Erinnerungen an Susanne 1/4
Von Andrea
Pfister
Im Jahr 1990 verschlug es mich zum ersten Mal nach Kreta, d.h.
auf die Insel Kreta. Ein befreundeter Architektenkollege und
Mitarbeiter unserer Firma lebte selbst drei Jahre dort als selbständiger
Architekt mit kretischem Partner. Er erlitt dort einen totalen
Schiffbruch und kehrte vollkommen verarmt nach Deutschland zurück.
Sein Herz hatte er allerdings auf der Insel zurückgelassen. Das
merkte man bei jeder seiner Schilderungen. Er empfahl mir
dringend einmal dort Urlaub zu machen. Er malte mir Bilder über
Land und Leute in den schillerndsten Farben und wenn er sprach
schwang ein ungeheurer Enthusiasmus in seiner Stimme mit.
Und so flog ich im Jahr 90 nach Kreta. In der Tasche hatte ich
mehrere Adressen seiner ehemaligen Freunde, die mir weiterhelfen
sollten und eine Vielzahl von Anhaltspunkten für einen
gelungenen Urlaub. In Herakleion angekommen mietete ich mir einen
Wagen und fuhr durch die chaotische Stadt bis zur Küstenstraße
und von dort nach Westen nach Rethymnon, meinem Ziel.
In Rethymnon, einer Stadt von ca. 30.000 Einwohnern angekommen
mietete ich mich in das Hotel Fortezza ein. Ich hatte damals nur
8 Tage Urlaub, außerdem war es Ende September unerträglich heiß
in diesem Jahr, so daß ich mich mit meinem Wagen auf die
wesentlichen Tips meines Kollegen beschränkte. Ich legte aber
immerhin noch über 1.700 km zurück. Ich befuhr die Küstenstraße
im Norden der Insel nach Westen über die ehemalige
Inselhauptstadt Chania bis Kasteleion, nach Osten über
Herakleion bis Agios Nikolaos und von dort nach Süden bis
Ierapetra, der südlichsten Stadt Europas. Ich besuchte die
Lassithi-Hochebene, das Ida-Gebirge bis auf ca. 1.600 m,
durchfuhr die Insel auf der Breitseite zweimal von Nord nach Süd,
von Rethymnon über Spili nach Aghia Galini und von Spili aus
durch die phänomenale Kourtaliotiko Schlucht zum Kloster Preveli
und nach Sfakia, sowie von Chania nach Paläochora. Dabei erlebte
ich im Landesinneren und an der Südküste Temperaturen von 45°C
und mehr. Eines der tiefgreifendsten Erlebnisse war der Besuch
des kretischen Nationalheiligtums, des Klosters Arkadi, in dem
sich im Jahr 1866 etwa 1.000 eingeschlossene kretische
Widerstandskämpfer, Bauern und Mönche samt ihrem Abt mit der
Pulverkammer in die Luft sprengten um der Einnahme durch die Türken
zu entgehen.Diese Fahrten stellten die Trampelpfade fast aller
meiner späteren Inselbesuche dar.
Während dieses ersten Besuches stellte ich auch fest, daß Kreta
wenig schöne Frauen zu bieten hatte und wenn eine einmal
einigermaßen gut aussah, war sie schrecklich arrogant. Schöne Füße
gab es auch keine zu sehen, weil erstens die Kreterin anscheinend
keinen Wert auf gepflegte Füße legte und überwiegend in
Plastikschlappen herumlief und zweitens die Touristinnen zu
dieser Jahreszeit einen sehr hohen Altersdurchschnitt hatten.
Gut, den einen oder anderen Herzhüpfer hatte ich schon 'mal,
aber immer auf aussichtslosem Terrain. Darum beschränkte ich
meine Urlaubsinteressen auf Kultur, Essen und Trinken. Letzteres
kann man auf Kreta ganz phantastisch. Und so flog ich in der
ersten Oktoberwoche, nach 8 Tagen, mit einem enormen
Erfahrungsschatz und einer Unmenge Photos zurück nach Hause.
Im Dezember buchte ich für das nächste Jahr 14 Tage Kreta in
Rethymnon im Hotel Fortezza und zwar im Frühjahr, über das
griechische Osterfest. Am 5.April 1991 reiste ich mit einer
Maschine der Aerolloyd nach Kreta, es war Karfreitag. Als ich
gegen 20:00 Uhr Rethymnon erreichte, glaubte ich ein Bürgerkrieg
sei ausgebrochen. Vor meinem Wagen Menschenmassen und überall
Knallerei und Pulverdampf. Ich war unabsichtlich in eine
Karfreitagsprozession hineingeraten.
Wie bei uns an Sylvester, wird in Kreta das Osterfest lautstark
mit Böllerschüssen und Knallkörpern gefeiert. Ich befreite
mich aus der Prozession und erreichte über Umwege mein Hotel.
Das Hotel Fortezza liegt am Fuße eines etwa 30 m hohen
Felsmassivs, das vollkommen von einer riesigen venetianischen
Festungsanlage eingenommen wird. Die sehr gut erhaltene
Festungsanlage hat einen Durchmesser von ca. 250x100 m. Sie
schirmt die gesamte venetianische Altstadt und den venetianischen
Hafen nach Westen hin ab.
Das Hotel hat vier Sterne und ist an einen alten Palazzo in dem
sich die Rezeption und das Restaurant befindet angebaut. Im
Innenhof befindet sich ein tropischer Garten und der Pool. Bei
meinem ersten Besuch hatte ich das Glück gleich das beste Zimmer
im Haus zu bekommen. Jetzt hatte ich dieses Zimmer direkt gebucht.
In der dritten Etage mit Blick zum Innenhof und über die Dächer
der Altstadt und mit einer großen Terrasse.
Nachdem ich mich über die Osterfeiertage akklimatisiert hatte,
beschloß ich Donnerstags zur Insel Santorini zu fahren, einer
Kykladeninsel vulkanischen Ursprungs und einer der drei Inseln
der Liebe, zu denen noch Mykonos und Lesbos gehören. Santorini
liegt ca. 70 Seemeilen nördlich von Kreta und ist mit einem
Dailycruiser in etwa vier Stunden zu erreichen. Diese Cruiser
sind vollständig renovierte, luxuriöse Kreuzfahrtschiffe, die
im Sommer Tagesfahrten veranstalten.
Donnerstags checkte ich um 6:00 Uhr im Hafen von Rethymnon auf
der MS Artemis ein. Die Artemis ist ein Passagierkreuzfahrtschiff
von 6.000 BRT und einer Länge von 120 m. Mit einer
Reisegeschwindigkeit von 20 Knoten das schnellste Schiff der
Flotte.
Nachdem ich an Bord gegangen war, wurde ich vom Chefsteward begrüßt
und anschließend photographiert. Dann dirigierte man mich zum Frühstück
in einen der großen Speiseräume. Dort angekommen wies man mir
einen noch leeren Vierertisch zu. Ich nahm Platz und gleich wurde
mir Kaffee und Tee offeriert. Auf dem Tisch standen Körbchen mit
Brot, Croissants, Toast, Butter, Marmelade und Honig. Ich
entschied mich für Tee, Toast und Honig, welcher, wenn er aus
Kreta kommt, ganz besonders köstlich ist. Ich werkelte gerade an
meinem Tost herum als mir gegenüber eine junge Dame Platz nahm.
Ich sah kurz auf und grüßte mit "Good morning" und
sah wieder auf meinen Toast, auf dem sich gerade der Honig selbständig
machte. Es ist schon phantastisch zu welchen komplexen
Wahrnehmungen der Mensch fähig ist wenn er gerade mal für den
Bruchteil einer Sekunde irgendwo hinsieht, ganz beiläufig.
Ich hatte mich in den ersten Tagen meines Urlaubs schon damit
abgefunden keine interessante Frau kennenzulernen. Alle schönen
Frauen hatten ihren Partner oder Ehemann dabei, oder waren
schlichtweg "too expensive." Nun saß mir ein
Traummodel gegenüber und antwortete mit "Good morning, Sir,"
was auf diese besondere Art noch niemand zu mir gesagt hatte.
Bevor ich aufsah ordnete ich blitzschnell meine Erinnerungen. Sie
hatte einen mittelblonden Fransenschnitt, halblang mit hellen Strähnen.
Ihr Teint war tiefgebräunt und sie hatte viele Sommersprossen.
Sie hatte eine schmale, feine und gerade Nase, blaue Augen mit
langen Wimpern und unheimlich sinnliche Lippen mit rosa
Lippenstift. Sonnenbrille im Haar. Sie trug einen hellgrauen
Sakko und eine ebenfalls hellgraue Bluse. Ihren faltenlosen Hals
schmückte eine haarfeine Goldkette mit einem Solitärbrillanten
als Anhänger.
Soweit erinnerte ich mich. Jetzt sah ich von meinem Toast auf und
wollte sehen wer mich um kurz vor sieben Uhr mit Sir anredete.
Als ich der mir gegenübersitzenden Schönheit in die Augen sah
verspürte ich die klassischen Symptome des sich spontan
verliebenden Mannes.
Auf der nach oben offenen "Andrea-Pfister-Skala" schlug
die Nadel über 10 und pendelte sich einstweilen bei 9 ein. Vor
mir saß eine Frau, vergleichbar mit der Schauspielerin Lauren
Hutton. Beim Lachen wurde eine schmale Lücke zwischen den
Schneidezähnen sichtbar, was ihr einen spitzbübischen Touch
gab, auch den ganz schwachen Silberblick hatte sie mit Lauren
gemeinsam. Jedes Interesse am Frühstück war verschwunden. Ich
stützte meinen Ellbogen des rechten Arms auf dem Tisch auf,
bettete mein Kinn zwischen Zeigefinger und Daumen und sah mein
schönes Gegenüber versonnen an. Sie schaute zurück und lächelte.
"Don't forget your breakfast, Sir," sagte sie zu mir
und neigte ihren Kopf etwas zur Seite. Sie sprach ein stilreines
Englisch, was meine Vermutung sie sei Engländerin bestärkte.
Ich antwortete ihr, daß mich schöne Frauen so früh am Morgen
leicht aus der Fassung brächten und daß das Frühstück dann
nur noch eine untergeordnete Rolle spielen würde. Das klang so,
als würde mir so etwas jede Woche passieren. Mein strahlendes
Gegenüber lachte herzlich. Ich nahm die Gelegenheit zum Anlaß
mich vorzustellen: "May I introduce myself, my name is
Andrea Pfister, I'm German."
Sie zog die Augenbrauen hoch und stellte sich ihrerseits vor,
allerdings in deutsch, was mich meinerseits erstaunt dreinblicken
ließ. Sie lachte schon wieder und wieder bildeten sich kleine Fältchen
auf den Nasenseiten. Wenn sie sprach bewegte sich ihre zarte
Nasenspitze ein wenig nach unten. Ich hatte das schon ein mal bei
Io kennen und lieben gelernt. Das sieht unheimlich süß aus. Sie
hieß Susanne (um Gottes Willen nicht Susi sagen) Windenbaum,
stammte aus Baden-Württemberg und führte dort den elterlichen
Antiquitäten und Kunstladen. Ich schätzte ihr Alter auf 35. Sie
verbrachte ihren ersten Urlaub auf Kreta und fuhr somit auch zum
ersten Mal nach Santorini.
Als sie fertig gefrühstückt hatte, machte ich den Vorschlag
nach oben auf das Deck des Vorschiffes zu gehen, weil es dort
Liegen gab und es durch den hohen Bug nicht so windig war. Außerdem
nahm ich die Gelegenheit gleich beim Schopf und fragte Susanne,
ob sie etwas dagegen hätte wenn ich ihr die Insel zeigen würde.
Obgleich ich selbst zum ersten Mal dort war, hat mich mein
Kollege mit ausreichenden Informationen versorgt um sich außerhalb
der Touri-Ströme gut zurecht zu finden. Sie war einverstanden.
Wir verließen so ziemlich als erste den Frühstücksraum. "Watch
your Step!" stand auf jeder Stufe. Susanne war ca. 1,70m groß
und sehr schlank. Gleich neben dem Frühstücksraum befand sich
die Treppe zum Vorschiff. Susanne trug eine weiße Caprihose und
weiße Dianetten. Als ich auf der Treppe zum ersten mal richtig
Gelegenheit hatte mir ihre Füße zu betrachten, wäre ich
beinahe in Ohnmacht gefallen. Schöne und erotische Füße gibt
es normalerweise selten, aber in Verhältnis zu Susannes Füßen
häufig. Susannes Füße waren einmalig, ideal. Ich schätzte
ihre Schuhgröße auf 38. Sie hatte einen breiteren Fuß mit
langen, feingliedrigen und geraden Zehen. Der große Zeh war ein
wenig kürzer als der zweite. Die Zehennägel waren flach und
rund, an den kleinen Zehen hatten sie eine rechteckige Form. Sie
trug feuerroten Nagellack. Auch die Füße waren tiefbraun. Die
Dianetten besaßen eine weich gepolsterte Sohle, zwei breitere
Halteriemchen und einen ca. 40 mm hohen Blockabsatz. Von diesem
Augenblick auf der Treppe an konnte ich nur noch unter Aufwendung
höchster Konzentration von Susannes Füßen wegsehen Susanne
hatte einen klassischen griechischen Fuß. Die Skala stieg auf 10.
Wir suchten uns zwei schattige Liegen an Deck aus.
Ich trug meine Universal-Jeansjacke, in der ich alles notwendige
verstauen konnte ohne eine Tasche o.ä. mitnehmen zu müssen,
Geld, Papiere, Photoapparat usw. Susanne und ich zogen unsere
Jacken aus und legten sie zwischen unsere Liegen auf den sauberen
Decksboden. Das Schiff hatte zwischenzeitlich abgelegt, den Hafen
von Rethymnon verlassen und Kurs auf die offene See und Santorini
aufgenommen. 20 Knoten sind schon eine enorme Geschwindigkeit auf
Wasser. Susannes Haare flatterten im Wind. Wir zogen beide unsere
Sonnenbrillen an.
Nach ein paar Minuten des Schweigens und der Ruhe begann ich
Susanne dezent auszufragen. Durch die dunklen Gläser meiner Ray-Ban
konnte ich dabei gut ihre Füße beobachten. Sie gab mir
bereitwillig Antwort. Sie hatte ein englisches Internat besucht
und in London Malerei und Kunstgeschichte studiert. Eigentlich
wollte sie in Großbritannien bleiben aber ihr Vater überzeugte
sie davon, daß das Geschäft besser von Ihr weitergeführt
werden würde. Sie kam zurück nach Deutschland, heiratete einen
hohen Beamten, wurde schwanger und verlor das Kind bei einer
Fehlgeburt. Ihr Ehemann machte sie dafür verantwortlich und
reichte die Scheidung ein. Das war vor drei Jahren. Susanne
machte aus Ihrem Alter keinen Hehl, 36. Während sie das alles
erzählte, machte sie sehr schöne gymnastische Übungen mit
ihren Zehen. Ich fiel von einem Wonneschauer in den nächsten.
Susanne hatte so bewegliche Zehen als ob sie mit ihnen Klavier
spielen könnte. Sie konnte jede ihrer Zehen einzeln bewegen. Ich
spürte es schon seit unserem ersten Augenkontakt, sie war die Nr.
2 nach Io. Jetzt war ich dran am erzählen. Vorher besorgte ich
uns noch Kaffee und Mineralwasser von der Bordbar und Sunblocker
aus dem Bordshop. Ich hatte noch nie so oft die Warnung: "Watch
your Step" gelesen wie auf diesem Schiff. Bevor ich loslegte
half ich Susanne beim Eincremen. Als sie bei ihren Füßen
angelangt war fragte ich sie ob ich das machen dürfe.
Sie schaute mich etwas überrascht an, streifte sich aber gleich
die Dianetten von den Füßen und schwang ihre Beine zu mir herüber
auf meinen Schoß. Ich cremte ihre Füße ein, vermied es aber
ihre Sohlen mitzubearbeiten, denn irgendwann heute oder später
wollte ich an diesen Wahnsinnsfüßen einmal riechen. Trotz
Sonnencreme konnte ich schon jetzt deutlich einen unheimlich
erregenden Duft wahrnehmen. Die Haut von Susannes Beinen und Füßen
war sehr zart und weich. Als die Creme eingezogen war streichelte
ich ganz sanft über Susannes Fußsohlen. Sie war nicht kitzelig,
Gott sei Dank. Ihre Sohlen waren glatt, weich und ledrig. Sie zog
ihre Beine zurück und ich begann ihre Fragen zu beantworten.
Wir passierten gerade den Christianifelsen und Capitän Nemo's U-Boot,
ein kleiner und bizarrer Felsen, der etwa 5 Seemeilen vor der
Einfahrt in den Krater Santorini's aus dem Meer ragt, als Susanne
mich fragte ob ich zur Zeit gebunden sei. Ich verneinte. Danach
trat eine bedeutungsvolle Stille ein, man hörte nur den Wind,
das Rauschen der Wellen und das Stampfen der Maschine. Wir
standen auf, stellten uns an die Reling und sahen der Ankunft in
Santorini entgegen. Trotz 30°C war der Wind frisch und ich legte
Susanne ihr Jackett um die Schultern. Danach legte ich ihr meinen
Arm um die Hüfte und sie wich nicht aus. Sie schaute mich auch
nicht tadelnd an, im Gegenteil, sie schob ihre Sonnenbrille vor
auf ihre entzückende Nasenspitze, schob mir meine Brille hoch
auf in meine kurzen Haare und sah mir dabei tief in die Augen.
Dann sagte sie mir: "Du bist ein unheimlich netter Typ. Ich
könnte mich glatt in dich verlieben."
"Dann tu's doch einfach" antwortete ich ihr. "Aber
bevor du das tust, muß ich dir noch etwas gestehen, nicht das du
nachher enttäuscht bist oder mich für einen Maniac hältst..."
Sie schaute mich ungläubig und erwartungsvoll an. Während die
Kraterwände Santorinis vor uns immer höher wurden und der
Krater immer weiter wurde, gestand ich Susanne meine Leidenschaft
für schöne Füße. Ich hätte keine Wette gehalten wie sie
reagieren würde. Sie sah mich lange sehr nachdenklich und
forschend an.
Dann sagte sie nach einer Weile: "Hauptsache du liebst auch
mich!" Das war ihre einfache und überzeugende Antwort. Sie
küßte meine Nasenspitze, schlang ihre Arme um meinen Hals und küßte
mich leidenschaftlich. Ich war total perplex. Sie war tatsächlich
die Nr. 2.
Susanne kletterte an der hohen Reling auf einen etwa 20cm hohen
Installationsschacht um besser sehen zu können. Ich stand hinter
ihr, umfaßte ihre Hüfte, drückte sie sanft an mich und vergrub
mein Gesicht in ihrem wehenden Haar. Vor vier Stunden waren wir
uns noch vollkommen fremd und jetzt hatte ich das Gefühl Susanne
schon ewig zu kennen. Sie war eine durch und durch bezaubernde
Person. Der Duft ihrer Haare ließ mir heiß-kalte Schauer über
den Rücken laufen. Außerdem duftete sie nach Jil Sanders SUN,
was ich sehr mochte. Susanne drehte mir den Kopf zu und sagte:
"Weißt du, ich bin im Moment wahnsinnig glücklich und ich
freue mich darauf Santorini mit dir zu erkunden."
Die Artemis war eines der wenigen Schiffe die in Thira direkt
anlegen durfte. Dazu dockte sie rückwärts in Thiras
Miniaturhafen an, der sich etwa 300 m unterhalb der bis an den
Kraterrand gebauten Häuser befand. Die Kraterwände fallen fast
senkrecht ins Meer. Zum Erreichen des Kraterrandes gab es vom
Hafen aus drei Möglichkeiten, entweder man ging mehrere hundert
Stufen zu Fuß, oder man ließ sich von einer Eselkaravane
hochtragen oder man fuhr mit der Kabinenseilbahn nach oben. Ich
fragte Susanne ob sie schwindelfrei sei.
Sie bejahte und wir lösten Karten für die Seilbahn. Diese ist
zwar eine Schweizer Konstruktion, was mich grundsätzlich
beruhigte, aber sie ist gleichzeitig eine der steilsten
Seilbahnen der Welt. Die 6 Kabinen selbst sind treppenförmig
gekoppelt und fassen jeweils 8 Personen. In dieser Kabinenbahn
wird der Begriff HÖHE neu definiert. Ca. 300 m über der
verschwindend klein gewordenen Artemis fuhr die Bahn in die
Bergstation ein. Wir verließen unsere Kabine, stiegen den
steilen Bahnsteig nach oben und verließen die Station durch die
Wartehalle.
Wir befanden uns nun mitten in Thira der "Hauptstadt"
Santorinis. Gleißendes Sonnenlicht und über 35°C im Schatten
empfingen uns. Wie mein Kollege Peter beschrieben hatte, ist das
jedes Mal der gleiche Schock. Ich orientierte mich kurz und dann
machten wir uns in den Gassen Richtung Süden auf. Souvenierläden,
Juweliere und Restaurants wechselten sich ab. Santorini hält den
Rekord mit den meisten Juwelieren pro Einwohner in Europa. Die
Altstädte Kretas sind schon übermäßig mit Schmuck und Uhrenläden
bestückt, aber Santorini, vor allem Thira schlägt alles.
An der Metropolis-Kathedrale angekommen drehten wir um und
schlenderten eine andere Gassenfolge zurück zur Station. Hunger
und Durst machte sich breit. Wir folgten der ersten Straße nach
Norden in etwas ruhigere Gefilde, allerdings stieg die Gasse sehr
steil an. Zwischen den Häusern konnte man hinunter in das
gigantische Kraterbecken sehen. Unsere Artemis sah aus wie ein
Spielzeug. In Santorini sind alle Häuser und Kirchen weiß und
blau gestrichen, bis auf wenige Ausnahmen. Eine dieser Ausnahmen
war eine kleine, frisch renovierte Kapelle direkt am Kraterrand.
Sie war milchkaffeebraun, weiß und blaugrau gestrichen. Diese
Kapelle war mein Ziel. Ihr gegen über befand sich das von Peter
empfohlene Jazzcaffee ETERNITY, eine Wallfahrtstätte für alle
Sundown-Fans und Musikliebhaber. Das Eternity bestand aus einem
zweigeschossigen Gebäude mit Dachterrasse, einem riesigen, durch
verschiedene Ebenen aufgeteilten Innenhof, und einer Aussenbar.
Überall wuchsen gigantische, Schatten spendende Palmen.
Als wir den Innenhof durch ein schmiedeeisernes Tor betraten
machte Susanne große Augen. Wir waren an einem magischen Ort
angekommen. Das spürte man sofort. Das Eternity befand sich auf
einem der höchsten Punkte Thiras. Von hier hatte man einen
vollständigen Überblick über die ganze Caldera inclusive der
immer noch aktiven Kraterschlundinsel und die Stadt. Der Ausblick
war betäubend.
Dann kam eine asketische Person mit freiem, tief gebräuntem
Oberkörper und einem bodenlangen um die Hüften geschlungenen,
bunten Tuch, ähnlich einem Sarong auf uns zu und begrüßte uns
ganz herzlich auf englisch. Der etwa vierzig jährige Mann mit
kahlem Kopf stellte sich uns als Inhaber des Eternity vor. Er hieß
Mikailis und sagte uns auf den Kopf zu, daß wir uns erst heute
kennen gelernt hätten und total ineinander verliebt wären. Aus
der Bar die sich im Haus befand ertönte klassische alte
Jazzmusik: Cannonball Adderley Joe Zawinul, Modern Jazz Quartett
usw. Endlich einmal keine Lyramusik oder Rembetiko.
Wir suchten uns einen schattigen Platz, setzten uns und
studierten die Speisekarte, die uns Mikailis präsentierte. Er
entschuldigte sich dafür das er alleine sei und es mit dem Essen
etwas dauern könne und servierte uns eisgekühlten weißen
Santoriniwein in einer kostbaren Eisschale aus Kristall. Während
Mikailis den Salat in der Küche zubereitete genossen wir die
sagenhafte Atmosphäre und die ungeheure Ruhe in diesem Lokal.
Die Musik war leise aber deutlich zu hören, was auf eine
raffinierte Verteilung hochwertiger Lautsprecher schließen ließ.
Susanne legte ein Bein hoch auf einen Stuhl und bewegte ihre
Zehen im Takt der Musik auf und ab. Ich brauchte mich nur etwas
zur Seite zu lehnen um an ihnen riechen zu können. Ich schaute
Susanne tief in die Augen, neigte mich zur Seite und mobilisierte
alle olfaktorischen Kräfte. Susanne hob ihre Zehen an und ich
schob auf geradem Weg meine Nase unter Ihre Zehen. Abgesehen von
der seltenen Perfektheit von Susannes Füßen konnte ich schon
aus einiger Entfernung einen geradezu unglaublich erotischen Duft
wahrnehmen. Je mehr ich mich Susannes Fuß näherte um so mehr
versank mein Umfeld im Nebel meiner Gefühle. Als ich den Fuß
erreicht hatte, küßte ich zuerst ihre zarten Zehenspitzen, dann
schob ich meine Nase unter ihre Zehen und roch...
Susannes Fuß duftete anders als alles was ich bisher gerochen
hatte und trotzdem beinhaltete ihr Duft auch mein Suchtmittel aus
Mercurochrom. Die starke Pheromon-Dosis und der überraschend
starke und überwältigende Duft löste das elektrische, immer stärker
werdende Kribbeln aus, das ich noch von Carlotta, Anna und Io her
kannte und dem ein starker nicht aufzuhaltender Orgasmus folgte.
Ich schloß die Augen und hätte vergehen können vor Lust. Dann
löste ich mich von Susannes Fuß gerade in den Moment als
Mikailis aus der Küche kam und den griechischen Salat auftrug.Er
lächelte mich an als hätte er etwas gesehen. Ich stand auf, küßte
Susanne auf die Stirn und ging mich frisch machen.
Mikailis bereitete uns, wir waren und blieben an diesem Mittag
die einzigen Gäste, ein hervorragendes Menü aus Bauernsalat mit
Kräutern und frischem Schafskäse, einem gegrillten
Skorpionfisch, frischem Spinat und Röstkartoffeln. Als
Nachspeise gab es Galaktobureko und Greek-Coffee. Die Temperatur
war zwischenzeitlich auf über40°C angestiegen und jede Lust
noch etwas zu unternehmen verschwand aus unseren Gedanken. Außerdem
war die Atmosphäre und die Musik, momentan lief George Benson,
zu angenehm. Wir plauderten mit Mikailis über das Eternity und
Santorini im allgemeinen.
Susanne hielt die ganze Zeit meine Hand, krabbelte unter dem
Tischtuch mit Ihren Zehen in mein Hosenbein, natürlich so
dezent, daß Mikailis es nicht merkte. Ich hatte Gänsehaut am
ganzen Körper. Je öfter ich in Susannes Augen sah, um so
sicherer wurde ich, daß ich diese Frau aus ganzem Herzen liebte.
Ich sah auf meine Rolex und stellte fest, daß wir bis zum
Einschiffen noch drei Stunden Zeit hatten.
Ich wünschte mir wahnsinnig mit Susanne zu schlafen. Mikailis
erriet meine Gedanken und meinte beiläufig, das wir doch sicher
müde wären. Er hätte im Obergeschoss vier klimatisierte Zimmer
mit Dusche und WC. Wir könnten uns bis zur Abfahrt noch etwas
auf's Ohr legen. Er würde uns einen guten Preis machen.
Susanne ging es anscheinend wie mir, sie war sofort Feuer und
Flamme. Wir suchten uns natürlich ein Zimmer mit Blick in den
Krater aus. Mikailis brachte uns Badetücher und verabschiedete
sich mit einem wissenden Lächeln und ging nach unten.
In dem Zimmer war es angenehm kühl. Die Klimaanlage arbeitete
sehr dezent. Ich begann voller Spannung Susanne zu entkleiden.
Ich enthüllte einen regelrechten Modellkörper. Susanne hatte
einen kleinen, festen und spitzen Busen, zerbrechlich schmale Hüften,
einen kugelrunden Po und endlos lange, wunderbare Beine. Ihre Füße
waren nicht von dieser Welt, ihre schmalen Fersen gingen in eine
schmale Achillessehne und schmale Fesseln über. Trotz der hohen
Temperaturen schwitzte sie nicht.
Ich bat sie bevor wir duschten noch einmal an ihren Füßen
riechen zu dürfen. Sie setzte sich nur mit Slip bekleidet auf
das Bett, legte sich auf den Rücken und hob ihre Beine so hoch
das ihre Füße unter meine Nase reichten. Ich ergriff vor dem
Bett stehend beide Fersen und begann jeden Quadratzentimeter
ihrer Zehen und Sohlen abzuriechen. Geradezu göttliche
Duftakkorde offenbarten sich mir. Ihre glatten und ledrigen
Sohlen und ihre langen und runden Zehen schmeckten salzig und ein
wenig nach frischen Champignons. Sie spreizte ihre Zehen und
richtete sie hoch auf. Eine Ahnung von Patschuli erreichte meine
Nase.
Susanne löste einen Fuß und begann mit ihm meinen hocherregten
besten Freund zu massieren. An dieser Stelle mußte ich
zwangsweise unterbrechen sonst wäre ich wahrscheinlich
kollabiert. Ich zog sie aus und wir gingen duschen. Einen Körper
wie den Susannes zu waschen ist ein ganz besonderer Genuß. Unter
der Dusche begann ich vorsichtig an ihren Brustspitzen zu
knabbern. Susanne begann am ganzen Körper zu zittern. Ich
trocknete sie schnell ab und trug sie ins Bett. Sie war wie
hypnotisiert. Ich bedeckte ihren Körper mit Küssen und
streichelte sie von Kopf bis Fuß. Als ich mich ihren süßen
Honigtöpfchen näherte begann sie wieder heftig zu zittern und
ihr Bauch verkrampfte sich sehr stark. Ich streichelte ihr mit
der linken Hand ganz sanft den zitternden Bauch und schickte mit
meiner rechten Hand meinen Mittelfinger auf Wanderschaft.
Auf der Suche nach ihrem G-Punkt wurde ich schnell fündig.
Susanne stöhnte und atmete schwer. Erst als ich mit meiner Zunge
begann ihre Klitoris zu massieren und dabei ihren Honig aufsaugte
entspannte sie sich. Ihr Honig strömte in Hülle und Fülle und
schmeckte wunderbar. Mit einem gepreßt gestöhnten: "Oh,
mein Gott!!!" gab sie sich einem ungeheuren Orgasmus hin.
Dabei bebte sie wieder am ganzen Körper. Ihr Klimax schien
Minuten zu dauern und immer neue Höhepunkte mit sich zu bringen,
so wie Flash-Backs beim LSD.
Als Susanne wieder zu sich kam lag, die glücklichste Frau der
Welt vor mir und weinte vor Glück. Ich kuschelte mich neben sie
und wir küßten uns als würde es morgen verboten. Dann
entdeckte ich das Streichholz mit der berühmten Rizzla-Werbung
und die beiden Joints, die daneben lagen. Ich fragte Susanne ob
sie schon einmal Dope geraucht hätte und sie nickte. Obwohl ich
nicht mehr rauchte, konnte ich nicht widerstehen. Wir rauchten
die beiden ausgezeichneten Joints. Nach ein paar Minuten begann
Susanne sich meinem besten Freund zu widmen, worauf dieser schon
sehnlichst gewartet hatte. Susanne war eine wahre Meisterin der
Fellatio. Sie revanchierte sich auf sehr kunstvolle Art und Weise.
Sie definierte bei meinem Freund das hydraulische Prinzip neu.
Als ich mich trotz aller Anstrengung nicht mehr zurückhalten
konnte saugte sie mich regelrecht aus. Trotz meiner langjährigen
Erfahrung hatte ich etwas derartiges auch noch nicht erlebt.
Nach einer kurzen Verschnaufpause drehte sich Susanne im Bett um
und servierte mir in äußerst erregender Weise ihre Füße zum
genießen. Sie spielte zwischenzeitlich mit meinem besten Freund,
was den dann auch gleich wieder zu neuen Taten rief. Ich drehte
mich auch und begann nach allen Regeln der Kunst Susannes
supersensiblen Busen zu massieren und zu küssen. Als sie wieder
anfing zu zittern drang ich ganz vorsichtig in sie ein und wir vögelten
wie die Besessenen. Während Susanne auf dem Rücken lag hob sie
ihre Beine an und umschlang meine Hüften. Plötzlich löste sie
ihr rechtes Bein und zog es soweit an, daß sie es unter meine
Brust schaffte. Ich richtete meinen Oberkörper auf und sie hob
ihren Fuß auf meine Nasenhöhe. Ich atmete den Duft ihres Fußes
tief in mein olfaktorisches Bewußtsein und wurde postwendend mit
einem Prachtorgasmus belohnt. Susanne ließ im gleichen
Augenblick los und gemeinsam flogen wir aus dem Fenster über die
Caldera in die Sonne.
Wir brauchten fast eine Viertelstunde bis wir wieder einen klaren
Gedanken fassen konnten. Dann wurde es auch Zeit zum Duschen und
zum Aufbruch. Ich bedankte mich bei Mikailis und zahlte unsere
Rechnung.
Als wir das Eternity verlassen wollten, hielt mich Mikailis zurück
und flüsterte in mein Ohr, wenn ich das nächste Mal an Susannes
Füßen riechen würde, sollte ich an ihn denken. Er hat mich von
der Küche aus gesehen wie ich mit Susannes Fuß schmuste und er
habe das selbe Faible wie ich. Er gab mir noch zwei Joints für
die Reise. Ich versprach es ihm und wir gingen zur Seilbahn.
"Kalo taxithi!" rief er uns nach. Gute Reise.
Auf den Weg dorthin genossen wir an verschiedenen Punkten die
Aussicht auf die bald untergehende Sonne. Jetzt konnte man auch
verstehen warum das Jazzcaffee ETERNITY hieß: Die Ewigkeit. Hier
verloren Zeit und Raum ihre Parameter. Zwischendurch machte ich
mit meiner Minox ein paar stimmungsvolle Photos von Susanne.
Unten im Hafen tranken wir noch einen Ouzo und einen Kaffee und
gingen dann an Bord. Wir plazierten uns wieder auf dem Vordeck
und genossen mit einem Joint und ein paar Martinis den
Sonnenuntergang. Als es auf dem Vordeck zu kühl wurde verkrümelten
wir uns in einen der Salons in eine Polsterecke und wärmten uns
gegenseitig. Den größten Teil der Fahrt und das Abendessen an
Bord verschliefen wir. Susanne lag auf meinem Schoß und hielt
meine Hand ganz fest, so wie ein Kind das Angst hat man würde
weglaufen oder man könnte abhanden kommen. Ich hatte sie mit
meiner Jeansjacke zugedeckt und immer wenn ich sie ansah, lächelte
sie im Schlaf. Ich ließ sie kurz alleine und holte die Bilder
von morgens ab.
Als wir in Rethymnon ankamen, lud ich sie in den venetianischen
Hafen in das Restaurant CAVO D'ORO zum Nachtmahl ein. Diesmal
bestand Susanne darauf zu zahlen. Ich war einverstanden und,
Vassilis der Chef des besten Restaurants im Hafen, wies uns einen
Tisch direkt am Wasser zu. Das sind die gefragtesten Plätze rund
um den kleinen Hafen in dem nur kleine Fischerboote ankerten.
Manchmal konnte es passieren, daß ein Fischer alleine mit seinem
fünf bis sechs Meter langen Boot herantuckerte um genau hinter
einem Restaurantgast festzumachen. Dann war es Ehrensache, daß
der Gast aufstand, die Leine auffing und das Boot an die Kaimauer
zog. Der Fischer kam dann von der Pinne zum Bug und machte das
Boot fest. "Efharistó polí" bedankte er sich dann und
man antwortete mit "Parakaló." Wenn der Fischer dann
seinen kärglichen Fang sortiert hatte, ließ er sich auch gerne
zu einem Raki einladen. "Yámmas!"
Außerdem konnte man von diesen Plätzen auch ganz hervorragend
die opereske Kulisse der uralten venetianischen Häuser
betrachten. Ich aß gebackene Leber, Susanne aß Octopus vom
Grill und wir tranken eine Flasche kretischen Retsina. Nachdem
Susanne bezahlt hatte und wir uns von Vassilis und seinem
Oberkellner Anastazio verabschiedet hatten, begleitete ich
Susanne zu ihrem Hotel. Sie logierte im modernen Rethymna-Beach-Hotel
an der neuen Strandpromenade des Stadtstrandes.
Während des etwa 500 m langen Weges über die Strandpromenade
und vorbei an einer Vielzahl von Terrassenrestaurants hielt sie
wieder meine Hand ganz fest. Beim Gehen betrachtete ich Susannes
Füße. Sie ging nicht, sie schritt. Und bei jedem Schritt
richtete sie ihre Zehen weit auf und die Sohle klapperte gegen
ihre Fersen. Ein verzaubernder Anblick und ein erregender Sound.
Als wir ihr Hotel erreicht hatten, fragte sie mich ob ich bei ihr
schlafen wollte. Ich wollte, hatte aber ein Kleidungsproblem. Ich
fragte sie nach ihrer Zimmernummer und sagte ihr ich wäre spätestens
in einer halben Stunde bei ihr. Ihre Augen verschatteten sich vor
Angst ich könnte nicht wieder kommen und ihr Händedruck wurde
fester, außerdem traten Tränen in ihre Augen. Mein Gott, wie
verliebt muß eine erwachsene Frau sein wenn sie nach einem Tage
solche Ängste hat, fragte ich mich. "Du kommst doch
wirklich wieder, oder?" fragte sie mich.
"Ja mein schöner Engel, ich komme ganz sicher wieder,"
antwortete ich ihr und küßte sie lang und leidenschaftlich.
Dabei fiel mir ein, daß ich noch nicht "Ich liebe dich"
zu ihr gesagt habe, obgleich ich total in sie verschossen war, so
verschossen wie schon ewig nicht mehr. Ich sah ihr tief in die
Augen und sagte es. Ich sagte ihr ganz leise ins Ohr: "Ich
liebe dich. Und was ich liebe verlasse ich nicht." Dann
knabberte ich kurz an ihrem Ohr, sie krümmte sich etwas zusammen
und hob ihr rechtes Bein an. "423," sagte sie und ich
ging über die Uferstraße zu meinem Hotel. Ich winkte ihr nach
ein paar Meter noch einmal zu und spürte wie sie mir nachsah.
Im Fortezza versorgte ich mich mit frischer Wäsche, Socken,
wechselte die Schuhe und steckte noch zwei Polohemden und mein
Deo ein. Aus dem Safe holte ich Geld und die Schlüssel meines
Mietwagens mit. Exakt 25 Minuten nachdem ich Susanne verlassen
hatte klopfte ich an die Tür des Zimmers 423.
Ein Wesen wie von einem anderen Stern öffnete mir die Tür.
Susanne trug ein hellgraues Negligé, hellgraue Satinmules und
hatte sich die Haare zusammengebunden. Ich war total verzaubert.
Hinter der Tür ließ ich alles fallen, schloß sie in meine Arme
und begann nach der leisen Musik des Hausprogramms zu tanzen.
"Susanne, Susanne... Du hast mir heute mein Herz gebrochen.
Ich liebe dich von ganzem Herzen," flüsterte ich ihr ins
Ohr. Dabei erinnerte ich mich, daß sie eben vor Wonne fast
vergangen ist, als ich an ihrem Ohr knabberte. Ich tat es wieder
und Susanne begann sofort zu zittern und schloß die Augen. Ich
nahm sie auf den Arm und trug sie zum Bett. Dort ließ ich sie
sanft nieder.
Ich zog mich schnell aus, kniete vor dem Bett nieder und zog
Susanne die Mules aus. Ihre Füße sahen so süß aus ich kann es
heute noch nicht ausreichend beschreiben. Viele Füße haben mich
in der Vergangenheit erregt, einige haben mich süchtig gemacht
bis zur psychischen Abhängigkeit, aber noch kein Paar Füße
habe ich echt geliebt. Jetzt war es so weit. Ich war in Susanne
rettungslos verliebt, genauso tief und sehnsüchtig liebte ich
ihre Füße.
Susanne war ein universales Kunstwerk von einmaliger Schönheit.
Ihr Silberblick, ihre Zahnlücke, ihre Sommersprossen, ihr ganzer
Körper und ihre Füße hielten mich gefangen. Ich küßte ihre Füße,
roch unter und zwischen ihren Zehen liebkoste mit meinen Lippen
die glatten Sohlen, roch alle Nuancen ihrer Düfte. Ich küßte
mich an ihren wunderschönen Beinen nach oben, öffnete ihre
Schenkel und näherte mich ihrem Honigtöpfchen. Ich genoß
Susannes Nektar und verwöhnte sie mit meiner Zunge. Susanne wand
sich und jammerte ich möge zu ihr kommen und ich kam. Der Duft
ihrer Füße hat meinen kleinen Freund wiederbelebt wie eine
Sauerstoffdusche. Ich staunte über mich selbst.
Ich entkleidete Susanne und drang ganz sanft in sie ein. Sie
kontrollierte mit ihren Kontraktionen meinen Rhythmus. Wir
wechselten die Stellung, Susanne saß oben und ich massierte
ihren hypersensiblen Busen, zog sie zu mir herunter und saugte
und knabberte an ihren erigierten Brustspitzen. Wir schraubten
uns auf einer Spirale nach oben in eine Gefühlssphäre wie auf
einem "Way of no return." Wir verschmolzen zu einem
brennenden Körper, aber die Erlösung wollte und wollte nicht
kommen. Als wir endgültig den Kontakt zur realen Welt aufgegeben
hatten und wir beide zu schweben anfingen, völlig losgelöst von
Raum und Zeit gaben wir uns gegenseitig hin. Wie nach einem
endlosen Fall tauchten wir in eine warme und weiche Atmosphäre
ein.
Ich hatte bis zu diesem Tag mit vielen Frauen geschlafen und es
war immer etwas Besonderes. Aber mit Susanne zu schlafen war
etwas ganz Besonderes. Eine so perfekte Zusammenkunft von Reiz
und Reaktion bei beiden Partnern kann man nur als ideal
bezeichnen. Ich hatte vorher noch keine solche Erfahrung gemacht.
Nach einem längeren Exkurs zu Susannes Füßen starteten wir in
dieser Nacht zu unserem letzten Flug in die Sphären unserer Gefühle.
Gegen vier Uhr schliefen wir eng aneinandergekuschelt ein.
Susanne lag vor mir und ich spürte ihren süßen Po in meinem
Schoß. Bevor sie einschlief tastete sie nach meiner Hand und als
sie gefunden hatte hielt sie wieder ganz fest. Normalerweise bin
ich ein unruhiger Schläfer, der ein großes Territorium benötigt
und sich häufig dreht. In dieser Nacht bewegte ich mich nicht,
so als hätte ich Angst den Kontakt zu Susannes Körper zu
verlieren.
Am nächsten Morgen, einem Freitag, wachten wir erst spät
aber sehr glücklich auf. Für das Frühstück im Hotel war es
schon zu spät und so beschlossen wir im Hafen zu frühstücken.
Wir duschten gemeinsam, zogen uns leichte Kleidung an, ich suchte
Susannes Schuhe aus und entschied mich für ein Paar dunkelblaue
Pantoletten, ähnlich Dianetten nur wurde hier nicht der große
Zeh gehalten sondern, die vier kleinen Zehen, eine sehr reizvolle
Variante. Vor allem deswegen, weil Susannes große Zehen etwas
kleiner waren als die übrigen Zehen.
Wir schlenderten die Strandpromenade entlang zum Hafen, der bei
Tage zwar sehr schön ist, aber lange nicht so reizvoll wie
nachts. In der berühmten Taverna Helona, dem am meisten
photographierten Lokal ganz Griechenlands, bekamen wir noch einen
schattigen Platz und frühstückten. Es war mittlerweile schon
nach elf Uhr und ich schlug vor nach dem Frühstück durch die
malerischen Gassen der Rethymnoner Altstadt zu meinem Wagen zu
gehen und dann nach Chania, der ehemaligen kretischen Hauptstadt
zu fahren. Da Susanne selbst zum ersten Mal auf Kreta war und da
sie erst Dienstags anreiste und noch nichts gesehen hatte, war
sie natürlich einverstanden mit meinem Vorschlag.
Wir spazierten vom Hafen aus zum Rimondibrunnen, der an einem
bezaubernden, total mit Weinreben überwachsenen, kleinen Platz
lag und von dort durch verschiedene schmale Gassen mit
unaussprechlichen Namen. Am Ende der Arabatsoglou Straße
befindet sich eine kleine aber sehr schön gestaltete Kirche.
Susanne fragte mich ob ich mit kommen wollte. Ich ging natürlich
mit. Ich besuchte sowieso jede offene Kirche, spendete ein paar
Drachmen und zündete Kerzen für meine Lieben an. Susanne war
tief beeindruckt von der Pracht mit der die hiesigen Kirchen
geschmückt sind. Mit ihrer weißen Bluse und ihrem knielangen,
dunkelblauen Rock war sie richtig gekleidet für einen
Kirchenbesuch. An jedem Kirchenportal befindet sich ein Anschlag
auf dem in allen möglichen Sprachen zu lesen steht, daß man die
Kirche bzw. das Kloster nur in angemessener Kleidung zu betreten
hat. Außerdem herrscht strenges Photographierverbot und
Filmverbot. Das hindert aber vor allem die deutschen Touris nicht
daran ihre Mama halbnackt vor dem Altar mit Fullsize-Ausrüstung
zu photographieren.
Die alten griechischen Frauen werden dann immer fuchsteufelswild,
können aber außer Schmähungen nichts dagegen tun. Während ich
ein paar Kerzen anzündete, eine vor allem als Danksagung für
die Begegnung mit Susanne, kniete Susanne auf einem der
katastrophal unbequemen Stühle und betete. Ich ließ sie alleine
in ihrer Meditation und ging vor das Portal und sah dem Treiben
in den Gassen zu.
Nach einigen Minuten kam Susanne aus der Kirche. Sie hatte ein
wenig geweint. Ich fragte sie ob sie ein Problem hätte und sie
meinte sie könne nur ihr Glück nicht fassen. Wir gingen zum
Parkplatz des Hotels Fortezza, bestiegen meinen Wagen und fuhren
auf der Periferiakos um den Fuß der Fortezza und dann auf der
Hauptstraße aus Rethymnon heraus.
Nach zwei Kilometer erreicht man die sogenannte Autobahn, die
Hauptverbindungsstraße von Ost nach West, quer durch die Insel
und weitgehend küstennah. Auf dieser Straße herrscht das blanke
Chaos, jeder fährt wie er will, so sieht es wenigstens aus. Die
zulässige Höchstgeschwindigkeit ist 100 km/h, um aber
mitzuhalten muß man mindestens 120-130 km/h fahren, sonst wird
man von den LKW überrollt. Insgesamt gesehen eine nicht ungefährliche
Angelegenheit, vor allem aber weil der Kreter grundsätzlich nur
in unübersichtlichen Kurven überholt und dabei den
durchgezogenen Mittelstrich weit überfährt. Das führt dann häufiger
zu Begegnungen der höchst unangenehmen Art. Außerdem mußte man
immer mit Ziegen rechnen, die mitten auf der Fahrbahn stehen.
Hinter Rethymnon ist die Küste sehr felsig, nach etwa 5 km fährt
man dann einen etwa sieben Kilometer langen Naturstrand entlang,
Surfers Paradise. Entlang der Küstenstraße findet man
streckenweise kilometerlange, in allen Farben blühende Oleanderbüsche.
Sie versperren auch die Sicht in die fjordähnliche Bucht von
Souda, Chanias Haupthafen und Natostützpunkt. Obwohl, während
des Golfkrieges vom Bundesverteidigungsministerium eilfertig
versichert wurde, kein Schiff der Bundesmarine befände sich im
östlichen Mittelmeer, sahen wir im vorbeifahren mindestens vier
deutsche Schnellboote und draußen auf der kargen Seite der Bucht
ein Tender o.ä. Leider herrscht in der ganzen Bucht strengstes
Potographierverbot, welches von MP-Patrouillen überwacht wird.
Wir verließen die Bucht von Souda und fuhren noch einmal zurück
zur Hauptstraße, um uns den beschwerlichen Weg durch die Vororte
Chanias zu sparen.
Nachdem wir die Stadt (ca. 50.000 Einw.) von Süden nach Norden
auf kürzestem Weg durchfahren hatten, landeten wir auf meinem
Insiderparkplatz direkt am Arsenal des venetianischen Hafens.
Auch ein Tip von Peter. Wir stellten den Wagen ab und
schlenderten über die uralten, halsbrecherischen Steinplatten
die durch die Fuhrwerke total ausgefahren waren und die das ganze
Hafenbecken säumten. Das eigentliche Hafenbecken ist etwa fünf
mal so groß wie das in Rethymnon, gesäumt von einer etwa 20 m
breiten Promenade auf der sich ein Restaurant an das nächste
reiht. Wir nahmen im Cafe Sun platz und tranken den besten
Orangensaft Kretas. Von hier aus hatte man das Hafenbecken
zentral vor sich und jede Menge Touris zum Kopfschütteln,
gekleidet wie zu Fasching, zogen vorbei.
Susanne streckte ihre traumhaften Beine aus und machte mit ihren
Zehen Kapriolen. Wenn sie ihre Zehen aufrichtete sah man auf der
dunkelbraunen Innensohle fast schwarze Verfärbungen ihrer
Zehenabdrücke. Daran hätte ich jetzt gerne gerochen. Aber ich
mußte mich mit den optischen Reizen von Susannes Füßen begnügen.
Susanne beobachtete die vorbeiziehenden Touris und ich
beobachtete Susannes Mimik. Manchmal stülpte sie skeptisch die
Unterlippe vor, manchmal bewegte sich ihre Nasenspitze und wenn
Wind auf kam ließ die blickdichte Bluse ihre harten Brustspitzen
erkennen und der Duft ihrer Haare wehte zu mir herüber. Ich hätte
ihr stundenlang zuschauen können. Sie war so schön. Alles an
ihr war positiv.
Ich machte mir meine geheimen Gedanken wann irgendeine mörderische
Neigung bei ihr auftreten würde oder irgendeine ätzende
Charaktereigenschaft, aber nichts passierte. Andererseits kannten
wir uns ja gerade erst zwei Tage, aber mir war, als wären wir
schon seit Jahren zusammen. Ich hatte diese Erfahrung des
schnellen Vertrautseins schon ein paar mal in meinem Leben
gemacht, ich war auch mit diesen Frauen sehr glücklich, aber
diese Beziehungen endeten meistens tragisch. Vor mir tauchten die
Bilder von Danielle und Viola auf und ich bekam Gänsehaut.
Susanne fragte mich ob sie schon bezahlen solle und ich reagierte
erst gar nicht, erst durch einen zarten Knuff an den Arm verdrängte
ich die Angstbilder aus meiner Vergangenheit. Susanne zahlte und
wir setzten unseren Weg um den Hafen fort.
An der alten Militärschule am Ende des Hafenbeckens bogen wir in
die engen Altstadtgassen ab. Hier gab es tolle Souvenierläden,
Kunstgewerbeshops, Kunstgalerien, Kaffeneions in denen klassische
Musik gespielt wurde, Bistros mit moderner Musik und nicht
zuletzt die klassische kretische Taverne. Eine besondere Abart
dieser Tavernen sind Speiselokale die in den Ruinen aufgegebener
oder abgebrannter Häuser und Lager untergebracht sind. Von denen
gibt es einige in Chania und wir gingen nun in das schönste und
beste dieser Art, in die Taverna ELA, nur 100 m vom Hafen
entfernt. Auf dem Weg dorthin, immer wenn niemand in der Nähe
war, nahm ich Susanne in meine Arme, drückte ihren weichen,
anschmiegsamen Körper an mich und küßte sie. Dabei genoß ich
den bezaubernden Duft ihres Körpers und ihrer Haare.
Als wir am ELA angekommen waren machte Susanne große Augen. Wir
standen vor einem etwa fünfzehn Meter breiten, ehemals
dreigeschossigen und vollkommen ausgebrannten Lagerhaus mit
Tiefparterre. In der Mitte des Grundrisses stand eine mächtige,
quadratische Säule von der kreuzweise verbrannte Balken
abgingen, die früher die eigentlichen Deckenbalken hielten. Die
in den über 12 m hohen Außenwänden unregelmäßig verteilten
Fensteröffnungen besaßen nur noch Gitter. Wir gingen die fünf
Stufen zum Eingang hinab und betraten durch ein uraltes Torgewölbe
die Taverne.
"Ist das so schön hier. Einmalig. Unglaublich. Guck mal die
vielen Pflanzen. Wahnsinn!" sagte Susanne in Abständen. Das
war's auch. In jeder freien Ecke eine Pflanze. Auf jedem
Mauervorsprung ein Blumentopf, der gigantische, offene Kamin war
total bewachsen. Der Gastraum, vollständig unter freiem Himmel,
verteilte sich auf etwa fünf verschiedene Ebenen. Ein Teil davon
war durch ausfahrbare Sonnensegel zu beschatten, der Rest genoß
natürlichen Schatten durch die hohen Mauern. Auch im ELA gab es
die oberschenkelmuskulaturmordenden, kleinen Holzstühle mit
Bastflechtung, die fast auf jeder griechischen Postkarte
abgebildet waren und zu denen ich ein ganz besonders gestörtes
Verhältnis hatte. Die beiden vorderen Stuhlbeine standen so nah
beieinander, daß sie mir immer auf den selben neuralgischen
Punkt meiner Oberschenkel drückten.
Wir bestellten bei Jorgos, dem Besitzer, der mich noch vom
letzten Oktober her kannte, gebackenen Schafskäse und Chicken
mit Okra, dazu eine Flasche Cava Boutari. Nach dem immer wieder
hervorragenden Essen tranken wir noch einen griechischen Kaffee
und Jorgos stellte uns eine kleine, Perrier-ähnliche Flasche mit
eisgekühltem Raki auf den Tisch. Die Flasche beinhaltete etwa 0,2
Liter. Der Raki, ein hochprozentiger Weintrester (min. 55%) der
eigentlich Tsikudia heißt, war der beste auf der Insel und galt
allgemein als Medizin. War er auch - in Maßen genossen.
Bis sich der Kaffee gesetzt hatte zeigte ich Susanne den Weg zur
Toilette, die im dritten Stock des Nachbarhauses lag. Das
Nachbarhaus gehörte natürlich zum ELA, auf der Ebene des Lokals
befand sich die Küche, darüber, durch die steile Straße
erdgeschossig von außen zu erreichen, eine wunderschöne alte
Kneipe mit einer Sammlung alter Motorräder, darüber Jorgos
Wohnung und darüber, hoch über dem Gastraum aber immer noch
innerhalb der Mauern, eine Dachterrasse mit den Wcs.
Auf dem Rückweg bat ich Susanne sich in der Kneipe auf einen
Mauervorsprung zu setzen. Ich kniete mich vor sie, nahm ihren
rechten Fuß in die Hände, hob ihn an und küßte ihre Zehen.
Ich erinnerte mich an die dunklen Zehenabdrücke die ich heute
Vormittag gesehen hatte. Bevor ich etwas sagte hob Susanne ihre
Zehen weit an und machte den Weg für meine Nase zu neuen Düften
frei. Ich schwelgte kurz in Susannes charakteristischen Odeurs
die durch das feuchte, oft getragene Leder ihrer Pantoletten eine
ganz neue und verzaubernde Würze bekamen. Ich streifte ihr die
Pantolette vom Fuß und roch an ihrer zarten, weichen und
feuchten Sohle. Der Wahnsinn umgab mich. Es hätte nicht viel
gefehlt und mich hätte der Schlag getroffen. Ich zog Susanne den
Schuh wieder an und sagte: "Danke, mein Engel." Ich küßte
sie und sie roch in meinem Gesicht nach den Duftspuren ihrer Füße.
"Ich wußte nicht das meine Füße so gut riechen,"
sagte sie zu mir.
"Ich könnte dich auffressen so gut riechst du,"
antwortete ich ihr während sie an meiner Wange knabberte. Wir
gingen zurück zu unserem Tisch und gaben uns der heilenden
Wirkung des Raki hin.
Es war schon später Nachmittag als wir unseren Wagen erreichten
und zurück nach Rethymnon fuhren. Susanne fuhr den Beifahrersitz
so weit zurück, daß sie Ihre Füße auf das Handschuhfach legen
konnte. Dann schlief sie ein. Ich angelte während einer langen
Geraden in ihrem Fußraum nach einer ihrer Pantoletten. Als ich
die linke erreicht hatte hob ich sie an und begann daran zu
riechen. Eindeutig Susannes Füße, dachte ich für mich. Das
jahrelange Tragen hat das Leder an allen Stellen mit Hautkontakt
fast schwarz werden lassen und dort alle Milchsäuren und
Pheromone verewigt. Ganz nah war der Duft so intensiv, daß er
mich total anturnte.
Als Susanne wach wurde sagte sie: "Ohh, du gehst fremd!"
und nahm mir ihren Schuh ab. Sie betrachtete ihn ganz genau und
fuhr mit dem ausgestreckten Zeigefinger die Konturen ihrer
Zehenabdrücke nach. Dann hob sie zu meiner Überraschung die
Pantolette unter ihre süße Nase und begann ihrerseits alle
dunklen Stellen abzuriechen. "Ich kann dich verstehen,"
sagte sie. "An diesen Duft könnte ich mich gewöhnen. Wenn
meine Füße so oder noch besser riechen..." Den Rest ließ
sie offen.
"Hör mal," antwortete ich ihr, "das ist meine Domäne.
Schließlich bin ich der Fetischist im Hause. Du wirst dich doch
nicht zur Egomanin oder zu einer Lesbierin entwickeln."
Susanne zuckte. Als ich das sagte brach die Erinnerung an Joellie
und Sarah in mir auf. Ich erzählte ihr auf dem Rest unserer
Fahrt und auf dem Weg vom Parkplatz zu Susannes Hotel die
Geschichte meiner großen Liebe Joellie.
Als wir im Hotel angekommen waren, duschten wir schnell und
legten uns auf das Bett. Wir ließen uns vom Roomservice kaltes
Mineralwasser und Pepsi bringen. Susanne lag auf dem Bauch neben
mir auf dem Bett, ich lag seitlich auf dem Rücken und
betrachtete ihren wunderschönen Körper. Plötzlich fragte sie:
"Kannst du noch mehr so schöne Geschichten aus deiner
Vergangenheit erzählen?"
Ich lächelte sie an und antwortete: "Wenn ich dir alle erzähle,
erklärst du mich glatt für verrückt und schmeißt mich raus,
rein aus Selbstschutz."
"Ich liebe dich, mit und ohne Macke. Bitte, fang' an zu erzählen."
Ich überlegte kurz und entschloß mich wirklich ganz am Anfang
anzufangen, bei Carlotta. Susanne teilte eine Leidenschaft mit
vielen Frauen die ich kennen gelernt habe, sie kaufte
leidenschaftlich gerne Schuhe und konnte sich von ihnen nicht
mehr trennen. So kam es an diesem Abend, daß sie mir
entsprechend der Geschichte die ich gerade erzählte, alle ihrer
mitgebrachten Schuhe vorführte. So konnten wir verschiedene
Szenen praktisch nachstellen, was uns beiden ein besonderes Vergnügen
bereitete. Als nächstes erzählte ich die Geschichten von
Alexandrine im Zug und die von Anna aus meiner Schulzeit. Annas
Geschichte ergriff uns beide derart, daß wir sanft übereinander
herfielen.
Susannes Neugierde war grenzenlos, so folgten dann die
Geschichten von Manuela, meinem 25. Geburtstag und der von
Martina im La Gavina Hotel. Susanne erregten die Geschichten außerordentlich.
Je nach Passage verhärteten sich ihre Brustspitzen und sie bekam
ein riesige Gänsehaut oder ihr Honigtöpfchen begann auszufließen.
Ich war süchtig nach ihrem Nektar und so schloß sich der Kreis
von neuem.
Nachts erzählte ich ihr bei einer Flasche Champagner und einer
Schale Walnüssen noch die traurigen Geschichten von Danielle und
Io. Nach beiden Geschichten weinte Susanne als hätte sie persönlich
den Verlust erlitten. Sie offenbarte eine sehr sensible und mitfühlende
Art. Das machte sie noch liebenswerter.
Wir schliefen wieder wie die Teelöffel aneinandergeschmiegt und
sie hielt meine Hand. Während der Nacht spürte ich wie Susanne
öfter, einem tiefen Seufzen gleich, tief einatmete. Die
Klimaanlage verhalf uns zu einem tiefen, erholsamen Schlaf. - Weiter mit Teil 2...
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