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Laura Crofft und der G�rtel der Aphrodite

Anmerkungen und allgemeine Informationen zur vorliegenden Geschichte

1.Alle Namen und Personen in dieser Geschichte sind, abgesehen von historischen Pers�nlichkeiten von z.B. Cleopatra, frei erfunden. Jede �hnlichkeit mit lebenden oder toten Personen w�re rein zuf�llig und nicht beabsichtigt.

2.In dieser Geschichte werden auch sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Minderj�hrigen beschrieben. Wir bitten die Leser die geltenden lokalen Gesetze zu beachten und den Aspekt der Vollj�hrigkeit zu ber�cksichtigen.

3.Die folgenden Seiten sollen unterhalten, und zwar auf eine Art, wie wir uns eine gute erotische Unterhaltung vorstellen, n�mlich mit viel Phantasie, Dialogen, einer spannenden Handlung und einer strikten Ablehnung der �blichen Rammel - Geschichten, die man leider viel zu h�ufig zu lesen bekommt. Wer also Spa� an neuartiger, interessanter und erotischer Unterhaltung hat, ist herzlich eingeladen, diese Geschichte zu lesen. Ansonsten gibt es, so glauben wir, genug andere Autoren, die man lesen kann. F�r uns spielen Logik und Phantasie eine gro�e Rolle in unseren Geschichten und wir m�chten einfach unseren Lesern eine gute, geistreiche Unterhaltung bieten.

4.Wir legen gro�en Wert darauf, das diese Geschichten reine Phantasieprodukte sind. Es liegen keine realen Geschehnisse zugrunde. Es ist auch keine Anleitung f�r irgendwelche Leute, diese Dinge in der Wirklichkeit nachzuvollziehen. Es sei ausdr�cklich davor gewarnt, die Pers�nlichkeitsrechte von Minderj�hrigen zu verletzen. Diese Geschichte nimmt lediglich f�r sich in Anspruch ein Werk der Phantasie im Rahmen der erotischen Literatur zu sein. Wie jedes andere erotische Werk ist es ein Kunstprodukt und als solches sind darin k�nstlerische Freiheiten der Dramatisierung und Gestaltung erlaubt.

5.Die Geschichte bleibt geistiges Eigentum der Autoren. Jede Vervielf�ltigung, Ver�nderung oder Publizierung - auch von Teilen des Werkes - ist verboten. Lediglich im Rahmen der geltenden Vorschriften der Seiten von Mr. Double, ist das Lesen gestattet.

6.Wer uns zu dieser Geschichte etwas schreiben m�chte, kann dies tun an: lady_winder@hotmail.com

7.Und nun bleibt nichts weiter als viel Spa� beim Lesen zu w�nschen.

Die Arbeiten an diesem Roman wurden am 15. Mai 2000 begonnen und der Prolog und das Erste Kapitel am 15. Juni 2000 beendet.

Nr.: LS-01_1 (Prolog und 1. Kapitel)
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                                              Laura Crofft und der G�rtel der Aphrodite

                                                         Ein erotischer Abenteuerroman
                                                          von Ladybird & Sidewinder
M/f M/fff f/f nc fist ws scat

                                 Prolog

                                                                Alexandria, �gypten; 1906

Paul studierte konzentriert den Papyrus. Auf seinem Schreibtisch stapelten sich mehrere Standardwerke �ber Hieroglyphen, die alt�gyptischen Dynastien, �ber das verborgene Wissen der Magier, Okkultismus und die �gyptische G�tterwelt. So bemerkte er auch kaum, das sich die T�r �ffnete und ein junger Mann, Mitte Zwanzig, mit einer wilden, ungeb�ndigten Haarm�hne und einer h�chst kuriosen Kombination von Farben und Stoffen, die seine Bekleidung darstellte, hereintrat. Die kleine Nickelbrille rutschte ihm jedesmal nach vorne �ber die gro�e Nase, w�hrend er mit langen, staksigen Schritten den Raum durchma�. Schwer atmend blieb er vor dem Tisch stehen und reichte Paul, der nun endlich aufsah, mit gl�nzenden Augen ein weiteres Papyrusfragment, das er kopiert hatte.
"Haben Sie schon etwas herausgefunden, Paul ?"
"Nein, Harold, leider nicht. Es ist ein sehr komplexes Problem. Haben Sie denn wenigstens schon mehr in Erfahrung bringen k�nnen �ber die Herkunft dieser Schriften ?"
"Unser Gew�hrsmann auf dem Basar hat mir nur mitgeteilt, das sie aus einem alten Grab stammen sollen. H�chstwahrscheinlich von Grabr�ubern gepl�ndert. Da sich anscheinend nichts Wertvolleres darin befunden hat, verkauften sie wohl die Papyrusst�cke, um wenigstens ein bi�chen Profit aus dem Diebstahl zu schlagen. Den Grabr�ubern geht es langsam �hnlich wie uns �gyptologen. Keine neuen Funde, keine sensationellen Sch�tze, keine Grabkammern, keine Pharaonen."
"Was ein Segen ist, Harold, was ein Segen ist. Nur dadurch haben wir etwas �ber diese mysteri�se Angelegenheit erfahren. H�tten die Diebe Gold gefunden, w�ren diese Papyri wohl irgendwo im Unrat verschwunden. Sehen Sie mal hier." Paul erhob sich und breitete einige Papiere auf dem gro�en, leeren E�tisch aus. Gemeinsam mit Harold versenkte er sich in das Studium der Dokumente.
"Das ist die Zeichnung, die sie nach den Angaben aus den Texten angefertigt haben. Dort oben in der linken Ecke ist das Udschatauge - das vollst�ndige Auge, wie es genannt wird. Ein perfektes Auge, was im Glauben der alten �gypter die vollst�ndige und umfassende Einsicht in das Reelle verlieh. Dann die Abbildung von Nephthys, der Herrin des Tempels, die durch ihre Ber�hrung einem Schen - Zeichen die magische Kraft verleiht. Der Besitzer dieses Zeichens kann also nicht von negativen Kr�ften beeinflu�t werden. Dann die sieben furchterregenden Geister mit ihren Tierk�pfen, die den Uneingeweihten warnen die Pfade ins Jenseits zu beschreiten. Das Zeichen f�r die Zeit, das Licht, eine T�r in andere Welten. All diese Symbole... Mein Gott, Harold, es ist sehr schwer, aus diesen Fragmenten eine sinnvolle Interpretation zu erlangen."
Verzweifelt sch�ttelte Paul den Kopf. Sein dunkles Haar war an den Schl�fen silbrig - grau, und manchmal in dieser dr�ckenden, stickigen Luft �gyptens, an die er sich noch immer nicht gew�hnt hatte, f�hlte er jedes einzelne seiner zweiundf�nfzig Jahre.
"Ach kommen Sie, Paul! Sollen sich doch die Leute vom Museum dar�ber den Kopf zerbrechen. Wir sind hier nun schon seit fast drei Monaten, und Sie br�ten tagein, tagaus �ber diesen Schriften. Manchmal denke ich, Sie sind gar kein  richtiger Mensch aus Fleisch und Blut."
"Harold, Sie sind jung. Als Zeichner sind Sie hochbegabt, doch der tiefere Sinn meiner Forschungen verschlie�t sich Ihnen. In mir lodert ein Feuer, ich sp�re das ich ganz dicht vor einer gro�en Entdeckung bin. Und ist es nicht das, wovon jeder �gyptenreisende tr�umt ? Seinen Namen unsterblich zu machen, durch einen sensationellen Fund ?"
"Kann schon sein, aber meinen sie wirklich, das sie mit diesem Gekritzel etwas herausfinden k�nnen ?"
"Wenn es nur diese Schriften hier w�ren, dann nicht, aber erinnern sie sich noch das kurz vor unserer Abreise einige neue Funde aus Zypern an das Museum geliefert wurden ?"
"Ja, aber sicher, ich mu�te sogar einige der Texte kopieren und Zeichnungen von den antiken Vasen und Gef��en anfertigen. Hat diese Ausgrabungen nicht der ehrenwerte Piers Sinclair gestiftet ?"
"Zumindest seine Familie, obwohl ich bei den Worten ehrenwert und Sinclair keine Beziehung sehe. Aber es stimmt, er hat auf Zypern einige Grabungen durchf�hren lassen. Nach seinem pl�tzlichen Tod hat die Familie einige Kisten mit unerme�lichen Kulturg�tern dem Britischen Museum �bereignet. Unter all den Statuen, Vasen und Grabbeigaben, befanden sich auch einige Tafeln in denen ebenfalls von einer Weltent�r gesprochen wird, die dem Flu� der Zeit unterliegt. Es sind erstaunliche Parallelen erkennbar, Harold."
"Aber waren die meisten Gegenst�nde nicht Darstellungen der Aphrodite oder standen in direktem Zusammenhang mit ihr ? Was hat dann diese T�r damit zu tun ?"
"Das kann ich ihnen auch nicht erkl�ren. Aber auf Zypern war in der Antike das Hauptheiligtum der Aphrodite der G�ttin der Liebe. Auf einer der Tafeln ist eine hoch interessante Legende �ber einen unerme�lich machtvollen Zaubergegenstand der Aphrodite niedergeschrieben - die Geschichte vom G�rtel der G�ttin. Darin wird berichtet wie er in den Besitz der Cleopatra gelangt sein soll, und deren Stellung in der Geschichte ist ja allseits bekannt. Sie wollte angeblich ein neues Weltreich in der Tradition von Alexander dem Gro�en errichten und mit dem G�rtel soll sie sich so manchen R�mer willf�hrig gemacht haben, bis eines Tages der G�rtel spurlos verschwand und das Ende der Tr�ume Cleopatras einl�utete. Wie sie endete wissen wir, mit der Giftschlange am Busen."
"Na ja, G�rtel hin, G�rtel her, ich sehe da keinen Zusammenhang mit diesen �gyptischen Texten. Aber ich bin ja auch nur ein kleiner Kunstmaler in Diensten des gro�en Britischen Museums in London, auf einer sterbenslangweiligen Expedition in Alexandria. Mein lieber Paul, ich wei� ja nicht, was sie heute abend machen wollen, aber ich habe nicht vor, hier in diesem drittklassigen Hotel den Abend tr�bsinnig vor mich hind�mmernd zu verbringen. Ich werde die n�chtlichen Gassen durchstreifen, auf der Suche nach liebreizenden Armen, die mein m�des Haupt in einen holden Scho� betten."
Paul verzog angewidert das Gesicht.
"Ich habe genug geh�rt und gelesen �ber das Treiben auf den Gassen von Alexandria bei Nacht. Sch�men sie sich nicht in diese Kloake menschlichen Abschaums zu steigen ? Wo sich Diebe, Halsabschneider, Zuh�lter, Huren und Gauner herumtreiben ? Wo junge M�dchen ihren K�rper anbieten m�ssen, um ihre Familien zu ern�hren ? Nein Harold, allein der Gedanke daran bereitet mir direkt k�rperliches Unbehagen. Ich habe selbst drei Kinder. Wenn ich mir das Schicksal all dieser M�dchen da drau�en vorstelle, die mi�liche Lage eines solchen unschuldigen Gesch�pfes auszunutzen, pfui, sch�men sie sich Harold. Mein Gott sie sind Engl�nder ! Z�hlen unsere Werte und Moralvorstellungen so wenig wenn man der Heimat einmal den R�cken gekehrt hat ?"
"Aber Paul, h�ren sie mir mit den englischen Werten und Tugenden auf. Ich habe einen Vetter der im Burenkrieg gek�mpft hat. Mir m�ssen sie nicht erz�hlen, wie unsere Truppen da so �beraus rigoros vorgegangen sind, oder die Hinrichtungen in Indien, ist das Moral und Anstand ? Menschen vor Kanonen zu binden ?"
"Darum geht es nicht Harold, das k�nnen wir schwerlich �ndern, aber hier und heute, nein Harold ich weigere mich irgend so ein armes Gesch�pf auch noch auszunutzen, weil es die Not dazu treibt, sich und seinen K�rper zu verkaufen, um wenigstens etwas zu essen zu haben."
Harold blickte nachdenklich in das aufgebrachte Gesicht seines Gegen�ber.
"Aber sie verstehen mich doch vollkommen falsch, mein lieber Paul. Ich w�rde niemals die Notsituation eines Kindes ausnutzen. Ich spreche vom Etablissement der Madame Zairah. Sollten sie tats�chlich noch nie etwas davon geh�rt haben ?"
Paul sch�ttelte verneinend den Kopf.
"Paul, dann werden sie mich heute abend begleiten. Ich bestehe darauf."
"Nicht bevor sie mir erkl�rt haben, was mich dort erwartet ! Ich werde keinen Ort aufsuchen, von dem ich nicht absolut �berzeugt bin, das dort keine M�dchen mi�braucht, geschlagen, mi�handelt oder ihnen auf irgendeine Weise Gewalt angetan wird."
"Nein, aber nein doch, mein lieber Freund. Ganz im Gegenteil. Madame Zairah ist eine wirklich bemerkenswerte Frau. Sie war mit einem hochrangigen Offizier aus der n�chsten Umgebung des Khediven verheiratet. Nach seinem Tod hat sie mit dem ihr verbliebenen Geld eine wundersch�ne Villa etwas au�erhalb Alexandrias erworben. In dieser Villa hat sie ein wirklich exquisites Bordell er�ffnet. Das Besondere an diesem Haus aber sind die M�dchen. Madame Zairah hat sie von der Stra�e geholt, sie �blen Zuh�ltern entrissen, denen ein Menschenleben �berhaupt nichts bedeutet, die f�r einen Piaster ohne zu z�gern jemanden umbringen. Diese entwurzelten M�dchen hat sie in ihr Haus geholt, wo sie eine erstklassige Schulbildung bekommen, alle M�dchen k�nnen lesen und schreiben und sprechen flie�end englisch. Die M�dchen bei Madame Zairah sind Prostituiere ja, das ist richtig, aber sie machen es aus freien St�cken, weil es ihnen Spa� macht, weil sie viel mehr Geld verdienen als irgendwo anders und weil sie so viel besser ihre Familien unterst�tzen k�nnen. Sie werden dort keinen Zwang erleben, keine Gewalt, keine Unterdr�ckung. Jedes M�dchen kann den Gast ablehnen, wenn sie nicht m�chte."
Paul lauschte nachdenklich den Ausf�hrungen Harolds. Seit �ber drei Monaten war er nun schon ohne eine Frau. Er war verheiratet und wann immer er auf seinen Reisen Geschlechtsverkehr mit sogenannten leichten M�dchen gehabt hatte, waren Schuldgef�hle seine t�glichen Begleiter gewesen. Doch nach so vielen Wochen fernab der Heimat sehnte er sich nach einer weiblichen Gef�hrtin. Tief in ihm tobten ungeb�ndigte Gef�hle, geheime W�nsche, Leidenschaften. Harold hatte inzwischen weitergeredet, wie exklusiv das Haus der Madame Zairah war, das man gro�en Wert auf das savoir vivre legte, die Umgangsformen, die Kleidung. Der junge Maler holte ein kleines Skizzenbuch aus der Tasche und reichte es Paul. Dieser nahm es z�gernd entgegen und begann es durchzubl�ttern.
Was er sah, verbl�ffte ihn. Harold hatte einige der M�dchen bei Madame Zairah portr�tiert. Ihre jungen K�rper pr�sentierten sich auf den Bildern in h�chst verf�hrerischen Posen, einige tobten herum, neckten einander, k��ten sich, einige waren bei der Morgentoilette zu sehen, beim Baden, beim lustvollen Verkehr mit G�sten. Alles in allem war es ein h�chst pikantes B�chlein.
"Na, haben meine bescheidenen Zeichnungen ihr Interesse geweckt ? Kommen sie Paul, geben sie sich einen Ruck. Ich werde sie heute abend mit zu Madame Zairah nehmen. Und was auch immer sie w�nschen, wenn sich ein M�dchen bereit findet, es ihnen zu erf�llen, dann werden sie eine unverge�liche Nacht erleben."
Paul dachte pl�tzlich an eine ganz geheime Phantasie, die tief in seinem Herzen schlummerte, einen Wunsch den er schon so lange hegte. Etwas, das er nie seiner Frau anvertraut hatte, eine Sehnsucht, die zu erf�llen, er sich bisher immer verwehrt hatte. Aber wenn es vielleicht ein M�dchen gab in diesem Haus, das ihm diesen Wunsch aus freien St�cken erf�llen wollte ? Paul k�mpfte mit sich. Am Ende nickte er zustimmend.
"Gut, dann ist es also abgemacht. Dann werde ich noch einiges erledigen und sie heute abend so nach dem Essen hier abholen. Ist Ihnen das recht ?"
Paul nickte und starrte sinnend Harold hinterher, der mit seinem unbeholfenen Gang bereits wieder in Riesenschritten zur T�r eilte. Als sich die T�r schlo�, seufzte Paul auf und begann einige der Zeichen mit Darstellungen in seinem eigenen Notizbuch zu vergleichen, das er vom Schreibtisch nahm. Die �bereinstimmungen in der Bedeutung zwischen diesen �gyptischen Symbolen und den Zeichen aus Zypern war in der Tat �u�erst verbl�ffend. Er durchbl�tterte hastig die Seiten und vertiefte sich in die dort aufgeschriebene Sage vom G�rtel der Aphrodite. Er konnte einfach keinen Zusammenhang zwischen dem G�rtel und diesen geheimnisvollen Zeitt�ren herstellen, obwohl es ihn geben mu�te, dessen war er sich ganz sicher. In all diesen Texten war ein Schl�ssel verborgen, der dem, der das R�tsel l�sen konnte, den Weg zum G�rtel der Aphrodite weisen w�rde - und damit zu unerme�licher Macht.

Einige Stunden sp�ter, klopfte es st�rmisch an Pauls Zimmert�r. Paul schreckte aus seinen Gedanken �ber die beschriebenen Symbole auf. Er warf einen Blick auf seine Taschenuhr. Er hatte seit �ber vier Stunden �ber den Dokumenten gebr�tet !
"Ja sofort, nur einen Augenblick noch."
Paul erhob sich von seinem Schreibtisch und verstaute sein Notizbuch in seinem Reisegep�ck. Kurz entschlossen f�gte er noch die Kopien der soeben studierten Texte bei und verschlo� alles in einer kleinen st�hlernen Kassette, in der er seine Reisepapiere und sein Bargeld aufbewahrte. Dann ging er zur T�r und �ffnete. Ein strahlender Harold Winslow kam ins Zimmer, diesmal in einen noch farbenpr�chtigeren Anzug gewandet.
"Ich habe alles in die Wege geleitet, mein Bester. Madame Zairah freut sich auf unseren Besuch, ja sie war direkt begeistert, als sie h�rte, das ich den Leiter unserer kleinen �gyptenexpedition mitbringe."
"Zuviel der Ehre Harold. Wenn ich ehrlich bin ist es mir direkt ein wenig peinlich."
"Ach Unsinn Paul. Wissen sie, dort sind die sch�nsten M�dchen Alexandrias versammelt, und ich bin sicher auch sie werden ihren Schatz finden. Und denken sie daran, jedes M�dchen bei Madame Zairah ist dort, weil es ihr Spa� macht. Sie werden zu nichts gezwungen, im Gegenteil, sie bekommen sogar eine Schulbildung. Im Gegensatz zu den Moralvorstellungen unserer pr�den europ�ischen Welt, haben junge M�dchen n�mlich sehr wohl Spa� an sexueller Bet�tigung, wenn sie dabei keinem Zwang unterliegen und ihre v�llige Entscheidungsfreiheit behalten."
Paul nickte sinnend. Er freute sich, trotz seiner zwiesp�ltigen Gef�hle darauf, die M�dchen kennenzulernen und mit einem davon eine Nacht zu verbringen, in der seine geheimste Phantasie vielleicht erf�llt werden w�rde. Denn wenn er ganz ehrlich war, beherrschten ihn diese Tr�ume, dieses Verlangen schon seit vielen Jahren. Er war verheiratet, ja, hatte drei Kinder, auch das, aber wenn er mit seiner Frau intim wurde, erm�glichte ihm nur der Gedanke an seine W�nsche den Vollzug der ehelichen Pflichten. Kurz entschlossen zog er sich seine Jacke �ber und nahm die Brieftasche an sich. Harold klopfte ihm jovial auf die Schulter.
"Ich habe mir erlaubt, eine Arabeah zu bestellen, selbstverst�ndlich sind sie eingeladen."
Paul machte Anstalten Harold einen Teil des Fahrgeldes aufzudr�ngen, aber der blieb bei seinem Entschlu�, die Kutschfahrt zu bezahlen. So begaben sie sich die Treppe hinab, durch die Eingangshalle des Hotels, hinaus auf die Stra�e, wo eine Arabeah auf sie wartete. Das Gef�hrt war zwar schon einige Jahre alt, doch sehr ger�umig. Die Sitzfl�chen waren mit Leder bezogen, das aber an vielen Stellen bereits abgewetzt oder zerfetzt war. Au�erdem entstr�mte den Leder ein scharfer Schwei�geruch. Vor der Kutsche waren zwei Schimmel gespannt, deren Schw�nze mit Henna gef�rbt waren. Sie stiegen ein, und die Fahrt begann. Im gem�chlichen Tempo ging es an Eselkarren, schimpfenden Stra�enh�ndlern, Wasserverk�ufern, Tagedieben, Bettlern, Prostituierten und Blumen- und Obstverk�ufern vorbei, die ihre Waren lauthals anpriesen. Paul betrachtete gleicherma�en fasziniert und abgesto�en das hektische Treiben, sah das Elend, das er so gerne behoben h�tte, bemerkte die kleinen Gaunereien und T�uschungen, sah einen Erdbeerverk�ufer der seine Ware jedesmal kurz in den Mund nahm, um eine leuchtend rote Farbe zu erzeugen, und eine Touristin die kurz darauf eine Schale erwarb. Doch all das waren nur kurze Eindr�cke, die bald verbla�ten, als sie die Stadt hinter sich lie�en und auf das etwas au�erhalb gelegene Villenviertel zusteuerten. Harold entlohnte den Kutscher, der sich wortreich f�r das Trinkgeld bedankte, und wies ihn an, sich gegen Mitternacht wieder hier einzufinden. Dann ging er mit Paul auf das in einem pr�chtigen Garten gelegene Haus zu. Die T�r bestand aus massivem Holz und Harold mu�te sich geh�rig anstrengen, als er den T�rklopfer bet�tigte. Eine Klappe wurde zur Seite geschoben und sie wurden von einem Augenpaar mi�trauisch gemustert.
"Harold Winslow und Paul Martin. Madame Zairah erwartet uns bereits." verk�ndete Harold selbstbewu�t. Daraufhin wurde ein schwerer Riegel zur�ckgezogen und die T�r �ffnete sich.
Ein dicklicher Mann in Pluderhosen und traditioneller Tracht bedeutete ihnen einzutreten und f�hrte sie, nachdem er die massive T�r wieder verriegelt hatte, einen dunklen Flur entlang.
"Das ist Achmed, Madame Zairah hat ihm hier ein Zuhause gegeben. Man hat ihn als kleinen Jungen kastriert. Eine wirklich schlimme Geschichte. Er ist Madame Zairahs rechte Hand und sorgt daf�r, das Zairah und die M�dchen sicher sind. Er verg�ttert sie und w�rde sein Leben f�r sie geben.  Soviel ich geh�rt habe, ist er ein sehr begabter Musiker, doch leider spielt er nicht vor Publikum."
Pauls Magen krampfte sich zusammen, als er vom Schicksal des jungen Mannes h�rte. Er wu�te zwar �ber die unmenschlichen Praktiken im Orient Bescheid, wo man Jungen kastrierte, und sie als Haremsw�chter einsetzte, ja manchen von ihnen sogar die Zunge abschnitt, damit sie den M�dchen keine orale Befriedigung gew�hren konnten, doch als er jetzt Achmed so vor sich gehen sah, bemitleidete er den jungen Mann, dessen Fettleibigkeit ein Resultat seiner Entmannung war. Wieder einmal zweifelte er am Zivilisationsstand der menschlichen Rasse, angesichts solcher Greueltaten.
Sie kamen in eine ger�umige Halle deren Mittelpunkt ein �ppiger Springbrunnen mit Zierfischen bildete. Ringsherum waren kleine Tische und Sitzgelegenheiten drapiert, auf denen sich verf�hrerische junge M�dchen r�kelten. Einige G�ste sa�en in den Nischen und tranken Cocktails und Whiskey, die ihnen zwei aufmerksame, nubische Kellner servierten. Im Hintergrund spielte ein wei�haariger Mann auf einem Fl�gel europ�isch inspirierte Musik
Eine kleine, fast unscheinbare Frau in blaue Seidengew�nder geh�llt, kam langsam auf sie zu. Ihre Gesichtsz�ge dr�ckten eine gewisse aristokratische Vornehmheit aus und ihr �u�eres war trotz ihres fortgeschrittenen Alters perfekt gepflegt und die wei�en Str�hnen in ihrem ansonsten langen schwarzen Haaren, unterstrichen noch ihre nat�rliche Eleganz. Sie trug wenig Schmuck, nur eine goldene Kette, deren Anh�nger Paul zu seinem Erstaunen als eine Darstellung der Isis erkannte.
Sie reichte den M�nnern nacheinander die Hand, die sie h�flich mit einem Handku� begr��ten.
"Ich freue mich au�erordentlich sie in meinem bescheidenen Haus begr��en zu d�rfen, mein lieber Mister Martin. Ihr Mitarbeiter Mister Winslow hat mir schon viel �ber sie erz�hlt und ich freue mich behaupten zu k�nnen, das viele Mitglieder ihres Expeditionsteams in meinen R�umlichkeiten bereits Entspannung und Sinnenfreude genie�en durften."
Paul war angenehm �berrascht wie kultiviert sie sich ausdr�ckte. Ihr Englisch war nahezu perfekt. Kein Vergleich mit dem schmutzigen Rotlichtviertel der Stadt. Langsam entspannte er sich. Seine Bef�rchtungen, hier in eine Lasterh�hle gef�hrt zu werden, schienen sich gl�cklicherweise nicht zu best�tigen. Anderenfalls h�tte er auch sofort das Etablissement verlassen. Obsz�nit�ten und sprachliche Entgleisungen, die Menschen zu blo�en Objekten reduzierten, widerten ihn an und erzeugten k�rperliches Unbehagen bei ihm. Madame Zairah bot ihnen Champagner in fein geschliffenen Kristallgl�sern an und er nickte anerkennend zu dem guten Jahrgang und der idealen Temperatur. Madame Zairah registrierte l�chelnd seine �berraschung.
"So geht es vielen, mein lieber Mister Martin. Was man ansonsten von Alexandria kennt sind dunkle Gassen, Greueltaten, M�dchen die zur Prostitution gezwungen werden, Unrat, widerliche Dinge, Gewalt und Grausamkeiten. All das werden sie in meinem Haus nicht finden. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den M�dchen ein Zuhause zu geben, die auf der Stra�e gelandet sind, die ihren K�rper unter den schlimmsten Bedingungen f�r einige Piaster verkaufen m�ssen. Ihnen gebe ich bei mir ein Obdach. Sie erhalten saubere Kleider, geregelte Mahlzeiten, eine Schulbildung, auf die ich gro�en Wert lege, ich erkl�re ihnen die Ma�nahmen zur Verh�tung, sorge f�r ihren sp�teren Werdegang, all das gegen einen geringen Anteil am Verdienst der M�dchen. Den Rest k�nnen sie behalten und frei dar�ber verf�gen. Die meisten jedoch sind darauf bedacht, das Geld zu sparen, f�r ihre sp�tere Aussteuer oder f�r ihre Kinder, damit die es sp�ter einmal besser haben. Aber selbstverst�ndlich ist und bleibt dieses Etablissement ein Bordell. Ich finde nichts Schlimmes daran, wenn die M�dchen, intimen Kontakt mit M�nnern, oder was auch vorkommt, mit Frauen, haben, wenn sie es selbst wollen. Viele haben unter den unw�rdigsten Bedingungen auf der Stra�e gearbeitet, und haben unter Zwang Fertigkeiten erlernt, die sie hier einsetzen k�nnen, um Geld zu verdienen, und zwar aus eigenem, freien Willen. Jedes M�dchen, das ich von der Stra�e hole, und das nicht mehr in diesem Gewerbe arbeiten m�chte, vermittle ich als Dienstm�dchen oder suche ihr eine andere Arbeit, damit sie ihre Familie unterst�tzen kann. Ich versichere ihnen, jedes meiner M�dchen hat wirklich Spa� daran. Nicht jede ist f�r alle Spielarten der Liebe zu begeistern, aber ich bin sicher, das wir all ihre W�nsche erf�llen k�nnen."
"Das klingt, als ob Sie eine Heilige w�ren", meinte Paul verbl�fft. Dieser Satz brachte Madame Zairah zum Lachen. Zu einem herzhaften, fr�hlichen Lachen.
"O nein, mein Lieber. Ganz und gar nicht. Ich bin Gesch�ftsfrau. Doch die M�dchen sind mein Kapital, und je wohler sie sich f�hlen, um so mehr verdiene ich an ihnen, und sie an Kunden wie Ihnen. W�rden Sie f�r ein verdrecktes, ungebildetes M�dchen genauso viel Geld ausgeben wie f�r ein sauberes, gebildetes?" Paul schaute nachdenklich �ber die M�dchen und sch�ttelte verneinend den Kopf.
"Sehen Sie", sagte Madame Zairah mit einem feinen L�cheln. "Die M�dchen profitieren davon, ihr Geld nicht mehr auf der Stra�e verdienen zu m�ssen, und ich profitiere davon, da� sie alle h�bsch aussehen, sauber sind und keine Krankheiten haben, die Sie sich auf der Stra�e ohne weiteres jederzeit einfangen k�nnten, und da� sie h�flich und kultiviert sind. Neben all ihren anderen Fertigkeiten, nat�rlich. Doch die sind wie gesagt nicht nur mein Verdienst. Das Leben auf der Stra�e hat sie -"
Madame Zairah wurde von Harold unterbrochen, der freudig aufschreiend aufgestanden war und mit einem breiten Grinsen im Gesicht die Arme ausbreitete. Ein junges M�dchen mit langem dunklen Haar hatte den Saal betreten und lief jauchzend auf ihn zu. Sie sprang ihm in die Arme und er wirbelte sie voller Gl�ckseligkeit herum. Dann setzte er sie ab und stellte sie Paul vor.
"Das ist Neferi ! Mein Juwel, mein Augenstern, das M�dchen, mit dem ich in den letzten Wochen fast jeden Abend verbracht habe, obwohl das meine gesamten Ersparnisse verschlungen hat. Aber sagen sie selbst Paul, ist das nicht wahrlich ein Prachtm�dchen ?"
Harold zog dem jungen M�dchen das Gewand auseinander, wobei er ihren kindlichen K�rper den Blicken aller aussetzte. Das M�dchen st�rte sich nicht daran. Im Gegenteil: Paul bemerkte, wie die Kleine sich stolz umschaute; stolz darauf, da� Harold von allen M�dchen sie ausgesucht hatte. Sie ging ganz offensichtlich nach anderen Werten als die europ�ischen M�dchen in ihrem Alter, die bei einer derartigen Vorf�hrung vor Scham wohl in den Boden versunken w�ren. Harold indes schaute nicht weniger stolz zu Paul, w�hrend er ihm Neferis kindlichen K�rper pr�sentierte.
"Ist das nichts, mein Bester? K�nnen sie bei diesem Anblick der Jugend, der Unschuld, k�nnen sie da in der Tat noch einen Gedanken an ihre Frau hegen? Oder reizt es sie nicht bis in die letzte Faser, diesen K�rper ihr eigen zu nennen? Mit ihm zu verschmelzen, wie sie es noch nie erfahren haben ? Mit all den versteckten Trieben? Wer kann bei diesem Anblick �berhaupt noch denken? Ich nicht." Er lie� den Stoff los, drehte das M�dchen ein wenig unsanft  an der Schulter herum und gab ihr einen spielerischen Schlag auf den Po. Anschlie�end zog er ihre h�bschen Hinterbacken auseinander, und starrte einige Sekunden lang versonnen auf die kleine, gerunzelte Stelle, die sich seinen Blicken darbot; in Gedanken schon mit dem M�dchen im Bett. Schlie�lich ri� er sich von diesem  sehr erregenden Anblick los und gab dem Kind einen weiteren Klaps auf den Po, der das M�dchen zu einem Kichern verleitete. Anscheinend kannte sie die burschikose Art von Harold Winslow bereits sehr gut.
"Ab mit dir, mein Engel. Ich m�chte jetzt nichts weiter, als mit Dir im Bett alle Freuden  des Orients und des Okzidents zu genie�en. Ach Paul!" Er drehte sich wieder zu seinem Begleiter, der nicht wu�te, ob er sich �ber Harolds ungez�geltes, schamloses Verhalten aufregen oder am Anblick des s��en, leicht bekleideten Kindes erregen sollte, das kichernd in Richtung einer prunkvollen Holztreppe davoneilte.
"Reden sie mit Madame Zairah. Wie ausgefallen ihre W�nsche auch sein m�gen, sie wei� jemanden, der sie ihnen erf�llen wird Paul." Er gluckste. "Ganz bestimmt. Wir sehen uns sp�ter." Mit diesen Worten drehte er sich zu dem M�dchen um, das reglos am Fu� der Treppe stand und auf ihn wartete. Er holte Luft und machte ein grimmiges Gesicht; gleichzeitig streckte er die H�nde aus, als wollte er sie fangen, und st�rzte auf sie zu. Das M�dchen schrie hell auf und rannte lachend die Treppe hoch.
Nur noch mit Madame Zairah allein am Tisch, �berkam ihn pl�tzlich eine altvertraute Unsicherheit, die ihn immer anhand einer neuen, unbekannten Situation heim suchte. Zairah schien sein Z�gern zu bemerken und legte beg�tigend ihre Hand auf seine, die leicht zitterte.
"Aber, aber Mister Martin. Sagen sie mir einfach was sie m�chten. Dann kann ich ihnen sagen ob wir ein M�dchen in unserem Haus haben, das Spa� an der von ihnen gew�nschten Spielart hat. Wenn nicht, nun dann k�nnen sie noch immer ganz einfach die Gesellschaft eines M�dchen genie�en, ohne ihre spezielle Neigung auszuleben, oder aber sie k�nnen zur�ck zu ihrem Hotel fahren. Allerdings bin ich ziemlich sicher, das wir f�r sie das Passende finden werden."
So best�rkt, begann Paul stockend von seinen geheimsten Gedanken zu berichten. Es fiel ihm sichtlich schwer, doch der aufmunternde, verst�ndnisvolle Blick von Madame Zairah half ihm, sein anf�ngliches Stottern zu �berwinden und bald schon sprudelten die S�tze nur so aus ihm hervor. All das, was sich seit Jahren in ihm angestaut hatte. Detailliert beschrieb er seine Tr�ume, was er sich immer und immer wieder ausgemalt hatte. Madame Zairah schien davon nicht im Mindesten erstaunt oder angewidert zu sein. Vielmehr nickte sie beg�tigend und l�chelte ihn an. Dann wandte sie sich zum hinteren Teil des gro�en Saals. Ihre Stimme ert�nte glockenhell, trotz der Musik im Hintergrund.
"Serami ! Komm her mein Schatz !"
Paul verschlug es die Sprache, als das M�dchen, welches von Zariah Serami genannt worden war, aus dem hinteren Teil der gro�en Halle nach vorne zu ihnen eilte.
Die Kleine war eine reine Augenweide. Etwa zw�lf, wie er sch�tzte, verf�gte sie �ber einen knabenhaft schlanken K�rper, mit eben erwachenden, sprie�enden Br�sten. Ihre Arme und Beine, die aus dem fast durchsichtigen, wei�en Kleidchen schauten, waren sehr schlank, ihre schwarzen Haare, die lang und lockig �ber die Schultern fielen, schimmerten in dem ged�mpften Licht. Ein seidiger Glanz lag darauf, ein Effekt, der ihn bezauberte. Ihre dunklen Augen sahen ihn erwartungsvoll an.
"Einen sch�nen guten Abend, Serami", begr��te Paul das M�dchen und gab ihr einen vollendeten Handku�. Das M�dchen neigte l�chelnd den Kopf.
"Guten Abend", sagte sie mit einer hellen, weichen Stimme. "M�chten Sie etwas zu trinken?"
"Sp�ter." Er lie� seine Augen �ber ihren K�rper wandern, in dem Bewu�tsein, ihn in wenigen Minuten ganz nackt bewundern zu k�nnen. "Hinterher."
Madame Zairah nickte verst�ndig l�chelnd. "Ich sehe sie haben ihre Wahl bereits getroffen. Geh zur Treppe Serami. Ich regle mit dem Herrn nur noch das Gesch�ftliche." Das M�dchen schien fast durch den Raum zu schweben, als es davon eilte, um auf ihn an der Treppe zu warten.
"Serami ist wirklich ein ganz besonderes M�dchen. Sie hat viel durchgemacht, doch ihre Nat�rlichkeit nicht verloren. Ich habe selten ein so wi�begieriges, fr�hliches und dabei f�r ihr Alter erstaunlich sinnenfrohes Kind gesehen, das sehr viel Spa� an allen Spielarten der Sexualit�t hat."
Madame Zairah bedeutete ihm, sich zu Achmed zu begeben, der an der Bar am Ende des Saals stand, um dort zu bezahlen. Derweil w�rde sie Serami genau davon in Kenntnis setzen, was Paul w�nsche. Paul erhob sich und ging ein wenig verkrampft zu Achmed, der ihn aber l�chelnd begr��te und ihm mit seiner unverbindlichen Plauderei viel von der Scheu nahm. Offensichtlich hatte sich Achmed mit seinem Schicksal arrangiert und hier bei Madame Zairah ein neues Zuhause gefunden. Paul bezahlte die geforderte Summe und ging dann zu Serami hin�ber zur Treppe, w�hrend Madame Zairah, ihm zunickend, durch den Saal ging, um mit einigen G�sten an den Tischen zu plaudern. Paul war ganz aufgeregt und hatte eine trockene Kehle und die Schwei�perlen standen ihm auf der Stirn, als er Serami die Treppe hinauf in die oberen Stockwerke folgte, wo sie mit ihm ein Zimmer betrat, das zwar klein, aber daf�r wirklich h�bsch eingerichtet war. Weiche Teppiche bedeckten den Boden, ein breites Messingbett nahm den gr��ten Teil des Raumes ein, ein Waschtisch, ein Spiegel dar�ber, eine Kommode, und eine Flasche Champagner in einem Sektk�hler sowie zwei Gl�ser, die allesamt auf der Kommode standen. Paul schlo� die T�r, w�hrend Serami sich neben das Bett stellte und ihn erwartungsvoll ansah.
"Du wei�t, was ich will?" fragte Paul mit rauher Stimme. Serami nickte.
"Madame Zairah hat es mir erz�hlt." Sie schl�pfte aus ihrem Kleid, legte es �ber das Bettgestell  und schaute dann wieder zu Paul. "Zieh dich aus, Du Schwein." Ansatzlos verfiel sie in die Rolle, die er sich von ihr erw�nscht hatte und f�r die er sein Geld bezahlt hatte. Seine ganz geheime Phantasie, die er seit so vielen Jahren immer weiter perfektioniert hatte. Die seine Gedanken erf�llte, wann immer er mit seiner Frau schlief, ja die der einzige Grund war, aus dem er mit seiner Frau schlafen konnte, aus dem er einen Steifen bekam. Ein niedliches kleines M�dchen das ihn dominierte, das ihm zeigte wie verdorben und verabscheuensw�rdig er w�re und das ihn verbal erniedrigte und ihm dennoch am Ende all seine abartigen W�nsche erf�llte, die ihm doch ganz nat�rlich erschienen.
Paul atmete erregt ein, als er dies h�rte. Er ri� sich fast die Kleidung vom Leib, von dem M�dchen aufmerksam beobachtet.
"Du perverses St�ck Dreck", sagte sie, w�hrend er sich auszog. "Wie kann ein Mann nur so verkommen sein?" Ihr Englisch war wirklich �berraschend gut, selbst solch schwierige Ausdr�cke schien sie m�helos zu beherrschen.
Pauls Glied wuchs sehr schnell. Er warf sich auf das Bett, die Beine weit gespreizt. Das M�dchen setzte sich auf seinen Bauch, das Gesicht zu ihm gewandt. Pauls H�nde fuhren zu ihren winzigen, gerade erkennbaren Br�sten. Er massierte sie, rieb daran, seine Finger erkundeten gierig ihre Knospen. Zitternd sah er, wie die Brustwarzen des M�dchens hart wurden. Eine noch st�rkere Welle der Erregung durchflutete ihn und lie� seinen Schwanz noch h�rter werden.
"Du bist so verkommen!" fl�sterte das M�dchen. "Du solltest lieber im M�ll schlafen anstatt in einem Bett."
Paul st�hnte erregt auf. "Red weiter!"
"Du bist so eine perverse Sau." Sie rutschte h�her, sa� nun auf seiner Brust. Seine Finger gingen zu ihrer v�llig haarlosen Scheide, betasteten sie, �ffneten sie, drangen ein. Er f�hlte eine leichte Feuchtigkeit, Unschuld, Vollkommenheit. "Jeder normale Mensch w�rde sich sch�men, an diese Dinge nur zu denken, und du tust sie? Man m��te dich �ffentlich foltern und steinigen."
"O ja!" Er zog das M�dchen erregt am Po an sich heran. Ihre Scheide war nun fast �ber seinem Mund.
"Auf dich zu pissen ist noch viel zu gut f�r dich", fl�sterte das Kind. "Selbst auf dich zu schei�en w�re Verschwendung. Meine Schei�e ist viel mehr wert als du!"
Paul wimmerte. "Tu es! Bitte!"
Das M�dchen l�chelte grausam. "Nein. Du bist es nicht wert."
Pauls Glied begann, zu zucken. "Doch! Zeig mir, wie wenig ich wert bin. Pi� auf mich!"
"Du bist selber nur Auswurf", fl�sterte das M�dchen, und im gleichen Moment scho� der Urin aus ihrer Scheide. Der hei�e, goldene Strahl traf Paul mitten ins Gesicht. Der Mann fing an, zu weinen. Er dr�ckte sein Gesicht in ihre Scheide, in den Urin, rieb es hin und her, st�hnte wie kurz vor dem Orgasmus, schleckte mit der Zunge durch ihren Schlitz, trank den goldenen Saft und hielt das M�dchen an den H�ften fest, damit es nicht aufh�rte.
"So etwas Widerliches wie Du ist mir noch nicht begegnet", wisperte das M�dchen. "Du w�rdest wohl alles tun, nur um mal kr�ftig zu spritzen, was?"
Paul nickte schnell, w�hrend er die letzten Tropfen ihres Urins aus ihr saugte und dann ihre Scheide ausleckte. Das M�dchen schlo� erregt die Augen. Einen Moment sp�ter machte sie sich los, drehte sich auf ihm, sa� nun mit dem R�cken zu ihm, rutschte zu seinem Unterleib, nahm sein Glied und f�hrte es langsam ein. Paul st�hnte laut, als er den hei�en, nassen Kanal betrat, der sich eng um sein Glied legte.
"Jetzt!" fl�sterte er. "Mach es jetzt, Serami!"
Sie schaute ihn �ber ihre Schulter hinweg an, die dunklen Augen ausdruckslos, tiefe
dunkle Seen, deren Grund er nicht erkennen konnte und die doch eine Abscheu und Verachtung ausdr�ckten, ganz wie es ihre Rolle verlangte, was seine Lust nur noch mehr anstachelte.
"Du bist es nicht wert, Paul."
"Doch!" wimmerte er und schob sein Glied ganz in sie. "Doch, Serami!"
"Nein."
"Bitte!" Er begann, sie zu ficken. Sie blieb reglos und ruhig auf ihm sitzen.
"Du sollst leiden!" sagte sie leise, und f�r einen winzigen Moment vermeinte er Ha� in ihrer Stimme zu erkennen, doch die Erregung lies ihn den Gedanken daran sofort wieder vergessen. "So wie alle unter Dir zu leiden hatten. Alle die M�dchen denen du so etwas angetan hast." Es war egal das es solche M�dchen nicht gegeben hatte, er konnte ihr nicht sagen, das sie die Erste war, nicht so kurz vor dem Ausleben seines geheimsten Traumes. Paul wurde schneller, doch die Erf�llung n�herte sich nicht.
"Bitte!" winselte er. "Tu es!"
Das Kind schaute ihn lange an, erh�hte seine Qualen dadurch noch mehr. Paul begann wieder, zu weinen.
"Bitte!" flehte er das M�dchen unter Tr�nen an, w�hrend sein Glied heftig in ihrer kindlichen Scheide arbeitete. "Bitte, Serami! Zeig mir, da� ich nur Dreck bin!"
"Du bist der letzte Dreck!" fl�sterte sie voller Ha�, und im gleichen Moment �ffnete sich ihr After. Paul schrie vor Lust, als sich die hei�e, dunkle Masse auf seinen Bauch legte. Er fickte das Kind wie rasend, dr�ckte ihren Hintern in ihre Ausscheidung, sp�rte wie es sich auf seiner Haut verteilte, und kam gewaltig. Sein Glied sprengte das Kind fast, als es seinen Samen nach drau�en lie�. Serami tobte auf ihm herum, rieb ihren festen Po gegen seinen Bauch, dr�ckte sich mit aller Kraft an ihn, bis er verausgabt seine H�nde sinken lie� und schwer atmend im Bett lag.
"Du versautes St�ck Dreck!" zischte das M�dchen leise, w�hrend sie sich umdrehte. "Du solltest die Schei�e von Schweinen fressen!"
"Ohhh!" Trotz seiner Schw�che warf Paul das M�dchen herum, auf den Bauch, und vergrub sein Gesicht in ihrem dreckigen Hintern. Sein Glied wuchs wieder, als er das Kind sauber leckte, als er ihre kotbeschmierten Backen sah, den ihn erregenden Duft einatmete und den bitters��en Geschmack auskostete, der ihm fast den Verstand raubte. Er war gerade damit fertig, als sich ihr After erneut �ffnete. Paul konnte es nicht fassen, so voller Gl�ckseligkeit, trunken im Taumel seiner Lust, als er seinen Mund auf die kleine �ffnung legte und mit aller Kraft saugte. Er nahm ein kleines St�ck, geno� den Geschmack auf der Zunge, legte sich im h�chsten Ma�e erregt �ber das kleine M�dchen, das die Beine anzog, dabei die Pobacken mit den H�nden �ffnend und setzte sein Glied an, um gleich darauf tief in sie einzudringen, an jener hinteren Pforte, die ihm bisher stets verschlossen geblieben war, bei den wenigen Frauen, mit denen er bisher geschlafen hatte.
"Du fickst Schei�e?" h�hnte sie. "Mann, Du bist ja noch �rmer dran als ich dachte. Sag blo�, es gef�llt Dir, Deinen Schwanz in meine Schei�e zu stecken!"
"OHHHH!" Paul stie� sein Glied bis zum Heft in ihren zw�lfj�hrigen Hintern und fickte sie, da� ihm der Schwei� �ber die Stirn lief. Das M�dchen beschimpfte und verh�hnte ihn fortw�hrend, bis er vor Lust tats�chlich winselte und seinen restlichen Samen in ihren Darm scho�. Dann fiel er schwer atmend auf sie und schnappte nach Luft, w�hrend sein Glied immer kleiner wurde und schlie�lich aus ihr heraus rutschte. �chzend fiel er auf die Seite. Serami drehte sich zu ihm, nahm sein weiches Glied in die Hand und l�chelte ihn an. Sie wechselte ohne erkennbaren �bergang erneut die Rolle.
"Hat es Ihnen gefallen?"
Paul nickte ersch�pft. "Es war das beste Erlebnis seit vielen Jahren, Serami. Du bist wirklich wunderbar. Ich bin das erste Mal seit langer Zeit zweimal gekommen."
Das M�dchen dr�ckte sich geschmeichelt an ihn und spielte sanft mit seinem Glied, das jedoch weich blieb. Paul rang nach Luft, versuchte verzweifelt das eben Erlebte festzuhalten, sich diese Momente tief in sein Ged�chtnis einzupr�gen. Etwas so Wunderbares, Einzigartiges hatte er noch nie erlebt.
Einige Minuten sp�ter hatte Paul sich soweit erholt, da� er aufstehen konnte. Er zog sich an, w�hrend sich Serami schnell wusch, wobei Paul z�rtlich ihren kindlichen K�rper betrachtete. Dann setzte sie sich nackt auf seinen Scho�.
"Jetzt etwas trinken?" fragte sie erneut.
"O ja!" l�chelte Paul, der seine Finger leicht auf ihre blanke Scheide legte. "Jetzt k�nnte ich etwas vertragen."
"Ich bringe Ihnen etwas." Sie sprang auf und f�llte zwei Gl�ser mit dem herrlich k�hlen Champagner. Paul nahm das Glas dankbar an und trank es - ganz gegen seine Gewohnheit - auf einen Zug aus. Seine Kehle war wie ausged�rrt. Gierig lie� er die perlende Fl�ssigkeit durch seine Kehle rinnen. Das M�dchen nippte nur an ihrem Glas und stellte es dann weg.
"Macht keinen guten Eindruck, wenn ich betrunken bin", kicherte sie. "Madame Zairah sagt immer ich soll nur einen ganz kleinen Fingerhut trinken. Sie mag es nicht, wenn wir M�dchen schon Alkohol trinken. Sie achtet auf unsere Gesundheit." Paul dr�ckte sie l�chelnd.
"Das verstehe ich. Serami, hat es dir -" Er brach ab; sein Gesicht verzog sich �berrascht. Dann schlug er pl�tzlich die H�nde vor den Bauch und beugte sich wie unter Magenschmerzen vor. Das M�dchen beobachtete ihn ausdruckslos.
Nach einigen Sekunden war der Krampf vorbei. Paul sank gegen die Lehne, um sich abzust�tzen. Schwei�perlen traten auf seine Stirn und irgendwie schien das Zimmer sich immer schneller zu drehen. Merkw�rdige farbige Kreise erschienen vor seinen Augen, er verlor seine Orientierung, alles wurde flie�end und taumelnd fiel er auf das Bett. Kurz darauf verlor er das Bewu�tsein.
Serami sah ihn pr�fend an. Sie f�hlte seinen Puls und zog ihm die Augenlider hoch. Da alles zu ihrer Zufriedenheit schien, verlie� sie das Zimmer und kehrte kurz darauf mit Madame Zairah, Achmed und einer tief verschleierten Frau wieder.
Madame Zairah war die ganze Situation sichtlich unangenehm, sie betrachtete fast verst�rt den wie leblos daliegenden Engl�nder. Die Verschleierte wandte sich an das M�dchen.
"Serami, Du wirst die Befragung leiten. Er ist an Dich gew�hnt und wird auf den Klang deiner Stimme reagieren. Es w�re gef�hrlich wenn er eine ihm fremden Stimme zu deutlich wahrnehmen w�rde."
Ihre Worte waren befehlsgewohnt und sie sprach fl�sternd, aber doch wohlakzentuiert. Madame Zairahs Miene und ihre Haltung zeigten deutlich, das sie Angst vor der Unbekannten hatte. Obwohl sie dem Orden seit vielen Jahren angeh�rte, hatte sie doch nie zuvor mit der Hohepriesterin Kontakt gehabt. Die Geschichten die man sich hinter vorgehaltener Hand von der Macht der obersten Priesterin der Isis erz�hlte, waren mehr als dazu angetan, bei Madame Zairah Angst und Unbehagen zu wecken, zumal ihre Aufgaben bisher lediglich im �bermitteln von Informationen �ber die Kunden ihres Etablissements bestanden hatten. Jetzt aber war sie direkt involviert und ihr eigentlich gutm�tiger Charakter lie� sie ein wenig daran zweifeln, ob es richtig war, so mit dem Engl�nder zu verfahren. Doch eigentlich hatte sie keine Wahl, wie sie nur zu genau wu�te. Das Geld mit dessen Hilfe sie das Bordell errichtet hatte, stammte vom Orden und nicht wie alle Welt glaubte von ihrem Mann, der in Wahrheit nicht mehr als ein armseliger S�ufer und Spieler gewesen war. Nein, sie mu�te gehorchen, einerseits weil ihre gesamte Existenz davon abhing, andererseits, weil die Hohepriesterin sie mit ihrer Macht so sehr einsch�chterte, das sie, obwohl sie dem Orden angeh�rte, kreidebleich war, und vor Angst ein wenig zitterte. Die Aura dieser verh�llten Frau war einfach atemberaubend und �berm�chtig. Die Verschleierte wandte sich ihr zu.
"Schickt euren Sekret�r aus dem Zimmer, auch eure Dienste werden nicht mehr gebraucht." Zairah erbleichte, doch sie gehorchte. Sie war es nicht gewohnt, das man so mit ihr sprach, doch  anscheinend war die Macht der Verschleierten immens, das selbst Zairah sich augenblicklich ihren Befehlen unterordnete.
Als die Beiden das Zimmer verlassen hatten, reichte die Verschleierte Serami ein Blatt Papier.
"Du kannst lesen ?" Die Verschleierte fl�sterte noch immer.
"Ja, Herrin." antwortete Serami ebenso leise. "Madame Zairah l��t uns im Lesen und Schreiben unterrichten."
"Gut. Stell ihm am Anfang einige leichte Fragen �ber seine Familie, seinen Namen, seine Herkunft. Dann stellst Du nach und nach die Fragen die auf dem Zettel stehen. Wir m�ssen uns beeilen, die Wirkung der Wahrheitsdroge h�lt nicht sehr lange an. Er hat nur eine geringe Dosis bekommen, mehr h�tte vielleicht sein Ged�chtnis gesch�digt. Es ist eine sehr alte Droge aus den Reichen jenseits der gro�en Sandw�ste. So kostbar das ein Tropfen Dein Gewicht in Gold wert ist. Also sei klug Serami und entlocke ihm die Antworten, die ich wissen mu�."
Serami schluckte aufgeregt und nickte. Sie war sich der gro�en Ehre bewu�t, sie war von einer wahrhaft m�chtigen Frau auserw�hlt worden, ihr zu Diensten zu sein, einer Frau, vor der sogar Madame Zairah Angst hatte.
"Er ist ansprechbar Serami. Auch wenn es so aussieht als ob er schl�ft. Er kann Deine Stimme h�ren wenn Du ganz laut und deutlich sprichst."
Serami ging einige Schritte auf das Bett zu und stellte sich neben Paul. Die Verschleierte ging auf die andere Seite des Bettes, um sich kein Wort entgehen zu lassen.
"Paul?" fragte das M�dchen mit zitternder Stimme. Sie r�usperte sich und dann klang ihre Stimme fester. "Wie ist Dein vollst�ndiger Name ?"
"Paul Ebenezer Martin", erwiderte der Mann mit seltsam tonlos klingender Stimme. Als ob ein Geist antworten w�rde. Serami �berlief ein Fr�steln. Die verschleierte Dame mu�te wirklich �ber gewaltige Macht verf�gen.
"Wie alt bist Du Paul ?"
"Zweiundf�nfzig."
"Bist Du verheiratet Paul ?"
"Ja."
"Wie hei�t Deine Frau ?"
"Annabell."
"Habt Ihr Kinder, Paul ?"
"Ja drei. Stuart, der �lteste, dann Victoria und der kleine Paul."
"Wo arbeitest Du ?"
"In Alexandria."
Das M�dchen verzog das Gesicht. Sie war sich bewu�t, das sie einen Schnitzer gemacht hatte. Das Wahrheitsserum erm�glichte zwar ehrliche Antworten, aber wenn sie die Fragen falsch stellte, w�rde die verschleierte Dame nur belanglose Antworten erhalten, die zwar ganz den Tatsachen entspr�chen, aber v�llig ohne Bedeutung f�r sie waren. Und irgendwie war sich Serami ganz sicher, das sie auf keinen Fall erleben wollte, wie es w�re, wenn die Verschleierte zornig werden w�rde.
Sie versuchte es erneut.
"In wessen Auftrag ?"
"Im Auftrag des Britischen Museums." Das war schon besser, das klang vielversprechend.
"Was f�hrt Dich hier nach Alexandria ? Was genau ist hier deine Arbeit?"
"Ich soll antike Gegenst�nde aufsp�ren, Skulpturen, Texte, Grabbeigaben, Informationen �ber Gr�ber, Wertgegenst�nde."
Serami sah auf das Blatt Papier. Sie verstand zwar nicht genau, um was es hier eigentlich ging, aber sie gab sich alle nur erdenkliche M�he.
"Wei�t Du was Aphros ist ?"
"Ja, der Schaum des Samens des Kronos, aus dem Aphrodite erwuchs."
Serami hatte nie etwas davon geh�rt, aber sie gab sich M�he die fremden W�rter so genau wie m�glich auszusprechen, die auf dem Zettel standen.
"Wer ist Pasiphaessa ?"
"Das ist einer der Namen der Aphrodite, der G�ttin der Liebe."
Das war auch auf dem Zettel vermerkt. Serami ging deshalb, ermutigt, zur n�chsten Frage �ber.
"Hast Du jemals vom kestos himas geh�rt ?"
"Ja, der Zauberg�rtel der Aphrodite." Bei diesem Satz bewegte sich Paul unruhig auf dem Lager. Schnell fragte Serami weiter.
"Hast Du in letzter Zeit davon geh�rt ?"
"Ja, in einigen alten Texten ist etwas �ber seinen Verbleib aufgezeichnet. Cleopatra gelangte auf Zypern, dem Hauptheiligtum der Aphrodite in den Besitz des G�rtels. Die Macht dieses G�rtels ist unerme�lich und Cleopatra war kurz davor mit seiner Hilfe das �gyptische Reich zu unerme�licher Gr��e auszudehnen, ehe der G�rtel auf wundersame Weise entschwand."
Serami machte weiter. Im Verlauf der n�chsten Viertelstunde entlockte sie Paul immer mehr Details. Staunend h�rte sie von geheimen Kulten, der Zaubermacht des G�rtels, der jeder Tr�gerin unerme�liche Macht �ber M�nner und Frauen verlieh, von einem Orden der Aphrodite und von geheimnisvollen Portalen, welche in alten Texten die Paul gefunden hatte, erw�hnt wurden.
Das M�dchen war v�llig verwirrt von der F�lle an Informationen. Die Verschleierte war noch n�her herangekommen, um sich auch nicht ein einziges der von Paul gefl�sterten Worte entgegen zu lassen. Dann hatte sie alle Fragen, die auf dem Papier verzeichnet waren, gestellt. Ersch�pft h�rte sie auf.
Die Verschleierte nickte zufrieden. Sie bedeutete Serami mit zur T�r zu kommen.
"Das war sehr gut meine Kleine. Wirklich gut. Du hast eine seltene Begabung."
Sie �berlegte einen Moment, w�hrend Serami sie �ngstlich ansah.
"Da Du nun so eine Menge wei�t, kann ich Dich ja wohl unm�glich hierlassen."
Noch ehe Serami antworten konnte, ging die Verschleierte zur T�r und rief nach Madame Zairah, die mit Achmed einige Augenblicke sp�ter das Zimmer betrat.
"Was hier geschehen ist, wird niemand je erfahren. Noch niemand hat es �berlebt, der sein Schweigen gebrochen hat. Es gab Menschen, die ich bereits mit dem Blick meiner Augen versteinert habe." sagte sie mit Grabesstimme. Madame Zairah erbleichte und auch Achmed stand die Angst deutlich ins Gesicht geschrieben.
 "Das M�dchen da werde ich mitnehmen, ich erkenne eine gro�e Begabung in ihr."
Ohne eine Antwort zu erwarten �bergab die Verschleierte Zairah ein prallgef�lltes Gelds�ckchen, die es mit einem Blick gr��ten Kummers an sich nahm. Ganz offensichtlich war ihr Serami sehr ans Herz gewachsen.
"Das sollte Euch f�r Euren Verlust mehr als entsch�digen. La�t den Fremden noch etwas schlafen, aber bleibt bei ihm. Er wird in der n�chsten halben Stunde aufwachen. La�t ihn zusammen mit seinem Freund gehen, aber dann wi�t Ihr was zu tun ist. Ich erwarte keine mi�liebigen Zwischenf�lle. Ansonsten werdet Ihr meinen Zorn versp�ren und ich lasse Euch doch noch zu Stein erstarren."
Serami wu�te gar nicht wie ihr geschah. Seit sie zwei Jahren von Madame Zairah aus den H�nden eines brutalen Zuh�lters gerettet worden war, hatte sie dieses Haus als ihr Zuhause angesehen, und es viel ihr schwer sich von ihren Freunden zu trennen. Madame Zairah mu�te mit sich k�mpfen, um nicht in Tr�nen auszubrechen, und selbst Achmed, schluchzte verhalten. Nun w�rde sie mit dieser geheimnisvollen Verschleierten irgendwohin gehen. Sie hatte Angst und f�hlte gleichzeitig eine merkw�rdige Neugier. Die Worte des Mannes, der Paul hie�, hatten ihr Interesse geweckt. Sie war sich sicher, das sie mehr �ber diesen mysteri�sen G�rtel erfahren w�rde, wenn sie mit der Verschleierten ging. So holte sie schnell ihre Habe, die aus einigen Kleidern und etwas Schmuck bestand, umarmte Madame Zairah, die ihr das S�ckchen mit dem Geld zuschob, gab Achmed einen Ku�, und der kr�ftige Riese dr�ckte sie an sich und Tr�nen der R�hrung flossen ihm �ber die Wangen. Dann folgte sie der Dame, die auf sie gewartet hatte, zu einer prunkvollen S�nfte, die vor der Villa  stand und in die Serami auf Wunsch der Frau zusammen mit ihr einstieg. Daraufhin hoben die Tr�ger die S�nfte an und setzten sich in Bewegung.

Einige Zeit sp�ter erwachte Paul aus seiner Trance und sah sich verwirrt um.
"Sie haben etwas geschlafen", sagte Madame Zairah beruhigend l�chelnd. "Es war wohl ziemlich anstrengend."
"Das war es." Pauls Gesicht verzog sich verz�ckt, als er an die Momente mit Serami dachte. "Es war aber auch �u�erst befriedigend f�r mich. �u�erst befriedigend." Er stand vorsichtig auf und bewegte Arme und Beine, bis er die Kontrolle �ber seinen K�rper zur�ck hatte.
"Es war hervorragend", fl�sterte Paul mit merkw�rdig kr�chzender Stimme. "Aber wo ist denn Serami ? Ich w�rde mich gerne von ihr verabschieden und sie fragen ob ich wiederkommen darf."
Madame Zairah schritt auf ihn zu und beeilte sich ihn zu beruhigen.
"Serami hat sich zur�ckgezogen. Es ist schon fast Mitternacht. Es ist nicht gut, wenn die M�dchen zu lange aufbleiben. Aber sie hat mir gesagt, das es auch ihr gro�es Vergn�gen bereitet hat, und sie sich freuen w�rde, wenn sie demn�chst mal wieder hierher kommen w�rden."
Paul gab sich mit diesen Worten zufrieden und richtete vor dem Spiegel seine Kleider, nachdem er sich mit etwas Wasser aus der Waschsch�ssel das Gesicht benetzt hatte.
Dann folgte er Madame Zairah hinab in die Halle, wo ein gl�ckselig strahlender Harold Winslow seiner harrte. Man mu�te kein Hellseher sein, um bereits an den funkelnden Augen von Harold zu sehen, das er in den Armen Neferis unvergleichliche Stunden verbracht hatte.
Von Achmed begleitet, verlie�en sie das Haus, nicht ohne sich noch einmal bei Madame Zairah zu bedanken und ihr zu versprechen, schnellstm�glich wiederzukehren. Die Arabeah wartete bereits auf sie und so fuhren sie zur�ck nach Alexandria, Beide gl�cklich ihren Gedanken nachh�ngend, zu sehr mit sich selbst besch�ftigt, um miteinander zu reden. Vor dem Hotel angekommen, bezahlte diesmal Paul den Kutscher, trotz der energischen Proteste von Harold, der dann todm�de ins Hotel wankte, nachdem Paul ihm gesagt hatte, er wolle noch ein wenig in der Dunkelheit spazieren gehen.
Langsam schlenderte er durch die fast menschenleeren Stra�en und bemerkte dabei nicht die drei dunklen Gestalten, die ihm wie auf Katzenpfoten ger�uschlos folgten. Das Erlebnis des heutigen Abends ging ihm noch immer im Kopf herum. Er durchlebte wieder und immer wieder die Momente der h�chsten Lust mit der kleinen Serami. So h�rte er auch nicht die sich hastig n�hernden Schritte, als er sich schon ziemlich weit vom Hotel entfernt hatte, und das Einzige was er noch versp�rte, war ein heftiger Schlag auf den Kopf, ehe er in eine bleierne Schw�rze st�rzte und besinnungslos zusammenbrach.

Als er wieder wach wurde, fand er sich in einer Zelle wieder. Es gab keine Fenster und das einzige Licht, kam von einer langsam erl�schenden Fackel in einer Wandhalterung. Er brauchte einige Zeit ehe er wieder v�llig zur Besinnung kam und sich an die Ereignisse bei Madame Zairah und am Hotel erinnerte. Er war mit schweren Ketten an den Hand- und Fu�gelenken gefesselt und lehnte zusammen gekr�mmt an den kalten, feuchten Fels, aus dem die W�nde seines Gef�ngnisses bestanden.
Pl�tzlich �ffnete sich die T�r und er glaubte seinen Augen nicht zu trauen, als Serami, begleitet von einer in kostbare Gew�nder geh�llten, tiefverschleierten Frau, den Raum betrat. Serami hatte sich v�llig ver�ndert. Sie trug jetzt prunkvolle Kleider,  Geschmeide zierte ihren Hals und ihre Arme. Sie strahlte eine k�nigliche W�rde aus.
"Serami ? Was machst Du denn hier ? Wo bin ich ? Was ist los ?"
Bevor Serami etwas sagen konnte, kam ihr die Verschleierte zuvor.
"Schweig Elender. Diesmal ist es kein Spiel. Diesmal wirst Du Deine Strafe hier in den Verliesen der Isis abb��en. Wage es nicht noch einmal Deine Worte an eine Priesterin der Isis zu richten."
Die Verschleierte funkelte ihn w�tend an, ihre Stimme klang wutverzerrt. Serami indessen stand stumm daneben, nur in ihren Augen spiegelte sich ein heftiger Kampf wieder. Mitleid durchstr�mte sie, doch andererseits f�hlte sie auch die unglaublichen M�glichkeiten, die sich ihr er�ffneten, denn die Gew�nder waren erst der Anfang. Die Verschleierte hatte ihr gesagt, das sie eine Begabung in sich h�tte, eine Begabung, die ihr den Rang einer Hohepriesterin verleihen w�rde, wenn die Verschleierte dereinst ihre Reise ins Reich der Toten antreten w�rde. Darum verschlo� sie jetzt ihr Herz und versuchte den Ausdruck tiefen Schmerzes im Gesicht des Engl�nders zu ignorieren. In seinen Augen leuchtete etwas, das sie f�r Liebe hielt, Liebe die sie nie in ihrem Leben zuvor gesp�rt hatte. Doch sie wu�te auch, das sie diesem Gef�hl nicht nachgeben durfte. Sie war zu H�herem bestimmt.
Paul erschauerte. Der Isis - Kult. Schlagartig wurde ihm alles klar.
"Oh Gott, nein, das darf nicht wahr sein !"
Die Verschleierte sah ihn triumphierend an.
"Wir haben alles was wir brauchen von Dir erfahren. Unter dem Einflu� einer Wahrheitsdroge hast Du alles berichtet, was wissenswert f�r uns war. Denk immer an das Beisammensein mit Serami im Hause von Madame Zairah. La� es diesen Gedanken sein, die Dir die Qualen Deines Todes vers��t."
Mit diesen Worten gingen die die Verschleierte und Serami wieder und lie�en ihn allein. Aus Pauls Kehle entrang sich ein gellender Schrei der Verzweiflung, als er im letzten Licht der erl�schenden Fackeln die Schlangen aus den �ffnungen in den W�nden in seine Zelle gleiten sah.

Es sollten fast hundert Jahre vergehen, ehe das R�tsel um das Verschwinden von Paul Martin gel�st wurde. Ein R�tsel das in direktem Zusammenhang mit dem geheimnisvollen G�rtel der Aphrodite stand, einem magischen Artefakt, dessen Besitz unvorstellbare Macht bedeutete. Und es w�rde an einem jungen M�dchen sein, die Welt vor dem schrecklichen �bel zu bewahren, damit der G�rtel nicht in falsche H�nde gel�nge. Auf Laura Crofft wartete eine Bew�hrungsprobe, deren Ausgang �ber das Schicksal der ganzen Menschheit entscheiden w�rde.
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                                                                                 Kapitel 1

                                                                   Lausanne, Schweiz; 1994

Das Eliteinternat, malerisch gelegen, umrahmt von den Schweizer Bergen, summte wie jeden Morgen voller Aktivit�t. Die hier wohnenden, etwa 140 M�dchen im Alter von zehn bis sechzehn Jahren, die hier eine hervorragende Erziehung und Ausbildung genossen, st�rmten der Reihe nach und unter vielem Reden und Lachen den Duschraum, standen nackt vor den Duschen, unter denen sich schon andere M�dchen wuschen, trieben sie an, wenn es zu lange dauerte, verwickelten sich in Ringk�mpfe, wenn die Aufforderungen zu frech wurden, bespritzten sich gegenseitig mit warmen - und manchmal auch kaltem - Wasser und hatten trotz der nach au�en gewaltt�tig aussehenden K�mpfe einen Riesenspa�, denn den M�dchen gefiel es, nackt miteinander zu ringen. Jede Stelle anzufassen, ohne da� die zuschauenden M�dchen mi�trauisch wurden. Nackte Br�ste an ebenso nackte Br�ste zu pressen. Das Wasser und die Seife dazwischen zu teilen. In langen Haaren zu w�hlen und so zu tun, als w�rden sie daran ziehen. Den Mund auf die Wange zu legen und vorgeben, die andere zu bei�en.
Alle hatten ihren Spa�; nur nicht die elfj�hrige Laura Crofft. Sie wollte etwas anderes als dieses Internat, das hier war ganz und gar nicht die Welt, die sie sich vorstellte.
Das zierlich aussehende M�dchen verf�gte trotz ihres schmalen K�rpers �ber eine Energie, die jeden au�er ihr �berraschte. Ihr langes, dunkelbraunes Haar trug sie meistens zu einem Pferdeschwanz gebunden, ihre braunen Augen schauten mi�mutig in die Welt. Noch immer hatte sie es ihren Eltern nicht verziehen, auf dieses Internat geschickt zu werden, auch wenn sie zugeben mu�te, da� es hier sehr sch�n war. Sie kam in allen F�chern gl�nzend mit, jedoch waren Geschichte, Sport und Literatur ihre Favoriten. Trotz ihrer elf Jahre konnte sie sich au�er in Englisch - ihrer Muttersprache - auch schon in Franz�sisch und Deutsch unterhalten. Nicht flie�end, aber so, da� sie sich verst�ndlich machen konnte. Woher das kam, wu�te Laura selbst nicht zu sagen; Sprachen flogen ihr eben zu, so wie anderen andere Talente. Deshalb war sie auch froh dar�ber das sie nun endlich seit einigen Monaten auch Latein und Altgriechisch als Unterrichtsf�cher hatte. Das war eine wichtige Erg�nzung f�r ihre wahre Leidenschaft - die Geschichte. Die Vergangenheit. Stunde um Stunde hockte sie in ihrem Zimmer oder im Park des Internats, verschlang Buch um Buch, tauchte in l�ngst Vergangenes ein und lie� es vor ihrem inneren Augen zu neuem Leben erwachen, litt mit den Helden der Antike, k�mpfte im Geiste vor Troja, weshalb sie es Heinrich Schliemann noch heute �belnahm, das er Troja schon im 19. Jahrhundert gefunden hatte, forschte mit den Entdeckern der Neuzeit, nahm teil an den atemberaubenden Fahrten eines Christopher Kolumbus oder eines Vasco da Gama, begleitete Marco Polo auf seine Reise in das Reich der Mongolen und w�nschte sich nichts sehnlicher als ein �hnlich aufregendes Leben in nicht allzu ferner Zukunft selbst f�hren zu k�nnen. Auf keinen Fall jedoch ein so langweiliges und reglementiertes Leben wie in diesem Internat, wo au�er der gro�en Bibliothek nichts wirklich Interessantes zu finden war. Darum war sie auch so w�tend auf ihre Eltern. Warum nur hatte man sie ausgerechnet hierher geschickt. Die Schweiz - was sollte es denn da Aufregendes geben ? Hatte es je gro�e Schweizer Abenteurer gegeben ? Nun gut der Wilhelm Tell, aber das war eher ein Kunstsch�tze. Sie erinnerte sich noch genau an den Abend im Arbeitszimmer ihres Vaters, des dreiundzwanzigsten Earls of Dunnbrooke, der sie zu sich gerufen hatte, gleich nach ihrem Ausritt, der mal wieder viel l�nger gedauert hatte, als man es ihr erlaubt hatte. Verschwitzt und zerzaust war sie wie ein Wirbelwind in das Zimmer gest�rmt und gleich am Blick ihres ansonsten sehr nachgiebigen Vaters erkannt, dass man ihr etwas sehr Wichtiges mitzuteilen hatte. Das es eine Verbannung ans Ende der Welt war, damit hatte sie allerdings nicht gerechnet. Sie mochte Schweizer Schokolade, aber ein Schweizer Internat ? Da half es auch nichts, das ihr Vater ihr berichtete, was f�r ein nobles und elit�res Haus diese Schule sei. Viele der ber�hmtesten Adelsfamilien des Landes w�rden ihre T�chter auf diese Schule schicken. Na und ? Was k�mmerte sie das ? Sie wollte ihre Freiheit, wollte jeden Tag ausreiten, Sprachen lernen, sich in die Geschichte und ihre B�cherwelt versenken, weiterhin ihren Ballettunterricht nehmen, ihre Unterrichtsstunden in asiatischen Kampfsportarten. All das wollte man ihr nehmen und sie in ein Internat in die Schweiz stecken ? Sie verstand die Welt nicht mehr und st�rmte w�tend aus dem Zimmer. Doch es half alles nichts. Selbst ihre Mutter war der Meinung, das eine solche Schule das Beste f�r sie sei. Also mu�te sie sich f�gen, und flog mit einem unb�ndigen Groll auf ihre Eltern in dieses Internat. Ihre schulischen Leistungen waren erstklassig und widerwillig mu�te sie zugeben, das sie sich hier viel intensiver mit all dem besch�ftigen konnte, was sie wirklich interessierte. Trotzdem f�hlte sie sich einsam und ha�te die Atmosph�re in diesem Haus. Der Tagesablauf war genau eingeteilt, f�r alles gab es Vorschriften und Regeln, zwei Worte, die Laura �berhaupt nicht leiden konnte.
Seufzend wich sie zwei M�dchen aus, die kichernd und ringend auf dem Boden lagen, suchte sich eine freie Dusche und drehte das Wasser an. Sie schob den Duschkopf so weit herunter, bis der Strahl ihren Hals erreichte, dann steckte sie den Pferdeschwanz hoch und trat in den Strahl. Sie schlo� die Augen, und sofort waren die Erinnerungen wieder da. Sie sah sich in Gedanken auf dem kleinen Privatflugplatz stehen, ihre Eltern verkrampft umarmend und dann in die Maschine steigen, die sie, mit Zwischenstop in Paris, direkt hierher in dieses Gef�ngnis, wie sie es selbst nannte, brachte. Sie hatte sich so ausgesto�en gef�hlt, so verraten von ihrer eigenen Familie. Niemand hatte ihre W�nsche auch nur in Betracht gezogen. Die meisten adligen T�chter besuchten das Internat also mu�te auch die Tochter des Earls of Dunnbrooke auf diese Schule. Punktum. Schlu�. Da gab es keine Diskussionen, keine Argumente, keine Tr�nen, die das verhindert h�tten, obwohl sie all diese Dinge reichlich benutzt hatte, um doch noch ihrem Schicksal zu entrinnen in die Schweiz verbannt zu werden. Eine Stimme ri� sie aus ihrer Wut, die sich langsam aufbaute.
"Guten Morgen, Laura!"
Laura �ffnete die Augen und sah Helena, ein 13j�hriges M�dchen aus Griechenland vor sich stehen. Sofort besserte sich Lauras Laune. Allein schon die �berdeutliche Aussprache und das gestelzte Verwenden der korrekten Begr��ung lie�en sie l�cheln. Kein Mensch sagte hier so �bertrieben "Guten Morgen.", meistens begn�gte man sich mit einem knappen "Morgen.", oder, wenn man noch zu m�de zum Sprechen war, nickte man einfach mit dem Kopf. Wie immer trug Helena, deren K�rper schon recht weit entwickelt war f�r ihr Alter, ihr Amulett; eine knapp sechs Zentimeter gro�e Scheibe aus Gold, auf der derma�en verschlungene Symbole zu sehen waren, da� der Verstand es nicht mehr erfassen konnte, besonders nicht am fr�hen Morgen im Duschraum. Das Amulett trug Helena an einer feinen Kette aus Gold.
"Morgen, Helena. Hast es doch noch geschafft, aus den Federn zu kommen?"
"So gerade eben!" Helena g�hnte herzhaft, worauf beide M�dchen lachen mu�ten.
Helena war Lauras einzige Freundin im Internat. Sie f�hlte sich zu dem �lteren M�dchen hingezogen, so wie Helena zu ihr, doch das hatte mit Liebe oder sonstigen Gef�hlen nichts zu tun, denn mit solchen Gef�hlen war Laura eigentlich noch nie richtig in Ber�hrung gekommen. Sie war zwar belesen genug, um aus manchen Textstellen in B�chern zu schlie�en, worin das Geheimnis zwischen Mann und Frau bestand, doch eigentlich hatte sie bisher noch keinen gro�en Wert darauf gelegt, sich n�her mit dem Thema zu besch�ftigen. Es war eher so, da� die M�dchen sp�rten, da� ihr Leben in irgendeiner Form miteinander verkn�pft waren. Sie sp�rten es nicht bewu�t, eher unbewu�t, doch das tat der Freundschaft keinen Abbruch.
"Rutsch mal", forderte Helena das j�ngere M�dchen auf. "Sind alle belegt."
"Dann steh fr�her auf", grinste Laura, w�hrend sie einen kleinen Schritt zur Seite machte. Helena stellte sich zu ihr, den Blick auf die Dusche neben ihnen gerichtet.
"Wenn ich doch auch schon so aussehen w�rde!" fl�sterte sie neidisch. Laura schaute an Helena vorbei und fand Daphne, ein 15j�hriges M�dchen aus Frankreich, die gerade voller Aufmerksamkeit ihre pr�chtigen, festen Br�ste einseifte.
"Kommt schon noch." Laura schaute an sich herunter und fand - nichts. Kein Anzeichen daf�r, da� sie mal eine Frau werden w�rde. "Hoffe ich wenigstens."
"Ich auch." Helena zuckte verlegen grinsend mit den Schultern, obwohl man bei ihr schon deutlich mehr sah, und begann, sich einzuseifen. "Willst du jetzt doch wieder ein M�dchen sein?"
"Das wollte ich immer!" erwiderte Laura heftig. "Ich will nur nicht bei dieser bescheuerten Theatersache die bl�de Tochter des B�rgermeisters spielen. Nur weil die Rektorin selbst mal diesen schw�lstigen Ergu� in ihrer Jugendzeit verfa�t hat, mu� jedes Jahr eine Klasse dieses St�ck auff�hren. Das ganze St�ck ist totaler Schund, und meine Rolle ist das Hinterletzte. 'Amalie'! Allein der Name ist eine Zumutung. Diese Amalie ist doch dumm wie eine abgenutzte Zahnb�rste!"
"Dann pa�t die Rolle doch perfekt f�r dich", grinste Helena. Im n�chsten Moment hatte sie Laura buchst�blich am Hals: die Elfj�hrige hatte sie angesprungen, sich mit den Beinen in ihrem R�cken verhakt und ihre H�nde an Helenas Hals gelegt. Die braunen Augen funkelten Helena w�tend an.
"Hmm!" grinste Helena. "Wird's jetzt gem�tlich?" Sie senkte den Kopf und schaute zwischen Lauras Armen hindurch auf deren Scheide, die gegen ihren Bauch dr�ckte.
"Noch ein bl�der Spruch", fauchte Laura, "und ich rei� dich in St�cke! Du hast gut reden; du spielst ja den Mann, den ich mal heiraten soll. Das wollte ich spielen!"
"Ich wei�. La� mich mal lieber los, sonst m�ssen wir wirklich noch heiraten."
W�tend stellte sich Laura wieder auf die F��e.
"Ich kann doch auch nichts dazu", entschuldigte sich Helena. "Das wurde ausgelost, wie du wei�t."
"Ausgelost! Ha! Reingelegt wurde ich! Todsicher! Wei�t du, wie viele R�llchen noch im Hut waren, als ich an der Reihe war, eins zu ziehen? Eins. Genau ein einziges. Das hat unsere Lehrerin absichtlich gemacht. Jede Wette! Und dann war das R�llchen auch noch viel k�rzer als die anderen, damit es ja ganz nach unten rutscht und f�r mich �brig bleibt. Warum sonst stand ich als Letzte in der Reihe? Garantiert wieder so eine" - sie ver�ndert die Stimme zu einem ironischen Ton - "p�dagogische Ma�nahme!" W�tend schiebt sie die Unterlippe nach vorne und schmollt. Und dann soll ich dich auch noch k�ssen!" Laura �berging die Entschuldigung Helenas; daf�r war sie viel zu aufgebracht. "Auf der B�hne! B�h!"
"Wird schon klappen. Soll ich dir den R�cken waschen?"
Laura nickte brummig und drehte sich um. Helena nahm die Seife und fuhr damit �ber Lauras schmalen R�cken.
"Du bist wie ein Strohhalm", wunderte sich Helena. "Und hast trotzdem eine unglaubliche Kraft. Wie kommt das?"
Laura seufzte laut. "Wenn du in Biologie besser aufgepa�t h�ttest, w��test du, da� nicht die K�rpergr��e, sondern die Zusammensetzung der Muskelfasern entscheidend ist. Der chemische Aufbau und die Struktur."
"Klappe!" kicherte Helena und wischte ihr mit der seifigen Hand von hinten kurz durch das Gesicht. Woraufhin sich Laura die Dusche schnappte und Helena erst einmal gr�ndlich einweichte...

                                        * * *

Am fr�hen Nachmittag stand die Theaterprobe auf dem Terminplan der beiden M�dchen. Sauer bis obenhin zog sich Laura die "Bauerntracht" �ber, wie sie das Kleid bezeichnete, das man ihr als Kost�m ausgesucht hatte, w�hrend Helena in Hemd und Hose schl�pfte. Als Laura sie so angezogen sah, mit den kurzen schwarzen Haaren, dem energischen, strengen Gesicht, dem weiten Hemd, das ihren Busen verdeckte und der ebenso weiten Hose, platzte sie beinahe vor Wut. sie selbst steckte in einem Dirndl, das nat�rlich wegen ihrer nicht vorhandenen Brust einfach l�cherlich aussah, und als sie sich dann auch noch die Polster in das Dirndl packte, um wenigstens so zu tun, als h�tte sie einen Busen, war es ganz aus. Helena hatte volle f�nf Minuten zu tun, um Laura wieder zu beruhigen. Wieder kamen die Erinnerungen an die erste Kost�mprobe hoch, wo alle M�dchen gelacht hatten, als sie in dem Kleid auf der B�hne erschien, mit tiefen Ausschnitt, in dem keine Br�ste verf�hrerisch bebten. Am liebsten w�re sie Daphne angesprungen, die in dem St�ck ihre Mutter zu spielen hatte, mit einem Busen der fast das Mieder zu sprengen schien und deren Dekollet� einfach atemberaubend war.
Lauras Stimmung war dahin. M�rrisch ging sie mit Helena auf die B�hne und leierte ihren Text herunter, bis es der Lehrerin reichte. Sie brach die gesamte Probe ab, ermahnte Laura in strengen, gesetzten Worten, sich mehr M�he zu geben, und schickte die M�dchen dann auf ihre Zimmer.
Sie gingen jedoch nicht dort hin, sondern in den Park, der in der Sommerzeit, die gerade angebrochen war, in voller Bl�te stand. Sie durchquerten den Park und betraten den Wald dahinter, bis der Park hinter den B�umen verschwunden war. Helena setzte sich schweigend unter einen m�chtigen Baum. Laura lie� sich neben ihr auf den Boden fallen, klatschte den weiten Rock ihres Dirndls mi�mutig auf den Boden, stie� die Luft aus und schmollte.
Helena lie� sie erst einmal etwas Dampf ablassen, dann drehte sie sich zu ihr.
"Wir m�ssen das �ben", sagte sie leise, jedoch sehr ernst. "Anders schaffen wir das nicht, Laura. In drei Wochen ist die Auff�hrung. Wir m�ssen da durch."
"Ich wei�!" jammerte Laura. "Aber ich komme mir so doof vor!"
"Du bist eine Schauspielerin", meinte Helena. "Du mu�t dich selbst vergessen und so tun, als w�rst du jemand v�llig anderer."
"Schaffst du das denn?" Laura sah ihre Freundin an und erhaschte einen merkw�rdigen Blick von Helena, der sogleich wieder verschwand. Helena l�chelte.
"Deswegen sagte ich ja, wir m�ssen das �ben. Komm mal her."
Laura rutschte n�her an Helena heran, die so tat, als st�nde sie mit Laura auf der B�hne.
"Mein Herz verlangt nach dir", sagte sie leise, als w�re sie ein Mann, der seiner Angebeteten eine Liebeserkl�rung macht. "Mein Leben verlangt nach dir. Du bist die Erf�llung meiner Sehns�chte."
Laura schl�pfte ebenfalls in ihre Rolle und sah Helena tief in die Augen.
"Ich bin nur eine arme B�rgerstochter", erwiderte sie. "Ich kann euch doch nichts bieten. Ihr ein Edelmann so k�hn und stolz."
"Du kannst mir sehr viel bieten, Amalie. Dein Lachen, deine Stimme, deine Sch�nheit." Helena legte ihre H�nde an Lauras Wangen. Ihr Mund �ffnete sich leicht, als sie ihren Kopf n�her zu Laura brachte. Lauras Herz schlug schneller, als sie erkannte, da� Helena sie tats�chlich k�ssen wollte.
Und dann geschah es. Helenas Mund legte sich ganz leicht, sehr sanft und z�rtlich, auf ihre Lippen. Laura erschauerte, als sie die Z�rtlichkeit in Helenas Ku� sp�rte. Automatisch schlang sie ihre Arme um Helenas Hals.
Helena zog ihren Kopf zur�ck.
"So geht das", fl�sterte sie. "Noch mal ganz von vorne?"
Laura nickte atemlos. Die M�dchen standen auf und stellten sich hin. Dann lief Laura vor Helena weg, die gleich hinter ihr her rannte und sie am Arm fest hielt.
"Amalie! Warum fliehst du mich?"
"Weil mein Schicksal ein anderes ist als das eurige", erwiderte Laura traurig. "Es gibt nichts, was uns verbindet."
"Nichts? So wenig kennst du mich, Amalie? So wenig kennst du von meinen Gef�hlen f�r dich? Mein Herz verlangt nach dir. Mein Leben verlangt nach dir. Du bist die Erf�llung meiner Sehns�chte."
"Ich bin nur eine arme B�rgerstochter. Ich kann euch doch nichts bieten. Ihr ein Edelmann so k�hn und stolz."
"Du kannst mir sehr viel bieten, Amalie. Dein Lachen, deine Stimme, deine Sch�nheit." Sie griff nach Lauras Wangen, und einen Moment sp�ter k��ten sie sich wieder, nur dieses Mal im Stehen.

        Kairo, �gypten; 1994

Einige Kilometer nord�stlich von Kairo lag eine kleine, versteckte Oase, fernab der Touristenpfade, die neben den Einheimischen nur wenigen Europ�ern bekannt war. Der malerische Palmenhain, der kleine S��wassersee, die armseligen H�tten, all das gaukelte dem Betrachter ein Bild idyllischen Friedens vor. Doch auf Greg Martin wirkte die Oase wie ein Gef�ngnis, genauso wie das ganze Land, das er nur zu gern verlassen h�tte, doch dazu mangelte es ihm schlicht und einfach am n�tigen Geld. Er hatte �gypten so oft bereist, das er es fast wie seine Westentasche kannte, weshalb er sich auch hier, fernab der Gro�stadt niedergelassen hatte, in die er doch immer wieder zur�ckkehrte, um alle m�glichen Arbeiten anzunehmen, vom Kameltreiber bis hin zum Fremdenf�hrer, wobei er zwischen diesen beiden Besch�ftigungen keinen gro�en Unterschied sah. Er ha�te diese fetten, schwitzenden Touristen, die ihn von oben herab behandelten, alles breit trampelten und f�r die wahren Natursch�nheiten kaum einen Blick hatten.
Greg Martin war erst Anfang Vierzig, doch eigentlich, so schien es ihm - und den wenigen Menschen, die ihn n�her kannten - war sein Leben l�ngst vorbei und er schleppte nur noch eine nutzlose H�lle durch den W�stensand, die vergessen hatte, zu sterben. Sein K�rper trug viele Spuren t�tlicher Auseinandersetzungen, sein linkes Knie war nach einem �u�erst brutalen Kampf stark angegriffen und er war, ob der Schmerzen in den Alkohol gefl�chtet, auch um sich nicht der Realit�t seines Daseins stellen zu m�ssen.
Mit wievielen Tr�umen war er damals nach �gypten gekommen. Zuerst nur um Land und Leute kennenzulernen, denn das Land der Pharaonen hatte ihn schon immer fasziniert, dann immer mehr von einem Wunsch beseelt, mehr �ber das Schicksal seines im Jahre 1906 verschollenen Urgro�vaters herauszufinden, eines, wie er fand, beeindruckenden Mannes, dessen Fundst�cke aus �gypten die elterliche Wohnung schm�ckten, und mit denen Greg aufgewachsen war. Seit Jahrzehnten war das R�tsel um das pl�tzliche Verschwinden von Paul Martin immer wieder Anla� f�r Spekulationen in der Familie. Die beiden Weltkriege und die schwere Nachkriegszeit jedoch hatten verhindert, das sich weder sein Gro�vater, noch sein Vater auf den Weg nach �gypten machen konnten, obwohl sie gemeinsam eine Menge unrealistischer, ja verr�ckter Pl�ne entworfen hatten, wie man den Vermi�ten in �gypten aufsp�ren k�nnte. So war es an ihm, ausgestattet mit einem unb�ndigen Forscherdrang und angef�llt mit dem Wissen der besten Universit�ten Englands, an denen er Arch�ologie studiert hatte, sich aufzumachen, um in �gypten nach Spuren von Paul Martin zu suchen, dem ehemaligen Mitarbeiter des Britischen Museums.
Mit knapp 27 Jahren, den Kopf voller Ideen und Idealen, hatte er sich nach Alexandria eingeschifft, um dort, vom letzten bekannten Aufenthaltsort aus, das Geheimnis um seinen Urgro�vater zu ergr�nden. Doch sehr schnell legte sich die Euphorie der ersten Monate und er mu�te sich der rauhen Wirklichkeit �gyptens stellen. Das angeborene Mi�trauen Fremden gegen�ber, erschwerte noch seine Nachforschungen. Dazu kamen im Laufe der Monate, die er wie besessen Spuren verfolgte, die buchst�blich im Sande verliefen oder am Schweigen der Einheimischen scheiterten, Wut und Frustration, die sich in Auseinandersetzungen entluden, die manchmal f�r ihn b�se endeten, manchmal auch f�r die anderen. Private Schicksalsschl�ge und der Verlust des bescheidenen Familienverm�gens lie�en ihn dann endg�ltig in �gypten stranden und er wurde zu einem Entwurzelten, der sich durch die unber�hrten Weiten des Landes treiben lie� und fast jede Arbeit annahm, um sich �ber Wasser zu halten. Nachdem die kleine Karawane, f�r die er als Kameltreiber gearbeitet hatte, �berfallen worden war, und er dem Tode n�her als dem Leben, den W�stensand mit seinem Blut tr�nkte, hatte ihn Mahmoud gefunden, ein alter �gypter, der ihn in die Oase gef�hrt hatte, die ihm seitdem zu einer Art Zuhause geworden war, wenn man eine kleine, k�rglich m�bilierte H�tte, so nennen wollte. Es hatte Monate gedauert, bis er wieder einigerma�en auf dem Posten war. Einen Arzt konnte man sich in diesem entlegenen Teil des Landes nicht leisten und seine Wunden heilten nur schlecht. Eigentlich hatte niemand mit einem �berfall gerechnet, doch auch gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts gab es in den W�stengebieten noch mysteri�se Zwischenf�lle und ab und an verschwand eben eine Karawane, das war das Risiko der H�ndler, egal wie vollmundig Polizei und Milit�r verk�ndeten, das sie die Kriminalit�t im Griff hatten. Da den einfachen Menschen in der Oase keine modernen Schmerzmittel zur Verf�gung standen, gaben sie ihm haupts�chlich Alkohol, um seinen Schmerz zu bet�uben. Doch neben den Schmerzen konnte Greg so auch seine eigene Mutlosigkeit und Entt�uschung �ber sein verpfuschtes Leben verdr�ngen, so dass er nachdem er wieder halbwegs genesen war, nicht mehr auf den Schnaps verzichten wollte, der angenehm scharf in seinen Eingeweiden brannte und mit diesem Schmerz die Schmerzen seiner Seele �berdecken konnte.
So war er in der Oase geblieben, voller Selbstmitleid, Zweifeln und Resignation. Er machte sich n�tzlich, unterst�tzte den alten Mahmoud und k�mmerte sich um die Kamele und �bernahm Jobs als Fremdenf�hrer in der Umgebung von Kairo. Seine Suche nach seinem Urgro�vater hatte er eigentlich l�ngst schon aufgegeben. Nicht einen Schritt war er der L�sung des R�tsels n�hergekommen. Er hatte von einem Isis - Kult geh�rt, Informationen die er f�rmlich aus den M�nnern herauspr�geln m��te, mit denen er sprach, von geheimnisvollen Kr�ften, einem machtvollen Artefakt, doch was all das mit seinem Vorfahren zu tun haben sollte, konnte er einfach nicht in das richtige Verh�ltnis setzen. Nur durch seine k�mpferischen Fertigkeiten war er �berhaupt noch am Leben. Seine Nachforschungen in den Rotlichtviertel und in �bel beleumdeten Spelunken, hatte ihn viel zu oft in Lebensgefahr gebracht. Doch meistens, wenn er blut�berstr�mt seinen Gegner niedergerungen hatte, spuckte dieser widerwillig einige Informationen aus, unter dem Eindruck der Schmerzen, die Greg ihm zuf�gte, doch diese S�tze waren eher dazu angetan, das R�tsel noch gr��er werden zu lassen. Doch er war noch immer am Leben, was einige seiner Gegner nun wahrlich nicht mehr von sich behaupten konnten. Die harte Schule des Lebens, durch die er gegangen war, hatten ihn gepr�gt. Er war nicht stolz darauf Menschen get�tet zu haben, doch stets waren es Situationen gewesen, in denen es um sein eigenes Leben gegangen war. Trotzdem war er froh, den Alkohol zu haben, den die Gesichter der Get�teten suchten ihn noch heute fast jede Nacht in Albtr�umen heim.
Er f�hlte sich ausgebrannt, angef�llt mit Idealen, die ihm heute nur noch hohl vorkamen, deren Bedeutung f�r sich selbst, er nicht mehr recht verstand. Er war Hinweisen und Spuren gefolgt, die ihn quer durch das ganze Land gef�hrt hatten. Doch erst hier, in dieser abgeschiedenen Oase war ihm bewu�t, wie wenig er erreicht hatte. Die Palmen wiegten sich in der sanften Brise, und die Unmengen des hei�en W�stensandes ringsum, schienen ihn zu verh�hnen, in ihrer Allmacht seine vergeblichen Bem�hungen zu verspotten.
Greg f�hlte sich mutlos und verzweifelt. Er griff nach der Flasche Whiskey, die er in Kairo mit seinem letzten Geld erstanden hatte, und trank einen kr�ftigen Schluck davon. Er setzte die Flasche ab, �berlegte es sich jedoch sofort anders und trank einen zweiten und einen dritten Schluck. Das scharfe Feuer, das durch die Speiser�hre bis in den Magen lief, beruhigte und entspannte ihn. Er wollte gleich noch einen vierten und f�nften Schluck nehmen, doch eine aufgeregte Stimme hielt ihn davon ab.
"Effendi! Effendi!"
Greg schaute ver�rgert auf; er mochte es �berhaupt nicht, wenn man ihn beim Trinken st�rte. Er wollte sich dem s��en Vergessen hingeben, den das Leeren der Flasche versprach und sich nicht mit Dingen besch�ftigen, die ihn daran hindern k�nnten. Der in ein wei�es Gewand geh�llte Araberjunge, der aufgeregt auf ihn zu gelaufen kam, wu�te das auch, doch offenbar war etwas viel wichtiger als Gregs m�gliche Wut.
"Imshi ! Imshi !"  schrie er die durch nichts aus der Ruhe zu bringenden Ziegen an, die unter den Palmen Schatten suchten - was nichts anderes hie� als "Weg da !".
"Effendi Martin!" rief der Junge erneut, als er sich durch die widerspenstigen Vierbeiner gek�mpft hatte und nun �ber die freie Fl�che hetzte.
"Ja doch!" fuhr Greg ihn auf �gyptisch an; eine der vielen Sprachen, die er beherrschte. "Ich bin noch nicht so betrunken, da� ich meinen Namen nicht mehr wei�, du hirnloser Sohn einer vertrockneten Ziege!"
Der Junge nahm die Beleidigung nicht weiter �bel; offenbar war Greg noch sehr gut gelaunt. Er konnte auch anders fluchen und beleidigen. Doch der Enkel des alten Mahmoud kannte auch eine andere Seite dieses merkw�rdigen Europ�ers. Wenn er mal nicht zu betrunken war, um zu sprechen, dann erz�hlte der Fremde herrliche Geschichten �ber �gypten, sprach von m�chtigen Pharaonen und den gewaltigen Pyramiden und den Sch�tzen die sie bargen. Eigentlich mochte er den Europ�er, der so ganz anders war, als die �brigen M�nner in der Oase, und der sich anscheinend vorgenommen hatte, sich zu Tode zu trinken. Der Junge kam n�her und blieb schlie�lich atemlos vor Greg stehen.
"Ein Brief f�r Sie, Effendi Martin!" verk�ndete Abou aufgeregt, w�hrend er Greg gleichzeitig einen verschmutzten Umschlag reichte. "Von ganz weit her."
"Von ganz weit her ?"
Die gro�z�gige Frankierung schien dies zu best�tigen. Greg schluckte die bitteren Worte, bez�glich irgendwelcher Leute die ihm sowieso nur schlechte Nachrichten nachsenden w�rden, hinunter und ri� dem Jungen den Brief aus der Hand. Einen Moment sp�ter war er ge�ffnet, und noch einen Moment sp�ter starrte Greg fassungslos auf das wei�e Blatt Papier.
Der Brief kam von Alistair Crofft, seinem alten Freund aus gl�cklicheren Tagen, mit dem er zusammen die Schulbank in einem exklusiven Internat gedr�ckt hatte. Nein, verbesserte sich Greg bewegt; sie waren mehr als Freunde. Sie waren sogar Blutsbr�der, wie sich Greg tiefbewegt erinnerte. Damals im Garten des Internats, wo sie ihren Blutpakt geschlossen hatten, ganz wie die Indianer aus den Schm�kern, die heimlich von den Jungs im Internat gelesen wurden. Unverbr�chliche Treue, Hilfe in der Not, Leben f�r Leben. Das lag alles schon so lange zur�ck. Mehr als zwanzig Jahre. Er sah es noch wie heute vor sich, ihre ersten gemeinsamen Projekte an der Universit�t, die Ausgrabungen irgendwo in Deutschland, auf der Suche nach den Legionen des Varus im Teutoburger Wald. Es war lausig kalt gewesen, hatte geregnet und sie hatten nicht eine einzige Scherbe gefunden und doch den gr��ten Spa� ihres Lebens gehabt. Das Bier war k�hl und k�stlich gewesen - Deutsche verstehen eben was von Bier - und die M�dchen durchaus nicht abgeneigt ein wenig mit zwei jungen Engl�ndern zu flirten. Damals hatte ihnen die Welt offengestanden. Doch dann war Greg nach �gypten gegangen und hatte nie wieder etwas von Alistair geh�rt. Was m�chte dieser nun nach so vielen Jahren von ihm wollen ?
Stirnrunzelnd �berflog er den Brief, erkannte hier und da Schl�sselw�rter, vor seinen tr�nennassen Augen. Der Schnaps und die erste Nachricht seit so vielen Jahren aus der alten Heimat hatte ihn r�hrselig werden lassen. Er zwang sich dazu, sich nicht von seinen Gef�hlen �bermannen zu lassen und las den Brief schlie�lich gr�ndlich, ohne auf den Boten zu achten, der neugierig neben ihm stehengeblieben war.
Alistair lud ihn ein, nach Schottland zu kommen. Er h�tte erst vor kurzem bestimmte Informationen �ber Gregs Urgro�vater erhalten, die f�r Greg bestimmt von hohem Interesse w�ren. Allerdings k�nne er ihm dies nicht schriftlich mitteilen, sondern m�sse ihn daf�r pers�nlich sehen, da die Brisanz dieser Informationen ein Treffen zwingend notwendig machte. Jedoch k�nne er sich dennoch ruhig Zeit lassen, denn Alistair m��te erst noch zwei, drei Punkte kl�ren. Und ob es Greg m�glich und recht w�re, in etwa drei Monaten zu ihm zu kommen...?
"Drei Monate!" Greg lachte herzhaft. "Alistair, du alter Stockfisch! Ich wei� nicht einmal, wie ich die n�chsten drei Tage �berleben soll! Drei Monate!" Er lie� sich gegen die Palme in seinem R�cken fallen und lachte schallend. Der kleine �gypter lachte mit; wenn Greg so fr�hlich war, bestand keine Gefahr mehr.
Greg fa�te sich schnell wieder.
"Woher wei�t du, da� ich hier bin?" fragte er den Jungen mi�trauisch. Der versuchte, sich seine Unruhe wegen Gregs Stimmungsumschwung nicht anmerken zu lassen.
"Von meinem Gro�vater. Er wu�te das Sie hierher gehen w�rden, um zu trinken."
"Na sch�n." Greg stand umst�ndlich auf; der Whiskey begann schon zu wirken. "Dein Gro�vater ist f�rwahr ein kluger Mann. Bring mich zu ihm."
Gemeinsam mit Abou schritt Greg auf die armseligen H�tten der Oase zu. Mahmoud, der f�r viele in der Oase so etwas wie der Dorf�lteste war, sa� vor seiner bescheidenen Unterkunft und rauchte eine alte, ramponierte Wasserpfeife. Schweigend blickte er seinen Enkel und den merkw�rdigen Europ�er an, dessen Boot das Meer des Lebens in diese gottverlassene Ein�de gesp�lt hatte. Er mochte den Mann, den er halbtot in der W�ste gefunden hatte. Vielleicht hatte er ihn damals deshalb nicht liegenlassen, sondern ihn mit hierher gebracht. Abou verneigte sich kurz vor seinem Gro�vater und machte sich auf zu seiner eigentlichen Aufgabe, dem Ziegenh�ten.
Greg r�usperte sich unbehaglich.
"Wei�t du eine gute Arbeit f�r mich? Ich brauche Geld f�r ein Ticket, um nach Europa zu gelangen. Ich mu� wieder in die Heimat."
"Keine Jobs mehr." Der Mann breitete bedauernd die Arme aus und sog mit seinem Lippen am Mundst�ck der Pfeife. "Niemand will Sie, Effendi. Alle haben Angst um ihre Frauen und M�bel. Und die Touristensaison ist so gut wie vorbei."
Der Europ�er l�chelte zynisch. "Wenigstens stimmt die Reihenfolge noch. Obwohl ich eigentlich dachte, das ich schon soweit heruntergekommen bin, das sie nur noch Angst um ihre M�bel haben."
Greg setzte sich zu Mahmoud und seufzte tief; in Gedanken schon krampfhaft am Planen, doch alles scheiterte am Geld. Er brauchte Geld. Und das schnell. Oder er gab sich gleich hier und jetzt auf. Was scherte ihn denn ein omin�ser Urgro�vater der vor so vielen Jahren in �gypten verschollen war ? Was interessierte ihn ein geheimnisvoller Kult, mit dem Bekanntschaft zu machen ihm bisher nichts weiter als ein kaputtes Knie und eine selbstzerst�rerische Alkoholabh�ngigkeit eingebracht hatte. Eigentlich brauchte er kein Geld mehr f�r ein Ticket. Sein Ticket hatte er doch schon in der Hand. Nachdenklich betrachtete er die  Flasche Whiskey, die er in der Hand hielt und schaute die goldbraune Fl�ssigkeit darin an. Sein zerfurchtes, narbiges Gesicht, ungepflegt und mit stoppligem Bart, grinste ihn wie ein h�hnischer D�mon als Spiegelbild an. Alistair, du elender Mistkerl, warum mu�test Du ausgerechnet jetzt schreiben ? Ich war schon so gut wie tot. Ich hatte es fast geschafft. Fluchend lie� er die Flasche in den Sand fallen und begann bitterlich zu weinen.

                  Vor Zypern, T�rkei / Griechenland; 1994

Rhett Sinclair schl�rfte gen��lich eine saftige Auster, w�hrend er interessiert das Geschehen vor sich betrachtete. Er war seit langer Zeit mal wieder hervorragender Laune. Heute morgen hatte ihm sein Finanzb�ro in New York die neuesten B�rsendaten �bermittelt. Wie es aussah w�rde alles klar gehen mit der feindlichen �bernahme von "Hancock - Systems". Er w�rde das Unternehmen gen��lich zerpfl�cken und die Teilbereiche meistbietend wieder absto�en. Eigentlich hatte es Rhett nicht n�tig Geld zu verdienen - als mehrfacher Milliard�r hatte er selbst genug davon. Doch er liebte die sportliche Herausforderung. Es war ein Spiel f�r ihn und nichts war befriedigender als die Macht, die er dadurch erlangte, das er das Spiel beherrschte. Er hatte es zu einer einsamen Perfektion gebracht. "Sinclair - Industries" und die dazugeh�rigen Tochterfirmen waren Marktf�hrer ihrer jeweiligen Branchen und seine Skrupellosigkeit in der Unternehmensf�hrung, wobei er auch vor brutalen Methoden nicht zur�ckschreckte, stellte sicher, das diese Position unangetastet blieb.
Der Mangel an moralischen Grunds�tzen gereichte ihm dabei eher zum Vorteil. Sein Vater hatte im Vietnamkrieg mit illegalen Waffengesch�ften den Grundstock f�r die erste Milliarde der Familie gelegt. Rhett hatte sich rechtzeitig daran erinnert und im Golfkrieg zwischen dem Iran und dem Irak Saddam Hussein mit dem n�tigen milit�rischen Material ausgestattet - nicht das es Saddam irgend etwas geholfen h�tte, doch das war f�r Rhett nebens�chlich. Ihm hatte es die Grabungserlaubnis f�r Babylon eingebracht, etwas, wof�r er sogar seine Gro�mutter verkauft h�tte. Die Leidenschaft nach Altert�mern und wertvollen Gegenst�nden aus fr�heren Jahrtausenden war tiefverwurzelt in seiner Familie. Bereits sein Urgro�vater hatte arch�ologische Expeditionen im Mittelmeerraum durchgef�hrt und dieses Interesse hatte sich seit Generationen weitervererbt. Bei Rhett war es zur vollen Bl�te gelangt, wobei es ihm nicht schwerfiel seine Ziele zu erreichen, denn Bestechungsgelder halfen bekanntlich �berall auf der Welt sehr viel weiter, und wenn er eines im �berflu� hatte, dann war das Geld. Es gab viel, was man sich hinter vorgehaltener Hand �ber Rhett Sinclair erz�hlte. Es sollte F�lle von Geisteskrankheit in seiner Familie gegeben haben, und wenn man seine Besessenheit in Bezug auf die Arch�ologie ansah, konnte man leicht zu dem Schlu� kommen, das auch Sinclair nichts weiter als wahnsinnig war. Dazu kamen noch seine Skrupellosigkeit, seine sadistischen Neigungen und die v�llige Mi�achtung anderer Menschen. F�r ihn gab es nur Rhett Sinclair - er selbst war der Mittelpunkt des Universums. Die armseligen Kreaturen die ihn umgaben, waren nichts weiter als primitive Wesen die mehr als entbehrlich waren. Oh ja, Rhett Sinclair war wahnsinnig, ohne Zweifel, doch es war ein Wahnsinn der mit Intelligenz gepaart war - und es gab nichts, was gef�hrlicher war.
Nun hier auf seiner prunkvollen 30 - Meter Yacht, die in einer abgelegenen Bucht Zyperns vor Anker lag und sich sanft auf dem kristallklaren blauen Wasser des Mittelmeers wiegte, war er kurz vor dem Erreichen eines wichtigen Etappenziels. Piers Sinclair, sein legend�rer Urgro�vater hatte nicht nur alte Vasen und Scherben hinterlassen, sondern auch das Wissen um eines der gr��ten Geheimnisse der Menschheit. Nun fast neunzig Jahre nach seinem Tod, schickte sich sein Urenkel an, das Geheimnis zu l�ften und die Macht, die sich hinter dem Geheimnis verbarg f�r sich zu nutzen. Eine Macht, deren Allmacht ihn zu einem sterblichen Gott machen w�rde. Ein Ziel, f�r das Rhett Sinclair bereit war alles zu geben und jede Moral und jedes Ehrgef�hl �ber Bord zu werfen. Gewissen war ein Ballast, den Rhett nicht mit sich herumschleppte. Wenn er, um den G�rtel der Aphrodite in den H�nden halten zu k�nnen, �ber Leichen w�rde gehen m�ssen, dann w�rde er davor nicht zur�ckschrecken. Es gab Menschen die Rhett f�r einen Psychopaten hielten, einen Wahnsinnigen, der keine Seele und ein Herz aus Stein hatte. Er selbst machte sich dar�ber keine Gedanken. Es war ihm schlichtweg egal.
Zufrieden trank er einen Schluck perfekt temperierten Dom Perignon und geno� die Spiele, die sich vor seinen Augen abspielten.
Drei lokale und sehr nackte, kaum 14-J�hrige Sch�nheiten, die nur aufgrund der Tatsache, da� sich die M�dchen in den L�ndern am Mittelmeer viel fr�her entwickelten, �lter aussahen, waren vor einer Stunde mit Sinclairs Motorboot an Bord seiner Yacht gebracht worden.
Nun waren sie willige Gespielinnen seines besten Mannes, der auf den Spitznamen "Knife" h�rte. Knife war ein fast zwei Meter gro�er H�ne, muskelbepackt und durchtrainiert. Doch Rhett h�tete sich in Knife nur einen hirnlosen Leibw�chter zu sehen. In diesem Mann schlummerten Talente, die man ihm auf den ersten Blick nicht ansah. Sinclair wu�te wenig �ber den b�renstarken Amerikaner, der seit mehr als zehn Jahren f�r ihn unverzichtbar war und mittlerweile nicht nur sein Leibw�chter sondern auch in gesch�ftlichen Dingen so etwas wie seine rechte Hand war. Entscheidender jedoch war, das Rhett in Knife jemanden gefunden hatte, dem er fast grenzenlos vertraute.
Knife lag momentan auf dem schwankenden Boden der Yacht und sein ansehnliches, steifes Glied ruhte tief in der Scheide eines der M�dchen. Knife war so mit seinem Spitznamen verschmolzen, das er sich fast selbst nicht mehr an seinen eigentlichen Namen erinnerte. Er war in Oklahoma aufgewachsen, hatte schon fr�h seine sportliche Begabung entdeckt und �ber gute Leistungen im Football hatte es f�r ihn per Stipendium gereicht, Zugang zu den angesehensten Universit�ten des Landes zu finden. Dort war das Milit�r auf ihn aufmerksam geworden und Knife war bald schon zu den Navy Seals gewechselt und von dort aus zu noch professionelleren, streng geheimen Eliteeinheiten. Man hatte ihm beigebracht zu t�ten, lautlos, effizient und unerbittlich. Er war ein Killer, doch keine geistlose T�tungsmaschine, sondern ein Mann, der sogar einen Doktortitel in Geschichte sein eigen nannte und sich intensiv mit Arch�ologie befa�te. Dar�ber hinaus besa� er eine geradezu be�ngstigende Fertigkeit im Umgang mit dem Messer - eben diese Kunst war es auch, die ihm seinen Spitznamen "Knife", das Messer eingebracht hatte. Er hatte nach Beendigung seines Dienstes in der Armee die Welt durchstreift und war bei der geheimnisumwitterten Fremdenlegion gelandet. Dort brachte er es aufgrund seiner k�rperlichen �berlegenheit und seines Verstandes, der sich auch in einem �berragenden Organisationstalent und in der Planung von Kampfeins�tzen zeigte, sehr schnell in den Offiziersrang. Als er aus der Legion ausschied war er Major und sein Ruf eilte ihm voraus. Bald schon wandten sich viele Gesch�ftsleute und Geheimdienste hilfesuchend an ihn, wenn es um T�tungsauftr�ge ging. Er arbeitete immer allein, unabh�ngig und ohne sich l�nger als f�r einen Auftrag zu verpflichten. Er war ein hochpr�ziser, effektiver M�rder, dessen Kaltbl�tigkeit selbst in schwierigen Situationen ihn zu einem Meister seines Faches werden lie�. Er t�tete f�r Geld und nicht aus �berzeugung oder weil es ihm Spa� machte. Er war kein blutr�nstiger Killer der sinnlos seine Opfer abschlachtete. Er sah seine T�tigkeit als einen Beruf an, f�r den er intensiv seinen K�rper trainierte und dessen Aus�bung h�chste Anforderungen an K�nnen und Kondition stellte. Es gab gewisse Richtlinien an die er sich bei seinen Auftr�gen hielt, bestimmte Pers�nlichkeiten die er f�r kein Geld der Welt t�ten w�rde. Nicht weil er dazu nicht in der Lage gewesen w�re, sondern weil er realistisch genug war, um einsch�tzen zu k�nnen, das er danach keine ruhige Minute mehr gehabt h�tte, weil s�mtliche Geheimdienste der Welt ihn jagen w�rden. Viele Organisationen wollten ihn dauerhaft anwerben, doch hatte er meistens schlagkr�ftige Argumente f�r die Anwerber, oder wenn sie trotzdem hartn�ckig blieben, sein Messer, mit dem er so kunstvoll arbeitete, das die Auftraggeber ihre Mitarbeiter in kleinen, wasserdichten P�ckchen zur�ckbekamen. Das verschaffte ihm Respekt und so wurde er zu einem weltweit gefragten Mann in einer Wachstumsbranche, auch wenn sich das etwas zynisch anh�rte, doch T�ten wurde immer mehr zu einem ungeheuer profitablen Gesch�ft, und Knife schnitt sich ein gro�es St�ck vom Kuchen ab. Ehe er Sinclair kennengelernt hatte, arbeitete er f�r einen reichen Libanesen, der die Wachen eines bestimmten Hauses in Beirut ausgeschaltet haben wollte, damit seine M�nner ungehindert gewisse Gegenst�nde abtransportieren konnten. Knife erledigte die Arbeit mit gewohnter Pr�zision, warf jedoch selbst einen Blick auf die Gegenst�nde, die sich als unerme�lich wertvolle Kunstsch�tze aus der alttestamentarischen Zeit entpuppten, darunter wertvolle Schriftrollen aus der Anfangszeit des Judentums. Nach all den Jahren gewann hier seine Liebe zu Altert�mern wieder die Oberhand. Knife nahm die Kunstsch�tze an sich und �berstellte die anonym dem Museum in Jerusalem, eine Tat, die er sich selbst nicht so recht erkl�ren konnte, die er aber zu keinem Zeitpunkt bereute. Es schien ihm der richtige Zeitpunkt um Auszusteigen - dem Libanesen war es nicht um die Kunstsch�tze gegangen, er wollte sie meistbietend weiterverkaufen. Doch auf Knife hatte die Erhabenheit der Texte gewirkt, und er wollte seinem Leben eine neue Sinnrichtung geben. Darum hatte er die Schriften ans Museum geschickt und den Libanesen ins Jenseits, um seine Spuren zu verwischen.  Er beschlo� daraufhin nach �gypten zu gehen, um sich einen alten Traum seiner Studentenzeit zu erf�llen, und etwas Abstand zu seiner bisherigen T�tigkeit zu gewinnen. Er wollte nicht aufh�ren, keineswegs, nur fand er, das es Zeit war, ein wenig Urlaub zu nehmen, und sich gleichzeitig mit seiner alten Liebe, der Arch�ologie zu besch�ftigen. Bislang hatte er in �gypten nur im Auftrag der Fremdenlegion operiert, nun jedoch kam er quasi als Tourist und war sofort gefangen von dem Zauber der Pyramiden und den herrlichen Sonnenunterg�ngen am Nil. Er besuchte Kairo und das Tal der K�nige, ehe es ihn nach Alexandria verschlug, wo er im im dortigen Rotlichtviertel Zeuge eines �berfalls auf einen reichen Engl�nder wurde. Er konnte bis heute nicht sagen, was ihn dazu getrieben hatte, einzugreifen, doch als er es tat, hatten die vier �gypter nicht den Hauch einer Chance. Binnen Sekunden hauchten sie ihr Leben in der kleinen abgelegenen Gasse aus. Die ersten Beiden sanken fast gleichzeitig zu Boden, getroffen von den beiden Wurfmessern, die er sich rechts und links um die Unterarme geschnallt hatte. Den Dritten traf ein genau dosierter Schlag gegen den Kehlkopf. Der vierte hielt noch immer seine Baretta in der Hand, doch Knife lie� sich davon nicht im Mindesten einsch�chtern. Ein gezielter Fu�tritt aus der Drehung lie� die Waffe weit in die Gasse hinein fliegen. Dann zog Knife sein Kampfmesser aus dem G�rtel und stirnrunzelnd sah er, wie sich der �gypter bepi�te. Ohne eine weitere Regung zu zeigen, stie� er ihm das Messer durch zwei Rippen hindurch ins Herz. Die ganze Aktion hatte nicht einmal zwanzig Sekunden gedauert. Knife zog unger�hrt seine Messer aus den Toten und reinigte sie an den Gew�ndern, ehe er sie wieder einsteckte. Der Mann, dem der �berfall gegolten hatte, stand noch immer ungl�ubig staunend vor ihm, doch es imponierte Knife, das er keinen Augenblick so etwas wie Angst gezeigt hatte. Es stellte sich heraus, das der Engl�nder niemand anderes als Rhett Sinclair war, ein milliardenschwerer Industrieller, der seine Finger tief im illegalen Waffenhandel hatte. Als der ihm ein Angebot machte, unter dem Eindruck der soeben demonstrierten Fertigkeiten, fortan ausschlie�lich f�r ihn zu arbeiten, z�gerte Knife keine Sekunde. Er gab seine freiberufliche T�tigkeit endg�ltig auf und wurde nach und nach zur rechten Hand Sinclairs, eine Position die ihm eine Vielzahl ungeahnter M�glichkeiten gew�hrte, denn nun konnte er endlich all das, was ihm wichtig war miteinander verkn�pfen - seine Fertigkeiten im T�ten und seine Liebe zur Arch�ologie.
Desweiteren auch das Ausleben all seiner sexuellen Phantasien. Knife hatte schnell gemerkt, das Sinclair ein Voyeur war, sich daran erg�tzte, anderen beim Liebesspiel zuzusehen, ehe er, erregt vom Anblick selbst aktiv wurde. Eine Sache, die Knife nicht st�rte. Sollte ihm doch dabei zusehen, wer wollte, solange er nur seinen Spa� hatte. Die Kleine, die auf seinem Glied ritt, war wirklich h�bsch und er geno� es, wie sie auf seinem Schaft auf und ab glitt. Die beiden anderen M�dchen hockten rechts und links von ihm, und seine Finger waren dabei, sich ihren Weg in die zarten Spalten zu suchen. Er hatte ihnen, ehe sie sich ausgezogen hatten, zugefl�stert, das sie urinieren sollten, und als er den beiden nun zunickte, lie�en sie jede einen goldenen Strahl �ber seine Arme rinnen, etwas was ihn ungeheuer stimulierte und das M�dchen, das auf ihm sa�, �berrascht aufschreien lie�, denn sein Glied schwoll noch weiter an. Knife wu�te, das sein Boss diese Art von Show liebte. Sinclair war davon gleicherma�en abgesto�en wie erregt, doch es waren solche m�chtigen Stimulanzien, die er ben�tigte, um �berhaupt noch sexuell aktiv sein zu k�nnen.
Das linke M�dchen verzog schmerzhaft das Gesicht, als Knife nach und nach seine ganze Hand in ihre junge Scheide zw�ngte, doch das versprochene Geld lie� sie durch halten. Auch das M�dchen, dessen Vagina seine rechte Hand aufzunehmen hatte, empfand dies nicht als besonders angenehm. F�r derartige Abartigkeiten waren beide noch zu jung. Ihrer Meinung nach hatte das mittlere M�dchen das gro�e Los gezogen, denn im Gegensatz zu den m�chtigen Pranken des Amerikaners wirkte dessen gro�er Schwanz direkt winzig.
Knifes Ger�usche, die er von sich gab, k�ndigten den nahenden H�hepunkt an. Auch das M�dchen, das auf ihm sa�, st�hnte erregt und bewegte sich wild auf ihm. Ihre festen Br�ste h�pften rhythmisch auf und ab, genau wie der �brige K�rper des M�dchen. Sie verkrampfte sich etwas, als ihr Orgasmus sich ank�ndigte, denn es war f�r sie eine ungewohnte Erfahrung in dieser Stellung Sex zu haben und dann auch noch ein so gro�es Glied in sich zu sp�ren, das Regionen stimulierte, die von den wesentlich kleineren Geschlechtsteilen der m�nnlichen Dorfbewohner, noch nicht erreicht worden waren. Au�erdem hielten die Burschen nie so lange durch wie dieser Mann hier und so war es f�r sie meistens eine unbefriedigende Angelegenheit, der sie sich unterzog, um zum Lebensunterhalt beizutragen, obwohl die M�nner im Dorf nur ein k�rgliches Entgelt f�r diese Dienste entrichteten. Darum waren ihre Freundinnen und sie auch sofort bereit gewesen, zur Yacht dieses reichen Mannes mitzukommen, nachdem man ihnen gesagt hatte, wieviel Geld sie hier verdienen konnten. Das war fast das Jahreseinkommen ihrer gesamten Familie ! Daf�r, war sie bereit, auch vor ihren Freundinnen Sex mit dem Mann zu haben, obwohl sie eigentlich eher sch�chtern und zur�ckhaltend war.
Knife st�hnte auf und seine H�nde zogen sich aus den beiden anderen M�dchen zur�ck und packten die wippenden Br�ste der Kleinen, die auf ihm sa�. Machtvoll begann er mit seinem Becken von unten in sie hineinzusto�en und er massierte ihre Br�ste hart und sehr intensiv. Er zog sie leicht herunter, so das er mit seinem Mund ihre Br�ste erreichen konnte und begann abwechselnd fest an ihren erregten Brustwarzen zu saugen. Sie schrie auf, das Saugen war schmerzhaft und lustvoll zugleich, es war ein v�llig neues Erlebnis, das sie da erfuhr. Das M�dchen wurde von ihren Gef�hlen �berw�ltigt und Knife sp�rte wie sie auf seinem Glied tanzte und sich zuckend wand, durchstr�mt von einem nie gekannten Orgasmus, der sie durchflo� und sein Glied f�rmlich mit ihren M�sens�ften �berschwemmte. Eigentlich war es Knife egal, ob das M�dchen einen H�hepunkt hatte oder nicht, doch aus den Augenwinkeln sah er wie Sinclair interessiert das Zittern des M�dchenk�rpers betrachtete. Die Zuckungen ihres jungen Leibes �bertrugen sich auf Knife und nur Sekunden sp�ter kam auch er gewaltig. Schon der erste Sto� Samen lief aus dem M�dchen wieder heraus, wie auch die folgenden, mit solcher Intensit�t spritze er in sie. Die beiden anderen M�dchen wollten sich zur�ckziehen, doch Rhett Sinclair hielt sie auf. Er hielt sie fest, denn seine Erregung war jetzt so gro�, das auch er ein sexuelles Verlangen versp�rte, und so  zwang er eine der beiden in die Knie und schob ihr sein hartes Glied in den Mund, w�hrend er seine Finger in die Scheide des zweiten M�dchens schob.
Knife grunzte noch ein Mal, dann war er fertig. Er nahm seine H�nde von den Br�sten des M�dchens, das ersch�pft und nach Luft ringend, von ihm sank. Sie zog ihre Arme und Beine an den K�rper, wobei sie sich von Knife weg drehte. Der nahm die Einladung an, hielt das M�dchen an der H�fte fest und schob ihr zwei Finger in den After. Das M�dchen zuckte heftig zusammen und wollte von ihm weg, doch Knife hielt sie fest. Er weitete ihren After mit drei Fingern und dr�ckte schlie�lich seine ganze Hand in dieses enge Loch. Das M�dchen  st�hnte auf, w�hrend Angst, Scham und die nachklingende Lust durch ihre Gedanken tobten. Dort hinten hatte sie noch nie Sex gehabt, das galt doch als unrein und schmutzig. Aber dieser Amerikaner hier schien gro�en Spa� daran zu haben. Unschl�ssig lie� sie ihn gew�hren, da sie es auch nicht wagte, dagegen zu protestieren. Au�erdem war die Summe, die man ihnen versprochen hatte, einfach zu �berw�ltigend, um nicht auch den Schmerz zu �berwinden, den diese ungewohnte Praktik bei ihr hervorrief.
"Knife, du bist doch wirklich der perverseste Typ den ich kenne !" grinste Sinclair vergn�gt, der das M�dchen vor ihm an den Haaren gepackt hatte und ihren Kopf auf sich zu und wieder von sich weg bewegte, seinen Schwanz dabei immer wieder tief in ihren Mund schiebend. "Mach weiter. Du bist einfach unglaublich, sogar dein Ding ist noch steinhart !"
In diesem Moment knallte es an der Seite der Yacht, und eine Stimme rief nach Rhett. Unwillig sch�ttelte der den Kopf.
"Nicht jetzt!"
"Es ist aber wirklich wichtig, Sir !" Zwei in Neopren geh�llte H�nde erschienen an der Reling, dann folgte ein mit einer Gummikapuze bekleideter Kopf, und schlie�lich das mit einer Tauchermaske bedeckte Gesicht. "Wir haben etwas gefunden!"
"Nicht jetzt!" wiederholte Sinclair in einem Ton, der deutlich machte, da� er keine St�rung und keinen Widerspruch duldete. Der Taucher war jedoch der Meinung, da� der Fund viel wichtiger war als die Spielchen mit ein paar junge Nutten.
" Eine Steintafel!" sprudelte es aufgeregt aus ihm hervor . "Mit dem Symbol, das Sie uns gezeigt haben, Sir !"
"Was? Eine Steintafel ? Mein Gott, sollten wir wirklich den Unterwassertempel der Aphrodite gefunden haben ?"
Sinclair fuhr herum, stie� beide M�dchen gleichzeitig grob weg, und lief nackt, wie er war, zur Reling. Der Taucher nickte best�tigend, w�hrend die beiden M�dchen sich aneinander klammerten. Auch Knife lie� von seinem M�dchen ab, stand auf und kam dazu. Das dritte M�dchen schlo� sich v�llig verwirrt den beiden anderen an, wobei es sich vorsichtig auf die Knie sinken lie�.
"Es ist das Symbol", stie� der Taucher hervor, w�hrend er mit der linken Hand nach einem Seil griff, das an seinem Fu� befestigt war. Ein fester Ruck, und der Knoten ging auf. Er reichte das Seil nach oben. Knife griff danach und zog vorsichtig. Nach zwei, drei Minuten tauchte eine alte Steinplatte auf, mit vielen merkw�rdigen Zeichen und Symbolen versehen. Sinclair stie� den Atem aus, als er eines davon sofort erkannte.
"Ganz vorsichtig jetzt", sagte er leise, mit einem �ngstlichen doch zugleich drohenden Unterton. Knife nickte und zog weiter. Der Taucher hielt die Tafel von der Reling der Yacht fern. Endlich lag das kostbare St�ck auf den Planken.
"Schickt die kleinen Nutten weg", befahl Sinclair. Ein im Hintergrund wartender Butler trat zu den M�dchen und reichte jeder ein kleines B�ndel Banknoten. Die drei griffen sehr z�gernd danach, als bef�rchteten sie, das man es ihnen doch nicht geben w�rde, doch als der Butler ihnen drei kleine T�ten aus Plastik gab und eine Kopfbewegung machte, packten die M�dchen das Geld schnell in die T�ten, steckten diese in die Unterteile ihrer Bikinis, die sie sich inzwischen hastig angezogen hatten, und sahen zu, da� sie ins Wasser kamen. Sofort darauf schwammen sie mit aller Kraft auf die etwa ein Kilometer entfernte K�ste zu.
Sinclair wartete ungeduldig, bis sie weit genug weg waren, bevor er sich vor die Tafel kniete und mit den Fingerspitzen vorsichtig �ber die eingravierten Zeichen fuhr.
"Der Orden der Aphrodite", fl�sterte er �berw�ltigt. "Endlich! Vielleicht finden wir nun doch noch den entscheidenen Hinweis auf den G�rtel der Aphrodite." Seine Augen leuchteten, als er beide H�nde auf die nasse, alte Steintafel legte.

                Lausanne, Schweiz; 1994

Laura war todm�de ins Bett gesunken. Die "Proben" mit Helena hatten sie nicht nur innerlich beansprucht; auch ihr K�rper f�hlte sich an wie nach einem Tag voller anstrengender Aktivit�ten.
Sie war v�llig ersch�pft und doch von einem nie gekannten Gl�cksgef�hl durchstr�mt. Zum ersten Mal glaubte sie tats�chlich daran, das aus dem St�ck doch ein Erfolg werden k�nnte, egal wie bescheuert der Text war. Und das sie mit Helena zusammen spielte war einfach wunderbar. Noch nie hatte sie sich mehr zu ihrer Freundin hingezogen gef�hlt, wie bei ihrer geheimen Probe im Wald. Laura sp�rte ganz tief in sich, das ihr Helena sehr viel bedeutete. Mit solche Gedanken sank sie in eine tiefen, traumlosen Schlaf. Dennoch wurde sie mehrmals in der Nacht wach, weil sie glaubte, Ger�usche in ihrem Zimmer geh�rt zu haben, doch sie war jedesmal gleich wieder eingeschlafen.
Erst als es Morgen wurde, wachte sie auf. Vom Flur her h�rte sie die ersten Ger�usche der anderen M�dchen, die sich anschickten mal wieder in den Duschraum zu st�rmen. Sie streckte sich mit geschlossenen Augen, dann stie� sie erleichtert den Atem aus.
"Morgen, Helena!" rief sie leise, bevor sie sich umdrehte. Dann erstarrte sie.
Helenas Bett war leer. Auch ihr Schrank, dessen T�ren weit offen standen. Ihre gesamte Kleidung war fort, ebenso die drei Koffer, die auf dem Schrank gelegen hatten.
"Helena?"
Laura sprang aus dem Bett und schaute sich nerv�s um. Sie lief ins Bad, doch auch dort fehlte jede Spur von Helena. Ihre gesamten Sachen wie Zahnb�rste, Kamm, B�rste, Haarspangen und -klammern, ihre Handt�cher, der Bademantel, die Haarb�nder... Alles war verschwunden.
"Helena!"
Aufgel�st rannte Laura zur�ck in ihr Zimmer und entdeckte erst jetzt Helenas merkw�rdiges Amulett. Es lag fein s�uberlich auf Lauras Nachttisch, wie ein Geschenk; die Kette gelegt wie ein Herzsymbol. Verst�rt griff Laura danach und hielt es fest in der Hand, als k�nnte sie wie durch einen versteckten Zauber ihre Freundin zur�ck holen. Doch Helena war und blieb verschwunden.


- FORTSETZUNG FOLGT -

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