Gebraucht werden
Von toyboy
Schon wieder der kleine Hunger; es war aber eher Unlust. Hier
vor dem Bildschirm sitzen und so tun als würde ich arbeiten ?
Ich könnte das "Casino" im Erdgeschoß aufsuchen,
dachte ich. Die Kollegen wirkten alle sehr beschäftigt. Es war
die Zeit, die immer zäher und zäher wurde. 10:35 Uhr... Als ich
wieder hin blickte zeigte die Uhr 10:35, dennoch schienen
Jahrzehnte vergangen zu sein. Schnell den Bildschirmschoner
angeworfen und von diesem entsetzlichen Ort geflohen.
Die Flure waren mäßig frequentiert. Männer in feinen Stoffen,
Frauen in "Kostümchen" und hohen Hacken. Eine eifrige
Geschäftigkeit lag in der Luft... dieser Wille zum Erfolg. Jeder
wußte wohin er strebte und alle folgten der Leiter ihrer eigenen
Karriere bergauf. Die Türen des Fahrstuhls glitten zurück. Ganz
leer war er, was einladend auf mich wirkte. Schnell rein und Tür
zu. Ufff! Die Spannung wich etwas... Es ging nach unten.
Halt! In die Tiefgarage wollte ich doch gar nicht fahren... Zu spät,
nach einem Moment machte es "Bing", die Türen öffneten
sich auf "Parkdeck 1". Schritte klackten heran und eine
Frau um die 30 betrat den Aufzug. Ihre Beine waren das was ich
zuerst sah. Lang und perfekt, elegante high heeled Pumps in
mattem Schwarz, zarte Nylons... Ich spürte gleich daß mir mein
Gesicht zu glühen anfing, noch bevor ich sie angesehen hatte.
Die Türen schlossen sich und diesmal war der Stillstand der Zeit
etwas wesentlich angenehmeres als noch zuvor.
Unsere Blicke trafen sich einen langen Moment. Ich wand meinen
Blick aus dem ihren, der magnetische Kraft zu besitzen schien.
Sie hatte lange goldbraune Haare, blaue Augen und dazu ein
apartes ruhiges Gesicht. Der Blick war vermutlich nur sehr kurz
gewesen, jetzt starrte ich angestrengt zur Anzeige des
Stockwerkes. Auf "E" würde ich aussteigen... noch
wenige Sekunden. Sie trat zur Kontrolltafel, einen kleinen Schlüssel
in der Hand; ein keiner Dreh und der Aufzug stand. Ich wußte, daß
nur wenige solch einen Steuerschlüssel besaßen. Jetzt sahen wir
uns wieder an. Sie lächelte und strich sich durch die Haare. Ich
wußte, daß dieses unmöglich wahr sein könne und wartete auf
das Ende der Illusion.
Der Aufzug fuhr wieder an, allerdings abwärts und die Türen öffneten
sich abermals auf "Parkdeck 1". Sie wandte sich ab,
ging hinaus und drehte sich zu mir um. Eine Aufforderung! Jemand,
der sein Leben lang auf seine Chance wartet, zögert in solch
einem Moment nicht. Ich folgte ihr. Sie setzte ihren Weg fort.
Die Art, in der sie dahinschritt war weich und zielstrebig
zugleich; enorm sexy dazu. Diese Geschäftsfrauen schienen
allesamt vom Laufsteg direkt in die Vorstandsetagen katapultiert
worden zu sein...
Das mußte ihr Wagen sein. Es klackte, blinkend begrüßte der
BMW seine Besitzerin. Eine ruhige Ecke war das hier, dachte ich...
Sie nahm auf der Fahrerseite Platz, ihre Beine noch immer draußen...
Ich dachte, ich müßte irgend etwas sagen als ich hinzutrat. Zunächst
schob ich eine Hand in meine Hosentasche und holte mit der
anderen zu einer redebegleitenden Geste aus. Sie legte ihren
Finger auf den Mund und sah mich wieder so "intensiv"
an, daß ich mein Vorhaben sofort vergaß.
"Knie dich dort hin," sagte sie einfach und deutete vor
sich zu Boden. Es war eine elegante Geste, begleitet von einem
nur milden Lächeln. Ihr Blick funkelte dabei. Diesmal verging
ein Augenblick und ich sah zurück Richtung Aufzug. Das Herz
schlug mir hörbar bis zum Hals. "Ich gebe dir noch 5
Sekunden..." sagte sie ruhig. Es war mir nicht möglich ihre
Stimme zu deuten. Aber ich wußte wie das war mit den
Gelegenheiten, die nicht wiederkommen würden und ging langsam
vor ihr auf die Knie. Sie duftete gut und ich senkte etwas den
Kopf, sah genau auf ihre Beine. Ich konnte das Rascheln ihrer
Nylons hören und war ihr so nah, daß ich ihre Wärme spüren
konnte. Sie legte ihre Hand auf meinen Kopf bedeutete mir, den
Kopf weiter zu senken. War es demütigend? Ich wußte nicht mehr
was ich fühlen sollte.
"Gefallen dir meine Schuhe?" fragte sie mit warmer
Stimme.
"Ja, sehr," antwortete ich sofort, fast erleichtert.
"Da du ohnehin schon vor mir kniest, wirst du mir sicher
auch auf Befehl die Schuhe lecken." Das war hart und spöttisch.
Ich wollte aufsehen, aber ihre Hand hielt meinen Kopf. In mir
regte sich so etwas wie Widerstand, aber es war schwierig einen
klaren Kopf zu behalten.
"Ich weiß nicht..." sagte ich lahm.
Sie entgegnete wieder sehr ruhig: "Du wirst weit mehr tun
als das! Ich werde dich erniedrigen, benutzen und mißhandeln,
und du wirst mir zum Dank die Füße küssen und jeden meiner
Befehle befolgen..." Ein elektrischer Schlag! Ihre Fänge
hatten sich in mein Fleisch gebohrt. Es raste an meinen
Nervenbahnen entlang wie Feuer. "Küß mir jetzt die Füße!"
sagte sie auffordernd. Mit einem flirrendem Gefühl im Bauch
senkte ich meine Lippen auf ihre Schuhspitze, küßte gleich
darauf ihren warmen Fußrücken. Mir war alles egal geworden.
"Nun werden wir feststellen, aus welchem Holz du geschnitzt
bist," sagte sie noch während ich ihre Füße weiter mit Küssen
bedeckte. "Leg dich auf den Rücken!" kommandierte sie.
Es schallte etwas in der Tiefgarage. Ich tat völlig hypnotisiert
wie geheißen und legte mich vor die geöffnete Tür des Autos.
Sie stand auf und hielt sich am Rahmen des Fahrzeuges fest. Ich
sah, daß sie lächelte. "Ich werde mich auf dich stellen..."
sagte sie trocken.
"Was?" entfuhr es mir ungläubig, aber schon schickte
sie sich an einen ihrer Pumps auf meine Brust zu setzen. Ein
Fluchtimpuls durchfuhr mich, aber sie war irgendwie darauf
vorbereitet und hielt inne, den einen Schuh auf meiner Brust...
"Ich möchte daß du das durchstehst. Oder bist du ein
Waschlappen?" Gute Frage! Sie paralysierte mich lange genug
um ihr Zeit für den Aufstieg zu geben. Schon stand sie auf mir
und ihre Absätze drückten mir leicht unter den Rippenbögen.
Irgendwie schaffte sie es diese nicht all zu sehr zu belasten.
Sie sah auf mich herab, doch ihr Gesicht war in diesem ungewissen
Licht nicht genau auszumachen. Jetzt war ich gefangen, von Ihr.
Wie hatte sie das gemacht? Ich hätte sie runterwerfen können,
und doch konnte ich es nicht. Ich spürte völlig fasziniert den
Druck ihrer Schuhe auf mir, sah ihre schönen Beine und diese
wunderbare Frau gottgleich über mir aufragen. Ein Entkommen war
nicht möglich.
"Jetzt werden wir sehen, wo Deine Grenzen liegen..."
sagte sie leise, leicht amüsiert. Der gefährliche Unterton in
Ihrer Stimme aber war nicht zu verkennen.
Fortsetzung folgt
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