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FussVideo - Text 151: Trample-Philosophie

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Trample-Philosophie
Von mail@TrampleLady.de

Wie bei jedem von Euch trat auch bei mir irgendwann die Frage auf, was mich am Trampling so fasziniert, was mir den Kick gibt, weiter zu machen, zu trainieren, mich auf Menschen zu freuen, die unter mir liegen, die ich mit meinen Füßen - mit und ohne Schuhe - trete, trample, bestampfe, betanze, auf ihnen herum springe, sie keuchen, stöhnen, ächzen, wimmern höre. Ich gehe ein wenig in die Geschichte...
Bereits als junges Mädchen sagte man(n) mir nach, daß ich wundervolle Beine habe, was unbestritten ist. Während des Studiums verdiente ich einen Teil meines Einkommens als Bein-Modell für eine Firma, die Nylons produziert. Strümpfe, Kniestrümpfe, Söckchen und Strumpfhosen auf meinen Beinen bot ich den Fotographen dar und war damals bereits selbstverliebt in Nylon-Beine (heute immer noch). Die Freunde, die ich hatte, durften mir grundsätzlich als Wertschätzung ihrerseits und Gunsterfüllung meinerseits erst einmal die Füße und Beine massieren, ein Genuß, dem ich noch heute sehr zugetan bin. Beim Sport habe ich immer darauf geachtet, daß meine Beine nicht zu kurz kamen, die mußten trainiert sein, straff und wohlgefällig anzusehen, immer glatt rasiert und eine Augenweide. Nie wäre mir ein ruppiger Sport wie Fußball in den Sinn gekommen, der meine Beine hätte demolieren oder verunstalten können. Auch Motorrad fahre ich mit dem größtmöglichen Beinschutz, sogar im Sommer bleibt die dicke Kluft...
Grundsätzlich sind Frauen ja bekannt dafür, daß sie nicht genug Schuhe im Schrank haben können. Auch ich gehöre dazu. Wie oft habe ich auf andere Dinge verzichtet, um ein edles Paar Schuhe zu erstehen, sexy Stiefel zu ergattern oder anderes aufregendes Schuhwerk finanzieren zu können. Als ich eines Tages entdeckte, daß ich dominant veranlagt bin, konnte ich meine Beine mehr und anders zur Schau stellen, konnte devote Männer verwirren und konnte vom Internet über Bizarr-Partys bis zu Privat-Sessions angebetet werden.
Könnt Ihr Euch vorstellen, wie gut so etwas der weiblichen Seele tut?! Egal, was sie trägt - egal, wie sie aussieht - egal, wie sie sich fühlt - egal, was sie macht - die Füße und Schuhe der Frau stehen im Vordergrund. Trotzdem wußte ich noch nicht, daß ich eines Tages einen Fetisch haben würde, der sich Trampling nennt. Ich habe nach der ersten Erfahrung, der Trampleparty in Ahrweiler im Juli 2000 lange darüber nachgedacht und festgestellt, daß nicht der sportliche Aspekt, nein, meine eigene körperliche Erschöpfung nach einer Session, wehe Füße nach einer starken Japan-Massage, der Tanz auf dem Körper eines Menschen, sein Schweiß, sein Keuchen, sein Stöhnen und das kleine Bisschen mehr, wenn er eigentlich nicht mehr glaubt zu können, mir diesen unerhörten Kick gibt, für mich eine starke Form der Erotik ausmacht, mich erregt und mir immenses Vergnügen bereitet.
Ist es die Dominanz, den Körper unter sich zu spüren? Ja. Ist es die Macht, die ich in diesen Momenten über den Menschen habe? Ja. Ist es die Hingabe, die ich in den Augen lese, während ich seinen Körper schinde? Ja. Ist es die Art der Erotik, die mich verrückt macht dabei? JA. Und es ist das Sprengen von Grenzen, das ich beim Trampling immer wieder erfahre. Gegenseitiges Vertrauen, Körperverständnis, Verantwortungsbewußtsein und die Freude, mich selbst mit einem anderen Menschen einen Teil unseres - in der heutigen angeblich so aufgeschlossenen Gesellschaft - tabuisierten Ich ausleben zu können, ein Geben und Nehmen ohne das leidige Hinterfragen von Gründen, ein Fest für die Sinne, das ist Trampling für mich geworden.
Ich danke den Menschen, die mir dabei geholfen haben zur Trample-Lady zu werden - und dem, der mir die Möglichkeit gibt, zu lernen, immer mehr zu erfahren, meine eigenen Grenzen auszuweiten, meine Erotik auszuleben und mich dadurch selbst besser kennen zu lernen. Ich danke aber auch meinem Lebensgefährten, der mir meine Freiheit läßt, mich gewähren läßt; denn ohne sein Verständnis und seine Akzeptanz für meine Leidenschaft, ohne meine Freiräume, wäre dies wohl nur ein ungeahnter Traum geblieben...
By the way: es lebe das Internet! Ohne dieses phantastische Medium wäre es möglicherweise nie oder erst sehr viel später dazu gekommen, dieses leider noch gesellschaftliche Tabu in mir zu erkennen und mit Euch auszuleben...

 

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