1900-Trampling
Ausschnitt aus einer Fallbeschreibung von Havelock
Ellis, einem Psychologen Ende des 19. Jahrhunderts
Als ich ein Knabe von ungefähr 14 Jahren war, befand ich mich
einmal lange zu Besuch einiger Bekannter meiner Eltern. Die
Tochter des Hauses - das einzige Kind -, ein hübsches kräftiges
Mädchen, das ungefähr sechs Jahre älter war als ich, war mein
hauptsächlichster Spielgefährte. Dieses Mädchen war immer hübsch
gekleidet, besaß zierliche Fuße und Knöchel und wußte dies
natürlich.
Wenn angängig, so kleidete sie sich so, daß ihre Vorzüge am
besten zur Geltung kamen - also mit kurzen Röcken und gewöhnlich
mit kleinen Halbschuhen, die hohe Absätze hatten -, und sie war
nicht abgeneigt, diese in sehr unterhaltender koketter Manier zur
Schau zu stellen. Sie schien eine gewisse Vorliebe zu haben, auf
Dinge zu treten, die unter ihren Fußen nachgaben und
zusammenfielen, z.B. Blumen, kleines Fallobst, Eicheln,
Heuhaufen, Stroh und frisches Heu. Bei unseren Spaziergängen
durch den Garten, bei denen wir uns völlig überlassen blieben,
hatte ich mir angewöhnt, ihr bei diesem Manöver zuzusehen und
schalt sie deshalb gewöhnlich.
Nun war es mir damals ein besonderes Vergnügen - und ich tue es
jetzt noch gern -, ausgestreckt auf einem dicken Kaminteppich vor
einem tüchtigen Kaminfeuer zu liegen. Eines Abends befand ich
mich wieder in dieser Stellung, wir waren allein, und sie ging
durchs Zimmer, um etwas vom Kaminsims zu holen. Statt über mich
weg den Arm auszustrecken, trat sie in neckischer Weise auf mich,
wobei sie meinte, sie wolle mir zeigen, wie sie das mit dem Stroh
und Heu täte. Naturgemäß ging ich auf den Scherz ein und
lachte. Nachdem sie einige Momente auf mir gestanden hatte, hob
sie ihren Rocksaum leicht und streckte, indem sie sich am
Kaminsims festhielt, einen ihrer zierlichen Füße im
braunseidenen Strumpfe und Stöckelschuh in den Lichtschein des
Kaminfeuers, um ihn zu wärmen, wobei sie auf mich herabblickte
und über mein erhitztes Gesicht lachte.
Sie war ein ganz unbefangenes, sehr reizvolles Mädchen, und ich
bin ziemlich sicher, daß sie, wiewohl ihr sichtlich meine
Erregung und die Berührung meines Körpers unter ihrem Fuße
behagte, bei dieser ersten Gelegenheit meinen Zustand nicht klar
erkannte. Ich erinnere mich auch nicht, daß, obwohl mich das
Verlangen nach sexueller Befriedigung fast außer mich brachte,
bei ihr ein entsprechendes Gefühl durchgebrochen ist.
Ich faßte den erhobenen Fuß und küßte ihn und führte ihn in
absolut unwiderstehlichem Zwange an meinen erigierten Penis. Fast
im Augenblick, als ihr Gewicht auf diesen fiel, entstand zum
erstenmal in meinem Leben ein vollständiger wirklicher Orgasmus.
Keine Schilderung kann einen Begriff von meinen Gefühlen geben -
ich weiß nur, daß von dem Augenblick an mein verschobener
sexueller Brennpunkt für immer fixiert war.
Unzählige Male nach diesem Abend fühlte ich das Gewicht ihres
zierlichen Pantoffels, und nichts wird jemals dem Andenken an den
Genuß gleichkommen, den ich damals bei ihr erführ. Ich weiß,
daß sie mich mit eben solchem Vergnügen trat, als ich selbst
daran hatte, getreten zu werden. Sie konnte sich ziemich viel
Toilettenausgaben gestatten, und da sie bemerkte, daß sie mir
Vergnügen machte, so kaufte sie immerfort hübsche Strümpfe und
zierliche Schuhe mit so hohen und spitzen Absätzen, als sie
finden konnte, und demonstrierte sie mir dann mit dem größten
Behagen, indem sie darauf bestand, ich müsse mich niederlegen
und sie auf mir ausprobieren lassen. Sie gab zu, daß sie sie
gerne in meinen Körper einsinken sehe, wenn sie darauf trete,
und freute sich über das Knacken der Muskeln unter dem Absatz,
wenn sie diesen bewegte. Nach einigen Minuten führte ich immer
ihren Schuh an meinen Penis, und sie trat behutsam, aber mit
ihrem ganzen Gewicht, ungefähr 55 kg, auf mich und betrachtete
mich mit glänzenden Augen, geröteten Wangen, zitternden Lippen,
wenn sie, was deutlich der Fall gewesen sein muß, das Pochen des
Penis unter dem Fuß spürte, wenn die Ejakulation erfolgte. Ich
habe nicht den geringsten Zweifel, daß sie gleichzeitig einen
Orgasmus hatte, obgleich wir niemals offen davon sprachen.
Dies geschah mehrere Jahre hindurch fast bei jeder günstigen
Gelegenheit, die wir hatten, und nach einem oder zwei Monaten der
Trennung vier- oder fünfmal an jedem Tage. Einige Male
masturbierte ich in ihrer Abwesenheit, indem ich mit ihrem Schuh,
so stark ich konnte, meinen Penis drückte und mir dabei
vorstellte, sie träte mich. Der Genuß war dabei natürlich viel
schwächer. Niemals war zwischen uns die Rede von normalem
Sexualverkehr, und wir waren beide sehr zufrieden und ließen die
Dinge so gehen.
Als ich etwas über 20 Jahre alt war, ging ich auf Reisen; nach
meiner Wiederkehr, drei Jahre später, fand ich sie verheiratet.
Obwohl wir uns häufig sahen, wurde doch nie auf den Gegenstand
angespielt, wir blieben aber gute Freunde. Ich gestehe, ich habe
dann oft, wenn es nicht beachtet werden konnte, nach ihrem Fuß
gesehen und wurde gern das Vergnügen akzeptiert haben, des sie
mir durch gelegentliche Wiederaufnahme unserer merkwürdigen
Praktik hätte gewähren können. Aber es kam nie dazu.
Ich ging dann wiederum auf Reisen. Jetzt sind sie und ihr Mann
tot. Von Zeit zu Zeit hatte ich gelegentlich Beziehungen zu
Prostituierten, stets in der gedachten Weise; ich ziehe
gleichwohl eine Dame aus meiner gesellschaftlichen Klasse oder
darüber vor, die das Treten an mir ausüben will. Das hat aber
merkwürdige Schwierigkeiten.
Von den etwa 100 Weibern (die meiner Schätzung nach in der
Heimat und in der Fremde auf meinem Körper gestanden haben) kann
ich sagen, daß 80-85 Prozent keine Prostituierten waren. Höchstens
10-12 empfanden dabei sexuelle Erregung, aber wenn sie auch
offenbar Erregung zeigten, so wurden sie doch nicht befriedigt.
Soviel ich weiß, hatte nur jenes junge Mädchen davon vollständiges
sexuelles Genügen.
Ich habe nie eine Frau mit vielen Worten aufgefordert, mich zu
treten, um mich sexuell zu befriedigen (Prostituierte ausgenommen),
sondern immer versucht, dies in scherzhafter oder neckender Weise
herbeizuführen, und es ist sehr zweifelhaft, oh mehr als einige
wenige verheiratete Frauen wirklich gewußt haben, selbst wenn
sie mir den äußersten Genuß gegeben hatten, daß sie es getan
hatten, da meine Aufregung und meine Bewegungen unter ihren Füßen
ebensogut den Tritten zugerechnet werden konnten, mit denen sie
mich bedachten. Gewiß haben viele verstanden, nachdem sie es
einmal getan hatten (und die meisten taten es nur einmal), um was
es sich handelte, und obwohl weder sie noch ich je davon
sprachen, so waren sie doch nicht abgeneigt, mich so viel zu
treten, als ich verlangte. Ich glaube nicht, daß sie selbst
dabei ein sexuelles Vergnügen hatten, obwohl sie offen sehen
konnten, daß ich es hatte, und sie weigerten sich nicht, es mir
zu gewähren.
Ich habe bei mancher Frau mehr als ein Jahr gebraucht, um meinem
Wunsche immer näher zu kommen - und habe oft zuletzt erreicht,
was ich wollte, noch öfter ist es mir aber mißglückt. Ich
riskiere es nie, bis ich sicher bin, daß ich mit meinem
Verlangen Glück haben werde, und ich habe nie eine ernste Zurückweisung
erlebt. In sehr vielen Fällen kann ich sagen, ist die Gewährung
meines Ansinnens von dem betreffenden Weib als Nachgeben auf eine
einfältige, vielleicht spaßbafte Grille betrachtet worden, an
welcher ihr außer der Neuheit des Reizes, einen Mann zu treten,
nicht viel gelegen war.
Ganz wie bei der normalen Verführung ist der Versuch, das Weib
dazu zu bestimmen, was ich will, ohne ihren Widerstand zu
erregen, ein großer Teil des Reizes für mich, und je höher die
Gesellschaftsklasse ist, der es angehört, um so schwerer wird
dies, und um 80 anziehender. Ich habe herausgefunden, daß drei
Prostituierte anderen Männern denselben Dienst erwiesen hatten
und alles Nötige darüber wußten. Es ist nicht uninteressant,
daß diese drei Weiber sämtlich von schönem starken Körperbau
waren - das eine davon 180 Zentimeter groß und fast 85 kg schwer
-, aber eigentlich nichtssagende Gesichter hatten. Das Gewicht,
der Körperbau und die Kleidung erregen mich gleichzeitig
ebenfalls sehr stark. Ich finde, daß ein plötzlicher Stoß im
äußersten Moment des sexuellen Genusses diesen zu erhöben und
zu verlängern imstande ist.
Mein psychisches Vergnügen geht auf den Umstand zurück, daß,
wenn die Frau mit ihrem ganzen Gewicht auf meinem Penis steht,
welcher zwischen ihrem Fuß und der nachgiebigen Unterlage meines
eigenen Abdomens liegt, in welchen er tief eindringt, die
Ejakulationszeit und der Orgasmus außerordentlich lange währen.
Deshalb habe ich auch die große Vorliebe für Halbschuhe mit
hohen Absätzen. Das Sperma muß durch zwei verschiedene
Hindernisse hindurchgepreßt werden - einmal durch den Druck des
Absatzes dicht an der Peniswurzel und zweitens durch den Druck
des Fußballens, der die obere Hälfte zusammenschnürt; zwischen
diesen bleibt nur das Stück unter der gewölbten Sohle des
Schuhes frei. Der Genuß ist durch die Urinretention sehr erhöht,
und ich suche deshalb immer soviel Urin wie möglich zurückzuhalten.
Gewicht, Körperbau und Kleidung tragen sehr zu dem Wunsche hei,
gerade von dem bestimmten Weibe, das man liebt, getreten zu
werden.
Die ganze Sache fängt an mit:
C.P., 38 Jahre alt, Vererbung günstig. Vom 9. oder 10. Jahre bis
zum 14. masturbierte er gelegentlich aus physischem Bedürfnis,
worauf er von selbst gekommen war. Im übrigen war er ganz
unwissend über die sexuellen Dinge und hatte weder von anderen
Kindern noch von Dienstboten je etwas darüber erfahren.
"Begegne ich einer Frau, die mir sehr reizvoll erscheint",
schreibt er, "so ist mein Wunsch nicht, daß ich
geschlechtliche Verbindung mit ihr im gewöhnlichen Sinne haben möchte,
sondern daß ich auf dem Fußboden auf dem Rücken liegen und von
ihr mit Füßen getreten werden möge. Dieser merkwürdige Wunsch
tritt selten auf, nur wenn der Gegenstand meiner Bewunderung eine
wirkliche Dame und schön gebaut ist. Sie muß elegant gekleidet
sein, am liebsten in einen Abendmantel, ziemlich hohe Absätze
und niedrige Schuhe haben, die entweder offen, so daß der Spann
sichtbar wird, oder nur durch einen einzigen Riemen oder ein Band
geschlossen sind. Die Rockränder müssen genügend gehoben sein,
um mir den Anblick der Füße und eines nicht zu geringen Anteils
der Knöchelgegend zu gestatten, aber durchaus nicht etwa bis zum
Knie oder darüber, denn dann wird die Wirkung sehr gering. Wenn
ich auch oft eine geistvolle oder schöne Frau bewundere, so üben
doch sexuell keine anderen Teile eine wirkliche Anziehung auf
mich aus als ihr Bein vom Knie abwärts und der Fuß, ferner muß
sie sehr sorgfältig gekleidet sein. Unter dieser Bedingung
steigt mein Wunsch nach sexueller Befriedigung durch Berührung
mit dem Teile, der mich an dem Weib interessiert. Verhältnismäßig
wenige Freuen haben ein Bein oder einen Fuß, der schön genug
ist, um mich ernsthaft und nachhaltig zu erregen; wenn dies indes
der Fall ist, oder wenn ich das mutmaße, so scheue ich keinen
Zeitverlust und keine Anstrengung, unter ihren Fuß zu kommen,
und ich erwarte dann mit ängstlicher Spannung, mit der größten
Energie getreten zu werden.
Das Treten muß einige Minuten lang geschehen, und zwar auf
Brust, Abdomen, Inguinalgegend, zuletzt auf den Penis, der in
heftiger Erektion längs des Abdomen zu konsistent ist, um durch
die Kompression Schaden zu erleiden. Ich habe übrigens auch Genuß
daran, wenn mir durch einen Frauenfuß die Kehle zugedrückt wird.
Preßt die Dame schließlich mit dem Gesicht mir zugewendet mit
dem Hausschuh des einen Fußes meinen Penis, so daß der hohe
Absatz ungefähr auf das Skrotalende des Penis fällt, während
die Sohle den größten Teil des Restes bedeckt, und mit dem
andern das Abdomen, in das ich das Eindringen des Fußes sehen
und fühlen kann, wenn sie ihr Gewicht von dem einen Fuß auf den
andern verschiebt, so erfolgt fast unmittelbar Ejakulation. Diese
ist unter den geschilderten Umständen für mich ein Sturm des
Entzückens, während dessen das ganze Gewicht der Dame durchaus
auf dem Penis ruhen muß.
Eine Ursache für meinen besonderen Genuß durch diese Art des
Kontaktes scheint zu sein, daß zuerst der Absatz und dann die
Sohle des tretenden Schuhs den Durchtritt des Spermas und deshalh
die wollüstige Erregung beträchtlich verlängert. Auch eine
merkwürdige psychische Erscheinung ist bei der Angelegenheit zu
beachten. Ich stelle mir gern vor, daß die Dame, die mich tritt,
meine Herrin, ich ihr Sklave sei, und daß sie es tut, um mich für
einen gemachten Fehler zu bestrafen oder sich selhst (nicht mir)
Genuß zu verschaffen."
Es folgt daraus, daß je größer die Mißachtung und Strenge,
mit der ich 'bestraft' werde, um so größer mein Genuß wird.
Die Vorstellung von 'Bestrafung' oder 'Sklaverei' tritt selten
auf, wenn ich große Schwierigkeiten habe, meinen Wunsch zu
realisieren, und wenn die tretende Person mehr als gewöhnlich hübsch
und schwer und das Treten schonungslos ist. Ich hin manchmal so
lange und so unbarmherzig getreten worden, daß ich jedesmal,
wenn der Schuh auf meinen schmerzenden Körper aufgesetzt wurde,
auszuweichen versuchte und tagelang braun und blau aussah. Ich
bin eifrig bestrebt, Frauen zu diesem Verfahren zu veranlassen,
wenn ich glaube, daß ich sie nicht beleidige, und habe damit
erstaunlich viel Glück gehabt. Ich muß unter den Fußen von
mindestens hundert Frauen gelegen haben, von denen viele aus der
guten Gesellschaft waren, die niemals daran denken würden, den
gewöhnlichen Sexualverkehr zu gestatten, die aber durch die
Vorstellung, ihn in dieser Weise zu vollziehen, derart gereizt
oder belustigt worden sind, daß sie es oft und wiederholt getan
haben.
Ich brauche wohl nicht zu sagen, daß bei Herbeiführung des
Orgasmus in dieser Weise weder meine noch die Kleider der Dame
verschoben und in Unordnung gebracht werden. Nach langen und
verschiedenfachen Erfahrungen kann ich sagen, daß mein
Lieblingsgewicht etwa 65 kg beträgt, und daß schwarze Schuhe
mit sehr hohen Absätzen und braunseidene Strümpfe mir
anscheinend den größten Genuß verschaffen und in mir die stärksten
Wünsche erregen.
Stiefel oder Straßenschuhe verleiten mich nicht entfernt so
stark, obwohl ich bei einigen Gelegenheiten ziemlich großen Genuß
durch ihre Anwendung empfunden habe. Nackte Frauen stoßen mich
zurück; ich finde auch kein Vergnügen, Weiber in Hosen zu sehen.
Ich mißachte den normalen Sexualverkehr nicht und übe ihn
gelegentlich aus. Doch ist für mich der Genuß viel geringer als
der, getreten zu werden. Ich habe auch viel Vergnügen - und gewöhnlich
starke Erektion -, wenn ich ein Weib sehe, welches, wie ich oben
beschrieben habe, gekleidet sein muß und welches auf irgend
etwas unter seinen Füßen befindliches tritt - etwa in einer
Kutsche auf das Fußkissen, in einem Lehnstuhl auf den Fußschemel
usw. Ich bin oft hinter ein paar hübschen Damen hergeschlendert
bei einem Picknick oder einem Gartenfest, nur um zu sehen, wie
das Gras, auf das sie getreten hatten, sich langsam wieder
aufrichtete, nachdem ihr Fuß es niedergedrückt hatte. Ich sehe
sogar mit Vergnügen einen Wagenauftritt unter einer Dame - als
etwas, das den Druck des Fußes verlangt..."
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