend. "Red' schon, was haben die gesagt?", drängte ich. "Äh, Charly, also - sie wollen erst mal sehen, ob wir so Spanner oder Spinner sind und so...", ließ er die Katze langsam aus dem Sack. Markus machte es wirklich spannend! Es dauerte Ewigkeiten, wie er sich alles Stückchen für Stückchen aus der Nase ziehen ließ. Am Ende unseres Gesprächs hatte ich folgendes behalten. Es gab in der Stadt eine Gruppe von Leuten, ähnlich wie wir. Sie trafen sich regelmäßig. Neben schlichten Zusammensein und netten Gesprächen, würden solche Treffen stets auch genutzt um Sklaven und Sklavinnen anderen vorzuführen und sonstige 'einschlägige' Aktivitäten. Bevor wir hoffen durften, in diesen Kreis aufgenommen zu werden, wollten sie uns kennenlernen. Einzeln! Ich würde am Morgen ein Erkennungszeichen im Briefkasten finden, das ich stets bei mir tragen solle, bis mich jemand ansprechen würde.
Bei dem Gedanken, welcher Art dieses Kennenlernen sein würde, wurde meine Kehle trocken - ob die Person mich wohl auf meine 'Brauchbarkeit' als Sklavin würde testen wollen? Als ich einschlummerte, mußte ich gerade in einem Innenstadtlokal mein Höschen ausziehen und in die Herrentoilette gehen, bis mein Herr nachkommen würde um mich... Die Träume dieser Nacht hätten ein Buch füllen können, ein anregendes dazu! Als ich in der Frühe die Zeitung aus dem Briefkasten nahm, fiel eine Kette heraus. Sie war zu schmal für den Hals und zu weit für das Handgelenk. Ein schlichtes goldenes Kettchen, dessen einzige Besonderheit die 15mmm hohe Plastik einer knienden Frau war. Die Frau war so angebracht, daß sie mit über den Kopf gehobenen Händen an die Kette gefesselt schien. Entsprechend ihres Umfanges, beschloß ich das Kettchen am rechten Fußgelenk zu tragen. Mir selbst kam diese Art Schmuck zu tragen zwar höchst merkwürdig vor, in meiner Umgebung schien es aber niemandem aufzufallen.
Das Gefühl der nächsten Stunden war unbeschreiblich. Ich nahm meine Mitmenschen mit nie gekannter Bewußtheit wahr. Wer würde es sein, jemand aus der Agentur, der Kerl, der mir in der U-Bahn gegenüber saß und mich aufmerksam musterte, die Dame, die neben mir im Schuhgeschäft bedient wurde und dieses knappe Lederkostüm trug? An diesem Tag war ich umgeben von Voyeuren, vermutlichen Sadisten, Frauen, die ihre Nächte in Ketten verbrachten und mich bespitzeln mußten - es war unvergeßlich. Mehr als ein Mal war ich drauf und dran jemanden anzusprechen, er solle das Katz und Maus spielen lassen und mir sagen, was von mir erwartet wurde. Im letzten Moment bekam ich stets Zweifel, errötete flüchtig und wendete mich rasch ab, um hastig in der Menge unterzutauchen.
Endlich war ich dem Job und dem Einkauf in der Stadt entronnen. Meine Bereitschaft, mich mit Fremden auf ein Abenteuer einzulassen, mußte dem Blindesten aufgefallen sein. Erleichtert stellte ich die Taschen an der Haustür ab, knipste die Außenbeleuchtung an, bückte mich und begann die Einkaufstaschen nach dem Schlüssel zu durchwühlen. "Suchen sie etwas?", überfiel mich ein junger Mann, Mitte zwanzig. Ich musterte meinen 'Tester' wortlos. Nach einer Weile peinlichen Schweigens, stellte ich den rechten Fuß vor, so daß man die Kette deutlich sehen konnte und meinte: "Ich nehme an, sie wollen zu mir?" Der Junge murmelte etwas von 'alter Tante, nicht zu hause' und verschwand auf seinem Fahrrad - ich mußte über mich selber grinsen und nahm mir vor, mit mehr Gelassenheit zu warten, bis 'Sie' den ersten Schritt tun würden.
Als ich ins Haus ging und die Treppenhausbeleuchtung anknipste, war es allerdings mit meiner 'Gelassenheit' schon wieder vorbei: er war da. "Endlich kommen sie, ich dachte schon sie würden ewig einkaufen!", empfing er mich. Ich schätzte ihn auf Mitte dreißig, etwa 1.80 groß, dunkles, kurz geschnittenes Haar, kräftige aber gepflegte Hände, athletische Figur - er gefiel mir eigentlich. "Bringen sie den Einkauf nach oben, ich warte im Wagen auf sie!", befahl er. Er mußte gesehen haben, wie ich erschreckt erbleichte, denn er setzte, bestimmt aber freundlich, hinzu: "Keine Angst -noch nicht - wir fahren nur zum Essen!" Beim Essen, wir waren beim Griechen, erwies er sich als charmanter Plauderer und aufmerksamer Gastgeber. Im Gegensatz zu Markus, hatte er aber offensichtlich nicht die geringsten Schwierigkeiten, in leichthändigem Stil mit mir über Dinge zu reden, die üblicherweise den intimen Momenten enger Partner vorbehalten bleiben. Seine Selbstsicherheit erstaunte mich. Ich wunderte mich kaum noch, das ich mich auch noch geschmeichelt fühlte, als er konstatierte: "Bei allem Respekt für ihren Geschmack, was die Garderobe angeht, muß ich darauf bestehen, ihre hinreißende Figur heute abend noch unverhüllt zu bewundern. Wollen wir gehen?"