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PILLS
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Ein schöner Morgen
Von pumpslover@aol.com
Eigentlich war es gar kein schöner Morgen, denn
ich hatte die Nacht durchgemacht und mir reichlich kalt. Das lag
zum einem an dem Alkoholkonsum der vergangenen Stunden und dem
permanenten Nieselregen, der seit Mitternacht unaufhörlich vom
Himmel fiel. Zu meinem Ärger stellte ich fest, daß auch in
Berlin nicht immer alle Buslinien in Betrieb sind. So blieb mir
nichts anderes übrig als ein längerer Fußmarsch zu einer
Taxistation. Lustlos latschte ich los und verfluchte den Morgen.
Plötzlich vernahm ich das Klappern von hochhackigen Schuhen, daß
sich aus einer Nebenstraße näherte. Kurz darauf erschien vor
mir ein schwarzer Regenmantel aus Lackleder, der knapp über dem
Knie endete. Wie die Trägerin des Mantels aussah, konnte ich
nicht erkennen, da sie die Kapuze übergestreift hatte. Dies war
mir in dem Moment auch völlig gleichgültig, denn ich sah vor
mir perfekt geformte, schlanke Beine. Ich konnte das Spiel der
leicht gebräunten Wadenmuskeln genießen, die sich im Rhythmus
von schnellen, kurzen Schritten bewegten. Diesen herrlichen Waden
folgten super schlanke Fußfesseln, deren Reiz noch doch ein
zierliches Fußkettchen verstärkt wurde.
Diese phantastischen Beine schritten in aufregenden Sandalen
umher. Diese Sandalen waren ebenfalls aus schwarzen Lackleder und
hatten mindestens 18 cm hohe etwas dickere Absätze. Diese Art
von Schuhe treffen normalerweise nicht meinen Geschmack, da ich
persönlich geschlossene Pumps mit bleistiftdünnen Stöckelabsätzen
an Frauen lieber sehe als die etwas plump wirkenden Schuhe, doch
an diesem Morgen war sie eine sehr willkommende Aufmunterung für
meine miese Stimmung.
Die Dame schien das gleiche Ziel zu haben, denn sie schritt vor
mir her in Richtung Taxipunkt. Ich folgte mit genügendem Abstand
um diese faszinierende Kombination von eleganten Dahinschreiten
und dem erregen Stakkato der Absätze auf dem nassen Pflaster
ausgiebig genießen zu können. Wie in Trance lauschte ich diesem
lieblichen Trommelwirbel.
Meine schlechte Laune verbesserte sich förmlich mit jedem
Klacken ihrer hohen Hacken. Mich hielten diese wundervollen Beine
fast magisch gefangen und meine innere Spannung stieg noch an als
die Straßenverhältnisse etwas schlechter wurden. Aufgrund der
Unwegsamkeiten konnte sie nicht mehr schnell gehen, sondern sie
mußte stellenweise mit grazilen Schritten die Gehwegschäden
ausgleichen. Doch sie ließ sich dadurch nicht beeindrucken und
schritt zügig weiter. Mich erregte die Art, wie sie mal
vorsichtig auftrat um nicht umzuknicken und sich dann wenig später
wieder kräftig abdrückte. Dabei bohrten sich die Absätze an
einigen sandigen Stellen tief in den nassen Boden. Man konnte
deutlich sehen, wie tief sich die Hacken in den Sand drückten,
da dort regelrecht Löcher entstanden. Und auch den Absätzen und
Sohlen bildete sich ein Dreckrand, der die Einsinktiefe deutlich
markierte.
Nachdem die Schuhe dreckig waren, sparte sie sich die Mühe allen
weiteren Pfützen auszuweichen. Statt dessen marschierte sie nun
schnurstracks durch alle Wasserlachen durch. Sie konnte es sich
ja erlauben, da ihre Füße zum einen durch den Regen sowieso naß
waren und zum anderen waren die Schuhe so hoch, daß das Pfützenwasser
ihr nichts anhaben konnte. Durch ihre Gradlinigkeit erhöhte sich
der Reiz des gesamten Schauspiels noch um einige Stufen und mir
drängte sich die Frage auf, ob sie das beabsichtigte.
Leider endete das Schauspiel abrupt, da sie ein leeres Taxi
anhielt, daß ich in meiner Faszination gar nicht gesehen hatte.
Für mich zählten an diesem Morgen nur diese herrlichen Beine in
den hohen Sandalen und all der Reiz, der von ihnen ausging. Was hätte
ich darum gegeben, ihr diese Schuhe ausgiebig zu reinigen, doch
mein Zustand hatte mich diese Chance verstreichen lassen. Als die
Taxi abbog, sah ich wie sie mir die hübsche Besitzerin dieser
traumhaften Beine zulächelte - oder bildete ich es mir nur ein?
Das ist letztlich ja auch egal, den es war ein schöner Morgen.
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