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Laura Crofft und der G�rtel der Aphrodite
Anmerkungen und allgemeine Informationen zur vorliegenden Geschichte
1.Alle Namen und Personen in dieser Geschichte sind, abgesehen von historischen Pers�nlichkeiten von z.B. Cleopatra, frei erfunden. Jede �hnlichkeit mit lebenden oder toten Personen w�re rein zuf�llig und nicht beabsichtigt.
2.In dieser Geschichte werden auch sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Minderj�hrigen beschrieben. Wir bitten die Leser die geltenden lokalen Gesetze zu beachten und den Aspekt der Vollj�hrigkeit zu ber�cksichtigen.
3.Die folgenden Seiten sollen unterhalten, und zwar auf eine Art, wie wir uns eine gute erotische Unterhaltung vorstellen, n�mlich mit viel Phantasie, Dialogen, einer spannenden Handlung und einer strikten Ablehnung der �blichen Rammel - Geschichten, die man leider viel zu h�ufig zu lesen bekommt. Wer also Spa� an neuartiger, interessanter und erotischer Unterhaltung hat, ist herzlich eingeladen, diese Geschichte zu lesen. Ansonsten gibt es, so glauben wir, genug andere Autoren, die man lesen kann. F�r uns spielen Logik und Phantasie eine gro�e Rolle in unseren Geschichten und wir m�chten einfach unseren Lesern eine gute, geistreiche Unterhaltung bieten.
4.Wir legen gro�en Wert darauf, das diese Geschichten reine Phantasieprodukte sind. Es liegen keine realen Geschehnisse zugrunde. Es ist auch keine Anleitung f�r irgendwelche Leute, diese Dinge in der Wirklichkeit nachzuvollziehen. Es sei ausdr�cklich davor gewarnt, die Pers�nlichkeitsrechte von Minderj�hrigen zu verletzen. Diese Geschichte nimmt lediglich f�r sich in Anspruch ein Werk der Phantasie im Rahmen der erotischen Literatur zu sein. Wie jedes andere erotische Werk ist es ein Kunstprodukt und als solches sind darin k�nstlerische Freiheiten der Dramatisierung und Gestaltung erlaubt.
5.Die Geschichte bleibt geistiges Eigentum der Autoren. Jede Vervielf�ltigung, Ver�nderung oder Publizierung - auch von Teilen des Werkes - ist verboten. Lediglich im Rahmen der geltenden Vorschriften der Seiten von Mr. Double, ist das Lesen gestattet.
6.Wer uns zu dieser Geschichte etwas schreiben m�chte, kann dies tun an: lady_winder@hotmail.com
7.Und nun bleibt nichts weiter als viel Spa� beim Lesen zu w�nschen.
Die Arbeiten an diesem Roman wurden am 15. Mai 2000 begonnen und das zweite Kapitel wurde vom 16. Juli bis zum 27. Juli 2000 fertiggestellt.
Nr.: LS-01_2 (2. Kapitel) ############################################################### ############
Laura Crofft und der G�rtel der Aphrodite
Ein erotischer Abenteuerroman von Ladybird & Sidewinder
Kapitel 2 Schottland, 1997
Mit quietschenden und kurz qualmenden Reifen setzte die Boeing 737 der SwissAir auf der Landebahn des Flughafen Edinburgh auf. Der harte Ruck der Landung lie� die 14-j�hrige Laura Crofft von ihrem Buch, einer Biographie �ber den ber�hmten Lord Carnarvon, der gemeinsam mit Howard Carter das Grab des legend�ren Tutenchamun entdeckt hatte, in das sie sich den Flug von der Schweiz �ber vertieft hatte, verwirrt aufsehen. Als sie erkannte, dass sie bereits in Schottland war, wandelte sich die Verwirrung zu Freude. Sie legte ein Lesezeichen in das Buch (sie hatte zu viel Respekt vor B�chern, um die Seite zu knicken oder zu falten) und packte es schnell in ihre Tasche, w�hrend das Flugzeug ausrollte und dann auf die Gangway zu steuerte. W�hrend sie durch den Gang ging, bemerkte sie l�chelnd die dick angeschwollene Wange eines �lteren Herren, vier Reihen hinter ihr. Sie hatte w�hrend des Fluges die Toilette aufsuchen m�ssen, und war im engen Gang mit dem entgegenkommenden Herrn zusammengesto�en. Statt sie einfach vorbeizulassen, hatte er die Gelegenheit ergriffen und ihren Po angefa�t. Doch er hatte nicht mit der Entschlossenheit und der Reaktionsschnelligkeit Lauras gerechnet. Ehe er �berhaupt wu�te wie ihm geschah hatte er eine so schallende Ohrfeige erhalten, das eine Stewardess nach hinten kam, um nachzusehen, was diesen L�rm verursacht hatte. Schamrot und sich die Wange reibend, war der Mann wieder zu seinem Platz zur�ckgegangen. So etwas lie� sich die Tochter eines waschechten britischen Lords eben nicht gefallen, zumal wenn sie so ein Temperament wie Laura hatte. Grinsend hatte sie der Stewardess zugezwinkert und die hatte verstanden. Das war aber auch der einzige negative Aspekt an einem ansonsten recht langweiligen Flug gewesen. Jetzt standen dem Beginn von Lauras Ferien nur noch die nicht minder langweiligen und vor allem langwierigen Formalit�ten mit dem Zoll im Wege. Doch auch damit w�rde sie klarkommen. Sie setzte ihren Walkman auf, ergab sich in ihr Schicksal und wartete, bis sie an der Reihe war, w�hrend sie aufmerksam einer Lektion Arabisch lauschte; einer Sprache die sie momentan autodidaktisch erlernte.
Allistair Crofft lehnte unterdessen gelangweilt an seinem BMW Z3 Roadster. Er hatte eine Vorliebe f�r schnelle Autos und die deutschen Automobile hatten es ihm angetan. Es ging ihm so wie vielen Multimillion�ren, er hatte einfach zuviel Geld um dar�ber nachdenken zu m�ssen, wof�r er es ausgab. Crofft - Enterprises machte jedes Jahr Rekordums�tze und sch�ttete gigantische Dividenden f�r seine Aktion�re aus. Allistair, der im Vorstand der Firma sa�, hatte nebenbei noch gen�gend Zeit, um seinen kostspieligen und ausgefallenen Hobbys zu fr�nen. Er war gro� gewachsen, fast 1,90 Meter, mit dunklem, kurzgeschnittenen Haar. Seine Haut war gleichm��ig gebr�unt, von seinen langen Aufenthalten in den entlegensten Winkeln der Erde. Sein Gesicht war glattrasiert und wirkte viel jugendlicher als sein tats�chliches Alter von Anfang Vierzig. Ansonsten trug er einen legeren, edlen Anzug von seinem bevorzugten Mail�nder Modehaus. Wenn man ihn so sah, hielt man ihn einfach f�r einen reichen Snob und M��igg�nger. Niemand h�tte es f�r m�glich gehalten, das Allistair Crofft gleichzeitig ein anerkannter Kunstexperte und Arch�ologe war. In vielen renommierten Bibliotheken auf der ganzen Welt standen seine mittlerweile zu Standardwerken gewordenen B�cher �ber die alt�gyptischen Dynastien, die Wiege der Zivilisation im Mittelmeerraum und ein hochbrisantes, spekulatives Buch um die Existenz von Atlantis. Kurzum Allistair Crofft war viel mehr, als man ihm auf den ersten Blick ansah. Jetzt richtete er sich auf und blickte interessiert zum Flughafen hin�ber. Sein Chauffeur, der ihn im standesgem��eren 300er Mercedes begleitet hatte, erschien, ein hochbepacktes W�gelchen mit jeder Menge Koffern und Taschen vor sich herschiebend, die wohl die Feriengarderobe seiner jungen Nichte f�r die n�chsten drei Monate beinhalteten. Gleich darauf st�rmte ein junger Wirbelwind an seinem vor Anstrengung keuchenden Bediensteten vorbei und lief in einem atemberaubenden Tempo auf ihn zu. Bewundernd sah er das junge M�dchen an, das auf ihn zukam; sah auf ihr wehendes, langes, braunes Haar, ihr anziehendes, geradezu umwerfend sch�nes Gesicht, das so energisch wirken konnte, und die tiefbraunen Augen, die vor Freude aufleuchteten, als sie auf ihn zugelaufen kam. Sie war gewachsen, ma� jetzt sicherlich �ber 1,70 Meter, wie er sch�tzte, und ihr K�rper bewegte sich unglaublich geschmeidig, elegant und in einem perfekten Laufrhythmus. Sie trug abgewetzte Jeans, an den Knien eingeschnitten und eine knappe Bluse, die fast zu klein wirkte, jedenfalls wurden dadurch die kleinen Br�ste betont. Das Wippen der Br�ste seiner Nichte beim Laufen, lie� Allistairs Puls schneller gehen. Laura trug anscheinend noch immer keinen BH, etwas, das ihre Mutter sicherlich auf die Palme gebracht h�tte. Allistair mu�te beim Gedanken an seine pr�de, fast widerw�rtig konservative Schw�gerin grinsen. Laura war das komplette Gegenteil. Ein hochintelligenter, selbstbewu�ter, attraktiver Wildfang. Jetzt hatte sie ihn erreicht und sie fiel ihrem Onkel, ohne sich um die Leute auf dem Parkplatz zu k�mmern, in seine ausgestreckten Arme. "Bist du gewachsen!", war sein erster, erstaunter Kommentar, als die beiden sich nach einer kr�ftigen Umarmung gegen�ber standen. "Nicht nur �u�erlich", erwiderte das M�dchen mit einem verschmitzten L�cheln. "Nochmals herzlichen Dank, dass ich die Sommerferien bei dir verbringen darf, Onkel Allistair." "Wenn ich gewusst h�tte, wie h�bsch du geworden bist", erwiderte dieser, "h�tte ich mir f�r die kommenden drei Monate eine anderweitige Besch�ftigung gesucht und mich mit deinem Vater in irgendwelche stinklangweiligen Firmenangelegenheiten vertieft. Kind, so wie du aussiehst, bringst du jeden Mann auf der Welt um den Verstand!" Das Kompliment ging unter. Bei der Erw�hnung ihres Vaters verh�rtete sich Lauras Gesicht. "Es sollen drei sch�ne Monate werden", meinte sie unterk�hlt. "Es w�re sehr hilfreich, wenn wir bestimmte Themen vermeiden, Onkel Allistair." "Sie haben es doch nur gut mit dir gemeint, Laura", versuchte Allistair zu vermitteln. Doch sein Versuch fiel eher lahm aus, denn auch er billigte nicht jede p�dagogische Ma�nahme, die ihre Eltern f�r seine Nichte getroffen hatten. Lauras Augen wurden zu braunem Eis. "Das streite ich nicht ab", sagte sie knapp, als sie ihre Reisetasche wieder aufnahm und �ber die Schulter h�ngte. Mittlerweile war auch der Chauffeur angetroffen und verstaute die Koffer und Taschen im Mercedes, der Lauras Gep�ck zum Anwesen ihres Onkels bringen w�rde. Allistair deutete auf seinen neuen Sportwagen und Laura nahm darin Platz, nachdem sie sich gen�gend beeindruckt gegeben hatte - sie kannte eben ihren Onkel und seine liebenswerten Macken. W�hrend der Fahrt, die sie durch Edinburghs belebte Stra�en f�hrte, setzte Laura ihre leicht aufgebrachte Rede fort. "Tatsache ist jedoch, dass ich meine Eltern seit vier Jahren nur im Urlaub gesehen habe. Vielleicht hat es sich schon bis zu dir herum gesprochen, wie das ablief." Allistair nickte bedr�ckt. "Ja, das hat es. Ich habe jedoch auch geh�rt, dass du letztes Weihnachten aus lauter Wut einen Erwachsenen so zusammen geschlagen haben sollst, dass der f�r drei Wochen im Krankenhaus lag. Stimmt das?" "Nein." Ein am�siertes L�cheln zog �ber Lauras Gesicht. "Das war der Karatelehrer von meinem Vater, es geschah beim ganz normalen Training, und der lag nur zwei Wochen im Krankenhaus. Aber das mit der Wut stimmt." "Na!", rief Allistair besorgt aus. "Da kann ich mich ja gl�cklich sch�tzen, deine Begr��ung �berlebt zu haben." Laura blickte ihn kurz von der Seite her an und machte ein hastiges Gest�ndnis. "Ich mag dich sehr!", sagte sie so leise, dass Allistair es kaum h�rte, da der L�rm der Rush Hour durch den offenen Wagen ungehindert an ihre Ohren drang "Du hast mir jeden Monat mindestens ein Mal einen langen Brief geschrieben und mich jede Woche angerufen. Der Trainer... Erstens war das eine Flasche, und zweitens eine arrogante Flasche. Wie der seine Lizenz geschafft hat, ist mir ein R�tsel. Und dass er am Ende kaputt war, ist seine Schuld. Warum musste er mich auch provozieren?" Sie sah auf, und warf ihm wieder einen Blick zu. "Ich mag dich sehr, Onkel Allistair", wiederholte sie mit allem Ernst ihrer 14 Jahre. "Zu dir f�hle ich Verwandtschaft. Sehr stark.. Zu meinen Eltern... Nicht mehr, seit sie mich in dieses Internat abgeschoben haben. Sicher, ich lerne sehr viel, und ich weiss schon mehr als alle anderen in meinem Alter; speziell �ber Geschichte und Sprachen. Aber die Tatsache, dass sie mich abgeschoben haben, bleibt bestehen." Sie atmete tief durch, um sowohl die Wut zur�ck zu halten als auch sich zu beruhigen. "Tu bitte einen Moment mal so, als w�re ich schon erwachsen", bat sie ihn dann. "Sag es mir ganz ehrlich. Sie haben mich in das Internat gesteckt, um unbeschwert reisen zu k�nnen. Dass ich eine gute Ausbildung bekomme, ist nur der Vorwand f�r die restliche Welt. Stimmt's?" Allistair blickte nachdenklich auf die Stra�e vor ihm, eine lange Zeit, in der er nichts sagte, bevor er schlie�lich verlegen mit den Schultern zuckte. Laura stie� die Luft aus. "Danke." Sie dr�ckte kurz seinen Arm. "Ich wusste es. Ist Flecki noch bei dir?" Allistair war dankbar f�r den Themenwechsel. "Sicher. Wenn du mit ihm trainieren m�chtest, solltest du deine Wut allerdings im Zaum halten." "Keine Angst!", lachte Laura. "Karateschl�ge heilen, aber Wunden vom Fechten..." "Genau." Jetzt hatten sie die Vororte Edinburghs erreicht und Allistairs gewagte Fahrweise brachte sie in halsbrecherischem Tempo aus der Stadt heraus. Laura sp�rte die Aufregung in sich wachsen. Flecki - oder Shawn O'Flanaghan, wie sein richtiger Name lautete - war jahrelang Weltmeister im Fechten gewesen. Den Spitznamen hatte Laura ihm wegen der Unmassen von Sommersprossen verliehen, die seine schottische Haut zierten. Doch das waren nur �u�erlichkeiten. Laura f�hlte eine starke Verbundenheit mit dem mittlerweile 50-J�hrigen, die nur daraus entstand, weil er wie sie eine K�mpfernatur war. Bei ihm w�rde sie heraus finden, wie gut der Unterricht des Internats in Bezug auf Fechten tats�chlich war. Wie immer, wenn Laura an das Internat dachte, kam die Erinnerung an Helena wieder auf. An die Kussszene im Park, an die Karate�bungen mit ihr - wobei Helena nicht gerade zimperlich mit Laura umgegangen war -, an die ernsten Unterhaltungen, an die albernen, �berdrehten Momente, wie sie nur Kinder ausleben k�nnen. Unbewusst griff sie durch die Bluse nach dem Amulett, das sie seit dem Tag von Helenas Verschwinden trug, bevor sich ihre Gedanken wieder auf das Jetzt richteten. "Hast du irgend welche Pl�ne f�r mich?", fragte sie ihren Onkel aufgeregt. "Oder kann ich mir meine Zeit selbst einteilen?" "Ich habe zwei ganz feste Pl�ne f�r dich." Allistair sah sie so ernst an, dass Laura f�r einen Moment ihren dreimonatigen Urlaub am Horizont verschwinden sah. "Ich werde daf�r sorgen, dass du ern�hrt wirst, und ich werde mich um dich k�mmern. Der Rest liegt bei dir." Laura starrte ihn einen Moment lang verdutzt an, dann sackten seine Worte in ihr Bewusstsein. Jubelnd dr�ckte sie ihn trotz der Sicherheitsgurte. Allistair zog sie l�chelnd mit einem Arm an sich. Dann bog er auf eine Privatstra�e ab, die ihn zu seinem Anwesen f�hrte. Es erstreckte sich �ber mehrere Meilen und war schon seit Generationen in Familienbesitz. Neben einem kleinen See und einem Wald war das Herrenhaus der zentrale Punkt des Besitzes. Eines der wenigen noch der in seiner urspr�nglichen Form erhaltenen Bauwerke des 17. Jahrhunderts, erstrahlte es in seiner ganzen imposanten Pracht und Gr��e. Die ausgedehnten Stallungen beherbergten einige der vielversprechendsten Pferde Schottlands und nicht weniger als drei fr�here Sieger des legend�ren Grand National waren hier f�r die Zucht beheimatet. Allerdings war das nur eines von vielen Hobbys denen Allistair Crofft fr�nte. Ein gro�z�gig angelegter Schie�stand, ein Innenhof, der mit allem ausger�stet war, was man f�r Fecht�bungen mit Florett, Degen, Schwertern und S�beln ben�tigte, wenn man im Freien k�mpfte. Ansonsten konnte man sich auch in eine eigens gebaute Fechthalle zur�ckziehen, wenn die Witterung das erforderlich machen sollte. Dar�ber hinaus gab es eine der bemerkenswertesten Privatsammlungen alter Kunstsch�tze au�erhalb der gro�en Museen dieser Welt, die sich im Westfl�gel des Hauses befand. Im Ostfl�gel hingegen war die Bibliothek untergebracht. Hier gab es unbezahlbare Kostbarkeiten. Erstdrucke, handschriftliche Chroniken und Dokumente, sowie eine der ersten Gutenberg - Bibeln. Allistairs Anwesen war ein Sammelpunkt f�r eine Vielzahl von Menschen aus ganz Europa. Einige waren gestrandete Existenzen, deren guter Kern aber Grund genug f�r Allistair gewesen war, ihnen eine zweite Chance zu geben, andere hingegen ausgesuchte Meister ihrer Zunft, deren Dienste der Herr des Hauses f�rstlich entlohnte - und einige waren schlichtweg gute, alte Freunde. Laura nahm den Anblick des Anwesens tief in sich auf. Sie war wieder hier - an einem Ort, den sie am ehesten mit dem Begriff Heimat bezeichnet h�tte, doch in solchen Kategorien dachte Laura eigentlich nicht. Sie mu�te sich wohl f�hlen dort wo sie war, dass allein reichte schon aus, um sich heimisch zu f�hlen.
Am selben Abend erstrahlte das Anwesen im festlichen Lichterglanz. Bedienste waren fortw�hrend unterwegs, um die G�ste der Dinnerparty, die Allistair zu Ehren der Ankunft seiner Nichte gegeben hatte, mit allem zu versorgen, was deren verw�hnte Gaumen ben�tigten. Laura war nicht sonderlich davon begeistert gewesen, sie ha�te B�lle, Parties und Empf�nge. Ihrem Onkel zuliebe hatte sie jedoch sogar das Kleid angezogen, das er f�r sie aus Paris hatte einfliegen lassen. Es war ein Traum aus Seide, in einem wundervollen Smaragdgr�n, das wundervoll mit ihren dunkelbraunen Augen harmonierte und das zwar einen Ausschitt hatte, doch dezent kaschierte, da sie eigentlich noch viel zu jung f�r solch eine edle Abendrobe war, zumal ihre k�rperliche Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten war, als das sie viel gehabt h�tte, um ein wirklich atemberaubendes Dekollet� wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Darum war sie froh, das der Schneider dies ber�cksichtigt hatte. Sie sah zwar nicht aus wie ein Junge den man in M�dchenkleider gesteckt hatte, doch irgendwie f�hlte sie sich in Kleidern immer ein wenig unwohl. Aber ihrem Onkel zuliebe, wollte sie es wenigstens f�r einen Abend ertragen. Sie verzichtete darauf Marias Amulett zu tragen und eilte aus dem Zimmer. Sie mochte es einfach nicht, sich so herauszuputzen und das Amulett w�re ein zu kostbares St�ck gewesen, als das es nicht die Aufmerksamkeit auf sich gezogen h�tte, was sie unbedingt vermeiden wollte. Denn das war eher die Art ihrer Mutter, Aufmerksamkeit zu erregen und nichts verabscheute Laura mehr, als mit ihrer Mutter verglichen zu werden. Als sie jedoch die gro�e Marmortreppe herunterschritt, err�tete sie dennoch leicht, als sie merkte das alle Blicke auf sie gerichtet waren, und einige der anwesenden Herren begeisterte Ahs und Ohs ausbrachen. Die Kapelle setzte einen musikalischen Akzent und bat somit um die Aufmerksamkeit der anwesenden G�ste aus der High Society Edinburghs und der umliegenden L�ndereien. Ihr Onkel schritt auf sie zu, ein gro�es, flaches, mit Samt �berzogenes K�stchen in H�nden haltend. Dann wandte er sich an die Anwesenden und verk�ndete das er seiner Nichte nachtr�glich zu ihrem 14. Geburtstag und zur Feier ihrer Ankunft hier auf seinem Landsitz den ber�hmten Berlikow - Schmuck schenken w�rde. Ungl�ubiges Staunen machte sich breit. Auch Laura raubte diese Ank�ndigung fast den Atem. Allistair �ffnete das K�stchen und entnahm ihm eine wundervolle, schwere Halskette, reich besetzt mit funkelnden Rubinen und Topasen. Er legte Laura die Kette um, reichte ihr die passenden Ohrringe und streifte ihr den Ring �ber, der von einem reinen, unglaublich kostbaren und seltenen Diamanten gekr�nt war, dessen charakteristischer Schliff dem Kenner sofort zeigte, das er es hier mit einem Werk von Sergej Berlikow zu tun hatte. Sergej Berlikow war eine der schillerndsten Gestalten der Juwelierzunft des 19. Jahrhunderts gewesen. Zuerst hochgelobt und an allen K�nigsh�fen Europas gefeiert, verschwand er wegen undurchsichtiger Geschehnisse in der Versenkung. Bis heute konnte nie restlos gekl�rt werden, was mit ihm geschehen war. Die wildesten Spekulationen waren im Laufe der Jahre ins Kraut geschossen. Von der russischen Geheimpolizei war die Rede, von Diamantenschmugglern oder auch die Version von einer ungl�cklichen Liebe zu einer der jungen Zarent�chter. All diese Theorien gab es, doch niemand wu�te die Wahrheit. Geblieben war nur Berlikows Ruhm als Juwelier und sein au�ergew�hnliches Talent in der Herstellung kostbarsten Schmuckes. Laura war sprachlos, genauso wie die G�ste der Party. Sie klatschten laut Beifall und Laura dankte ihrem Onkel mit Tr�nen in den Augen. Das Ensemble hatte einen Wert von mindestens zwei Millionen Pfund Sterling, der ideelle Wert lag jedoch ungleich h�her, wenn man sich die wechselhafte Geschichte dieses Schmuckes vergegenw�rtigte. Sie ertrug das Abendessen und die bewundernden Blicke, von denen viele unverhohlen neidischer Natur waren. Sie �berwand sich sogar und blieb viel l�nger als sie es eigentlich beabsichtigt hatte, weil sie instinktiv sp�rte das ihr Onkel ihr mit diesem Schmuck den Status einer Erwachsenen verliehen hatte, etwas das sie sehr gl�cklich machte. Doch da sie im tiefsten Wesens ihres Charakters wild und ungez�hmt war, verschwand sie noch vor dem Ende des Festes, um in ihr Zimmer zu eilen. Daraufhin schl�pfte sie in ihr Nachthemd, denn sie hatte nicht mehr vor sich auf dem Fest zu zeigen, das aber sowieso bald zu Ende sein w�rde. Den Schmuck legte sie in ihrem Zimmer ab, noch immer tief ger�hrt von der Geste ihres Onkels. Die Blicke, die ihr Onkel ihr w�hrend des Essens zugeworfen hatte, waren ihr wegen der vielen Gespr�che mit ihren alten und neuen Bekannten entgangen. H�tte sie sie bemerkt, w�re sie sicherlich geblieben. Dennoch bedeutete ihr dieses Fest sehr viel und tief in ihrem Herzen liebte sie ihren Onkel daf�r. Der Schmuck war dabei unwichtig. Sie h�tte sich auch dar�ber gefreut wenn er sie einfach in die Arme genommen h�tte, um ihr dadurch zu zeigen, wie sehr er sich ebenfalls freute, das sie bei ihm war. Besitz und Schmuck bedeuteten ihr eigentlich recht wenig, obwohl ihr die Arbeit von Sergej Berlikow wirklich gefiel. Sie war stolz so etwas Wundersch�nes ihr Eigen nennen zu d�rfen. Mit einem letzten Blick auf die Halskette schlief sie ein, im Traum mit ihrem Onkel im riesigen Ballsaal tanzend, zu den Kl�ngen schwerm�tiger russischer Musik.
Ihr erster Gang am n�chsten Morgen, als sie den Innenhof betreten hatte, f�hrte zu Shawn O'Flanaghans Stuben, die in einem Seitenfl�gel untergebracht waren. Noch bevor sie an die T�r klopfen konnte, ging diese auf, und der ungeb�ndigte, strohblonde Schopf des Fechtmeisters zeigte sich, das Gesicht darunter vor Freude und �berraschung strahlend. "Miss Crofft!" "Flecki!" Laura warf sich in seine Arme und dr�ckte ihn st�rmisch. �ber seine Schultern sah sie seine Frau n�her kommen. Auch diese wurde von Laura in die Wiedersehensfreude mit eingeschlossen.. Nachdem sich die erste Aufregung und R�hrung gelegt hatte, kam Laura der Aufforderung, sich doch zu setzen, nach und trank einen kleinen Schluck des kr�ftigen Rotweins, den Shawn sich aus Frankreich kommen lie�. Danach erz�hlte sie viel von dem, was sie bisher alles gemacht, getan und erlebt hatte, bis Shawns Frau Deirdre die beiden lachend nach drau�en schickte. "Sie ist nicht zum Reden hier", meinte sie zu ihrem Mann. "Du merkst auch gar nichts mehr." Lauras Augen leuchteten auf, als Shawn brummend aufstand und zu einem Schrank ging. Sie sprang auf und lief zu ihm. Gemeinsam mit ihm schaute sie bewundernd auf die vielen Degen, die Shawn hier unter Verschluss hielt. Laura entdeckte sogar ein langes, funkelndes Schwert. Doch bevor sie Shawn danach fragen konnte, dr�ckte dieser ihr bereits einen Degen in die Hand. Laura trat ein paar Schritte zur�ck und hieb den Degen zischend durch die Luft. Zufrieden nickte sie. Shawn nahm einen Degen f�r sich heraus und reichte Laura dann eine Schutzmaske, den sogenannten Korb, einem Gesichtsschutz mit Gitternetz. Kurz darauf standen sie im Innenhof. Laura musste Shawn erst vorf�hren, welche Bewegungen sie bereits gelernt hatte, bevor dieser sich auf eine �bung mit ihr einlie�. Schon nach zwei Minuten hatte er ein umfassendes Bild von Lauras Fechtlehrer aus der Schweiz, ohne ihn �berhaupt zu kennen. Laura besa� ein gutes Grundwissen, mehr jedoch nicht. Einige schnelle Ausf�lle, mit denen er die Mensur verk�rzte, f�hrten zu leichten Treffern der Glocke an ihrem Degen, die, wenn sie kraftvoller ausgef�hrt worden w�ren, zweifellos Laura entwaffnet h�tten. Doch sie besa� auch sehr viel Ehrgeiz und Talent. Auch das erkannte Shawn sehr schnell. Er ging mit ihr in schneller Folge die acht Einladungen durch, um ihr zu zeigen, wie man absichtlich den Gegner zu einem Angriff reizte, ihn quasi einlud, woher auch der Name resultierte. Anschlie�end verwickelte sie in ein kurzes Assaut, das Fachwort f�r eine Auseinandersetzung oder ein Gefecht mit scharfen Waffen, das allerdings nur spielerischen Charakter hatte. Zu Lauras gro�er Entt�uschung beendete Shawn das Training, kaum dass es begonnen hatte. Doch als er dann mit ihr durch ging, was er in den n�chsten Monaten mit ihr �ben wollte, packte sie die Begeisterung. Ihre Augen leuchteten auf, als er ihr erz�hlte, was sie alles lernen w�rde. Das bedeutete aber auch, dass sie sehr viel und sehr ausdauernd trainieren musste, um wirklich meisterlich fechten zu k�nnen. Dennoch freute sie sich auf die Herausforderung. Das versprachen interessante Stunden hier im Hof oder auf der Planche zu werden. Sie redete noch ein paar Minuten mit dem Ehepaar, bevor sie sich schlie�lich wieder auf den Weg zu ihrem Zimmer machte. Doch eine ganz beil�ufige Bemerkung von Shawns Frau Deirdre hielt sie davon ab. Sie wirbelte herum, die Augen weit aufgerissen. "Thunder ist hier?", fl�sterte sie ungl�ubig. Die beiden Erwachsenen nickten l�chelnd. Laura rannte los, ohne sich zu verabschieden. Sie flog regelrecht �ber den Innenhof zu den St�llen, wo die Pferde untergebracht waren. Shawn und Deirdre sahen ihr ger�hrt hinterher. Laura st�rmte wie ein Tornado in die Stallungen; in jede Box, an der sie vorbei rannte, einen kurzen Blick werfend. Dann fand sie ihr Pferd. "Thunder!" Vor Gl�ck weinend hechtete sie �ber das Gatter, ohne es zu �ffnen. Der Hengst wieherte zur Begr��ung laut, als Laura sich an seinen Hals warf und ihr nasses Gesicht in sein Fell dr�ckte. "Thunder!", weinte sie gl�cklich. "Du kennst mich noch?" Der Hengst dr�ckte seinen Kopf gegen ihre Schultern und schnaubte. Dann machte das Tier sich frei und stellte sich wiehernd auf die Hinterhufe. "Ja!", lachte Laura. "Sofort!" Sie �ffnete das Gatter und schwang sich im n�chsten Moment auf den ungesattelten R�cken des Hengstes. Doch im gleichen Augenblick flog das Gatter wieder zu, und Laura starrte in die Doppelm�ndung einer Schrotflinte. "Runter!", sagte ein knapp 17-j�hriger Junge kalt, das Gewehr fest auf sie gerichtet. "Mit Pferdedieben machen wir hier kurzen Prozess." "Thunder ist mein Pferd!", widersprach Laura hitzig. "Und wer bist du?" "Geht dich einen Dreck an. Runter!" Thunder wieherte protestierend, als Laura sich seufzend wieder von ihm herunter lie�. Der Junge �ffnete das Gatter so weit, dass Laura hindurch konnte, dann schloss er es wieder. Im n�chsten Moment lag er auf dem Boden. Laura hockte �ber ihm, sein Gewehr in der Hand. "Jetzt noch mal!", sagte sie w�tend. "Wer bist du?" Hinter ihnen lie� Thunder seinen Unmut laut nach draussen. "Miss Crofft?" Eine ungl�ubig fragende Stimme lie� beide den Kopf drehen. Laura entdeckte den Verantwortlichen f�r die Stallungen: Hendrik Van Maar, einem gutm�tigen, h�nenhaften Belgier dessen lustiger Akzent und seine joviale Art ihn zu einem von Lauras liebsten Freunden unter den Angestellten ihres Onkels hatten werden lassen. "Mister Van Maar!" Laura sprang auf und eilte zu ihm, das Gewehr in der linken Hand. "Ja, ich bin es tats�chlich. Sie sehen keinen Tag �lter aus!" "Das liegt nur an der guten schottischen Luft." Er dr�ckte l�chelnd Lauras ausgestreckte Hand. "Und Sie sind zu einer h�bschen jungen Dame gereift, wenn ich das mal sagen darf." "D�rfen Sie!", lachte Laura. "Das kann ich gar nicht oft genug h�ren. Wer ist der Knilch da?" "Stephen. Er arbeitet seit knapp einem Jahr hier. Er ist der Sohn eines meiner Gehilfen bei der Pferdezucht. Ansonsten ein ganz umg�nglicher Kerl. Na ja vielleicht ein kleiner Hitzkopf und manchmal schneller mit den H�nden als mit dem Kopf. Doch eigentlich ist er ganz in Ordnung. Wenn er sich M�he gibt, kann er es in den Stallungen weit bringen." Er lie� Lauras Hand los und wandte sich an den Jungen, der der Szene mit wachsender Verwirrung zugesehen hatte. "Diese junge Dame ist Laura Crofft, die Nichte unseres Herrn. Thunder ist ihr Pferd. Sie hat den Hengst vor vier Jahren bekommen, gleich nach seiner Geburt." Er drehte sich wieder zu Laura, w�hrend Stephen verlegen aufstand. "Wie lange bleiben Sie, Miss Crofft?" "Die ganzen drei Monate!", erwiderte Laura gl�cklich. Sie schaute kurz auf das Gewehr, lie� die Sicherung einrasten und warf Stephen die Flinte achtlos zu, ohne ihn anzusehen. "Warum ist Thunder wieder hier?" "Ihr Onkel hat ihn aus �sterreich zur�ck kommen lassen, als er h�rte, dass Sie die Ferien bei ihm verbringen wollten. Sein Training war sowieso schon so gut wie beendet. M�chten Sie ihn ausreiten?" Laura nickte mit leuchtenden Augen, w�hrend Thunder wiehernd mit den Hufen stampfte. Hendrik Van Maar l�chelte. Thunder war ein au�ergew�hnliches Pferd, aber Laura, seine stolze Besitzerin war ein nicht minder au�ergew�hnliches M�dchen. "Sie haben einen sehr schlechten Einfluss auf ihn, Miss Crofft. Als er hier ankam, war er lammfromm." "Ich mag keine lammfrommen Pferde." Grinsend lief Laura zur�ck zu der Box, �ffnete das Gatter und schwang sich auf den Hengst. "Sie brauchen einen Damensattel!", rief Stephen ermahnend. Laura schenkte ihm nur einen giftigen, vernichtenden Blick, bevor sie den Hengst mit einem hellen Ruf antrieb. Einen Augenblick sp�ter preschte das Tier aus der Box heraus, sein lautes Wiehern von Lauras hellem Jauchzen begleitet. Van Maar sah den beiden kurz hinterher, bevor er sich an den Stallburschen wandte. "Den ersten Fehler hat sie dir verziehen", meinte er belustigt. "Dass du sie erschie�en wolltest. Aber den Damensattel tr�gt sie dir nach bis an ihr Ende. Laura Crofft ist keine Dame. Nicht in diesem Sinn. Sie reitet so, wie es ihrer Meinung nach sein sollte: ohne Sattel und Z�gel. Bewundernswert." Der 17-J�hrige starrte auf den Innenhof, �ber den Thunder gerade preschte und hinter sich lie� und verstand die Welt nicht mehr. Das konnte es doch gar nicht geben, das ein M�dchen so reiten konnte. Stephen sch�ttelte den Kopf und schnappte sich seufzend wieder die Mistgabel, um die Boxen zu s�ubern, nachdem er die Schrotflinte an Van Maar abgegeben hatte.
Am darauffolgenden Morgen begannen f�r Laura die Ferien erst so richtig. Gleich nach dem Fr�hst�ck ritt sie zwei Stunden mit Furious Thunder aus, danach striegelte und f�tterte sie ihn. Stephen, der bei diesen T�tigkeiten immer in ihrer N�he war, �bersah sie geflissentlich, ihm immer den R�cken zuwendend. Dass er sie mit dem Gewehr bedroht hatte, hatte sie ihm in der Tat schon verziehen. Das zeigte nur, wie gut er auf die Pferde aufpasste. Aber der Damensattel... Wof�r hielt er sie? F�r eines dieser P�ppchen aus Porzellan, die seitw�rts auf einem Pferd sa�en und sich schaukelnd durch die Gegend tragen lie�en? Das war doch kein Reiten! Wenn Thunder versorgt war, ging Laura mit Shawn fechten. Der 50-J�hrige forderte sie bis an ihre Grenzen und weit dar�ber hinaus. In den ersten Stunden lernte Laura, den Degen nicht so fest zu halten, sondern eher locker, was in ihren Augen ein krasser Widerspruch war. "Ist es nicht", erwiderte Shawn auf ihren Kommentar hin. "Halten Sie den Degen fest. Ganz fest, so wie sonst." Gehorsam verst�rkte Laura den Griff. Im n�chsten Moment raste ein heftiger Schmerz durch ihr Handgelenk, als Shawn mit seinem Degen den ihren klirrend umkreiste. Der Schmerz wurde so gro�, dass Laura den Degen fallen lie�. "Jetzt heben Sie ihn auf und halten ihn locker", meinte Shawn unger�hrt. Laura verkniff sich eine Bemerkung und nahm den Degen wieder auf. Dieses Mal hielt sie ihn nur leicht in der Hand. Wieder lie� Shawn seinen Degen um den ihren kreisen, doch diesmal sp�rte Laura keinen Schmerz. Sie merkte den Druck seines Degens gegen den ihren, doch mehr auch nicht. Ihr Handgelenk folgte den Bewegungen ihres Degens ohne jede M�he. Shawn nickte knapp, als sich ihre Augen weiteten. "Deshalb. Es ist so wie wenn Sie ein kleines V�gelchen in Ihren H�nden halten w�rden. Halten Sie es zu fest, erdr�cken Sie es, halten Sie es zu locker, fliegt es Ihnen davon", sagte er nur, und demonstrierte den letzten Teil seiner Worte eindringlich, indem er Lauras Degen in hohem Bogen durch den Innenhof fliegen lie�, da sie den Griff zu sehr gelockert hatte und f�r eine Sekunde unaufmerksam gewesen war. Laura wackelte verstehend mit dem Kopf, w�hrend sie ihren Degen vom Boden wieder aufnahm und sich erneut in Grundstellung brachte. Der Unterricht von einem ehemaligen Weltmeister im Fechten war doch etwas ganz anderes als der von einem Studenten. Entschlossen stellte sie sich wieder zurecht. Nach dem Fechten ging es f�r eine Stunde auf den Schie�stand, wo sie von ihrem Onkel pers�nlich angeleitet wurde. Zum Schie�en selbst kam sie jedoch nur wenige Minuten. Der gr��te Teil der Zeit wurde f�r Waffenkunde und -technik verwandt. Laura lernte, die verschiedenen Handfeuerwaffen nur an der �u�eren Form zu unterscheiden, und nach einigen Tagen musste sie sie sogar mit verbundenen Augen auseinander nehmen und wieder zusammen setzen. Nachdem das zu Allistairs Zufriedenheit klappte, ging es �ber zu den Gewehren. Auch die verschiedensten Munitionen wurden gr�ndlich besprochen. Auf diese Art gingen die Vormittage wie im Flug vorbei. Laura und ihr Onkel a�en zusammen, wobei sie sich sehr angeregt unterhielten, danach bekam es Laura mit dem Kampflehrer ihres Onkels zu tun. Der war keine "arrogante Flasche", sondern ein - wie Laura ihn nach der ersten Stunde bezeichnete - "brutales Mistst�ck". War Laura bisher stolz auf ihren zweiten braunen G�rtel gewesen, weil der nur eine einzige Pr�fung vom ersten schwarzen entfernt war, so musste sie nach der ersten Stunde mit Claude Denassiere erkennen, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen einer gem�tlichen Halle und dem richtigen Kampf gab. Dieser Unterschied malte sich deutlich auf ihren Armen und Beinen ab, und zwar in Form von vielen blauen Flecken und Prellungen. M�de und buchst�blich zerschlagen schleppte sie sich nach der Stunde in ihr Zimmer und ging erst einmal ausgiebig baden. Ihr Onkel rieb ihre maltr�tierte Haut anschliessend mit einem pflegenden und heilenden �l ein, was Laura in den ersten Tagen gar nicht so recht genie�en konnte. Doch nach einer Woche merkte sie die Schl�ge und Tritte schon l�ngst nicht mehr so stark, daf�r jedoch die sanften H�nde ihres Onkels, die das �l auf ihrer Haut verrieben. Dies gefiel ihr so gut, dass sie sich urpl�tzlich umdrehte und ihrem Onkel ihre entbl��te Front zuwandte. Ihr Unterk�rper lag ab der H�fte unter der Bettdecke. "Hier oben hat er mich auch mehrmals erwischt", sagte sie leise, w�hrend sie auf ihre von blauen Flecken �bers�ten Schultern deutete. Der Blick ihres Onkels jedoch war auf Lauras Br�ste gerichtet, die aufgrund von Lauras schlanker, sportlicher Statur noch sehr klein waren. Laura, die durch das morgendliche Duschen im Internat nicht das geringste Problem mit Nacktheit hatte, erschauerte innerlich wohlig unter diesem Blick, und als seine H�nde dann begannen, ihre Schultern einzu�len, setzte sich die sch�ne G�nsehaut auch aussen auf der Haut fort. "Da hat er auch ein Mal getroffen", meinte sie fast fl�sternd und schaute auf ihre linke Brust. Allistair sah auf und begegnete ihrem festen Blick. "Ich sehe dort aber keine Prellung, Laura." "Er hat mich da getroffen." Laura hielt seinem Blick stand. Mehrere Sekunden lang schauten sie sich in die Augen, dann sp�rte Laura die Hand ihres Onkels nach unten wandern. L�chelnd schloss sie die Augen und verfolgte mit ihrem Gef�hl, wie ihr Onkel ihre Brust einrieb. Selbst mit ihren erst 14 Jahren merkte sie, dass er dort ganz anders rieb als an den �brigen Stellen. Sehr viel sanfter und langsamer. Laura hatte beinahe das Gef�hl, wie eine Katze schnurren zu m�ssen. Als ihr Onkel dann schlie�lich fertig war, bat Laura ihn, noch zu bleiben. W�hrend sie mit nacktem Oberk�rper im Bett lag, unterhielt sie sich mit ihm, wobei Allistair feststellte, dass Laura sich nicht nur k�rperlich weit entwickelt hatte. Neben Englisch, Franz�sisch, Spanisch und Deutsch konnte sie mittlerweile auch Lateinisch, Griechisch und das alte �gyptisch. Versetzte schon dies Allistair in nicht geringes Erstaunen, gab ihm Lauras Bemerkung, dass sie mittlerweile auch einfache Hieroglyphen lesen konnte, den Rest. "Ich weiss doch auch nicht!", lachte Laura, als sie seinen Blick sah. "Das fliegt mir einfach so zu, Onkel Allistair! Ich kenne sogar den alten Witz �ber die Hieroglyphenschulen im alten �gypten." "Ach ja ? Und wie geht der ?" "Sagt der kleine Schreiber zu seinem Lehrmeister. "Meister, wie schreibt man potenter Pharao ? Mit zwei oder mit drei Hoden ?" Laura kicherte unbeschwert wie ein kleines M�dchen und auch Allistair stimmte ein, obwohl er diesen, zugegebenerma�en abgedroschenen Witz schon unz�hlige Male geh�rt hatte. Aber es war eben etwas anderes, wenn ihn seine junge, strahlend sch�ne Nichte erz�hlte. "Trotzdem, alles einfach so." Er sch�ttelte den Kopf, nachdem ihr gemeinsames Lachen verklungen war. "F�nf lebende und zwei tote Sprachen, und das mit 14. Dazu Karate, Fechten, Reiten, und Schie�en. Was willst du eigentlich mal werden?" Laura grinste frech. "Ein schlaues M�dchen! Apropos: darf ich eigentlich in deiner Bibliothek st�bern?" "Nat�rlich. Suchst du etwas Bestimmtes?" "Ja." Laura deutete mit dem Kinn auf das Amulett, das auf dem Nachtschr�nkchen lag, weil Laura es dort f�r die Dauer des Einreibens abgelegt hatte. "Dar�ber." Ihr Onkel schmunzelte. "Trotzdem hast du noch das Gef�hl, Ferien zu haben?" "Und wie!" Mit leuchtenden Augen setzte sie sich auf, griff nach ihrem Hemd und schl�pfte hinein. "Gerade weil ich bei dir bin."
In den folgenden Tagen kam zu dem an sich schon ausgef�llten Terminplan nun auch noch die Bibliothek dazu, die Laura besuchte, sobald ihr Kampftraining und das Einreiben durch ihren Onkel vorbei waren. Gegen Ende der dritten Woche ihres Aufenthaltes entdeckte sie im Zusammenhang mit dem Amulett schlie�lich etwas, was ihr Herz rasen lie�: den Orden der Aphrodite. Lauras Kopf begann zu schwimmen, als sie versteckten Hinweisen auf Zeitportale folgte. Eine Woche sp�ter hatte sie alles zusammen, was sie in der umfangreichen Bibliothk ihres Onkels dar�ber finden konnte. �berw�ltigt klappte sie die dicken Folianten und Handschriften zu, lie� sich in den Stuhl fallen und fasste in Gedanken alles, was sie gefunden hatte, zusammen. Das Amulett schien eine Art Eintrittskarte oder Mitgliedsausweis f�r den Orden der Aphrodite zu sein. Ja mehr noch, das Amulett war der Schl�ssel zu einem Zeitportal und die Inschrift auf dem Amulett deutete darauf hin, dass eine Auserw�hlte das Amulett benutzen w�rde. Dieser Orden bewachte den Aufzeichnungen zufolge irgendwo auf Zypern ein Portal, mit dem nicht nur der Raum, sondern sogar die Zeit �berwunden werden konnte. Auf gut Deutsch: der Zeitreisen erm�glichte. Der Orden bewachte jedoch nicht nur dieses Portal, sondern suchte mit Hilfe dieses Portals nach dem "kestos himas", einem mystischen Zauberg�rtel, dessen urspr�ngliche Besitzerin Aphrodite gewesen war, die schaumgeborene Tochter des Zeus und G�ttin der Liebe. Irgendwie war Cleopatra in den Besitz des G�rtels gekommen mit dessen magischen Kr�ften schien sie viele einflussreiche M�nner ihrer Zeit in ihren Bann gezogen zu haben. Doch dem Orden der Aphrodite stand der Orden der Isis gegen�ber, der den G�rtel und das Portal dazu benutzen wollte, um den Lauf der Geschichte zu ver�ndern und Cleopatra zur Herrin der gesamten Welt zu machen. Das gro�e Mysterium dabei war nur, dass dies keine Geschichte mehr war. Den B�chern von Lauras Onkel zufolge existierten sowohl die beiden Orden als auch das Portal in dieser heutigen Zeit. "Kann doch gar nicht!", murmelte Laura ablehnend vor sich hin, w�hrend sie dar�ber nachgr�belte. "Seit Einstein weiss doch jeder, dass es keine Zeitreisen geben kann." Eine Stimme erschreckte sie zu Tode. "Nicht mit wissenschaftlichen Mitteln." Laura fuhr herum und fand ihren Onkel, der hinter ihr stand. Erleichtert lie� sie die F�uste wieder sinken. Ihr Onkel legte ihr seine H�nde auf die Schultern und massierte sie sanft, w�hrend er auf ihre Aufzeichnungen blickte. "Aber du kennst ja dann sicherlich auch die Theorien von Stephen Hawking und anderer Koryph�en auf diesem Gebiet. Nicht umsonst hat Hawking bedeutende Arbeiten zum Ph�nomen der Schwarzen L�cher geleistet und zur Vereinheitlichung der Quantenmechanik und der Relativit�tstheorie. Du solltest dir unbedingt mal sein Buch 'Eine kurze Geschichte der Zeit' durchlesen. Einstein zufolge", sagte er nachdenklich, "ist mit Erreichen der Lichtgeschwindigkeit Schluss. Alles was dar�ber hinaus geht, w�rde die Materie so umformen, dass sie keine Materie mehr ist. Bis dahin sind Zeitreisen nur im Zeitraum von Bruchteilen von Sekunden angesiedelt, wie bei dem Reisen gegen die Uhr und gegen die Rotation der Erde. Doch das ist die wissenschaftliche Sichtweise, Laura." Seine Finger hinterlie�en angenehme Schauer auf Lauras Haut. Das M�dchen schmiegte den Kopf an seine Brust und lie� es sich gutgehen. Sie sp�rte allm�hlich eine tiefere Verwandschaft zu ihrem Onkel als nur die famili�re. "Dann gibt es noch die magische Sichtweise", setzte Allistair seine Erkl�rungen fort. "Und so, wie es aussieht, hast du es genau damit zu tun. Du solltest dir vielleicht auch mal die B�cher dort an der hinteren Wand ansehen." Er deutete auf einige uralte, teilweise zerrissene B�nde. "Okkultismus, Magie, Kabbalistik, Geheimkulte, Alchemie. Wie du sicherlich wei�t gibt es sehr wohl mehr Dinge zwischen Himmel und Erde. Woher hast du eigentlich dieses Amulett?" Laura erz�hlte ihm von Helena und dem Internat. Allistair wiegte nachdenklich seinen Kopf. "Es gibt Zuf�lle, die sind schon keine mehr. Ich wollte dich eigentlich holen, weil wir Besuch bekommen haben. Und wie der Zufall es will, weiss auch unser Gast einiges von diesem Orden der Isis. Er ist sogar ein - ja, ein direkt Betroffener. Sein Urgro�vater ist Anfang dieses Jahrhunderts in �gypten verschollen, und alle Spuren deuteten auf den Orden der Isis hin. Vielleicht m�chtest du auch mit ihm reden." "Wei� nicht." Unschl�ssig schaute Laura auf die Unterlagen, den Kopf voll mit Helena und den ganzen neuen Informationen. "Wie lange bleibt er?" "Mehrere Tage." "Dann rede ich morgen mit ihm." Sie hob die Arme und streckte sich gr�ndlich, dann stand sie auf und umarmte ihren Onkel, der sie z�rtlich in die Arme schloss. "Reibst du mich gleich noch mal ein?", fragte sie fl�sternd. "Vom vielen Sitzen ist mein Hintern ganz wund." Allistair lachte lautlos, w�hrend er ihre Haare streichelte. "Du gew�hnst dir hier sehr schlechte Sitten an, junge Dame." "Lieber schlecht und sch�n als gut und langweilig", konterte Laura kichernd. "Ich reite noch etwas, dann lohnt es sich wenigstens. Bis gleich." Allistair sah noch einen Wirbel aus braunen Haaren, als Laura blitzschnell den Kopf hob, dann sp�rte er ihre weichen Lippen, die sich kurz, doch sehr intensiv, auf die seinen dr�ckten. Einen Augenblick sp�ter rannte Laura hinaus. Allistair sah ihr aufgew�hlt hinterher. Schon als er seine Nichte vom Flughafen abgeholt und sie in ihrer neuen, jugendlichen Sch�nheit erblickt hatte, hatte er ein tieferes Gef�hl als nur reine Verwandtschaft zu ihr in sich aufflammen f�hlen doch dieser kleine, unschuldige Kuss jetzt... Nur Allistairs Erziehung war es zu verdanken, dass sich auf seinem Gesicht nichts von seinem inneren Sturm zeigte. Laura bewegten gleichartige Gedanken. Was sie zu dem Kuss getrieben hatte, vermochte sie nicht einmal selbst zu sagen. Auch nicht, warum sie ihren Onkel gebeten hatte, ihren Po einzureiben. Etwas in ihr hatte sie dazu veranlasst, aber was, wusste sie nicht. �u�erlich ruhig, innerlich jedoch so aufgew�hlt wie ihr Onkel lief sie auf die Stallungen zu. Thunder wieherte, als er sie erblickte. Laura winkte ihm mit links zu, w�hrend sie mit rechts ihre Reitjacke vom Haken nahm. Pl�tzlich erstarrte sie. Sie h�rte ganz leise Ger�usche, so als ob sich zwei Menschen fl�sternd unterhielten. Alles in ihr schaltete um auf Alarm. Thunder sp�rte ihre Anspannung und bewegte sich unruhig in seiner Box. Laura schlich zu ihm. Thunder streckte seinen Kopf �ber das Gatter. Laura strich ihm beruhigend �ber den Kopf, w�hrend sie den ihren langsam hin und her drehte. Sie fl�sterte Thunder noch ein paar Worte zu, die ihn endg�ltig beruhigten, und machte sich dann auf den Weg tiefer in die Stallungen. Zwei Boxen waren nicht belegt, weil diese Pferde f�r das Wochenende bei ihren Besitzern waren. Aus einer dieser beiden kamen die Ger�usche. Laura schlich sich unh�rbar n�her und in die zweite leere hinein. Dort kauerte sie sich an die Zwischenwand und sp�hte durch einen der vielen kleinen Schlitze hindurch. Was sie sah, lie� sie ein weiteres Mal erstarren. Sie sah Stephen, den 17-j�hrigen Stallburschen, der nackt auf dem Boden lag. Dass es sich um Stephen handelte, erkannte sie jedoch nur an seinen Haaren; der Rest seines Gesichtes befand sich zwischen den ebenfalls nackten Beinen der 15-j�hrigen Emily, einer Tochter einer der vielen Angestellten, die Haus und Hof in Ordnung hielten, und die bereits gelegentlich als Kammerm�dchen arbeitete. Auch der Rest von ihr war unbekleidet. Mit angehaltenem Atem brachte sich Laura in eine bessere Position und sah nun, dass Stephens Mund an Emilys Scheide herum machte. Laura riss Mund und Augen auf. Sie hatte geh�rt, dass es so etwas gab, jedoch noch nie gesehen; weder auf Bildern noch in Wirklichkeit. Sie brachte ihre Augen so nahe wie m�glich an das rauhe Holz und ignorierte den kleinen Holzspan, der sich in die Haut �ber ihrem Wangenknochen dr�ckte. Fasziniert beobachtete sie, wie Stephen Emilys Scheide k�sste und sogar leckte. Ab und zu sah es so aus, als w�rde er seine Zungenspitze in ihre Scheide schieben, was Laura kurz schwindelig werden lie�. Das 15-j�hrige M�dchen seufzte und st�hnte unterdr�ckt, um keinen unn�tigen Krach zu machen. Lauras Blick wanderte nach unten, zu Stephens H�fte. Sie entdeckte sein Glied, das stolz in die Luft ragte. Laura pfiff lautlos durch die Z�hne. Es sah verdammt gro� aus. Gebannt hockte sie sich zurecht. Wenn sie Gl�ck hatte, w�rde sie noch viel mehr zu sehen bekommen. Thunders ungeduldiges Wiehern ignorierte sie mit etwas schlechtem Gewissen. Reiten konnte sie immer, aber das hier... Das war einmalig. Lauras Blick ging wieder zur�ck zu Stephens Zunge, die schnell �ber Emilys Scheide leckte, hoch zu Emilys gro�en Br�sten, die von Stephens H�nden kr�ftig gedr�ckt und geknetet wurden, und wieder zur�ck zu ihrer Scheide. Die ganzen Neckereien und Anz�glichkeiten, die sie im Duschraum des Internats geh�rt hatte, bekamen eine ganz neue Dimension. Laura sp�rte ein leichtes Ziehen in ihrem Unterleib, als sie den beiden zusah; ein Ziehen, wie sie es bisher nur bekommen hatte, wenn ihr Onkel ihre Br�ste ein�lte. Nur war das Ziehen jetzt um Einiges st�rker. Emilys St�hnen wurde immer tiefer, und der 15-J�hrigen fiel es ganz offensichtlich schwer, leise zu sein. Pl�tzlich riss sie den Kopf nach hinten, w�hrend sie ihren Unterleib wieder und wieder gegen Stephens Gesicht dr�ckte. Der 17-J�hrige schien an ihrer Scheide herum zu kauen; das konnte Laura nicht so gut sehen. Als Emily sich dann st�hnend entspannte, warf Stephen sie herum, auf den R�cken. Einen Moment sp�ter lag er �ber ihr. Laura biss sich vor Aufregung auf einen Finger, als sie sah, wie er sein Glied in Emilys Scheide schob und begann, es schnell hinein und heraus zu bewegen. Das war es! Das war das Richtige! So ging das also! Diese Gedanken und noch viele weitere fuhren durch ihren Kopf, w�hrend sie die beiden beobachtete. Ihre Augen klebten gebannt an Stephens Glied, das wieder und wieder in Emily verschwand, wobei sowohl Stephen wie auch Emily unterdr�ckt schnauften und st�hnten, bis der 17-J�hrige pl�tzlich tief grunzte und weisses Zeug aus Emilys Scheide lief. "Mann!", h�rte sie die 15-J�hrige leise jammern. "Du solltest doch vorher raus ziehen!" "Ging nicht mehr!" Stephen bohrte sich keuchend so tief in sie wie nur m�glich, w�hrend Emily leise schimpfte. "Ging nicht mehr! Du hast gut reden! Du musst ja niemandem erkl�ren, warum dein Bauch immer dicker wird. Und was soll dann aus mir werden ? "Nun h�r mal auf", versuchte Stephen sie atemlos zu beruhigen. "Wird schon gutgehen." "Jeder halbwegs vern�nftige Junge w�rde Gummis benutzen. Aber daf�r bist du zu geizig." "Emily!" Stephen lie� sich lachend auf sie sinken und k�sste sie. Doch Emily machte sich widerspenstig frei. "Jawohl! Geizig bist du. Geizig wie ein richtiger Schotte." "Bin ja auch einer." Er strich ihr sanft �ber das Haar. "Ich habe was gespart. Wenn's wirklich schief geht, finden wir schon einen Weg. Ganz bestimmt. Was immer passiert, ich bleibe bei dir und halte zu dir." Emily maulte noch ein bisschen herum, dann siegten Stephens Worte. Laura schaute noch zu, wie die beiden sich leidenschaftlich k�ssten, bevor sie wieder aus der Box huschte und lautlos zum Eingang der Stallungen lief. Dann machte sie kehrt. "Thunder!", rief sie laut. "Lust auf Reiten?" Der Hengst wieherte laut. Lachend lief Laura zu ihm, �ffnete die Box, f�hrte ihn hinaus und schwang sich auf seinen R�cken. W�hrend Thunder los jagte, waren Lauras Gedanken noch bei Stephen und Emily.
Als sie zur�ck kehrte, war es schon zehn Uhr, und als sie Thunder gestriegelt und gef�ttert und noch etwas mit ihm geschmust hatte, fast elf. Im Haus selbst war es fast totenstill, nur aus dem B�ro ihres Onkels drangen noch Stimmen: die ihres Onkels und eine ihr unbekannte. Das musste der Gast sein, den ihr Onkel erw�hnt hatte. Laura spielte kurz mit dem Gedanken, hinein zu gehen, �berlegte es sich jedoch sofort anders und lief in die K�che, wo einige Angestellte noch Ordnung f�r den n�chsten Morgen schafften. Sie wandte sich an Doreen, eine umg�ngliche Frau Anfang Vierzig und gleichzeitig Emilys Mutter, zu der Laura ein gutes Verh�ltnis hatte. "Ja, Miss Crofft?", fragte Doreen, als Laura vor ihr stand. "Ich suche Emily", sagte Laura. "Wissen Sie, wo sie ist ?" "Bestimmt in ihrem Zimmer." Doreen erkl�rte ihr den Weg. Wenig sp�ter stand Laura aufgeregt vor der T�r und klopfte leise. Sie bef�rchtete halb, dass Emily schon schlief, doch die 15-J�hrige war noch wach. Emily �ffnete die T�r und erschrak. "Miss Crofft! Was -" "Alles in Ordnung", beruhigte Laura sie schnell. "Kann ich mal mit dir reden?" "Nat�rlich. Kommen Sie bitte herein." Laura betrat die kleine Kammer, die jedoch ordentlich und aufger�umt war. Laura setzte sich auf Emilys Bett, von der 15-J�hrigen �ngstlich beobachtet, und suchte einen Moment nach den richtigen Worten. Schlie�lich entschied sie sich f�r den kollegialen Weg. "Du hast Feierabend, nicht wahr?", fragte sie das M�dchen. Emily nickte. "Gut. Dann sag Laura zu mir." Sie wischte Emilys Einspruch mit einer Handbewegung beiseite. "Ich will was von dir wissen", sagte Laura leise. "Etwas sehr - pers�nliches. Wenn du dann 'Miss Crofft' zu mir sagst, komme ich mir doof vor." Sie beugte sich etwas nach vorne und holte tief Luft. "Was ist das f�r ein Gef�hl?", fragte sie mit ihrem ganzen Mut. "Ich meine, da - da unten jemand anders dran zu lassen?" Emily wurde bleich wie ihr weisses Bettlaken. Sofort sprang Laura auf und umarmte sie. Es kostete viele Worte, bis Emily endlich wieder ruhig wurde und erkannte, dass Laura nicht daraus auf war, ihr Schwierigkeiten zu machen. Und dann dauerte es noch bis fast ein Uhr morgens, bis Laura endlich alles wusste, was ihr auf der Seele lag. Zufrieden und dankbar w�nschte sie Emily eine Gute Nacht, gab ihr f�r den n�chsten Vormittag frei und lief dann in ihr Zimmer, wo sie sofort ins Bett fiel.
Sie wachte erst gegen neun Uhr auf. Hektisch sprang sie aus dem Bett, h�pfte fl�chtig unter die Dusche, rannte in den Speisesaal und schlang ihr Fr�hst�ck herunter. Weil es so sp�t war, ritt sie nur eine Stunde mit Thunder aus, bevor es Zeit f�r ihre Fechtstunde wurde. Ihren Onkel sah sie erst danach am Schie�stand, wo er bereits auf sie wartete. "Morgen!" Laura warf sich an ihn und dr�ckte ihn entschuldigend. "Ich hab etwas verschlafen." "Ich wei�, macht die gute Landluft." Er strich ihr l�chelnd �ber die Wange. "Als du nicht zum Fr�hst�ck gekommen bist, habe ich kurz nach dir gesehen. Du siehst s�� aus, wenn du schl�fst." "Du spionierst mich aus?", fragte Laura mit einem verschmitzten L�cheln. Ihr Onkel nickte mehrmals. "Pausenlos. Wie geht es deiner Kehrseite?" "Gut. Wieso?" Dann erinnerte sich Laura an den gestrigen Abend. "Ach ja! Mir ist was dazwischen gekommen. Tut mir sehr leid, Onkel Allistair. Ich -" Ein Trommelfeuer von Sch�ssen lie� Laura zusammen fahren. Ihr Onkel dr�ckte sie lachend an sich. "Das ist unser Gast. Er �bt mit einer MP - 5N. Was wissen wir denn noch �ber diese Waffe?" Laura wiederholte, was sie gelernt hatte, w�hrend ihre Ohren auf die Sch�sse gerichtet waren. Es machte ihr Spa� ihrem Onkel immer wieder beweisen zu k�nnen, was f�r ein unglaubliches Ged�chtnis sie hatte und wie leicht sie sich auch komplizierte Sachverhalte einpr�gen konnte. "Die Maschinenpistole - 5 Navy - Ausf�hrung, daher kommt die Bezeichnung MP - 5N, ist eine Waffe von Heckler & Koch. Manche meinen sie ist die beste Maschinenpistole der Welt. Auf jeden Fall ist es eine erstklassige Ingenieurskunst und zeigt deutlich die ber�hmte deutsche Qualit�tsarbeit. Die Uzi der Israelis ist zwar weltweit ber�hmt, auch weil sie sich problemlos von M�nnern unter dem Jackett tragen l��t, aber die MP - 5 N ist nun mal das Ma� aller Dinge. Sogar das US Marine Corps verwendet sie. Au�erdem wird die Waffe von den SEALs, der Delta Force, der deutschen GSG - 9 sowie der SAS und die SWAT - Teams der Polizei, seien es FBI - Geiselbefreiungseinheiten oder die deutsche Polizei, sogar das New Scotland Yard verwendet sie. Bei der Waffe benutzt man die gleiche NATO - Standardmunition Kaliber 9mm wie bei der M9 Beretta und anderen automatischen Pistolen. Was den Vorteil hat, das man nicht soviel verschiedene Munitionssorten mit sich herumschleppen mu�." Erkl�rte Laura absolut sicher und kompetent alle weiteren Fragen die ihr Allistair zu den wesentlichen Merkmalen der Waffe stellte. Auch die n�chsten Fragen ihres Onkels �ber Pulvermischungen und Legierungen beantwortete sie zwar abwesend, doch v�llig korrekt. Schlie�lich hatte ihr Onkel ein Einsehen und ging mit ihr in den Schie�stand, einen langen, flachen Bau aus Stahlbeton. Laura entdeckte sofort einen Mann, der gerade ein neues Magazin in eine schwarz gl�nzende Maschinenpistole schob. Hastig griff sie nach den Ohrensch�tzern und setzte sie auf, genau wie ihr Onkel. Keine Sekunde zu sp�t. Die dr�hnenden Sch�sse rissen sowohl gro�e L�cher in die Zielscheibe als auch in Lauras Nerven. Sie konnte nicht verstehen, wieso dieser Mann Dutzende von Kugeln auf die papierene Figur eines Menschen jagte, wenn doch eine oder zwei Kugeln ausreichten, ihn auszuschalten. Der Mann jedoch feuerte das ganze Magazin leer, griff dann mit links in seine Hemdtasche, kramte eine Zigarette heraus und z�ndete sie an dem gl�hend hei�en Lauf der MP an, bevor er die Waffe schlie�lich auf den Tisch legte und sich umwandte. Sein Blick fiel zuerst auf Allistair, dann auf Laura. Beide erschraken sichtlich. Laura, weil das Gesicht dieses Mannes vom Leben gezeichnet war, und weil seine Augen fast tot wirkten; der Mann, weil er urpl�tzlich auf Laura reagierte, k�rperlich wie seelisch. Das M�dchen sprach ihn an wie kein Mensch vorher. Laura sp�rte, wie ihr Onkel ihr den Ohrenschutz abnahm. Sie blinzelte verwirrt und drehte sich zu ihm um. "Das ist Greg Martin", stellte ihr Onkel den Mann vor. "Unser Gast. Greg, das ist Laura, meine Nichte." Die beiden tauschten einen leichten H�ndedruck aus, w�hrend dem Laura fasziniert die tiefen Linien in Gregs Gesicht musterte. "Ist was anderes als die perfekten Menschen, die du sonst zu sehen bekommst, was?", h�rte sie seine verbitterte Stimme sagen. Sie blickte in seine Augen und versp�rte pl�tzlich viel mehr Mitleid mit diesem Menschen als Wut. Sie l�chelte. "Ja. Aber perfekte Menschen sind langweilig. Ihr Gesicht ist viel interessanter, Mr. Martin. Es erz�hlt sehr viele Geschichten, gute wie schlechte." Ihre Stimme drang durch Gregs Verbitterung und r�hrte ihn an. Er neigte kurz den Kopf, gleichzeitig eine Entschuldigung seiner und eine Anerkennung ihrer Worte. "Bitte entschuldigen Sie mich", sagte er dann. "Ich habe noch etwas zu arbeiten." Bevor Laura oder ihr Onkel etwas sagen konnten, war Greg Martin bereits verschwunden. Laura sah ihm verbl�fft hinterher. "Das ist ja 'ne Type!", entfuhr ihr. Ihr Onkel legte lachend seinen Arm um ihre Schultern. "So kann man es sagen. Greg hat allerdings eine ziemlich harte Zeit hinter sich. Er meint es nicht pers�nlich, wenn er so grob ist. Legen wir los?" Laura sammelte sich und nickte. "Ja." Sie ging zu dem Platz, an dem Greg vorher ge�bt hatte, und nahm die MP auf. "Puh! Die ist schwer!" Ihr Onkel nickte zustimmend. "Das ist eine AK-47. Mikhail Timofeyevich Kalashnikov hat sie 1946 entworfen, und 1949 wurde sie die Standardwaffe des russischen Milit�rs, bis sie von der AKM abgel�st wurde. Kolben und Pistolengriff sind aus Holz, ebenso die H�lfte des Laufes. Die Waffe wiegt 4.300 Gramm. Effektive Schussweite 1.500 Meter, wird jedoch meistens nur bis 300 Meter eingesetzt. Sie kann bis zu 600 Runden pro Minute feuern, wobei das Magazin in der Regel jedoch nur etwa 30 Runden enth�lt. Die Waffe wurde urspr�nglich ohne Bajonett entworfen; das kam erst sp�ter dazu. Sie kann umgeschaltet werden auf automatisches Feuern oder halbautomatisches. Die IRA hat gesch�tzt etwa 1.200 St�ck davon in ihrem Besitz. Mal probieren?" "Klar!" Lauras Augen leuchteten auf. Sie schaute aufmerksam zu, wie ihr Onkel ein neues Magazin einsetzte, dann dr�ckte sie den Kolben an die Schulter, richtete den Lauf auf die Papierfigur und zog den Abzug durch. Im n�chsten Moment wurde sie von dem R�cksto� gegen ihren Onkel geschleudert, der das schon vorausgesehen hatte und sie mit einem Arm auffing, w�hrend er mit der anderen Hand schnell nach der Waffe griff, deren Lauf unkontrolliert hin und her wackelte. Entgeistert st�tzte sich Laura an ihren Onkel, dessen lautes Lachen ihre Verwirrung noch vergr��erte. F�r einen Moment stieg Wut in ihr auf, dann lachte sie herzhaft mit, sich die schmerzende Schulter reibend. Den Rest der Stunde verbrachte sie damit, die AK-47 auseinander zu nehmen, zu reinigen, und wieder zusammen zu setzen. Um viele Erfahrungen reicher verlie� sie dann mit ihrem Onkel den Schie�stand, sich auf dem Weg zum Haus an ihn dr�ckend. "Onkel Allistair?", fragte sie leise. "Darf ich dich mal was fragen?" "Das tust du doch gerade." "Was anderes." Sie sah ihn kurz an und sah ihn nicken. "Warum hast du nie wieder geheiratet?" "Nach Elizas Tod? Nie die Richtige gefunden." Sein Ton war locker, doch Laura sah die Trauer in seinen Augen. Impulsiv gab sie ihm einen Kuss auf die Wange. "Kommt bestimmt noch", sagte sie �berzeugt. "Ganz bestimmt." "Das glaube ich eigentlich nicht." Er zog sie leicht an sich. "Eliza war die Richtige, Laura. Sie f�r mich, und ich f�r sie. Ohne sie..." Er stie� leise die Luft aus. "Ohne sie fehlt mir etwas im Leben. Nur deswegen ist hier so viel Betrieb. Ich fechte, ich reite, ich spiele Golf und Tennis, ich �be Karate, ich st�rze mich in die Geschichte... Alles nur aus Langeweile, um nicht nachdenken zu m�ssen. Aber du bist bestimmt nicht hier, weil du dir meine Sorgen anh�ren willst." "Nein", erwiderte Laura l�chelnd. "Ich bin hier, weil ich gerne bei dir bin. Weil ich dich mag. Mit deinen Sorgen. Was gibt's heute zu essen?" "R�cken vom Wild." Er griff blitzschnell nach ihr, hob sie am Bauch hoch und biss sie leicht in den R�cken. Laura quietschte lachend auf und zappelte, bis er sie wieder auf die F��e stellte. Dann kuschelte sie sich an ihn und ging mit ihm ins Haus. Beim Essen war Greg Martin nicht zu sehen. Laura entdeckte ihn erst w�hrend ihrer Kampfstunde. Er sa� ein gutes St�ck abseits auf dem Boden, den R�cken an die Mauer hinter ihm gest�tzt, und sah ihr zu. Laura machte dies nichts aus; Claude Denassiere forderte und bekam ihre ganze Aufmerksamkeit. Die letzten drei Wochen �ber hatte Laura viel von ihren Hemmungen abgebaut. Sie sagte sich, wenn Claude keine Hemmungen hatte, sie zu schlagen, musste auch sie keine haben. Entsprechend hart ging das Training �ber die B�hne, und nachdem sie zwei Mal einen erfolgreichen Schlag angebracht hatte, erntete sie das allererste Lob von ihm. Noch w�hrend sie �ber alle Ohren strahlte, knallte seine Hand gegen ihren Kopf und gab ihr eine Ohrfeige; begleitet von seiner ernsten Ermahnung, niemals unaufmerksam zu sein. F�r einen Moment stand Laura ganz dicht davor, zu platzen, doch dann siegte die Vernunft. Sie nickte, auch wenn es ihr noch so schwer fiel, und war wieder konzentriert bei der Sache. Nach der Stunde blieb sie noch etwas auf dem Innenhof, um die verspannten Muskeln zu lockern. Aus den Augenwinkeln sah sie Greg Martin n�her kommen. "Der Kerl hat was drauf", h�rte sie ihn sagen. Laura drehte sich l�chelnd zu ihm um. "O ja! Er zeigt mir erst die sauberen Techniken und dann die schmutzigen Tricks, wie man sie umgeht. Ist schon cool. K�nnen Sie auch k�mpfen?" Greg verzog zynisch das Gesicht. "Ich kann �berleben. Und das auch nur so gerade. Darf ich mal fragen, warum ein junges M�dchen wie du k�mpfen will?" "Puh!" Laura stie� den Atem aus. "Keine Ahnung. Ich treibe liebend gerne Sport, und irgendwie ist eins zum anderen gekommen. Karate mach ich, seit ich f�nf bin. Aber erst seit vier Jahren richtig intensiv." Sie t�nzelte spielerisch auf der Stelle herum, die F�uste erhoben, das Gesicht zu einem erwartungsvollen Lachen verzogen. "Wollen wir mal?" Greg winkte m�rrisch ab. "Keine Lust. Au�erdem schlage ich keine Kinder." "Feigling!" Laura lie� die F�uste sinken. Im n�chsten Augenblick dr�ckte Greg ihr die Kehle zu, mit einer so schnellen Bewegung, dass Laura keine Chance hatte, zu reagieren. Greg grinste sarkastisch. "Niemals unaufmerksam sein, Miss Crofft. Sonst gibt's hei�e Ohren." Er lie� sie los, drehte sich um und ging. Laura sah ihm kochend vor Wut nach. Mit in der Tat hei�en Ohren. "Sie sind doch ein Feigling!", rief sie ihm aufgebracht hinterher. "Sonst w�rden Sie fair k�mpfen!" "Das Leben ist niemals fair, Kleine", erwiderte Greg, ohne sich umzudrehen. "Niemals. Gew�hn dich schon mal daran." Laura versp�rte den heftigen Impuls, ihm ins Kreuz zu springen. Gewaltsam riss sie sich von diesem verf�hrerischen Gedanken los und drehte ihm den R�cken zu. "Bl�dmann!", fauchte sie leise, w�hrend sie auf der Stelle h�pfte, um Adrenalin abzubauen. "Eingebildeter Laffe! Wo andere ein Gehirn haben, ist bei dem nur ein Schild mit der Warnung: 'Achtung! Vakuum!' Kein Wunder, dass der so abgerissen aussieht. Der ger�t doch todsicher mit jedem in Streit. Hat die Erziehung wohl wie 'ne Suppe mit der Gabel gegessen. Wahrscheinlich ist der nur hier, um Onkel Allistair anzupumpen. Und dann geht er das Geld todsicher in der n�chsten Kneipe versaufen. Der Kerl ist doch Dutzendware! Abschaum! M�chte mal wissen, was der �berhaupt hier zu suchen hat. Von wegen Gast. Geist wohl eher." Sie schlug und trat nach imagin�ren Gegnern, bis sie sich einigerma�en ausgetobt hatte. Dann ging sie duschen. Nach dem Duschen schl�pfte sie in ein leichtes T-Shirt und Shorts. Als sie wieder in ihr Zimmer kam, entdeckte sie ihren Onkel, der in einem Sessel sa� und in einem Buch las. Er sah auf, als er sie h�rte, legte das Buch weg und stand auf. "Es gab Streit?", fragte er besorgt. "Zwischen dir und Mr. Martin?" "Nein", erwiderte Laura k�hl. "Er hat mir nur bewiesen, dass er ein Idiot ist. Was treibt er �berhaupt hier?" "Komm her." Er zog sie zu dem Sessel, setzte sich hin und lie� Laura sich auf die Lehne setzen. W�hrend er ihre H�nde hielt, erz�hlte er ihr von Gregs Urgro�vater Paul Martin, seinem Verschwinden im Jahre 1906 und Gregs Suche nach ihm. Er verschwieg auch nicht Gregs Alkoholproblem und seinen seelischen Zustand. "Vor knapp drei Jahren habe ich ihm geschrieben, dass ich neue Informationen �ber seinen Urgro�vater h�tte", schlo� Allistair seinen Bericht. "Monate sp�ter, als ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, stand er pl�tzlich hier vor der T�r. Er sah aus wie sein eigener Geist, Laura. K�rper und Seele vom Alkohol so gut wie zerst�rt. Er hat sich von �gypten aus nach Schottland geschmuggelt, zwischen allen m�glichen Viehtransporten. Ein Wunder, dass er es bis hierher geschafft hat. Ich habe ihn noch am gleichen Tag in ein Institut gebracht, wo ihm der Alkohol ausgetrieben wurde. Leider ist er jedoch mehrmals r�ckf�llig geworden. Seit gut einem Jahr ist er jetzt jedoch trocken, und seitdem geht es aufw�rts mit ihm." Er seufzte leise, w�hrend Laura ihm gebannt zuh�rte. "Er sucht nach dem Orden der Isis, jedoch in Richtung seines verschwundenen Urgro�vaters. Der Orden hat direkt etwas damit zu tun; so viel hat er schon heraus gefunden. Du suchst dagegen nach deiner verschwundenen Freundin Helena und dem Orden der Aphrodite, der wiederum mit dem Orden der Isis etwas zu tun hat. Was h�ltst du davon, wenn wir uns alle zusammen setzen und austauschen? Vielleicht wei� er etwas, was dir hilft, und umgekehrt? Was meinst du dazu?" Laura verzog schmollend den Mund. "Das schl�gst du doch nur vor, weil du willst, dass ich mich mit ihm vertrage." "Nein", lachte Allistair leise. "Ich schlage das vor, weil ich wei�, dass ein Gedankenaustausch von Vorteil ist. Na komm. Gib dir einen Ruck." "Nein." St�rrisch lie� sich Laura in seinen Scho� sinken. "Ich mag nicht mit dem reden. Der ist doch doof!" Allistair fuhr ihr grinsend durch das Haar. "Und was bist du?" "Knurrig." Kichernd dr�ckte sie ihn und genoss seine Hand in ihrem Haar. Sie schloss die Augen und brummte leise, voller Wonne. Dann sp�rte sie etwas, was sie im ersten Moment nicht einordnen konnte, doch als sie erkannte, was es war, begann ihr Herz vor Aufregung zu rasen. Unwillk�rlich dr�ckte sie ihren Po fester an diese harte Stelle, die vor kurzem noch weich gewesen war, w�hrend sie ihren Onkel etwas fester umarmte. "Ich hab dich lieb!", fl�sterte sie ihm ins Ohr. "Ich dich auch." Seine Lippen ber�hrten fl�chtig ihre Wange. "Na komm. Reden wir mal alle zusammen." Laura seufzte �bertrieben laut. "Aber nur, weil du's bist. Noch nicht!", rief sie schnell, als ihr Onkel Anstalten machte, aufzustehen. Sie presste sich kr�ftig an ihn. Allistair lachte wieder. "Du bist einmalig, Laura. Schl�gst einen Karatelehrer zusammen und spielst jetzt verschmustes K�tzchen. Kriegst du das wenigstens f�r dich auf die Reihe?" "Besser als du denkst." Kichernd vergrub sie ihr Gesicht an seinem Hals, w�hrend Allistair mit beiden H�nden sanft durch ihr Haar fuhr. Laura seufzte voller Genuss. "�lst du mich nachher ein?", fragte sie wispernd. "Ich hab heute wieder viel einstecken m�ssen." Allistair z�gerte einen Moment. Laura sp�rte, wie er tief einatmete. "Versteh das jetzt nicht falsch", sagte er leise. "Aber du bist nicht unbedingt auf das Ein�len angewiesen." Laura verstand es nicht falsch. Sie verstand genau richtig. Auch sie hatte schon dar�ber nachgedacht, sich von ihrem Onkel an der Brust streicheln zu lassen; einfach weil es ein so sch�nes Gef�hl war. Aber das Ein�len war f�r beide ein guter Grund daf�r. Diesen Schritt nun h�tte sie trotz ihres Mutes nicht so einfach gewagt. Auch sie z�gerte einen Moment, bevor sie nach seiner Hand griff und zu ihrer kleinen Brust f�hrte. Als sich seine Finger auf das Fleisch unter dem T-Shirt legten, erschauerte sie voller Wonne. "Du wei�t, dass wir das f�r uns behalten m�ssen?" Sie nickte schnell. "Ja. Mach weiter." Sie zog an ihrem T-Shirt, bis es vollst�ndig aus der Hose heraus war, und wartete ab. Es dauerte nur einen Augenblick, bevor die Hand ihres Onkels unter den Stoff ging und sich auf ihre Brust legte. Laura seufzte unwillk�rlich, und als ihr Onkel dann auch noch mit seinen Lippen �ber ihre Wange fuhr, drehte sie den Kopf zu ihm, ihre Augen auf seinen Mund gerichtet. Allistair �berlegte nicht lange. Zu lange hatte er vor Laura verheimlichen m�ssen, dass sie ihn mehr als nur verwandtschaftlich ansprach, und zu lange hatte er sich am Riemen reissen m�ssen, wenn er mit ihr zusammen war. Alle aufgestaute Energie legte sich in seine Lippen, als er Laura k�sste und ihren kleinen Busen streichelte. Laura war im ersten Moment von der Intensit�t des K�sses geschockt, doch dann schlug das Ziehen in ihrem Unterleib mit voller Wucht zu. Auch sie verga� Verwandtschaft und alle sonstigen Dinge und gab sich den H�nden und Lippen ihres Onkels voll und ganz hin. Kurz dachte sie an die Theaterprobe mit Helena im Park des Internats und an den Kuss damals, doch das war - im wahrsten Sinn des Wortes - Kinderkram gewesen im Vergleich zu diesem Kuss jetzt. Und selbst als Allistairs Zunge Einlass in ihren Mund forderte, erschien es Laura als die nat�rlichste und gleichzeitig sch�nste Sache der Welt. F�r einen Moment sah sie Stephen und Emily im Pferdestall vor sich und erschauerte heftig vor Verlangen. Ihr Kuss wurde intensiver, fordernder. Sie sp�rte die Hand ihres Onkels an ihrer Short, dann lie� der Druck des Bundes nach, als der Knopf offen war. Kurz zuckte Angst auf, doch schon lagen zwei Finger auf ihrem H�schen und dr�ckten auf eine Stelle, die bei Laura jedes Denken ausschaltete und nur noch Lust zulie�. St�hnend vor Wonne leckte sie die Zunge ihres Onkels ab, dr�ckte ihre kleine Brust in seine Hand und ihren Unterleib gegen seine Finger, die einen Schauer nach dem anderen durch ihren jungen, noch recht unerfahrenen K�rper jagten. Pl�tzlich f�hlte sie sich hoch gehoben. Sie �ffnete erschrocken die Augen und begegnete dem warmen, z�rtlichen Blick ihres Onkels, der jegliche Angst vertieb. Voller Vertrauen schmiegte sie sich an ihn und lie� sich von ihm auf das Bett legen. Im n�chsten Moment schlossen sich seine Lippen um ihre linke Brust, w�hrend seine Hand wieder in ihre Shorts ging und ihre Scheide durch das H�schen rieb. Laura st�hnte laut, als die Lust in ihr zu ungeahnten H�hen aufstieg. Wie aus eigenem Willen zerrten ihre H�nde an der Shorts, die durch Allistairs Hilfe Sekunden sp�ter auf dem Boden landete. Laura zog ihren Onkel vollst�ndig in ihr Bett und wollte sich auf ihn schwingen, wie Emily auf Stephen, als ihr einfiel, dass sie ja noch ihr H�schen anhatte. Doch es auszuziehen traute sie sich nicht. Daf�r war das alles noch viel zu neu. Doch es war auch gar nicht n�tig. Ihr Onkel hatte ihre Bewegungen aufgrund seiner Erfahrung v�llig richtig interpretiert. Er dr�ckte sich ohne viel Gewalt zwischen Lauras sportliche Schenkel, senkte seinen Kopf und k�sste ihre Scheide durch den Stoff hindurch. Laura schrie fast vor Lust, als sie das sp�rte. Ein Schauer nach dem anderen raste durch sie hindurch, jeder st�rker als der vorherige, und v�llig �bergangslos wurde ihre Welt blendend weiss. Sie sp�rte nur noch eine Lust, wie sie sie noch niemals zuvor erlebt hatte, und hatte das Gef�hl, v�llig schwerelos durch schneeweisse Wolken zu fliegen. Ihre Scheide dr�ngte sich wie von eigenem Leben erf�llt wieder und wieder gegen das Gesicht ihres Onkels, bis sie keinen Funken Kraft mehr in sich hatte und v�llig erledigt und schwer atmend in ihrem Bett lag und nach Luft schnappte. Sie merkte an den Bewegungen des Bettes, dass ihr Onkel sich neben sie legte, dann strichen seine H�nde sanft und leicht �ber ihren ganzen K�rper. Gl�cklich schmiegte sich Laura an ihn, wortlos das Nachgef�hl des st�rksten Orgasmus ihres Lebens genie�end. Wie lange es gedauert hatte, bis ihr Kopf wieder klar war, vermochte sie hinterher nicht zu sagen, doch es war ihr auch gleichg�ltig. �usserst zufrieden kuschelte sie sich an ihren Onkel, gab ihm eine Reihe von schnellen K�ssen auf den Mund, dann abschlie�end einen langen. An ihrem Unterleib sp�rte sie eine harte Stelle von ihm. Ihre Hand glitt zu seiner Hose, �ffnete sie und zog das steinharte Glied hervor. Sie hatte das, was sie nun tun wollte, noch nie gemacht, doch von den Erz�hlungen aus dem Duschraum - mochten sie nun stimmen oder erfunden sein - wusste sie so einigerma�en, was sie wie machen musste. Ihre Hand schloss sich um sein Glied und begann, sich auf und ab zu bewegen. An den Ger�uschen ihres Onkels konnte sie erkennen, dass sie es richtig machte. Sie schob ihre Zunge in seinen Mund und leckte ihn aus, w�hrend sie die Hand gleichm��ig schnell bewegte. Dann sp�rte sie die Finger ihres Onkels wieder an ihrer Brust, und sofort erwachte die Lust wieder. Ihre Hand wurde schneller und schneller, und pl�tzlich grunzte ihr Onkel wie Stephen. Laura sp�rte etwas Heisses an ihrem nackten Bauch. Gl�cklich dar�ber, dass sie es ihrem Onkel so sch�n machen konnte wie er ihr, pumpte sie weiter, bis er schwer atmend ihre Hand festhielt. Laura schmiegte sich ganz eng an ihn, genoss den Geruch seiner Haut und k�sste ihn, bis er vor Atemnot nicht mehr konnte. Als ihr Onkel schlie�lich den Kopf hob und den Mund �ffnete, lie� Laura ihn gar nicht zu Wort kommen. "Ich weiss!", kicherte sie. "Auch das muss unter uns bleiben." "Das w�re von Vorteil." Er zog sie kr�ftig an sich. "F�r uns beide." "Ich weiss", erwiderte sie nun ernst. "Das machen wir jetzt aber doch �fter, oder? Ich meine, ein Mal oder zehn Mal... Wo ist der Unterschied?" "Wie oft m�chtest du es denn machen?" Seine Augen lie�en nicht erkennen, was er dachte. Laura runzelte die Stirn, dann lachte sie hell und ausgelassen. "T�glich vier Mal? Einverstanden?" "F�r den Anfang sollte das reichen." Er zog sie schmunzelnd in seine Arme. "Danke, Laura. Das tat richtig gut." "Mir auch." Gl�cklich und zufrieden rutschte sie zurecht und lag dann still. Ihre Sinne verfolgten den Samen ihres Onkels, der langsam �ber ihren Bauch floss. Schlie�lich regte ihr Onkel sich. "Wir d�rfen Greg nicht so lange warten lassen", meinte er bedauernd. Er gab ihr einen sanften Kuss. "Ich hasse es wie die Pest, meine Partnerin einfach so liegen zu lassen, aber ich muss mich um Greg k�mmern. Du kommst gleich nach?" "Sobald ich mich etwas gewaschen habe." Sie dr�ckte ihn noch ein Mal st�rmisch. "Mach dir keine Sorgen, Onkel Allistair. Ich weiss schon, wie du das meinst. Bis gleich." Sie sah ihrem Onkel zu, wie er sich wieder richtig anzog und dann mit einem letzten, bedauernden L�cheln ihr Zimmer verlie�. Dann sprang sie auf und lief schnell ins Bad. Als sie gewaschen zur�ck kam, schaute sie auf ihr nasses Bett. Da sie kein Dienstm�dchen mit solch intimen Dingen konfrontieren wollte, k�mmerte sie sich kurz entschlossen selbst darum. Eines der wenigen n�tzlichen Dinge die man in einem Internat mit einem gro�en Schlafsaal lernte, war wie man Betten machte. Schnell beseitigte Laura alle verr�terischen Spuren und lief dann hinunter, in das B�ro ihres Onkels. im Kopf schon einen fertigen Plan. Sie fand die beiden M�nner um den gro�en flachen Tisch im B�ro ihres Onkels versammelt, auf dem Unmengen von Papieren und B�chern ausgebreitet waren. Laura entdeckte ihre eigenen Aufzeichnungen darunter. Sie nickte Greg nur kurz und k�hl zu und setzte sich dann dicht neben ihren Onkel. "Also?", fragte sie ihn munter. "Wer f�ngt an?" "Ich. Um es ganz kurz zu machen, Laura: Greg hat in �gypten wie gesagt fast zwanzig Jahre lang nach seinem Urgro�vater gesucht. Besser gesagt: nach Hinweisen. Da sein Urgro�vater 1906 schon �ber Vierzig war, ist kaum davon auszugehen, dass er noch lebt. Das war auch nicht Gregs Ziel. Greg suchte vielmehr nach Spuren, die ihm verraten sollten, was mit Paul - seinem Urgro�vater - geschehen war, doch das Einzige, was er heraus finden konnte, waren Hinweise auf den Orden der Isis." "Nicht gerade viel", meinte Laura etwas arrogant. "Da habe ich ja in einer Woche mehr gefunden." "Du hast auch nicht in dreckigen Seitenstra�en suchen m�ssen", erwiderte Greg bitter. "Oder dich gegen auf dich angesetzte M�rder wehren m�ssen. Au�erdem hat Allistair erst k�rzlich all diese B�cher entdeckt, aus denen das Wissen von Fr�ulein Ich-wei�-eh-alles-besser momentan stammt. Ich h�tte meinen Arsch auch lieber auf einem bequemen Stuhl ausgeruht. Wie diese G�re hier." "Die G�re wird Ihnen gleich mit nacktem Arsch ins Gesicht springen!", erwiderte Laura hitzig. "Wenn mein Onkel nicht um dieses Gespr�ch gebeten h�tte, w�rde ich Sie �berhaupt nicht zur Kenntnis nehmen!" "Das mit dem ins Gesicht springen l�sst du bitte bleiben, ja? Ich habe schon genug Schmutz in meinem Leben gesehen." "Das reicht!" Wutentbrannt sprang Laura auf. "Wer von uns beiden mehr Dreck hinter sich hat, kann selbst ein Blinder sehen. Sie sind jedenfalls mehr Dreck, als ich jemals in meinem ganzen Leben sehen werde! Von jemandem wie Ihnen lasse ich mich nicht beleidigen!" "Daf�r regst du dich aber ganz sch�n auf." Laura holte tief Luft, um mal so richtig zu br�llen, doch ihr Onkel hob schnell seine Hand. "Ich war noch nicht fertig", sagte er gelassen. "In den fast zwanzig Jahren, die Greg nach Paul gesucht hat, haben sich in den ersten Jahren kaum Hinweise ergeben. Erst sehr sp�t kamen Andeutungen auf den Orden der Isis." Nun sah er zu Laura, die sich vor Wut zitternd wieder gesetzt hatte. "Dieser Orden ist offenbar sehr gef�hrlich und m�chtig, Laura. Du hast dar�ber in B�chern gelesen, doch Greg musste Menschen fragen. Menschen, die vor dem Orden viel mehr Angst hatten als vor ihm und die ihn entweder verraten oder in die Irre gef�hrt haben. Greg �bertreibt nicht, wenn er sagt, dass auf ihn M�rder angesetzt wurden. Mit keiner Silbe. Das ist f�r ihn wie f�r mich die Best�tigung, dass da etwas vor sich geht. Du, Laura, hast heraus gefunden, dass der Orden Cleopatras Schicksal ver�ndern will. Kein Freitod, sondern weitaus gr��ere Macht und Herrschaft als sie schon hatte. Wir alle kennen Cleopatras Schicksal. Eigentlich eine unbedeutende ptolom�ische Prinzessin beginnt ihr Aufstieg kurz nach ihrem Aufenthalt in Zypern im Jahre 51 vor Christus. Kurz darauf greift sie massiv ins Weltgeschehen ein und regiert als Cleopatra VII., um genau zu sein, �gypten und tr�umt von alter Gr��e, ja von einem neuen Weltreich, wie es Alexander der Gro�e erschaffen hat. Eigentlich noch ein junges M�dchen gewinnt sie die Liebe des m�chtigen C�sar und schenkt dem gemeinsamen Sohn, C�sarion, das Leben. Nach dem Tod des C�sar kommt es zu einer Liaison mit Marcus Antonius, mit dem sie weitere Kinder hat und noch einmal versucht sie ihr indogriechisches K�nigreich aufzubauen, aber der Versuch scheitert kl�glich. Der Stern des Octavian, des sp�teren Kaisers Augustus, geht auf und er zerschl�gt die Armee des Marcus Antonius, �ber zwanzigtausend Legion�re und mehr als zweitausend Bogensch�tzen auf schweren r�mischen Galeeren, die sich ihm in den Weg stellt. Marcus Antonius stirbt und Cleopatra w�hlt den Freitod, nachdem sie bei Gespr�chen mit Octavian zu keiner Einigung gelangt �ber �gyptens Zukunft. Ein Sklave schmuggelt ihr in einem Korb voller Feigen eine giftige Natter, die ihr Dienerinnen besorgt haben, in das Mausoleum in das sie sich zur�ckgezogen hat. Nun ich glaube es verwundert niemandem hier im Raum wenn ich sage, das das Mausoleum mit dem Tempel der Isis in Verbindung stand. Cleopatra legt sich die Schlange an ihre Brust und stirbt durch einen t�dlichen Bi�. Mit ihr geht das �gyptische K�nigreich unter. Ihr Sohn, den sie mit C�sar hatte, der junge C�sarion wird auf Befehl Octavians get�tet. �gypten wird r�mische Provinz und die Idee eines vereinigten K�nigreiches des Orients und des Okzidents versinkt unter dem Marschtritt r�mischer Legion�re im Staub der Geschichte. Irgendwann in den Wirren der Auseinandersetzung mit Octavian mu� Cleopatra den Zauberg�rtel der Aphrodite verloren haben. Eine Frau die C�sar und Marcus Antonius verzaubern konnte, scheitert ohne den G�rtel kl�glich bei Octavian. Verlustig der magischen Hilfe des G�rtels mu� sie keinen anderen Ausweg gesehen haben und w�hlte deshalb den Tod. Und genau das will der Isis - Kult r�ckg�ngig machen. Damit wird dieser Orden zu einer reellen Bedrohung f�r unsere Zeit. Ob sie nun in der damaligen Zeit herum pfuschen oder Cleopatra in unsere Zeit holen wollen, spielt dabei keine Rolle." Greg nickte zustimmend. H�tte er das nicht getan, h�tte Laura ihrem Onkel recht gegeben, doch so zuckte sie nur desinteressiert mit den Schultern. Allistair legte schmunzelnd seinen Arm um ihre Schultern. "Damit kommen wir zu dir, Laura. Ich habe mich mit dem Orden der Aphrodite mal etwas n�her besch�ftigt, soweit das von au�en �berhaupt m�glich ist. Du sagst, dass deine Freundin Helena vor drei Jahren urpl�tzlich verschwunden ist?" Laura nickte knapp. "Aha. Etwa zur gleichen Zeit wurde in diesem Orden eine neue Hohepriesterin initiiert, weil die alte �berraschend gestorben war. Ein sehr r�tselhafter Tod �brigens. Es ist sicherlich nicht allzu weit hergeholt, wenn man annimmt, das der Orden der Isis dabei seine Finger im Spiel hatte. Es ist nicht auszuschlie�en, dass Helenas Verschwinden etwas damit zu tun hat. Bei der Einf�hrung einer neuen Hohepriesterin m�ssen alle Priesterinnen anwesend sein, und dass Helena zu diesem Orden geh�rt, beweist ihr Amulett." Lauras Augen wurden etwas feucht, als sie an die Zeit nach Helenas Verschwinden dachte. Die damals 13-J�hrige war ihre einzige Freundin im Internat gewesen, und als sie weg war, hatte f�r Laura eine Zeit voller schmerzlicher Einsamkeit begonnen. "Damit kommen wir zu der Schnittstelle der beiden Orden", fuhr Allistair schnell fort, um Laura abzulenken. "Isis will mittels eines Portals, dass von Aphrodite bewacht wird, zur�ck in die Zeit Cleopatras reisen, aber genau das will Aphrodite verhindern. Isis will den G�rtel der Aphrodite, den Cleopatra schon damals benutzt hat, um M�nner in ihren Bann zu ziehen, wieder zu genau diesem Zweck benutzen, und Aphrodite will das ebenfalls verhindern, weil dieser Orden den G�rtel dazu benutzen will, Aphrodites Botschaft von Liebe unter den Menschen zu vertreiben." "Was eine gewaltige Aufgabe ist", warf Greg zynisch ein. "Wenn nicht sogar eine unl�sbare." Laura warf ihm einen kalten Blick zu. "Mein Onkel ist noch nicht fertig, Mr. Martin." Sie betonte das 'Mr.' so stark, dass es schon eine Beleidigung war. Greg zuckte nur mit den Schultern. "Das war er auch nicht, als du ihn unterbrochen hast, Kleine. Damit sind wir quitt." Laura quietschte w�tend auf. "Ich ertrage diesen Kerl nicht eine Sekunde l�nger! Kommt noch etwas Wichtiges? Andernfalls bin ich reiten." Allistair verkniff sich ein Lachen. "Ja, es kommt noch etwas Wichtiges. Der Schluss. Gregs Urgro�vater Paul hat irgendwie den Pfad des Orden der Isis gekreuzt, und der wiederum steht mit dem Orden der Aphrodite in Verbindung, der ebenfalls wiederum mit deiner Helena zu tun hat. Frage ist nur, was wir jetzt mit all diesen Informationen anfangen sollen." Das war Lauras Stichwort. Sie ignorierte Gregs sp�ttisch fragenden Blick und sah entschlossen zu ihrem Onkel. "Wir fahren da hin. Nach Zypern. Helena suchen. Ich meine", sagte sie mit einem blitzschnellen Seitenblick auf Greg Martin, "wenn wir �ber den Urgro�vater etwas heraus finden, k�nnen wir das ja aufschreiben. Aber ich will nach Helena suchen. Um mit ihr zu reden." "Du �bersiehst etwas", wandte Allistair ruhig ein. "Die Gefahr f�r die heutige Zeit, wenn Cleopatras Schicksal ver�ndert wird. Dagegen muss etwas getan werden." "Dann fahren wir nach Zypern." Greg schaute kurz in die Runde. "Dort ist der Orden der Aphrodite. Dort steht das Portal. Dort ist der Schl�ssel." "Schl�ssel?" Laura sah fragend zu ihrem Onkel. "Welcher Schl�ssel?" "Der Schl�ssel zu dem R�tsel. Der symbolische Schl�ssel." "Ach so." Lauras Ohren liefen rot an. Bewusst schaute sie nicht zu Greg, der sich doch nur �ber sie lustig gemacht h�tte. Doch ihr Onkel war wieder einmal schneller. "Da habt ihr beide recht. Zypern ist die Antwort. Aber es ist ausgeschlossen, dass Laura mitkommt. Wenn sich tats�chlich diese beiden Orden streiten, dann w�rden wir genau im Treffpunkt der beiden Feuerlinien stehen, und da geh�rt ein junges M�dchen nicht hin." "Darf ich dich auf etwas aufmerksam machen?", warf das junge M�dchen mit zuckers��er Stimme ein. "N�mlich dass das junge M�dchen auf sich selbst aufpassen kann?" "Und dass das junge M�dchen unverwundbar ist?", meldete sich Greg sp�ttisch. "Dass sie gegen Kugeln gefeit ist?" Laura wandte sich beherrscht zu Greg. "Ich habe jetzt endg�ltig genug von Ihnen", sagte sie mit vor Wut bebender Stimme. "Da Sie Gast meines Onkels sind, kann ich Sie nicht einfach vor die T�r setzen. Aber ich kann Ihnen Anstand beibringen. Ich erwarte Sie in f�nf Minuten auf dem Innenhof." Sie stand auf und sah mit blitzenden Augen zu ihrem Onkel. "Wenn ich als Erste zur�ck komme, darf ich mit. Wenn nicht... Ach, das passiert nicht." Zornig stapfte sie hinaus. Allistair sah ihr besorgt hinterher, dann fuhr sein Blick zu Greg. "Was ist los mit dir?", fragte er leise. "Wieso bist du so bissig zu ihr?" Greg warf sich m�rrisch an die Lehne des Sessels. "Keine Ahnung. Du kennst doch den Spruch von wegen: 'Entweder bringe ich sie um, oder ich verliebe mich in sie'? Zum Verlieben ist sie wohl etwas zu jung." Er verzog das Gesicht. "Da siehst du mal, was die Kur bei mir angerichtet hat. Wahrheit um jeden Preis, haben sie gesagt. Immer das sagen, was auf der Zunge liegt, haben sie gesagt. Nichts unterdr�cken, haben sie gesagt." Er stie� w�tend den Atem aus, von Allistair besorgt beobachtet. "Deine Kur unterliegt dem Arztgeheimnis", sagte Allistair dann bewusst langsam und vorsichtig. "Aber bestimmte andere Details nicht. Greg, du sollst dich w�hrend der Kur auffallend um ein 13-j�hriges M�dchen gek�mmert haben." "Und?", wehrte Greg sich m�rrisch. "Die Kleine war auf Entzug. Heroin. Ein Jahr Strich hinter sich. Der ging's noch beschissener als uns anderen zusammen. Auffallend gek�mmert! Hah! Geredet habe ich mit ihr!" "Und die 14-J�hrige dort?" Greg beugte sich vor, die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen gezogen. "Was willst du mir sagen, Allistair?" "Nichts. M�chtest du mir etwas sagen?" "Ja." Greg stand auf. "Es k�mmert mich einen Dreck, ob sie deine Nichte ist oder nicht. Wenn sie einen Kampf haben will, bekommt sie den." "Setz dich hin!" Allistairs Stimme war eine mit voller Wucht geschwungene Peitsche. Einen Moment lang sah es so aus, als wollte Greg Martin die Konfrontation annehmen, dann war es vorbei. Murrend lie� er sich in den Sessel fallen. "Ich w�rde deinen Standpunkt verstehen", sagte Allistair mit wieder fast normaler Stimme. "Aber sie ist nicht nur meine Nichte, sondern auch ein 14-j�hriges M�dchen, dem ich auf keinen Fall erlaube, sich herum zu pr�geln. Wenn es keinen Kampf gibt, wird es auch keinen Sieger geben, und damit ist die Sache erledigt. Sie kann nicht mit! Ihr zwei w�rdet euch doch jede Sekunde lang in den Haaren liegen. Das ist unm�glich." "Laura ist wie ich", sagte Greg mit �berraschend sanfter Stimme. "Pack schl�gt sich, Pack vertr�gt sich. Sie mag von der Abstammung her aristokratisch sein wie deine ganze Familie, doch innerlich ist sie ein K�mpfer. Gut, sie ist erst 14. Ich kann dir aber trotzdem garantieren, dass es keinen Streit geben wird, sofern wir uns jetzt pr�geln. Das ist nicht deine Welt, Allistair; du wirst das nicht verstehen. Es ist aber so. Die besten Freundschaften entstehen manchmal aus dem dicksten Streit heraus." "Nein." Allistair sch�ttelte den Kopf. "Du wirst dich nicht mit ihr pr�geln. Sie hat einen Karatelehrer ins Krankenhaus gebracht! Und du bist noch lange nicht auf dem Damm." "Die Story hat mir Claude erz�hlt." Greg l�chelte d�nn. "Er sagte aber auch, dass Laura ihren zweiten braunen G�rtel nicht verdient. Sie ist nach seinem Standard - der �brigens weit mehr an der Realit�t ist als alles andere, was ich so kenne - eher auf dem Stand von einem blauen. Und damit werde ich fertig. Selbst angeschossen. Dieser Karatelehrer muss eine ganz sch�ne Niete gewesen sein. Eine 14-J�hrige hat einfach nicht die Power, einen Erwachsenen fertig zu machen. Ganz bestimmt nicht." Bevor Allistair antworten konnte, wurde die T�r aufgerissen, und Laura schaute w�tend ins Zimmer. "Was ist?", fuhr sie Greg an. "Wird das heute noch was? Oder ist Ihre Hose vorne schon gelb?" "Laura!" Allistair schwankte zwischen Lachen und �rgern. Laura zuckte nur mit den Schultern, w�hrend Greg anerkennend grinste. "Mit dem Mundwerk hast du es jedenfalls drauf. Lass mal sehen, wie der Rest ist." Er schaute kurz zu Allistair, doch der sah nur abweisend in die Welt. Greg wartete einen Moment, dann drehte er sich um und ging hinter Laura her. Da er nun unbeobachtet war, lie� er seinen Blick anerkennend �ber ihre schlanke Gestalt wandern, sich in Gedanken vornehmend, sie beim Kampf �fter mal an intimen Stellen zu ber�hren. Anders hatte er bei seinem Charakter und Aussehen keine Chance, an ein junges M�dchen zu kommen. Oder zuviel Angst vor den Konsequenzen, was sich am Ende nichts tat. Er wusste nicht, dass er diese Eigenschaft von seinem Gro�vater geerbt hatte, genau wie diesen unverst�ndlichen, doch vorhandenen und sehr starken Drang nach jungen M�dchen. Doch selbst wenn er es gewusst h�tte, h�tte es keinen Unterschied gemacht. Es war noch keine sechs Uhr und somit taghell. Laura machte in der Mitte des Innenhofes Halt und drehte sich um, die Augen kalt und entschlossen auf Greg gerichtet, der breit grinste. "Du bist herrlich!", entfuhr ihm. "Auf dem Sklavenmarkt in Algier w�rdest du jede Menge Schotter bringen." "Da m�ssen Sie mich erst mal hin kriegen", konterte Laura. "Was schon unm�glich ist. Wieviel zahlt Algier f�r einen Haufen Schrott wie Sie?" "Lange nicht das, was er wert ist. Auch Schrott kann wertvoll sein." Er stellte sich in Positur. F�r einen Moment dachte er kurz an sein Bein, das nach dem �berfall auf die Karawane nicht mehr das gewesen war, was es einmal war, doch auch das hatten die �rzte wieder hin bekommen. Aus den Augenwinkeln sah er Allistair n�her kommen und mehrere Meter weit weg stehen bleiben, die Arme abweisend vor der Brust verschr�nkt, um sein �u�erstes Missfallen kund zu tun. "Nach neusten Erkenntnissen", meinte Laura sp�ttisch, "ist der Materialwert eines Menschen gerade mal zw�lf Pfund. Aber bei Ihnen wird es noch jede Menge Rabatt geben. Wegen Transportschaden oder so." "Du fechtest, nicht wahr? Da wird der Gegner eher mit Worten fertig gemacht als mit dem Degen. Aber nicht beim Kampf, Kleine. Zeig mal, was du drauf hast." "Mehr, als Sie ahnen!" Sie begannen, sich zu umkreisen; jeder darauf bedacht, die Sonne im R�cken zu haben. Greg hatte Laura beim Kampftraining gesehen und wusste von daher, dass sie keine gro�e Gefahr war. Nicht zu untersch�tzen, aber keine gro�e Gefahr. Er blieb stehen, das Gesicht zu ihr gewandt, die H�nde locker in Bauchh�he. Laura blieb ebenfalls stehen, seitw�rts zu ihm, ihm die linke Seite zugewandt. Vorsichtig und mit winzig kleinen Schritten kam sie n�her, bis in Reichweite seiner F��e. Greg explodierte. War er in der einen Sekunde noch ein locker stehender Haufen aus Knochen und Fleisch, verwandelte er sich im n�chsten Augenblick in eine Angriffsmaschine. Sein Fu� schoss vor und erwischte Laura trotz ihrer schnellen, jedoch viel zu schwachen Abwehr kr�ftig an den seitlichen Rippen. Das M�dchen fiel mit einem gequ�lten Aufschrei zu Boden, rollte sich schnell weg von ihm und sprang wieder auf, das Gesicht vor Schmerz verzogen. "Nicht schlecht", gab sie gequetscht zu. "Wie war das mit Fairness? Gibt es nicht?" "Genau." Greg blieb, wo er war. Jetzt war sie an der Reihe. "Doch davon mal abgesehen war das ein ganz legaler Tritt, Kleine. Streng nach Lehrbuch. Du bist nur elend langsam. Geh am besten gleich ins Bett, bevor ich dir richtig weh tue." Laura schnaubte abf�llig. "Ihre gro�e Klappe wird Sie noch mal in gro�e Schwierigkeiten bringen." Sie sprang vor. Greg erkannte den Tritt und wehrte ihr linkes Bein ab, doch das kam nicht. Statt dessen knallte ihre rechte Faust mit voller Wucht vor sein Kinn. Greg schwankte zwei, drei Sekunden lang, dann verlie� ihn die Kraft. Er fiel schwer mit dem Hinterteil auf den Boden, die Augen ungl�ubig auf Laura gerichtet, die mit grimmigem Gesicht vor ihm auf der Stelle h�pfte. "In sehr gro�e Schwierigkeiten", meinte sie k�hl. "Was ist das f�r ein Gef�hl, von einem kleinen M�dchen flach gelegt zu werden?" Greg grinste. "Kann ein sehr sch�nes Gef�hl sein, wenn das M�dchen �ber einem ist." Er trat blitzschnell von hinten nach ihren Beinen, doch Laura zog mindestens ebenso schnell die F��e an, so da� sein Tritt ins Leere ging. Doch als sie landete, hebelte Greg ihre Beine von vorne mit seinen Waden aus. Mit einem �berraschten Schrei plumpste Laura auf den Boden. Sie fing sich rechtzeitig mit den H�nden ab, schlug einen Purzelbaum und kam wieder auf die F��e. "Das war nicht aus dem Lehrbuch", meinte sie w�tend. "O doch." Greg stand m�hsam auf, die Augen auf sie gerichtet. "Allerdings nicht bei Karate, sondern bei Teak-Won-Do. Hat aber nichts mit Holz zu tun. Wegen Teakholz. Du verstehst?" "Hab schon bessere Kalauer geh�rt." Laura behielt die Augen wachsam auf ihn gerichtet. Wieder gingen beide in Position. Der erste Schlagabtausch war nur zum Kennenlernen gedacht. Diese Phase war nun vorbei. Greg erkannte, dass Laura mehr auf dem Kasten hatte als gedacht, doch �beraus gef�hrlich war sie nicht. Sie schlug ein Mal zu und wartete die Wirkung ab, w�hrend er mehrfach zuschlug und erst aufh�rte, wenn der Gegner sich nicht mehr r�hrte. War einfach sicherer so. Laura begann. Ihre linke Faust zuckte vor. Greg wehrte sie mit der Au�enkante der rechten Hand ab, drehte sich gleichzeitig so, dass er mit der rechten Seite zu ihr stand, und trat ihr mit dem rechten Fu� und mit voller Kraft in den Bauch. Laura konnte den Tritt nicht mehr rechtzeitig abblocken und musste alles einstecken. Sie ging atemlos auf die Knie und schnappte w�rgend nach Luft. Nur dank Claudes hartem Training fiel sie nicht auf der Stelle bewusstlos um. Sofort war Greg �ber ihr, riss ihren Kopf an den Haaren zur�ck und schlug nach ihrem Kinn, doch bevor er auch nur die H�lfte der Strecke �berwunden hatte, scho� ein irrsinniger Schmerz durch seinen Unterleib. Mit letzter Kraft schaute er nach unten und entdeckte Lauras Faust in seinem Schritt, dann fiel er w�rgend zur Seite. Lauras Onkel sprang f�rmlich zu ihr, doch Laura wehrte ihn ab. Bleich wie der Tod und nach Luft schnappend kam sie schwankend auf die F��e. Sie schaute lange auf Greg, doch der hatte genug mit sich zu tun. Schlie�lich drehte sie sich um und ging mit kleinen, vorsichtigen Schritten zur�ck zum Haus, beide Arme fest vor den Bauch gepre�t. Allistair blieb dicht hinter ihr, die Arme halb ausgestreckt, um sie notfalls auffangen zu k�nnen, doch Laura schaffte es aus eigener Kraft bis in sein B�ro. Dort drehte sie sich zu ihm um. "Erster", meinte sie nur, dann fiel sie bewu�tlos zu Boden.
Als sie zu sich kam, fand sie sich in ihrem Zimmer wieder. Neben ihr, auf dem Bett, sa� Lydia, eine 17-j�hrige Angestellte, die ihr mit einem feuchten, k�hlenden Tuch �ber die Stirn strich. Im n�chsten Moment setzte der Schmerz ein. Laura sp�rte ihre Rippen deutlich wie nie zuvor, und ihr Magen war ein dicker, harter Knoten im Bauch. "Bleiben Sie ruhig liegen, Miss Crofft!", sagte Lydia, als Laura sich zusammen rollen wollte. "Sch�n lang ausgestreckt." Laura murrte gequ�lt. "Wo ist mein Onkel?" "Bei Mr. Martin, gemeinsam mit dem Arzt. Es geht Mr. Martin nicht sehr gut." "Will ich auch hoffen." Mit verzerrtem Gesicht zwang sich Laura, ausgestreckt zu liegen. "So ein Mist! Gerade wenn man jemanden braucht, ist keiner da!" "Ich bin doch da!" "Ja!", murrte Laura. "Nur kannst du mir keine K�sschen auf das Aua geben." Lydia fuhr mit dem feuchten Tuch �ber Lauras Stirn. "Ihr Onkel", sagte sie leise, "hat gesagt, ich soll mich um Sie k�mmern. Wo tut es denn weh?" "Am Bauch. Und an der linken Seite, genau an den Rippen." Voller Hoffen und Bangen schaute Laura zu, wie Lydia behutsam das Oberbett zur�ck schlug. Lauras Oberk�rper war entbl��t. Lydia beugte sich �ber Lauras Bauch und gab der farblich sichtbar ver�nderten Haut dort eine Reihe von sehr sanften K�sschen, die Laura trotz ihrer Schmerzen erbeben lie�en. "So ein roher Mensch", meinte Lydia mitf�hlend. "Schl�gt ein so h�bsches M�dchen wie Sie." Laura lachte und unterdr�ckte es sofort wieder, als ihre Rippen h�llisch zu schmerzen begannen. "Er hat auch was abgekriegt, und das wohl nicht zu knapp. War bei mir auch ein Arzt?" "Nein, Miss Crofft. Ihr Onkel hat Sie kurz untersucht und festgestellt, dass noch alles am richtigen Platz ist. Nur Mr. Martin... Dem geht es wirklich nicht gut." "Er wollte es ja so." Laura schloss die Augen, als Lydia wieder z�rtlich ihren Bauch k�sste. Dann strich die 17-J�hrige wie unabsichtlich �ber Lauras Busen, w�hrend sie den Kopf an Lauras linke Rippen brachte und sie dort k�sste. "Hilft das etwas?", h�rte sie das M�dchen fragen. "O ja! Sehr!" Lydias Hand rutschte wie auf der Suche nach einem besseren Halt wieder �ber Lauras Busen und blieb so liegen, dass der Daumen genau unter der Brustwarze zur Ruhe kam. Laura beugte vorsichtig den linken Arm im Ellbogen und strich Lydia leicht �ber deren volles dunkelblondes Haar, das von einem Band aus blauem Stoff aus der Stirn gehalten wurde. "Wenn ich wieder fit bin", sagte Laura leise, mit Lydias Haaren spielend, "und du Feierabend hast, sollten wir uns mal unterhalten." "Sehr gerne, Miss Crofft." Lydias Daumen strich kurz, doch sehr gef�hlvoll �ber Lauras Brustwarze und lag dann wieder still. "Wor�ber?" "�ber deinen Daumen. Der liegt f�r meinen Geschmack viel zu ruhig da." Lydia legte ihre Wange an Lauras Rippen und schaute ihr tief in die Augen. "Ich soll mich um Sie k�mmern, Miss Crofft", wiederholte sie. "Wenn Sie irgendwelche W�nsche haben..." Lauras Hand dr�ckte kr�ftig gegen Lydias Kopf, als die Erregung erwachte. Im gleichen Moment klopfte es an die T�r. Wie ein Blitz sa� Lydia wieder aufrecht, hatte Laura zugedeckt und strich ihr mit dem Tuch �ber die Stirn. Laura zwinkerte ihr zu, dann rief sie: "Herein!" Ihr Onkel trat ein, das Gesicht besorgt verzogen, doch als er Laura l�cheln sah, entspannte er sich wieder. Lydia machte ihm unaufgefordert Platz und setzte sich an Lauras andere Seite. "Wie geht es dir?" Laura zuckte kurz mit den Schultern, was sie sogleich bereute. "Lachen kann ich nicht so gut, aber am Leben bin ich noch. Ich darf doch jetzt mit, oder?" Allistair stiess seufzend den Atem aus und setzte sich zu ihr. "Willst du gar nicht wissen, wie es Greg geht?" Laura grinste. "Eigentlich nicht, aber lass es schon raus. Wie geht es Greg?" "Auch er bleibt am Leben. Allerdings wird er die n�chsten Stunden erhebliche Probleme mit dem Gehen haben." "Ich kann nicht sagen, dass mich das sehr ber�hrt." Zufrieden r�kelte sich Laura zurecht. "Kann ich mit nach Zypern? Ich meine, das sind immerhin zwei Orden mit Priestern, Onkel Allistair. Das kann doch �berhaupt nicht schlimm werden. Die pr�geln doch h�chstens mit Gebetb�chern. Und wenn Helena wirklich bei dem Orden der Aphrodite ist, haben wir schon mal einen auf unserer Seite. Bitte!" Sie schaute ihn so lieb und bittend an, dass er kopfsch�ttelnd aufstand. "Ich muss das mit deinen Eltern abkl�ren, Laura. Wenn sie Nein sagen..." "Das werden sie nur, wenn du �bertreibst." Laura richtete sich �chzend auf, von Lydia im R�cken gest�tzt. "Sag ihnen doch einfach, wir machen da Urlaub. Sind doch sowieso nur ein paar Tage. Auf Zypern wird wohl jeder wissen, wo dieser Orden der Aphrodite wohnt. Die �mter doch zumindest. Dann reden wir mit Helena, lassen uns von ihr einen Termin bei der Hohepriesterin geben und warnen sie vor. Damit haben wir alles erledigt und k�nnen wieder heim. Und vielleicht kann Helena sogar f�r zwei, drei Wochen mit hierher. Bitte, Onkel Allistair! Sag ihnen das so, wie ich gerade gesagt habe. Bitte!" Ihr Onkel schaute sie einige Sekunden lang an, dann nickte er wortlos und ging hinaus. Laura lie� sich �chzend wieder in das Bett fallen und sah zu Lydia. "Wo waren wir gerade stehen geblieben?" "Hier." Lydias rechte Hand blieb mit dem Tuch an ihrer Stirn, ihre linke schob sich unter die Bettdecke und legte sich auf Lauras kleine Brust. "Wenn ich mich recht erinnere." "Sogar perfekt", grinste Laura. "Ich kann aber nicht viel bei dir machen, Lydia. Jedenfalls heute nicht." "Das ist auch nicht n�tig." Die 17-J�hrige beugte sich zu Laura herunter, hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen und fuhr fort, ihre kleine Brust zu streicheln. "Viel mehr m�chte ich bei allem Respekt auch nicht tun, Miss Crofft. Ich m�chte nicht, dass Sie sich unkontrolliert bewegen und vielleicht noch mehr Schmerzen bekommen." Laura nickte bek�mmert. "Hast wohl recht. War der Arzt bei ihm. Ha! Ich wusste, dass ich besser bin!"
* * * Am n�chsten Morgen ging es Laura schon bedeutend besser, was nicht zuletzt daran lag, dass ihr Onkel sie gr�ndlich einge�lt und die ganze Nacht im Arm gehabt hatte. Als Laura versuchsweise aufstand, sp�rte sie noch die Prellung an den Rippen, doch der Magen war wieder ganz in Ordnung. Nur der blaue Fleck dort war noch zu sehen. Dennoch verzichtete sie auf das Ausreiten, und auch das Fechten und das Karate wurden abgesagt. Daf�r war es einfach noch zu fr�h. Allistair k�mmerte sich am Vormittag darum, Lauras Eltern zu erreichen, was drei Anrufe in drei Kontinenten erforderte, bevor er Lauras Mutter schlie�lich in Kapstadt am Telefon hatte. Nach einem kurzen Gespr�ch, das nicht die Sechzigsekundenmarke �berschritt, lag die Einwilligung vor. Allistair hatte ein ungutes Gef�hl, als er den H�rer auflegte, doch Laura strahlte. In diesem Moment kam Greg Martin in Allistairs B�ro, von dem aus das Telefonat gef�hrt worden. Greg sah Laura an, wie sie ihn. Allistair war schon auf dem Sprung, weil er bef�rchtete, die beiden w�rden sich jeden Moment gnadenlos zu Tode pr�geln, doch was dann geschah, h�tte er im ganzen Leben nicht erwartet: sowohl Laura wie auch Greg lachten nach einigen Sekunden auf und begr�ssten sich wie gute alte Freunde. Fassungslos starrte er die beiden an. Gestern schlugen sie sich noch zu Brei, und heute benahmen sie sich wie dicke Freunde. Das ging wirklich weit �ber sein Verst�ndnis hinaus. Schlie�lich blieb noch die Frage offen, was sie nach Zypern mitnehmen sollten. Allistair schlug vor, nur kleine Reisetaschen mit Kleidung f�r ein paar Tage. Allerdings war er der Meinung das sie nicht eher nach Zypern aufbrechen sollten, ehe sie nicht dem Britischen Museum in London einen Besuch abgestattet hatten. Schlie�lich hatte Gregs Urgro�vater damals f�r das Museum gearbeitet und es war durchaus m�glich das sie in den riesigen Archiven noch den einen oder anderen brauchbaren Hinweis w�rden aufsp�ren k�nnen. Obwohl sie dieser Abstecher etwas Zeit kosten w�rde, stimmten Greg und Laura bereitwillig dem Vorschlag zu. Informationen waren manchmal eben viel wichtiger als �berst�rztes Handeln. Allistair nickte zufrieden. Er w�rde die Unterlagen noch kopieren, dann konnte es am n�chsten Tag losgehen, sofern Laura wieder auf dem Damm war. Laura machte sofort kehrt, um ihre Tasche zu packen, w�hrend Allistair besorgt zu Greg sah. "Ich finde es dennoch keine gute Idee, sie mitzunehmen, Greg. Wer weiss, in welche Art Auseinandersetzung wir da geraten." "Wird schon nicht so schlimm werden", beruhigte Greg ihn. "Beide Orden bestehen zum gr��ten Teil aus Frauen, und Waffen geh�ren nicht zur Grundausstattung eines Tempels. Mach dir keine Sorgen, alter Junge." Doch die machte sich Allistair, und das nicht zu knapp.
Fortsetzung folgt...
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