German-Storys

Der falsche Vater

by ManuelaYasmina©

00 Prolog

Gott sei Dank!

Endlich eine eigene Wohnung.

Trotz meines jugendlichen Alters von gerademal 20 hatte ich einen

erstklassigen Job bekommen. Und die Firma hatte mich bei meiner Suche

nach einer Penthauswohnung tatkräftig unterstützt. Gut das in der

damaligen Zeit die Nachfrage danach äußerst gering war. Keiner wollte

eine haben. Heute würde ich einen horrenden Preis dafür zahlen müssen.

Aber damals war sie spottbillig. Nicht daß ich es mir nicht leisten

konnte. Im Gegenteil. Dank meiner Eltern und meinen Großeltern

mütterlicherseits brauchte ich nicht auf den Pfennig zu achten. Und

schon gar nicht auf die Mark. Trotzdem hatte ich als Kind nur ein

normales Taschengeld bekommen. Und so hatte ich sehr früh gelernt mit

Geld umzugehen.

Ich zog eine Wohnung einem Haus vor. Sie sollte am Rande von München

und auch abseits des Verkehrslärms liegen. Und da ich gerne in die

Ferne schaute, mußte sie auch hoch liegen. Darum sollte es eine

Penthauswohnung sein. Mit 20 hat man halt so seine eigenen

Vorstellungen von seiner Umgebung in der man wohnt.

Wie gesagt war der Mietpreis sehr gering. Dazu kam noch daß der

Vermieter, ihm gehörte nicht nur die Wohnung, sondern das ganze Haus,

Ärger mit seiner Bank hatte. Und um denen eins auszuwischen

vereinbarte er schriftlich im Mietsvertrag, das ich ein Vorkaufsrecht

auf die Wohnung haben würde. Sogar einen Festpreis legte er fest,

welcher sehr weit unter dem normalen Preis für eine Wohnung von dieser

Größe lag.

Sogar sehr weit darunter.

Allerdings kam kurz vor der Übernahme durch die Bank der alte

Vermieter zu mir. Die Bank würde übernächsten Monat das Haus

übernehmen. Was denn noch zu machen sei? Und nach vier Stunden hatten

wir eine lange Liste zusammen. Von Thermofenstern über die

Fußbodenheizung bis hin zum offenen Kamin. Da fielen der Parkett und

der Fliesenboden sowie die große Sprudelbadewanne schon gar nicht mehr

ins Gewicht. Als die Bank dann das Haus übernahm, pochte ich auf den

Vertrag, in dem stand, daß der Hausbesitzer die Veränderungen bezahlen

würde. Damit wäre aber der eh zu geringe Mietpreis nicht mehr zu

halten wurde mir daraufhin mitgeteilt. Da stand aber der Vertrag gegen

sie. Zähneknirschend mußte also die Bank die Rechnungen bezahlen und

wollte dafür eine äußerst saftige Mietserhöhung. Da sie aber damit

nicht durchkamen, meldeten sie Eigennutzung an. Da kaufte ich

kurzerhand die Wohnung. Vier Monate später gab mir das Gericht recht.

Ich bezahlte den vertraglich angegebenen Kaufpreis in Bar, welcher

nicht mal annähernd an die Umbaukosten herankam. Sichtlich zerknirscht

mußte die Bank dies akzeptieren. Und so hatte ich eine billige Wohnung

gekauft. Zumal in einer Klausel auch noch stand, daß der Eigentümer

des Hauses auch für alle kommenden Reparaturen aufkommen mußte, egal

ob es sich dabei um eine Miets- oder Eigentumswohnung handele. Das war

der letzte Schlag des alten Vermieters gegen die Bank gewesen.

Schließlich bot die Bank mir an, die Wohnung gegen ein Haus zu

tauschen. Aber ein Haus in München wäre für mich nicht in Frage

gekommen. Und was sollte ich denn auch mit zwei Häusern?

Meine Oma hatte mir ihr altes Bauernhaus in Milders, in Österreich,

hinterlassen, in dem ich als Kind so oft die Ferien verbracht hatte.

Alleine, und später mit meinem besten Freund Mario, wo wir im Sommer

die Obstbäume und im Winter die Skipisten unsicher gemacht hatten.

Die Wohnung hatte einen eigenen Fahrstuhl von der Tiefgarage, über das

Erdgeschoß, bis direkt hinauf in die Wohnung.

Vom Fahrstuhl heraufkommend stand man sofort in der großen Diele.

Überhaupt war die Wohnung riesig. Eine große Küche (sie kam meinen

Hobbykochkünsten sehr gelegen) mit Speisesitzgruppe, ein sehr, sehr

großes Wohnzimmer, ein Bad mit der Sprudelbadewanne für vier, so groß

war sie, ein großes Schlafzimmer mit Doppelbett (fragte sich nur mit

wem ich da rein sollte) und ein helles Arbeitszimmer. Unnütz zu sagen,

daß dies auch groß war. Die ganze Wohnung war riesig. Und um allem

noch die Krone aufzusetzen, lief rund um die Wohnung der Balkon, eher

eine, genau, „große“ Terrasse. Und bei gutem Wetter konnte man weit

bis zu den Alpen sehen.

Ich war zufrieden mit mir und der Welt. Bomben Job. Bomben Gehalt.

Bomben Wohnung. Bomben Firmenwagen. Scheiß Liebesleben.

Oh!

Anscheinend war da wohl doch nicht alles in Ordnung.

Genau.

Mein Liebesleben war auf dem Nullpunkt. Na ja, eigentlich hatte es

noch nie Höhepunkte gegeben. Außer die, welche ich mit meiner Hand

hatte. Und da ich auch in Beziehungsanbahnungen sehr schüchtern war,

würde sich da auch so schnell nichts ändern.

Leider.

Da bewahrheitete sich bei mir wieder der Satz: Glück im Spiel, Pech in

der Liebe.

Ich hatte mir damals Aktien einer Firma gekauft. 50,000 Mark gab ich

dafür aus. Sie waren in den letzten Wochen stetig geklettert. Vier

Stunden nachdem der Deal abgeschlossen war, mußte ich einen Fallschirm

haben. So schnell und so tief knallten sie runter, daß man denken

konnte, sie durchschlügen den Nullpunkt.

Vor lauter Frust hatte ich mir daraufhin noch mal 10,000 von Konto

geholt und war ins Casino gefahren.

Abends um halb neun bin ich mit 10,000 Mark rein und um halb zwei in

der Nacht - mit einem Scheck über 478, 450 Mark wieder raus.

Aber was zum bumsen hab ich deshalb noch immer nicht gehabt. Und eine

der Tussen, die große Augen des Gelds wegen bekamen? Da hätte ich auch

zu einer Professionellen gehen können.

Zumal ich dafür nicht hätte bezahlen müssen.

Mario hatte mir dies ja schon öfters angeboten. Aber meine Unschuld,

mein erstes Mal, das wollte ich nun mal mit Liebe verbunden verlieren.

Aber drei Wochen später verkaufte ich die gefallenen Aktien. Wie der

Volksmund sagt, sollte man aufstehen, wenn man gefallen ist. Und das

hatten meine Aktien auch gemacht. 358,000DM fuhr ich ein.

Mein Beruf ließ mir die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. So

brauchte ich mich nicht an Bürozeiten zu halten. Zumal ich auch erst

in drei Wochen wieder anfangen mußte.

Und so verbrachte ich jetzt die meiste Zeit damit, München besser

kennen zu lernen.

Wenn man weiß, wie groß München damals war, dann kann man sich schon

ein Bild davon machen, das man dafür schon ein paar „Tage“ braucht.

Heute wäre es ein schier unmögliches Unterfangen.

Leider lag meine Wohnung am Rande von München. Zwar war es dort ruhig,

aber man brauchte seine Zeit um in die Innenstadt zu kommen. Und so

mußte ich immer eine halbe Stunde fahren.

Der Japanische Turm, die Isarauen und das Deutsche Museum hatten es

mir dabei besonders angetan. Mein Favorit aber war das Deutsche

Museum. Und so nutzte ich die Zeit und hielt mich meistens dort auf.

Sogar nach Milders fuhr ich für ein Wochenende.

Ein dreiviertel Jahr arbeitete ich nun schon in München, da schickte

man mich nach Hamburg. Eine Tagung oder Messe oder so, war angesagt.

Na ja. Eine Abwechslung in meinem Leben. Denn so ganz ohne holde

Weiblichkeit war das Leben doch öde. 20 war ich und im besten Futter.

Voller Saft und Kraft. Aber die Kraft verschwendete ich noch immer, um

den Saft aufs Handtuch zu spritzen. Kurz gesagt, ich war noch immer

Jungfrau.

Scheiße!

Aber vielleicht ergab sich ja was in Hamburg.

01 Der blinde Passagier

Die Autofahrt nach Hamburg war langweilig. Und diese Tagung erst

recht. Und ergeben?

Ich hatte mein Hotel in der Nähe der Reeperbahn. Dort nach einem

Mädchen zu suchen, mit der man etwas Festes anfangen konnte, war etwa

so, als ob man auf dem Mond spazierengehen wollte ohne Raumanzug. Nur

mit Badehose. Damals zu der Zeit war ja auch noch keiner oben gewesen.

Mit anderen Worten: Es hatte sich wieder nichts getan.

Ich war fröhlicher als auf der Hinfahrt, als ich in Hamburg losfuhr

und Richtung München brauste.

Allerdings kam ich nicht weit. Keine 5 Minuten war ich unterwegs, da

bemerkte ich daß ich keine Zigaretten mehr hatte. Also suchte ich

einen Kiosk oder Zeitungsladen.

Fast hätte ich den Kiosk in der kleinen Seitenstraße übersehen. Aber

da es eine Einbahnstraße war, parkte ich kurzerhand und ging zu Fuß

hin. Ich kaufte mir eine Packung Panama, zahlte und riß die Verpackung

auf. Als ich noch 20, 30 Meter vom Wagen entfernt war, erschrak ich.

Mein Autoschlüssel!

Weg!

Ich kramte ich in meinen Taschen. Aber nichts. Ich ging zurück zum

Kiosk und der Besitzer half mir noch suchen. Aber nix. Da war er

nicht. Also ging ich langsam den Weg zum Auto zurück und suchte alles

ab. Als ich zwei, vielleicht drei Meter vom Wagen entfernt war, machte

ich mir fast in die Hose. Der Wagen war auf und der Schlüssel steckte.

Sogar das Radio lief noch. Aber Gott sei Dank stand er noch da.

Schnell setzte mich rein und fuhr auf die Autobahn.

Gute acht Stunden später war ich zu Hause. Inklusive dem Tankstop in

Nürnberg - Feucht. Ich fuhr in die Tiefgarage und parkte am Aufzug.

Dann zündete ich mir noch eine Zigarette an, stellte den Motor ab und

öffnete die Türe. Schon beim ersten Zug hörte ich ein leises wimmern.

Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört. Aber dieses Wimmern war da.

Ich schaute mich um und sah nur die leere Garage. Doch das Wimmern

hielt an. Aber ich sah niemanden. Auch als ich aus dem Wagen stieg und

einige Schritte in der Garage herumlief. Zwar war dieses Wimmern etwas

leiser geworden, aber es war noch immer da. Kopfschüttelnd ging ich

zurück zum Wagen und öffnete die hintere Türe, um meinen Aktenkoffer

und meinen Mantel heraus zu nehmen. Mein Koffer lag noch da, aber der

Mantel war verrutscht. Er lag in grotesker Lage halb über dem

Beifahrersitz, halb auf dem Rücksitz. Ich hatte ihn nach hinten

geschmissen, nachdem ich meine Brieftasche aus ihm herausgenommen

hatte um die Zigaretten zu kaufen. Das Wimmern war auch wieder lauter

geworden und eine Sekunde später sah ich den Grund, als ich meinen

Mantel herausnahm. Es war ein Mädchen, höchstens 12 Jahre alt, welches

auf dem Wagenboden hockte, sich die Hände vors Gesicht hielt und

heulte. Sofort hatte ich Mitleid mit ihr. Schließlich galt für Mario

und für mich das erste Gesetzt: „Mädchen dürfen niemals weinen!“

Und da sie allen Anschein auch noch ein hübsches Mädchen war, verstieß

sie auch gegen unser zweites Gesetz: „Hübsche Mädchen dürfen erst

recht nicht weinen!“

Erschrocken nahm sie die Hände vom Gesicht, und ich blickte in zwei

wunderschöne große braune Augen, die aber völlig verweint waren. Die

Tränen flossen nur so aus ihnen heraus.

„He Kleines, wie bist du denn hier hinein gekommen. Was ist los?“,

fragte ich mit sanfter Stimme und hockte mich vor meiner geöffneten

Wagentüre

Sie schüttelte nur den Kopf.

„Was ist denn? Hat dir jemand was getan?

Sie heulte nur weiter.

Ich strich über ihren Kopf und sprach weiter.

„Besser ich bring dich nach Hause zur Mama.“

Aber als ich dies sagte, heulte sie nur noch stärker und schüttelte

den Kopf. Ich vermutete, daß sie entweder schon seit Hamburg, oder

seit meinem Tankstop bei Nürnberg dort gesessen haben mußte. Eine

andere Möglichkeit gab es nicht.

„Nicht zur Mama.“, hörte ich durch ihr Schluchzen hindurch.

„Dann zum Papa.“

„Ich hab keinen Papa.“

Sie senkte ihren Kopf und heulte noch schlimmer.

„Was ist denn passiert?“, wollte ich wissen, „Wer hat dir weh getan?“

„Mama.“

Scheinbar hatte die Kleine etwas angestellt und Mama hatte ihr den

Popo versohlt.

„Was hast du denn angestellt?“, wollte ich wissen.

„Ich wollte nicht zu dem fremden Mann ins Bett.“

Äh, hatte ich da jetzt richtig gehört? Sie wollte nicht zu dem fremden

Mann ins Bett?

Vorsichtshalber fragte ich noch einmal nach.

Kinderficker gab es in der damaligen Zeit zwar auch schon, aber es kam

nicht so oft an die Öffentlichkeit wie heute. Und damals lebten sie

auch wesentlich gefährlicher als heute. Dafür hatte Mario jedenfalls

in Köln gesorgt.

„Ja“, sagte sie, nickte und heulte noch mehr.

„Komm erst mal aus dem Auto raus. Das ist doch völlig unbequem.“

Ich zog meinen Mantel an, während sie heraus kroch. Sie stellte sich

auf die Beine, sackte aber sofort wieder zusammen. Fast kam ich zu

spät, um sie aufzufangen. Sie klammerte sich an meinen Arm und erhob

sich wieder. Ich schloß den Wagen und verriegelte ihn. Dann brachte

ich dieses heulende Häufchen Elend zum Aufzug.

Ängstlich drückte sie sich zusammengekauert in der Kabine in eine

Ecke. Als wir oben in meiner Wohnung ankamen und sich die Türen

öffneten, floh sie heraus und wollte fortlaufen. Aber schon nach

wenigen Schritten stolperte sie und fiel hin. Ihre Beine waren noch zu

steif vom langen kauern hinter dem Beifahrersitz. Ich nahm sie auf den

Arm, trug sie ins Wohnzimmer und setzte sie auf Sofa.

„Wie heißt du eigentlich?“

„Waltraud.“

„Möchtest du was zu trinken Waltraud? Eine Cola?“

Sie nickte.

Ich ging in die Küche und kam mit zwei Flaschen Cola zurück. Begierig

öffnete sie die Ihrige und trank so hastig, daß sie hustete.

„Langsam Schatz. Es nimmt dir keiner was weg und ich hab noch eine

Menge davon im Kühlschank.“

Sie schaute nicht mehr so ängstlich, wie in dem Augenblick, als ich

sie im Auto fand.

„Und jetzt erzähl mal. Warum willst du nicht zu deiner Mama? Die sucht

dich bestimmt schon und ist ganz verzweifelt.“

„Das macht sie nicht.“, heulte sie, „Sie verhaut mich nur wieder.“

„Das glaub ich nicht. Sie verhaut dich bestimmt nicht, wenn du wieder

zu Hause bist.“

„Doch, das macht sie jedesmal, wenn sie getrunken hat.“

„Das glaub ich nicht. Und so ein Klaps auf den Po, das tut doch nicht

weh.“

„Sie nimmt den Kleiderbügel.“, heulte sie.

„Das glaub ich dir aber jetzt nicht.“

Zögernd stellte sie die Flasche auf den Wohnzimmertisch, stand auf und

zog sich ihr Kleidchen aus. Zuerst wollte ich protestieren. Aber als

sie es hoch über ihrem Kopf auszog, sie stand mit dem Rücken zu mir,

da sah ich es. Auf ihrem Höschen waren blutige Striemen. Und als sie

das Kleidchen ganz ausgezogen hatte, sah ich sie auch auf ihrem

Unterhemdchen. Mir stockte der Atem. Was war das, fragte ich mich,

wohl wissend, was man dem Mädchen angetan haben mußte.

Als sie ihr Unterhemdchen auszog, wurde mir fast schlecht. Der ganze

Rücken war übersät mit blauen Flecken und blutigen Striemen. Als sie

ihr Höschen herabzog, sah ich sie auch auf ihrem Popo. Weinend dreht

sie sich zu mir herum und sagte flehend:

„Ich will nicht zurück zu Mama.“

Ich mußte schlucken. Einerseits sah ich daß ihre Brust und ihr Bauch,

bis hinab zu ihrem Unterleib die gleichen Mißhandlungen aufwiesen wie

ihr Rücken. Andererseits konnte ich mir nicht vorstellen daß ihre

Mutter sie so behandelt haben sollte. Trotz dem was Waltraut mir sagte

und was ich da sah.

Wie kann man einem so zarten kleinen Mädchen nur so etwas antun?

Sie stand so hilflos und verloren da. Nackt bis auf ihre Schuhe und

Strümpfchen, ihr Höschen auf den Schuhen liegend.

Jetzt erst sah ich ihre schmutzigen Arme und Beine, ihr schmutziges

Gesicht.

„Komm mit Schatz. Wir waschen dich erst mal.“

Sie zog ihr Höschen hoch, raffte ihr Kleidchen und das Unterhemdchen

zusammen und folgte mir ins Bad.

„Boh! Ist das groß.“, sagte sie, als sie das Bad sah.

Ich ließ Wasser in die Wanne ein und zeigte ihr, wo alles steht. Dann

wollte ich sie alleine lassen. Aber sie hielt mich fest.

„Bitte nicht die Mama anrufen. Bitte.“

Ich nickte und wollte beim hinausgehen die Türe schließen.

„Bitte offen lassen. Bitte, bitte.“

Ich ließ sie offen und setzte mich ins Wohnzimmer.

Was sollte ich nun machen?

Wenn ich sie der Polizei übergab, dann käme sie in ein Heim.

Schlimmstenfalls wieder zurück zu ihrer Mutter. Und dies wollte sie

nicht. Aber ich konnte sie doch nicht behalten.

Bestimmt eine halbe Stunde lang überlegte ich, da kam sie aus dem Bad.

Ihre Haare hatte sie zu einem Turban hochgeschoben und mit einem

Handtuch umwickelt. Sie hatte meinen Bademantel an, und gerade dies

ließ mich lächeln. Er schleifte über den Boden und die Ärmel waren

viel zu lang.

Als sie mich lächeln sah, lächelte sie zurück. Und zum ersten Mal sah

ich glückliche, frohe Kinderaugen an ihr.

Sie blieb vor mir stehen und schaute mich fragend an.

„Was ist?“

„Hast du telefoniert?“

„Nein.“

Sie schien etwas erleichtert.

„Machst du noch?“

„Ich hab keine Nummer.“

Jetzt lachte sie.

„Gibst du sie mir?“

„Nein.“

Ihr Gesicht wurde ängstlicher.

„Aber du kannst doch nicht so einfach hierbleiben.“

„Warum nicht?“

„Weil du doch ein Zuhause hast. Komm mal her und setzt dich.“

Sie kam ans Sofa und setzte sich mit schmerzverzogenem Gesicht.

„Was ist los?“

„Mein Popo.“

„Leg dich mal auf den Bauch.“

Und während sie sich auf den Bauch aufs Sofa legte, ging ich ins Bad

und suchte meine Wund - und Heilsalbe. Die hatte ich schon oft

gebraucht. Besonders beim Sport. Mit ihr ging ich zurück ins

Wohnzimmer. Ich kniete mich vors Sofa und schob den Bademantel hoch.

Dann begann ich die Striemen und Flecke auf ihrem kleinen Popo mit der

Salbe zu bestreichen. Anschließend verrieb ich sie.

Zu blöd. Der erste nackte weibliche Arsch, den ich in meinem Leben

anfaßte gehörte zu einem kleinen Mädchen, einem Kind.

Aber einen süßen Popo hatte sie trotzdem. Klein und fest. Als ich

damit fertig sollte sie noch so liegenbleiben, bis das die Salbe ganz

eingezogen war.

Gerade, als ich mich aufs Sofa setzen wollte, klingelte das Telefon.

Ich ging ins Arbeitszimmer und sprach mit einem meiner

Arbeitskollegen. Als ich den Hörer auflegte und mich herumdrehte,

stand sie weinend in der Türe.

„Bitte nicht.“

„Das war ein Kollege von mir.“

„Nicht die Polizei?“

„Nein.“

Sie schlang ihre kleinen Ärmchen um mich und flüsterte „Danke“.

Im Wohnzimmer mußte sie dann den Bademantel ausziehen. Ich versorgte

die Verletzungen auf ihrem Rücken ebenso vorsichtig, wie vorhin auf

ihrem Popo. Und als die Salbe eingezogen war, versorgte ich ihre

Vorderseite ebenfalls.

Obwohl sie vorhin nackt vor mir gestanden hatte und mir ihre

Verletzungen hinten wie vorne gezeigt hatte, genierte sie sich nun

doch etwas, mit entblößter Scheide vor mir zu liegen. Ich zog einen

Zipfel des Bademantels zwischen ihren Beinen hervor und legte ihn auf

ihre Scheide. Dankbar sah sie mich an.

„Wie alt bist du eigentlich?“

„11. Und du?“

„20.“

„Wohnst du hier alleine?“

„Ja.“

„Und wer kocht für dich?“

„Das mach ich selbst.“

„Du kannst kochen?“

„Ja.“

„Ich nicht.“

„Du bist ja auch noch ein kleines Mädchen. Das lernst du später noch

früh genug.“

Als ich mit Brust und Bauch fertig war, schaute sie mich fragend an.

„Darf ich hier bei dir bleiben? Bitte.“

Eigentlich wollte ich nicht. Aber sie hielt den Kopf bei ihrer Frage

etwas schief und schaute mich mit ihren großen braunen Augen flehend

an. Mein Widerstand schmolz dahin wie Eis im Hochofen.

Und als ich nickte fiel sie mir um den Hals und gab mir einen dicken

Kuß.

Wir redeten an diesem Abend sehr viel über uns. Ich erzählte ihr was

ich mache, woher ich komme und vieles mehr. Im Gegenzug erzählte sie

mir daß ihr Vater schon sehr lange tot war. Ihre Mutter ginge auf den

Strich. Sie drückte sich dabei nicht so gewählt aus. Und nun hatte sie

von ihr verlangt, daß sie mit ins Bett kommen solle. Sie habe sich

geweigert und Mama habe sie dann mit dem Kleiderbügel verprügelt, wie

sie es immer machte.

„Als Mama dann zu dem Mann ins Bett gegangen ist bin ich weggelaufen.

Dann hab ich das Auto gesehen. Das war nicht abgeschlossen. Und jetzt

bin ich hier.“

„Ja, jetzt bist du hier.“

Aber was sollte ich mit ihr machen? Sie konnte zwar diese Nacht

hierbleiben, aber was ist morgen? Übermorgen? Überübermorgen und so

weiter?

Schule!

Sie muß ja auch zur Schule gehen. Sie muß versorgt werden. Aber das

könnte ich ja machen. Kochen, waschen und putzen konnte ich ja. Und

was sollte ich meinen Kollegen sagen, wenn sie kommen um meine

Arbeiten abzuholen und sie sehen?

Ich könnte sagen, daß sie meine kleine Schwester ist.

War dachte ich da bloß???

Ich schmiedete bereits Pläne sie hier bei mir zu lassen. Dabei wußte

ich doch nur zu genau, daß dies überhaupt nicht möglich war. Nein! Ich

wußte „ganz genau“, daß dies nicht möglich war.

Aber wie sollte ich ihr das nur sagen?

Da saß ich nun. Ein erwachsener Mann, und konnte diesem Kind nicht

sagen, das ich sie morgen zur Polizei bringen würde.

Sie war in meinem Arm eingeschlafen. Ich betrachte sie nun genauer.

Sie hatte ein sehr fein geschnittenes und sehr helles, schönes

Gesicht. Ihre rotbraunen Haare hatten sich aus dem Turban befreit und

hingen wie ein Wasserfall über ihrem Körper verteilt fast bis auf den

Boden. Der geöffnete Bademantel verbarg so gut wie nichts von ihrem

Körper und ich konnte sehen, daß sie später bestimmt ein sehr hübsches

Mädchen werden würde, nach dem sich bestimmt alle Jungs umdrehen

würden.

Vorsichtig erhob ich mich mit ihr auf dem Arm. Im Schlaf schlang sie

ihre Ärmchen um meinen Hals und drückte sich fest an mich. Ich trug

sie ins Schlafzimmer und zog ihr den Bademantel aus. Täuschte ich

mich, oder fingen die Striemen schon an zu heilen. Verblaßten einige

der blaue Flecke wirklich schon?

Ein Hoch auf Bephanthen!

Ich suchte ein Schlafanzugoberteil heraus und zog es ihr an. Dann

deckte ich sie zu und gab ihr einen Kuß. Als ich aus dem Zimmer ging,

ließ ich die Türe auf.

Ich ging ins Bad und steckte ihre Sachen in die Waschmaschine. Und

während sie gewaschen wurden, schaute ich Fernsehen. Wartete auf die

Nachrichten. Aber nichts wurde über sie gebracht.

Als die Sachen fertig waren, bügelte ich sie schnell und hängte sie

ins Schlafzimmer. Dann deckte ich sie wieder zu, da sie sich

freigestrampelt hatte.

Zurück im Wohnzimmer genehmigte ich mir ein Glas Rotwein und dann

machte ich mir mein Bett auf dem Sofa. Lange lag ich noch wach. Ich

kam zu dem Schluß, daß ich sie doch dem Jugendamt übergeben müsse, da

hörte ich sie weinen. Ich stürmte förmlich ins Schlafzimmer. Sie saß

aufrecht im Bett und weinte. Als ich mich neben sie setzte, schlang

sie ihre Ärmchen um mich und drückte mich ganz fest. Zart streichelte

ich über ihr Haar. Sie beruhigte sich wieder und schlief ein. Ich

deckte sie wieder zu und legte mich aufs Sofa.

NEIN!

Ich kann sie nicht irgendeinem Fremden überlassen, der sie vielleicht

ihrer Mutter zurückgibt.

Sie bleibt bei mir, solange sie möchte.

Fünfmal wurde ich in der Nacht noch durch ihr weinen geweckt. Sofort

war ich auf und bei ihr. Beim ersten Weinen saß sie wieder aufrecht im

Bett. Ich nahm sie in den Arm und tröstete sie so gut ich konnte. Sie

schlief schnell ein und ich deckte sie wieder zu. Die anderen Male

weinte sie im Schlaf. Doch als ich ihr übers Haar strich wurde sie

schnell ruhig und ich legte mich wieder ins Wohnzimmer.

Nein, dachte ich.

NEIN!

Sie bleibt!

Das tue ich ihr nicht an!

Wenn sie zu ihrer Mutter zurück kommt, dann endet sie als

Prostituierte. Kommt sie ins Heim, wer weiß was sie da lernt.

Nein, sie bleibt!

02 Im Kaufrausch

Am folgenden Morgen erwachte ich und dachte an meinen Traum.

Ein blinder Passagier, ein Mädchen, mit mir zusammen hier wohnen…

Wie kann man nur so was beklopptes träumen.

Mein Blick wanderte über den Wohnzimmertisch.

Mein Glas, mit einem Rest vom Wein darin, eine halbvolle Flache Cola,

der Aschenbecher, eine fast leere Flasche Cola....

Stop!

Zwei Flaschen Cola? Und keine davon war leer???

Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf, flog förmlich zum

Schlafzimmer und schaute vorsichtig um die Ecke. Und da lag mein

„Traum“.

Friedlich schlummernd lag sie dort im Bett. Eine Hand unter ihr

Gesichtchen gelegt, die andere zwischen ihre Beinchen geklemmt. Der

nackte Popo hing fast ganz aus dem Bett heraus. Ihre Haare,

ausgebreitet wie Sonnenstrahlen, flossen von ihrem Kopf weg über ihren

Körper und dem Bett.

Ich wollte schon hin und sie wieder zudecken, da merkte ich das ich

nur meine Unterhose an hatte. Scheinbar mußte ich mich in der Nacht

ausgezogen haben. Das war zwar nicht weiter schlimm. Schlimmer

allerdings war meine „Morgenlatte“, die sich nicht in die Kategorie

„normale Größe“ einordnen ließ, und meine Hose mehr als überdeutlich

von meinem Körper abstehen ließ.

Also ging ich ins Bad.

Eine halbe Stunde später stand ich frisch geduscht und angezogen,

„ohne!“ Latte, wieder im Rahmen der Schlafzimmertür. Sie hatte sich im

Schlaf gedreht und lag nun nicht mehr auf der Bettkante.

Wie sie so dalag, überkam es mich erneut.

Nein!

Sie bleibt!

Aber dann fiel mir ein, daß es ja unmöglich wäre, daß sie mit mir hier

in diesem Bett schlief.

Dann muß sie halt ein eigenes Zimmer haben dachte ich mir. Mein

Arbeitszimmer! Die Sachen dort paßten sowieso ohne weiteres ins große

Wohnzimmer. Dann würde sie ihr eigenes Bett bekommen. Dazu noch einen

Tisch, oder ein Sofa, Stühle oder Sessel, einen Schrank, einen

Kleiderschrank….

Mein Gott! Sie hat ja nichts zum anziehen! Sie braucht Wäsche, Schuhe,

Kleider, Pullis…

SCHULE!

Man, sie muß zur Schule! Aber wie macht man das?

Da fiel mir ein, daß Gaby, Rolfs Sekretärin, drei Kinder hatte. Um

diese Zeit war sie schon im Büro. Also rief ich sie am.

Schon beim zweiten Klingeln nahm sie ab.

„Hallo Gaby, ich bin’s. Schönen guten Morgen.“

„Ah, der verlorene Sohn.“, lachte sie durchs Telefon, „Na, wie war’s

in Hamburg?“

„Na wie immer. Kennt man eine Tagung, kennt man sie alle. Aber was

anderes. Ich habe da ein riesiges Problem.“

Und während ich mir eine Geschichte zusammenreimte, erzählte ich ihr

gleichzeitig davon. Vom Unfalltod meiner Verwandten, eine Tochter, 11

Jahre, bei mir, und was ich machen müsse, um sie in die Schule zu

kriegen.

„Ja, ja. Ihr Männer.“, lachte sie, „Wenn ihr uns Mädchen nicht hättet,

dann ginge die Welt unter.“

Und sie erzählte mir vom Ummelden, Zeugnissen, Vormundschaftsgericht,

Sorgerecht, Jugendamt, und so weiter.

Schließlich, ich hatte mir alles aufgeschrieben, dankte ich ihr. Dann

beendeten wir das Gespräch und ich ging zurück zum Schlafzimmer

Und so stand ich da und zählte mir auf, was wir noch brauchen würden.

Da wurde ich von ihr unterbrochen. Sie bewegte sich und erwachte

langsam. Etwas ungläubig und erstaunt sah sie sich um. Als sie mich in

der Türe stehen sah, lächelte sie und breitete ihre Ärmchen aus.

Nein! Wie sie so dasaß, mit ihren glücklichen Augen, ihrem Lächeln.

Ich kann sie nicht ihrem Schicksal überlassen! Und ich wollte es auch

nicht!

Ich setzte mich neben sie aufs Bett und sie gab mir einen Kuß. Ihre

Ärmchen hielten mich am Hals so fest, daß ich dachte sie würde mich

erwürgen.

„Na Schatz, hast du schön geschlafen?“

„Ja.“, flüsterte sie mir ins Ohr.

„Dann steh auf und wasch dich. Wenn du angezogen bist, dann müssen wir

einkaufen.“

Sie stand auf und ging ins Bad, während ich im Arbeitszimmer einige

Dinge erledigte. Eine halbe Stunde später stand sie nackig in der Türe

und sagte:

„Ich find meine Sachen nicht.“

„Im Schlafzimmer. Sie hängen am Schrank.“

Und wenige Sekunden später kam sie wieder und sagte:

„Da komm ich nicht dran.“

Ich holte ihre Sachen, die ich an den oberen Rand des Schrankes

gehängt hatte, von Schrank herab und sie wollte sich anziehen.

„Warte, ich creme dich noch mal ein. Tut es denn noch weh?“

„Nein, nicht mehr so doll.“

Sie legte sich aufs Bett und ich cremte ihren Rücken und Popo ein. Die

blauen Flecke waren wirklich schon zum größten Teil abgeklungen. Nur

die hartnäckigsten verfärbten sich nun vielfarbig. Und die blutigen

Striemen hatten sich verfärbt und teils bildete sich bereits eine

Kruste darüber. Ich hoffte daß auf ihrem süßen hübschen Körper keine

Narben zurückbleiben würden.

Nachdem die Creme eingezogen war, drehte sie sich herum. Ich benutzte

ihr Höschen, um es ihr auf ihre Scheide zu legen, dann waren der Bauch

und die Brust dran. Hier war es bei weitem nicht so schlimm, wie auf

ihrer Kehrseite. Und nachdem die Creme auch hier eingezogen war, zog

sie sich an und kam zu mir ins Arbeitszimmer.

Zunächst fuhren wir in die Stadt und kauften in einem großen Kaufhaus

Kleidung für sie ein.

Höschen, Unterhemdchen, Röcke, Kleider.

Bei Hosen streikte sie.

Sie wäre doch ein Mädchen.

„Hosen sind nur was für Jungs.“

Auch die Verkäuferin konnte sie nicht davon abbringen. Und als

Waltraud sie daraufhin fragte: „Und wieso haben sie dann keine Hosen

an?“, wurde die Verkäuferin rot und gab klein bei.

So, so. Einen kleinen Dickkopf hatte ich also da an meiner Hand.

Wir kauften noch Pullis, Schuhe und andere Sachen. Viermal trugen wie

ihre neuen Sachen zum Auto. Dann waren andere Dinge dran. Zahnbürste,

Haarschleifen, Bürste, und so.

Wir hatten, bevor wir einkaufen gingen, im Kaufhaus gefrühstückt. Als

wir fertig waren aßen wir dort noch zu mittag.

Wir fuhren dann raus aufs Land, um an einem großen Möbelhaus halt zu

machen. Meine komplette Inneneinrichtung wurde damals, zu meiner

vollsten Zufriedenheit, von ihnen geliefert und aufgestellt. Und das

auch sehr kurzfristig. Morgens gekauft und abends war die Küche und

das Wohnzimmer bereits fertig. Am folgenden Tag auch das Schlafzimmer

und mein Arbeitszimmer.

Ich suchte mir den Verkäufer von damals, fand ihn nach wenigen

Minuten, und er erkannte mich sofort.

Erstaunt fragte er, ob etwas nicht in Ordnung sei, worauf ich ihm

mitteilte, daß wir ein Zimmer umbauen und neu einrichten müßten.

Er führte uns herum und Waltraud durfte sich ihr Zimmer selbst

aussuchen.

Sie war so glücklich gewesen, als sie am Morgen von mir hörte, daß sie

bei mir bleiben könne. Ein Freudengeheul, vermischt mit Freudentränen,

vielen Küßchen und noch mehr Umarmungen waren ihre Antwort darauf

gewesen.

Ob wir es heute noch haben könnten, fragte ich nach.

„Kein Problem.“, war die lapidare Antwort des Verkäufers, „Gegen sechs

steht alles. Da braucht ja nicht großartig geschraubt zu werden. Und

Treppen müssen auch nicht bewältigt werden. Wenn sie zu Hause sind,

eine Stunde einladen und Fahrt, dann ist es halb vier, dann dürften

wir um fünf, halb sechs fertig sein.“

Es machte sich bezahlt wenn man ein guter Kunde ist. Und wenn man dann

noch eine große Firme im Rücken hat, dann spritz alles nur so.

Wir bedankten uns und an meinem Arm hüpfte Waltraut ausgelassen und

sehr glücklich.

Überschlägig hatte ich an diesem Tag zwei Monatsgehälter verpraßt.

Aber da ich ja nie ausging, sparte ich seit Anfang an. Und in meiner

Jugend hatte ich immer zu wenig oder gar kein Geld. Zu schnell rann es

mir durch die Finger. Und mehr Taschengeld gab es nicht. Lern mit Geld

umzugehen, hieß es da dann nur. Und ich hatte gelernt. Und seit ich

arbeitete, sparte ich eisern. Dazu noch das Geld von meinen Eltern und

von Oma. Der Casinobesuch nicht zu vergessen, die Aktien. Alles in

allem hatte ich mehr als ein sehr gutes Polster. Und dies ließ ich ihr

nun zu gute kommen.

Wir fuhren nach Hause. Dort stellten wir die Taschen und Tüten in den

Aufzug und fuhren hinauf. Dort brachen wir alles ins Schlafzimmer.

Während ich nun begann mein Arbeitszimmer auszuräumen und die

Unterlagen ins Wohnzimmer brachte, packte sie im Schlafzimmer ihre

Sachen aus. Hin und wieder kam sie zu mir und präsentierte sich in

Unterwäsche, mit Pulli und Rock, im Kleidchen, mit Söckchen und

Schuhen.

Und als sie eine halbe Stunde später wieder im Schlafzimmer war und

ihre Sachen anschaute, klingelte es.

Sofort kam Waltraud ängstlich zu mir gelaufen. Sie zitterte am ganzen

Körper und sagte nur:

„Ich will nicht weg. Ich will nicht weg.“

„Das sind doch nur die Möbel Schatz.“, sagte ich zu ihr, und zeigte

auf den kleinen Monitor, der direkt neben dem Aufzug an der Decke

hing.

Ich gab den Fahrstuhl frei und wenig später kamen die ersten

Möbelstücke. Allerdings stellten wir sie erst in der Diele ab. Die

Männer, fünf an der Zahl, trugen als erstes meine Sachen aus dem

Arbeitszimmer ins Wohnzimmer. Während ich mit zweien die Möbel des

Arbeitszimmers im Wohnzimmer aufstellte, sagte Waltraut den anderen wo

sie was hin haben wollte.

Uns so flog mein Arbeitszimmer flog raus und landete im Wohnzimmer. Im

Gegensatz dazu veränderte sich mein ehemaliges Arbeitszimmer in ein

sehr hübsches Mädchenzimmer.

Und wie versprochen waren sie um sechs fertig. Sogar schon um viertel

nach fünf.

Ich gab ihnen ein sehr gutes Trinkgeld und sie verabschiedeten sich.

Dann begann das Einräumen.

Waltraud sollte ihre Sachen selber einräumen. Schließlich mußte sie ja

wissen, wo ihre Höschen und Pullis waren.

Doch schließlich half ich ihr. Es galt immerhin, eine große Menge an

Unter - und Oberbekleidung, in dem großen Kleiderschrank

unterzubringen.

Um halb acht waren wir endlich fertig. Wir setzten uns ins Wohnzimmer

und ich ließ was vom Italiener kommen. Zum kochen hatte ich überhaupt

keine Lust mehr.

Wir aßen in der Küche, denn dort war ja auch ein Eßzimmer mit

integriert.

Gegen neun waren wir schließlich umgezogen und fertig zum schlafen.

Ich hatte sie im Wohnzimmer nochmals eingecremt und festgestellt, wie

gut die Salbe half. Ich trug sie in ihr Bett, deckte sie zu und gab

ihr einen Gute-Nacht-Kuß. Die Türe mußte ich auflassen, wie auch meine

Schlafzimmertüre.

Ich hatte ihr abends noch gesagt, daß wir morgen zu Hause bleiben

würden. Ich mußte was arbeiten und sie könne aufschreiben, was ihr

noch fehlte.

In dieser Nacht mußte ich nur noch zweimal aufstehen um sie zu

trösten. Aber aufgewacht war sie nicht.

Der folgende Tag begann für mich sehr früh.

Eigentlich Ansichtssache.

Ich stand um halb acht auf und verzog mich an meinen Schreibtisch.

Eine halbe Stunde später kam sie zu mir auf den Schoß gekrabbelt,

kuschelte sich an mich und schlief wieder ein.

Um zehn waren wir beide dann gewaschen und angezogen. Sie hatte sich,

obwohl es draußen schon gegen Herbst anging, ein hübsches

Sommerkleidchen herausgesucht. Zum anbeißen sah sie aus. Ihre Haare

umrahmten ihr hübsches Gesichtchen. Die Augen strahlten vor Glück. Und

dies wiederum machte mich glücklich.

Zum Mittagessen gingen wir aus. Griechisch war angesagt.

Sie mußte sich dazu wohl oder übel ein wärmeres Kleidchen und eine

warme Wollstrumpfhose anziehen. Aber auch das blaue Samtkleidchen

stand ihr sehr gut. Ich glaube, daß dieses Kleidchen mein Favorit war.

Wir fuhren so in die Stadt zu meinem Griechen.

Als wir wieder zu Hause waren, zog sie gleich wieder ihr

Sommerkleidchen an. Das schien es ihr wohl angetan zu haben.

Gegen vier war ich fertig mit meiner Arbeit. Sie hatte mich nicht

gestört und übergab mir nun eine lange Liste, als ich in ihr Zimmer

kam.

„Das ist aber eine lange Liste.“

„Du hast doch gesagt, ich soll alles aufschreiben was ich noch

brauche.“

Und in der Tat. Auf der Liste stand nichts von Spielzeug oder

ähnliches.

Gut, einige Sachen waren wohl noch zu früh für sie. Wie zum Beispiel

die Schminke oder der BH. Aber Bücher, Strumpfhosen und Bilder waren

wohl sinnvoll.

Also fuhren wir nochmals in die Stadt du kauften ein. Doch ganz zum

Schluß ging ich mit ihr in ein Damenunterwäschegeschäft. Einem sehr

exklusiven. Waltraud mußte sich auf einen Stuhl setzen und ich sprach

mit einer Verkäuferin die in meinem Alter war. Allerdings nicht mein

Geschmack.

„Sie möchte einen BH haben. Zugegeben, es fehlt an „Füllmaterial“,

aber meine kleine Schwester möchte einen haben.“

„Ich weiß was sie meinen. Wenn sie wüßten wie viele Mütter mit ihren

Töchtern hierherkommen, weil die Mädchen einen BH haben wollen. Und in

den seltensten Fällen brauchen sie wirklich schon einen.“

Sie nahm Waltraud mit und eine Viertelstunde später hatte sie einen

BH, der ihr sofort gefallen hatte, auch wenn er ihr noch nicht paßte.

Mit erhobenem Haupt verließ sie an meiner Hand den Laden.

Aber etwas hatte sie nicht aufgeschrieben. Schmuck!

Nun ja, nicht gerade Diamanten.

Aber Ohrringe und ein Halskettchen mit einem Kreuz dran, das würde ihr

doch bestimmt gefallen.

Und so war es auch.

Die Pistole für die Ohrlöcher flößte ihr nicht gerade Vertrauen ein.

Im Gegenteil. Sie hatte schlichtweg Angst davor. Doch die Verkäuferin

schwor ihr, daß es nicht weh tun würde. Und als ihr erstes Ohrloch

geschossen war, schaute sie uns erstaunt an.

„Schon fertig?“, fragte sie ungläubig.

Dann suchten wir einige Ohrringe für später aus. Wenn sie später die

medizinischen herausnehmen konnte.

Zum Schluß bekam sie noch eine dünne Halskette mit einem kleinen Kreuz

daran.

Noch glücklicher als gestern verließen sie an meiner Hand das

Schmuckgeschäft und wir kehrten nach Hause zurück.

An diesen Abend gingen wir sehr früh schlafen, denn die Nacht würde

für uns sehr kurz werden. Allerdings wohl eher für mich. Denn ich

hatte Mario angerufen.

03 Der Familienfälscher

Mario war jener gute Freund von mir aus alten Schulzeiten, mit dem ich

bei meiner Oma im Winter die Pisten unsicher gemacht hatte. Und auch

sonst waren wir nicht gerade die liebsten gewesen.

Eigentlich war er nicht nur mein bester Freund, nein, er war auch mein

einziger Freund.

Entgegen allen Voraussagen, er war in der Schule viel besser als ich,

wobei ich nicht gerade zu dem schlechten oder mittelmäßigen gehörte,

war er Zuhälter geworden.

Allerdings einer der lieben Sorte.

Während die Mädchen der anderen mindestens 90% ihres Verdienstes ihrem

Zuhälter abgeben mußten, wenn nicht noch mehr, begnügte er sich mit

10. Und die Mädchen hielt er an zu sparen, vorzusorgen. Und dies taten

sie auch. Den gesamten Verdienst, der am Monatsende übrig war,

schmissen sie in einen Pott. Das Konto wuchs enorm in kürzester Zeit.

Und jede konnte jederzeit aussteigen. Die Bausparverträge,

Krankenkassenbeiträge und die Rentenversicherungen der Mädchen, wurden

ebenfalls davon bestritten.

Sehr oft hatte ich ihm früher den Rücken freigehalten, wenn es eine

Klopperei gab, hatte ihn bei mir schlafen lassen, wenn er mal wieder

von zu Hause abgehauen war, war mit ihm zusammen, wie schon erwähnt,

zu meiner Oma gefahren.

Aber unser Meisterstück hatten wir abgezogen, als er mit 17 ins Heim

kam.

Ich zog in einem unbeobachteten Moment seine Klamotten an und er

meine. So konnte er raus zu seiner Freundin. Sie lag im Krankenhaus

und bekam sein Kind. Das war vor fünf Jahren. Die kleine Mareike ließ

lange auf sich warten. Er war im Kreißsaal dabei, als sie geboren

wurde. Und so kam er erst einen Tag später zurück. Aber niemand hatte

es bemerkt.

„Das vergesse ich dir niemals. Mein Leben lang nicht.“, hatte er mir

damals gesagt.

Und so hatte ihn angerufen und ihn gefragt, ob er Papiere besorgen

kann.

„Kein Problem.“, war seine Antwort.

Wir hatten uns für 12 Uhr mittags verabredet. Der Ort war mir bekannt.

Der neue Puff in der Hornstraße. Also würden wir so um vier Uhr in der

Nacht losfahren müssen.

Verschlafen saß Waltraut auf ihrem Bett, während ich ihr den

Schlafanzug aus und ihr die Wäsche und ihr Kleidchen anzog. Die Haare

noch gebürstet, dann kam sie auf meinen Arm und wir konnten los.

Bereits in Fahrstuhl war sie wieder eingeschlafen. Sie war leicht wie

eine Feder. Ich spürte ihr warmes Gesichtchen an meiner Wange. Ihren

heißen Atem an meinem Hals. Ihre Haut war so warm, so weich und zart.

Mit einer Hand stützte ich ihren kleinen Popo ab, mit der anderen

ihren Rücken. Ich dachte dabei an ihren Popo. Wie hatten ihn nicht

eingecremt und gesehen hatte ich ihn auch nicht. Aber ihr Rücken und

ihre Brust sahen schon etwas besser aus. Aber immer noch schlimm

genug. Und auf ihrem Rücken war das, was mich im Aufzug am meisten

faszinierte: Ihre Haare.

Wie ein Wald verbargen sie den Anorak auf ihrem Rücken. Sie waren so

lang, das ein gutes Teil von ihnen zwischen ihrem Po und meiner Hand

lag. Und die andere streichelte über diese Flut von Haaren auf ihrem

Rücken. Richtig seidig waren sie.

In der Tiefgarage entriegelte ich den Wagen, setzte Waltraud auf die

Rückbank in den neuen Kindersitz und schnallte sie an. Sie wurde kurz

wach und fragte ängstlich: Nach Hause?

„Nein, nach Köln. Einen alten Freund besuchen.“

Sie drehte sich etwas und schlief wieder ein.

Dann stieg ich ebenfalls ein und fuhr los.

Um diese Zeit war auf den Straßen so gut wie nichts los. Dennoch kam

ich, kurz vor der BAB - Auffahrt in eine Polizeikontrolle.

Jetzt war es wohl soweit, dachte ich. Jetzt würden sie Waltraud

mitnehmen.

Ich stoppte und ließ das Fenster runter.

Noch bevor der Beamte etwas sagen konnte, legte ich einen Finger auf

meinen Mund. Frechheit siegt dachte, nein, hoffte ich inständig.

„Psst. Sie schläft wieder.“

Der Beamte sah, daß Waltraud angeschnallt in ihrem Kindersitz hinter

dem Beifahrersitz saß und schlief. Flüsternd ließ er seinen Spruch ab.

Allgemeine Verkehrskontrolle, Führerschein, Kraftfahrzeugschein,

Alkohol getrunken?

Letzteres verneinte ich vehement.

„Doch nicht am Steuer! Und schon gar nicht wenn ich mein Schwesterchen

bei mir habe!“

Aussteigen und ins Röhrchen blasen mußte ich dennoch. Dann gab er mir

die Papiere wieder und ich konnte weiterfahren.

Die Angst, die ich in diesen wenigen Minuten hatte, war schlichtweg

grausam.

Von Nürnberg bis Köln wurde der Verkehr schon dichter. Doch ich kam

gut durch. Schon um halb elf waren wir in meiner Heimatstadt. Ich fuhr

noch ein wenig herum und zeigte ihr die Sehenswürdigkeiten.

10 vor 12 standen wir in der Hornstraße, gegenüber dem Bordell.

Waltraud schaute ängstlich auf den Eingang. Sie wußte was das für

Frauen waren, die, äußerst spärlich bekleidet, in diesem Haus ein und

aus gingen.

Den Tränen nahe fragte sie mit fast erstickter Stimme:

„Muß ich da auch rein?“

„Nur nicht! Ich muß rein. Ich treffe mich mit jemanden“

„Mit einer Frau?“

„Nein, mit meinem Schulfreund. Der hilft uns weiter.“

„Ist der ein Zuhälter?“

„Ja. Aber du brauchst keine Angst zu haben. Der tut dir bestimmt

nichts. Im Gegenteil. Der ist echt nett.“

Dennoch hatte sie Angst.

„Wenn ich da gleich reingehe, bleibst du hier im Auto sitzen. Wenn was

ist, hupst du. Verstanden?“

Sie nickte.

Sie kletterte zwischen den Sitzen zu mir nach vorne. Ängstlich sagte

sie: „Bitte, bitte beeil dich.“

„Mach ich. Drück den Riegel runter.“

Sie nickte und verriegelte das Auto nachdem ich ausgestiegen war. Ich

winkte ihr noch einmal zu, ging über die Straße und wollte gerade die

Stufen zum Bordell hoch, da hupte es zweimal. Erschrocken drehte ich

mich herum und erwartete in Waltrauds panikerfülltes Gesicht zu

schauen. Stattdessen parkte ein Camaro neben meinem Wagen. Das Fenster

war heruntergelassen und eine Stimme rief:

„He du Sack. Alles klar?“

Mario!

Als ich die Stufen des Bordells herabstieg, stieg er aus und kam mir

entgegen. Wir umarmten uns und schüttelten uns die Hände. Fast 5

Minuten standen wir mitten auf der Straße und unterhielten uns über

die Vergangenheit.

Man konnte ihm ansehen, wie er sich freute mich zu sehen.

Dann gingen wir zu seinem Auto. Vorne saß ein Mädchen in unserem

Alter. Sehr hübsch, gut gekleidet, wenn auch etwas aufreizend, und

sehr dezent geschminkt.

„Das ist Rosi.“

„Die Rosi?“

„Jepp.“

„Toll.“

„Und das ist Mareike.“, sagte er mit Stolz in der Stimme.

Er zeigte auf die Rückbank, wo ein kleines blondes Engelchen saß und

mir winkte. Ich winkte zurück.

„Du bist zu beneiden. Klasse Familie hast du dir da zusammengebaut.“

Er griff sich in den Schritt und meinte:

„Alles Marke Eigenbau.“

Wir lachten und Rosi, sie hatte es mitbekommen, lächelte errötend.

Dann fragte er mich war mir auf dem Herzen läge. Ob ich untertauchen

wolle.

Schon beim Ansatz der Geschichte, ich hatte gerade das Alter von

Waltraud erwähnt, machte er einen Schritt zurück. Ich wußte was das

sollte. Kinderficker und Frauenschänder standen bei uns auf der

Abschußliste. Da er aber wußte, daß dies ja auch bei mir so war,

schaute er mich etwas verwundert an.

„Ne, ne. Das ist es nicht.“

„Ich dachte schon.“

Dann erzählte ich weiter. In Kurzform. Aber ich kam nicht weit.

„Fahr hinter mir her. Wir besprechen das nicht hier auf der Straße.

Das machen wir bei mir zu Hause.“

Und dies taten wir auch.

Waltraud war einerseits erleichtert, daß wir vom Bordell fortfuhren,

andererseits ängstlich, weil wir dem Mann hinterher fuhren. Etwas

beruhigen konnte ich sie. Aber nicht ganz.

Wir fuhren aus Köln heraus, Richtung Bergisches Land. Und nach einer

Dreiviertelstunde hielten wir vor einem sehr schönen Haus, welches

etwas abseits der Straße lag. Als wir ausstiegen, wollte Waltraud erst

gar nicht raus. Aber schließlich traute sie sich doch.

Hinter der hohen Mauer, welche die Garage von Haus abtrennte hörten

wir freudiges Gebell.

Wir gingen durch die Garage ins Haus. Kaum waren wir drin, hörten wir

schon das Tapsen von Hundepfoten. Und dann kam sie auch schon um die

Ecke. Eine neugierigen Nase, gefolgt von einem bunten Kopf. Dann stand

sie vor uns. Mehr Fell als Hund. Schnell und zielstrebig lief sie zu

Rosi, sprang an ihr hoch und schlabberte Mareike ab, die auf Rosis Arm

war. Mareike quietschte vor Vergnügen. Rosi ließ sie herab und Mareike

schlang ihre Ärmchen um den Hundehals. Dann sah Rosi Waltraud, die

sich hinter mir versteckt hatte.

„Du bist aber ein hübsches Mädchen.“, sagte sie voller Überzeugung.

Waltraud wurde schlagartig rot.

Rosi beugte sich zu ihr herab und gab ihr die Hand, stellte sich vor.

Schüchtern, ängstlich, aber auch artig und höflich gab sie Antwort.

„Rosi, nimmst du sie und Mareike mit? Wir beide haben was zu bereden.“

Rosi hielt Waltraud ihre Hand hin, die sie zögernd annahm. An der

anderen Hand hatte sich Mareike eingefunden und die drei gingen durch

das Wohnzimmer hinaus auf die Terrasse.

Mario und ich blieben im Wohnzimmer.

„Und nu erzähl mal. Was ist los?“

Ich erzählte ihn von Waltrauds Vergangenheit, so gut ich wußte. Mario

sprang gleich auf und wollte nach Hamburg. Der Drecksfotze die Fresse

einschlagen.

Obwohl Mario Zuhälter war, ging es um Kinder oder Frauen, die

geschlagen, oder zu mehr gezwungen werden sollten, da sah er rot.

Es dauerte eine Weile, bis das ich ihn beruhigen konnte. Schließlich

ging es ja hier um mehr. Ich zog den Zettel aus der Tasche, auf dem

ich mir alles aufgeschrieben hatte, was mir Gaby erzählt hatte.

„Ausweis und Paß kann ich dir machen. Da brauch ich nur Fotos von

ihr.“

„Ich hab keine.“

„Kein Problem.“

Er stand auf und ging hinaus auf die Terrasse, wo Rosi in einem

Liegestuhl saß und Mareike und Waltraud zusah, wie sie mit dem Hund

spielten.

Kurz danach kamen beide herein. Mario setzte sich wieder mir gegenüber

und Rosi nahm einen Fotoapparat vom Kaminsims und ging wieder hinaus.

„Die anderen Sachen sind etwas schwieriger. Da müßte ich mal meine

Bekannten fragen, ob sie die Papiere auf Lager haben.“

Er telefonierte in meinem Beisein mit drei Leuten. Von jedem bekam er

einen anderen Namen genannt. Dann der vierte. Und der hatte sie zwar

nicht auf Lager, könne sie aber bis Morgenmittag besorgen.

„Morgenmittag hast du alles.“

Rosi kam herein und nickte. Sie verschwand in den Keller und wir

gingen auf die Terrasse zu den Kindern.

Die folgende Zeit unterhielten wir uns über unsere Vergangenheit,

schwelgten in Erinnerungen und brachen in heilloses Lachen aus, als

wir zum Verwechslungsspiel im Heim kamen.

„Gaube ja nicht, das du mit deiner Bitte meine Dankbarkeit verbraucht

hast.“

Er wurde leise. Fast schien es so, daß er gleich weinen würde. Mit

feuchten Augen sagte er:

„Der Augenblick, als Mareike aus Rosis Scheide kam, der Moment ihres

ersten Schreies, als ich dieses kleine nackte Würmchen auf meinen Arm

hatte, ihre Augen, als sie mich ansah - daß ich das Erleben durfte,

das habe ich ganz alleine nur dir zu verdanken. Und für diese

Augenblicke kann ich dir weder in diesem, noch in den nächsten Leben

genug danken.“

Ich wehrte ab, aber er meinte, daß ich dieses Glücksgefühl erkennen

würde, wenn ich es selbst, bei meiner Frau, bei meinem Kind, erleben

würde.

„Ach ja, Frau. Bist du mit einer zusammen?“

Ich schüttelte den Kopf.

„Solo?“

Ich nickte.

„Seit wann?“

Als ich nicht gleich antwortete, erkannte er sofort die Wahrheit.

„Sag nicht daß du noch immer Jungfrau bist.“

Ich nickte.

„Soll ich anrufen? Meine Mädchen sind ausgesprochen hübsch.“

„Ach laß mal. Ich wollte mein erstes Mal nicht gerade bei einem

Mädchen vom Gewerbe haben.“

„Die kommen eh alle heute vorbei. Freitags grillen wir hier und die

Mädchen freuen sich immer darauf. Vielleicht gefällt dir ja doch

eine.“

Einige Zeit später kam Rosi wieder zu uns. In ihrer Hand hielt sie die

Fotos. Viele von Mareike, dann vom Spiel der beiden mit dem Hund, von

den beiden alleine und auch einige von Waltraud.

„Am besten nimmst du das.“, sagte Rosi und zeigte auf ein Bild, „Für

den Ausweis. Darauf sieht sie so süß und unbekümmert aus. Und das für

den Kinderpaß.“

Dieses Foto war gestellter. So, als ob sie wüßte, daß es für ein

amtliches Dokument war. Und so sollte es auch geschehen.

„Mach scharf.“, sagte Mario zu Rosi.

Rosi betätigte einen verborgenen Schalter am Kamin. Das Fernsehen ging

an und man sah nach einigen Sekunden einen Grundriß. Es dauerte einige

Sekunden, und ich ahnte um welchen Grundriß es sich dabei handelte.

Zunächst waren alle Linien des Grundrisses rot. Nach und nach

wechselten sie auf grün. Als alle grün waren, blinkte einige Sekunden

lang ein „Ready“ auf dem Bildschirm auf und Rosi nickte. Mario zog

mich mit in den Keller. Hinter einer blanken Wand tat sich seine

Werkstatt auf. Blankoausweise, Pässe, Führerscheine, alles da. Dazu

Stempel von den unterschiedlichsten Behörden und Ämter. Alle fein

säuberlich in Regalen und Halterungen, alphabetisch geordnet.

„Da staunst du, was? Wenn du anrufst und was brauchst, ich hab es.

Jedenfalls das meiste. Aber beim Jugendamt und beim

Vormundschaftsgericht, da muß selbst ich passen.“

Er nahm einen Ausweis und einen Paß aus zwei Regalen.

„Rot? Klar doch. Ist ja für ein Mädchen.“

Ich nickte.

„Wie heißt sie denn?“

„Waltraud.“

„Nur Waltraud?“

„Du, das weiß ich nicht.“

„Dann frag sie mal.“

Ich ging hinauf und erfuhr von Waltraud, daß sie „Waltraud Anneliese“

hieß. Und dies sagte ich Mario auch.

„Einen längeren Namen hätte sie auch nicht haben dürfen. Der paßt

gerade so. Und der Nachname? Wenn sie deine kleine Schwester sein

soll, dann deiner.“

Ich nickte zustimmend.

Dann machte er sich an die Arbeit. Und während ich ihm zusah,

entstanden binnen einer Stunde ein Ausweis und ein Paß auf ihren neuen

Namen.

Als wir fertig waren fiel es mir siedendheiß ein.

Die Zeugnisse!

Mario lachte als ich ihm davon erzählte.

„Das ist das kleinste Problem von allen.“

„Wieso?“

„Ich hab so viele Bekannte und Freunde, deren Kinder zur Schule gehen,

da finden wir schon das richtige für Waltraud. Soll sie eine gute

Schülerin sein?“

„Nein, die Noten sollten schon richtig sein.“

Dann hol sie mal.

Waltraud kam aber erst mit, als Rosi und Mareike ebenfalls mitkamen.

Mario fragte sie nach ihrer Schule und welche Noten sie dort habe,

wann sie eingeschult worden war und in welcher Klasse sie jetzt wäre.

Im Gegenzug dazu gab er ihr ihren Paß und ihren Ausweis und ließ sie

beide unterschreiben.

Mario schrieb sich alles auf und wir verließen den Keller.

Während Mario und ich den Gartengrill anschmissen, arbeitete Rosi in

der Küche. Waltraud und Mareike spielten im Garten.

Gegen fünf trafen die ersten drei Mädchen ein. Auf mein erstauntes

Gesicht hin erklärte mir Mario, das die Mädchen sich ihre Arbeitszeit

selber einteilten.

„Pro Woche ein Kunde für mich, einer fürs Konto. Also 8 Kunden im

Monat. Alles andere ist für sie.“

Die Mädchen kamen alle in sehr schicker Kleidung. Von Aufreizend bis

züchtig. Allerdings würde das, was sie darunter trugen, wohl

höchstwahrscheinlich in die erstere Rubrik fallen. Mehr als einmal sah

ich, wenn sie sich bückten um etwas aufzuheben oder mir den Kindern

spielten, bei ihnen Dessous, die eine normale Hausfrau garantiert

nicht tragen würde. Und ich schaute gerne hin. Das hatten Mario und

ich schon in der Schule gerne gemacht.

Sie halfen in der Küche, stellten im Garten die Stühle auf. Machten

sich nützlich wo sie nur konnten. Sie kamen auch zu Mareike und

schmusten mit ihr. Und so kamen sie auch mit Waltraud in Kontakt. Erst

sehr schüchtern, taute Waltraud mit der Zeit auf.

Das änderte sich aber schlagartig, als das achte oder neunte Mädchen

kam. Waltraut kannte sie aus Hamburg.

Schließlich setzte sich Mario mit diesem Mädchen, Wilma hieß sie, zu

Waltraud und mir.

„Es wäre bestimmt gut, wenn wir uns mal unterhalten würden. Alleine.

Ohne die anderen.“

Rosi kam mit, als wir wenig später im ersten Stock zusammenkamen. Es

wurde über Waltraud und ihrer Mutter geredet. Als Waltraud von den

Schlägen erzählte, wollte es Wilma nicht glauben. Schließlich zog

Waltraud ihr Kleidchen und das Unterhemdchen aus und zog ihr Höschen

bis unter ihren Popo.

Ein Aufschrei ging durch die Runde. Und dies, obwohl die blauen Flecke

schon etwas verheilt waren und die Striemen sich mit Schorf

geschlossen hatten.

Marios Kopf war vor Wut knallrot. Jeder in der Runde der Erwachsenen

wußte, daß man ihn festhalten mußte, damit er sich jetzt nicht in

seinen Wagen setzte und nach Hamburg fahren würde.

Waltraud zog sich wieder an, kam zu mir und kuschelte sich mit Tränen

in den Augen, an mich.

Schließlich gingen Mario und Wilma schweigend herunter. Rosi

streichelte über Waltrauds Kopf.

„Das passiert nie wieder.“, flüsterte sie Waltraut zu.

Dann ging sie ebenfalls.

Jetzt erst weinte Waltraud hemmungslos in meinen Arm hinein. Sie wolle

niemals wieder zurück. Niemals!

Und sie meinte es sehr ernst.

Wenig später kamen auch wir herunter. Ich hatte ihr die Tränen

fortgeküßt, sie ihr Gesicht gewaschen.

Die Mädchen behandelten sie überaus liebevoll. Jede wußte, daß ihr

Körper Wunden aufwies. Sie war zu keinem Zeitpunkt alleine. Und obwohl

ich mit Mario und einigen Mädchen zusammensaß, kam Waltraud sehr oft

zu mir auf den Schoß und kuschelte sich an mich. Und einmal auch

Mareike. Und das machte mich irgendwie Stolz.

Es wurde spät.

Ohne daß wir es bemerkten, hatten wir uns alle im Wohnzimmer

eingefunden.

Da ich einige Biere getrunken hatte, mußte ich den Autoschlüssel an

Rosi abgeben. Und Rosi bestand nicht nur bei mir darauf. Schlafen

sollte ich im Gästezimmer. Waltraud sollte bei Mareike schlafen,

wollte aber bei mir bleiben. Gegen halb elf brachte Rosi ihre Maus ins

Bett.

„Wenn wir grillen ist sie immer so aufgedreht. Sonst schläft sie

spätestens um acht.“

Als Waltraud zu mir kam, hielt sie noch eine halbe Stunde durch. Dann

lag sie in meinem Arm und schlief. Die Unterhaltung wurde etwas

leiser, kam jedoch ganz zu stocken, als Waltraud im Schlaf weinte.

Ich sah, wie Marios Halsschlagader anschwoll. Ein sicheres Zeichen

dafür, daß er jetzt gerne, einen Knüppel in der Hand schwingend, in

Hamburg einlaufen würde. Und was die anderen dachten, einschließlich

Rosi, das konnte ich mir nur zu gut denken. Sie waren allesamt Mädchen

und würden später vielleicht auch Mütter werden. Kinder haben.

Vielleicht Töchter.

Das Gespräch kam nur langsam wieder in Gang. Aber nach einer Weile,

machte sich auch bei mir der lange Tag bemerkbar. Rosi brachte uns

nach oben, gab mir einen Schlafanzug von Mario und ein Nachthemd von

sich. Mareikes Schlafanzüge hätten Waltraut bestimmt nicht gepaßt.

„Das ist ein kurzes, aber für sie bestimmt lang genug.“

Dann ging sie nach unten. Ich zog Waltraud aus, und ihr Rosis

Nachthemd an. Es war wirklich kurz, reichte Waltraud aber bis an die

Knie. Dazu kam noch, daß es durchsichtig war. Marios Gesicht hätte ich

zu gerne gesehen wenn Rosi es an hatte. Dann zog ich mich aus und

schlüpfte zu ihr unter die Decke. Sie kam gleich zu mir in den Arm und

schlief weiter.

Am folgenden Morgen erwachte ich mit ihr auf meinem Bauch. Sie schien

in der Nacht auf mich gekrabbelt zu sein. Aber da sie leicht war,

machte es mir nichts aus. Was mir weitaus mehr Schwierigkeiten machte,

war meine Latte. Sie steckte zwischen Waltrauds Beinen, in Höhe ihrer

Knie. Peinlich. Äußerst peinlich. Zu meiner Rettung klopfte Rosi leise

an die Türe. Ich rief „Herein“ und Rosi öffnete die Türe, streckte

ihren Kopf herein.

„Es ist schon halb zehn.“

„Hilfst du mir mal. Ich will sie nicht wecken, aber sie hat sich so

fest an mich geklammert, und dann noch ihre langen Haare. Ich sitze

fest.“

„Dann weck sie doch.“

„Das wäre mir jetzt sehr peinlich.“

Ich schaute nach unten und Rosi begriff sofort.

„Ah! Die berühmte Morgenlatte?“

Lachend kam Rosi herein und half mir aus der Verstrickung. Waltraud

klammerte sich gleich wieder an Rosi, während ich schnellstens im Bad

verschwand.

Als ich zurückkam, zog Rosi gerade Waltraud das Nachthemdchen aus und

ich hörte gerade noch, daß sie so eins auch haben möchte.

Als ich hereinkam streckte sie sofort ihre Ärmchen nach mir aus. Der

kleine nackte Frosch wollte sofort wieder zu mir. Natürlich ging ich

zum Bett und schloß sie in meine Arme. Das Übel in meiner Hose war ja

verschwunden. Rosi ließ uns allein. Ich trug Waltraut rüber ins Bad

und sie duschte sich, während ich mich weiter anzog.

Im Schlafzimmer lag eine Tube Creme. Rosi hatte sie dorthin gelegt für

Waltraud. Waltraud zog den Bademantel aus und legte sich aufs Bett.

Ich verrieb die Creme auf Rücken und Po und anschließend auf Bauch und

Brust. Daß sie dabei völlig nackt war, ohne ein Höschen oder einen

Zipfel eines Bademantels über ihre Scheide, störte sie heute nicht und

ich nahm ihre Nacktheit eh nicht zur Kenntnis.

Als die Salbe eingezogen war, zog ich sie an und wir gingen hinunter.

Sie saßen alle um den großen Tisch im Eßzimmer. Drei Mädchen waren

noch da. Die anderen fort.

Wir setzten uns und aßen. Und während Mareike und Waltraud mit Rosi

einkaufen gingen und anschließend im Garten tobten, unterhielten Mario

und ich uns.

„Vorhin sind einige Zeugnisse reingekommen.“

Er sagte es so beiläufig als hätte er mir gesagt daß die Post gekommen

war.

„Waltrauds Zeugnisse sind schon fertig. Sie altern gerade.“

Gegen Mittag kam Besuch. Nur kurz. Er drückte Mario einen Umschlag in

die Hand und war wieder fort. Mario öffnete ihn.

„Ah, Das Gericht und das Jugendamt.“

Er zeigte mir die Papiere.

„Echt?“, fragte ich ihn.

„Echter geht es gar nicht. Schließlich sind auch Hausmeister versessen

aufs Geld oder einen kostenlosen Fick mit einem meinen Mädchen.“

Er lachte. Dann ging er hinunter und machte sich an die Arbeit. Drei

Stunden später kam er herauf. Alle Dokumente in der Hand.

„So, Ausweis und Paß habt ihr ja schon. Hier das Schreiben vom

Jugendamt, das du als Vormund für sie eingesetzt werden solltest, das

Urteil von Jugend und Vormundschaftsgericht, das du der Vormund bist.

Hier ihre Geburtsurkunde. Die Eltern von euch sind identisch. Die

Sterbeurkunde deiner Eltern hast du ja. Und einige Fotos von euch

beiden.“

Ich staunte nicht schlecht. Er hatte Fotos von Mareike im Babyalter,

passend mit Fotos von mir, aus seinem Album aus früheren Jahren,

zusammengefügt.

„Das ist ja toll. Und was ist jetzt davon falsch und was ist echt?“

„Die Unterschriften sind falsch. Die Namen stimmen zwar, aber die

Unterschriften der Beamten sind falsch. Die Papiere sind Originale von

den Stellen. Einwohnermeldeamt, Standesamt, Schule und so weiter. Du

kannst sie also ruhig vorlegen. Und wenn man sie mal in ihren

Unterlagen nicht finden sollte, die passenden schriftlichen Dokumente

hast du ja.“

„Danke.“

„Nicht zu danken. Du weißt ja, ich steh trotzdem noch in deiner

Schuld.“

Als ich nachmittags fuhr versprachen wir uns, daß wir das nächste

Treffen nicht so lange aufschieben würden. Spätestens im Winter zum

Skifahren nach Österreich.

„Dann lade ich euch ein. Meine Oma“

„Die nette alte Frau aus Österreich?“

„Ja. Sie hat mir ihr Haus vermacht.“

„Das ist doch in Fulpmes, oder so.“

„In Milders.“

„Am Stubaier Gletscher.“

„Genau. Da lad ich euch zu ein.“

„Was hältst du von Weihnachten.“, fragte Rosi, „Weihnachten in den

Bergen muß wundervoll sein.“

Und so beschlossen wir, daß wir uns in den Weihnachtsferien treffen

würden.

04 Der Behördengang

Am folgenden Montag fuhr ich mit Waltraut und den Papieren zum

Einwohnermeldeamt.

Mario hatte mir die Reihenfolge meiner Gänge genau beschrieben.

Zunächst ummelden auf deine Adresse. Damit würde der Ausweis

„amtlicher“ werden, hatte er gesagt.

Und dies lief auch ohne weitere Komplikationen ab.

Als Waltraut ihren Ausweis, mit ihrer neuen Adresse in Händen hielt,

fragte sie den Beamten schüchtern:

„Bin ich jetzt eine Münchnerin?“

„Ja mein Kind.“

Dann schaute sie mich an.

„Dann müssen wir doch auch ein Dirndl für mich kaufen. Ich bin doch

jetzt eine Bayerin.“

Der Beamte lachte aus vollem Hals.

„Genau! Da muß dein Bruder dir sogar mehrere kaufen.“

Waltraut sah ihn mit großen Augen an.

„Mehrere?“, fragte sie, sichtlich erfreut.

„Ja. Mindestens eins für die Schule und eines für den Sonntag.“

„Klasse.“

Dann gingen wir.

So.

Umgemeldet war sie nun.

Jetzt kam die Schule dran.

Mario hatte mir mit Nachdruck erklärt, daß ich sie „ERST“ in einer

Schule anmelden solle, „BEVOR“ ich beim Jugendamt vorstellig würde.

Eine Schule lag gleich um die Ecke unserer Wohnung. Von der Terrasse

aus hatte ich schon oft herunter auf den Schulhof geschaut, und den

Kindern in der Pause beim Spielen zugesehen.

Die Rektorin begrüßte uns äußerst freundlich. Sie war sehr nett und

sagte uns, das Waltraut in ihre Schule gehen könne. Schließlich läge

ja unsere Wohnung in ihrem Einzugsbereich.

Es dauerte etwas.

Sie schaute sich Waltrauts Zeugnisse sehr genau an und nickte löblich.

Sie stellte Waltraut einige Fragen zu dem Stoff, den sie in ihrer

alten Schule gerade durchgenommen hatten.

Wir hatten Waltrauts Noten so gelassen, wie Waltraut sie uns angesagt

hatte. Allerdings hatten wir ihr auch erklärt, daß die Schule gleich

merken würde, wenn sie geschwindelt hatte.

Waltraut war eine Schülerin, in der gehoben Mittelklasse.

Keine fünf oder sechs. Eine vier im Sport. Der Rest Dreier und besser.

„Betragen“ und „Häuslicher Fleiß“ eine zwei. Nur in „Beteiligung am

Unterricht“ eine drei mit der Bemerkung. „Waltraut ist sehr still und

verschlossen“.

Die Rektorin war zufrieden. Da Waltraut später eingeschult worden war,

würde sie in die vierte Klasse kommen.

„Wenn du diese Noten halten kannst, dann kannst du zu Ostern rüber

aufs Gymnasium wechseln.“

Sie deutete damit auf den großen Bau, der gleich neben der Schule lag,

und von dem ich wußte, daß er ein Mädchengymnasium beherbergte.

Waltraut schaute mich erwartungsvoll an. So, als ob ich das ganz

alleine entscheiden würde.

„Das liegt nur an dir. Wenn du das schaffst, dann ja.“

Als es zur Pause schellte, warteten wir auf die Lehrerin ihrer neuen

Klasse. Mit ihr zusammen erfuhren wir, welche Bücher Waltraut

benötigte, und wo wir diese bekommen würden. Auch einen Stundenplan

händigte sie uns aus.

„Kommst du gleich mit?“, fragte die Lehrerin.

Waltraut schüttelte den Kopf und ich erklärte ihnen wieso.

„Wir müssen noch zum Jugendamt. Schließlich bin ich ja nicht ihr

Vater. Die müssen doch Bescheid wissen. Und bestimmt wollen sie auch

sehen wie und wo wir wohnen.“

„Umgemeldet ist sie schon?“

Stolz holte Waltraut ihren Ausweis aus ihrer kleinen Handtasche

heraus.

„Ja, vorhin. Und außerdem müssen wir ja noch zwei Dirndl für mich

kaufen gehen.“

„Ach, zwei? Gleich zwei?“

„Ja, der Mann da hat gesagt, eins für Sonntag und eins für die Woche.“

Die beiden Frauen kicherten, als sie dies hörten.

„Na, dann mach mal. Such dir aber ein hübsches für die Schule aus.“

Wir bedankten uns, verließen die Schule und begaben uns zum Jugendamt.

Wir kamen dort in ein sehr nettes, freundliches Büro, in dem zwei

Frauen hinter ihren Schreibtischen saßen.

Ich trug ihnen unser Anliegen vor.

Mama und Papa hätten gesagt, daß ich sofort zum Jugendamt gehen solle,

wenn ihnen einmal was passieren würde.

Waltraut preßte sogar ein paar Tränen heraus.

Und so wäre ich in Köln gleich zum Jugendamt gegangen.

Ich lege ihnen das Schreiben vom Jugendamt vor.

Man hätte keine Einwände gehabt, mich, da ich ja ihr einziger

Verwandter wäre, als Vormund zu bestellen.

Das Vormundschaftsgericht, und damit legte ich ihnen das Urteil vor,

habe dies dann auch bestätigt. Und nun wären wir hier, um uns

vorzustellen. Schließlich würden sie ja, früher oder später, auf uns

aufmerksam.

„Schließlich ist es ja nicht alltäglich, das ein Mann, mit einem

kleinen Mädchen zusammen wohnt. Da kommen bestimmt so manche Gerüchte

auf. Und deshalb würden wir uns freuen, wenn sie sich selbst davon

überzeugen würden wie wir leben.“

„Sie hat ihr eigenes Zimmer.“, fragten sie gleich als erstes.

„JA, ein ganz großes.“, platzte Waltraut mit strahlenden Augen

dazwischen, „Noch viel größer als Zuhause.“

Die beiden Frauen nickten.

„Umgemeldet ist sie schon?“

Ich nickte und gab ihnen die Meldebestätigung.

„Sie muß auch zur Schule.“

Ich reichte die Bestätigung der Schule herüber.

„Sehr schön. Das ist ja toll, daß sie das alles schon gemacht haben.

Dann brauchen wir uns ja nicht darum zu bemühen. Allerdings müssen wir

noch in Augenschein nehmen, wie sie wohnen.“

„Deshalb sind wir hier. Sie können fast immer kommen. Mein Beruf

erlaubt es mir, zu Hause zu arbeiten. Daher bin ich meisten zu Hause

anzutreffen. Außer natürlich, wenn ich sie zur Schule bringe oder sie

abhole. Na ja, und wenn wir einkaufen gehen.“

„Ja, Dirndl.“, platzte Waltraut dazwischen, „Zwei Stück.“

„So, so. Gleich zwei?“, sagte die rechte, sah die andere Dame an und

hob eine Augenbraue.

Scheinbar dachten sie wohl, das Waltraut ihren Bruder ausnehmen wolle.

„Ja, der Mann hat gesagt, eins für Sonntag und eins für die Schule.“

„Aha, welcher Mann denn?“

„Der Mann der die neue Adresse in meinen Ausweis geschrieben hat.“

„Der Mann vom Einwohnermeldeamt. Sie hat gefragt, ob sie jetzt eine

Bayerin ist. Und er meinte, ja. Dann hat sie gesagt, daß sie dann ja

auch ein Dirndl tragen muß. Und er hat gesagt, zwei. Eines für die

Woche und eines für Sonntag.“

Anfänglich skeptisch, grinsten die Damen nun. Jetzt hatten sie es

verstanden.

Dann sollte uns Waltraut mal alleine lassen. Artig stand sie auf,

reichte jeder der Damen die Hand und machte einen Knicks. Dann ließ

sie uns alleine.

„Sie haben wirklich eine sehr gut erzogene Schwester. Aber sie müssen

auch einsehen, daß wir uns mehr um sie beide kümmern müssen, als bei

anderen. Schließlich sind sie ein Mann und sie ist ein Mädchen. Zwar

noch ein Kind, aber ein Kind, welches in absehbarer Zeit in die

Pubertät kommen wird. Da sind gewisse Spannungen unvermeidlich. Gerade

auch in Hinsicht auf die sexuelle Neugierde. Und das in dieser

Hinsicht nichts passiert, dafür sind wir da. Das verstehen sie doch.“

Ich nickte.

„Natürlich ist es uns lieber, das ein Kind bei einem nahen Verwandten

aufwächst. Und da sie der einzige Verwandte sind den Waltraut noch

hat, wäre es schön wenn sie bei ihnen aufwächst. So dürfte das

eigentlich keine Schwierigkeiten machen. Was mich nur stutzig mach,

ist die Zeit.“

Verwundert schaute ich sie an. Mit der Aussage konnte ich nun wirklich

nichts anfangen.

„Die Zeit, in der dies alles über die Bühne gegangen ist. Das hat ja

keine Woche gedauert, vom Antrag bis hin zum Urteil.“

Mario hatte dies auch erwähnt. Er sagte was von Dringlichkeit und

einen Namen. Den solle ich erwähnen wenn man auf die Zeit zu spreche

käme. Und den erwähnte ich jetzt. Der Mann sei ein sehr guter Freund

unserer Eltern gewesen. Er habe sich persönlich dafür eingesetzt,

damit Waltraut auch nicht mal übergangsweise in ein Heim gekommen war.

Während die Dame, die mir dies gesagt hatte, nichts mit dem Namen

anfangen konnte, räusperte sich die andere, nickte leicht und sprach

dann weiter.

„Wenn wir uns davon überzeugen können, daß sie angemessen

untergebracht ist, und ihr auch sonst an nichts fehlt, dann haben wir

die größten Hindernisse schon überwunden. Darf ich fragen, wieviel sie

verdienen?“

Bei meiner Antwort und der Vorlage meiner Verdienstbescheinigung

machten sie große Augen. Anscheinend waren ihre Gehälter wesentlich

kleiner.

„Und wie ist ihre Wohnung?“

Da hatte ich auch vorgesorgt.

Ich hatte den Grundriß bei mir, den ich mir damals gezeichnet hatte,

bevor ich mir meine Möbel gekauft hatte.

Ich erklärte ihnen wie es vorher ausgesehen hatte und wie es jetzt

aussah.

„Sie haben ihr ein komplettes Zimmer eingerichtet?“

„Ja, auf die Dauer hätte ich nicht gerne auf dem Sofa geschlafen.“

„Sie haben auf dem Sofa geschlafen? Wieso?“

„Am ersten Abend hatte sie ja noch kein Zimmer. Da hat sie in meinem

Bett geschlafen und ich auf dem Sofa.“

Anerkennend nickten die beiden, wußten aber schon, daß sie Waltraut

fragen würden, ob dies der Wahrheit entsprach.

„Wie steht es denn mit Damenbesuch?“

„Gibt keine.“

Die beiden schauten mich erstaunt an.

„Ich möchte nicht, daß Waltraut ins Schlafzimmer platzt und mich in

einer Aktion sieht, für die sie noch viel zu jung ist um davon zu

wissen. Sie wissen was ich meine?“

Sie nickten.

„Wenn ich mal eine mitbringe, dann nur zum essen. Alles andere

passiert außerhalb ihrer Umgebung. Ich weiß schließlich welche

Verantwortung jetzt auf mir lastet.“

Die Damen lächelten zustimmend.

„Ich hab die Verantwortung, daß es meiner Schwester gut geht. Nicht

mir. Wenn sie durch meine Nachlässigkeit in ein Heim muß, dann habe

ich versagt.“

„Sie scheinen es sehr ernst zu nehmen.“

„Sollte ich das nicht? Schließlich vertrete ich bei ihr Mama und Papa

in einem. Zugegeben. Einige Situationen wird es geben, die eine Mutter

besser macht. Wenn ich daran denke, das sie irgendwann ihre erste

Periode bekommen wird. Dürfte ich sie dann anrufen, damit sie es ihr

erklären?“

Mario hatte mir diesen Rat nicht gegeben. Rosi war es, die mir dies

sagte.

„Bitte sie um Hilfe, wenn Waltraut erwachsen wird, wenn sie ihre Tage

bekommt. Das beruhigt sie.“

„Zwar würde ich es auch machen, aber ich glaube, daß dies eine Frau

besser kann. Noch ist sie ja ein unbekümmertes Kind. Aber in der

heutigen Zeit werden sie leider zu schnell erwachsen. Dabei sehe ich

ihr so gerne zu, wenn sie schläft. Sie sieht dann so süß aus. Warten

sie, ich hab da noch ein Bild von uns.“

Ich holte Marios Bild mir Mareike und mir heraus. Mareike war da

gerade ein halbes Jahr alt. Stolz hielt ich da „Waltraut“ in meinen

Armen. Sie fanden es süß.

Sie gaben mir meine Unterlagen zurück und sagten mir zu, daß sie mir

bei den „heiklen“ Dingen zur Seite zu stehen würden. Aber auch daß sie

in den nächsten Tagen kommen würden, um sich die Häuslichkeit

anzusehen.

Ich verabschiedete mich von ihnen und sie brachten mich hinaus.

Waltraut saß im Flur. Sie sprang sofort auf und lief zu mir, umarmte

mich und fragte:

„Krieg ich jetzt mein Dirndl?“

„Nein Schatz, zwei! Eins für die Woche und eins für Sonntags.“

Fröhlich am meiner Hand hüpfend gingen wir den Flur hinab. In der

halbgeöffneten Glastür spiegelten sich die beiden Damen. Nickend sahen

sie uns zu.

Zunächst aber fuhren wir zu der angegeben Buchhandlung und kauften

ihre Schulbücher. Als nächstes in einem Schreibwarengeschäft die

nötigen Utensilien.

„Dirndl.“, drang da ihr zartes Stimmchen an mein Ohr.

Und so fuhren wir eine Weile, dann standen wir vor einem

Trachtenmodengeschäft.

Ihre Augen weiteten sich, als sie die Schaufenster betrachtete. Noch

viel größer wurden sie, als wir in den Laden gingen und sie sah, was

es alles für Dirndl gab. Rote, blaue, grüne, weiße, hochgeschlossen,

mit Ausschnitt, mit und ohne Schürze.

Eine Verkäuferin kam sofort auf uns zu und begrüßte uns sehr höflich.

Auf ihre Frage hin, was es denn für Dirndl sein sollten, antwortete

ich ihr, daß ich drüben im Cafe sitzen würde. Sie würde sie sich

selbst aussuchen. Daraufhin verließ ich den Laden und Waltraut schaute

mir nach. Zufrieden, das ich wirklich ins Cafe gegangen war, drehte

sie sich zur Verkäuferin herum und sagte: „Schöne!“


ZWEI STUNDEN!!!

Geschlagene zwei Stunden dauerte es.

Dann kam Waltraut fröhlich hüpfend zu mir ins Cafe und zog mich hastig

rüber ins Trachtenmodengeschäft, zu einer sichtlich erledigten

Verkäuferin.

25 Dirndl für die Woche habe sie anprobiert.

12 für den Sonntag.

Aber dann habe sie sich entschieden.

Die Kleider waren schon eingepackt. Wir suchten noch passende

Strumpfhosen dazu aus, Ohrringe, Halsketten und Brustschmuck.

Dann waren wir endlich fertig.

Sichtlich zufrieden und glücklich fuhren wir nach Hause. Sie packte

ihre Dirndl aus und hing sie sofort in ihren Kleiderschrank. Das für

die Woche würde ich erst morgen früh sehen. Das für den Sonntag erst

am Sonntag.

Abends packten wir noch ihre Schulsachen für den nächsten Tag. Ihre

Lehrerin hatte uns den Stundenplan mitgegeben. Er hing in der Küche am

Kühlschrank, ein weiterer in ihrem Zimmer an der Türe und ein kleiner

lag in meiner Brieftasche.

Morgen würde sie fünf Stunden haben. Zwei Deutsch, eine Erdkunde, eine

Geschichte und eine Katechismus.

Abends schauten wir noch was fern. Dann ging sie ins Bad und kam nackt

zu mir, die Salbe in der Hand. Ich bestrich ihren Rücken und Popo,

wartete bis das sie eingezogen war um dann Bauch und Brust

einzureiben. Nachdem die Salbe eingezogen war, zog sie ihr

Nachthemdchen an und kam noch etwas kuscheln.

Um Acht trug ich sie in ihr Bett, deckte sie zu und gab ihr einen Kuß.

Dann löschte ich das Licht, ließ die Türe auf ihre Bitte hin offen und

setzte mich an meinen Schreibtisch. Gegen halb zehn schaute ich

nochmals zu ihr hinein.

Sie lag in ihrem Bettchen und schlief. Ihr Gesicht strahlte eine

Zufriedenheit aus, das es mir ganz warm ums Herz wurde. Ich schob ihre

Decke etwas hoch, strich nochmals über ihren Kopf und küßte sie. Dann

ging ich schlafen.

05 Der erste Schultag

Pünktlich um halb sieben saß ich auf ihrem Bett und streichelte über

ihren Kopf.

„Aufstehen mein Schatz. Schule fängt an.“, flüsterte ich ihr ins Ohr.

Langsam öffnete sie ihre Äuglein. Ganz verschlafen blickte sie mich an

und lächelte. Dann umarmte sie mich, drückte sich fest an mich und

blieb mit ihrem Gesicht eine Weile an meinem Hals.

„Ich hab Angst.“

„Das brauchst du doch nicht. Die Papiere sind doch in Ordnung.“

„Nein, vor der Schule. Vor den anderen.“

„Die sind bestimmt alle sehr nett.“

„Meinst du?

„Bestimmt.“

Ich erhob mich, aber sie hielt sich an meinem Hals fest. So nahm ich

sie auf den Arm und trug sie ins Bad. Sie zog ihr Nachthemdchen aus

und ich besah mir ihre Wunden. Sie schienen gut zu verheilen.

Eine halbe Stunde später saß sie gewaschen und gekämmt in der Küche

und frühstückte mit mir.

Sie war voller Stolz in die Küche hereingekommen. Präsentierte mir ihr

Dirndl. Es war ein dunkelblaues Dirndl aus einem dicken Stoff.

Geschaffen für die nun langsam kälter werdenden Tage. Eine weiße

Wollstrumpfhose mit Zopfmuster und schwarze Halbschuhe. Eine große

blaue Haarschleife in ihren Haaren. Die Dirndlbluse hatte lange Ärmel.

Schneeweiß mit Rüschen am Ende der Ärmel.

Ich war hin und weg. Und da sie keine Schürze trug, es hätte

vielleicht auch albern ausgesehen, war es schon ein richtiges

Kleidchen.

Sie sah mir an, daß sie mir gefiel.

„Ist es schön?“

„Und ob. Du siehst bezaubernd darin aus.“

Verlegen lief sie zu mir und umarmte mich, gab mir einen Kuß und

flüsterte: „Danke“.

Immer, wenn ich sie beim Frühstück anschaute, wurde sie rot und

verlegen. Sie sah in meinen Augen daß ich sie in diesem Kleidchen sehr

hübsch fand. Und das war sie ja auch.

Wir räumten das Geschirr fort, sie zog ihren Mantel an und ich nahm

ihre Schultasche.

Viertel vor acht kamen wir an der Schule an. Die beiden Damen vom

Jugendamt standen ebenfalls am Tor. Waltraut ließ meine Hand los, lief

zu ihnen und begrüßte sie höflich. Dann öffnete sie ihren Mantel und

zeigte ihnen voller Stolz ihr Dirndl. Sie lächelten.

Als ich bei ihnen war sagten sie mir, daß sie sehen wollten ob

Waltraut auch pünktlich zur Schule kam. Und wenn ich Zeit habe, dann

wollten sie auch die Wohnung einsehen.

„Gerne.“, antwortete ich ihnen.

Aber zuvor brachten wir Waltraut in die Schule. Sie nahm meine Hand

und die einer der Damen und wir gingen hinein. Vor dem Lehrerzimmer

warteten wir, bis das es klingelte. Dann kamen die Lehrer heraus,

unter ihnen auch ihre. Sie begrüßte uns, und Waltraut zeigte auch ihr

voller Stolz ihr neues Kleidchen.

„Das ist aber schön. Damit bist du ja das hübscheste Mädchen in der

Klasse. Dann laß uns gehen.“

Waltraut umarmte mich nochmals sehr fest, gab mir einen Kuß und fragte

mich, ob ich sie abholen würde.

„Um nichts in der Welt werde ich das vergessen.“

Dann ging sie mit der Lehrerin den langen Flur entlang, drehte sich

noch mehrmals um und winkte uns. Dann war sie verschwunden.

„Fast ist es so, als wenn ich meine eigene Tochter in die Schule

gebracht hätte.“, sagte ich auf dem Weg zur Wohnung zu den Damen, „Es

ist irgendwie traurig, daß sie jetzt nicht zu Hause ist.“

Und das stimmte auch. Ich vermißte sie schon. Dabei war es noch keine

fünf Minuten her, als ich sie in der Schule das letzte Mal gesehen

hatte.

Zuhause sahen sich die Damen die Wohnung an. Anerkennend nickten sie

mir zu, als ich ihnen Waltrauts Zimmer zeigte. Sie fanden es sehr

geschmackvoll eingerichtet. Als ich ihnen sagte, daß dies ganz alleine

Waltrauds Werk gewesen war, ich ihr die freie Wahl der Einrichtung

überlassen hätte, waren sie überrascht. Aber wohl eher darüber, daß

die kleine Maus schon einen so guten Geschmack hatte. Ich machte uns

Kaffee und wir unterhielten uns bestimmt drei Stunden lang. Vor allem

aber auch über Waltrauds Zukunft. Als wir über Krankheiten redeten,

fiel mir siedendheiß ein, daß sie ja gar nicht krankenversichert ist.

„Als Vormund ist sie automatisch bei ihnen versichert.“

„Auch wenn ich privatversichert bin?“

„Oh, das wissen wir nicht. Gesetzlich ist sie bei ihnen in der AOK

versichert. Aber wie das bei den Privaten gehandhabt wird. Keine

Ahnung.“

„Ich werde nachher mal anrufen. Die müssen es ja wissen.“

Derweil saß Waltraut in der Klasse und lernte fleißig.

Die Lehrerin hatte sie an die Hand genommen und als sie den Flur

entlang gingen, hatte sie sich noch oft umgedreht und mir gewunken.

Dann gingen sie in ein Treppenhaus, und am Ende davon auf den

Schulhof. Hier hatten sich die Kinder klassenweise an einem langen

Strich aufgestellt. Die Lehrerin ging zu ihrer Klasse und nahm sie mit

nach oben in den zweiten Stock, Waltraut an ihre Hand haltend.

Das Klassenzimmer war sehr groß. 33 Mädchen saßen dort in drei

Bankreihen nebeneinander. Als sich die Kinder gesetzt hatten, stellte

sie ihnen Waltraut vor. Dann ließ sie Waltraut sich auf einen freien

Platz neben einem Mädchen setzen. Sie verlaß die Anwesenheit und dann

begann der Unterricht.

Waltraut kam sehr gut mit. Sie hatte den Stoff zwar noch nicht gehabt,

aber dank ihrer schnellen Auffassungsgabe begriff sie sehr schnell.

Das merkte auch die Lehrerin und Waltraut hatte am Ende der Stunde

schon eine „2“ im Notenbuch der Lehrerin stehen. Die Pause verlief

etwas holprig. Zögernd kamen sich die Mädchen näher. Fragten sie aus.

Waltraut fragte sie aber ebenso aus. Und schon in der zweiten Pause

spielten sie miteinander. Zu Waltrauds Erleichterung waren sie nicht

so, wie in ihrer alten Klasse in Hamburg. Nicht so arrogant und

hochnäsig. Selbst Walburga nicht. Die immerhin die Tochter eines

großen Fabrikanten war und jeden Tag mit Auto und Chauffeur gebracht

und abgeholt wurde. Selbst die war in keiner Weise anders als

Michaela, deren Vater Straßenkehrer war. Es war, als wären sie

allesamt Geschwister und keine Fremden. Sie hielten alle fest zusammen

und hatten Waltraut schon mit einbezogen, als sie vorne bei der

Lehrerin stand und sie ihnen vorstellte.

Und so war es nicht verwunderlich, daß sie mir sehr fröhlich am Ende

der Schule entgegenlief.

Pünktlich stand ich an der Schule und holte meine Maus ab. Die Damen

waren gegen elf, halb zwölf gegangen. Ich hatte den Eindruck, daß sie

angenehm überrascht waren.

Ich hatte Waltraut einige Brote gemacht, die sie in der ersten Pause

aß. Doch nach der Schule kochte ich. Begeistert, daß ich kochen

konnte, schaute sie mir zu. Es gab aber nur Spaghetti mit einer

Schinken-Sahne-Soße. Doch sie langte ordentlich zu.

Danach setzten wir uns ins Wohnzimmer. Sie legte ihren Kopf auf meinen

Schoß, und während ich ihr übers Haar strich, erzählte sie mir von der

Schule. Von den Mädchen, der Lehrerin, das sie eine zwei in Deutsch

bekommen habe und alles andere. Ihre Stimme wurde mit der Zeit leiser,

die Pausen zwischen den Worten länger, bis sie ganz verstummte. Ich

sah, daß sie eingeschlafen war. Ich blieb sitzen und streichelte sie

weiter. Irgendwann nahm sie im Schlaf meine Hand und legte sie sich

unter ihr Gesicht. Ich spürte ihren warmen Atem an meinem Handgelenk.

Eine Stunde schlief sie, dann erwachte sie. Ausgeruht, aber mit

verschlafenen Äuglein sah sie mich an. Ich küßte ihre Augen und sagte

ihr, wie hübsch sie aussehe, wenn sie schläft. Sie wurde rot, und dies

machte sie nur noch hübscher. Schließlich aber standen wir auf. Sie

machte ihre Hausaufgaben, während ich an meine Arbeit ging. Später kam

sie zu mir und ich mußte sie nachsehen. Sie hatte eine wunderschöne

Schrift. Obwohl sie erst elf Jahre alt war, hatte sie sich schon

einige Schnörkel angewöhnt, mit der ihr Schriftbild noch schöner

aussah. Einen Fehler hatte sie in der ganzen Arbeit gemacht. Sie hatte

einen Punkt vergessen. Ansonsten war alles fehlerfrei. Ich lobte sie

dafür und sie umarmte mich dankbar. Sie erzählte mir, das ihre Mutter,

und ich hatte dabei das Gefühl das ihr dieses Wort nur mit großer Mühe

über ihre Lippen kam, das sie ihre Hausaufgaben nie nachgesehen habe.

Sie ging in ihr Zimmer, räumte ihre Schultasche aus und packte sie für

den morgigen Tag. Wir spielten etwas Karten, unterhielten uns,

schauten fern, bis das wir zu Abend aßen. Kalte Küche. Butterbrote und

Paprika. Gelben! Der war nicht so scharf und saftiger als der Rote

oder der Grüne.

Abends kam sie wieder nackt ins Wohnzimmer, in der einen Hand ihr

Nachthemdchen, in der anderen die Salbe. Ich cremte sie ein und zog

ihr später das Nachthemdchen an. Wieder kuschelte sie sich an mich,

wie sie es gestern schon getan hatte. Und pünktlich um acht brachte

ich sie ins Bett, deckte sie zu, küßte sie und löschte das Licht.

Gegen neun mußte ich nochmals zu ihr. Sie weinte im Schlaf. Nichtmehr

so sehr wie am Anfang, aber immerhin. Ich tröstete sie, und sie wurde

ruhiger. Was hätte ich nur darum gegeben, zu wissen, was sie geträumt

hatte.

Ich zog mich aus und ging ebenfalls schlafen.

06 Alltag

So wie am ersten Tag, lief es auch an den folgenden ab.

Jeden Morgen weckte ich sie sehr zärtlich.

Es folgte etwas schmusen, dann trug ich sie ins Bad. Und während sie

sich wusch, machte ich in der Küche das Frühstück.

Mal frische Brötchen, mal nur Brot, mal Eier mit Speck mal gekochte

Eier. Gekocht mochte sie die Eier am liebsten so wie ich. Weich. Das

Eiweiß fest und der Dotter weich und flüssig. Und genau wie ich,

tunkte sie dann ihr Brötchen, ich mußte es längs in Streifen

schneiden, in das Ei hinein. Und wir stellten fest, daß wir beide

dafür Brötchen dem Brot vorzogen.

Überhaupt stellten wir viele Gemeinsamkeiten an uns fest.

Keiner von uns mochte „Stinkekäse“. Froschschenkel und Schnecken

würden wir niemals auch nur ansehen. Austern wären glibberig, und

Pferdefleisch käme niemals über unsere Lippen. Dafür liebten wir beide

diese Tiere viel zu sehr.

Aber wir probierten alles Neue aus. Wir besuchten mittags, oder am

Abend, türkische, chinesische, mexikanische, indische und andere

Restaurants.

Das japanische sagte uns nicht zu. Roher Fisch war nicht unser Ding.

Lachen mußte ich, als wir beim Mexikaner Chili con Carne bestellten.

Schon beim ersten Löffel tränten ihr die Augen. So scharf war es. Aber

ich hatte sie gewarnt. Der Kellner nahm es dann auch gleich fort und

brachte ihr ein neues, nicht so scharfes.

Voll begeistert war sie hingegen vom chinesischen Essen. Die Kellnerin

brachte sehr viel Ausdauer auf, bis das Waltraut mit den Stäbchen

einigermaßen essen konnte. Anfangs holprig und vieles daneben gehend,

brachte sie es in den Jahren zu einer solchen Perfektion, daß sie

einzelne Reiskörner ohne Mühe aufnehmen konnte. Das Schweinefleisch

süß-sauer hatte es ihr besonders angetan. Und zum Nachtisch die

gebackene Banane mit Honig.

Jeden Tag nach der Schule erzählte sie mir von ihrem Tag und schlief

dabei auf meinem Schoß liegend ein.

Jeden Tag eine Stunde.

Mal ein paar Minuten mehr, mal ein paar Minuten weniger.

Danach machte sie ihre Schularbeiten. Hin und wieder rutschte ihr mal

ein Fehler mit rein, die aber nicht gerade einen Weltuntergang

hervorgerufen hätten. Allerdings schrieb sie dann alles neu, anstatt

das Wort oder die Rechenaufgabe zu verbessern. Weil man dies ja sehen

konnte. Da war sie stur drin. Ihre Hausaufgaben sollten ohne Makel

sein.

Jeden Morgen und jeden Abend hatte ich sie eingecremt. Die Flecke

verschwanden mit der Zeit, der Schorf, wo die blutigen Striemen

gewesen waren, fiel ab und es blieben Gott sei Dank keine Narben

zurück. Sie freute sich zwar, gestand mir aber, daß sie das eincremen

vermissen würde. Es wäre so schön, wenn ich sie so sanft berührte. Sie

drückte sich zwar anders aus, aber dies gibt es wohl richtig wieder.

Einige Tage später kam sie dann auch mit einer Pflegelotion aus der

Drogerie an und meinte, daß die gut für ihre junge Haut wäre. „Gegen

Falten“, sagte sie. Nur mit Mühe konnte ich einen Lachanfall

unterdrücken. Falten am Popo eines 11jährigen Mädchens. Das wäre was

fürs Kuriositätenkabinett auf der Wiesen.

Einen Tag später besorgte ich ihr dann eine vernünftige Creme. Und so

cremte ich ihren Körper auch weiterhin ein, zusätzlich nun auch die

Arme und Beine. Da diese Creme auch einen natürlichen Bräunungseffekt

hatte, wurde ihre Haut mit der Zeit etwas dunkler, noch schöner. Ganz

davon zu schweigen, das sie noch samtiger, weicher, seidiger wurde.

Einen Nebeneffekt hatte die Salbe dann doch noch.

Entgegen meiner sonstigen Hautfarbe an Gesicht, Armen, Beinen und

sonstwo, waren meine Hände nun immer schön braun.

Abend kuschelte sie sich an mich und wir schauten fern, bis das ich

sie um kurz vor acht ins Bett brachte.

In den Nachrichten war sie noch nicht aufgetaucht. Allem Anschein nach

war es ihrer Mutter wohl egal, was mit ihrem kleinen Mädchen passiert

war.

Samstags gingen wir im Großmarkt einkaufen. So einen Laden kannte sie

noch nicht. Und was es da alles gab. Vom Apfel bis hin zur Zahnbürste.

Ach ja, apropos Zahnbürste.

Ich hatte mit meiner Krankenversicherung gesprochen. Und schließlich

war sie genauso gut und ausreichend versichert, wie ich selbst.

Samstags gingen wir auch sehr oft ins Kino.

Da die Filme ab 12 waren, machten wir auf Verbrecher. Wir würden die

Leute beschwindeln und sagen, daß sie schon 12 ist. Aber es hat uns

nie einer gefragt.

Am Sonntag fielen mir die Augen raus.

Nicht das ich gläubig wäre. Aber Waltraut ging sonntags in die Kirche

und ich also auch. Eigentlich war der Gottesdienst um 9 Uhr ein

Kindergottesdienst. Viele aus der Schule waren dort anzutreffen. Sogar

die Lehrer. Freitags hatte sie ja auch Gottesdienst in der Kirche. Und

da dies in der ersten Stunde war, war es Pflicht hin zu gehen. Ich

blieb dort bei ihr und brachte sie anschließend zur Schule. Das

änderte sich auch nicht, als sie älter wurde.

Auf jeden Fall sollte ich sie am Sonntag sehr früh wecken. Das tat ich

dann auch und dachte mir nichts dabei. Ihre Zeit im Bad war normal und

sie verschwand in ihrem Zimmer. Was mich aber stutzig machte war die

Tatsache, daß sie ihre Türe schloß. Das war bisher noch nie

vorgekommen. Selbst wenn sie aufs Klo ging ließ sie die Türe auf.

Ihr fröhliches Singen, welches durch die geschlossene Türe an mein Ohr

drang, wurde nur einmal durch ein leises „Au“ unterbrochen, gefolgt

von einem „Scheiß Schuhe“.

Dann sah ich einen Schatten über die Diele huschen und wieder im Bad

verschwinden, um wenige Minuten später stolz vor mir zu stehen.

Und das hättet ihr sehen sollen!

Schwarze Lackschuhe, eine schneeweiße Strumpfhose mit Zopfmuster, ein

rotgoldfarbenes Dirndl mit einer kurzärmeligen Dirndlbluse.

Das Dirndl war echt der Hammer!

Als Brustschmuck reihten sich drei Ketten auf ihr, rechts und links

von Talerknöpfen gehalten. Passend dazu das Halsband mit einem Kreuz,

unter dem sich ihre normale Halskette abzeichnete. Sogar die Ohrringe

paßten dazu, obwohl es ja noch die Medizinischen waren. Und als

Krönung prangte eine goldene Haarschleife in ihrem Haar. Erst beim

zweiten hinsehen sah ich, daß sie sich geschminkt hatte. Allerdings

nur die Wimpern und etwas Puder fürs Gesicht. Und in diesem Puder

glitzerte es golden. Wenn sie jetzt 22 wäre, ich würde sie sofort

heiraten.

Sie zog ihren Mantel an und wir gingen in die Messe.

Anschließend aßen wir beim Chinesen.

Den Rest des Tages wollte sie bummeln gehen. Und dies taten wir auch.

Allerdings mußte ich sie hin und wieder hochnehmen und tragen.

Die sch . . . Schuhe.

Ihre strahlenden Augen an den Schaufenstern verrieten mir genau, was

ich ihr zu Weihnachten schenken würde. Eigenartigerweise waren

darunter kaum Spielsachen. Und die wenigen, bei denen sie große Augen

bekam, die würde sie unter dem Weihnachtsbaum vorfinden. Noch 4 Tage,

dann fing die Adventszeit an.

Abends besuchten wir dann ein Restaurant, oder ich kochte etwas.

07 Weihnachtsferien

Die Adventszeit begann. Natürlich hatte ich ihr einen Adventskalender

gekauft. Und ein Adventskranz schmückte auch unseren Wohnzimmertisch.

Während die Wochentage so verliefen, wie vorher, verbrachten wir den

Samstagnachmittag, bis in die späten Abendstunden, auf dem

Weihnachtsmarkt. Die Geschenke für sie hatte ich bereits beisammen.

In der Schule, so berichtete sie mir, würde die Lehrerin jeden Morgen

das Licht ausmachen. Jedes Mädchen habe dann eine Kerze vor sich auf

dem Pult stehen und die Lehrerin lese eine Geschichte vor. Das wäre

schön.

Die Klassenarbeiten schloß sie niemals schlechter als mit drei ab.

Meist war es eine zwei. Irgendwie machte mich das stolz. So stolz, wie

nur ein Vater auf seine Tochter sein kann.

Eines bereitete mir Kopfzerbrechen. Wenn ich richtig sah, begannen

ihre Brüste zu wachsen. Sehen konnte man nichts. Aber dadurch daß sie

von mir nach wie vor eingecremt wurde, konnte ich eine Veränderung an

ihrer Brust spüren. Nicht lange, und sie würde eine Frau sein.

Eigentlich wollte ich mit dem Jugendamt telefonieren. Aber dann war es

mir doch zu unsicher. Was wäre wenn sie daraufhin Waltraut mitnähmen.

Also redete ich mit der Lehrerin am Elternsprechtag. Dieser war am

Freitag in der zweien Adventswoche. Als sie mich sah, freute sie sich

mich zu sehen. Voll des Lobes erzählte sie mir, was für ein fleißiges

Mädchen Waltraut sei. Und was für ein braves.

Natürlich wurde ich rot. Allerdings wußte ich nicht warum. Dann aber

nahm ich sie beiseite.

„Ich habe da eine Frage, die ist etwas ungewöhnlich.“

„Nur zu.“

„Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.“

„Einfach heraus damit.“

„Nun ja. Äh. Wann wird ein Mädchen erwachsen. Und woran sieht man

das?“

Währens sie mich bei der ersten Frage erstaunt ansah, mußte sie sich

bei der zweiten sichtlich das Lachen verkneifen. Aber da ich von ihr

angesteckt, ebenfalls anfing zu schmunzeln, lachte sie lauthals heraus

und wenige Sekunden später ich ebenfalls.

„Wir leben alleine und ich hatte bisher noch nie gesehen, wenn ein

Mädchen zur Frau wird. Und ich weiß nicht was ich Waltraut sagen

soll.“

„Wissen sie, das ist so ein großes Thema, dafür habe ich jetzt keine

Zeit. Aber wie wäre es mit Montag? Da ist früher Schluß.“

„Gerne.“

Wir gingen in die Klasse und unterhielten uns mit den anderen Eltern

über die Leistungen der Mädchen.

Am Montag blieb ich mit Waltraut noch an der Schule stehen.

„Was ist? Gehen wir nicht nach Hause?“

„Später.“

„Warten wir auf die Lehrerin?“, fragte sie erstaunt, „Wieso? Ich bin

doch immer lieb. Und fleißig bin ich auch.“

In ihrer Stimme lag plötzlich Angst. Sie wußte nicht was sie

angestellt haben sollte. Schließlich war sie doch wirklich eines der

bravsten Mädchen der Klasse.

„Ich muß das Fräulein was fragen. Und das kann ich erst nach der

Schule machen. Dann hat sie Zeit genug.“

„Ach so.“

Es schien so, als ob ihr ein großer Stein vom Herzen gefallen war.

Die Lehrerin kam und wir beratschlagten kurz, wo wir hingehen sollten.

„Am besten zu ihnen. Ich geh zu jeder Familie nach Hause und sehe mir

an, unter welchen Umständen meine Mädchen leben. Dann kann ich gleich

zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“

Gesagt - getan.

Und fünf Minuten später stand Waltraut mit ihr in ihrem Zimmer und

zeigte ihrer Lehrerin voller Stolz die Einrichtung.

Heute fiel der Mittagsschlaf auf meinem Schoß wohl aus. Na ja, es war

ja auch noch früh.

Waltraud setzte sich in ihr Zimmer und machte die Schulaufgaben,

während ich uns einen Kaffee machte und mich dann mit ihrer Lehrerin

ins Wohnzimmer setzte.

Schließlich, nach einigen belanglosen Minuten kamen wir auf das Thema

zu sprechen.

Natürlich wäre es für mich als junger Mann etwas, womit ich

normalerweise nicht konfrontiert würde.

„Für mich gab es bisher ja nur Kinder und Frauen. Nur Eltern werden

mit dieser Entwicklungsphase konfrontiert.“

„Normalerweise kommen die Mädchen mit 11, 12 in die Pubertät. Am

ehesten merkt man es, wenn die Brüste wachsen. Klagt sie über

Spannungsschmerzen an der Brust?“

„Nein.“

„Sieht sie denn anders aus als sonst? Ich meine ihre Brust. Ich nehme

ja an, daß sie Waltraut hin und wieder auch mal ohne Hemdchen sehen.

Abends, beim Umziehen oder beim Baden.“

„Nein, aber beim eincremen nach dem Baden hab ich gemerkt, daß ihre

Brust irgendwie, „härter?“ geworden ist.“

„Das ist gut möglich. Damit fängt es an. Dann werden vielleicht auch

Spannungsschmerzen kommen.“

„Tun sie sehr weh?“

Sie schaute mich erstaunt an.

„Ich meine, sie sind doch auch ein Mädchen. Sie müßten es doch.“

Sowohl sie als auch ich wurden rot, als ich sie so etwas Intimes

fragte. Dann aber antwortete sie.

Sie erzählte mir viele Dinge, die ich als alleinerziehender „Vater“

wissen mußte. Eigentlich alles, was in der nächsten Zeit auf mich zu

kam. Und das war nicht gerade wenig. Hatte ich wirklich die ganze Zeit

weibliche Wesen in „Kinder“ und „Frauen“, also in zwei Gruppen

eingeteilt, erfuhr ich jetzt von der dritten Gruppe.

Und die war am weitaus schwierigsten zu verstehen.

Sie empfahl mir eine Creme zu besorgen, mit der die Haut geschmeidiger

werden würde, sodaß die Spannungsschmerzen zu ertragen wären. Sie

sagte mir, das Waltraut in der Pubertät auch meinen würde, daß sie

unangenehm rieche. Vor allem an ihrem Geschlecht. Daß sie dies aber

nur selber riechen könne. Sie empfahl mir auch, mit ihr über die

Monatshygiene zu sprechen, bevor es soweit wäre.

„Wenn es in der Schule passiert, dann kann sie mit mir darüber

sprechen und ich werde ihr auch alles erklären und ihr helfen.

Ansonsten sind sie gefragt. Und noch etwas. Viele Mädchen aus den

höheren Klassen finden das Binden unangenehm sind.“, sie wurde wieder

rot, „Und leider stimmt dies auch. Ich erkläre ihnen dann, das sie

auch als Jungfrauen Tampons benützen können.“

Ich schaute sie fassungslos an.

„Aber dann geht doch das Hymen kaputt.“

Innerlich Stolz darauf, die richtige Bezeichnung erwähnt zu haben,

wurde ich aber Sekunden später wieder ins Reich der Dummköpfe

zurückgeschickt.

„Nein. Der Tampon wird ja nur eingeführt und nicht bis ganz zum Ende

der Scheide geschoben.“

Es erstaunte mich, daß diese junge Frau so offen mit mir über dieses

sehr intime Thema sprach. Schließlich gab es Anfang der 60er noch

keinen Aufklärungsunterricht an den Schulen. Und die sexuelle

Revolution steckte noch in den Babyschuhen. Dennoch sprach sie so

offen mit mir, als wenn sie sich mit mir über das Wetter unterhalten

würde.

Etwa zwei Stunden später kam Waltraut herein.

„Störe ich?“, fragte sie uns äußerst höflich, und ließ mit dieser

Frage die Augen ihrer Lehrerin größer werden. Mit solch einer

Höflichkeit hatte sie nicht gerechnet. Nicht zuhause und vor allem

nicht bei einem so jungen Mädchen.

„Nein Schatz, du störst nie.“, sagte ich und hielt ihr eine Hand hin.

Waltraut kam zu mir, setzte sich auf meinen Schoß und gab mir ihr

Schulheft.

Ein Aufsatz.

Drei Fehler auf zweieinhalb Seiten. Und davon einen Kommafehler.

„Schade.“, sagte sie und dackelte wieder in ihr Zimmer.

„Was macht sie denn jetzt?“

„Sie schreibt ihn neu.“

„Was? Aber das braucht sie doch nicht. Sie sollten nicht so streng mit

ihr sein.“

„Bin ich ja nicht. Sie macht es von alleine.“

„Wie bitte?“

„Ja. Wenn sie einen Fehler hat und ihn nicht korrigieren kann, ohne

daß sie es sehen, dann setzt sie sich hin und schreibt es neu. Ich hab

sie bisher nicht davon abbringen können.“

Sie war baff. Jetzt wußte sie um das Geheimnis von Waltrauts

fehlerfreien Schulaufgaben.

Gegen vier fuhr sie nach Hause. Als sie am Kamin vorbei kam, sah sie

das getürkte Bild von Waltraut und mir. Sie sah es sich an und

stutzte. Dann schaute sie mich an, dann wieder das Bild.

„Das sind Waltraut und ich.“

„Aha, schön.“

Sie stellte das Bild wieder hin und verabschiedete sich.

Der Rest des Tages verlief wie immer. Nur kam Waltraut heute

wesentlich früher zu mir aufs Sofa gekrabbelt und kuschelte sich an

mich.

Mit Mario hatte ich in der Zwischenzeit dreimal telefoniert. Wir

würden uns bei mir in München treffen. Wenn Waltraut an ihrem letzten

Schultag von mir abgeholt würde, dann könnten wir auch gleich

losfahren.

Ich hatte auch in Milders angerufen. Das Haus meiner Großmutter wurde

hergerichtet. So war alles fertig für den Winterurlaub.

Am letzten Schultag gegen zehn klingelte es. Mario, Rosi, die kleine

Mareike und ihr Hund standen vor der Türe.

Mit großem „Hallo“ begrüßten wir uns. Wir setzten und ins Wohnzimmer,

nachdem ich ihnen die Wohnung gezeigt und Kaffee gekocht hatte. Wir

beredeten die Route und machten aus, daß sie mir folgen sollten. Wir

machten Punkte aus, wo wir uns treffen würden, wenn wir uns verlieren

sollten.

Unseren Wagen hatte ich schon gestern gepackt. Und so standen wir vier

um viertel nach elf an der Schule und warteten auf das Klingeln der

Schulglocke. Ein, zwei Minuten später kamen die ersten Mädchen

heraus.

Ich vergaß wohl zu erwähnen, daß diese Schule eine reine Mädchenschule

war.

Minuten später stürmte auch Waltraut heraus, sah uns und rannte auf

uns zu. Sie sprang wieder in meine Arme und ich hob sie hoch, nahm sie

auf den Arm. Sie wurde langsam schwerer. Und dies lag nicht nur an

ihrer Schultasche, die sie auf ihrem Rücken trug. Rosi nahm sie ihr ab

und Waltraut wurde etwas leichter. Aber dennoch war sie schwerer als

zu Anfang unserer Gemeinschaft.

Sie begrüßte Mario und Rosi und die kleine Mareike bekam sogar einen

Kuß. Marios Hund sprang am mir hoch und bekam von Waltraut auch ein

paar Streicheleinheiten.

Sie blieb die ganze Zeit über, bis wir ans Auto ankamen, auf meinem

Arm. Im Auto stieg sie gleich nach hinten und schnallte sich an. Dies

hatte sie in der ganzen Zeit gemacht, seit sie bei mir war. Das

einzige Mal wo sie vorne saß, war auf der Fahrt in Köln, hinter Mario

her, als wir die Papiere von ihm gemacht bekamen.

Die Fahrt verlief angenehm. Wir plauderten etwas und schließlich war

sie eingeschlafen.

Gegen fünf, halb sechs kamen wir an.

Das fahren selbst war grauenvoll gewesen. Während in München der

Schnee nur 3 oder 4 Zentimeter hoch war, auf der Autobahn wurde es

schlimmer, je näher wir den Alpen kamen. Jenseits der Grenze, im

Gebirge, war es noch schlimmer. Wir hatten die Autobahn kurz vor der

Grenze verlassen und fuhren über die Landstraße. Einerseits hatten wir

den großen Stau am Grenzübergang auf der Autobahn umfahren,

andererseits waren hier die Straßen verschneiter. Zum Glück hatten wir

beide an unseren Autos Spikereifen aufgezogen. Damals waren Spikes

noch sehr verbreitet. Schneeketten und Sand hatten wir ebenfalls

dabei, wie auch Schaufeln. Mario hatte sogar seinen heißgeliebten

Camaro in der Garage gelassen und war mit seinem Landrover gekommen.

Aber niemand kam ins Rutschen oder blieb liegen. Dies war eigentlich

das Verdienst der drei Mädchen, wenn man Rosi als Mädchen dazu zählte.

Unsere Sorge um die Mädchen veranlaßte Mario und mich, das Tempo

unserer Wagen drastisch zu drosseln.

Als wir dann endlich vor dem Haus standen, wußten wir was uns

erwartete. Der Schnee an der Straße war fast einen Meter hoch. Gut das

die Einfahrt zum Haus an der windabgelegenen Seite war, hier war er

höchstens einen halben Meter hoch gewesen, aber von den freundlichen

Nachbarn geräumt worden.

Mario weckte seine Frau und nahm seine kleine schlafend Maus auf den

Arm. Rosi ließ den Hund heraus.

Ich meinerseits nahm Waltraut aus dem Wagen, nachdem ich das Haus

aufgeschlossen hatte.

Mario und ich trugen die Kinder in die Wohnstube. Wohlige Wärme

empfing uns dort. Der große Kachelofen, auf dessen Bank ich früher mit

Mario so gerne gesessen hatte, spendete sie. Wir legten die beiden auf

das große Sofa und während der Hund auf sie aufpaßte, trugen wir das

Gepäck herein und stapelten es zunächst in der Diele auf. Dann zogen

wir die Jacken aus und setzten uns erst einmal hin.

„Das hätten wir geschafft. Ich mach erst mal was für die Kinder und

uns einen, Tee?“

Mario und ich nickten. Ich sagte Rosi, wo die Küche wäre, und wenige

Minuten später hörten wir sie singend in der Küche arbeiten.

„Wir sollten den Kindern die warmen Sachen ausziehen. Die schwitzen

sich sonst noch kaputt.“, sagte Mario, stand auf und begann seiner

Maus den warmen Overall auszuziehen. Ich meinerseits zog Waltraut den

warmen Pulli und die dicke Strumpfhose aus.

„Und? Alles verheilt? Sie sah ja grauenvoll aus.“

In seiner Stimme bemerkte ich wieder seinen Wunsch, jetzt in Hamburg

mit einem Knüppel zu stehen. Ich hob Waltrauts Kleid hoch und zog ihr

Höschen vom Popo herab.

„Klasse, nichts mehr zu sehen. Und der Rücken?“

Ich nickte und zog Waltrauts Höschen wieder hoch.

„War gut, daß wir so viel Erfahrung aus früheren Tagen hatten.“

Er grinste. Und ich, seine Anspielung verstehend, ebenfalls.

Rosi kam mit Tee und Milch herein, setzte sich anschließend zu den

Kindern auf das Sofa und wir erholten uns von der Fahrt.

Erst als Waltraut wach geworden war, standen wir auf und brachten das

Gepäck in die Zimmer. Waltraut blieb mit dem Hund solange bei der

schlafenden Mareike.

Als wir fertig waren kamen wir wieder in die Wohnstube. Mareike war in

der Zwischenzeit wach geworden und die beiden spielten zusammen auf

dem Fußboden mit ihren Puppen.

Das Abendessen zauberte Rosi auf den Tisch. Sie konnte fantastisch gut

kochen. Mich wunderte es wieso Mario kein Fett angesetzt hatte, bei

der guten Kost. Als ich ihn danach fragte antwortete er nicht. Aber

Rosis rote Gesichtsfarbe verriet mir, mit welchen Aktivitäten er sich

das Fett von den Rippen abarbeitete.

Wir beließen es dann auch dabei. Schließlich waren die Kinder ja

dabei.

Es wurde spät. Sehr spät sogar. Rosi hatte irgendwann angefangen mit

Mareike ein Lied zu singen. Waltraut fiel wenig später ein, dann Mario

und ich. Und so sangen wir den Abend, machten Scherze mit den Kindern

und spielten mit ihnen.

Es muß schon weit nach zehn gewesen sein, da gingen wir nach oben. Wir

zeigten den Kindern wo wer schlief, wo das Bad war und ließen den Hund

die Treppe bewachen, damit keines der Kinder in der Nacht die Treppe

herunterfallen konnte, wenn es auf dem Weg zum Klo war. Rosi kam noch

mal in Waltrauts Zimmer, gerade als ich sie auszog und Waltraut nur

noch im Höschen war. Rosi wollte wisse, ob alles verheilt war und

Waltraut zeiget ihr den Rücken und zog ihr Höschen aus. Rosi strich

über ihren Popo und dem Rücken.

„Das ist aber sehr schön verheilt. Man sieht und fühlt nichts mehr.“

Anschließend fuhr sie über Waltrauts Brust.

„Oh! Was ist das denn?“

Waltraut und ich sahen sie erschrocken an.

„Du wirst erwachsen!“

Wieder schauten wir Rosi erstaunt an.

„Deine Brüste. Die fangen an zu wachsen. Die Haut ist schon ganz fest.

Tun sie manchmal weh?

Waltraut verneinte.

„Sie werden dir vielleicht mal weh tun. Keine Angst, so schlimm wird

es nicht werden. Unangenehm ja. Aber richtig weh tun wird das nicht.“

„Darf ich dann meinen BH tragen?“, fragte mich Waltraut mit

strahlenden Augen an.

„Das dauert noch. Zuerst werden wir dir einen kleineren kaufen. Den,

den du dir ausgesucht hast, der paßt dir noch nicht.“

„Welche Größe hat der denn?“, wollte Rosi wissen.

„70C“

Rosi lachte.

„Das ist wirklich noch zu groß für dich.“

Dann ging sie zu Mario in ihr Schlafzimmer.

Aus dem anschließenden Gelächter der beiden, wenige Minuten nachdem

Rosi zu Mario gegangen war, konnte man entnehmen, daß sie es Mario

erzählt hatte.

Waltraud zog ihr Nachthemdchen an und kuschelte sich unter das noch

kalte Federbett.

„Kalt.“, sagte sie und blickte mich traurig an.

„Das wird schon.“

Noch einen Kuß, dann löschte ich das Licht. Gegenüber von ihrem Zimmer

lag meines. Ich zog mich aus und legte mich hin.

Es dauerte aber keine 5 Minuten, mein Federbett war inzwischen schön

von mir angewärmt worden, da stand Waltraut neben mir am Bett. Ganz

traurig sagte sie: „Kalt“. Ich ließ sie zu mir ins Bett und sie

kuschelte sich an mich. Sofort, schon als sie „Kalt“ sagte, wußte ich,

daß sie noch was anderes auf dem Herzchen hatte. Es dauerte etwas,

dann rückte sie mit der Sprache heraus. Ob es denn wirklich weh tun

würde. Tränen lagen in ihrer Stimme. Ich erzählte ihr alles, was ich

darüber von ihrer Lehrerin erfahren hatte und konnte sie einigermaßen

beruhigen. Schließlich kuschelte sie sich noch fester an mich und

schlief ein.

Allerdings blieb ich noch lange wach.

Rosis Bemerkung über Waltrauts Brüste, stieß mich ins kalte Wasser.

Hatte ich gedacht, vielleicht nur geglaubt, daß sie wuchsen, Rosi

hatte es sofort gemerkt. Und die Zeit ihrer Pubertät, ich hoffte daß

es bis dahin noch lange war, war in Wirklichkeit schon längst

angebrochen. Und mit ihr begannen bestimmt auch bald die anderen

Probleme. Kuscheln, so wie sonst, war dann nicht mehr. An und

ausziehen auch nicht. Schon gar nicht das eincremen. Und mit mir in

einem Bett schlafen? Das konnte ich mir abschminken. Dabei spürte ich

sie doch so gerne. Manchmal konnte ich ihr kleines Herzchen hören,

wenn ich sie hochhob und ihre Brust an mein Ohr kam. Wenn sie sich im

Schlaf drehte, egal ob hier im Bett oder abends bei uns auf dem Sofa,

oft genug berührte ich da unwillkürlich ihre Brust. Manchmal nahm sie

sogar im Schlaf meine Hand und drückte sie sich auf ihre Brust. Ihr

Gesicht an meinem, ihr Atem an meinem Hals, der Geruch ihrer Haare,

der freundliche Klaps auf ihren Popo, wenn der kleine nackte Frosch zu

mir kam und mich fragte, was sie denn anziehen solle. All dies würde

in absehbarer Zukunft vorbei sein. Und dies machte mich traurig. Sehr

traurig.

Und ich fing an zu weinen.

Am folgenden Morgen schreckten wir hoch. Etwas kaltes, Eisiges hatte

uns getroffen. Erst das freudige quicken von Mareike, Rosi hielt sie

auf dem Arm, und ihr Handschuh, dem noch etwas Schnee anhaftete,

verriet uns den Grund.

Wir standen schnell auf und Waltraut ging ins Bad. Rosi bemerkte, daß

mit mir etwas nicht stimmte, sie schloß die Türe und fragte nach. Ich

erzählte ihr von meiner Nacht.

„Sag aber Mario bitte nicht daß ich dir das erzählt habe.“, sagte

daraufhin Rosi.

Ich schüttelte den Kopf.

„Mario hat heute schon Angst davor. Und weinen? Das tut er schon

lange.“

Dann ging sie hinaus und ließ die Türe auf.

Ich sah Waltraut zu, wie sie sie aus dem Bad in ihr Zimmer ging und

sich anzog. Sah ihre Brust, auf der sich wirklich schon eine kleine

Erhebung zeigte. Eine Erhebung, so sanft und gering, daß man sie kaum

wahrnehmen konnte. In einem Jahr würden dort ihre Brüste sein. Und die

versperrten mir den Weg zu ihr.

Traurig wusch ich mich und zog mich an.

Am Frühstückstisch ließ ich mir nichts anmerken. Zwar schaute Rosi

mich oft mir mitleidigen Augen an, aber sie behielt mein Geheimnis für

sich.

Nach dem Essen gingen wir ins Dorf. Soweit man von gehen sprechen

konnte. Eher war es ein Stapfen durch den Schnee der in der

vergangenen Nacht gefallen war. Dreißig Zentimeter waren bestimmt dazu

gekommen. Wer davon am meisten begeistert war, konnte man schon von

weitem hören. Mareike! Sie quiekte und jauchzte vor Vergnügen, das sie

alle mit Schnee bewerfen durfte.

Im Dorf wurden die Kinder dann eingeschult. In die Skischule. Sie

bekamen ihre Ausrüstung und wir die unsrige. Der Skipaß war für

Einheimische wesentlich billiger. Und da ich ein Haus hier hatte,

kamen wir in den Genuß diese Vergünstigung.

Das ganze hatte bis nach Mittag gedauert. Wir gingen in ein Lokal was

essen und danach bauten wir einen Schneemann vor dem Haus.

Das Abendbrot wurde von Rosi heute sehr früh serviert. Und dies hatte

seinen Grund. Nach dem Essen jagte sie Mario und mich aus dem Haus.

Dies wäre heut abend das „Drei Mädel Haus“. Wir beide sollten mal raus

und endlich mal wieder was gemeinsam machen.

Wir verabschiedeten uns und Waltraut schaute mir traurig nach. Aber

mir ging es nicht anders.

Wir fanden ein kleines Lokal, gar nicht so weit vom Haus entfernt, und

setzten uns in eine Ecke.

Anfänglich redeten wir über alte Zeiten. Was aus den anderen aus

unserer Klasse geworden war. Dann über unsere Familien, bis hin zum

Beruf. Aber dann kamen wir wieder zur Vergangenheit. Und dabei blieben

wir kleben. Vor uns tauchten alle „Sünden“ unseres gemeinsamen Lebens

auf. Und hier in Milders hatten wir auch so manches angestellt. Wir

hatten viel zu lachen, denn wir hatten ja auch viel angestellt. In den

Sommer, wie auch in den Herbst und Winterferien. Vor allem im Herbst

und im Winter waren wir der Schrecken. Im Herbst war kein Obstbaum vor

uns sicher, im Winter kein Skifahrer. Ruhig wurden wir erst, als wir

auf jenes Verwechslungsspiel kamen, mit dessen Hilfe er bei der Geburt

Mareikes dabei sein konnte.

Er wurde sentimental und dankte mir erneut. Dann erhoben wir unsere

Gläser und tranken auf unsere „Töchter“.

Sehr spät kehrten wir heim. Angetrunken, ja. Besoffen, nein. Jeder von

uns vertrug einiges. Ans Steuer eines Wagens hätten wir uns ohne

weiteres noch setzen können. Gefahren wären wir aber nur, wenn es um

die Mädchen gegangen wäre.

Der Schneemann war etwas eingeschneit. Die große Kugel unten war nur

noch zur Hälfte zu sehen. Es war sau kalt. Der Himmel war sternenklar.

Mareike und Waltraut schliefen oben zusammen im großen Bett von

Mareike. Rosi war noch auf. Als wir herein kamen, öffnete sie eine

Flasche Wein und schenkte drei Gläser ein. Sie fragte uns, ob wir uns

gut amüsiert hätten. Und so erzählten wir ihr von unserer

Vergangenheit.

Am folgenden Morgen wurden wir so von Waltraut und Mareike in der

Stube gefunden. Wir redeten noch immer.

Rosi stand, sichtlich müde, auf und machte den Kindern was zu essen.

Dann ging sie nach oben und schlief sofort ein.

Mario und ich waren anfangs auch müde. Aber als wir mit den Kindern

zum Rodeln gingen, wurden wir wieder munter. So munter, das uns die

Kinder mittags daran erinnern mußten, das es Zeit zum Essen war.

Allerdings was sollten wir essen? Mittag war schon längst vorbei und

das Abendbrot noch nicht in Sicht. Also einen kleinen Snack.

Am Ende einer ausgiebigen Schneeballschlacht vor dem Haus, in der

Mario und ich uns plötzlich einer gewaltigen Übermacht von drei

Mädchen entgegensahen, mußten wir kapitulieren. Gegen eine solche

„Übermacht“ hatten wir keine Chance.

Lachend gingen wir ins Haus.

In dieser Nacht schliefen wir alle wie ein Stein. Mareike war zu ihren

Eltern gekrabbelt, Waltraut schlief in meinem Arm.

08 Weihnachten

So verbrachten wir die Zeit bis zum 24.

An diesem Morgen gingen Rosi und die Mädchen zum Rodeln. Mario und ich

besorgten einen Baum. Diesen stellten wir in der Stube auf und

schmückten ihn. Zum Schluß kam Mario mit Babypuder an. Skeptisch

schaute ich ihn an. Wollte er dem Baum eine Windel verpassen? Aber er

winkte ab. Ich würde schon sehen. Dann streute er den Puder von oben

auf den Baum. Eine Minute später sah er aus, als wenn er voller Schnee

wäre. Das sah so schön aus. Dann legten wir die Geschenke unter den

Baum.

Die Mädchen trafen wir zum Abendbrot in jenem kleinen Lokal wieder, in

dem Mario und ich gesessen hatten. Beide waren wir innerlich sehr

kribbelig. Unsere Mädchen hatten wir ja seit dem Morgen nicht mehr

gesehen.

Nach dem Essen gingen wir nach Hause, ohne sie in die Stube zu lassen.

Wir machten uns fein zur Christmette. Waltraut zog ihr goldenes Dirndl

an, Rosi hatte eines aus rotem Samt, Mario und ich einen dunklen

Anzug. Und Mareike? Sie hatte das gleiche Dirndl an wie ihre Mutter.

Sie sah so süß darin aus. Und sie war genauso Stolz auf ihr Kleidchen,

wie Waltraut auf ihres.

Die Kirche lag etwa 500 Meter die Straße rauf. In ihr war es schon

halbvoll und schön warm. Als Waltraut und Mareike ihre Mäntel

auszogen, wurden sie von den umstehenden bestaunt. „Süß“, „schön“ „ach

wie hübsch“ und „ist die niedlich“, hörten wir sehr oft. Kurz vor der

Messe nahmen Mario Mareike und ich Waltraut auf den Schoß, um den

anderen etwas Platz zu machen. Als dann noch eine Gruppe älterer

Menschen kam, sprang Mario sofort auf, um ihnen seinen Platz

anzubieten. Rosi und ich ebenfalls. Doch unsere „Töchter“ blieben auf

unseren Armen. Die Messe war sehr schön. Völlig anders als die, welche

wir aus Köln, München oder aus dem Fernsehen her kannten. Zugegeben,

Mario und ich kannten sie schon von unserer Jugendzeit her, in der

Zeit bei meiner Oma. Als der Chor, welcher auf der kleinen Empore über

uns stand, den „Andachtsjodler“ sang, drückte sich Waltraut ganz fest

an mich und flüsterte mir ins Ohr: „Ich hab dich lieb“. Dann drückte

sie ihr Gesicht an meinen Hals und weinte still.

Das hatte noch nie ein Mädchen zu mir gesagt.

Rosi, die neben mir stand, wischte sich eine Minute später die Tränen

aus dem Gesicht. Ob sie gehört hatte was Waltraut zu mir gesagt hatte,

weiß ich nicht. Aber meine Reaktion darauf sah sie wohl. Mario, der

vor mir stand, bekam davon nichts mit.

Nach der Messe gingen wir schweigend zurück. Die Kinder trugen wir

noch immer auf dem Arm, da sich die Schneehöhe, während der Messe,

drastisch erhöht hatte. In einem unbeobachteten Moment flüsterte ich

Waltraut ins Ohr: „Ich dich auch“.

Sie drückte mir daraufhin so fest, daß mir die Luft wegblieb. So fest

schlang sie ihre Arme um meinen Hals.

Zuhause zogen wir zuerst die Mäntel aus. Mario ging in die Stube und

zündete die Wunderkerzen an. Dann öffnete er die Türe.

Die strahlenden Kinderaugen, als sie den Baum sahen, werde ich mein

Lebtag nicht vergessen.

Rosi sang mit ihnen einige Weihnachtslieder, dann durften sie ihre

Geschenke aus dem Berg unter dem Baum heraussuchen. Mareikes waren in

rotem Papier eingepackt, die von Waltraut in blauem. Das erleichterte

der kleinen Mareike die Suche ungemein.

Waltrauts Wünsche waren alle in Erfüllung gegangen. Aber als sie Rosis

Geschenk auspackte, war sie sprachlos. Sie hatte ja bei unserem Besuch

bei ihnen Rosis kurzes Nachthemdchen an gehabt. Und nun lag vor ihr

ein blaues in ihrer Größe mit dem dazugehörigen Höschen. Sie weinte

vor Freude und drückte Rosi ganz doll. Bedanken konnte sie sich nicht.

Es hatte ihr schlichtweg die Sprache verschlagen.

Wir ließen die Kinder spielen, bis das die erste von ihnen müde war.

Dann gingen wir hoch. Mareike schlief schon, bevor ihr Vater sie in

den ersten Stock getragen hatte.

Waltraut stand wenige Minuten nachdem ich mich ausgezogen hatte,

erneut an meinem Bett. Da sie ihr Nachthemdchen angezogen hatte, stand

sie nun in Rosis Geschenk vor mir. Noch bevor sie „Kalt“ sagen konnte,

hatte ich die Decke gehoben und sagte „Komm“.

Sie kam in meinem Arm und preßte sich fest an mich. Erneut sagte sie

mir, daß sie mich liebt. Und ich sagte es ebenfalls. Und dann küßte

sie mich auf den Mund. Was bisher noch nie der Fall gewesen war. Nur

kurz. Aber auch lang genug um mich spüren zu lassen, das ihr „Ich hab

dich lieb“ aus tiefstem Herzen kam.

Am ersten Weihnachtstag blieben wir alle lange im Bett. Mario und Rosi

warteten darauf, das Mareike aufwachte. Sie lag zwischen ihnen und

beide schauten sie glücklich an.

Waltraut schlief auch noch. Hier war ich es, der sie anschaute. Ich

weiß nicht warum. Aber ich sehnte mich nach ihren hübschen Augen, die,

verschlossen hinter den Lidern, mich immer so liebevoll anblickten.

Um neun etwa regten sich die Kinder. Im Morgenmantel ließen wir sie

unten in der Stube spielen. Rausgehen war nicht. Seit den frühen

Morgenstunden was aus dem Schneefall der vergangenen Nacht ein

scheußliches Wetter geworden. Es war eiskalt geworden und ein

Schneetreiben, daß man keine 5 Meter weit sehen konnte. Dazu kam noch

ein dicker Nebel. Mario und ich saßen im Jogginganzug da, Rosi in

einer Bluse und einen weiten Mini. Als Mario kurz in der Küche war,

bat ich Rosi darum, sie möge sich doch einen anderen Rock anziehen.

Sie wußte gleich was ich meinte. Denn der den sie jetzt anhatte war so

kurz, das schon beim gehen ihr Höschen hervor blitzte. Sie nickte nur

kurz, verschwand nach oben und kam in einem langen Rock zurück. Mario

schaute zwar, sagte aber nicht. Erst abends im Bett fragte er nach.

„Er hat mich darum gebeten.“

„Wieso?“

„Du weißt doch warum.“

„Nein.“

„Der Rock ist doch so kurz, das man kann ständig mein Höschen sehen

kann. Und das machte ihn an. Schließlich ist er auch nur ein Mann. Und

er hat niemanden an dem er sich abreagieren kann so wie du.“

Mario rechnete mir es sehr hoch an das ich nicht unter Rosis Rock

schauen wollte. Und dafür dankte er mir später sehr ausgiebig.

Am zweiten Weihnachtstag hatte sich das Wetter sogar noch

verschlechtert. Wind, Nebel und Schnee hatten zugenommen. Also blieben

wir zu Hause. Aber gegen Abend verbesserte sich die Lage. Und als wir

am folgenden Morgen um sieben, mit zwei verschlafenen Kindern am Tisch

frühstückten, schien es ein sehr schöner Tag zu werden.

Um halb neun standen wir an der Talstation der Gletscherbahn. Und um

10 standen wir an der Schule. Wenige Kinder waren dort. Über die

Feiertage kommen wenige mit Kindern her, sagte uns der Lehrer. Er

übernahm die Kinder und einer von uns blieb bei ihnen. Damit sie nicht

ganz alleine wären. Und so wechselten wir uns ständig ab.

Mario und ich ließen auf der Piste natürlich wieder die Sau raus. Und

als wir mit den Kindern zusammen zu Mittag aßen, da passierte es. Der

alte Wirt hinter dem Tresen schaute uns lange an. Dann kann zu uns,

beugte sich zu Mario und mir herunter und zog uns an den Ohren.

„Hab ich euch endlich, ihr Haderlumpen. Euch werd ich lehren meinen

Apfelbaum zu plündern.“

Und damit gab er uns beiden einen Schlag hinter die Ohren.

Schulbeladen schauten wir nach unten, grinsten uns aber an.

Es war der Nachbar meiner Oma und wir hatten jedes Jahr seinen Baum

geplündert.

Aber nur zum Eigenverbrauch!

Lachend setzte er sich uns gegenüber. Unnütz zu sagen, das Rosi den

Rest des Tages auf die Kinder aufpaßten mußte. Zu viel hatten wir drei

uns zu erzählen.

Die Schule ging 5 Tage. Somit war Sylvester der letzte Schultag. Die

Kinder durften schon auf die Piste neben dem kleinen Hügel. Und sie

waren nicht schlecht. Ich glaube, Kinder lernen nicht nur schneller

weil sie das als Spaß ansehen, sondern weil sie keine Angst haben,

sich die Knochen zu brechen. Das war bei Mario und mir damals auch so

gewesen. Und der einzige Bruch damals war der meines Zeigefingers.

Total blöd gelaufen damals. Wir hatten den ganzen Tag über unseren

Spaß gehabt. Und abends, wir schlossen unsere Skispinde ab, da kam ich

mit meinem Zeigefinger in das Drahtgefleht der Türe, es machte

„knack“, und wir schauten uns lachend an. Es tat gar nicht weh. Und da

ich am folgenden Tag nur mit einem Stock fahren konnte, ließen wir sie

gleich ganz weg. Wir haben danach nie wieder Stöcke mitgenommen. So

auch heute nicht.

Montags waren wir wieder auf dem Gletscher. Wir wollten die Kinder

zwischen uns nehmen. Aber das hatten wir nicht gekannt. Mario und ich

mußten all unsere Künste aufbringen, damit uns die Kinder nicht

davonfuhren. Aber zum Glück stoppten sie immer wenn wir riefen. Sie

wären sonst schneller unten gewesen als wir großen.

„Die Zwei werden noch schlimmer als wir.“, grinste Mario.

Und ich mußte ihm Recht geben.

Die Zeit verging viel zu schnell. Daher beschlossen wir, dies in den

Osterferien zu wiederholen.

Mareike und Waltraut weinten, als sie sich in München voneinander

trennen mußten.

Dann hatte uns der Alltag wieder.

09 Die Wandlung

Das neue Jahr begann, wie das Alte geendet hatte. Mit naßkaltem

Schneewetter. Deshalb machten wir es uns zu Hause gemütlich. Erst

jetzt setzte ich den Kamin in Brand. Zwar hatte die komplette Wohnung

eine Fußbodenheizung, aber der Kamin war schöner, kuschliger,

romantischer.

Mitte Januar spürte ich es dann. Beim eincremen spürte ich deutlich

die kleinen Erhebungen. Sichtbar wurden ihre Brüste nun auch. Ich

mußte mit ihr darüber reden, schob es dann aber immer von einem Tag

auf den nächsten. Schließlich aber gab ich mir einen Ruck, als sie

abend nackt zu mir aufs Sofa kam, in der einen Hand ihr Nachtzeug, in

der anderen ihre Creme.

„Du Schatz, das können wir aber nicht mehr lange machen.“

„Wieso? Die Tube ist doch noch voll“, fragte sie mit erstaunter

Stimme.

„Du wirst langsam erwachsen.“

„Stimmt doch gar nicht. Ich bin doch erst 11 und werd erst

übernächsten Monat 12.“

„Das meine ich nicht. Dein Körper wird erwachsen. Deine Brüste sind

schon größer geworden.“

„Bekomm ich jetzt einen BH der mir paßt?“, war ihre einzige Reaktion

darauf.

„Ja, aber ich kann dich nicht mehr eincremen.“

„Wieso nicht?“

„Weil es sich nicht gehört, einem Mädchen an die Brüste zu gehen oder

an den Popo zu fassen.“

„Warum?“

Als Vater hätte ich es in diesem Moment gewußt. Ich war gefangen, in

der berühmt, berüchtigten „W“ -Falle“.

„Weil das sich nicht gehört.?“

„Warum nicht?“

„Weil das die Intimsphäre eines Mädchens ist.“

„Was ist das?“

„Das sind die Brüste, die Scheide und der Popo.“

Ich hätte aufhören sollen. Vielleicht wäre sie damit zufrieden

gewesen. Aber ich mußte ja noch unbedingt sagen:

„Da faßt man nicht einfach so dran.“

Und dann ging’s los.

Ich würde ja gar nicht einfach nur so daran fassen. Sie brauche aber

die Creme. Sie komme nicht überall hin. Wenn ich das da mache, dann

kann ich das auch da machen. Aber ich schaue sie doch gar nicht so an.

Aber ich hätte sie doch lieb. Womit dann? Aber du siehst mich doch

auch nackt wenn ich mich umziehe. Wieso nicht? Was ist denn daran so

schlimm wenn du mir dabei zuschaust? Was ist denn an meinen Höschen so

besonderes? Aber das ist doch nur ein Schlitz. Und was ist dann mit

dem FKK Strand? Wieso ist das was anderes? Sind die nackter als ich?

Nach einer Stunde gab ich es entnervt auf.

Gegen sie hatte ich auch nicht den Hauch einer Chance. Und irgendwie

hatte sie von ihrer Seite aus recht.

Für sie war es ganz selbstverständlich daß ich sie nackt sah. Im Bad

oder beim eincremen. Das ich ihren Körper überhaupt eincremte.

Zugegeben. Bisher vermied ich es ihrer Scheide dabei zu nahe zu

kommen. Aber ihren restlichen Körper kannten meine Hände genau. Und

das es sich nicht schickte einem Mädchen unter den Rock zu fassen, das

kam bei mir ja auch nicht in Frage. Zu oft hatte ich ihr die

Strumpfhose richtig angezogen. Überhaupt hatte ich sie ja schon oft

genug an und ausgezogen. Was sollte also so schlimm daran sein wenn

sie Brüste hatte? Sie war doch dann kein fremdes Mädchen für mich.

Ich spürte daß sie Angst hatte. Angst mich zu verlieren wenn sie

Brüste bekam. Diese Veränderung merkte auch ihre Lehrerin. In der

ersten, der großen Pause, sprachen die Beiden über das, was ich ihr

gesagt hatte.

Die Lehrerin pflichtete mir bei. Allerdings würde Waltraut sehr wohl

merken, daß ich sie immer noch liebhabe. Waltraut nickte und sie

beließ es darauf.

Der Verdacht der Lehrerin hatte sich zwar bestätigt, aber was sie da

gerade gehört hatte paßte nicht dazu. Daher würde sie in Zukunft noch

genauer aufpassen.

Waltraut sprach mit mir nachmittags erneut darüber. Sie erzählte mir

von ihrem Gespräch mit ihrer Lehrerin. Schließlich sagte sie, daß ich

sie auch weiterhin eincremen solle. Wenn es ihr unangenehm werden

würde dann würde sie es mir schon sagen.

Das akzeptierte ich, nicht wissend auf was ich mich da jetzt

eingelassen hatte.

Und so cremte ich sie an diesem und an den folgenden Abenden weiterhin

ein.

Und so hatte ich jeden Abend vor Augen wie aus meinem kleinen

„Schwesterchen“ langsam eine Frau wurde.

Ende Januar hatten die Erhebungen schon sehr deutliche Formen

angenommen. Erst viel später erfuhr ich, daß sie dies von ihrer Mutter

geerbt hatte.

Tag für Tag wurde es mir peinlicher.

Aber sie wollte es.

Der Verstand sagte mir daß es so nicht weiter ging. Mein Herz sagte

mir aber etwas ganz anderes.

Am 3.Februar fragte sie mich, ob ich ihr 75 Mark geben könne. Warum,

ginge mich nichts an, aber es wäre sehr wichtig. Auf das einfachste

kam ich natürlich nicht. Aber trotzdem gab ich ihr das Geld. Dann

sollte ich sie in die Stadt fahren und begleiten. Auf der

Fußgängerzone mußte ich stehen bleiben und warten. Eine halbe Stunde

später kam sie glücklich wieder.

„Übermorgen noch mal.“

„O.K.“

Und so war es dann auch. Allerdings verbarg sie etwas unter ihrem

Mantel von mir.

2 Tage später sah ich wofür sie das Geld gebraucht hatte.

Als ich sie morgens weckte, drückte sie sich wieder feste an mich.

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.“, sagte sie, küßte mich auf

den Mund und angelte ein Päckchen aus ihrer Nachttischschublade.

Es war ein Armband. Auf der Oberseite mit ihrem Namen drauf, auf der

Unterseite: Ich liebe Dich“.

Also dafür hatte sie das Geld gebraucht.

Ich nahm sie schnell in den Arm, drückte sie sanft und ließ sie nicht

los. Sie sollte mir nicht in die nassen Augen sehen.

An ihrem Geburtstag schenkte ich ihr ebenfalls ein Armband mit meinem

Namen darauf und auf der Rückseite die drei schönsten Worten der

Welt.

Sie war so glücklich über dieses Geschenk, daß sie vor Freude weinte.

Nachmittags fuhr ich mit ihr in die Stadt. Ich suchte mit ihr jenes

Wäschegeschäft auf, in dem sie ihren ersten BH gekauft hatte. Die

Verkäuferin von damals erkannte uns wieder und kam zu uns.

„Wieder einen BH?“, fragte sie lächelnd

„Ja, aber diesmal einen der ihr paßt.“

Sie schaute Waltraut an und nahm sie mit nach hinten. Eine halbe

Stunde später hatte Waltraut eine Tragetasche und stolzierte mit mir

aus dem Geschäft. Abends veranstaltete sie eine Modenschau. 5 BHs

hatte sie gekauft. Nicht solche wie aus dem Kaufhaus. Es waren welche

aus Spitze, aus Seide oder Synthetik. Keiner von ihnen war auch nur im

Entferntesten dazu geeignet Brüste zu halten. Und bei Waltrauts

Brüsten brauchten sie dies ja auch noch nicht. Sie waren eigentlich

nur zum verhüllen geeignet. Dies taten sie aber nur in der Schule. Zu

Hause lief sie immer ohne BH herum.

Ihre Brüste wuchsen schnell. Und kurz vor den Osterferien mußte sie

neue BHs haben. Und zum ersten Mal welche mit Buchstaben. Zwar erst

AA, einen sogar mit A, aber immerhin. Mein Gott war sie stolz darauf

endlich einen richtigen BH mit Buchstaben zu tragen.

Aber nicht nur darauf war Waltraut in der letzten Zeit sehr Stolz. Sie

würde das nächste Schuljahr schon auf dem Gymnasium verbringen. Die

hatte das drittbeste Zeugnis der Klasse. Und so würde sie mit

mindestens zweien aus ihrer Klasse zusammen aufs Gymnasium gehen.

Zu Ostern fuhren wir dann auch wieder Ski. Mario war schon mit seiner

Familie im Haus, als wir abends ankamen. Der Schnee im Ort war bei

weitem nicht mehr so hoch, wie über Weihnachten. Aber seine 20

Zentimeter hatte er überall.

Auf dem Gletscher war es himmlisch. Die Sonne schien, aber der Wind

war kalt. Aber die einzigen die froren, das waren wir Erwachsenen. Die

Kinder hatten ihren Heidenspaß.

Als Rosi sonntags nach der Messe fragte ob wir abends nicht schwimmen

gehen wollten stimmten wir zu. Nur Waltraut nicht. Und als Rosi zu ihr

kam und wissen wollte warum nicht, schaute Waltraut nach unten auf

ihre Brust.

Rosi zog Waltrauts Dirndlbluse, sie hatte einen Gummizug am

Ausschnitt, vom Körper weg, schaute in ihren Ausschnitt und sagte:

„Oh. Schön.“

Dann ließ sie die Bluse wieder los.

Doch bevor sie sich wieder erheben konnte, zog nun Waltraut ihrerseits

Rosis Dirndlbluse vom Körper fort und schaute hinein. Sekunden später

schaute sie Rosi mit erstaunten großen Augen an und sagte:

„Oh, auch sehr schön.“

Allerdings hatte sie damit nicht Rosis Brüste, sondern deren BH

gemeint.

Dann fingen die beiden an zu lachen. Rosi verschob dann das schwimmen

auf Montagabend.

Nach dem Skifahren am Montag ging Rosi mit Waltraut einen Badeanzug

kaufen. Allerdings wurde es ein Bikini. Er brachte ihre kleinen Brüste

kaum zur Geltung. Doch als Waltraut aus dem Wasser kam und das

Oberteil naß und fest an ihrem Körper lag, da konnte man ihre kleinen

Brüstchen doch sehen. Doch so klein waren sie nicht mehr. Ich hatte

sie in der Vergangenheit jeden Abend eingerieben, daher war mir es

nicht so aufgefallen. Jetzt erst in ihrem Bikini sah ich wie groß sie

waren. Dementsprechend distanziert fiel das abendliche eincremen aus,

obwohl es nach dem Chlorwasser angebracht war. Ihr Popo und ihr Rücken

gingen ja noch. Aber als sie sich umdrehte und so nackt auf dem Bett

vor mir lag, cremte ich nur ihren Bauch ein. Sie spürte sofort daß ich

ihre Brüste nicht anfassen wollte. Da nahm sie meine Hand, legte sie

sich auf ihre Brust und hielt sie fest.

„Da auch.“

„Schatz, das geht nicht mehr.“

„Ich sag dir schon wenn ich das nicht mehr will.“

Etwas widerstrebend machte ich weiter. Mittlerweile wäre die einzige

helle Stelle an ihrem Körper ihr Venushügel gewesen. Den hatte ich

mich bisher standhaft geweigert zu berühren. Sie war zwar immer sehr

traurig darüber, konnte mich aber nicht dazu bewegen diese Stelle zu

berühren. Daher machte sie dies selbst.

Im Sommer hatten wir was ganz großes vor. Zugegeben, für Mario war es

nichts besonders. Seine Hochzeitsreise ging nach Japan und Mareikes

Paß, wenn sie einen gehabt hätte, würde wie ein Bilderbuch aussehen.

Er rief an und fragte nur:

„Male?“

Verwirrt antwortete ich:

„Wie „Male?“

„Malediven.“

„Was ist mit denen?“

„Im Sommer. Fliegen wir hin? Das wird klasse, glaub mir.“

Und so war es dann beschlossen, daß wir die Sommerferien auf einer

Insel der Malediven verbringen würden.

10 Die Insel der Freudenmädchen

Als die Sommerferien begannen, fuhren Waltraut und ich nach Köln zu

Mario. Tags drauf fuhren wir fünf mit dem Taxi zum Bahnhof. Von dort

aus mit dem Zug nach Frankfurt und weiter zum Flughafen.

Aber da gab es erst ein großes Hallo. 16 von seinen 21 Mädchen kamen

mit. Alle Mädchen waren der Sommerzeit angepaßt in ihren kurzen Röcken

und Kleidern gekommen. Und mehr als einmal schaute ein sehr hübsches

Höschen hervor, wenn sich die eine bückte, die andere sich über einen

Sitz beugte oder man Mareike begrüßte.

Zwar gab es keinen Menschenauflauf, aber der Verkehr der Fluggäste kam

schon ins Stocken. Und so wurde es eine sehr amüsante Begrüßung.

Im Flugzeug selbst wurde es dann ruhiger. Waltraut hatte Angst. Sie

war noch nie geflogen. Aber alle halfen mit, sie zu beruhigen. Die

meiste Zeit über saß sie auf dem Schoß eines der Mädchen. Die übrige

auf meinem. Schließlich durften wir auch ins Cockpit. Waltraut war

überwältigt von den vielen Knöpfen, Schaltern und Anzeigen. Sie war

nun beruhigter als wir wieder auf unseren Plätzen saßen. Sie wußte

nun, daß da vorne Leute waren die auf uns aufpaßten.

Da jeder von uns nicht gerade arm war, flogen wir alle erster Klasse

hin und zurück. Und nicht nur das. Mit Ausnahme von 2 Bungalows hatten

wir die ganze Insel für uns. Und dies nützten Marios Mädchen gleich

aus. Sie erklärten den Strand sofort zum FKK Strand. Als die

Angestellten ihnen dies verwehren wollte, blockte sie Mario mit einem

Bündel Geldscheinen ab. Und so durften die Mädchen nackt auf der Insel

und im Wasser sein.

Doch zum Essen kamen sie stets züchtig in Bluse und Rock. Keine von

ihnen hatte dabei auf einen BH verzichtet, schon gar nicht auf ein

Höschen. Als eines der Mädchen mit einem äußerst knappen BH unter

ihrer dünnen Bluse an den Tisch kam, staunte Waltraut. Nach dem Essen

sprach sie das Mädchen an und fragte sie was das für ein BH ist. Das

Mädchen, es war Susanne, gab ihr Auskunft und sie unterhielten sich

sehr lange auf dem Weg zu Susannes und Beatrices Bungalow. Die Mädchen

schliefen zu zweit in den Häusern. Und da sie alle wie eine große

Familie waren, gab es da keine Schwierigkeiten. Sie zeigte Waltraut

ihre Wäsche und, als Beatrice kam, zeigte sie Waltraut ihre auch. Und

so erfuhr Waltraut in den nächsten Stunde sehr viel über die Arten der

Wäsche und wieso man sie anzog und warum. Mehr als es für ihr Alter

gut war.

Genervt wurden die Mädchen am Strand nur von den beiden Männern, die

mit ihren Begleiterinnen die 2 restlichen Bungalows bewohnten. Zwar

waren die vier schnell auch nackt, aber die Männer zeigten stolz was

sie zu bieten hatten. Dabei war das, was sie zu bieten hatten nicht

all zu groß. Aber sie glaubten mit ihren, höchstens, 17 Zentimetern

Eindruck schinden zu können. Wenn die wüßten.

Doch mir war es peinlich nackt zu sein. Nicht das ich mich vor den

beiden verstecken mußte. Wie ich ja schon erwähnte war meiner nicht in

der Gruppe der normalen Größe einzustufen. Ich hatte stolze 22

Zentimeter. Im schlaffen Zustand! Aber ich wollte Waltraut nicht

meinen Penis zeigen. Sie hatte ihn noch nie gesehen und ich wollte es

auch dabei belassen. Es war mir ja mittlerweile schon peinlich wenn

ich sie nackt sah.

Allerdings schaute ich mir die Mädchen sehr gerne an. Schließlich

waren sie alle sehr hübsch. Nur Rosi schaute ich nicht an. Sie war

doch Marios Frau.

Rosi kam nachmittags, mit Mario im Schlepptau, auf dem Weg zum Strand

auf mich zu und ich blickte starr geradeaus. Als sie fast an mir

vorbei war, drehte sie sich herum und schlug mir ins Genick.

„Bin ich so häßlich das du mich nicht anschaust?“

„Aber Rosi! Ich kann dir doch nicht auf deine Brüste starren. Und

schon gar nicht zwischen deine Beine.“

„Du sollst nicht starren. Schauen genügt schon. Das schmeichelt einer

Frau.“

Mario, der die ganze Zeit über grinsend hinter seiner Frau gestanden

hatte, konnte fast nicht mehr. Rosi nahm ihn um die Taille und ging

mit ihm weiter.

„Mein Po auch.“, rief Rosi noch, „Und zieh dich endlich aus. Die

Mädchen sind schon ganz gespannt.“, dann waren die beiden

verschwunden.

Notgedrungen zog ich meine Badehose aus und kam zum Strand. Wie eine

Kettenreaktion stieß ein Mädchen das nächste an. Obwohl sie dies

bestimmt schon öfter gesehen hatten, starrten sie doch auf meinen

Schwanz. Bevor etwas Peinliches passieren konnte, meinte Mario: „Wir

sollten mal ins Wasser“. Die frische des Wassers ersparte mir dann

auch eine Peinlichkeit.

Doch als wir zurückkamen, starrten auch die beiden fremden Mädchen auf

meinen Schanz. Die Jungs waren sauer und wollten in die Bungalows.

Doch die Mädels sagten ihnen, daß sie nun an der Reihe wären, was

Schönes zu sehen.

Das saß!

Mit eingekniffenen Schwänzen trollten sie sich.

Rosi schaute auf meinen Penis, blickte mir ins Gesicht und fragte nur:

„Hast du dafür auch einen Waffenschein?“

„Wenn nicht dann mach ich ihm einen.“, warf Mario lachend ein.

„Damit brauchst du dich doch nicht zu verstecken.“

„Es ist wegen Waltraut.“

„Mein Gott! Sie hat die beiden Angeber auch nackt gesehen und Mario

auch. Deiner ist nicht anders, nur halt etwas größer.“

Dann schaute sie wieder nach unten und las weiter in ihrem Buch.

Ich muß zugeben die Zeit auf der Insel war sehr schön. Wir wurden alle

nahtlos braun. Und diese Bräune war eine gesunde Bräune. Nicht so eine

wie die unter der Sonnenbank. Sogar Waltraut wurde braun. Anfangs aber

etwas rosa. Sie bat darum eines der Mädchen sie einzucremen. Als sie

gefragt wurde warum sie nicht zu mir ginge, erzählte sie ihr daß ich

mich dagegen stäuben würde sie anzufassen.

Ich glaube, daß ich dadurch in der Achtung der Mädchen noch weiter

nach oben geklettert war. Aber sie hielten mich nun auch für

bescheuert. Und so kam eines der Mädchen zu mir, hockte sich vor

meinen Kopf hin und schaute mich an.

„Hast du mal eine Minute?“

Als ich aufschaute, sah ich keine 50 Zentimeter vor mir eine kahle

Scheide. Alle Mädchen waren rasiert, lagen ohne Haare zwischen ihren

Beinen am Strand.

„Würdest du so lieb sein Waltraut einzureiben? Bevor sie einen

Sonnenbrand bekommt.“

Ich schluckte.

Den Wink mit dem Zaunpfahl verstand ich sofort. Also erhob ich mich,

wobei sie einen roten Kopf bekam.

„Leg dich wieder hin. Schnell, leg dich hin. Aber auf den Bauch.“

Dann haute sie kichernd ab. Der Anblick einer Muschi von einer

erwachsenen Frau, rasiert, keine 50 cm vor mir, in echt, hatten „ihn“

erwachen lassen.

Zwar legte ich mich schnell wieder hin, aber viele Mädchen hatten es

dennoch gesehen. Als meine Fragerin zu ihnen kam, bedankten sie sich

bei ihr. Fast schien es so, als ob sie nur deshalb zu mir gekommen

war.

Doch abends sah ich, daß sie es ernstgemeint hatte. Waltraut war rosa.

Also rieb ich sie ein. Arme, Beine, Popo, Rücken. Dann ließen wir es

einwirken.

Und dann drehte sie sich auf den Rücken.

Sie wurde böse als sie sah, daß ich die Flasche auf die Nachkommode

gestellt hatte.

„Wenn du nicht damit aufhörst, dann frag ich einen der beiden Männer.“

Sie meinte es ernst. Dies konnte ich in ihren Augen sehen. Doch bevor

ich einen fremden Mann ihren Körper einreiben ließ, da machte ich es

doch lieber selber.

Zunächst die Schultern, dann zaghaft die Brüste und, weiter über ihren

Bauch. Als ich aufhören wollte, packte sie meine Hand und schob sie

mit aller Gewalt auf ihre Scheide.

„Da auch. Ich beiße nicht. Das ist ja blöd. Du tust ja geradeso, als

ob du mich vergewaltigen würdest. Das darfst du. Du darfst meine

Scheide anfassen. Wenn ich ein Baby wäre, dann würdest du sie ja auch

eincremen und meine Popo auch. Sie drehte sich auf den Bauch und

weinte.

Am nächsten Tag bekam ich die zweite Rechnung.

Wir lagen am Strand und Waltraut fragte lautstark, ob sie jemand

einreiben könne, ich würde das ja nicht machen. Ich würde

wahrscheinlich denken, daß ich sie damit vergewaltige.

Die Mädchen, einschließlich Rosi, schauten mich bitterböse an. Sogar

die beiden fremden Mädchen schauten so. Sie wußten mittlerweile

Bescheid über Waltraut und mich. Bruder nimmt Schwester zu sich nach

Tod der Eltern. Mario grinste mich nur an, schaute mich aber dann auch

schlagartig böse an als Rosi ihn anschaute. Trotzdem schlug sie ihn

auf den Rücken. Sie hatte wohl gesehen wie er gegrinst hatte. Dann

drehte sie sich zu mir hin.

„Jetzt mach schon. Wir passen alle auf das du ihr nichts tust.“

Ich hörte von der Mädchen, sowohl auch aus Marios Richtung Gekicher.

Mit rotem Kopf rieb ich Waltraut ein.

„Biest!“, flüsterte ich ihr zu.

„Aber ein ganz liebes.“, flüsterte sie zurück.

Und so rieb ich, unter strenger Aufsicht der Mädchen, Waltraut ein.

„Am Arm ist noch eine Stelle; die andere Brust auch; die Seite hast du

vergessen; höher an den Beinen oder soll sie einen Sonnenbrand auf

ihrer Scheide bekommen; tiefer, zwischen den Pobacken auch.“

Als jedoch jemand rief. „Die andere Brust auch!“, und ich diese zum

dritten Mal einreiben sollte, sie glänzte regelrecht vor Öl, schrie

ich nur noch:

„Ist gut, ist gut. Ich hab’s ja kapiert.“

Dröhnendes Gelächter folgte mir, als ich mich auf mein Handtuch

legte.

Aber eines hatten sie doch erreicht. Ich fürchtete mich nicht mehr

davor Waltrauts Körper zu berühren. Selbst nicht an den Stellen an

denen ich eigentlich nicht fassen sollte. Und von dem Tag an hatten

Waltraut und ich ein Geheimnis mehr. Zwar teilten wir es mit Mario und

den Mädchen. Aber vor dem Rest der Welt hatten wir eins mehr.

Waltraut genoß mein eincremen. Vor allem an den Stellen, die zu ihrem

Intimbereich gehörten. Zwar ging ich ihr anfangs nicht direkt an ihre

Schamlippen, kam denen aber immer näher, bis ich schließlich einfach

darüber fuhr.

Erst sehr viel später merkte ich, daß es sie erregte. Aber momentan

sah ich es ihr nicht an

Mit Gerda hatte sie sich auch sehr intensiv unterhalten. Worüber wußte

ich nicht. Aber als Gerda sich an ihre Brüste faßte und Waltraut an

die ihren, konnte ich mir denken daß sie sich über deren Wachstum

unterhielten.

11 Kahlschlag

Im Herbst fuhren wir zu fünft nach Irland. Zugegeben, eine sch… Zeit.

Wettermäßig. Trotzdem gefiel es uns. Wir machten eine Rundreise in

einem Planwagen. Und so übernachteten wir jeden Abend in einem anderen

Gasthof.

Für die beiden Mädchen war es das größte. Zwei richtige Pferde zogen

den Wagen. Die Pferde waren an Kinder gewöhnt. Sie knabberten nicht an

Fingern oder so. Sie waren einfach richtig brave Tiere.

Waltraut war sehr gut in der Schule. Ihren Notendurchschnitt hielt sie

mühelos. Ihr Körper wuchs auch. Obwohl ihre Brüste überdeutlich zu

sehen waren und die Größe von kleinen Mandarinen hatten, bemerkte ich

aber noch keine Schambehaarung. Zwar bemerkte ich sehr oft einige rote

Pickelchen auf ihrem Hügel, die nach einem oder zwei Tagen

verschwanden, um an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Aber dem

schrieb ich keine weitere Bedeutung zu. Hatte ich doch in der Pubertät

auch Pickel gehabt, so wie die meisten Jungen und Mädchen. Allerdings

nie da unten.

Weihnachten wollten wir wieder in Österreich verbringen. Und da würde

ich Rosi danach fragen.

Weihnachten fing an wie im vergangenen Jahr. Mario kam mit Familie zu

uns. Wir holten Waltraut von der Schule ab und fuhren los. Der Schnee

ließ heuer auf sich warten. Doch je näher wir unserem Ziel kamen, je

schlechter wurde es. Schon vor Innsbruck ging nichts mehr. Marios

Landrover packte alles. Und mein schwerer BMW auch. Aber das hilft

nicht, wenn man in einem Stau steht. Und das auch noch auf einer

Landstraße. Statt um sechs kamen wir erst gegen halb elf an. Rosi

hatte vorgesorgt. Sie hatte genug zu essen und zu trinken für uns

dabei. Und in Marios Wagen hatten sie sogar die Möglichkeit, etwas

über das Bordnetz zu erhitzen.

Dennoch waren wir heilfroh, als wir in der Stube standen. Unnütz zu

sagen das wir sofort ins Bett gingen.

Der Weihnachtsbaum, von Mario wieder in einen verschneiten Baum

verwandelt, hatte dieses Jahr noch schöner ausgesehen. Die Kinder

wurden reichlich beschenkt. Und Waltraut bekam dieses Jahr nicht nur

zwei dieser schönen Nachthemden, auch Babydoll genannt, Rosi hatte ihr

auch einen Badeanzug geschenkt. Und so stand auch einem Besuch im

Schwimmbad nichts im Wege. Am zweiten Tag nach den Weihnachtstagen

traf ich mit Rosi in der Stube zusammen. Die Kinder hatten wir ins

Bett gebracht und Mario holte gerade eine Flasche Wein herauf. Da

fragte ich Rosi nach der fehlenden Schambehaarung.

„Noch nicht?

„Nein.“

„Auch keine hellen Härchen? Sie muß nicht unbedingt dieselbe Haarfarbe

an ihrer Scheide haben, wie auf ihrem Kopf.“

„Nein, nichts. Nur hin und wieder einige Pickelchen, die ein zwei Tage

da sind. Um dann an einer anderen Stelle wiederzukommen.“

„Pickel? Große? Wie Eiterpickel?“

„Nein. Nicht mal so groß wie ein Mückenstich.“

Rosi überlegte einige Sekunden, dann sprang sie auf.

„Bin sofort zurück.“

Aber aus dem „sofort“ wurden gut zwanzig Minuten.

Dann ging die Türe auf. Rosi, sichtlich erregt, griff zum Telefon und

rief Gerda an. Allerdings war sie nicht da. Sie sagte einem den

Mädchen daß sie morgen gegen Abend hier anrufen solle. Dann legte sie

auf und kam zu uns an den Tisch. Noch im stehen ergriff sie ihr Glas

und trank es in einem Zug aus. Selbst Mario staunte. Das kannte er

nicht an ihr.

Und dann erzählte sie.

Sie war nach oben gegangen zu Waltraut. Sie schlief noch nicht. Sie

sagte ihr, daß sie sich ihren Körper mal ansehen wolle, wegen den

Striemen von damals.

„Waltraut hatte nichts dagegen und an ihrer Scheide hatte ich dann

auch die Pickelchen gesehen. Ich hab sie gefragt und sie hat mir von

ihren Gespräch mit Gerda erzählt.“

„Und? Was ist denn los?“, fragte Mario unwissend und nahm mir damit

das Wort aus dem Mund.

Rosi nahm Marios Glas, trank dieses auch aus und sagte:

„Sie reißt sich ihre Schamhaare aus.“

Totenstille.

Das mußten wir erst einmal verdauen.

Dann fragte Mario noch mal nach.

„Was macht sie?“

„Sie zupft sich die Schamhaare aus. Sie hat bei den Mädchen gesehen

wie blank sie unten sind. Sie hat Gerda danach gefragt. Scheinbar hat

sie von ihr erfahren das die Mädchen sich rasieren oder die Haare

auszupfen.“

Obwohl davon etwas geschockt, fingen wir schließlich doch an zu

grinsen.

Am folgenden Abend rief Gerda an. Rosi wollte ihr den Kopf waschen

wieso sie Waltraut dazu angestiftet habe sich die Haare auszuzupfen.

Doch Gerda beteuerte ihre Unschuld. Daß sie Waltraut nur gesagt habe

was sie machten. Rosi glaubte ihr. Lügen war nicht üblich unter den

Mädchen. Auch wenn sie was angestellt hatten. Den Kopf rissen weder

Rosi, noch Mario der Übeltäterin ab. Allerdings schickte Rosi mich

nach oben. Ich sollte Waltraut holen, wenn sie noch wach wäre.

Sie war es.

Unbekümmert kam sie mit herunter. Sie war sich keiner Schuld bewußt

und sie setzte sich gleich bei mir auf den Schoß.

Sehr vorsichtig unterhielt sich Rosi mit ihr. Das es nicht schlimm

wäre wenn sie sich die Haare ausrupfte. Dennoch solle sie sehr

vorsichtige sein. Gerade im Bereich der Schamlippen. Und dann fragte

sie Waltraut, warum sie dies mache.

„Weil die Männer das mögen.“

Sie schaute mich an.

Aber ich fragte sie, ob sie sich denn auch ein Ohr abschneiden würde,

wenn ich das schön fände.

Wir alle dachten nun daß wir sie hätten. Aber ihre Antwort strafte uns

lügen. Denn Waltraut schaute mich an und sagte leise:

„Wenn du das schön findest, ja.“

Wir drei schluckten.

Ich schickte Waltraut ins Bett, nachdem ich ihr noch einen Kuß gegeben

hatte, dann waren wir alleine.

„Ich glaube du hattest die ganze Zeit recht mit deiner Vorsicht.“,

sagte Rosi leise zu mir und nahm meine Hand in die ihre, „Es tut mir

so leid, das ich das nicht erkannt habe.“

Ich nickte.

„Kann mir jemand mal sagen, was eigentlich los ist? Was hast du nicht

erkannt?“

Rosi schaute zu Boden und flüsterte:

„Waltraut ihn liebt.“

„Na und? Das ist doch schön.“

„Nicht so.“

„Wie?“

„Nicht so wie du denkst.“

„Wie? Du, du meinst?“

„Sie ist verliebt in ihn. Schon die ganze Zeit. Richtig verliebt.

Nicht in ihren Retter. Nicht in ihren Bruder oder Vater. In ihn als

Mann.“

Es folgte mindestens 5 Minuten Stille, in der uns allen alles

vergangene durch den Kopf schoß. All die Zärtlichkeiten die sie von

mir haben wollte. Das Eincremen, das Kuscheln. All dies war nicht

Zuneigung, Geborgenheit.

Es war verliebt sein.

Das Bedürfnis den Menschen den sie liebt auch zu spüren.

Damit war unser gemütliches Beisammensein für den heutigen Abend

gelaufen.

„Geh lieber schnell nach oben bevor sie sich wirklich noch ein Ohr

abschneidet.“

Eine Minute später stand ich in meinem Zimmer am Bett und schaute auf

die weinende Waltraut. Sie hatte sich die Bettdecke fast ganz über den

Kopf gezogen. Nur der Hinterkopf schaute noch heraus. Ich zog mich

schnell aus und kroch zu ihr. Sie kam gleich in meinen Arm und

versuchte mir zu erklären was sie gemeint habe. Doch alles lief darauf

hinaus, daß sie sich in mich verliebt habe.

Ich versuchte ihr schonend beizubringen, daß dies nicht sein dürfe,

sie noch zu jung dazu wäre, das es verboten ist mit einem so jungen

Mädchen wie mit einer Frau zusammen zu sein.

Sie sagte daß sie das wüßte. Daß wir das erst machen dürften, wenn sie

16 ist. Aber das andere dürfen wir. Kuscheln, schmusen, küssen,

streicheln. Das würden Eltern mit ihren Kindern doch auch machen.

Und von ihrem Standpunkt aus hatte sie ja recht.

Aber ich sagte ihr, daß es bei den Eltern die Liebe zwischen Eltern

und ihren Kindern wäre. Aber bei uns wäre es ja viel mehr.

Sie hob den Kopf und schaute mich erfreut an.

„Ist es bei dir auch mehr?“

Da saß ich nun. Eine Maus in der Falle. Den Käse im Maul, aber

gefangen.

Darauf wußte ich keine Antwort.

Bisher hatte ich darüber noch nie nachgedacht. Zugegeben, ich liebte

sie. Aber wie eine Tochter. Wie eine Schwester. Oder doch so wie ein

Junge ein Mädchen liebt?

Schwere Frage. Und darauf wußte ich keine Antwort.

Während ich einerseits ihre Brüste nicht berühren wollte, schaute ich

doch gerne hin. Wollte ich ihre Scheide nicht anfassen, hatte ich mich

aber schon mehrmals dabei ertappt, daß ich darauf schielte. Cremte ich

ihren Popo ein, so hatte ich mir auch schon vorgestellt, ihn zu

küssen. War ich etwa geil auf sie? Oder liebte ich sie? Ich wußte es

nicht.

Während sie sich in den Schlaf weinte, schwirrten mir alle möglichen

Gedanken durch den Kopf. Ich vermißte sie schon am ersten Tag, als sie

in die Schule kam. War so glücklich, als ich sie aus der Schule komme

sah. Freute mich, wenn sie sich an mich kuschelte.

Schließlich schlief ich auch ein.

Am folgenden Morgen küßte sie mich wach.

Nicht so wie früher.

Sie lag auf meiner Brust und küßte mich auf den Mund. Dann meine

Augen, den Hals und dann wieder meinen Mund. Als ich sie ansah, sagte

sie:

„Morgen Schatz. Ich liebe dich.“

Ich schlang meine Arme um sie und sagte:

„Ich dich auch.“

Sie küßte mich erneut und ich spürte, wie ihre Zunge versuchte in

meinen Mund einzudringen. Ich gab ihrem Druck nach und unsere Zungen

fanden sich. Sie wurde schlagartig sanfter und liebevoller. Hatte sie

mich vorhin überschwenglich wachgeküßt, jetzt küßte sie mich

zärtlich.

Ich verlor den Verstand und erwiderte ihren Kuß.

Doch als ich ihn erwiderte wurde ihre Zunge fordernder, schneller.

„He Schatz, nicht so stürmisch.“, flüsterte ich, „Außerdem sollten wir

aufhören bevor jemand kommt.“

„Ich weiß.“, sagte sie traurig, schaute mich aber glücklich an. Dann

aber schaute sie mich mit einem mal richtig traurig an und fragte

schüchtern:

„Muß ich mir wirklich ein Ohr abschneiden?

Doch bevor ich antworten konnte grinste sie. Dann kicherte sie und,

als sie meinen entsetzten Ausdruck auf meinem Gesicht sah, lachte sie.

Ich bat sie vorsichtig von mir herab zu gehen.

„Ich weiß. Das hab ich an dir schon oft gesehen.“, und deutete an mir

herab.

Meine Morgenlatte schmerzte diesmal. Daß es wegen ihr war konnte ich

mir nicht vorstellen. Aber wie es sich später herausstellte war es

doch wegen ihr.

Doch an diesem Morgen wollte ich es einfach nicht wahrhaben. Mehr

noch. Der innige Kuß hatte mir so sehr gefallen, daß ich noch einen

haben wollte. Aber als ich unter der Dusche stand wurde dieser

unsinnige Gedanke verscheucht.

Doch als ich aus der Dusche kam stand Waltraut vor mir. Nackt! Als sie

ihre Arme um meinen Hals legte und mich küßte, so wie sie es vorhin im

Bett gemacht hatte, ich ihre harten Brüste an meiner Brust spürte, mit

meinen Händen über ihren Rücken streichelte, da hatte ich Gewißheit.

„ER“ regte sich wieder. Trotz des Handtuches um meine Lenden, mußte

sie dies spüren. Ich wurde rot. Da schaute sie mich an und bat mich

damit zu warten bis das sie 16 sei. Sonst bekämen wir Ärger. Und sie

wolle mich doch nicht verlieren. Sie würde alles machen damit wir

zusammenbleiben.

Ich nickte, küßte sie auf die Nase und verließ das Bad.

Eine halbe Stunde später kamen wir herunter. Unsere Gesichtsfarbe war

etwas gerötet. Und so fragte mich Rosi in der Küche nach dem Grund.

„Ich glaube, ich hab mich verliebt.“

„Das konnte ich mir denken.“

„Wie meinst du das?“

„Nun, sie liebt dich richtig. Ehrlich. Ryoko hat vorhin angerufen.

Waltraut hatte auf Male sehr lange Gespräche mit ihr gehabt.“

„Ryoko?“

„Unsere Japanerin. Klein zierlich, lange glatte schwarze Haare,

Mandelaugen. Du hast sie doch gesehen.“

„Ach ja, die.“

„Waltraut und sie waren sehr oft zusammen. Waltraut hat ihr verraten

daß sie in dich verliebt ist. Sie haben sich lange darüber

unterhalten. Und Ryoko hat ihr gesagt das dies in Japan nichts

Abwegiges ist. Das dort die Mädchen sehr früh anfangen, aber Jungfrau

bleiben, bis das der richtige kommt.“

Nun war ich nicht wesentlich schlauer. Daß sie mich liebt, das wußte

ich seit gestern abend. Aber wieso liebte ich dieses Kind wie eine

Erwachsene? Daher murmelte ich:

„Aber wieso hab ich mich verliebt?“

„Das kann ich dir auch nicht sagen. Aber vielleicht hat es sich

einfach so ergeben. Dauernd bist du mit ihr zusammen. Da kann aus der

einen Liebe, schnell die andere Liebe werden.“

Sie hielt mich am Arm.

„Bitte mach es nicht zu früh. Und tu ihr nicht weh. Du bist ja auch

nicht gerade klein gebaut.“

„Ich kann mir nicht vorstellen, mit ihr intim zu werden. Das ist mir

irgendwie, ich weiß nicht. Irgendwie“

„Unangenehm?“

„Nein, das ist es nicht.“

„Zuwider? Weil sie noch ein Kind ist?“

„Das trifft es eher.“

„Laß mal ihr Alter aus dem Spiel. Stell dir vor, du wüßtest nicht wie

alt sie ist, sie wäre zehn Zentimeter größer, und du hättest sie

gestern das erste Mal in deinem Leben gesehen. Du weißt, daß sie dich

liebt. Würdest du ihre Liebe erwidern?“

„Ja.“, antwortete ich ohne zu überlegen.

„Siehst du. Du liebst sie also doch.“

„Aber.“

„Deine Antwort kam zu schnell. Komm mal her.“

Sie nahm mich in ihre Arme und flüsterte mir ins Ohr.

„Paß gut auf sie auf. Du hast da jemanden gefunden, der dich vom

Grunde seines Herzens liebt. Und nicht für das, was du für sie getan

hast oder tust. Sie liebt dich wie eine Frau einen Mann liebt.

Behandele sie auch so. Und mit ihr schlafen, das würde ich so lange

wie möglich herauszögern. OK?“

„Ja.“

„Dann geh rein, ich bin gleich soweit. Nimm den Tee mit.“

In der Stube spielte Waltraut mit Mareike, Mario saß am Tisch und

schnitt das Brot auf. Ich setzte mich dazu, Rosi brachte die Wurst und

rief die Kinder zum Tisch. Rosi sah hin und wieder mich und Waltraut

an. Aber so, daß wir es nicht bemerkten. In meinem Gesicht konnte sie

Ratlosigkeit erkennen, in Waltrauts Gesicht Glück.

Die Tage verliefen ausgelassen. Mittlerweile fuhren uns die Kinder

wirklich davon. Sie warteten dann stets am Ende der Abfahrt auf uns

und lachten sich kaputt.

Abends kam Waltraut immer zu mir ins Bett. Wir schmusten lange

miteinander und hin und wieder küßten wir uns auch. Aber immer ging es

von ihr aus.

Am vorletzten Abend weinte sie. Und als ich sie fragte, sagte sie, daß

ich sie doch nicht liebe.

„Wie kommst du darauf?“

„Du küßt mich nie. Immer muß ich anfangen.“

Doch in der letzten Nacht fing ich damit an.

12 Der neue Lebensabschnitt

Zu Hause machten wir es uns wieder gemütlich. Ich setzte den Kamin in

Brand, da das Wetter, so wie im vergangenen Jahr, schlechter wurde.

Schnee fiel, der Wind heulte um die Ecken der Wohnung. Und währen wir

auf die Terrasse gegangen, wir wären in kürzester Zeit eingeschneit

und erfroren.

Sie lief ständig in einem sehr kurzen Kleidchen durch die Wohnung.

Auf meine Frage hin was das solle, sagte sie mir, daß sie mich reizen

wolle.

„Ihr Männer seht doch so gerne die Beine eines Mädchens oder“, sie

bückte sich ungeniert, „unter unsere Röckchen.“

Man konnte erkennen daß der Umgang von ihr in erfahrenen Frauen

bestand. Weiß der Geier welche Tricks ihr die Mädchen noch verraten

hatten.

Sie lachte mich an und ich zog sie zu mir aufs Sofa und küßte sie.

Sie war so glücklich seit ich sie nun auch als erster küßte.

Eines taten wir aber nicht. Wir badeten nicht zusammen. Ich wollte sie

so wenig wie möglich mit meinem Schwanz konfrontieren. Male hatte mir

schon gereicht.

Und so war dies die einzige Bastion, die nicht viel.

Ansonsten war es außerhalb unserer Wohnung auch wie am Anfang unseres

Zusammenseins. Ich nahm sie an die Hand und sie drückte sich an mich.

Mehr nicht.

An ihrem dreizehnten Geburtstag schenkte ich ihr Ohrringe und Wäsche,

die sie mir einige Wochen vorher gezeigt hatte, als wir wieder im

Wäschegeschäft waren.

Zu meinem Geburtstag hatte sie mir eine neue Uhr geschenkt. Und so wie

im letzten Jahr gab ich ihr Geld, brachte sie in die Stadt und wartete

in der Fußgängerzone auf sie, während sie im Geschäft war.

In der Schule war sie klasse. Dieses Jahr war sie sogar noch besser

geworden. Die Lehrer waren voll des Lobes. Sie war aber auch fleißig.

Und das nicht nur in der Schule.

Von mir lernte sie kochen und das Haus in Ordnung zu halten. Aber viel

war da nicht. Das meiste machte ich ja in der Zeit in der sie in der

Schule war. Sehr oft schimpfte sie mit mir, weil ich ihr so wenig

Arbeit übrigließ. Aber dadurch hatten wir viel mehr Zeit zum spielen.

Drei Wochen vor dem Osterurlaub klagte sie abends über Bauchschmerzen.

Bisher war sie noch nie krank gewesen. Wir schoben es auf das

reichhaltige Abendbrot. Als sie abends zu mir aufs Sofa zum schmusen

kam, ging es ihr auch etwas besser. Wir schmusten und knutschten

lange. Dann nahm ich sie auf den Arm und trug sie ins Bett. Als ich

sie dort herabließ war meine Hand blutig. Sie wurde leichenblaß, als

sie dies sah. Sie mußte sich hinlegen und auf den Bauch drehen. Das

Nachthemd war an ihrem Popo blutig, da, wo es an ihrer Scheide gelegen

hatte, als ich sie ins Bett trug.

„Zeig mir mal genau, wo es weh tut.“

Als sie auf ihren Unterleib als Sitz des Schmerzes zeigte, wußte ich

Bescheid.

„Du hast deine Tage.“

Waltraut nickte.

„Das hab ich befürchtet.“

Ich ging mit ihr ins Bad und sie zog sich aus. Das Nachthemd steckte

ich gleich in die Wäschetruhe. Sie wusch sich das Blut ab und dann

schaute sie mich an. Ich wußte was nun kam. Tampon oder Binde. Binde

wollte sie nicht. Sie sagte das einige Mädchen in ihrer Klasse Binden

benutzten und das ihre Höschen dann immer so dick aussahen. Also

konnte ich mir gleich den einfachen Weg abschminken.

Mit vereinten Kräften entschlüsselten wir die Gebrauchsanweisung. Und

während sie sich den Tampon einführte, schaute ich zu, um ihr

gegebenenfalls beizustehen. Aber zu meinem Glück schaffte sie es. Sie

zog sich ein älteres Nachthemd an. Allerdings mußte sie nun ein

Höschen anziehen. Notgedrungen zog sie eines an. Nur in Verbindung mit

Rosis Geschenken, den Babydolls, zog sie nachts das dazugehörige

Höschen an. Bei einem normalen Nachthemd trug sie niemals ein Höschen.

Auch wenn dabei ihr Popo immer herausschaute. Eher gesagt schaute er

immer halb hervor und ich schaute dann auch sehr gerne hin.

Ob sie heute bei mir schlafen dürfe fragte sie.

Natürlich durfte sie.

Da die Tagesschau vorbei war, zog ich mich aus und wir gingen

schlafen. Wir redeten wenig, schmusten viel. Schließlich drehte sie

ihren Rücken an meinen Bauch und schob meine Hand in ihr Höschen,

dicht oberhalb ihrer Scheide.

„Das haben mir die Mädchen erzählt. Die Wärme von deiner Hand tut mir

bestimmt gut.“

Und so war es auch.

Hatte sie ihr Gesicht schmerzhaft verzogen, als sie Krämpfe bekam;

während meine Hand auf ihrem Unterleib lag, ließen diese schlagartig

nach.

Sie schlief dann auch sehr schnell ein.

Innerlich wunderte ich mich über das geschehene. Ich hatte ihr dabei

zugesehen wie sie sich den Tampon einführte. Und dabei hatte ich

keinerlei sexuellen Phantasien bekommen. Es war so wie wenn ich ihr

zusah wenn sie ihre Schuhe putzte. Auch nachher dachte ich nur daran

ob der Tampon auch alles auffangen würde, und nicht daran, daß jetzt

etwas in ihrer Scheide steckte.

Am Morgen ging es ihr etwas besser. Aber in meinen Augen nicht gut

genug als daß ich sie in die Schule ließ. Also ließ ich sie im Bett

und sagte ihr daß ich schnell rüber gehen würde, um sie zu

entschuldigen.

Ihre Lehrerin hatte natürlich vollstes Verständnis.

Auf dem Rückweg vom Gymnasium traf ich auf der Straße ihre alte

Lehrerin. Ich hatte sie schon öfters morgens auf den Rückweg getroffen

und wir hatten uns immer über Waltraut und ihre Noten unterhalten.

Diesen Morgen aber nicht. Sie merkte gleich daß etwas nicht stimmte.

Und so erzählte ich ihr das Waltraut gestern ihre erste Periode

bekommen habe. Wie wir es gemerkt hatten und was wir gemacht hatten.

Sie fragte mich ob sie nach der Schule vorbeikommen soll. Und ich

dankte ihr dafür.

Waltraut freute sich sehr als ihr mitteilte das ihre alte Lehrerin

nachher noch vorbeikommen würde.

Als sie kurz vor zwei in der Türe stand, lief Waltraut gleich zu ihr

und sie schloß Waltraut in ihre Arme. Da nun bestimmt ein Gespräch

unter Mädchen stattfinden würde verzog ich mich in die Küche und die

beiden gingen in Waltrauts Zimmer.

Waltraut erzählte ihr das sie am Morgen den alten Tampon ohne

Schwierigkeiten herausbekommen und gleich einen neuen eingeführt

hatte.

Dann unterhielten sie sich über die Schule, die Ferien und uns. Von

Rosi, Mario und den Mädchen. Von dem wunderbaren Weihnachtsbaum mit

Babypuder, von der Skischule, ihren Geschenken und der Messe. Die

Lehrerin, wir hatten uns darauf geeinigt uns mit dem Vornamen

anzureden, also Brigitte, war so begeistert, daß sie mich später

fragte ob sie dort auch Ferien mit ihrer Familie machen könne, was ich

bejahte. Und so verabredeten wir, daß sie mit uns zu Ostern mit nach

Milders fahren würde. Platz genug war ja vorhanden.

Sie, ihr Mann und ihre beiden Töchter. Zwillinge, 10 Jahre alt.

Also würden wir zu Ostern mit Mario, Rosi und Mareike, sowie der

Brigitte und ihrer Familie nach Milders fahren.

Und darauf freute sich Waltraut sehr.

Am letzten Schultag trafen wir Brigitte und nahmen sie mit zu uns. Ihr

Mann würde sie bei uns abholen. Etwa eine halbe Stunde später kam ihr

Mann mit den beiden Mädchen. Er war etwa 35, 40. Also etwas jünger als

seine Frau. Die beiden Mädchen sahen süß aus. Sie hatten beide das

gleiche an. Aber nach einigen Minuten konnte Waltraut sie

auseinanderhalten. Wir staunten natürlich alle. Aber sie verriet uns

nicht, wie sie dies schaffte.

Ich erklärte ihrem Mann die Strecke. Den größten Teil kannte er. Nur

nach Innsbruck ließ er sich alles sehr genau erklären. Morgen würde er

noch arbeiten müssen und dann nachkommen. Als sie gingen, zeigte sie

ihrem Mann noch das Bild von Waltraut - Mareike und mir. Er nahm es in

die Hand und schaute es sich lange an. Dann stellte er es wieder

zurück und sie gingen.

Ein paar Minuten später fuhren wir dann los.

Mario trafen wir schon an der Auffahrt zum Haus.

Schnee schippend.

Seit gestern habe es sehr geschneit. Er wäre heute nun schon zum

dritten Mal draußen. Waltraut begrüßte ihn und rannte ins Haus zu Rosi

und Mareike. Von draußen hörten wir Mareike lachen und den Hund

freudig bellen.

Mario half mir mit dem Gepäck, dann setzten wir uns mit zu den Mädchen

in die Stube.

Wir spielten mit ihnen und abends gab es ein leckeres Abendessen.

Danach gingen wir schlafen. Heute durfte Waltraut noch bei mir

schlafen. Ab morgen ginge das ja nicht mehr weil ihre alte Lehrerin

dann auch hier war.

Hatte sie sich bisher sehr gefreut, daß sie nun auch bei uns war,

jetzt schaute sie traurig drein.

„He Spatz. Die Ferien wirst du wohl auch ohne mich nachts überstehen.“

„Das ist es nicht.“

„Was denn?“

„Das Kuscheln und schmusen mit dir. Die Küsse. Das geht ja jetzt nicht

mehr.“

„Das stimmt.“

„Aber nicht heute nacht.“

Und damit kam sie auf mich gekrabbelt, schlang ihre Arme um meinen

Hals und küßte mich.

Am folgenden Morgen so gegen zehn kamen sie dann. Er hatte sich an

meinen Plan gehalten und es auch gut gefunden. Rosi begrüßte sie, dann

stellte sie ihnen Mareike und den Hund vor. Mario war noch im Keller

und reparierte einen Schlitten. Als er hinaufkam stutzte er, Peter,

der Mann der Lehrerin, ebenfalls. Aber nur für eine Sekunde. Dann

gaben sie sich die Hand und begrüßten sich.

Die Mädchen wurden sofort Freundinnen und spielten in der Stube. Rosi

zeigte Brigitte das Haus, während Peter, Mario und ich das Gepäck

hinauf trugen. Anschließend trafen wir uns alle wieder in der Stube.

Sie berichteten uns von der Fahrt und den Witterungsverhältnissen.

München wäre noch Schneefrei und die Autobahn ebenfalls. Hinter

Innsbruck aber wäre es dann weiß geworden. Die Straßen wären völlig

verschneit gewesen.

„Für die Kinder ist es ja sehr schön, aber das Fahren war eine

Katastrophe.“

„Das kennen wir schon. Und heute geht es ja noch. Gestern hab ich

dreimal die Auffahrt räumen müssen.“

„Das kann er mittlerweile sehr gut.“, lachte Rosi und ich sagte

lachend:

„Ich überleg schon, ob ich ihn als Hausmeister einstelle.“

Mittags gingen wir essen und wollten danach die beiden Mädchen in die

Skischule anmelden.

„Das brauchen sie nicht mehr.“, sagte die Brigitte daraufhin, „Die

zwei sind besser als ich. Aber noch nicht so gut wie mein Mann.“

Also brauchten wir nur die Skipässe.

Wir bummelten noch was durch den Ort und beschlossen, schwimmen zu

gehen.

Sogar die Badeanzüge der Zwillinge waren gleich. Und selbst ihre

Eltern konnten die beiden hin und wieder nicht auseinanderhalten.

Waltraut eigenartigerweise ständig. Sie sprach Elke und Hellen immer

richtig an. Aber noch immer verriet sie uns ihr Geheimnis nicht.

Das machte sie erst am letzten Tag.

„Hellen hat eine Sommersprosse an der Nase. Da.“, und zeigte auf

Hellens Nasenflügel, „Elke hat ihn auf der anderen Seite.“

Fünf Minuten untersuchten wir die lachenden Mädchen. Und in der Tat.

Waltraut hatte recht. Eine winzige Sommersprosse prangte rechts neben

Hellens Nase und links neben der von Elke.

„Das du das gleich gesehen hast. Das ist selbst mir, ihre Mutter, noch

nicht aufgefallen.“

Darüber lachten wir noch lange.

Mir war auch aufgefallen daß Mario und Peter öfters die Köpfe

zusammensteckten. Allerdings nie wenn ich dabei war.

Drei Tage vor Ende der Ferien wurde das Haus zu einem „Sechs-Mädel-

Haus“. Wir wurden rausgeschmissen, zu einem Männerabend verdonnert.

Mario und ich nahmen Peter mit zu dem kleinen Wirtshaus, in dem wir

bereits schon einmal gewesen waren, als Rosi uns beide aus dem Haus

geworfen hatte.

Zur vorgerückten Stunde fragte ich die beiden dann auch, ob sie sich

schon mal vorher gesehen hatten. Erst rückten sie nicht mit der

Sprache heraus. Dann schaute Peter Mario an und nickte.

„Du hast gesagt daß er in Ordnung ist.“

„Also kennt ihr euch.“

„Schon sehr lange.“

Und so erfuhr ich von Mario, daß dieser Peter ihm alles beigebracht

hatte, wovon Waltraut und ich profitiert hatten. Er hatte Mario

beigebracht Dokumente zu „erschaffen“.

„Brigitte hat ihm dabei immer geholfen. Sie ist genausogut wie er. Und

er ist noch viel besser als ich.“

„Nu übertreib mal nicht. Du bist bestimmt viel besser geworden. Aber

Bilder sind nicht so deine Stärke.“

Ich schaute ihn verwundert an.

„Das Bild von dir und der Kleinen. Auf dem Kaminsims. Brigitte hat es

gleich gesehen.“

„Was gesehen?“

„Das es getürkt ist. Und als ich bei dir war hab ich es auch gleich

gesehen.“

Erschrocken sah ich Mario an.

„Keine Sorge. Mario ist gut darin. Aber wir Kenner wissen sofort

Bescheid.“

Und so erfuhr er aus erster Hand, wie, warum und weshalb dieses Bild

entstanden war. Er schaute sich abends Waltrauds Papiere an und

lächelte. Mario ist ja ein richtiger Künstler geworden sagte Brigitte,

als sie die Papiere in Händen hielt.

Aber auch Rosi und Brigitte hatten sich unterhalten. Vorsichtig fragte

sie Rosi, was sie über Waltraut und mich wisse. Nach und nach kam sie

mit dem Bild heraus. Das sie wisse das es eine Fälschung ist. Sehr gut

gemacht, aber eine Fälschung.

„Mario?“, fragte sie Rosi schließlich.

Doch Rosi sagte nichts.

„Mario war doch eine Zeitlang in Berlin. Er ging doch da in eine

Lehre, oder?“

Rosi wurde rot. Sie wußte ja welche Lehre er dort gemacht hatte, hatte

aber nie seinen Lehrer gesehen.

„Er hat bei Peter gelernt. Michelangelo!“

„Wie? Was! Peter ist Michelangelo?!?“

„Ja.“

Den Namen kannte Rosi nur zu gut. Zu oft hatte Mario seinen Lehrer als

Michelangelo bezeichnet. Zu oft hatte er später bei seiner Arbeit

gesagt, was wohl Michelangelo zu seiner Arbeit sagen würde.

Und nun erzählte Rosi auch von Waltraut und mir. Sie erzählte von der

ersten Begegnung und ließ auch nicht die furchtbaren Verletzungen an

Waltrauts Körper aus. Dies setzt Brigitte am meisten zu. Schließlich

hatte sie ja selbst zwei Mädchen.

Und so wurden wir eine eingeschworene Clique. Von keinem von ihnen

hatten Waltraut und ich etwas zu befürchten.

Hatte Brigitte zunächst Angst gehabt daß ich etwas Schlechtes mit

Waltraut vor habe, jetzt würde sie uns zur Seite stehen wie und wo sie

nur konnte.

Das Jugendamt habe sich in der Vergangenheit öfters bei ihr nach

Waltraut erkundigt. Doch sie habe ihnen gegenüber nichts von ihrem

Verdacht erwähnt. Dafür war Waltraut zu glücklich bei mir gewesen.

Aber beim ersten Sinneswandel wäre sie sofort zur Polizei gegangen.

Doch dies bräuchte sie ja nun nicht mehr.

Wesentlich erleichtert gingen wir alle an diesem Abend schlafen.

13 Der Sommer in Japan

Für die Sommerferien hatten Ryokos Eltern uns alle nach Japan

eingeladen. Ryokos Familie wußte über den Beruf ihrer Tochter

Bescheid. In Japan war der Beruf einer „Geisha“ hochgeehrt. Zwar war

er nicht mit dem einer Prostituierten zu vergleichen, aber er kam dem

sehr nahe. Und sie waren sichtlich stolz auf ihre Tochter. Und sie

wollten natürlich auch alle kennenlernen, mit denen ihre Tochter

zusammen war. Und so untermauerte Ryoko die Einladung von ihren

Eltern. Schließlich war eine Einladung verbindlich. Jedenfalls in

Japan. In Amerika wäre man sauer gewesen, hätten wir vor der Türe

gestanden. Nicht so in Japan.

Und so fanden wir uns am dritten Ferientag alle im Frankfurter

Flughafen ein. Diesmal kamen alle von Marios Mädchen mit. Schließlich

hatten sie ja alle eine Einladung bekommen. Und diese auszuschlagen

wäre ja eine Beleidigung der Eltern gewesen. Und daher gab es wieder

einen kleinen Stau im Flughafen. Die Mädchen trugen wieder ihre dünnen

Sommersachen und geizten nicht mit ihren Reizen. Und von denen hatten

sie ja sehr viel zu bieten. Nicht zuletzt die vorwitzigen Höschen,

welche nur zu oft unter den kurzen Kleidchen und Röckchen, welche eher

schon als breite Gürtel zu bezeichnen wären, hervorschauten. Waltraut

beneidete die Mädchen wegen ihren Sachen, aber auch wegen ihren endlos

langen Beinen. Die Mädchen merkten es sofort und sagten ihr, daß dies

meistens durch die hohen Absätze der Schuhe betont würde. Schließlich

trugen sie ja fast alle 8 cm Absätze. Wenn nicht noch höher.

Der Flug, diesmal nicht erster Klasse, verlief sehr ruhig. Die meiste

Zeit schliefen wir.

Als wir in Tokio ankamen war es früher Abend. Eine Autokarawane fuhr

zum nahen Hotel und wir bezogen unsere Zimmer. Hier blieben wir aber

nur über Nacht. Am folgenden Tag kamen, Waltraut machte große Augen

denn so kannte sie die Mädchen noch nicht, alle in züchtiger Kleidung

zum Frühstück. Kein Höschen, keine endlos langen Beine. Die kürzesten

Sachen endeten etwa 10 cm oberhalb ihrer Knie. Die einzigen Mädchen

bei denen das Höschen hin und wieder hervorschaute waren die von

Mareike, Waltraut, Elke und Hellen. Aber da sie ja alle noch Kinder

waren, sah man bei ihnen darüber hinweg.

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder zum Flughafen und nahmen eine

Maschine nach Hakodate.

Hakodate ist ein Ort auf der Insel Hokkaido.

Der Flug dauerte nicht lange. Und als wir aus dem kleinen Flughafen

kamen warteten dort schon die Eltern Ryokos auf uns. Die Begrüßung war

uns etwas peinlich. Ständig verbeugten wir uns und wußten nicht wann

wir damit aufhören sollten. Aber schließlich kamen wir doch zum Ende.

Einige Freunde und Bekannte der Eltern waren mit ihren Autos zum

Flughafen gekommen. Und so kamen wir alle in einem Rutsch nach

Shizuura. Hier bewohnte die Familie Ogushi, so hieß Ryoko mit Namen,

ein sehr altes Anwesen. Auf unsere erstaunten Gesichter hin erklärte

uns Ryoko das ihre Familie dieses Haus schon seit über 400 Jahren

bewohnte.

„Zuerst war es nur ein kleiner Hof. Aber nach und nach sind dann

Gebäude dazugekommen. Vor 200 Jahren lebten hier noch über 100

Menschen. Heute aber nur noch an die 30, welche das Anwesen instand

halten.“

Die Mädchen bekamen einen ganzen Flügel für sich. Die drei Familien,

und damit waren die von Mario, Peter und mir gemeint, sollten im

anderen Flügel wohnen.

Die Ruhe und die Schönheit des Hauses, und vor allem die des großen

Parks, schlugen uns gleich in ihren Bann. Fast schien es so, als ob

die Zeit hinter diesen Mauern stehen geblieben sei. Eine Stunde

später, wir hatten gerade ausgepackt, da wurden wir alle in den Garten

gerufen zu einem kleinen Pavillon. Hier hatte man ein kleines Essen

vorbereitet. Lustig wurde es nach geraumer Zeit, da die Mädchen ja

noch ihre Sachen an hatten. Wie sie so auf dem Boden saßen konnten sie

nicht lange in der landesüblichen Sitzposition bleiben und man ging

dazu über, die Beine seitlich zu legen oder im Schneidersitz zu

sitzen. Nur kamen nun dabei die Höschen ans Tageslicht. Es wurde ein

richtiges erotisch geladenes Essen. Denn außer Ellen, Helena und

Mareike hatten alle Mädchen, selbst Waltraut, sehr hübsche, und

teilweise auch durchsichtige Dessous an.

Ryokos Vater sprach sehr gut deutsch. Eine seine Tanten war eine

Deutsche gewesen. Und da für sie die Sprache sehr schwer zu erlernen

war, wurde er auserwählt Deutsch zu lernen.

Über den Urlaub als solchen gab es nicht viel zu erzählen. Wir alle

versanken in der Ruhe und Abgeschiedenheit des Hofes. Das sonst immer

zu hörende Gekicher und Lachen der großen Mädchen verstummte sehr

schnell. Sogar die Kinder wurden ruhiger. Zu sagen sei noch, daß wir

alle in Kimonos herumliefen. Anfänglich war es für uns etwas

ungewohnt, besonders für die Mädchen, die ja kurze weite Röcke allein

schon von der Arbeit her gewohnt waren und darum auch sonst gerne

darin herumliefen. Aber schließlich gewöhnten wir uns alle sehr

schnell daran.

Nachts schlief Waltraut stets bei mir im Bett. Wir schmusten immer

sehr lange miteinander da wir am Tage ständig jemanden um uns herum

hatten.

Wir unternahmen zusammen Ausflüge bis hin nach Sapporo, gingen an den

Strand oder bummelten durch die Stadt. Überall wurden wir äußerst

höflich begrüßt. Aber auch hier kam das leidige Verbeugen. Wußte doch

niemand genau wann oder wer damit aufhören sollte. Schließlich hielten

wir es so, daß wir nach der fünften oder sechsten Verbeugung

aufhörten.

Vier Wochen blieben wir. Als der Abschied kam konnte man sehen wie

leid es den Eltern Ryokos tat das wir aufbrachen.

Wir fuhren zurück nach Köln und verbrachten die letzten beiden letzten

Wochen der Sommerferien bei Mario. Zum Glück hatte er ja ein großes

Haus. Wir stiegen auf den Kölner Dom, besuchten den Zoo oder bummelten

über die Einkaufsstraßen.

Freitags sahen wir auch alle Mädchen wieder, da Freitag ja Grilltag

war. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert.

Mario und ich saßen in der Zeit sehr oft abends alleine zusammen und

schwelgten in Erinnerungen, oder machten Pläne für den nächsten

Urlaub. Rosi brachte unterdessen die Mädchen ins Bett und blieb bei

ihnen, bis das sie schliefen. Waltraut wachte aber immer sofort auf

wenn ich zu ihr ins Bett kam.

Irgendwie kamen wir im Verlaufe der Abende immer auf unsere Töchter zu

sprechen. Vielleicht lag es an meiner Traurigkeit, vielleicht auch an

meinen begeisterten Augen, wenn ich von Waltraut sprach. Jedenfalls

sagte Mario plötzlich:

„Du weißt daß ich Kinderficker hasse. Werd nicht zu einem?“

Erstaunt sah ich ihn an. Wer? Ich? Niemals!

Er sah meinen Gesichtsausdruck und redete weiter.

„Ich sehe doch wie begeistert du von Waltraut bist. Wie zärtlich du

sie behandelst. Selbst ich bin nicht so zu meiner Kleinen. Ich sehe

dir an, daß du sie jetzt, in diesem Augenblick, vermißt. O. K. Ich

vermiß Mareike auch. Aber nicht so wie du Waltraut. Laß sie erst

erwachsen werden. Zwing sie nicht dazu. Denn dann müßt ich dich

plätten.“

„Ich kann mir nicht vorstellen, irgendwann einmal mit ihr zu

schlafen.“

„Das wirst du. Vorausgesetzt, sie will es auch. Ich glaube auch nicht,

das du zum Kinderficker wirst, wenn man darunter jemanden versteht,

der es ohne Rücksicht macht. Und du wirst auch nicht zu einem wenn ihr

beide es wollt. Aber das wird keiner verstehen der euch nicht all die

Zeit über gesehen hat. Diese Zärtlichkeit mit der ihr euch anseht. Das

ist genau so wie damals bei Rosi und mir. Ach Quatsch, was rede ich

da. Bei euch ist das noch zärtlicher. Ihr habt ein Geheimnis in euren

Augen. Kein schlimmes. Ein schönes, ehrliches.“

„Er will dir damit sagen, daß du sie und sie dich bis in den Tod

liebt. Ihr würdet alles füreinander tun.“, warf Rosi ein, die leise an

unseren Tisch gekommen war.

„Ja, es ist so, so?“

Verzweifelt schaute er Rosi fragend an, die richtigen Worte suchend.

„Rein, unschuldig.“

„Ja, genau! Ohne Hintergedanken, ohne ficken und so. Einfach das

spüren des anderen, ihm nahe zu sein ohne etwas zu fordern, zu

wollen.“

Rosi grinste plötzlich. Fragend schauten wir sie an, aber sie sagte

nichts. Aber ihr Gesicht wurde knallrot.

„Was ist?“, fragte Mario schließlich, da sich Rosi auf die Unterlippe

zu beißen begann. Da rückte sie schließlich mit der Sprache heraus.

„Ich bin überzeugt, daß ihr miteinander schlafen werdet. Irgendwann.

Und das würde ich gerne sehen.“

„Ich wußte ja gar nicht, daß ich eine Spannerin geheiratet habe.“

„Na ja. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sein Penis in ihrer Scheide

Platz hat.“

„Ah, ich weiß was du meinst. Davor hab ich auch Angst.“

„Das paßt schon.“

„Woher weißt du das denn?“

„Die Mädchen reden oft über ihre Freier. Und selbst die kleine Ryoko

hatte schon sehr groß gebaute Freier. Aber wenn ich es mir recht

überlege, dann hat sie meistens starkgebaute Freier. Scheint so daß

solche Männer auf Asiatinnen abfahren.“

„Das liegt wohl eher daran, daß sie so klein ist. Du hast mich ja auch

genommen, obwohl andere aus meiner Klasse besser aussahen. Ich war die

kleinste und zierlichste.“

„Du?“

„Ja. Wußtest du das nicht?“

„Nein, Mario hat mir immer nur vorgeschwärmt, wie hübsch du bist. Ich

hab dich doch erst gesehen als ich mit Waltraut zu euch kam.“

„Aber du bist ja nicht lange so klein geblieben. Und zierlich ja auch

nicht.“

„Nicht? Bin ich nichtmehr dein kleines Mädchen?“, fragte Rosi mit

ihrem berühmten traurigen Augen und Wimpernaufschlag.

„Doch!“

Wir mußten lachen. Es war auch zu drollig, wie der starke Mario durch

ihre Augen dahin schmolz. Aber ich mußte gleich an Waltraut denken. An

ihre großen Augen die ich momentan so sehr vermißte. Sie schlief ja

schon. Rosi merkte sofort, an was ich dachte.

„Sei behutsam. Sie ist noch ein Kind.“

„Vor zwei Jahren, als ich zu euch kam, da war sie ein Kind. Jetzt ist

sie schon eine kleine Frau. Und morgen?“

„Es geht alles viel zu schnell. Vorgestern hatte ich ein kleines

Würmchen auf dem Arm. Im Kreissaal. Gestern ist sie eingeschult

worden, heute wird sie erwachsen und morgen kommt sie mit einem Freund

an. Man hat so wenig von seinen Kindern. Ich beneide dich.“

„Mich?“

„Ja.“

„Wieso?“

„Wenn das mit euch hält und ihr zusammenkommt, dann hast du mehr von

ihr, als ich von Mareike.“

„Red nicht. Du kennst sie länger. Du warst bei ihrer Geburt dabei.“

„Der Geburt „meines“ Kindes. Nicht die von Rosi. Aber das du bei der

Geburt deines Kindes dabei bist, das wird dir vielleicht auch

passieren.“

„Trotzdem. Bei mir sind es ja dann zwei Wesen. Mutter und Tochter. Bei

dir war es Mareike.“

„Das meint er ja. Du wirst das alles bei deinem Kind erleben, was er

mit Mareike erlebt hat. Und dazu hast du alles mit Waltraut erlebt,

seit dem sie bei dir ist. Am Anfang war sie doch für dich eine

Tochter. Oder nicht?“

„Ja, doch. Na ja. Vielleicht erst wie eine kleine Schwester.“

„Aber du hast dich mehr als ein Bruder um sie gekümmert. Eher wie ein

Vater.“

„Ja, aber.“

„Ach lassen wir das. Wir könnten ewig so weiterreden. Was machen wir

im nächsten Urlaub?“

14 Petting Waltraut

Waltraut wurde mit der Zeit immer zärtlicher. Sie küßte mich nach wie

vor sehr leidenschaftlich. Doch wenn wir abends zusammen in meinem

Bett lagen, es kam nun immer öfter vor, wurde sie sanfter, zärtlicher.

Auch begann sie meine Hand beim Streicheln mehr und mehr an ihre

Brüste zu führen. Brüste, die nun in einem BH mit B hineingezwängt

werden mußten. Und so wie es aussah, würde ein erneuter Besuch im

Wäschegeschäft fällig sein. Als ich ihr dies sagte, strahlte sie.

„Ich brauch auch neue Höschen. Nicht für die Schule, welche für hier.“

„Wieso nicht für die Schule?“

„Die Höschen zieh ich doch nur für dich an. Die sitzen so eng auf

meinem Popo. Das magst du doch so gerne. Oder nicht?“

„Doch.“

„Wieso eigentlich?“

„Weil du einen sehr schönen Po hast. Und die Höschen sitzen dann an

dir wie eine zweite Haut. Besonders wenn du dich bückst.“

„Ich weiß. Darum mach ich das ja für dich.“

„Du bringst mich manchmal richtig zum Schwitzen.“

„Das sehe ich an deinen Augen. Da weiß ich immer das ich es richtig

mache.“

„Schatz! Mach das nicht. Wir müssen noch damit warten.“

„Womit?“, fragte sie in einem sehr erregten glücklichen Ton.

„Damit woran du jetzt gerade denkst.“

„An Petting?“

„Nein, das andere.“

„Sag es.“

„Du weißt was ich meine.“

„Sag es!“

Ihr Ton wurde aggressiver, fordernder.

„Nein.“

„Bitte.“

Ihre Stimme war umgeschlagen und klang nun traurig.

„Mit dir schlafen.“

„Das dürfen wir erst machen, wenn ich 16 bin. Noch 1 Jahre, 3 Monate

und 16 Tage.“

„Führst du etwa darüber Buch???“

„Ja. Jeden Tag streiche ich ab. Und wenn ich Geburtstag habe, dann

mußt du.“

„Was?“

„Mit mir schlafen.“

„Aber das geht nicht gleich.“

„Wieso nicht?“

„Ich weiß doch nicht wie ich dich erregen kann. Und du kennst meinen

Körper doch auch noch nicht.“

„Wieso? Ich habe deinen Penis doch schon gesehen.“

„Gesehen schon. Aber du weiß nicht was du damit machen mußt. Und ich

weiß nicht, wie ich dich erregen kann.“

„Was meinst du damit?“

„Damit ich meinen Penis in deine Scheide stecken kann, muß die naß

sein.“

„Ach so.“

„Ja.“

„Und wann fangen wir damit an?“

„Nächstes Jahr.“

„O.K.“

Aber so einfach wie ich mir das vorgestellt hatte, war es nun doch

nicht.

Das Jahr ging, wir waren wie jeden Winter wieder in Österreich gewesen

und die Sommerferien hatten wir in Köln verbracht. Wir waren wieder

auf den Dom gestiegen, hatten den Zoo dreimal besucht und waren in der

Fußgängerzone bummeln gewesen. Hier hatte Waltraut mit Rosi das

Wäschegeschäft leergekauft. Schließlich war es ja wieder an der Zeit

neue BHs zu kaufen. Waltrauts Busen schien C einfach übersprungen zu

haben. D war angesagt. Nicht bei allen BHs, aber einige hatten

wirklich D drin stehen. Aber so riesig wie ihre Brüste auch waren, sie

blieben fest und hart. Schon als sie 14 wurde, war sie zu einer sehr

hübschen Frau geworden. Auch wenn sie vom Alter her noch ein Mädchen

war. Ihr Bedarf an Zärtlichkeit steigerte sich stetig. Aber auch die

Zärtlichkeit, welche sie mir angedeihen ließ, nahm drastisch zu. Die

Zeit war bisher für mich eine endlose Quälerei gewesen. Hatte Waltraut

bisher ihr Höschen hin und wieder unter ihrem Röckchen hervorschauen

lassen, so tat sie dies mehr und mehr. Eigenartig wie oft ein

Bleistift innerhalb von 5 Minuten herunterfallen konnte. Und jedesmal

bückte sie sich so, daß ich ihren Po und damit auch ihr sehr eng am Po

anliegendes Höschen sehen konnte. Und wie langsam man sich bücken

konnte. Einfach phänomenal! Dazu kam noch, daß ich sie auch weiterhin

einreiben mußte. Darauf hatte sie bestanden. Auch wenn wir uns sehr

innig küßten und so. Auf die Berührung ihres nackten Körpers wollte

sie auch weiterhin nicht verzichten. Allerdings wurde dies zunehmend

zärtlicher, fast schon erotisch. Man konnte fast schon sagen daß dies

zu einer Art „Vorpetting“ wurde. Sie schob meine Hände dabei mehr als

einmal zurück auf ihre Brüste. Daß es sie erregte sagten mir ihre

Brustwarzen. Sie wurden immer sehr schnell hart. Das hatte ich bei

einem 14jährigen Mädchen nicht erwartet. Und ihrer Scheide kam ich,

durch ihre Hände, gefährlich nahe.

Im Winter fuhren wir wieder mit drei Familien Ski. Und es kam wie es

kommen mußte. Die Mädchen fuhren uns davon.

Etwa zwei Monate vor ihrem 15-ten Geburtstag, es war ein Sonntag, da

kam sie zu mir ins Bad. Ich saß in der Wanne und döste, als sie

hereinkam. Zunächst dachte ich mir nichts dabei. Wir hatten noch nie

die Türen geschlossen. Bis auf das eine Mal, wo sie sich ihr

Sonntagsdirndl angezogen hatte. Und wenn einer von und in der Wanne

oder unter der Dusche stand, konnte es ohne weiteres vorkommen, daß

der andere aufs Klo ging. In der Beziehung genierten wir uns auch

nicht voreinander. Also dachte ich mir nichts dabei, als erst ihr

Röckchen und dann ihr Höschen zu Boden fielen. Als sie aus ihnen

herausstieg dachte ich mir noch immer nichts dabei. Aber dann zog sie

sich den Pulli aus. Und als sie ihren BH zu Boden fallenließ, wollte

ich sie fragen was dies sollte. Aber sie kam mit den Worten: „Rück

rüber“ schon zu mir in die Wanne und setzte sich neben mich. Dann nahm

sie einfach meinen Arm und kuschelte sich in ihn ein. So blieben wir

sehr lange in der Wanne sitzen.

Am Abend vor ihrem 15ten, er war ein Samstag, gingen wir essen.

Chinesisch war angesagt. Sie hatte sich sehr schick gemacht. Doch nach

dem Essen wollte sie tanzen gehen. Sie hatte es von mir gelernt und

begriff es so schnell, das ich mit ihr in eine Tanzschule gegangen

war. Zwar sah es etwas komisch aus, wie ich mit einer 14jährigen

tanzte, aber das war ihr egal. Sie wollte nur mit mir tanzen. Und

heute wollte sie in eine Disco. Einige hatten wir schon durch, aber

eine hatte es uns besonders angetan. Und so gingen wir dort hin. Aber

nicht lange. Nach 3 Stunden, es war gegen halb, viertel vor Zwölf, da

waren wir wieder zu Hause. Und hier nahm sie meine Hand. Zunächst

dachte ich an „kuscheln auf dem Sofa“. Aber sie zog mich in mein

Schlafzimmer.

„Zieh dich aus.“, sagte sie mit leiser, aber sehr bestimmender Stimme.

Also begann ich mich auszuziehen. Ich stand nur noch in Unterhose im

Schlafzimmer, da fiel ihr Kleid zu Boden und mir die Augen raus. Da

stand sie nun in einer schneeweißen Korsage. Weiß der Geier woher sie

die hatte. Ich war nicht beim Kauf anwesend gewesen. Jedenfalls dachte

ich dies. Aber sie stand damals in der Kabine und bat die Verkäuferin,

sie ihr zu bringen. Nylonstrümpfe daran befestigt und darüber ein

schneeweißes, dünnes, durchsichtiges Höschen. Sofort baute sich in

meiner Unterhose ein Zelt auf.

„Mach weiter.“, flüsterte sie.

Das wollte ich nicht. Sie hatte ihn noch nie im steifen Zustand

gesehen. Als sie merkte daß ich nicht weitermachte, wurde sie böse.

„Hab dich nicht so. Ich hab ihn doch schon am Strand gesehen.“

„Da war er ja auch nicht steif.“

„Mach!“

Doch ich zögerte. Blitzartig schoß sie auf mich zu, hockte sich vor

mich hin und zog mir in einem die Unterhose herunter, noch bevor ich

reagieren konnte. Doch auf halbem Weg erstarrte sie. Wie hypnotisiert

starrte sie auf meinen Penis. Es war mir Peinlich das sie ihn so sah.

Aber ich konnte mich weder rühren noch etwas sagen. Schließlich erhob

sie sich und meine Unterhose glitt aus ihren Händen und fiel zu Boden.

Mit Tränen in den Augen sah sie mich an.

„Der geht doch niemals in mich rein.“, schniefte sie.

„Das paßt schon. Glaub es mir.“

„Wirklich?“

„Ja.“

Da umfaßte sie meinen Penis fest mit ihrer Hand und zog mich ins Bett.

„Schatz, das dürfen wir doch noch nicht ma“

„Petting! Du hast es mir versprochen. Wenn ich 15 bin. Also los. Was

muß ich machen. Und wenn ich es kann, dann zeig ich dir was du mit mir

machen mußt.“

Also erklärte ich ihr zunächst was man unter Petting verstand. Aber

sie bestand gleich darauf das gehörte in die Tat umzusetzen. Drei

Abende konnte ich mich gegen sie erwehren. Doch am vierten Tag

erlahmte mein Wiederstand. Also zeigte ich ihr wie sie mich

befriedigen konnte. Es dauerte zwar lange, ich wehrte mich innerlich

so gut es ging, dennoch schaffte sie es am vierten Abend. Und jeden

Abend stand sie in dieser Korsage vor mir und wollte mich. Dreimal kam

ich in dieser Nacht, einmal sogar in ihrem Mund. Etwas traurig mußte

sie sich eingestehen, daß sie ihn kaum halb in den Mund nehmen konnte.

Dafür saugte sie mir aber alles heraus. Sie schluckte es sogar schon

bei meinem ersten Abgang herunter.

Dann war ich dran, oder besser gesagt, sie. Sie mußte mir nicht

großartig sagen wie und wo sie es mochte. Ihre Brüste und Brustwarzen

wiesen mir schon den richtigen Weg. Und meine Finger kannten ihren

Körper doch so ziemlich genau.

Wie oft sie in dieser Nacht gekommen war weiß niemand mehr. Aber es

war sehr oft. Und so nahm sie meinen Arm und legte sich total

erschöpft hinein.

Erst jetzt bemerkte ich, daß ich sie nicht oral befriedigt hatte, da

sie noch ihr Höschen an hatte und nur die obersten drei Häkchen der

Korsage geöffnet um mir ihre Brüste zu geben. Aber das schlimmste war,

wir hatten uns kein einziges Mal geküßt. Aber dies holten wir nach bis

das wir einschliefen.

Am Morgen, oder sollte ich besser sagen, gegen Mittag wurden wir wach.

Es war das erstemal, daß wir so lange im Bett geblieben waren. Wir

schmusen noch sehr lange und standen erst gegen nachmittag auf um

etwas zu essen. Dabei mußte ich nackt bleiben, während sie die

obersten Häkchen der Korsage wieder geschlossen hatte, aber sonst

nichts weiter angezogen hatte. Natürlich sah ich, daß sie ständig auf

meinen Penis schaute.

„Der hat es dir wohl angetan.“

„Oh ja. Aber.“

Das „aber“ kam ziemlich traurig heraus.

„Was ist Schatz?“

„Der geht doch niemals ganz in mich rein.“, flüsterte sie leise, wobei

ich sehen konnte wie eine Träne ihr Gesicht herunter rann.

„Das geht schon. Glaub es mir. Das geht schon.“

Sie kam in meine Arme und weinte.

„Ehrlich?“

„Ja, ehrlich.“

„Schwörst du, daß du ihn mir ganz reinsteckst? Bis zum Ende?“

„Ja.“

Erleichtert, aber dennoch unsicher, blickte sie auch weiterhin mit

ihren großen Augen auf meinen Schwanz. Trotz seiner für sie,

beängstigende Größe konnte man es hinter ihrer Stirn rattern sehen.

Und „ER“ hatte keine Chance schlaff zu werden. Ständig wackelte nun

ihr kleiner Popo vor mir her, streiften ihre Beine über meine, glitt

ihre Hand, „völlig unabsichtlich“, an meinem Schwanz vorbei. Ich litt

Höllenqualen. Aber ich konnte sie doch nicht „flachlegen“. Dazu war es

doch noch viel zu früh. Aber in meinen Gedanken war es schon viel zu

spät.

Abends gingen wir früh ins Bett. Natürlich spielten wir wieder

gegenseitig an uns herum. Und in dieser Nacht zeigte ich ihr, daß

meine Zunge „VIEL“ zärtlicher war als mein Finger.

„Können wir das jetzt jeden Tag machen?“, flüsterte sie.

„Wenn du das möchtest.“

„JA!“

„Gerne.“

„Ich wußte daß du das sagst.“

„Wieso.“

„Es hat dir doch auch gefallen.“

„Ja.“

„Sehr?“

„Ja.“

„Würdest du mich heiraten?“

Ich schluckte. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht. Das wir

zusammenbleiben würden, das hatte ich mir schon überlegt. Aber wie?

Ohne Trauschein? In wilder Ehe?

„Und?“

„Das sag ich dir morgen.“

Sie kuschelte sich in meinen Arm und schlief glücklich ein.

Am Morgen kam sie zu mir unter die Dusche. Sie hatte noch geschlafen

als ich vorsichtig aufstand. Schließlich wollte ich sie nicht zu früh

wecken. Aber sie war wohl doch wach geworden. Und nun standen wir

knutschend unter der Dusche. Schließlich, sie hatte mit ihrer Hand

vorgearbeitet, hockte sie vor mir und blies meinen Schwanz. Als sie

fertig war kam sie nach oben und ich setzte mich in die Dusche. Dann

leckte ich meine kleine Maus das ihr hören und sehen verging. Mit

zittrigen Beinen mußte sie sich an meinen Schultern aufstützen, sonst

wäre sie gefallen.

„Können wir das auch jeden Morgen machen? Das ist so schön.“

Und ich konnte nur „Aber ja doch“ flüstern.

Sie küßte mich und ging aus der Dusche. Wir zogen uns an und ich

stellte erneut fest daß ihre Höschen, welche sie zur Schule trug, bei

weitem nicht so erotisch waren wie die, welche sie außerhalb der

Schule trug. Auch trug sie zur Schule nie eine Nylonstrumpfhose

sondern Kniestrümpfe oder Wollstrumpfhosen. Die zog sie zu Hause als

erstes samt ihrem Höschen aus.

Ich brachte sie wie jeden Tag zur Schule. Hier verabschiedete sie sich

wie immer mit einem „normalen“ Kuß von mir. Als sie ins Schulgebäude

ging, winkte sie mir noch einmal zu. Dann verschwand sie.

Ich ging zurück in die Wohnung und in ihr Zimmer. Dort suchte ich

einen ihrer Ringe aus ihrem Schmuckkästchen heraus und fuhr in die

Stadt. Auf der Fußgängerzone suchte ich das Juweliergeschäft auf. Wir

brauchten gut zwei Stunden, bis das wir den Ring gefunden hatten, der

ihr vor einem halben Jahr im Schaufenster so gut gefallen hatte. Bei

dem sie sehr traurig war, als man ihn aus dem Schaufenster genommen

hatte. Aber schließlich fanden wir ihn. Nach kurzer Suche hatte er

auch die richtige Größe für Waltrauts Finger gefunden. Meine Größe war

da sehr viel schneller gefunden. Das gravieren dauerte nur eine halbe

Stunde. Dennoch mußte ich mich sputen, wieder rechtzeitig zurück zu

sein. Pünktlich um halb zwei stand ich an der Schule. Waltraut kam in

einem Pulk von Mädchen heraus, sah mich und verabschiedete sich rasch

von ihren Freundinnen. Dann kam sie auf mich zu gerannt. Sie fiel mir

wie immer um den Hals und küßte mich. Lang genug, um mir zu zeigen wie

sehr sie mich liebt, kurz genug, um allen anderen zu zeigen daß da

nicht mehr war.

Erst als wir in die Wohnung kamen fiel sie mir erneut um den Hals und

küßte mich, das mir schwindelig wurde.

„Das ist lieb von dir das du die Wohnung nicht aufgeräumt hast. Jetzt

kann ich endlich voll und ganz Hausfrau sein.“

Seit wir zusammen waren hatte ich, während sie in der Schule war,

immer die Wohnung auf Vordermann gebracht. Aber heute hatte ich ja

dazu keine Zeit gehabt.

Sie rannte in ihr Zimmer und ich wußte schon, daß sie sich ihrer

Strumpfhose und ihrem Höschen entledigte, damit ich die schöneren

Dessous zu sehen bekam. Allerdings hatte sie auch ihr Kleid gegen

einen äußerst knappen Minirock und einen alten Pulli eingetauscht, der

von ihren Brüsten arg strapaziert wurde. Für mich ein sehr schöner

Anblick. Kamen ihre großen Rundungen nun sehr gut zur Geltung. Und

woran meine Augen hingen konnte man sich ja denken. Zumal sie sich

heute nicht bückte. Im Gegenteil. Sie tat geradeso, als ob sie mir ihr

Höschen auf keinen Fall zeigen wollte. Sie kam wieder aufs Sofa,

bettete ihren Kopf auf meinen Schoß, erzählte von der Schule und war

wieder sehr schnell eingeschlafen. Als sie erwachte machte sie sich

nicht an die Hausaufgaben. Sie machte sich an die Hausarbeit. Sie

düste durch die Wohnung, räumte hier ein Glas fort, stellte das

Geschirr in die Spülmaschine und fing an zu kochen. Das hatte sie

ebenfalls von mir gelernt. Nach dem Essen stellte sie das Geschirr in

die Maschine. Aber da ich noch in der Küche war, bückte sie sich sehr

ungeschickt. Doch das Höschen hatte ich noch nie gesehen. Es war

fleischfarben, hatte einen Aufdruck der schon fast wie eine Pofalte

mit Scheide aussah. Da erst bemerkte ich daß sie überhaupt kein

Höschen trug. Sie war unter ihrem Röckchen nackt.

Als sie fertig war nahm sie zwei Gläser und stellte sie ins

Wohnzimmer. Dann setzte sie sich, für ihr Alter äußerst erotisch aufs

Sofa, die Beine leicht gespreizt. Ich kam mit einer Flasche Cola nach.

Schon von der Diele aus konnte ich ihr rosiges Fleisch zwischen ihren

Beinen sehen. Dazu kam noch das ihr Röckchen eigenartigerweise beim

hinsetzen sehr hoch gerutscht war. Ich kniete mich vor sie hin und sie

schaute mich erstaunt an. Sie dachte schon, daß ich an ihre Scheide

wollte spreizte ihre Beine weiter auseinander. Aber ich sah sie nur an

und sagte:

„Willst du mich heiraten?“

Ihre Augen wurden riesig, ihre Kinnlade klappte nach unten. Dann aber

fiel sie mir um den Hals und flüsterte:

„Ja.“

Dann drückte sie mich so fest sie konnte. Ich konnte spüren, daß ihr

kleiner Körper zuckte. Sie weinte vor Glück. Und als ich ihr einige

Minuten später den Ring ansteckte, brachen in ihren Augen sämtliche

Dämme. Sie war sehr stolz auf unsere Ringe. Es waren für sie die

schönsten auf der ganzen Welt. Sie trug sie sogar in der Schule. Aber

es viel niemanden auf, da sie fast immer einen ihrer Ringe trug.

Einige Zeit später, wir hatten die Cola gegen Sekt, die Gläser gegen

Flöten und das Licht gegen Kerzen getauscht, lag ich auf dem Sofa,

Waltraut auf mir. Wir redeten wenig und schmusten viel. Und obwohl für

jeden Besucher sichtbar ihr nackter Po frei lag, streichelte ich ihn

selten. Vielmehr streichelte ich ihren Rücken. Aber auf dem Pulli.

Denn der war so eng, das ich es nicht geschafft hatte, unter ihn zu

gelangen. Auch nicht auf ihren Rücken. Sie lachte, als sie dies

bemerkte.

„Schaffst du es nicht?“

„Nein, der ist zu eng.“

„Das macht doch nichts. Ich kann ihn ja auch ausziehen.“

„Das brauchst du nicht. Ich spür deinen Rücken auch durch ihn

hindurch. Solange du meine Finger spürst.“

„Oh ja, Die spür ich nur zu gut.“

„Ich weiß.“

„Wie das?“

„Deine Brustwarzen stechen mir schon in die Brust. Komisch, sonst spür

ich sie nie so hart durch deine BHs. Ist der so dünn?“

„Wer?“

„Dein BH.“

„Welcher BH?“

„Na, den, den du jetzt“

Ich stockte. Als ich über ihren Rücken strich, über die Stelle, wo

sonst der Verschluß ihrer BHs lag, war da nichts.

„Aha. Gemerkt?“

„Ja.“

„Nur für dich.“

„Danke Schatz.“

Wir schmusten weiter und schließlich war sie doch ohne Pulli. Als sie

mein Hemd aufknöpfte und meine Brust freilegte, spürte ich ihre

sanften Finger. Aber als sie sich erneut auf mich legte, drückten zwei

harte Punkte in meine Brust. Aber ich genoß sie. Wußte ich doch so daß

ich alles richtig machte.

Gegen zehn lagen wir im Bett und schliefen. Wir hatten uns gut drei

Stunden gegenseitig befriedigt bis wir schließlich, total erschossen,

eingeschlafen waren.

15 Vorbereitungen

Am folgenden Morgen wurden wir zu spät wach. Viel zu spät. Halb elf

zeigte die Uhr. Selbst wenn wir uns jetzt beeilten, so kam sie

frühestens zum Ende der vierten Stunde in die Schule. Also wollte ich

sie zu Hause lassen. Aber sie hatte eine andere Idee.

Wir hatten am Vorabend auf dem Sofa nicht nur geschmust, sondern uns

auch über unser weiteres Leben unterhalten. Und so hatte sie jetzt

einen Einfall.

„Gehst du mit mir zur Ärztin?“

„Welche Ärztin?“

„Frauenärztin.“

„Willst du wirklich?“

„Natürlich. Ich muß sie ja einige Zeitlang einnehmen, bevor ich

geschützt bin.“

„Was?“

„Die Pille.“

„Bist du dir da sicher?“

„Ja.“

„Na gut. Dann raus mit dir.“

Ich stieg aus dem Bett und unter die Dusche. Sekunden später war sie

bei mir. Aber heute wuschen wir uns nur. Sie zog ganz normale Wäsche

an und dazu ihr Dirndl. Dann schauten wir ins Telefonbuch. Wir suchten

eine Frauenärztin in unserer Nähe und ich rief an. Ich sollte fragen,

ob ich mit hereinkommen könne. Dies wurde aber, anhand Waltrauts Alter

und weil ich nur ihr Bruder war, vehement verneint. Also die nächste.

Die Entfernung zu unserem Heim wurde zunehmend größer. Schon bald

waren Stadtgebiete von München in unserer Wahl, für die wir für die

Fahrt dorthin schon eine gute Stunde brauchen würden. Da bekamen wir

endlich eine positive Antwort. Das Fräulein Doktor würde dies

erlauben. Dann wurde ich durchgestellt. Eine Junge sympathische Stimme

klang aus dem Hörer. Ich stellte mich vor und schließlich wollte sie

auch mit Waltraut reden. Waltraut sagte plötzlich „Periode“ dann gab

sie mir nach einigen Sekunden den Hörer wieder. Wir vereinbarten einen

Termin für halb zwei. Da wäre ihre Praxis geschlossen und sie würde in

der Zeit immer junge Mädchen drannehmen, die ihren ersten Termin bei

einem Gynäkologen hätten.

„Sie hat gesagt, daß ich Monatsblutung sagen soll, wenn es mir nicht

recht ist das du bei der Untersuchung dabei bist oder ich was zu

verheimlichen habe. Das ich vielleicht keine Jungfrau mehr bin und so.

Und Periode, wenn ich wirklich möchte das du dabei bist.“

„Und du möchtest es wirklich?“

„Ich hab doch Angst vor dem Stuhl.“

„O.K.“

„Danke.“

Wir fuhren sehr zeitig los, schafften es dennoch geradeso pünktlich zu

sein.

Die Praxis lag weit außerhalb der Stadt in einer schönen, hellen und

sauberen Vorortsiedlung. Und so sah auch ihre Praxis aus. Wir waren

die einzigen Besucher und kamen sofort dran. Die Ärztin war etwa 30,

35 Jahre alt. Also sehr jung. Sie begrüßte uns sehr nett und kam auch

gleich zur Sache. Zu den Formalitäten. Und nachdem wir diese erledigt

hatten, betraten wir die eigentlichen Behandlungsräume. Waltraut sah

sich um und erblickte den Stuhl. Sie lachte laut auf und wir schauten

sie fragend an.

„Der sieht ja gar nicht so furchtbar aus.“

„Hat man ihn dir so grauenvoll beschrieben?“

„Ja.“

„Das kenn ich. Die meisten Mädchen werden bleich wenn sie das erstemal

hereinkommen. Aber bisher sind sie immer wiedergekommen. Ohne Angst.“

Wir setzten uns an ihren Schreibtisch und Waltraut sollte ihr sagen,

war sie her führte.

„Ich bin 15. Bald 16. Da möchte ich die Pille haben, damit ich

geschützt bin. Schließlich will ich ja nicht schon durch meinen ersten

Geschlechtsverkehr schwanger werden.“

Das war nun ganz entgegen dem was sie eigentlich sagen sollte. Wir

hatten uns überlegt, daß sie eine unregelmäßige Periode vorschieben

würde um an die Pille zu kommen.

„Bist du dir denn sicher, daß du mit 16 schon mit einem Jungen

schlafen möchtest?“

„Ja. Ich kenn meinen Freund schon fast 6 Jahre. Erst so, dann fester,

Dann haben wir uns ineinander verliebt und jetzt sind wir beim

Petting.“

Die Ärztin schaute in mein erstauntes Gesicht. Sie schien zu denken,

daß ich davon bisher keine Ahnung hatte. Aber ich war erstaunt das

Waltraut ihr die Wahrheit sagte.

„Wir wollen warten, bis ich 16 bin. Aber dann muß er ran.“

„Ist er es denn wert, das du ihm deine Jungfräulichkeit schenkst?“

„Oh ja!“, seufzte sie, „Das ist er.“

„Dich scheint es ja sehr erwischt zu haben.“

„Wir werden heiraten. Das haben wir schon beschlossen.“

„Das wißt ihr schon?“

„Ja.“

„Wäre es denn nicht schöner für euch, wenn ihr erst in eurer

Hochzeitsnacht miteinander schlaft?“

„Ja.“, antwortete Waltraut ganz ruhig, „Aber nur wenn sie auf meinen

16-ten Geburtstag fällt.“

„Also so wie ich das sehe, kann ich dich nicht davon abbringen. Und

ich denke mal, daß dein Bruder das auch nicht schafft. So wie er

aussieht war das wohl alles neu für ihn.“

Sie sah mich an und lächelte.

„Ja, ich hatte nicht gedacht das hier zu hören.“

Und dies war ja noch nicht mal gelogen. Das was sie hier gesagt hatte

war nicht von ihr vorgeschlagen und auch nicht von uns so vereinbart

worden. Sie hatte ihr einfach die Wahrheit gesagt, ohne jedoch zu

erwähnen, daß ich jener Freund von ihr war.

„Sie als ihr Vormund können ihr natürlich die Pille verweigern wenn

sie“

„Nein, nein. Das geht schon in Ordnung. Sie ist schon so reif das sie

vorher an die Verhütung denkt. Und dies auch noch früh genug.“

Sie nickte.

„Na gut, dann wollen wir mal. Gehst du rüber und ziehst dich bitte

aus.“

Eine Stunde dauerte es. Während der Untersuchung stand ich neben ihr

und hielt ihre Hand. Und während der abschließenden Unterredung

ebenfalls.

Die Ärztin gab ihr das Rezept und wie gingen.

„Die war aber nett.“

„Und du bist bekloppt. Wie kannst du ihr sagen, daß du mit einem

Jungen schlafen willst. Was ist wenn sie dir die Pille deswegen nicht

gegeben hätte?“

„Ich glaube sie hätte das eh angenommen. Egal was ich ihr vorgelogen

hätte.

In der Apotheke, welche direkt um die Ecke der Ärztin lag, lösten wir

das Rezept ein. Auf dem Rückweg sagte sie, daß ich ihr noch eine

Entschuldigung wegen heute schreiben muß. Dies tat ich auch als erstes

als wir wieder zu Hause waren und sie den Tisch decke. Wir hatten

unterwegs beim Wienerwald angehalten und hatten uns Hähnchen und

Pommes mitgenommen. Und während ich das Essen auspackte, zog sie sich

schnell um. Und so stand sie wenige Minuten später wieder in ihrem

Mini und dem engen Pulli in der Küche.

„Kein BH?“, fragte ich.

Als Antwort mühte sie sich ab, ihren Pulli über ihre Brüste zu

schieben und mir ihre nackten Rundungen zu zeigen. Dann schob sie ihn

wieder herab.

„Und Höschen?“

Sie hob ihren Rock und ich starrte auf ihren blanken Schlitz.

„Setz dich du Aas.“

Wir aßen zusammen und ständig fuhr sie mit ihrem Fuß in meinen

Schritt. Jedesmal zuckte ich zusammen, was sie mit einem kichern

beantwortete.

„Wenn du nicht aufhörst, schläfst du heute auf dem Bauch.“

„Aha!. Jetzt kommt es raus. Kleine brave Mädchen verhauen nur weil sie

nicht das machen was der Herr und Gebieter will.“

„Du mußt doch nichts machen.“

„Doch. Ich soll aufhören? Dabei gehört das doch mir. Mir ganz alleine.

Oder nicht?“

„Ja.“

„Dafür gehört das“, und sie schob erneut den Pulli hoch und legte ihre

Büste frei, „ganz alleine dir. Für immer und ewig. Niemals darf ein

anderer Mann da ran.“

Eine Woche später, Waltraut war in der Schule, da rief Rosi an.

Einfach so zum quatschen. Sie kam natürlich auch auf Waltraut zu

sprechen und fragte, wie weit wir wären.

„Wenn du damit Sex meinst? Nein. Wir haben noch nicht miteinander

geschlafen. Aber an ihrem 16-ten Geburtstag bin ich dran.“

„Wie du bist dran?“

Ich erzählte ihr, das Waltraut und ich beim Frauenärztin gewesen waren

und sie ihr gesagt hatte, das sie einen Freund habe und er an ihrem 16-

ten ran müsse. Rosi brüllte vor Lachen als sie dies hörte. Es dauerte

was bis das sie sich gefangen hatte. Aber im Verlaufe unseres

Telefonates kam hin und wieder ein unterdrücktes Glucksen von ihr. Wir

haben uns lange über diesen besagten Tag unterhalten. Das ich

vorsichtig sein solle und das wir früh genug mit Petting anfangen

sollten, wenn es an dem Tag passieren soll.

Als wir geendet hatten, fiel mir ein, daß ich ihr vom Heiratsantrag

kein Wort gesagt hatte.

16 Schauspielerei

Zwei Wochen später schellte er vormittags an der Türe. Waltraut war in

der Schule und ich dachte schon, daß etwas passiert wäre. Aber als ich

auf den Monitor sah, stand dort eine der Damen vom Jugendamt vor der

Türe. Ich ließ sie ein und führte sie ins Wohnzimmer.

„Was verschafft mir denn die Ehre ihres Besuches.“

„Es gibt da etwas, was uns zu Ohren gekommen ist.“

„Ah ja? Aber doch nichts schlimmes, oder?“

„Na ja, wie man’s nimmt. Wissen sie, das Waltraut die Anti-Baby-Pille

nimmt?“

Ich war platt. Woher konnten sie das wissen? Besonders, da Waltraut

erst in vier Tagen mit der ersten Pille dran wäre.

„Ja.“, antwortete ich ihnen.

„Was!?!“

„Ja. Ich war ja mit ihr bei der Ärztin.“

„Was?“

„Ja.“

„Aber sie ist doch viel zu jung dafür. Wie können sie das

verantworten.“

„Daß sie die Pille nimmt heißt nicht daß sie für jeden die Beine

auseinandermacht. Sie ist selbständiger als sie denken.“

„Das mag vielleicht sein. Aber das eine minderjährige die Pille nimmt

kommt nicht in Frage.“

„Doch. Schließlich kam ihre Periode so unregelmäßig, das sie schon an

eine „unbefleckte Empfängnis“ bei sich dachte.“

„Was?“

„Sie kam unregelmäßig. Mal zweimal in einem Monat, mal blieb sie sogar

drei Monate aus. Und da die Ärztin ihr dies anriet, was sollte dann

dagegen sprechen?“

„Das sie erst 15 Jahre alt ist.“

„Viele Mädchen nehmen in diesem Alter schon die Pille.“

„Das ist etwas anderes.“

„Ah so. Wenn ich verheiratet wäre und Waltraut unsere Tochter, dann

wäre es etwas anderes.“

„Nun ja, dann hätten wir nicht die Pflicht uns darum zu kümmern. Dann

lebte sie in einer Familie.“

„Und wenn der Vater seine Tochter mißbraucht? Dann geht es sie auch

nichts an?“

„Doch! Aber das kann man nicht vergleichen.“

„Mach ich aber. Wenn wir eine komplette Familie wären, mit Frau im

Haus, dann wäre alles einfacher.“

„Wie meinen sie das?“

„Nun, wenn wir als Familie leben würden, dann würde meine Frau mit ihr

reden. Und wenn sie dann doch noch die Pille haben möchte, und meine

Frau das O.K. findet, dann hätten sie nichts dagegen. Oder?“

„Wenn die Mutter das in Ordnung findet, dann mischen wir uns nur ein,

wenn das Mädchen viel zu jung dazu ist.“

„Wie jung?“

„13, 14.“

„Waltraut ist 15. Und ich bin ihre Mutter. Ihre Mutter, ihr Vater, ihr

Onkel, ihre Tante, ihr Bruder, ihre Schwester, ihr Freund und ihre

Freundin. Ich bin alles zusammen. Also sollten sie auch meinen

Standpunkt verstehen. Als Freundin würde ich das geil finden, daß sie

die Pille nimmt. Als Freund wüßte ich daß sie verhütet und wäre

beruhigt. Als Schwester würde ich es vielleicht nicht gut finden, als

Bruder vielleicht doch. Als Onkel? Keine Ahnung. Und bei der Tante bin

ich mir sicher das die Zeter und Mordio schreien würde. Der Vater

würde graue Haare bekommen und die Mutter würde sie vielleicht

verstehen und sicher sein. Und jetzt sagen sie mir, welches

Familienmitglied ich sein soll? Eines was sie alleine im Regen stehen

läßt? Oder eines was ihr zur Seite steht?“

„Letzteres. Sie sollten ihr zur Seite stehen.“

„Nicht nur ich. Dafür habe ich sie ja auch. Sie sollten mir auch

helfen.“

„Das wollen wir ja. Aber sie sind ja schon zur Ärztin gegangen.“

„Was sollte ich machen? Ihr verbieten zum Arzt zu gehen?“

„Nein. Natürlich nicht.“

„Na sehen sie. Und ich dachte daß die Ärztin wesentlich mehr Erfahrung

im Umgang mit jungen Mädchen hat, als sie. Besonders in dieser

Hinsicht.“

„Da mögen sie recht haben. Aber letztendlich haben wir die

Verantwortung.“

„Nein, nein. Die Verantwortung liegt ganz bei mir. Ich muß jeden Tag

aufs Neue für sie da sein. Zu mir kommt sie wenn sie etwas bedrückt.“

„Und? Bedrückt sie etwas?“

„Bisher noch nichts. Aber wenn ich ihr von dieser Unterredung erzähle,

dann schon.“

„Werden sie ihr davon erzählen?“

„Natürlich. Schließlich geht es hier ja um sie. Sie wird bestimmt

traurig sein das sie wegen der Pille hier waren. Daß sie kein

Vertrauen zu ihr haben.“

„Haben sie denn Vertrauen zu ihr.“

„Aber ja!“

„Blind?“

„Ja. Aber glauben sie nicht das ich blind bin.“

„Um noch mal auf die Pille zurückzukommen. Sie hat bereits einen

Freund, mit dem sie sich trifft?“

„Nein.“

„Wie können sie sich da so sicher sein.“

„Nun, ich bringe sie zur Schule und hole sie ab. Den Rest des Tages

verbringen wir immer zusammen.“

„Sie geht nie raus?“

„Alleine?“

„Ja.“

„Nein.“

„Nicht?“

„Nein. Sie hat keine Lust. Und wenn sie etwas machen will, dann muß

ich immer mitgehen.“

„Aber sie ist ein junges Mädchen.“

„Ich weiß. Aber sie will nicht alleine raus. Sie hat nur ihre Schule

im Kopf und hier den Haushalt. Auch wenn sie immer mit mir schimpft

weil ich ihr hier kaum Arbeit überlasse.“

„Sie können sie doch hier nicht einsperren. Sie muß raus.“

„Ich sperre sie nicht ein. Sie kann jederzeit raus. Aber sie will

nicht.“

In dem Moment ging die Türe auf und Waltraut trat ein. Ein schneller

Blick auf die Uhr sagte mir, daß ich sie nicht abgeholt hatte.

„Wo warst du? Ich hab gewartet, aber du warst nicht da.“

Sie ging zu der Dame vom Jugendamt und begrüßte sie mit einem Knicks.

„Wollen sie sich mein Zuhause ansehen? Es hat sich nichts verändert.

Warum auch? Ich finde es schön so.“

„Nein, eigentlich bin ich gekommen, weil uns zu Ohren gekommen ist,

daß du die Pille nimmst.“

„Ja und?“

„Findest du nicht daß du dafür noch zu jung bist?“

„Wieso? Ich bin 15. Bald 16. Wenn mal was passiert, dann will ich

wenigstens geschützt sein.“

„Wie meinst du das?“

„Was ist wenn ich vergewaltigt werde? Ich will dann nicht auch noch

schwanger werden.“

„Na, na, na. Mal nicht den Teufel an die Wand.“

„Ist doch so. Schließlich schauen mir die Männer immer nach. Kein

Wunder bei meiner Oberweite. Aber zum Glück ist mein Bruder immer bei

mir.“

„Ist das der einzige Grund?“

„Na ja. Eigentlich hat sie mir die Ärztin verschrieben, weil meine

Periode immer so unregelmäßig gekommen ist.“

„Also nicht für“

„Nein! Soweit bin ich noch lange nicht! Das hat noch eine Weile Zeit.“

„Wenn das so ist.“

„Ja, das ist so!“

Sie wurde zornig. Das hatte ich bei ihr noch nie gesehen. Es war eine

bisher unbekannte Seite an ihr.

„Halten sie mich etwa für eine Nutte! Ich bin immer noch Jungfrau! Und

so soll es auch bleiben!“

Sie hatte einige Tränen herausgedrückt. Dann drehte sie sich um und

lief in ihr Zimmer. Mit einem lauten Knall schmiß sie die Türe hinter

sich zu. Der Frau war es sichtlich unangenehm. Mir allerdings

ebenfalls. Schnell verabschiedete sie sich von mir und ging. Als der

Fahrstuhl mit ihr nach unten fuhr kam Waltraut aus ihrem Zimmer.

„Und? War ich gut?“

„Oskarreif.“

17 Leere Drohung

Der Besuch der Dame war uns doch in die Glieder gefahren. Zumal

Waltraut sich nun umzog und ihr Schuldirndl gegen einen, mehr als

sündigen Minirock und einer sehr dünnen Bluse tauschte. Dabei

begutachtete sie ihren Kleiderschrank.

„Das können wir aber so nicht lassen.“, rief sie mir aus ihrem Zimmer

zu.

„Was meinst du?“, fragte ich und kam zu ihr.

„Das da.“

Sie zeigte auf ihre Sachen. Doch ich konnte nichts Auffälliges

entdecken.

„Was meinst du?“

„Meine Sachen. Besonders die Wäsche. Und wenn sie die hier gesehen

hätte“, und damit nahm sie den Bügel auf der ihre weiße Korsage hing

heraus, „dann hätte sie uns nie geglaubt.“

Jetzt sah ich was sie meinte und ich mußte ihr recht geben. Die

Korsage war nicht gerade ein Wäschestück, was man normalerweise im

Kleiderschrank einer 15-jährigen finden würde. Und die Dessous, die

BHs und Höschen, waren schon eher bei den Mädchen von Mario zu finden.

Alleine der Stringbikini, sie hatte ihn erst seit drei Tagen, hätten

der Dame sämtliche Gesichtszüge entgleisen und alle Alarmsirenen

angehen lassen.

„Laß mich durch.“, sagte sie und schob mich beiseite, einige der

„sündigen“ Stücke auf ihren Arm. Mit ihnen ging sie ins Schlafzimmer

und deponierte sie in meinen Kleiderschrank. Zum Glück war er nicht

mal halbvoll. Und so schaffte sie alle verräterischen Kleidungsstücke

in meinen Kleiderschrank. Dann aber stand sie mit mir vor ihrem

Kleiderschrank und machte:

„Hm.“

„Was ist Schatz?“

„Die Lücken müssen wir aber schließen. Das glaubt uns auch keiner.“

Ich schaute in ihren fast leeren Kleiderschrank und nickte. Nun war

dort eindeutig zu wenig drin. Vier Höschen waren nun wirklich zu

wenig. Und das sie keinen BH besaß, da würde sogar ein blinder

Blindenhund kläffen.

„Wollen wir?“, sagte sie und ich wußte gleich was sie meinte und

nickte. Sie zog sich schnell wieder ihr Dirndl und anschließend den

Mantel an, dann nahm ich ihre Hand und wir gingen los und fuhren in

die Tiefgarage.

Eine halbe Stunde später standen wir im Kaufhof. Hier kauften wir

einige BHs und Höschen. Sie war von letzteren so begeistert, daß sie

sich weigerte sie anzufassen. In der Strumpfabteilung kauften wir

mehrere Strumpfhosen. Aber da dies ganz normale Strumpfhosen waren die

sie auch sonst trug, suchte sie sich die selber aus. Nicht ohne auch

welche auszusuchen, die eindeutig nicht im Kleiderschrank ihres Zimmer

ihren Platz finden würden.

Kurz darauf, beim C&A, das ganze nochmals. Dazu kamen nun auch noch

einige Röcke in ganz normaler Länge, sowie einige Blusen und Pullis.

Und als wir, welch ein Zufall aber auch, am Trachtenmodengeschäft

vorbeifuhren, mußte ich wegen dem starken Verkehr doch wirklich im

Schrittempo fahren. Diese blöden Autofahrer vor mir, in ihren

unsichtbaren Autos, fuhren aber auch wirklich äußerst langsam.

„DA!“, entfuhr es ihr und sie zeigte auf das Geschäft, während ich

bereits lächelnd einparkte.

Mit drei neuen Dirndln verließen wir nach gut zwei Stunden das

Geschäft.

Die Wäsche stopfte sie sofort in die Waschmaschine. Und bereits am

Abend lag sie in ihrem Kleiderschrank.

Drei Wochen später konnten wir uns gratulieren. Die Damen waren erneut

bei mir gewesen. Zwar entschuldigten sie sich bei mir wegen ihrem

Mißtrauen, wollten aber nun Waltrauts Zimmer sehen. Und auch ihren

Kleiderschrank. Aber da war alles in Ordnung. Die Wäsche war die eines

Mädchens ihres Alters, und die Röcke und Kleider gaben ebenfalls

keinen Anlaß zur Erregung der Gemüter. Selbst die Nylonstrumpfhosen

waren neutral. Ohne Muster, ohne Design. Einzig das Abendkleid

schauten sie skeptisch an. Es war ein goldenes mit silbernen

Pailletten. Ein Traum, mit einem von Rüschen umsäumten tiefen

Dekolleté, knielang. Doch zum Glück hingen die Opernkarten am

Kühlschrank. Und wenn sie am Samstag ebenfalls in der Oper gewesen

wären, dann hätten sie bestimmt bewundernd auf Waltraut gesehen.

Vielleicht hätten sie wegen dem Ausschnitt vielleicht doch etwas

gemault. Schließlich ruhten dort nicht nur die Augen der anwesenden

Damen drauf. Aber wenn sie gewußt hätten was Waltraut an diesem Abend

unter ihrem Kleid trug, dann wäre sie bestimmt sofort ins Heim

gekommen.

Als Waltraut aus der Schule kam, erfuhr sie von mir natürlich daß sie

wieder hiergewesen waren. Waltraut mußte lachen als ich ihr die

Gesichter der Beiden schilderte.

„Als wenn ich es geahnt hätte.“

„Stimmt. War gut das du deinen Kleiderschrank entschärft hast.“

„Ach ja? Wieso? War er so scharf?“

„Was du da drin an Wäsche hattest, das war mehr als scharf.“

„Und? Was soll ich jetzt anziehen? Was scharfes?“

Keine 2 Minuten später war sie bei mir im Wohnzimmer. Sie hatte ihr

Schuldirndl wieder gegen die dünne Bluse und den kurzen Rock

getauscht.

„Und drunter?“, fragte ich sie.

„Da kannst du selber nachsehen.“

Sie legte sich auf das Sofa und bettete ihren Kopf in meinen Schoß.

Und während ich sehr sanft über ihr Haar strich erzählte sie von ihrem

Tag in der Schule. Nach kaum 5 Minuten war sie eingeschlafen.

Vorsichtig hob ich ihre Bluse vorne etwas an und schaute hinein.

Nichts! Sie hatte auf einen BH verzichtet. Es sei denn sie hatte die

Büstenhebe angezogen. Eigentlich brauchte sie ja keine Hebe. Noch

standen ihre großen Brüste fest und hart von ihrem Körper ab. Und so

war dieses Wäschestück eigentlich nur dafür gedacht um mich heiß zu

machen. Denn dies hatte sie mir gesagt, als sie mich vor vier Monaten

damit überraschte. Aber so hoch hob ich den Stoff ihrer Bluse doch

nicht an, damit ich die Hebe hätte sehen können. Doch ein sanftes

Streicheln über ihren Rücken verriet mir, daß sie die Hebe nicht

anhatte. Daß sie nichts an hatte, was mit ihrem Busen zu tun hatte.

Und noch ehe ich ihren Rock hochgeschoben hatte konnte ich mir denken,

daß mich dort ihr nackter Popo anlachen würde. Als ich meine Hand auf

einer der Beiden festen Halbkugeln legte, flüsterte sie im Schlaf, daß

dies schön warm sei, obwohl der Raum geheizt war. Aber dies hatte ich

in der Vergangenheit schon sehr oft gehört. Mit zunehmendem Alter und

fortschreitender körperlicher Entwicklung waren sowohl ihre Brüste,

wie auch ihr süßer Popo sehr oft kalt. Nicht gerade eisig, aber kälter

als der Rest ihres Körpers. Aber sie sagte dann immer, daß sie fürs

wärmen ja meine Hände habe. Das sah man besonders an ihren Brüsten.

Wenn ihre Brüste kalt waren, dann waren ihre Brustwarzen immer sehr

hart und standen von ihren Brüsten ab. Überdimensional, und sichtbar

für aller Augen. Zum Glück trug sie draußen meist immer einen BH. Aber

zu Hause war das anders. Hier verzichtete sie sehr oft auf dieses

Kleidungsstück. Und wenn ich dann meine Hand auf ihre kalte Brust

legte, und sie so wärmte, dann wurden ihre Warzen manchmal wieder

weich. Allerdings spürte ich auch, daß sie unter meiner Hand sehr oft

noch härter und noch größer wurden.

An ihrem 16-ten Geburtstag gingen wir ganz groß aus. Zum Glück fiel er

auf einen Sonntag. Hatte ich doch ihre „Drohung“ bei der Ärztin noch

im Kopf, „Wenn ich 16 bin, dann muß er!“ Und da wir in ihren 15-ten

hinein gefeiert hatten, so wollte ich ihr diese Nacht und den Tag so

schön wie nur möglich machen.

Am Samstagabend gingen wir erst ausgiebig essen. Im teuersten

Restaurant der Stadt. Fand sie das schon schön, so war sie vom

anschließenden Discobesuch vollauf begeistert. Schließlich hatten wir

schon fast ein halbes Jahr lang keine mehr besucht. Natürlich hatte

ich in der Disco nicht gesagt daß sie Geburtstag habe. Dann wäre

bestimmt auch rausgekommen, wie alt sie würde. Also gratulierte ich

ihr in der kleinen Sitzecke, in der wir alleine und abgeschieden

saßen. Sie fand dies so romantisch. Sie weinte richtig.

Gegen vier verließen wir die Disco und ließen uns nach Hause fahren.

Schon im Aufzug küßte sie mich leidenschaftlicher denn je. Sie zog

mich gleich ins Schlafzimmer. Dort begannen wir uns küssend langsam

gegenseitig auszuziehen, bis das wir schließlich völlig nackt

voreinander standen. Langsam ergriff sie meine Hand und zog mich ins

Bett. Wir haben uns da sehr lange geküßt und gestreichelt. Dann aber

sagte sie ganz leise und sichtlich verlegen:

„Ich glaube ich bin noch nicht soweit.“

„Das macht doch nichts. Dann halt nächstes Jahr. Ich kann warten.“

„Wirklich?“

„Ja.“

„Und du bist mir nicht böse?“

„Warum sollte ich?“

Und dies brachte sie erneut zum weinen. Wußte sie doch, daß ich ihre

Drohung, wenn sie 16 wird dann wäre ich dran, gehört hatte und mir

denken konnte, daß es diese Nacht passieren würde. Aber wir taten es

nicht. Statt mit ihr zu schlafen befriedigte ich sie nach allen Regeln

der Kunst, wobei sie sehr oft kam. Erst als sie wirklich nichtmehr

konnte ließ ich von ihr ab. Sie schlief sehr schnell ein. So erledigt

war sie.

Am Morgen erwachte sie und sah, daß ich schon wach war. Mit schuldiger

Mine fragte sie erneut:

„Bist du mir böse?“

„Warum sollte ich dir böse sein? Nur weil wir nicht miteinander

geschlafen haben? Nein, wieso auch? Schließlich bestimmst du doch den

Zeitpunkt.“

„Aber ich hab doch gesagt, wenn ich 16 werde bist du fällig.“

„Na und? Dann halt erst mit 17.“

„Wirklich nicht böse?“

„Nein Schatz.“

„Danke.“

Wir küßten uns erneut und sie bedankte sich wenig späte etwas tiefer

mit ihrem Mund. Aber so langsam und zärtlich, das sie zum ersten Mal

husten mußte als ich kam. So sehr hatte sie mich an diesem Morgen mit

ihrem Mund aufgegeilt, daß ich ihren Mund im wahrsten Sinne des Wortes

überflutete. Etwas davon war sogar an ihrer Nase wieder

hervorgekommen. Aber der Rest ersetzte ihr das Frühstück.

Mittags riefen Mario und Rosi an. Natürlich wollte Rosi wissen, ob es

passiert war. Schließlich hatte ich ihr verraten, was Waltraut bei der

Ärztin gesagt hatte. Sie fand es schön, daß wir nicht miteinander

geschlafen hatten.

„Ihr solltet ruhig noch was warten.“

„Das mußt du gerade sagen. Wie als warst du gleich als Mareike geboren

wurde?“

„16. Wieso?“

„Ach. 16!“

„Das war doch damals was ganz anderes. Wir wollten ja auch heiraten.

Und im Kreissaal hat er mir einen Antrag gemacht.“

„Ja und? Das hat Waltraut schon voriges Jahr gemacht.“

„Was!“

„Ja.“

„Und? Was hast du gesagt?“

„Was soll ich schon großartig gesagt haben? Ja.“

18 Die letzte Hürde

In der folgenden Zeit wurde unser Zusammenleben geprägt von langen

zärtlichen Stunden, welche mehr und mehr unser Leben bestimmten. Sei

es am Tage oder nachts im Bett, ständig war sie mehr oder weniger

aufreizend bis nackt anzutreffen. Etwas, was mich von Tag zu Tag immer

stärker reizte. So lang, bis daß ich ein ernstes Wort mit ihr reden

mußte. Das sie zu hübsch wäre und ich kaum noch an mich halten könne.

Sie lachte und meinte, daß sie besser nach Köln fahren würde.

„Mario paßt schon auf, daß du mich nicht anfällst.“

Dann aber wurde sie wieder ernst und zog sich etwas Neutraleres an.

Und so beließ sie es das ganze Jahr über. Kurz waren ihre Sachen

dennoch immer. Aber einen nackten Popo hatte ich von da ab kaum mehr

in Händen. Tagsüber. Denn nachts verstärkten wir unsere Aktivitäten.

Nicht das wir miteinander geschlafen hätten, das noch nicht. Aber es

verging kaum eine Nacht in der wir Beide uns nicht gegenseitig mehrere

Orgasmen bereitet hatten. Selbst in der Zeit ihrer Periode wollte sie

auf ihre Erlösung nicht verzichten. Und so mußten wir uns und die

Bettwäsche mehr als üblich waschen.

Im Sommer sind wir mit Mario und Anhang nach Griechenland geflogen und

im Herbst nach Zypern. Unnütz zu sagen, daß etliche von Marios Mädchen

wieder dabei waren. Ebenso unnütz ist zu erwähnen, daß die Mädchen

wieder „der“ Augenschmaus der männlichen Gäste, wie auch der

Angestellten waren. Aber Mario paßte wie ein Schießhund auf alle auf.

Aber die Mädchen hatten auch immer ein Auge auf Waltraut. Nicht um

über sie zu wachen, wenn das auch manchmal notwendig war. Denn sie sah

zu hübsch aus und wurde ständig von anderen Männern umlagert. Aber

immer waren einige Mädchen bei ihr, wenn Mario oder ich nicht da

waren. Zum anderen sahen sie Waltraut gerne. Sie hatten sie als

kleines Mädchen gesehen, und sahen nun, wie sie sich entwickelt hatte.

Sie waren begeistert.

Im Winter waren wir wieder in den Bergen. Mario und auch Waltrauts

erste Lehrerin, samt Anhang. Und immer sahen sie begeistert Waltraut

an, die sie ja alle noch als kleines Mädchen kannten, wie sie langsam

und immer mehr zu einer jungen hübschen Frau wurde. Und immer fragte

Rosi, ob wir miteinander geschlafen hätten. Und immer freute sie sich,

wenn ich es verneinen mußte. Zumal sie merkte, daß ich nicht darunter

litt.

Waltrauts Geburtstag kam – und ging, ohne daß wir es getan hätten. Wir

hatten erneut in ihn hinein gefeiert. Mit essen und Disco.

Anschließend im Bett mit unendlichen Orgasmen für sie. Denn sie war

erneut traurig darüber, daß sie noch nicht so weit wäre und ich nicht

böse darüber war.

Die Sommerferien verlebten wir gemeinsam in Jamaika, den Herbst erneut

in Irland. Das Land schien es Waltraut und Mareike angetan haben.

Dachten wir jedenfalls. Aber eher waren es die Pferde, die wieder

unseren Planwagen zogen. Jedenfalls mußten wir die Beiden sehr oft

abends aus dem Stall zerren, damit sie zu Abend aßen.

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien kam Mario mit Familie zu

uns und wir fuhren los. Unnütz zu sagen, wohin es ging. Diesmal aber

war ihre alte Lehrerin nicht dabei. Der Mumps hatte die Zwillinge voll

im Griff. Und so waren wir unter uns, auch wenn sie eigentlich schon

zur Familie gehörten. Selbst als sie erfuhren, womit Mario sein Geld

verdiente. Denn sie hatten ja auch gesehen, daß die Mädchen mehr als

gerne bei ihm arbeiteten.

Das Wetter war nicht wiederzuerkennen. Es schien so, als wenn die neue

Eiszeit angebrochen war. Schon in Köln lag der Schnee gut 20 cm hoch.

Darum war er auch schon sehr früh losgefahren. Dennoch kamen sie erst

gegen halb sieben am Abend bei uns an. Und da wir im Dunkeln nicht

losfahren wollten, übernachteten sie bei uns. Die Mädchen schliefen in

Waltrauts Bett, Mario und Rosi im meinem und ich auf dem Sofa.

Am Morgen sah es nicht besser aus. Gegen halb zehn fuhren wir los und

kamen erst gegen vier am Haus an. Halb fünf waren wir drinnen. So

lange hatten wir gebraucht, um einen Weg von den Autos zur Haustüre

freizuschaufeln. Aber gegen sechs war es warm und gemütlich.

Zu Weihnachten hatten wir wieder einen sehr weißen Baum und darunter

die Geschenke. Hauptsächlich Spielzeug für Mareike. Von Mario bekam

Waltraut wunderschöne Ohrringe, von Rosi ein weiteres, türkisfarbenes

Nachthemdchen-chen-chen. Und mit dem überraschte sie mich am Abend im

Bett. Sie war übermäßig zärtlich und forderte mich ungemein. Schon

schmerzte mein Schwanz, weil sie ihn immer weiter forderte, ohne daß

ich zum Orgasmus kam. Immer wenn ich dachte: jetzt ist es soweit, da

hörte sie auf und wollte meine Finger spüren. Doch noch bevor sie kam

widmete sie sich wieder meinem Geschlechtsorgan. Dann, sie entließ ihn

gerade aus ihrem Mund und ich dachte, daß ich nun wieder an der Reihe

war, da drückte sie mich wieder zurück und schwang sich auf mich. Mit

einer Hand mich niederhaltend, faßte sie mit ihrer anderen meinen

Schwanz, und ehe ich es recht begriff, spürte ich etwas Heißes um

meine Schwanzspitze. Und mit weit aufgerissenen Augen, unfähig einen

Ton zu sagen, fühlte ich, wie mein Schwanz in ihr einfuhr. Ich sah nur

wie sie verzückt ihre Augen schloß und sich auf die Unterlippe biß.

Ihr Gesicht war freudig erregt und ich wußte daß ich ihr nicht weh

tat. Und sie ließ sich immer tiefer hinab. Langsam, aber stetig.

Einmal zuckte sie nur kurz, stoppte aber nicht. Erst als sie fest auf

mir saß, öffnete sie ihre Augen und schaute mich an, während sie ihren

Unterleib wieder emporhob, um sich dann wieder herab zu lassen. Sie

nickte mir fragend zu. Ich konnte mir denken daß sie wissen wollte ob

sie es so richtig machte. Ich nickte ebenfalls, was sie zum Anlaß nahm

etwas schneller zu werden. Und schon nach wenigen Augenblicken kam sie

zum Orgasmus. Ihr ganzer Körper zitterte wie Espenlaub und indem sie

sich auf den Zeigefinger biß, wurde ihr Orgasmus auch nicht aus dem

Zimmer getragen. Als sie sich wieder beruhigt hatte, begann sie erneut

zu reiten. Ich strich über ihre harten Brustwarzen und sofort

erzitterte sie erneut. Schließlich zog ich sie zu mir herunter und

stieß von unten mit. Schnell kamen wir in Gleichklang. Unter einem

sehr langen und äußerst harten Kuß kam sie erneut. Ich stieß nicht

weiter zu und sie blieb auch völlig ruhig auf mir liegen, bis das sie

wieder ruhiger atmete. Erst dann stieß ich erneut zu.

Da sie immer sehr schnell kam und dann ruhig auf mir liegenblieb, war

die Chance zum Orgasmus zu kommen für mich gleich null. Das wußten wir

nur zu gut. Aber nach gut einer Stunde und unzähligen Orgasmen hatte

sie schließlich doch ein Einsehen mit mir. Sie ritt und ich stieß von

unten, da hörte sie nach ihrem Abgang nicht auf. Ich hielt inne und

dachte daran, ihr wieder eine Pause zu gönnen. Aber da sie nicht

aufhörte, machte ich ebenfalls weiter. Ich konnte mir schon denken,

daß sie mich nun auch fertigmachen wollte. Und so konzentrierte ich

mich auf sie und ihren Signalen. Ihren nächsten Orgasmus verpaßte ich.

Dafür waren wir zu heftig und sie zu schnell. Doch beim nächsten war

sie nicht alleine. Sie unterbrach ihren Ritt um sich fest auf mich zu

setzen und mit aufgerichtetem Oberkörper, meinen Schwanz tief in ihr

fühlend, spürte sie nicht nur ihren Orgasmus, sondern auch meinen. Und

der war sehr heftig. So heftig, das ich später lachen mußte. Wäre ja

auch zu komisch gewesen, wenn sie von meinen harten Spritzern an die

Zimmerdecke katapultiert worden wäre. Jedenfalls riß Waltraut ihre

Augen weit auf und starrte mich an, während mein Sperma wie Geschosse

in ihren Körper hinein schoß. Erst als ich fertig war, ließ sie sich

auf mich fallen und weinte. Sehr lange.

Glücklich?“, fragte ich sie eine Weile nachdem sie aufgehört hatte zu

weinen.

„Ohh jaa.“, war ihre Antwort, der man anhören konnte, daß sie aus

tiefstem Herzen kam.

„Hätte ich das doch nur schon damals gemacht. Das war so schön. Zwei

Jahre verschwendet für nichts und wieder nichts.“

Man hörte es wirklich heraus, das sie wütend über sich war. Wütend,

das sie sich mir nicht schon an ihrem 16ten Geburtstag hingegeben

hatte. Wie oft hätten wir in der Zeit miteinander schlafen können?

Sie streckte ihre Beine aus und schob sie zwischen meine. Dadurch

wurde mein Schwanz in ihrer Scheide so arg gequetscht, daß er mit

seiner Härte entgegenwirken wollte. Und so blieb er noch sehr lange

hart. So lange, das wir schon längst schliefen, als ich aus ihr halb

herausrutschte und ihrer Füllung einen Weg freigab nach draußen zu

rinnen. Und die Spuren sahen wir am folgenden Morgen. Als wir

aufstanden hatte sich unter meinem Hintern ein roter Flecken gebildet,

teilweise leicht rosa.

„Geh du dich waschen, Spatz. Ich zieh das Bett ab.“

Waltraut nickte und verschwand im Bad, während ich das Bett abzog.

„Warst du auch vorsichtig?“

Erschrocken drehte ich mich herum und sah Rosi im Türeingang stehen.

Und da ich nicht gleich antwortete, wiederholte sie ihre Frage.

„Ob du vorsichtig mit ihr warst? Bei dem Riesending.“

Sie zeigte auf meinen Schwanz, der blutig an mir herabhing. Erst jetzt

merkte ich, daß ich nackt vor ihr stand. Peinlich war es mir nur, weil

man sehen konnte was in der vergangenen Nacht passiert war. Ansonsten

wußten wir ja schon seit den Malediven wie wir untenrum aussahen.

„Ja. Ich war vorsichtig.“, antwortete ich.

Sie wußte gleich daß da was war und, wie Mädchen nun mal sind, bohrte

sie nach. Und schließlich erfuhr sie, daß nicht ich sie, sondern sie

sich selbst entjungfert hatte. Mit meinem Schwanz.

„Dann geh zu ihr unter die Dusche. Ich mach das hier schon.“, sagte

sie und nahm mir das blutige Lacken aus der Hand.

„Danke.“

Als ich an ihr vorbei kam, schlug sie mir auf meinen nackten Arsch und

lachte.

In der Dusche stand Waltraut und rührte sich nicht. Sie stand nur da

und ließ sich das warme Wasser über ihren Körper rinnen. Als sie mich

sah lächelte sie nur und streckte mir ihre Hände entgegen. Und als ich

bei ihr unter der Brause stand, klammerte sie sich so fest sie konnte

an mich. So blieben wir sehr lange stehen, bis das Rosi an die Türe

klopfte und rief, daß das Frühstück fertig wäre. Wir zuckten zusammen

und trennten uns ruckartig. Geradeso, als ob man uns bei etwas

Verbotenes erwischt hätte. Und so sahen wir uns auch an. Ertappt und

schuldig in allen Anklagepunkten.

Schließlich aber lächelten wir uns doch an. Langsam begann ich sie zu

waschen und sie anschließend mich. Und da wir uns dafür etwas zu lange

Zeit ließen, stand Mareike plötzlich im Bad und rief:

„Frühstück!“

Dann rannte sie raus und ließ uns alleine.

So kam es, daß wir, in Bademäntel eingehüllt, am Frühstückstisch

saßen.

Rosi hatte Mario natürlich erzählt daß wir miteinander geschlafen

hatten. Er war etwas angesäuert. Aber als er erfuhr, daß sie erst

jetzt ihre Unschuld verloren hatte, da beruhigte er sich wieder.

„Dann hat er doch gewartet?“

„Ja und nein.“

„Wie meinst du das?“

„Ja, er hat gewartet, und nein, er würde noch immer warten. Es ist von

ihr aus gegangen. Vergangene Nacht war sie so weit. Und da hat sie ihn

halt vernascht.“

Mario grinste, weil er in diesem Moment an Rosis 14ten Geburtstag

denken mußte. Da hatte sie es doch mit ihm auch so gemacht. Erst war

sie ihm in die Hose gegangen, und als er sich wehrte hatte sie ihn

abgefüllt. Nicht das er blau war. Aber sein Wiederstand war erlahmt

und sie hatte sich einfach auf ihn gesetzt und entjungfert.

Rosi schien zu genau zu wissen woran er dachte und tat völlig

unschuldig. So übertrieben unschuldig, daß sie von Mario einen Klaps

auf den Hintern bekam.

Von dieser Nacht an schliefen wir jede Nacht miteinander. Sie nahm

auch keine Rücksicht auf ihre Regel. Und so wuchs der Berg an

Bettwäsche in der Zeit ihrer Periode.

Am Tag war sie nur liebesbedürftig. Sie wollte kuscheln und schmusen,

so wie vor drei Jahren. Hin und wieder führte sie meine Finger auch

zwischen ihre Beine. Aber das war selten. Doch wenn wir ins Bett

gingen, dann war sie der Expeditionsführer. Sie übernahm die Regie und

ich mußte. Eigentlich könnte man sagen, daß sie mich gut bediente.

Aber innerlich wollte ich sie ja bedienen. Zwar tat ich das ja auch,

aber ich wollte auch mal von mir aus mit ihr schlafen. Und in den

Genuß kam ich nur, wenn ich vor ihr wach wurde. Dann vernaschte ich

sie. Aber mit zunehmendem Alter wurde sie morgens besser wach. Und

früher. Und das ohne Wecker.

19 Die letzte Instanz

Drei Jahre waren seit dem Winter vergangen.

In keinerlei Beziehung war bei uns so etwas wie Alltag eingekehrt.

Ständig überraschten wir uns gegenseitig aufs Neue. Und das nicht nur

im Bett. Immer öfter wollte sie auch im Auto verführt werden, wenn sie

mich da nicht schon vernaschte.

Auch war sie an den Isarauen mehr als freizügig. Hier lagen wir im

Sommer sehr oft nackt im Gras. Und wenn keiner in der Nähe war, da

konnte es schon mal passieren daß sie sich auf mich setzte. Mit der

Zeit hatte sie gelernt mittels ihrer Scheidenmuskulatur uns beiden

einen Orgasmus zu bereiten, ohne daß man es von außen hätte sehen

können. Und wenn uns bei dieser Aktion mal jemand näher kam, dann

hätte er nur gesehen, daß sie auf mir saß, regungslos, und wir uns

unterhielten.

Daß sie in der Oper und im Theater meist ohne Unterwäsche war, das

bekam ich im Laufe der Zeit immer öfter zu sehen. Zwar hatte sie immer

eine passende Corsage und Strümpfe an, das war’s dann aber auch schon.

Und im Kino verzichtete sie auch auf die.

Was ihr Fuß anstellte, unter dem Tisch, wenn wir essen gingen, das

verschweige ich besser. Denn wenn der Ober das hier liest, dann läßt

er uns nichtmehr rein, oder liegt unter dem Tisch um zuzusehen.

Abgesehen von ihren wehmütigen Blicken, wenn eines ihrer heißgeliebten

Dirndl ausrangiert werden mußte, wußte sie daß es dafür immer einen

Ersatz gab. Aber auch so füllte sich ihr Kleiderschrank mit etlichen

Folklore-und Trachtenkleidern. Und nicht nur ihrer. Auch in meinem

hingen etliche ihrer Gewänder, die mehr als nur Alltags zu tragen

waren.

Überhaupt füllten sich die großen Regale und Schubladen in meinem

Schlafzimmer, wenn ich es noch so nennen durfte, mit etlichen

Strümpfen und Strumpfhosen. Drei Regale waren alleine nur ihrer

Unterwäsche vorbehalten, wobei man die Corsagen nicht mitrechnen

konnte. Denn die hingen ja auf Bügel, ebenso wie ihre zahlreichen

Bodys.

In ihrem Kleiderschrank vollführte sich mit der Zeit ebenfalls ein

Wandel. Die „Alibi“-Wäsche verschwand zusehends und irgendwann kam ein

großer Umzug. An einem Samstag brachte sie all ihre Unterwäsche in

ihren Schrank. Allerdings nur die, welche sie in der Schule anzog.

Dennoch war es genug, um ihre Regale zu füllen. Und die leeren Stellen

in meinem füllten wir die Woche drauf wieder auf.

Als sie eines Tages in der Post Werbung für ein „nicht schickliches

Haus“, so würden es die Damen vom Jugendamt betiteln, vorfand, fragte

sie mich, ob sie was bestellen dürfe. Nicht ahnend, daß mich der Spaß

am Ende 367.-DM kosten würde, hatte ich ihr die Erlaubnis gegeben. Und

daß ich nicht fragen mußte wofür das alles war, das schien wohl auch

klar zu sein. Spätestens als sie in einem Dienstmädchenkostüm vor mir

stand. Mit kurzem weitem Rockteil und Petticoat, sowie ein

Rüschenhöschen. Daß ich sie nicht gleich vergewaltigt habe wundert

mich noch heute. Aber nun wußte ich auch, woher sie die neue Wäsche

hatte, die sie mir im Laufe der Zeit vorführte. Und da waren die

Ouvert-Höschen noch harmlos. So langsam dämmerte es mir nun, daß sie

sich mit Marios Mädchen nicht nur über Wäsche im Allgemeinen, oder

über ihre nackten Scheiden unterhalten hatten. Hätte ich das früher

gewußt, dann hätte ich mir die detaillierte Rechnung zeigen lassen.

Und dann wäre mir auch ein Analplug aufgefallen. Und bestimmt hätte

ich wegen den beiden Dildos nachgefragt.

Das Ergebnis dieser eigenartigen Instrumente bekam ich ein gutes

halbes Jahr später zu spüren.

Wir lagen im Bett und waren so richtig in Fahrt, mit Unterbrechungen,

Hand und Mundaktivitäten, Stellungswechsel und manch anderem. Da

setzte sie sich plötzlich wieder auf mich und mich umfing wieder der

eiserne Griff ihrer Scheide. Doch erst im Verlauf ihres Rittes

erkannte ich daß ich in ihrem Popo steckte. Und das, ohne ihr

Schmerzen zu bereiten. Im Gegenteil! Sie genoß es richtig in den Arsch

gefickt zu werden.

Und dies nicht zum letztenmal. Und auch nicht nur im Bett.

Wie gesagt, war es nun schon drei Jahre her, seit sie die Freuden des

Sexes erfahren hatte. Da wir nach außen hin ein Unterschiedliches

Verhältnis an den Tag legten, wußte niemand so genau was wir

eigentlich waren. Geschwister, oder ein Paar. Mit Ausnahme derer, die

uns kannten.

Und so war es nicht verwunderlich, das Rosi mich eines Tages anrief

und im Verlaufe des Gespräches, ganz unbefangen, fragte, wann ich denn

Waltraut einen Antrag machen würde.

„Wie „Antrag“?“, fragte ich etwas ratlos.

„Na, du willst doch nicht in wilder Ehe mit ihr zusammen leben? Und

was ist mit Kindern? Sollen die unehelich sein?“

„Äh nein, natürlich nicht.“, antwortete ich völlig überrascht.

„Na siehst du. Also: Wann willst du ihr einen Antrag machen.“

„Sicher, daß sie das will?“

„Könnt ich mir schon vorstellen.“

Hätte ich in diesem Moment Rosis Gesicht sehen können, dann wäre mir

eine ganze Lichterkette aufgegangen. Dann hätte ich gewußt das

Waltraut sich öfter mit Rosi unterhielt, als ich es tat. Und auch, daß

sie sich dabei nicht übers Wetter unterhielten. So aber tappte ich

völlig im Dunkeln und Rosi machte mir dazu auch noch ein schlechtes

Gewissen mit der wilden Ehe und unehelichen Kindern.

Wir hatten uns noch eine Weile über dieses Thema unterhalten, was mir

aber keineswegs aus der Ratlosigkeit heraushalf. Und nach dem

Telefonat stand ich völlig ratlos in der Wohnung und hätte fast die

Zeit vergessen. Ich mußte rennen, um Waltraut pünktlich von der Schule

abzuholen. Hatte es aber gerade so eben geschafft.

Da ich etwas außer Atem war, merkte sie nicht daß mich ein Problem

bedrückte. Sie lachte nur und meinte:

„Du wirst alt. Nicht das ich nächsten Monat einen Pflegefall daheim

habe.“

Laut lachend ertrug sie die Schläge auf ihren Po.

Nur zur Kontrolle.“, flüsterte sie wenig später, als sie mich im

Wohnzimmer vernaschte.

Ich bestand den medizinischen Checkup. Besonders in der Rubrik:

Ausdauer.

Drei Wochen später, Rosi hatte in der Zwischenzeit noch zweimal

angerufen und immer wieder nachgefragt, hatte ich endlich den Ring

wiedergefunden, den sie vor anderthalb Jahren so angehimmelt hatte.

Und bei dessen Ausscheiden aus der Auslage des Juweliers sie fast

schon einen Heulkrampf bekommen hatte.

Allerdings bekam sie den dann, als ich ihr den Antrag machte und sie

den Ring sah. Und Rosi atmete erleichtert auf, als ich ihr einige Tage

später mitteilen, daß es keine unehelichen Kinder geben würde. Sie

freute sich sehr über unseren Entschluß, besonders, als ich ihr

mitteilte, daß wir in Köln heiraten würden.

In der folgenden Zeit wurde sie wieder zu der Waltraut, die sie war.

In Köln bekam sie mittels einer gefälschten Geburtsurkunde, die

allerdings die wahren Einträge inne hatte, einen Ausweis. Und so

konnten wir mit echten Papieren heiraten.

Der Pastor schaute etwas skeptisch, als er die Brautjungfern und

anwesenden Frauen sah. Es waren die Mädchen von Mario. Zwar waren sie,

der Feier entsprechend, züchtig gekleidet, dennoch sah eine

aufregender aus als die andere.

Blumen streuten Michelangelos Zwillinge und Mareike. Und die drei

sahen sehr süß aus.

Gefeiert haben wir dann bei Mario.

Die Hochzeitsreise ging erneut zu den Malediven. Zur gleichen Insel

wie damals. Und diesmal waren sogar alle Mädchen dabei. Auch die

Familie von Michelangelo.

Heute leben wir in Milders. Nachdem ich seit eh und je von daheim aus

arbeiten konnte, kam uns die Technik zur Hilfe. Nach dem Fax kamen der

Computer und schließlich das Internet.

Und während ich arbeitete, versorgte Waltraut das Haus und später

unsere beiden Kinder.

In der Weihnachtszeit haben wir immer Besuch. Und dann machen 11

Personen die Piste unsicher. Und eines kann ich euch sagen:

Man spürt das Alter, wenn die Kinder größer werden.

ENDE!

 

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Have Fun.

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See you.

With Love .

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Der_falsche_Vater