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Der Text enthält Beschreibungen von sexuellen Szenen und ist daher für Kinder und Jugendliche ungeeignet. Vor einem "Nachstellen" oder "Nachspielen" der hier beschriebenen Szenen wird ausdrücklich gewarnt. Denke immer daran: Sicherheit geht vor!


Phantasie

von Melac


Gedanken in meinem Kopf, erste Fetzen eines Ganzen. Puzzlespielen mit den Gedankenfetzen. Nicht bewußt und vorsätzlich. Nein, nur Zuschauen, wie das Bild entsteht, hin und wieder ein kleines bißchen Einfluß nehmen, ein paar Ideen bewußt hinzusteuern. Aber eigentlich vollzieht sich dieser Vorgang in meinem Kopf ganz von selbst, genauer gesagt in meinem Hinterkopf. Ich kann es richtig spüren, wie es arbeitet.

Du liegst vor mir auf dem Boden. Zuerst nur wie ein Schemen. Lediglich die Umrisse sind zu Erkennen. Langsam wird das Bild deutlicher. An deinen Hand- und Fußgelenken sind weiße Seile befestigt. Weiche Seile. Sie schmerzen nicht auf diesem Bild, sie halten lediglich sanft fest. Halten deine Arme über deinem Kopf gespreizt und deine Beine ebenfalls gespreizt. Wie ein lebendiges großes X liegst Du vor mir. Du schaust mich an. Dein Blick fragend, unsicher aber doch fasziniert. Du bist so schön so. Du weißt gar nicht, wie schön! Ich muß Dich küssen. Ein langer leidenschaftlicher Kuß. Dann verbinde ich Deine Augen mit einem Seidenschal. Er verdeckt nicht nur Deine Augen, sondern hält auch zwei Wattebäusche über Deinen Ohren an Ihrem Platz. So nehme ich Dir die Möglichkeit, Dich zu bewegen, zu Sehen und zu Hören.

Langsam wird Dir bewußt, wie viele Sinne, wie viel Energie du normalerweise dazu verwendest, zu Hören, zu Schauen, Dich zu Bewegen. Du beginnst anders zu empfinden. Du spürst deine Haut, Deinen Körper mehr denn je. Du hast Raum, deine Empfindungen wahrzunehmen, die Spannung, die Angst, die Frage, was auf Dich zu kommt. Du weißt, es wird Dir nichts geschehen, was Du im tiefsten Winkel Deines Herzens nicht wirklich willst. Du weißt jedoch nicht, was auf dich zu kommt.

Ich sehe Dich vor mir liegen. Ein schönes Bild! Ein Bild des grenzenlosen Vertrauens. Eine unausgesprochene Bitte an mich, in vollem Umfang die Verantwortung für Deine Lust zu übernehmen. Es ehrt mich, diese Verantwortung übernehmen zu dürfen. Ich weiß, das ist nicht selbstverständlich. Es ist warm genug im Zimmer, daß du nicht frierst. Ich spüre Deine Erwartung, Deine Spannung, Dein Verlangen.

Endlich! Eine Berührung! Warm und weich, eine Hand? Ja, eine Hand auf deinem Bauch. Eine zweite an Deinen Haaren. Sie streicht zärtlich über Deinen Hals, Deinen Mund. Ein Finger erkundet Deine leicht geöffneten Lippen, liebkost erst Dein eines, dann Dein anderes Ohr. Abwärts wandert die Berührung über Deinen Hals, ganz zart und leicht. Die andere Hand verweilt nach wie vor auf Deinem Bauch. Daumen und Zeigefinger kreisen leicht, eher beruhigend als erregend.

Die Berührung wandert jetzt zu Deinem rechten Arm. Welch ein Empfinden. Dir ist es völlig neu, wie du mit der Haut deines Arms empfinden kannst. Die Berührung an deinem Bauch ist weg. Du bist jetzt nur noch Arm. Die zweite Hand gelangt an deinem linken Arm an. Fingerkuppen kitzeln zart, Hände umschließen fest und kräftig bei Streicheln, Nägel ritzen leicht deine Haut.

Diese Finger! Sie erkunden jede für sie erreichbare Stelle deines Körpers. Außer einer, diese lassen sie bewußt unberührt. Sie nähern sich zwar immer wieder, aber sie treffen nicht. Langsam, unendlich geduldig lernen sie deine Reaktionen kennen. Suchen bisher verborgene Stellen, erkunden, tasten, erregen, reizen. Sie spielen eine bislang unbekannte Melodie auf den Saiten Deines Körpers. Anfangs zögernd und unsicher, lernen sie ihr Instrument zu beherrschen, lernen sie mit den Feinheiten umzugehen!

Jetzt kommt ein Mund dazu. Lippen, eine Zunge, Zähne. Speichel, der frösteln läßt. Du weißt jetzt nicht mehr, wo sich was befindet. Immer mehr Lust kommt auf in Dir. All Deine Sinne sind nach innen gerichtet. Nichts kann Dich ablenken. Ebenso, wie Finger und Mund deinen Körper erforschen, lernst Du ihn von neuen Seiten kennen. Du bist jetzt nur noch Lust, obwohl deine empfindlichste Stelle nach wie vor unberührt bleibt.

Endlich! Oh, endlich! Ein Finger berührt deine großen Schamlippen, streicht über die eine, wechselt zur andern und fährt eher flüchtig von hinten nach vorn durch deine Spalte, benetzt sich und bleibt dann, unendliche Versprechungen hinterlassend, wieder weg.

Was ist das? Ein ganz neues Gefühl. Heiß und kalt zugleich. Anbei ein wahnsinniges Kitzeln. Eis! So fühlt sich das an! Eis an Deinen Rippen. Es schmilzt zu Wasser und läuft Tropfenweise über Deinen Körper. Dir wird warm, obwohl es kalt ist. Eine Hand streichelt Dich, die andere kommt mit immer neuen Eiswürfeln. Sie schmelzen schnell, fast zu schnell. Jetzt an der Innenseite Deiner Schenkel. Langsam bis an die Schamlippen. Du windest Dich, du willst mehr, bekommst es aber nicht. Jetzt weiter machen und Du brauchst nur noch wenige Minuten. Das wäre zu schade.

Sanfte Hände trocknen Dich ab. Lippen an Deinen Lippen. Nicht fordernd, nicht erregend, nur unendlich zärtlich und sanft. Eine Hand streicht über Dein Haar, Dein Atem wird ruhiger. Dein Mund ist vom schnellen Atmen wie ausgedörrt. Ein Mund voll Sekt stillt Deinen Durst, verweilt einen Moment auf dem Deinen und wandert dann über Deinen Hals zu Deinen Brüsten. Zärtliches Knabbern an Deinen Warzen, ein Saugen, ein Liebkosen. Du spürst jetzt nur diesen Mund. Eine neue Melodie erklingt in Dir. Die Lippen suchen Deine empfindlichsten Stellen, finden sie, liebkosen Deine Achseln, schmecken das Salz auf Deiner Haut. Die Zunge erforscht Deine Ohren, erst das eine, dann das andere. Wandert über Deinen Hals, an Deinen Rippen entlang zu den Leisten. Dann, entlang dem Übergang vom Bauch zu den Schamhaaren auf Deine andere Seite und wieder zum Hals.

Jetzt spürst Du den Mund an Deinen Fersen. Er tastet sich über die Waden hinauf über dein Knie zu den Schenkeln. Mal links, mal rechtes. Fast unendlich lang und quälend werden die Innenseiten Deiner Schenkel liebkost. Du willst zerfließen. Voll Erwartung beginnst Du zu Zittern.

Ich liebe Dich. Welch überwältigendes Bild, wie Du so vor mir liegst! Deine Schamlippen glänzen einladend. Du bist sehr erregt. Ich muß Dich jetzt darauf küssen. Langsam taste ich mich heran, locke Dich, ziehe mich wieder zurück. Da, zum ersten Mal berührt meine Zunge den seitlichen Ansatz deines Geschlechts. Wie gut du schmeckst! Ich umkreise Deine großen Schamlippen, benetze sie mit meinem Speichel. Du wölbst Dich mir entgegen, ich weiche aus, noch!

Ich will Dich jetzt Deinem Höhepunkt zuführen. Langsam, doch ohne nochmaliges Zögern. Meine Hände finden Deine Brüste, Deinen Mund, Deinen Bauch. Liebkosen, Streicheln, Erregen. Nichtmehr nur zärtlich. Fordernd werden die Berührungen und wilder. Mein Mund findet Dein Geschlecht. Genußvoll nehme ich Deinen Duft, Deinen Geschmack in mir auf. Meine Zunge erkundet jeden Winkel, jede Hautfalte. Meine Ohren konzentrieren sich auf Deinen Atem. Er leitet mich, er verrät mir, wie es um Dich steht. Dein Atem und deine Bewegungen sind meine Wegweiser.

Du spürst eine Zunge an der Innenseite Deiner Schenkel, doch dieses Mal hält sie sich dort nicht lange auf. Zielstrebig such sie das Zentrum deiner Lust. Derweil schicken die Kuppen von zehn Fingern Stromstöße durch Deinen Körper. Sie sind überall und nirgends. Du hörst auf, dich auf bestimmte Stellen zu konzentrieren und läßt Dich jetzt ganz gehen. Dein ganzer Körper steht in Flammen. Lust und Erregung überall. Die Finger und der Mund treiben Dich vorwärts, führen Dich, nehmen Dich mit auf einer bisher unbekannten Reise der Erregung. Erregung überall. Du spürst sie mit wachsender Intensität mit jeder Faser Deines Körpers, bist dankbar, gebunden zu sein, jetzt keine Verantwortung für den Partner wahrnehmen zu müssen, nur Du selbst sein zu können. Dein Atem ist längst kein Atem mehr. Er ist ein Keuchen, ein Japsen, ein Stöhnen, ein Zeichen Deiner unbändiger Lust geworden.

Unbändige Lust und doch gebändigt. Du weißt, Du mußt jetzt kommen, Du kannst nicht mehr anders. Doch die Zunge läßt nach in Ihrer Sorge, Dir Lust zu bereiten. Läßt gerade so viel nach, um eine Steigerung zu verhindern. Dafür verstärken die Hände ihr reizvolles Spiel. Umgarnen deine Brüste, die Warzen, finden den Weg zu den empfindlichen Stellen an Hals und Nacken. Die andere plötzlich an deinen Schenkeln. Dann liebkost sie Deinen Anus. Sie wandert weiter über deine Rippen und spielt ein Lied darauf.

Jetzt setzt der Mund zwischen Deinen Beinen wieder ein. Zähne finden deinen Kitzler und beißen ganz sanft, lassen wieder los. Die Zunge spielt mit deiner Spalte, dringt sanft in Dich ein, findet dann wieder Deinen Kitzler. Die Hände lassen derweil nicht nach, immer neue Lust zu entfachen. Du bist jetzt nur noch Lust, Lust, Lust. Lust von Kopf bist Fuß. Jede Faser deines Körpers ist erfüllt davon. Deine Gedanken sind keine Gedanken mehr, auch sie sind pure Lust. Diese Lust wird übermächtig in Dir. Du weißt nicht mehr, was Mund und Hände mit Dir machen. Du empfindest jetzt nur noch diese Lust. Sie entströmt einer Quelle tief in Deinem Innersten, irgendwo in deinen Lenden. Sie beginnt Dich zu überschwemmen. Sie macht sich mit unbändiger Gewalt in Dir breit. Wie ein reißender Gebirgsfluß bei der Schneeschmelze überflutet sie Dich.

Ich weiß, es ist jetzt soweit. Du bist kurz davor zu explodieren. Dein Atem jagt, Dein Körper windet sich im Zustand höchster Erregung. Jetzt ganz vorsichtig. Du sollst auf keinen Fall zu früh kommen. Ich weiß, Deine Empfindungen sind noch nicht ausgereizt. Etwas nachlassen an Deinem Kitzler. Die Hände verstärkt einsetzen. Meine Fingernägel ritzen Dich leicht, kneifen deine Warzen. Mit der anderen Hand das gleiche Spiel an Deinen Schenkeln, an Deinen Füßen ein Streicheln, ein Kitzeln. Mein Mund wechselt zu Deinen Armen, meine Finger finden Dich naß und glitschig, ersetzen das Spiel der Zunge. Ein leichter Biß in Deinen Nacken. Wie reagierst Du? Ein Schrei, verzückt. Meine Zunge findet den Weg in Deinen Mund. Meine Finger verstärken Ihr Spiel zwischen Deinen Beinen.

Tief in Deinem Innersten beginnt etwas zu Brechen. Ein Damm. Eine Welle purer Erregung. Eine zweite folgt. Dann die dritte. Sie überströmt Dich. Vollkommen überströmt sie Dich, schlägt über Dir zusammen. Du ertrinkst darin, bist umhüllt, umhüllt von Deiner eigenen Erregung, ertrinkst in Dir selbst und vergißt Zeit und Raum. Es gibt jetzt nur noch Dich.

Du bist soweit. Es macht mich glücklich, Dich so zu sehen. Du bist mir jetzt sehr nahe und doch so weit weg. Du nimmst mich nicht mehr wahr. Du bist nur noch Du. Du merkst nicht, wie meine Hände Deine Fesseln lösen um Dir in Deinem Höhepunkt endlich volle Freiheit zu gewähren. Du kommst jetzt von allein. Wenige Berührungen im Zentrum Deiner Lust reichen, um Dich von einem Höhepunkt zum nächsten zu tragen. Das Spiel auf den Saiten Deiner Erregung geht dem Ende entgegen. Ich bin glücklich, so glücklich.

Eine Ewigkeit scheint vergangen zu sein. Langsam, ganz langsam läßt Du die Umwelt wieder zu. Bewußt atmest Du tief, spürst das Abklingen der letzten Wellen tief in Dir. Du liegst in meinen Armen, öffnest Deine Augen und siehst mich.

Ende


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