Note: This story was dynamically reformatted for online reading convenience. Business Underground Disclaimer: In dieser Geschichte werden sexuelle Handlungen deutlich beschrieben. Wenn diese Art Geschichten nicht Deinen Vorstellungen von einer erotischen Geschichte entsprechen oder Du selbst nicht volljährig bist oder diese Art Geschichten dort, wo Du lebst, nicht den lokalen Gesetzen entsprechen, lösche sie jetzt bitte sofort. Version 1 (2001): Zusammenkopiert aus verschiedenen Mails Version 2 (2004): Weitergesponnen und die fragwürdige Interpunktion des ersten Version überarbeitet Dritter Tag Du erscheinst pünktlich zum Dienst, heute mit einem langen Rock um die Kratzer an deinem Bein zu kaschieren. Stinknormale Bürotätigkeit läßt dich fast vergessen, was hier gestern passiert ist. Unnormale dinge für ein Büro, um es mal stark untertrieben auszudrücken. Die ganze Nacht hast du unruhig geschlafen, die Bilder von der wehrlosen, ausgelieferten nackten Frau, von den Hieben und Schreien haben dich nicht losgelassen. Sie haben dich bis in deine Träume hinein verfolgt, du bist dir nicht ganz sicher, aber war da nicht dieser eine, besonders real erscheinende Albtraum, in dem DU statt ihrer das Opfer warst? Aber, wieso bist du dann nicht heilfroh und schweißgebadet aufgewacht wie nach einem normalen schlechten Traum? Wieso war da diese Enttäuschung, als der Wecker dich aus dem Traum gewaltsam herauszog, wieso war da dieses Gefühl zwischen deinen Beinen, in deinen Brüsten? Dieses Gefühl das du eigentlich sonst nur kennst nach...Sex, nach der Art von Sex, bei der mann fix und fertig und frau gerade erst angeheizt ist. War das am Ende gar kein Albtraum? Kurz nach der Mittagspause reißt deine Kollegin dich mit den Worten "ich geh mal kurz zu ihm rein" aus deinen Gedanken. Ist es nun nur dieser latenten Erregung, die dich den ganzen Tag nicht losläßt, zu verdanken, daß dir in dem "zu ihm" etwas mitzuschwingen schien, was so gar nicht zum dienstlichen Verhältnis der beiden zu passen schien? So eine Mischung aus Furcht und Respekt und Erwartung und Unterwürfigkeit und, vielleicht, Liebe? Nein, das bildest du dir alles ein, rufst du dich zur Ordnung, deine Fantasie geht mit dir durch. Während du noch an diesem einen Satz herumdeutest, ist sie bereits hinter der schweren Tür zum Chefzimmer verschwunden und schließt sie hinter sich. In dir kämpfen unterschiedliche Kräfte miteinander, die Neugier, die Angst ertappt zu werden, die Angst wieder einen wichtigen Anruf zu verpassen oder besser zu verpatzen. Aber eben auch die Erinnerung an diese erregende Szene von gestern. Du hältst dich an deinem Kugelschreiber fest und beobachtest fasziniert, was sich auf dem Schreibblock vor dir getan hat, während in dir diese Schlacht tobt. Irgendwer hat ihn nämlich vollgekritzelt, das jungfräuliche weiße Blatt mit blauen Spuren befleckt. Kreise, Kringel, Quadrate, das übliche halt. Aber da ist noch mehr, das da, sieht das nicht verdammt nach einem Frauenkörper aus? Und hier, was mag das da sein, doch nicht etwa...eine Peitsche, neunschwänzig? Da, ein Penis, oder ist es nur ein harmloser Waldpilz? Eine Morchel vielleicht? Nein, das ist definitiv ein erigiertes männliches Geschlechtsteil. Du traust deinen Augen kaum, was da dein Unterbewußtsein zu Papier gebracht hat und zerreißt das Blatt in kleine Fitzel und Fetzen und entsorgst es im Papierkorb Deine Finger trommeln auf der Tischplatte herum, es müssen doch schon Stunden vergangen sein, seit sie weg ging. Du siehst auf die Uhr, zehn Minuten, die Spannung frißt dich schierweg auf. Gut, riskier ich halt meinen Kopf, denkst du, und bastelst an einem Vorwand, das Büro des Chefs zu betreten, schließlich könnten die beiden da ja ganz einfach nur drinnen sitzen und wirklich "richtig" arbeiten. Brauchst du vielleicht dringend eine Unterschrift? Nein, blöd, durchsichtig. Ah ja, du gehst zur Kaffeemaschine, brühst frischen Kaffee auf. Ein guter Mitarbeiter fragt natürlich seine Kollegen, insbesondere wenn sie zufällig auch noch Vorgesetzte sind, ob sie nicht auch ein Täßchen vom heißen starken Schwarzen möchten. Mit der Kaffeekanne in der Hand gehst du mit weichen Knien zur Chefzimmer-Tür. Vorsichtig legst du dein Ohr gegen das holz, es fühlt sich warm und angenehm an auf der Haut deiner Wange. Kein laut dringt heraus, du klopfst zaghaft an, keine antwort. Du greifst zur türklinke, öffnest die Tür einen spaltweit, spähst hinein. Das Büro ist verlassen, wie am Tag zuvor. Du atmest hörbar aus, erleichtert. Du stellst die doofe Kaffeekanne weg und betrittst das Büro. Jetzt wo du weißt, wo sie ist, fällt dir die Tapetentür sofort ins Auge. Du horchst-immer noch kein Muckser wahrzunehmen. Langsam gehst du auf die getarnte Tür in wand zu, öffnest dann auch diese. Diesmal gähnt dir ein schwarzes Loch entgegen. Anscheinend ist die Zeituhr abgelaufen, die Glühbirnen sind aus. Die dunkle Öffnung scheint dich fragend anzuschauen: hast du Mumm, Kleine? Dann komm... Du steckst den Kopf durch den Türrahmen und lauscht erstmal vorsichtig ins Dunkle. Stille, doch da, ganz leise, war das nicht ein Stöhnen? Langsam beginnst du, an der Verläßlichkeit deiner Sinneswahrnehmungen zu zweifeln, vermutlich hörst du, was du hören willst. Oder doch nicht? Angestrengt horchst du die Treppe hinunter, angeblich kann man ja mit geschlossenen Augen besser hören, also: zumachen, die Guckerchen. Wozu auch ins Dunkle starren... Gerade als Du wieder ein Geräusch von unten vernommen zu haben meinst, gerade als du beschließt, ihm ein paar Stufen weit zu folgen, gerade in dem Augenblick holt dich ein höchst profaner Mißton aus deinen Gedanken. Es klingelt nämlich, ein Zimmer weiter, dein Telefon. Halb erleichtert, weil um eine Entscheidung herumgekommen, halb enttäuscht machst Du dich auf den Weg zurück. Du meldest dich, doch am anderen Ende antwortet niemand. So ein Mist, fluchst du, und dafür komme ich extra angestürmt. Und dafür lasse ich mir eine aufregende Tiefgeschoß-Expedition entgehen, fügt eine leise, zweite gedankliche Stimme hinzu. "Wir..." nanu, da ist doch jemand dran, gerade wolltest du auflegen. Eine weibliche Stimme. "Hallo?" versuchst du es also noch einmal. "Wir müssen uns treffen. Noch, noch heute abend" Die Stimme klingt aufgewühlt. "Wer ist denn da bitte?" du glaubst an eine Verwechslung, vielleicht hat sich auch nur jemand verwählt. Deine Gesprächspartnerin ignoriert deine Frage, sie wiederholt "Wir müssen uns unbedingt treffen, kommen sie heute nach Feierabend in den Park" Park? Welcher Park? Wovon redet die Frau? Meint sie vielleicht den kleinen öffentlichen Garten, den du auf dem Weg von der U-Bahn-Station zum Büro jeden morgen und jeden abend durchquerst? "Wer sind sie?" fragst Du noch einmal, irritiert. "Es ist sehr sehr wichtig, daß sie heute abend in den Park kommen" sie nimmt scheinbar überhaupt keine Notiz von dem, was du sagst. "Ich frage nochmal, wer ist da?" langsam wirst du wütend, aber irgendwas hält dich davon ab, den Hörer einfach auf die Gabel zu knallen. "Ihre Vorgängerin" klick, aufgelegt. Du bist perplex und hältst den Hörer noch eine Weile in der Hand, starrst ihn an als könnte er dir aus deiner Verwirrung heraushelfen. Von dem Telefonat abgelenkt, hast du nicht bemerkt, daß man derweil anscheinend im Keller fertig war, womit auch immer man beschäftigt gewesen war. Jedenfalls taucht, für dich urplötzlich und überraschend, Deine Kollegin wieder an ihrem Schreibtisch auf. "War was?" fragt sie mit einem Seitenblick auf deinen Telefonhörer. Du entgegnest "Ähm, nein, nein, da war nur jemand, äh, falsch verbunden" und hoffst, das ihr nichts besonderes auffällt. Irgendwie hast du das Gefühl, das es keine gute Idee wäre, sie auf die merkwürdige Anruferin anzusprechen, die vorgegeben hatte, deine Vorgängerin gewesen zu sein. Genaugenommen hatte diese Unbekannte ja sogar im genau richtigen Moment angerufen, einige Minuten später und du wärst vermutlich schon im Kellergang gewesen, nur um dort von den beiden Rückkehrern überrascht zu werden. Ein leichtes Gefühl der Dankbarkeit und ein noch größeres der Erleichterung durchwallt dich. Erst jetzt fällt dir auf, daß dein Gegenüber sich diesmal, ohne Zwischenaufenthalt in der Toilette zwecks Renovierung, wieder an ihren Schreibtisch gesetzt hat. Sie wirkt heute auch ganz anders als gestern, irgendwie zufrieden, vielleicht sogar befriedigt? Du würdest zu gern wissen, was sich dort im Keller heute abgespielt hat. Und war das da eben ein Lächeln auf ihrem Gesicht? Galt das dir? Es wirkte so, du überlegst, ja, so spöttisch... Während du noch über den Unterschied zwischen Lächeln und Grinsen philosophierst klingelt erneut das Telefon, und irgendwie ist bis zum Feierabend derartig viel los, daß du nicht weiter zum Nachdenken über die Geschehnisse kommst. Erst als du im Mantel vor der Bürotür stehst, fällt dir die merkwürdige Anruferin wieder ein. Du wendest dich noch einmal zurück zu deiner Kollegin, die auch gerade zusammenpackt. "Sagen Sie, ist das eigentlich der einzige Park hier in der Gegend" fragst du, und deutest mit dem Zeigefinger aus dem Fenster die Richtung, in der die Anlage liegen müßte. Verwundert schaut sie dich an. "Sie meinen den Prinz-Rudolf-Garten? Ja, sonst kenne ich hier keinen. Interessieren Sie sich für öffentliche Grünanlagen?" "Nur so" lügst du ungeniert, "ich hatte nur gehört, daß es hier irgendwo sehenswerte Rosenbeete geben soll" Etwas irritiert sieht sie dich an, scheint dir dieses eigenartige Interesse aber abzunehmen. Prinz Rudolf, soso, da hatte sich also wohl mal wieder irgendsoein Möchtegern-Fürst verewigt. Du stehst vor dem Eingang zum Park, ein Rosenspalier, allerdings ohne jegliche Rosen. Du durchschreitest den schmiedeisernen Bogen, ein paar Mal bist du hier schon gegangen, hast aber nie weiter auf die Umgebung geachtet. Ein gerader, recht gepflegter Sandweg führt quer durch den Park, du nimmst dir vor, nicht von ihm abzuweichen oder gar irgendwo auf die Unbekannte zu warten. Kurz vor dem anderen Ausgang des Parks blickst du dich, fast enttäuscht das niemand dich angesprochen hat, noch einmal um. "Ihnen ist da etwas heruntergefallen" Erschrocken wirbelst du herum. Ein vielleicht siebzehnjähriges Mädchen mit einem Fahrrad steht hinter dir. Es hält dir einen Briefumschlag hin. Überrascht und ohne nachzudenken greifst du zu. Gerade willst du sagen "das ist nicht meins", da fällt dein Blick auf den Umschlag. Dein Name steht darauf. Bevor du vor Erstaunen wieder zu einer Reaktion fähig bist, ist das Mädchen auf das Fahrrad gestiegen und davon gerollt. Mit dem Brief in der Hand schaust Du ihr mit offenem Mund hinterher. Du fühlst dich ein bißchen wie in einem Agententhriller und schaust dich um, ob jemand die Szene beobachtet hat. Nein, der Park liegt völlig verwaist da und die paar Singvögel, die vor einer Parkbank nach Brotkrümeln suchen, erscheinen dir nachhaltig unverdächtig. Der Briefumschlag in deiner Hand, dem du nun deine Aufmerksamkeit zuwendest, fühlt sich leer an. Erlaubt sich da vielleicht nur irgend ein Blödmann einen dummen Scherz mit dir? Zwischen Daumen und Zeigefinger spürst du dann aber doch etwas im Umschlag. Ein fester, flacher, vielleicht drei, vier Zentimeter langer Gegenstand befindet sich in einer Ecke des Briefes. Den Konturen nach könnte es eine Art, hm, Schlüssel sein? Die Neugier packt dich, du willst den Umschlag aufreißen, besinnst dich dann aber eines besseren und steckst ihn lieber in die Manteltasche. Das spare ich mir für Zuhause auf, denkst du, und bist gespannt, ob deine Selbstdisziplin wirklich solange ausreicht, um der Versuchung zu widerstehen. Irgendwie kannst du dich nicht recht entschließen, ob du dieses merkwürdige Zusammentreffen bereits als das von deiner "Vorgängerin" angekündigte betrachten sollst. Du wartest noch ein Weilchen, gehst auf und ab und verläßt dann schließlich den Park in der gleichen Richtung, die vorher das Mädchen mit dem Fahrrad genommen hat. Ein paar Minuten Fußweg und du bist an der Straßenbahnhaltestelle angelangt, ein Zug fährt gerade vor, ideales Timing. Du steigst ein, gleich hinter dem Fahrer ist eine Bank frei. Eine Zeitung liegt auf dem Sitz, du nimmst sie hoch und setzt dich hin. Die Bahn wird leicht ruckelnd an, und gerade, als du feststellst, daß du eines dieser Boulevardblätter inklusive großbusigem Seite-Eins-Mädchen in der Hand hältst, fällt dein Blick auf ein Fahrrad, das an einer Hauswand lehnt. Es ist eines dieser schweren Hollandräder, und nun fällt dir ein, daß das Mädchen vorhin genau so eins hatte. Aha, hier wohnt die Kleine also, nimmst Du eher unbewußt zur Kenntnis, kurz bevor du plötzlich einen sitzen hast. Ja, im wahrsten Sinne des Wortes, ein männlicher Teenager sitzt dir nämlich auf einmal auf dem Schoß, springt erschrocken wieder auf und beginnt Entschuldigungen zu stammeln, noch bevor du ihm kräftig die Meinung sagen kannst. Er hatte sich wohl beim Anfahren nicht richtig festgehalten, und kurz darauf wird dir auch klar, warum. Ein Mädchen, wohl seine Freundin, jedenfalls paßt sie altersmäßig zu ihm, steht direkt neben deiner Sitzbank und zischt ihn, für dich gerade noch hörbar, an: "Sieht dir wieder ähnlich, jedes Mittel ist dir recht, ne Tussi anzumachen, du Mistkerl" Offensichtlich warst du mitten in eine Beziehungskrise hineingeraten. Du bist nicht so richtig sicher, ob du sauer werden sollst, weil du gerade als "Tussi" abqualifiziert wurdest, oder ob du dich geschmeichelt fühlen sollst, daß dieses junge Ding dich als Konkurrenz betrachtet. Du entscheidest dich, erstmal so zu tun, als ob du überhaupt nichts mitbekommen hättest und wendest dich der Blatt mit den großen schwarzen und roten Lettern zu. Gute Tarnung, du mußt ein bißchen in dich hinein grinsen, so kannst du dir in Ruhe die sich entfaltende Diskussion des Pärchens anhören, ohne in den Verdacht zu geraten, eben dieses zu tun. "Ich hab doch überhaupt nix gemacht" flüstert er, und versucht, ein unschuldiges Gesicht zu machen. "Pah, ich hab euch doch gesehen" knurrt sie zurück, "an Tanja willst du dich ranmachen, Mistkerl, an meine beste Freundin" "Stimmt doch gar nicht" er gerät zusehends in die Defensive, "ehrlich, da läuft nix" "Auch noch lügen, das hab ich gern, ich hab euch doch gesehen, getuschelt habt ihr und dann" sie holt tief Luft um für ihre Empörung genug Reserve zu haben, "und dann hast du ihr einen brief gegeben" Jetzt kommt er wirklich massiv in Bedrängnis "Das, das war ganz anders, wirklich, glaub mir doch" stammelt er. Leider hält die Straßenbahn nun an deiner Haltestelle, und du verpaßt den Ausgang dieses Dramas. Endlich zuhause. Nun sitzt Du also in deinem Lieblingssessel und hältst das corpus delicti in den Händen. Dein Name, der darauf steht, ist zwar handschriftlich, aber in Druckbuchstaben geschrieben. Du kannst daher nicht mit Sicherheit sagen, ob eine Frauen- oder Männerhand den Stift geführt hat, geschweige denn eine etwaige bekannte Handschrift wieder erkennen. Nun aber, denkst Du, und reißt den Umschlag an einer seiner kurzen Seiten auf. Du drückst ihn zusammen, so daß sich eine Röhre bildet, und schaust dann wortwörtlich in dieselbe. Un wirklich, da ist ein Schlüssel drin, weiter nichts. Ein bißchen schütteln und er fällt dir in die Hand. Dir kommt die Art dieses Schlüssels irgendwie bekannt vor, er sieht aus, als gehöre er zu einem Gepäckschließfach. Und wirklich, die Zahl 1207 ist eingraviert, und ziemlich abgegriffen sieht das Teil auch aus. Du überlegst, eigentlich fällt dir nur ein einziger Ort ein, an dem es solche Schließfächer gibt, der Hauptbahnhof. Wie eine eingesperrte Tigerin läufst du im Wohnzimmer auf und ab. Oh verflucht, wenn nur diese Neugierde nicht so in dir brennen würde. Irgendwann wird das noch mein Untergang sein, denkst du, und gibst dem Verlangen nach, herauszufinden, was diese seltsame Schlüsselgeschichte zu bedeuten hat. Du nimmt den Mantel wieder von der Garderobe, schlüpfst in ein paar bequeme Schuhe und machst dich auf den Weg. Wieder hinein in die Straßenbahn, diesmal in der Gegenrichtung, vorbei geht es an dem Fahrrad an der Hauswand, vorbei an dem seltsamen Park bis schließlich der Hauptbahnhof, gleichzeitig die Endstation, erreicht ist. Um zu den Schließfächern zu gelangen mußt du einen spärlich beleuchteten Tunnel durchqueren, normalerweise würdest du dich um diese Uhrzeit hier sicherlich nicht herumtreiben. Einige Minuten später und um einige unerfreuliche Bekanntschaften reicher stehst du vor den Schließfächern. "1207" murmelst du, als du die Reihen entlang gehst, ah, dort: ein kleineres Schließfach mit der gesuchten Nummer, und das rote Lämpchen zeigt an, daß es belegt ist. Etwas zittrig, und nicht ohne dich vorher umzuschauen, steckst du den Schlüssel ins Schloß und drehst ihn um. Im Schließfach kannst du zunächst nichts erkennen, es ist dunkel und sieht leer aus. Du tastest mit den Händen darin herum und ganz hinten an der Rückwand stößt du auf etwas. Es hat in etwa die Größe eines Taschenbuches, denkst du, greifst zu und ziehst es heraus. Eine Videokassette in einer Plastikhülle, so eine, wie Videotheken sie verwenden. Die Hülle ist weiß, nur auf dem Rücken steht etwas: "V. 37" Ein ausgesprochen aussagefähiger Titel, ein Kassenknüller war dieser Film jedenfalls nicht. Du öffnest die Hülle, doch auch innen ist sie nicht beschriftet. Sie enthält eine Standard-VHS-Cassette, auch sie unbeschriftet. Ok, ab nach Haus damit, denkst du, steckst deine Beute ein und machst dich auf den Heimweg. Da dir vor der Unterführung graust, vor allem aber weil deine Neugier nun keine weiteren Verzögerungen akzeptieren will, steigst du vor dem Bahnhof in ein Taxi und läßt dich chauffieren. Du zwingst dich noch dazu, etwas Disziplin muß schließlich sein, deinen Mantel ordentlich aufzuhängen, auch wenn dir eigentlich danach wäre, sofort zum Fernseher zu hechten. Dein Videorekorder schluckt die Kassette mit einem dankbaren "sssst", sicherheitshalber drückst du noch einmal auf den "Rewind"-Knopf, um auch ja keine Sekunde zu verpassen. Der Film beginnt abrupt, kein Vorspann, nur eine halbe Sekunden Rauschen und Schneegestöber. Definitiv eine Amateuraufnahme. Das Bild wackelt einen Augenblick, so als wäre jemand dabei, die Kamera in eine ideale Position zu bringen. Ein leerer Raum, der Dir sofort vertraut vorkommt, natürlich, es ist ja auch der Folterkeller, in dem Du schon Zaungast warst. In der Bildmitte sieht man eine Art Tisch, auch wenn Dir etwas eigenartig vorkommt, daß dieses Möbelstück mit Schlaufen versehen ist - wohl kaum dafür gedacht, die Speisen am herunterrutschen zu hindern. Nein, offensichtlich soll ist dies ein weiteres Spielzeug aus der Kollektion deines Chefs, zweifellos läßt sich auf diesem Gestell ein menschlicher Körper festschnallen. Von IKEA ist das Teil jedenfals nicht, denkst Du, es scheint eher eine aufwendige Spezialanfertigung zu sein. Anscheinend ist der unsichtbare Kameramann dabei, die Szene noch optimal auszuleuchten, jedenfalls wird es heller und mann kann nun alle Details des Tisches, besser der Folterbank erkennen. Du hast keinerlei Zweifel, daß dieses Möbelstück für genau diesen Zweck entworfen wurde, und ladenneu sieht es nicht unbedingt aus. Es war also offensichtlich schon im Einsatz gewesen. Von rechts tritt eine junge Frau ins Bild, du schätzt sie vielleicht auf 25. Sie trägt eine Art Kimono in schwarz, von dem sich ihre langen blonden Haare deutlich abheben. Deine Fantasie prescht vor und überzeugt dich davon, daß sie unter dem seidigen Teil komplett nackt sein muß. Und wirklich, sind das nicht spitze Brustwarzen, die sich da deutlich durch den dünnen Stoff abzeichnen? Sie lehnt sich nun an die Tischkante, blickt direkt in die Kamera und beginnt mit etwas zittriger Stimme zu sprechen: "Mein, mein Name ist Veronika Faller." Hm, ob daher wohl das "V." auf dem Cassettenlabel kommt? "Ich bin volljährig und alles was hier geschieht, erfolgt mit meinem ausdrücklichen Einverständnis" Es klingt abgelesen, aber du kannst nicht sehen, ob irgendwo ein Zettel mit dem Text in ihrem Blickfeld ist. Vielleicht hält der Kameramann ihn in der Hand, mutmaßt du. Vielleicht hält er auch was ganz anderes in der Hand, hörst du eine zweite Stimme in deinem Kopf. Veronika stellt sich aufrecht vor das Objektiv und, wie auf ein unsichtbares Signal hin, öffnet sie langsam ihren Kimono. Sie enthüllt große, feste Brüste, streicht dann ihre Haare auch beiseite und legt damit die dunklen, deutlich abgegrenzten Brustwarzen frei. Die Nippel stehen hart und aufrecht, zeigen in Richtung Kamera und springen dir förmlich entgegen. Du hattest also recht, nichts drunter. Und offensichtlich ist sie naturblond, wie dir die Farbe ihrer Schamhaare verrät. Sie streift den Kimono ab und steht nun komplett nackt vor der Kamera. Aus ihrem Gesichtsausdruck kannst du nicht ablesen, ob ihr das ganze nun Abscheu oder Lust vermittelt. Doch als ihre Finger an ihren Brustwarzen vorbeistreichen, da glaubst du zu bemerken, daß ein leichtes Beben ihren Körper durchfährt.BusinessUnderground.tag3.v002