FussVideo - Text 440: Der Wandertag

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Der Wandertag
Von TTee

Ich haßte diese Wandertage in der Schule auf den Tod, doch unsere Lehrer waren gnadenlos. Nicht mal eine Krankmeldung wollten Sie akzeptieren, hatten Sie gedroht - und so mußte ich wohl oder übel mitmarschieren. Daß der Wandertag aber diesmal durch ein Naturschutzgebiet gehen sollte, damit war ich eigentlich nicht einverstanden, aber wer hört schon auf die Einwände eines 14-jährigen Jungen?
Der einzige Trost war, daß wir mit dem Einverständnis unserer Eltern aus dem diesjährigen Herbstwandertag ein verlängertes Wochenende mit Aufenthalt in einer Jugendherberge über 2 Tage gemacht hatten. Alles sollte sich um die Natur handeln mit Workshops im Pflanzenbereich und was besonders gut war: Es würden noch andere Schulklassen aus einem Nürnberger Gymnasium dabei sein. Juhuuu! Viele schöne Mädels, mit denen man rauschende Abend-Partys feiern konnte!!!
Alles sollte anders kommen! Nach unserer 2-stündigen Anfahrt mit dem Reisebus packten wir unsere Reisetaschen in den 5-Bett-Zimmern aus und hatten danach ein Treffen in der Aula der Herberge, um die anderen Schüler kennenzulernen. Der Saal war, als ich eintrat, schon gut gefüllt und mir fiel auf Anhieb eine Gruppe von fremden Mädchen auf, die auch mich genauestens musterten. Sie waren alle älter als ich und ich tippte auf eine Abitur-Klasse. So zwischen 17 und 20 Jahre alt könnten Sie gewesen sein. Wieso sie mir gleich auffielen, ist leicht zu erklären:
Sie waren alle sehr chic angezogen - überhaupt nicht so wie Naturliebhaber. Eine davon trug sogar jetzt zur frühen Vormittagsstunde schon ein aufregend kurzes Minikleid. Wir grinsten uns gegenseitig zu und folgten mehr oder weniger interessiert den Ausführungen des Gruppenleiters. Für den heutigen Nachmittag war eine Besichtigung eines Feuchtbiotopes angesetzt und man sollte mit festem Schuhwerk erscheinen, da es ziemlich sumpfig werden sollte.
Wir trafen uns alle um 14 Uhr und marschierten in 15er-Gruppen los. Zu meiner Freude waren die fünf Mädchen vom Vormittag "zufällig" in meiner Gruppe dabei. Der "Öko-Futzi" stapfte los und redete wie ein Wasserfall über Bodenbeschaffenheiten und Vogelansiedelungen.
Die Mädchen konnten seinem Tempo nicht mithalten und fielen immer weiter zurück - auch ich! Irgendwie hatten Sie wohl nicht gehört, daß "festes Schuhwerk" verlangt war, den jede hatte unter den Jeanshosen zwar Stiefel an, aber eben doch mehr modische Stiefel - eben mit hübschen Absätzen und hoher Sohle. Sie umrundeten jede Pfütze und sobald das Gras etwas nachgab liefen Sie wie auf Eiern. Unsere Gruppe war nun außer Sichtweite - Aufsichtspflicht des Lehrkörpers nicht erfüllt, und ich bemerkte, daß ich der einzige Junge bei all den Mädels war.
Plötzlich wurde der Waldweg immer enger, dunkler und vor allem morastiger, als wir an eine Stelle kamen, die aus einem einzigen Schlammloch bestand. Man konnte noch die Fußabdrücke der vorausgegangenen Mitschüler erkennen, die vielleicht 20 - 30 cm tief in den Schlamm gepreßt waren. Die Mädchen blieben stehen und diskutierten, wie Sie denn darüber kommen könnten. An den Seiten des Weges waren dichte Dornenbüsche und über 3 Meter zu springen, traute sich keine - bei den hohen Schuhen!
"Ich könnte Euch ja rübertragen," sagte ich lachend - es war die erste Konversation, die ich mit den Fünfen hatte. Sie schauten erst mich an, dann tuschelten Sie etwas und eine große schwarzhaarige Schönheit sagte zu mir: "Deine Idee ist im Prinzip gar nicht schlecht, aber Du wirst Dich als Brücke zur Verfügung stellen, damit wir über Dich laufen können!" Ich prustete vor Lachen laut los, doch das Blitzen in Ihren Augen und daß hämische Lächeln zeigte mir, daß es Ihnen todernst war.
Ich stand da wie belämmert und wußte nicht, wie ich mich aus der Affäre ziehen sollte. Vor mir das Schlammloch, hinter mir die fünf für mich übermächtigen Mädchen... Lange konnte ich nicht überlegen, da packten mich schon drei und schubsten mich in den Dreck. Ich lag bäuchlings ausgestreckt mit dem Gesicht nach unten in der Brühe und wollte mich so schnell wie möglich wieder aufrichten, doch mehr wie meinen Kopf konnte ich nicht erheben, da spürte ich schon das Gewicht von einem Mädchen auf meinem Rücken stehen. Ich konnte nichts sagen, denn mein Mund und Nase waren nur etwa einen halben Zentimeter außerhalb des Schlammes und ich hatte gerade mal Zeit meine Nasenlöcher freizuschniefen. Das auf mir stehende Biest forderte jetzt die anderen auf, sich auf mich zu stellen, damit ich als Brücke festgetreten würde. Ich merkte vier weitere Stiefel auf meinen Oberschenkeln und meinem Hüftbereich, die mich immer tiefer in den Boden drückten. Ich hob meinen Kopf soweit ich konnte und erblickte durch die dreckverklebten Augenlieder, daß die Schwarzhaarige vor mir auf der anderen Seite der Kuhle stand und mich böse lächelnd anblickte.
"Du kleiner Dreckspatz wagst es uns hübsche Schönheiten dreckig werden zu lassen? Du kannst froh sein, wenn wir Dich nicht ganz in den Morast stampfen, damit Dich niemand mehr findet! Weist Du eigentlich, wie es so als Maulwurf ist? Willst Du es wissen, wie es ist?" Ich schüttelte so gut es ging den Kopf, da hob Sie Ihr rechtes Bein und setzte mir Ihre Stiefelspitze auf den Kopf. Sie verstärkte den Druck und mein Gesicht wurde in den Matsch gedrückt. Immer tiefer steckte mein Kopf jetzt schon im Dreck und ich hatte keine Chance auf Gegenwehr, denn mittlerweile standen alle vier anderen Mädchen auf meinem Rücken, meinen Armen und meinen Beinen. Der Lehm um mich herum spannte mich zusätzlich ein wie in einem Schraubstock. Fast eine Minute verging, bis die Schwarzhaarige Ihren Druck nachließ. Ich wollte meinen Kopf sofort erheben um Luft zu schnappen, doch der zähe Schlamm hielt mich wie in Beton gegossen fest. Mir wurde Schwarz vor Augen und ich verlor das Bewußtsein.
Als ich wieder aufwachte, lag ich in einem Waldstück auf dem Rücken. Die fünf Mädchen standen um mich herum und eine sagte: "Gott sei Dank, wir dachten schon, Du hättest die Segel gestrichen. Geht es Dir wieder besser?" Ich nickte und schaute Sie angsterfüllt an. "Kein Wort zu irgendjemanden über das, was heute passiert ist, klar!? Es würde Dir sowieso keiner glauben und Du wärst das Gespött Deiner ganzen Freunde!" Das war mir natürlich auch klar, denn damit wäre ich bis an mein Lebensende aufgezogen worden. Irgendwie hatte es mir ja sowieso gefallen - ausgenommen meine Ohnmacht!
Während der nächsten 2 Tage und vor allem Nächte, feierten wir tatsächlich noch eine mega-geile Party, wobei ich mit der Schwarzhaarigen noch innigeren Kontakt hatte, aber dies in einer anderen Geschichte...

 

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