FussVideo - Text 443: Wer braucht den schon?

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Wer braucht den schon?
Von TTee

Es war einer dieser kalten Januartage. Jutta klopfte sich den Schnee von der Jacke und schloß die Haustür hinter sich. Draußen sah Sie noch einen Schatten durch den Garten huschen. 'Bei diesem Wetter schickt man nicht mal einen Hund vor die Tür. Ich sehe wohl schon Gespenster?' dachte Sie... und apropos Hund, wo steckte eigentlich dieser kleine Balg von Bruder? Seit dem Tod Ihrer Eltern mußte Sie sich nun um dieses Würstchen kümmern, daß nichts weiter von der Welt wußte, als jeden zu nerven. Wenn er heute wieder nicht sauber gemacht hatte, dann konnte er was erleben.
Alles muß perfekt geputzt sein, damit der neue Freund keinen schlechten Eindruck von Ihr hat. Sie hörte ein leises Wimmern aus dem Wohnzimmer und öffnete die Tür. Zuerst konnte Sie niemanden sehen, aber das Schluchzten führte Sie zu Ihrem am Boden hinter der Couch liegendem Bruder Thomas, der anscheinend von der Stehleiter gefallen war, als er Gardinen wechseln wollte.
"Na du Arsch, bist Du von der Leiter gefallen? Daß tut mir aber leid!" sagte Sie in hämischen Ton.
"Ich glaube ich habe mir was gebrochen. Ich kann mich nicht mehr bewegen Herrin!" jammerte Thomas. 'HERRIN', das hatte Sie Ihm im Laufe der Zeit beigebracht (beigeprügelt).
"Du stehst jetzt sofort auf und verkrümelst Dich in den Keller! Mein Freund kommt bald vorbei und ich will nichts von Dir hören oder sehen!" sagte Sie. Thomas fing an zu weinen und es war offensichtlich, daß er wirklich zu keiner Bewegung fähig war. 'Was soll ich bloß tun? Ich kann doch keinen Krankenwagen holen. Das kostet Geld und außerdem will ich Ihn sowieso vor meinem Freund geheim halten,' dachte sich Jutta. Da kam Ihr ein genialer Gedanke und Ihr Gesicht verzog sich zu einem eiskalten Lächeln, daß Schlimmes erahnen lies.
Sie packte Thomas an beiden Beinen und zog Ihn hinter der Couch hervor. Seine Schmerzenschreie ließen Sie absolut kalt. Gnadenlos wurde er weiter geschleppt bis an den Rand der Kellertreppe. Sie öffnete die Tür und warf Ihn wie einen Sack Kartoffeln hinunter. Man hörte noch bei den ersten 2-3 Aufschlägen auf den harten Steinstufen laute Schmerzensschreie, dann war Stille. Sie horchte hinab in die Dunkelheit und vernahm keinen Laut mehr. Wahrscheinlich ist er ohnmächtig oder auch krepiert! 'Egal, wenigstens ist er ruhiggestellt,' dachte Sie sich.
Eine Stunde später, Sie hatte sich gerade aufgestylt, hörte Sie leises Jaulen aus dem Keller. 'Verdammter Mist! Gerade jetzt! Der soll endlich sein Maul halten!' Sie machte Licht und stieg die Stufen hinab. Klock, Klock, Klock,... Die Absätze Ihrer hohen Stiefel hörten sich sehr bedrohlich an - und bedrohlich war auch Ihr fest entschlossener Gesichtsausdruck. Fest entschlossen diesem Generve ein Ende zu setzen. Das Ende für Thomas - den immer gehaßten Bruder - sollte schrecklich werden. Es kam in Gestalt der eigenen Schwester, die eigentlich mit Ihren 185 cm Körpergröße bei ca. 70 kg Gewicht göttlich aussah. Perfekte Maße umhüllt von einer schwarzen Chiffon-Bluse, einem schwarzen Falten-Minirock, seidenglatten Feinstrümpfen und eben genannten schwarzen wadenhohen Plateaustiefeln.
Mit weit aufgerissenen Augen starrte der vor lähmenden Entsetzen still gewordene Thomas Sie nun an und mochte nicht verstehen, daß Sie neben Ihm stehend einfach Ihren Fuß über Ihn hob, als wollte Sie nur einen Käfer zertreten. Für Sie war er auch nur ein kleiner Käfer. Eine Spinne, die unbarmherzig von Ihr zermatscht würde. Als Ihr Fuß sich quer auf seinen Hals stellte und der Druck ungeheuerlich zunahm, war es auch für Schreien zu spät! Sein Hals wurde auf nur noch 3 cm Durchmesser zusammengedrückt und er spürte seinen Kehlkopf brechen. Sie spürte oder hörte dieses auch, und ein böses Lachen kam über Ihre blutrot geschminkten Lippen. Sie stand nun mit Ihrem ganzen Gewicht auf seinem Hals und sah seine Lebensgeister schwinden. "Bye, Bye Brüderchen," sagte Sie noch, hob Ihren Fuß ganz leicht hoch und stampfte dann noch einmal voll auf den zerquetschten Hals. Sie drehte Ihren Fußballen hin und her, als wollte Sie ein Zigarette austreten und ärgerte sich noch über das Blut, daß Ihr die Schuhe besudelte.
Es klingelte an der Haustür! Sie putzte Ihre Stiefel an Ihrem Bruder - oder was von Ihm noch übrig war - ab und rannte die Treppe hinauf. Sorgfältig schloß Sie die Kellertür und drückte auf den Türöffner. Der geliebte neue Freund... nein, oh Gott es war die Polizei!
"Guten Abend, Frau Sperling! Wir sind auf der Suche nach einem entflohenen Häftling, und Zeugen haben ihn vor kurzem in Ihren Garten flüchten sehen. Sie haben doch sicher nichts dagegen, wenn wir uns in Ihrem Haus ein wenig umsehen?"

 

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