Der Text enthält Beschreibungen von sexuellen Szenen und ist daher für Kinder und Jugendliche ungeeignet. Vor einem "Nachstellen" oder "Nachspielen" der hier beschriebenen Szenen wird ausdrücklich gewarnt. Denke immer daran: Sicherheit geht vor!
Als Roman angerufen hatte, war Katharina mit dem Hörer in die Küche gegangen. Simone hatte sich ihr Glas selbst gefüllt und als die andere zurückkam, war nur ein kleiner Rest übrig. Er war aufgehalten worden und würde erst am nächsten Tag zurückkommen. Die lange Fahrt und die garantierten Staus wollte er sich nicht antun. "Damit gehört der Abend ganz uns. Hast du Lust auf Kino, oder lieber eine Kneipe? Da waren wir ewig nicht mehr."
Die Bedienung war gerade zuvor wieder gegangen, als Katharina sich durch das Gewühl zurück gedrängt hatte und wieder neben ihr saß. Sie glänzte vom Schweiß, ihr Gesicht strahlte: "Das ist meine Art von Diät! Prost!" Simone lehnte sich zurück, sah sie einen Moment lang an und beugte sich wieder vor: "Weißt du eigentlich, was er gerade macht?" "Kneipe, Disco, Glotze oder schlafen - keine Ahnung. Warum fragst du?" "Na ja, ihr seht euch eine Woche lang nicht und die Zeit kann einem Mann ganz schön lang werden." Katharina grinste: "Es gibt doch Gummis! Und wenn er einen Hormonschub braucht, ich lasse es mir doch auch gut gehen. Hast du den Schwarzen gesehen?" "Den mit der Glatze oder den anderen, mit der Sonnenbrille?" "Wie? Da sind zwei? Ich meine den mit der Sonnenbrille. Der ist ziemlich in Bewegung, findest du nicht?" Simone hatte nur seinen Kopf bemerkt, wie er ab und zu aus der Masse auftauchte und wieder verschwand: "Ist er dir auf die Pelle gerückt?" "Leider nein, aber der Abend ist ja noch nicht gelaufen. Möchtest du ein Stück ab, wenn ich ihn erwische?" "Klar! Laß mir nur was von ihm übrig. Prost!" Katharina mischte sich erneut unter die Tanzenden. Simone war kurz davor gewesen, sie auf ihr Lackteil und die hohen Hacken anzusprechen. Aber sie hatte statt dessen den Schwarzen wiedergesehen, der ein paar Meter entfernt stand und sie scheinbar beobachtete und Katharina darauf einen Wink gegeben. Die zögerte nicht eine Sekunde und war dicht an ihm vorbei gegangen und vielleicht hatte sie ihn sogar berührt. Simone hatte jedenfalls gesehen, daß sie sich nach ihm umgedrehte, als würde sie im Vorübergehen etwas zu ihm sagen, er hatte seine Zähne gezeigt, als würde er antworten und war ihr kurz darauf gefolgt. Sie hatte auch früher nie Probleme gehabt, Männer kennen zu lernen, doch sie war anders geworden. Solchen Fummel hätte sie nie getragen - ihr Vater hätte sie raus geschmissen. Ihr Mutter war schon sauer geworden, wenn sie die Haare nicht wenigstens mit einer Spange aus dem Gesicht frisiert hielt. Erst nach der Schulzeit hatte sie sich die Haare richtig lang wachsen lassen. Dann hatten sie sich aus den Augen verloren. Simone hatte die Haare nie länger als bis zum Kinn getragen. Der Bob war praktisch und gefiel ihr. Sie kaute auf der Strähne herum. Eine halbe Stunde war vergangen, ohne daß sie Katharina entdecken konnte. Sie ließ die Jacken nicht unbeaufsichtigt und ging mit dem Bündel überm Arm einmal quer durch den Laden.
Katharina war zum Tisch zurückgekehrt, die Haare zerzaust und mit einem Blick, den Simone nicht beschreiben wollte: "Ich dachte schon, du hättest mich sitzen lassen. Wollen wir heim?" "Bist du denn schon fertig? Du hast mir ja gar nichts mitgebracht." Sie hob die Hände und wehrte ab: "Das ist nicht meine Schuld. Ich habe nur gesagt, daß wir zu zweit sind und daß wir beide sehr hungrig wären. Ich wahr ehrlich und da ist er abgehauen. Pech."
Sie klopfte an die offene Tür. "Komm rein, ich bin gleich fertig." Simone setzte sich auf den Rand der Badewanne. Da stand zwar ein Stuhl, aber der war belegt mit Wäsche. Das Kleid, daß Katharina für den Discobesuch angezogen hatte, lag neben ihr, davor standen die Schuhe. Katharina stand mit dem Rücken zu ihr und putzte sich die Zähne. Simone besah sich ihre eigenen Knie und verfolgte einen gebänderten Streifen im Muster ihrer Pyjamahose. "Du siehst gut aus, ich meine, toll, wie du dich anziehst und wie du dich darin geben kannst..." "Danke." Sie blickte Simone aus dem Spiegel an: "Schade, daß du dich so zurück gehalten hast." "Ich bin halt schüchtern..." "Seit wann denn das?" Katharina spuckte ins Becken und drehte sich um: "Das ist ein Zug, der mir nie an dir aufgefallen ist. Macht das die Ehe?" Simone lachte mit, bis sie aufsah. Abrupt war sie still. Katharina merkte sofort, was geschehen war, aber sie wandte sich nicht ab, sondern sie kam ganz herum und blieb an das Waschbecken gelehnt stehen. Ein kleines bißchen schien es, als hätte sie die Füße absichtlich weiter auseinander gesetzt. Scham war keine in ihrer Stimme: "Ich hoffe, du willst jetzt nicht mit mir diskutieren. Nimm es, wie es ist, OK?" Simone konnte nicht anders. Sie war wieder hellwach: "Tust du das für ihn?" Katharinas Antwort erfolgte sofort. "Auch, ja. Aber wenn ich es nicht wollte, würde ich es nicht tun. Den Mann gibt es nicht, nirgends in der Welt." Sie sprach, ohne daß ihre Stimme sich irgendwie verändert hätte: "Ich finde es schlicht geil." Das letzte Wort dehnte sie extrem. Simone fing sich. Ihre Blicke fuhren langsamer auf und ab. Katharina hatte ihre Brüste in die Hände genommen und spielte mit den beiden Ringen: "Möchtest du sie anfassen? - Gib mir deine Hand!" Es zuckte nicht, es tat nicht weh. Es war auch nicht kalt oder fühlte sich fremd an, es war einfach unerwartet und anders. Katharina ließ ihre Hände eine Weile alleine, ergriff sie erneut und führte sie auch über ihre Scham. Weder die eine noch die andere empfand die Hand auf der glatten Haut als unangenehm. Intim, ja, das war es. Es überschritt jedoch keine Schwelle, die eine von ihnen am nächsten Morgen bereuen würde. Simone dachte wohl daran, ihren Finger ein zu tauchen, aber hätte sie es getan, wäre der Grund eher Gewohnheit gewesen als Lust oder Kitzel. Beide waren müde.
Sie war davon überzeugt, daß ihre beiden Hirnhälften sich über Nacht getrennt hatten: Die eine kämpfte alleine mit dem Kater, während die andere für sich versuchte, hinter den Horizont des Schwarzen Loches zu gelangen. Der Kater balancierte kokett am Rand des Abgrunds und immer wenn sie dachte, es hätte ihn endlich verschluckt, schlug er die Augen auf, grinste schadenfroh und drehte eine weitere Runde - mit steil aufgerichtetem Schwanz. Mit dem Kater im Vordergrund hatte sie überhaupt keine Chance, Licht aus dem Dunkel zu finden. Sie trat nach dem Tier, das unbeeindruckt gähnte und dabei seine Zähne zeigte. Es war sich genauso über seine Unerreichbarkeit im Klaren, wie Simone selbst. Etwas aber mußte sie tun. Sie erinnerte sich, als Kind einen Trickfilm gesehen zu haben, in dem knubbelige bunte Figuren in der Lage gewesen waren, sich beliebig zu verformen. Sie konzentrierte sich und just, als sie es enttäuscht lassen wollte, dehnte sich ihr Arm und er zog sich in die Länge, wurde nicht dünner, sondern fuhr unter dem Kater hindurch, ohne ihn zu berühren, flutschte kurz bis vor die Kante und mit einen Mal begann das Kribbeln in ihren Fingerspitzen. Das Loch wurde mit jedem Moment stärker und zog ihren Arm näher und näher und genauso wuchs das prickelnde Gefühl der Entladung. Ein Atom nach dem anderen löste sich auf und zischte in einer gleißenden Spur davon. Der Kater ging im Funkenflug in die Knie, rieb sich das Kinn am Boden, schnurrte vor Vergnügen und in Simone erwachte Sympathie für den schwarzen Unhold. Sie tat es ihm gleich, rutschte auf Knien über das Laken, rieb sich an dem Stoff und schnurrte vor Glück, bis sie das Gleichgewicht verlor. Sie saß neben dem Bett, als Katharina die Tür aufriß: "Um Himmels willen, Simone! Hast du dir was getan?" Sie zog das Rollo auf und mit dem Licht beantwortete ihr Anblick die Frage: Ihr Gesicht war rot, verschlafen und das Bett zerwühlt. Sie lächelte, so gut sie konnte: "Habe ich zu ende geträumt?" Katharina wußte es nicht: "Kaffee oder Tee? Oder Aspirin?"
Gegen halb eins stand Roman in der Küchentür: "Wow! Zwei spärlich bekleidete Schönheiten beim Gelage! Oder sind es noch mehr?" Er ging durch die Wohnung als suchte er tatsächlich noch andere, küßte Katharina beiläufig auf den Mund - Simone mußte sich mit Zuschauen und einem Handkuß zufrieden geben - und landete nach einer großen Runde auf Katharinas Schoß. Mit nackten Beinen kam Simone aus dem Gästezimmer zurück. Weder ihr selbst noch den anderen beiden fiel es auf: Sie war auf gutem Weg, den Kater zu ertränken. Still prostete sie den Verliebten zu.
Gegen halb vier lagen alle drei auf dem Rücken, rauchten und Katharina spielte an einer leeren Flasche, mit den Füßen rollte sie das Gefäß vor und zurück. Simone streichelte Katharina über den Arm und die freie Hand. Aus dem offenen Hemd wuselten ein paar schwarze Locken, seine Brust ging gleichmäßig auf und ab. Die Sonne teilte den Raum in helle und dunkle Felder, heizte Simone auf, die sich direkt vor der Tür zum Balkon befand. Roman setzte sich nicht den Strahlen aus. Katharina war zur Hälfte geteilt: Ihr Oberkörper lag im Licht, ihr Unterlaib und die Beine lagen im Schatten des Sessels. Simone drehte sich auf den Bauch und umfaßte einen der Ringe mit den Lippen, dann auch mit den Zähnen. Wie zum Dank strich ihr die andere über Kopf und Nacken, wanderte so weit ihr Arm reichte über ihren Rücken und verwischte kreisend den Schweiß in der Furche. Roman war aufgestanden und beobachtete das Tun vom Sofa aus. Er steckte sich einen neuen Zigarillo an, lehnte sich probeweise nach hinten, blieb dann aber aufrecht sitzen. Seine Freundin ließ sich die Zärtlichkeiten gefallen und rückte noch ein Stück näher an die andere heran, küßte ihr die Schulter und bot ihr auch die zweite Brust. Simone wechselte die Seite. Sie hatte die Augen aufgeschlagen und fixierte den Mann, der sie beobachtete. Ihre Zunge fuhr hervor wie eine Schnecke und zeichnete eine feuchte Spur über die Brust. Simone hockte sich auf die Knie, wischte sich die Haare aus dem Gesicht und stoppte ihre Bewegungen: "Ihr könnt mich haben, wenn ihr wollt." Sie drückte denn Rücken durch und senkte den Kopf: "Ich bitte euch darum."
Sie mußte sich auf jeden Atemzug konzentrieren. Katharina hatte rauchend vom Bett aus miterlebt, wie sie sich von Kopf bis Fuß in eine Puppe verwandelte. Das letzte was Simone von ihr gesehen hatte, waren die schwarzen Schuhe auf dem weißen Laken. Ihr Kopf war unter der Maske verschwunden und Schritt für Schritt wuchs das Ding in ihrem Mund, zwängte sich von innen zwischen Gaumen und Zunge und jagte ihr Schauer durch beide Häute. Die glänzende Statue erinnerte fern an jemanden, der auf dem Turm stand und zu einem Kunstsprung ansetzte. Die Hände hielt sie über den Kopf gestreckt, aber ihre Beine waren zu weit auseinander gestellt. Die Stange verhinderte einen normalen Stand, so wie die Kette dafür sorgte, daß sie vornüber oder zu den Seiten kippte. Wahrscheinlich war es Roman gewesen, der sie rasiert hatte. Er löste sie nicht sofort, als er sie abgetrocknet und eingerieben hatte. Katharinas Stöhnen machte ihr die Zeit des Wartens kurz, bis sie endlich wieder auf allen Vieren sein durfte. Sie kroch mit Ameisen in Händen und Füßen herum, tastete mit ihrem stumpfen Gummihänden über Glieder, rieb sich ihre einzig offene Stelle und suchte taumelnd nach Halt. Ein einziger Daumen reichte aus, um sie zu dirigieren. Sie versuchte den Finger zu reiten, aber jedesmal zog er sich, Einhalt gebietend, aus ihr zurück oder griff fester in sie, als sie es ertragen konnte. Sie stand wieder auf beiden Beinen, höher als je zuvor. Zwei nadeldünne Schlingen hatten den Finger ersetzt und ihre geschwollenen Warzen sorgten selbst dafür, daß die Schlingen nicht abrutschten und sie jedem noch so sanften Zug Folge leisten mußte.
Das Gehen nahm kein Ende, aber Simone fühlte sich sicher. Erst als die Wagentür zuschlug, durchfuhr sie Zweifel. Ihre Schritte hallten in dem Treppenhaus, dann klopfte es an einer Tür. Vor Panik bekam Simone einen Orgasmus, doch an den Fesseln zu zerren, war zwecklos. Roman stellte sich ihrem Mann vor und sagte, daß Katharina und er eine Überraschung für ihn hätten, und daß er vorsichtig sein müßte, wenn er es auspacken würde: Es sei noch unbenutzt. Simone spürte durch das Gummi erst einen Kuß auf die Wange, dann einen Klaps auf den Po. Die beiden stiegen die Treppe hinab und es wurde still. Sie hörte wie sich das automatische Licht im Flur mit einem Klick ausschaltete.