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FussVideo - Text 061: Ein Traum wird wahr

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Ein Traum wird wahr

Mit dem Autofahren ist es so eine Sache. Es ist bequem, ein Statussymbol, umweltverschmutzend und man wird sehr schnell abhänig davon. Das merkt man besonders dann, wenn es mal kaputt ist. Mit einem großen Knall und viel, viel Dampf hat sich der Schlauch zum Kühler verabschiedet. Und was nun?
Das Auto steht in der Werkstatt, wie komme ich zur Uni? Da gibt es nur eine Lösung, der öffentliche Nahverkehr. Ich also nichts wie raus aus dem Bett (in gewohnt guter Laune, da ich nie schlechte Laune habe). Dann Frühsport, Morgentoilette, danach Frühstück. So lasse ich es mir gefallen. (Wenn nur das dämliche frühe Aufstehen nicht wäre, der lange Marsch zum Zug... ich hasse es!)
Also rein in den Nahverkehrszug. Einmal umsteigen. Das Abteil ist voll mit Menschen. Schulkinder, ältere Damen und Herren, Koffer, Taschen... Trubel. Genau das richtige für meine Morgenlaune. Raus aus dem Zug, rein in den Nächsten. Und? Was passiert? Voll! Nur noch im Raucherabteil gibt es Plätze. Schon nach kurzer Zeit gebe ich es auf, und ziehe einen Stehplatz im Gang vor. Es kann nur noch besser werden.
Raus aus dem Zug. Warten auf die Straßenbahn. Welche? Wohin? Wann? Ach egal, einfach all den Langhaarigen folgen, die gehen bestimmt auch zur Uni. Rein in die Linie 8, Sitzplatz. Wunderbar! Ich lasse meinen Blick wandern, abwesend. Hinter den Glasscheiben huschen Häuser, Personen, Autos vorbei. Niemand nimmt Notiz von ihnen, keiner käme auf die Idee eine Geschichte darüber zu schreiben. Na ja... fast keiner.
Ich schaue mir die Personen in meinem Wagen an. Alles Morgenmenschen. Gibt es das? Morgenland! Plötzlich sehe ich einen Schuh. Daran die untere Hälfte eines Beines. Bis zum Knie, der Rest ist leider nicht zu erkennen, durch eine Plastikwand ist mir der Blick versperrt. Aber was ich da sehe erregt schon meine Aufmerksamkeit. Übereinandergeschlagene Beine. Ganz eindeutig Frauenbeine. Das obere Bein schwebt in der Luft, wippt leicht mit jeder Bewegung. Die Wade ist von meiner seitlichen Blickposition klar zu erkennen.
Sie trägt schwarze Strümpfe. Hauchdünn, durchsichtig. Sie hat lange, schlanke Unterschenkel. Ihre Knöchel sind deutlich zu erkennen. Mit Zeigefinger und Daumen könnte ich sie über dem Knöchel mühelos umfassen, ihr Bein sicher halten, und dann Gott-weiß-was- alles mit ihr machen. Über dem Knöchel, die schlanke Feßel ist von einem dünnen schwarzen, lackglänzenden Band fest umschlossen. Der Riemen der extravaganten Sandalen, die Sie trägt. Die Ferse ist fast ganz frei, nur ein dünner Steg geht von der Sohle des Schuhs hoch bis zu dem dünnen Reif um ihre Fesseln.
Der Ring ist sehr weit oben, es ist sehr viel Fleisch von dort über den Knöchel, bis zur Fußohle, die das Leder der Sandale berührt. Eine ideale Stelle um mit einem Finger oder der Zungenspitze sie zum Wahnsinn zu treiben. Ganz grausam, sehr lieb. Die Sandalen haben recht hohe Absätze. Ihre Fußspitze hängt leicht nach unten. Von der Spitze bis zum geraden Schienbein bildet sich eine Linie, eine Form die nur die Natur so hinbiegen kann. Ihr Fuß ist entspannt. Es bildet sich also zwischen der Sohle und ihrer Fußsohle eine kleine Lücke. Es ist mir möglich dort hindurch zu sehen.
Durch ihren Strumpf kann ich die helle Haut ihrer Fußohle an der Innenseite erkennen. Auch vorne ist der Fuß nur von drei dünnen, strahlenförmig über die Oberseite des Fußes verlaufenden Streifen gefaßt. Ich kann also aus meiner Beobachtungsposition klar ihre Zehen, ihre Ballen, alles erkennen.
Jeder starrt in der Straßenbahn vor sich hin, auch ich starre, es fällt nicht auf. Ihr Fuß wippt auf und ab. Als wir an einer Haltestelle angelangt sind, und sich so ein rüder Fahrgast erdreistet meiner Lady an den Fuß zu stoßen, sie und mich zu stören, muß sie kurz die übereinander geschlagenen Beine parallel auf den Boden stellen. Ich kann von schräg oben einen Blick auf ihre lackierten Nägel erhaschen. Dann legt sie wieder zärtlich und Behutsam ein Bein über das andere. Dieses mal ist es das linke Bein, daß frei wippt. Ich betrachte auch die schmale Außenseite ihrer flachen, kräftigen Füße. Ach könnte ich doch nur hingehen, ihr die Schuhe ausziehen...
Plötzlich erscheint eine Hand, ihre Hand. Sie reibt sich etwas ihr Bein. Die Füße müssen ihr weh tun. (Dagegen wüßte ich ein gutes Mittel!). Wäre ich näher an ihr dran, so könnte ich jetzt bestimmt das Geräusch hören, das ihre Hand mit den langen schlanken Fingern macht, als sie über die Nylons streicht.
Sie beschreibt jetzt mit ihrer Fußspitze einen Kreis. Sie dehnt ihre Bänder. (Das man in den Schuhen nicht laufen kann ist mir klar, aber gut aussehen tun sie auf jeden Fall) Vielleicht könnte ich ja sogar die Füße knacken hören? Was für einen Gesichtsausdruck sie jetzt gerade hat? Es überkommt mich das Verlangen vor ihr auf den Boden zu liegen, ihre Füße zu massieren, sie zu küssen. Ach könnt ich doch mehr von diesen Füßen sehen.
Wie aus heiterem Himmel wird meine Bitte erhört! Stellt euch das einmal vor! Sie öffnet den Verschluß des Riemens der über ihren Knöchel gelegt ist. Sie zieht den Schuh an der Hacke nach unten. Nimmt ihn dann nach vorne hinweg. Mich und ihren nackten Fuß trennen jetzt nur noch einige Meter und etwas Nylon. Ich kann jetzt die Linienverläufe des Fußes klar erkennen. Die schlanken Fesseln, die Ferse. Der Leichte Bogen bis hin zum Ballen. Der straffe Ballen. Die leicht nach unten gebogenen Zehen. Und die Oberseite zurück, hinauf bis zu ihrem Knie. Sie rollt ihre Zehen ein, spreizt sie weit Auseinander. Eine Sondervorstellung für mich.
Dann massiert sie kurz ihren Fuß, um ihn dann wieder in das edle, aber lästige Gefängnis zu zwängen. Sie schiebt dabei zuerst die Zehenspitzen in die vorderen Riemen, drückt die Schuhsohle hoch, ergreift den Riemen, legt ihn ganz langsam um die schmale Fessel. Sie macht es so zärtlich, so behutsam. Dann schließt sie die Schnalle. Mit der gleichen, fließenden Bewegung öffnet sie den zweiten Schuh, das Schauspiel wiederholt sich.
Gerade als sie anfangen will ihrem schmerzenden Fuß etwas Linderung zu verschaffen, ertönt die automatische Stimme, der automatischen Haltestellenansage, die automatischen Türen öffnen sich. Hastig steckt sie ihren Fuß in die Sandalette zurück. Schließt das Band. Springt auf und verläßt die Bahn.
Und ich habe nicht einmal ihre Figur, ihr Gesicht gesehen. Was war das? Kronenplatz? Das sind doch 3 Haltestellen zu weit... Vielleicht erlebe ich wieder so etwas? Ich glaube ich sollte mein Auto abmelden...

 

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