Reklamation
Von Willi
Es war wieder einmal nichts los in diesem Laden, und so
schlenderte ich verträumt entlang der Regale. Montags arbeite
ich immer stundenweise in diesem Damenschuh-Fachgeschäft,
welches scheinbar wegen der hohen Preise nicht viel Kundschaft
begrüßen kann. Sicher, ich hätte mir schon gewünscht, daß
sich mehr Damen hier zum Einkauf oder auch nur zum Anprobieren
einfinden, denn ich habe einen ausgeprägten Fuß-Fetisch. Aber...
Was soll's? Wenn keine Kundschaft im Laden ist, kann ich mir all'
die Modelle, die mir besonders gefallen, in aller Ruhe anschauen,
anfassen und mich meinen Tagträumen hingeben.
Die dezente Ladentürglocke ertönte; Kundschaft!? Ich drehte
mich um und setzte mein freundlich-dezentes Geschäftslächeln
auf. Mir blieb die Luft weg! Auf mich schritt eine Frau zu,
welcher ich mich am liebsten sofort zu Füßen geworfen hätte...
Sie war schätzungsweise Mitte 40 und hatte langes rotbraunes
Haar, welches sie streng am Hinterkopf unter Kontrolle hielt. Ihr
dunkles Kostüm betonte ihre Wespentaillie und ein dunkler enger
Rock formte eine wunderbare Beckenpartie. Ihre Beine steckten in
schwarzen blickdichten Nylons; ihre Füße wurden von
hochhackigen schwarzen Lederpumps vor Umwelteinflüssen geschützt.
Etwa zwei Meter vor mir blieb sie stehen und warf mir einen
Schuhkarton, den sie unter dem Arm trug, entgegen. "Hier
habt ihr euren Mist zurück!" fauchte sie mich mit tiefer
Stimme böse an und schaute mir mit ihren funkelnden grünen
Augen fest ins Gesicht. Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust
und stellte sich leicht breitbeinig in Position.
Verwundert und überrascht zugleich fing ich den Karton auf und
abwechselnd schaute ich fragend vom Karton zu ihr. "Ähm...
verzeihen Sie... Ich verstehe nicht ganz...," brachte ich
endlich heraus.
"Wie, Sie verstehen nicht?" donnerte sie mir entgegen.
"Das ist doch wohl ein Damenschuh-Fachgeschäft, oder etwa
nicht?"
"Ja, aber gewiß doch, Madame..." Worauf wollte diese
reife Schönheit nur hinaus?
"Na hören Sie mal, junger Mann! Am Samstag habe ich mich
hier beraten lassen und schließlich dieses unglückselige Paar
Schuhe gekauft. Es ist schlecht, taugt nichts und jetzt will ich
es zurück geben!"
Aha, von daher wehte der Wind! Die Kundin ist unzufrieden mit den
Schuhen. Langsam öffnete ich den Karton und sah mir dessen
Inhalt an. Es handelte sich um ein Paar sehr teure weiße
HighHeels mit 15 cm Messingabsatz, wobei einer etwas verbogen
aussah. Verwundert sah ich Madame an. "Ja, da staunen Sie,
was?" grinste sie mich an.
Bedächtig schritt ich langsam zu dem Verkaufstresen und legte
den Karton dort ab. Dann nahm ich vorsichtig diesen eigentlich
wunderschönen HighHeels heraus und betrachtete mir den
verbogenen Absatz. Ratlos schaute ich zu ihr herüber. "Madame,"
sagte ich vorsichtig, "wie konnte das gesehen?"
"Wie das gesehen konnte!? Das weiß ich doch nicht. Der
Absatz hielt einfach nichts aus," sagte sie ganz lässig.
Ich nahm den Schuhe in beide Hände und versuchte den
Messingabsatz wieder gerade zu biegen. Doch so sehr ich mich auch
bemühte, es gelang mir nicht. Der Absatz hatte sich nicht einen
Millimeter bewegt. "Ähm..." leitete ich ein, "Madame,
ich möchte nicht indiskret sein... Reusper... was haben sie denn
mit diesen Schuhen gemacht haben, als sich der Absatz verbog?"
Madame kam langsam näher auf mich zu und lächelte mir mit ihrem
dunkelroten Mund arrogant zu. Sie nahm den anderen Schuh in eine
Hand und hielt ihn mir vor die Nase. "Sie möchten wissen,
was ich damit gemacht hatte?" Ich nickte. Mit einem
diabolischen Funkeln in ihren grünen Katzenaugen sah sie mich
tief eindringlich an. "Taten sagen mehr als tausend Worte!
Ich könnte es Ihnen hier vorführen - wenn Sie es wünschen..."
Erneut nickte ich bedachtig. "Dafür müßten Sie mir
allerdings ein anderes Paar dieser Art zur Verfügung stellen..."
meinte sie schnipisch.
Da ich davon ausging, daß es sich nur um einen Materialfehler
handeln konnte und sich das ganze sehr schnell klären ließe,
nickte ich knapp und verschwand hinten im Lager um ein weiteres
Paar dieser Serie zu holen.
Als ich mit dem neuen Paar in den Verkaufsraum zurück kam, saß
Madame leger mit überkreuzten Beinen in einem der Anprobesessel.
Ich kniete mich vor sie auf den Boden und öffnete die
Verpackung, stellte das neue Paar auf den Boden und schaute
Madame erwartungsvoll an. Diese hielt mir kühl einen ihrer
wunderbaren Beine entgegen, und wippte mit ihrem schwarzen Pump.
Sofort nahm ich vorsichtig den Schuh in die eine Hand und umfasse
mit der anderen vorsichtig ihre nylonsverhüllten Knöchel. Ich
spürte eine wohlige Wärme zwischen meinen Beinen aufkommen,
mein Schwänzlein wurde halbsteif.
Langsam zog ich Madame, welche sich ganz bequem im Sessel zurückgelehnt
hatte, ihren schwarzen Lederheel vom Fuß. Hach... Was für einen
Anblick, was für ein Gefühl! Jetzt weiß ich auch wieder, warum
ich so gerne in dieses Geschäft komme und aushelfe. Der
Stundenlohn ist hier zwar lächerlich, doch gehe ich einmal davon
aus, daß mein Chef den Restlohn, welcher nicht gezahlt wird, als
Eintrittspreis zurückgehält.
Mit einem leichten Plopp! Habe ich ihr den Heel vom Fuß gezogen
und stellte diesen vorsichtig auf den Boden. Dann nahm ich einen
der neuen Schuhe und zog ihn ihr behutsam über den freien Fuß.
Mein Herz klopfte, als ich dieses Kunstwerk von Schuh an Madames
Füßen sah. Der Kontrast des weißen HighHeel zu den schwarzen
blickdichten Nylons war für meine Augen ein Meisterwerk der
optischen Sinneseindrücke. Gerne hätte ich dieses Bild noch ein
wenig in mein Gedächtnis eingebrannt, doch schon überschlug
Madame ihre Beine anders herum. In gleicher Weise zog ich ihr
ploppend ihren schwarzen Pump aus und versteckte ihre
wahrscheinlich traumhaft schönen Füße in dem neuen weißen
HighHeel.
Wie ein Künstler, der gerade sein vollendetes Gemälde
betrachtet, starrte ich verzückt auf Madame. Sie saß da wie
eine Herrscherin. Ihr Gesicht wies arrogant-dominante Züge auf
und ihre dunklen Lippen waren zu einem asymmetrisch säuerlichen
Lächeln verzogen. An ihren, in schwarzen blickdichten Nylons
verhüllten Beinen, kamen diese göttlichen weißen HighHeels
wunderschön zur Geltung. In den Messingabsätzen spiegelte sich
das weiche Hallogen-Licht der Geschäftsbeleuchtung - es wirkte mörderisch
erotisch auf mich.
Genüßlich langsam kreiste diese reife schöne Frau ihren überkreuzten
Fuß. "Und wie genau möchten Sie es nun wissen, wie es zu
dem Grund meiner Reklamation kam?" fragte sie mich. Ich
starrte immer noch verträumt auf dieses wunderschöne Bild vor
mir und antwortete monoton: "So detailliert wie möglich...
Madame... muß dem Hersteller einen Reklamationsbericht schreiben...
wegen Ersatz... und so..."
Madame erhob sich, schritt ganz nahe an mir vorbei und stellte
sich mitten in den leeren Verkaufsraum. Ich wagte kaum Luft zu
holen und saugte jede ihrer Bewegungen in mich auf. Leicht wie
eine Feder begann sie auf diesen Schuhen zu tanzen. Zuerst ganz
dezent, dann wurde sie etwas großzügiger im Bewegungsausmaß.
Sie stellte sich breitbeinig hin, um sich kurz daraufhin mit
einer wahnsinnig geilen Drehung um ihre eigene Achse zu bewegen.
Wow! Beinahe hätte ich ihr dafür Applaus gegeben, doch mein
Status als Angestellter gebot mir Diskretion.
Madame bewegte sich immer ausgelassener, tanzte professionell
durch den Verkaufsraum und kam dann mit kleinen schnellen
Schritten auf mich zu. Dabei hackte sie jedes Mal mit den
Messingabsätzen auf den Boden ein. Ein geiler Sound! Sie blieb für
einen kurzen Augenblick genau vor mir stehen, machte dezente
Anstalten mich mit ihren wundervollen Beinen zu berühren, doch
die drehte sich elegant auf einem der Absätze von mir ab und
schritt fast ordinär in die Mitte des Verkaufsraumes. Dort blieb
sie stehen, spreizte die Beine und rotierte ihr Becken, während
sie dabei langsam die Knie beugte. Man... was für eine Show!
Erneut drehte sie sich um und schritt hackend auf mich zu,
stellte sich breitbeinig vor mich hin drehte ihr Becken während
sie langsam die Knie beugte. Als ich eines ihrer Knie vor meiner
Nase hatte, war ich geneigt dieses zu küssen. Doch Madame stieß
mich plötzlich mit diesem Knie um, so daß ich auf den Rücken
fiel. Verdutzt schaute ich zu ihr hoch, doch Madame griente mich
nur abfällig an und meinte: "Sie wollten es doch so
detailliert wie möglich wissen, oder etwa nicht?" Ich
nickte, war mir aber nicht sicher, wie detailliert so ein
Reklamationsbericht an den Hersteller eigentlich sein muß...
Madame tänzelte und hackte wie eine Furie um mich herum. Ab und
an tat sie so, als ob sie auf mich drauf steigen wolle, was sie
aber nicht tat. Dann stellte sie sich breitbeinig über mich.
Meine Augen folgten ihren langen Beinen nach oben, doch noch
bevor ich am Becken ankommen konnte sprang Madame in die Höhe
und landete auf meinem Bauch! Ich riß meinen Mund auf und entlud
meine Lungen lautstark; ich fürchtete, daß sich die spitzen
Messingabsätze in meine Eingeweide bohren würden, doch mein
Warsteinermuskel konnte dieses glücklicherweise erfolgreich
verhindern.
Madame tänzelte auf meinen Bauch und schaute mich eiskalt mit
ihren grünen Katzenaugen an. Sie verlagerte ihr Gewicht dabei
mal auf die Fußballen, mal auf die spitzen Messingabsätze. Es
tat nicht weh, es war einfach nur mächtig geil!
Plötzlich schritt sie mit einem Fuß auf meinen Brustkorb,
verlagerte ihr ganzes Gewicht auf diesen und drehte sich mit dem
Rücken zu meinem Gesicht. Madame kreiste wieder ihr Becken und
ging langsam in die Knie. Die Absätze drohten sich mir ins
Fleisch zu spießen, als sie sich wieder aufrichtete und einen Fuß
auf meinen Bauch setzte. Sie verlagerte ihr Gewicht auf meinen
Bauch und hob den anderen Fuß von meinem Brustkorb. Meine
Eingeweide drohten zu explodieren, als ich bemerkte, daß Madame
einen Absatz auf meinen Schwanz setzte. Sie wird doch nicht etwa...?
Der Druck auf meinem mittlerweile steifen Schwanz erhöhte sich
und Madame verlagerte schließlich ihr gesamtes Gewicht auf ihn.
Langsam bog sich mein Schwanz zu Boden und setzte meine reife
Peinigerin, wie ein Fahrstuhl, behutsam auf dem Boden ab. Madame
kicherte und schlug sich einmmal in die Hände, stieg von ihrem
'Gefährt' herab und begann weiter um mich herum zu tänzeln und
zu hacken. Noch in meinem Leben habe ich so etwas Geiles erlebt!
Madame stieg auf den Anprobesessel, der neben mir stand, hinauf.
Dort oben drehte und tänzelte Sie eine Weile ausgelassen herum,
bis sie sich plötzlich wieder zu mir drehte und Anstalten machte
auf mich zu springen, was sie aber scheinbar gar nicht vorhatte.
Ich bekam einen reisen Schrecken und schloß die Augen als Madame
tatsächlich sprang...
Laut krachend schlug Madame mit ihren Messingabsätzen genau
neben mir auf den Boden auf. Erleichtert, daß sie doch nicht auf
mich sprang, hörte ich ihr diabolisches Lachen. Diese Frau muß
der Teufel in Person sein - und wenn es wirklich eine Hölle mit
einem Teufel wie ihr gab... dann möchte ich gar nicht mehr in
den Himmel! Ich nahm mir vor am nächtsen morgen ganz früh aus
der Kirche austreten, als Madame erneut auf den besagten
Anprobesessel stieg. Wieder Tänzeln, wieder Drehungen, wieder
Sprungansätze, wieder ein Sprung, welchen ich mit geöffneten
Augen verfolgte. Für den Bericht mußte ich schließlich sehen
wie sie mit den Absätzen aufschlägt.
Schlagartig blieb mir die Luft weg und mir wurde murz schwarz vor
Augen. Madame landete mit voller Wucht auf meinem Bauch, hackte
und hüpfte darauf herum, während sie wilde Laute und lautes Stöhnen
wie bei einem Orgasmus von sich gab. Meine Eierchen meldeten
sich, signalisierten Überdruck und noch bevor sich alle meine
Ventile öffnen konnten sprang Madame von meinem Bauch zurück
auf den Anprobesessel.
Dort oben stand sie wie ein wildes Tier, welches seine Beute
bewachte. Wieder machte sie Anstalten zu Springen. Erst hatte ich
vor die Augen zu schließen, doch dann entschied ich mich jeden
Augenblick dieser Reklamation in mich aufzusaugen - für den
Reklamationsbericht... Madame landete wieder mit voller Wucht auf
meinem Bauch und sprang dort wie auf einem Trampolin herum. Sie
lachte, fauchte, schrie und stöhnte dabei wie ein gefährliches
Raubtier in höchster Ekstase.
Höher und höher sprang sie, wobei ich verzweifelt versuchte Maßnahmen
zu ergreifen um nicht von den gefährlich spitzen Messingabsätzen
durchlöchert oder erstochen zu werden. Madame sprang von meinem
Bauch aus direkt zurück auf den Anprobesessel, um von dort aus
wieder zurück auf meine Bauch und weiter landete mit laut
krachenden Absätzen auf den Fußboden zu landen. Blitzschnell
drehte sie sich um und sprang mit den Absätzen voran zurück auf
meinen Bauch. Diese spitzen Messingabsätze fuhren dort,
begleitet von einem orgastischen "Jaaahhh!" ihrerseits,
wie ein Messer in weiche Butter.
In diesem Augenblick meldeten meine Keimdrüsen 'Overload!' und sämtliche
Ventile öffneten sich schlagartig. Mein Samen zwang sich unter
einer gigantischen, scheinbar nie enden wollenden Explosion einen
Weg in meine Hose... Madame tänzelte während dessen weiter
unbekümmert auf mir herum. Posierte verschiedenartig und schaute
sich dabei immer wieder die Schuhe von allen Seiten an. Dann ließ
sie sich auf den Sessel fallen, schnurrte zufrieden und gab mich
frei.
Langsam rappelte ich mich wieder auf und begab mich wie vorhin in
die kniende Position. Lapidar, so als wenn nichts außergewöhnliches
passiert wäre, meinte Madame ganz ruhig: "Haben sie noch
weitere Fragen, wie es zum Zerbiegen der unglückseligen Absätze
kam, junger Mann?"
Ich versuchte mich so ruhig und diskret wie möglich zu geben:
"Nein, ich denke es dürfte Ihnen gelungen sein mir den
Hergang eindrucksvoll geschildert zu haben."
Madame lächelte und schaute zusammen mit mir das Ersatzpaar an
ihren unbezahlbaren Füßen an. Außer ein paar unbedeutender
Kratzer an der Sohle waren keine Schäden zu erkennen. Die dünnen
spitzen Messingabsätze wiesen keinerlei Makel auf.
"Nun, sie verstehen sicherlich meine Verärgerung über die
unglückseligen Schuhe von Samstag. Ich finde es unverantwortlich
vom Hersteller solche Schuhe auszuliefern, ohne vorher sie vorher
auf Sicherheit getestet zu haben. So eine Versäumnis kann schließlich
schnell zu bösen Verletzungen führen, oder sehen Sie das
anders?" fragte Madame mit ruhiger rauchiger Stimme. Mit
ehrlicher Miene gab ich Madame zu verstehen, daß ich voll und
ganz mit ihr übereinstimmte.
"Also gut, junger Mann, so wie es ausschaut scheint es sich
tatsächlich lediglich um einen Materialfehler gehandelt zu haben.
Ich lasse Ihnen also das unbrauchbare Mängelexemplar hier zurück
und werde dieses hier mitnehmen," sprach sie und strich
dabei mit ihren Händen verliebt über die weißen HighHeels. Ich
nickte zustimmend und begann, auf ein Zeichen von Madame, ihr
beim Wiederherstellen ihrer ursprünglichen Kleiderordnung zu
helfen.
Ich stand auf und ging zurück zum Tresen. Dort putzte ich noch
einmal mit einem weichen Tuch über das edle Paar HighHeels,
bevor ich sie sorgsam in ihre Verpackung verstaute. Madame kam
lasziv auf mich zu geschritten und schaute mir mit ihren grünen
Katzenaugen ins Gesicht.
"Bitte sehr, Madame," sagte ich, als ich ihr das
Ersatzpaar überreichte. "Ich bedaure zutiefst, daß sie mit
der Ursprünglichen Ware unglücklich waren, und hoffe sie uns
bei Gelegenheit als zufriedene Kundin erneut beehren werden..."
Sie hob arrogant eine Augenbraue, begann jedoch dabei zu lächeln:
"Ja, ich bin mit Ihrem Service sehr zufrieden. Bei meinem nächsten
Einkaufsbummel werde ich mit Sicherheit hier wieder vorbei
schauen." Madame drehte sich mit dem Rücken zu mir und
machte Anstalten den Laden zu verlassen.
Sofort eilte ich an ihr vorbei und hielt ihr die Tür offen.
Gerade wollte sie hinaus ins Freie gehen, als ich sagte: "Ähm...
Madame gestatten?" Sie sah mich fragend an. "Falls da
noch Fragen wegen der Reklamation kämen, ähm..." Madame lächelte
und griff in eine Ihrer Taschen. Sie reichte mir eine
Visitenkarte, auf der ihre Adressen und Telefonnummern standen.
Dann hob sie ihren Kopf und verschwand mit eleganten Schritten in
der Menschenmenge der Einkaufspassage.
Ich versuchte noch eine Weile ihr mit Blicken zu folgen, doch sie
war verschwunden. Tief atmete ich ein und verspürte dabei ein
leichtes Brennen. Oh je, dachte ich. Ob sie mich doch ernstlich
verletzt hat? Ich verschwand kurz im hinteren Ladenbereich und öffnete
meine Kleidung und untersuchte mich vor einem Spiegel. Ich war
erleichtert; ein paar Schrammen und blaue Flecken waren zu sehen,
doch geblutet hat nichts.
Als ich zurück zum Tresen kam, besah ich mir noch einmal die
'unglückseligen' Schuhe von Madame; ein Wonneschauer lief mir über
den Rücken. Dann griff ich unter den Tresen und holte einen
dieser vorgefertigten Reklamationsbogen hervor. Brav beantwortete
ich nach und nach alle Fragen die dort gestellt wurden - natürlich
verschwieg ich aus Diskretionsgründen Name und Adresse von
Madame. Als ich zu dem Punkt: 'Genaue Beschreibung des Hergangs...'
ankam, mußte ich grinsen. Sollte ich tatsächlich die Wahrheit
dort hin schreiben? Lächelnd schrieb ich: "Unbekannt!"
Zum Schluß unterschrieb ich den Fragebogen und legte ihn
zusammen mit den Schuhen in den Karton, verschloß diesen,
heftete einen Aufkleber drauf und legte ihn in den Postausgang.
Als ich den Laden abschloß und Feierabend machen wollte, fiel
mein Blick auf die Überwachungskamera. Mein Herz setzte kurz aus
- doch dann klopfte es freudig. Mit eiligen Schritten ging ich in
den Lagerraum, nahm gierig das Überwachungsvideo an mich und
legte eine neue Kassette ein. Auf meinem Weg nach Hause überlegteich,
ob es nicht sinnvoll wäre zukünftig Volltags in diesem
Damenschuh-Fachgeschäft zu arbeiten...
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